Kategorien
Christian Drosten Deutschland FAZ Gastronomie Kontaktverfolgung Pandemie Partner Virus

Kontaktverfolgung – und dann?: Bezahlfunktion und mehr: Die Luca-App will auch nach der Pandemie nicht verschwinden

Mit dem Ende der Pandemie wird auch die Kontaktverfolgung ihren Sinn verlieren – und auch die darauf spezialisierte App Luca. Nun haben die Macher der App verraten, wie sie weiter relevant bleiben wollen.

Wer hatte wann mit wem Kontakt – diese Frage soll den Gesundheitsämtern seit Beginn der Pandemie helfen, mögliche Infektionensketten zu brechen. Eine Unterstützung dabei wollte die Luca-App sein. Innerhalb kürzester Zeit schaffte es die App durch die Pandemie, sich in unzähligen Gastronomie-Betrieben und Ladengeschäften zu etablieren. Jetzt könnte bald das Ende der Beschränkungen anstehen. Und damit auch das Ende der Notwendigkeit für Luca.

Das ist wohl auch den Machern der App, den Unternehmen Culture4Life, beziehungsweise Nexenio, aufgefallen. „Viele Experten erwarten im Laufe des Jahres eine endemische Situation in Deutschland „, beginnt ein Blogpost zur Zukunft der App. Die steht nämlich durchaus auf dem Spiel. Anders als bei der aktuellen Pandemie würde bei einer endemischen Situation dann nicht mehr eine ständige, konkrete Infektionsgefahr bestehen. Das Virus würde in der von Experten wie dem Virologen Christian Drosten erwarteten Situation dann ähnlich wie die Grippe Teil des Alltags sein, eine ständige Kontaktverfolgung entfiele. Luca will deshalb sein Angebot überarbeiten – und sich als Partner für Gastronomen und Läden umdefinieren.STERN PAID Luca App funktioniert nicht 1240

Luca neu gedacht

Zunächst wird allerdings das Kern-Angebot umgekrempelt. Anders als aktuell gibt es in einer endemischen Situation in der Regel nur einzelne, lokale Ausbrüche. Eine allgemeine Verpflichtung zur Kontaktverfolgung und die entsprechende Infrastruktur sind dann aber kaum zu rechtfertigen. Das überarbeitete Luca soll das widerspiegeln. „Damit dem Gesundheitsschutz weiterhin maximal gedient ist, will Luca den Bundesländern die Flexibilität geben, Luca immer dann einzusetzen, wenn sie es brauchen“, erklärt der Post.

Statt strikter Dauerabos können sie die App dann einfach als Service buchen, solange es sinnvoll erscheint. Damit das attraktiv bleibt, werden sogar die Preise halbiert. Statt 18.000 Euro im Monat pro Gesundheitsamt sollen die Länder nun nur noch die Hälfte zahlen, berichtet „Heise“. „Eine entsprechende Information wurde bereits an die Bundesländer geschickt“, erklärt Luca.

Zudem will die sich App breiter aufstellen. Die Funktionen sollen dabei erheblich erweitert werden. Luca überlegt, den Impfnachweis und den Personalausweis in der App zu verbinden, das soll die Kontrollen einfacher machen. Noch weiter gehen Pläne, eine eigene Bezahlfunktion einzubauen. Mit der könnten die Kunden dann direkt über die App bezahlen, die Preise sollen für Gastronomen günstiger sein als die etablierten Systeme von Visa oder Mastercard, sagte Culture4life-Chef Patrick Hennig der „FAZ“.App Store Apple Beliebte Apps 2021 17.25

Umstrittene App

Das Umdenken dürfte nicht nur auf die Entwicklung in Richtung Endemie zurückzuführen sein. In den letzten Monaten hatte Luca immer wieder heftig unter Beschuss gestanden, war etwa im Dezember von der Expertin Bianca Kastl als „technisch und der Wirkung tot“ bezeichnet worden (hier lesen Sie mehr). Zudem hatte ein Versuch der Polizei von Rheinland-Pfalz für Ärger gesorgt, über falsche Infektionswarnungen an Kontaktdaten der App zu kommen (hier lesen Sie mehr). Zwar traf die Luca-Entwickler in diesem Fall keine Schuld, der Rufschaden war da aber schon entstanden.

Viel schwerwiegender dürfte aber sein, dass in den letzten Wochen auch mehrere Bundesländer ihre Verträge mit den App-Betreibern zu hinterfragen begannen. Schleswig-Holstein hat den Vertrag bereits gekündigt, auch Bremen will einem Bericht von Netzpolitik aussteigen, andere Bundesländer wägen entsprechende Empfehlungen noch ab. Dabei scheint vor allem eine Rolle zu spielen, dass die Gesundheitsämter die von Luca gesammelten Daten offenbar schlicht nicht zu brauchen scheinen. Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard bringt das Dilemma mit der Zahl der durch die Gesundheitsbehörden des Stadtstaates erfolgten Anfragen an Luca auf den Punkt: Es waren genau zehn.

Quellen:Luca, FAZ, Netzpolitik

Go to Source

Kategorien
Christian Drosten Deutschland FAZ Gastronomie Kontaktverfolgung Pandemie Partner Virus

Kontaktverfolgung – und dann?: Luca nach der Pandemie: So will sich die umstrittene App in die Zukunft retten

Mit dem Ende der Pandemie wird auch die Kontaktverfolgung ihren Sinn verlieren – und auch die darauf spezialisierte App Luca. Nun haben die Macher der App verraten, wie sie weiter relevant bleiben wollen.

Wer hatte wann mit wem Kontakt – diese Frage soll den Gesundheitsämtern seit Beginn der Pandemie helfen, mögliche Infektionensketten zu brechen. Eine Unterstützung dabei wollte die Luca-App sein. Innerhalb kürzester Zeit schaffte es die App durch die Pandemie, sich in unzähligen Gastronomie-Betrieben und Ladengeschäften zu etablieren. Jetzt könnte bald das Ende der Beschränkungen anstehen. Und damit auch das Ende der Notwendigkeit für Luca.

Das ist wohl auch den Machern der App, den Unternehmen Culture4Life, beziehungsweise Nexenio, aufgefallen. „Viele Experten erwarten im Laufe des Jahres eine endemische Situation in Deutschland „, beginnt ein Blogpost zur Zukunft der App. Die steht nämlich durchaus auf dem Spiel. Anders als bei der aktuellen Pandemie würde bei einer endemischen Situation dann nicht mehr eine ständige, konkrete Infektionsgefahr bestehen. Das Virus würde in der von Experten wie dem Virologen Christian Drosten erwarteten Situation dann ähnlich wie die Grippe Teil des Alltags sein, eine ständige Kontaktverfolgung entfiele. Luca will deshalb sein Angebot überarbeiten – und sich als Partner für Gastronomen und Läden umdefinieren.STERN PAID Luca App funktioniert nicht 1240

Luca neu gedacht

Zunächst wird allerdings das Kern-Angebot umgekrempelt. Anders als aktuell gibt es in einer endemischen Situation in der Regel nur einzelne, lokale Ausbrüche. Eine allgemeine Verpflichtung zur Kontaktverfolgung und die entsprechende Infrastruktur sind dann aber kaum zu rechtfertigen. Das überarbeitete Luca soll das widerspiegeln. „Damit dem Gesundheitsschutz weiterhin maximal gedient ist, will Luca den Bundesländern die Flexibilität geben, Luca immer dann einzusetzen, wenn sie es brauchen“, erklärt der Post.

Statt strikter Dauerabos können sie die App dann einfach als Service buchen, solange es sinnvoll erscheint. Damit das attraktiv bleibt, werden sogar die Preise halbiert. Statt 18.000 Euro im Monat pro Gesundheitsamt sollen die Länder nun nur noch die Hälfte zahlen, berichtet „Heise“. „Eine entsprechende Information wurde bereits an die Bundesländer geschickt“, erklärt Luca.

Zudem will die sich App breiter aufstellen. Die Funktionen sollen dabei erheblich erweitert werden. Luca überlegt, den Impfnachweis und den Personalausweis in der App zu verbinden, das soll die Kontrollen einfacher machen. Noch weiter gehen Pläne, eine eigene Bezahlfunktion einzubauen. Mit der könnten die Kunden dann direkt über die App bezahlen, die Preise sollen für Gastronomen günstiger sein als die etablierten Systeme von Visa oder Mastercard, sagte Culture4life-Chef Patrick Hennig der „FAZ“.App Store Apple Beliebte Apps 2021 17.25

Umstrittene App

Das Umdenken dürfte nicht nur auf die Entwicklung in Richtung Endemie zurückzuführen sein. In den letzten Monaten hatte Luca immer wieder heftig unter Beschuss gestanden, war etwa im Dezember von der Expertin Bianca Kastl als „technisch und der Wirkung tot“ bezeichnet worden (hier lesen Sie mehr). Zudem hatte ein Versuch der Polizei von Rheinland-Pfalz für Ärger gesorgt, über falsche Infektionswarnungen an Kontaktdaten der App zu kommen (hier lesen Sie mehr). Zwar traf die Luca-Entwickler in diesem Fall keine Schuld, der Rufschaden war da aber schon entstanden.

Viel schwerwiegender dürfte aber sein, dass in den letzten Wochen auch mehrere Bundesländer ihre Verträge mit den App-Betreibern zu hinterfragen begannen. Schleswig-Holstein hat den Vertrag bereits gekündigt, auch Bremen will einem Bericht von Netzpolitik aussteigen, andere Bundesländer wägen entsprechende Empfehlungen noch ab. Dabei scheint vor allem eine Rolle zu spielen, dass die Gesundheitsämter die von Luca gesammelten Daten offenbar schlicht nicht zu brauchen scheinen. Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard bringt das Dilemma mit der Zahl der durch die Gesundheitsbehörden des Stadtstaates erfolgten Anfragen an Luca auf den Punkt: Es waren genau zehn.

Quellen:Luca, FAZ, Netzpolitik

Go to Source

Kategorien
Bundesregierung Coronavirus Deutsche Telekom Deutschland Karl Lauterbach Nicolai Savaskan Pandemie SAP SPD Virus

Pandemie: Alles auf Rot: Wie Omikron den Sinn der Corona-Warn-App gefährdet

Wer einen Risiko-Kontakt hatte, soll das schnell wissen – das ist die Kern-Funktion der Corona-Warn-App. Die hohen Zahlen der Omikron-Welle erweisen sich nun als Belastungsprobe.

Mit über 40 Millionen Downloads gehört die offizielle Corona-Warn-App des Bundes zu den erfolgreichsten digitalen Tools weltweit, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Knapp 1,3 Millionen Infizierte in Deutschland haben über die App vor risikoreichen Begegnungen gewarnt. Etwa mit rechtzeitigem Testen für Betroffene wird darauf abgezielt, eine weitere Virus-Ausbreitung zu unterbinden.

Doch trotz dieser Erfolgsgeschichte reißt die Kritik am Konzept und an der konkreten Umsetzung nicht ab. Im Sommer 2020 zur Einführung ging es noch um die Frage, warum die App so spät kommt und warum die Konzerne SAP und Deutsche Telekom Millionen für die Entwicklung und Betrieb kassieren dürfen. Inzwischen geht es aber vor allem um die Frage, ob die App ihren eigentlichen Zweck erfüllen kann, nämlich einen nennenswerten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten.STERN PAID Corona Selbsttests im Selbsttest Schnelltests 13.15

Stumpfen ständig rote Meldungen ab?

Bereits vor gut einem Jahr rührten sich Zweifel an der Warnfunktion. Die Macher hatten im Dezember 2020 den Algorithmus der Kontaktberechnungen verändert, um präziser zu ermitteln, welche Begegnungen gezählt werden sollen. Als Folge der Änderung verschwand die Anzeige von vielen Begegnungen mit niedrigem Risiko, weil diese für die Eindämmung der Infektionsketten keine Rolle spielten. Etliche Anwender zogen daraus aber den Schluss, dass die App ihre Wächterfunktion eingestellt hat, und deinstallierten die scheinbar nutzlose Anwendung wieder.

Die aktuelle Omikron-Welle löst nun den gegenteiligen Effekt aus. Viele Anwenderinnen und Anwender bekommen nun ständig die rote Kachel mit dem Warnhinweis „Erhöhtes Risiko“ angezeigt, weil sich Tag für Tag Zehntausende neu mit dem Virus infizieren und das positive Testergebnis auch in die App eintragen. Auf dem Twitterkanal der App wurden Nutzer kürzlich bereits dazu aufgerufen, die Risikoermittlung im Testcenter kurz auszuschalten: Das verhindere viele unnötige Warnungen an dem Tag, hieß es.

PCR-Tests werden knapp

Folgt man den Empfehlungen der Bundesregierung, müssten Nutzer mit einer roten Warnmeldung sich beim Hausarzt beziehungsweise dem örtlichen Gesundheitsamt melden. „Diese entscheiden anhand möglicher Krankheitssymptome, wie verfahren wird.“ Bei einer Warnung über ein erhöhtes Risiko bestehe Anspruch auf einen kostenlosen Test (PCR-Test oder Antigentest). Das gelte auch für vollständig Geimpfte. 

Aber auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ahnt, wie schwierig es in diesen Tagen und Wochen sein wird, diese offizielle Empfehlung komplett umzusetzen, weil zumindest die Gesundheitsämter und PCR-Testzentren hoffnungslos überlastet sind. Der studierte Mediziner gibt sich immerhin mit einfacheren Maßnahmen zufrieden: „Wenn hier ein Test veranlasst wird, ein Antigentest, oder man macht ihn zumindest selbst, dann kann man damit das Pandemiegeschehen wesentlich entschleunigen“, sagte er am Dienstag. „Gerade wenn es sehr viele Warnungen gibt, die dann zu Testungen führen, dann ist das ein ganz wichtiger Baustein zur Entschleunigung der galoppierenden Pandemie.“

„Die Corona-Warn-App tut jetzt ihren Dienst“ – Karl Lauterbach (SPD)

Der Minister stellt deshalb auch die App nicht infrage: „Die Corona-Warn-App tut jetzt ihren Dienst“, sagte er. Dies gelte auch, wenn sie wegen Omikron oft anschlage.

„Die App funktioniert und wirkt – vor allem in dieser Phase der Pandemie. Das sehen wir auch an den Download-Zahlen, die kontinuierlich steigen“, teilte ein Sprecher der Corona-Warn-App auf Anfrage mit. Die App leiste einen wichtigen Beitrag beim Unterbrechen von Infektionsketten, ohne Gesundheitsämter zu belasten.

Lobende Worte kommen auch von Nicolai Savaskan, dem Amtsarzt des Berliner Bezirks Neukölln, wo die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit mit über 1500 bundesweit am höchsten ist. „Im Vergleich zum Beginn der Pandemie gehen die Leute viel kompetenter mit den Warnungen um“, findet er. Man erlebe trotz der hohen Anwenderquote keinen Ansturm wegen der App-Warnungen. Geht es um das Veranlassen eines Tests, seien die Umstände des Risikokontakts ausschlaggebend.20.25 Urlaubsländer

Die App macht es möglich, etwas zu tun. Aber was?

Das Testen nach App-Warnung ist für Savaskan jedoch eher ein Randaspekt: einfacheres Nachverfolgen von Kontakten, Chancen für die Gesundheitskommunikation auch nach der Pandemie – in diese Richtung denkt der Amtsarzt. Für Bürger sieht er in der Pandemie auch einen Nutzen auf psychologischer Ebene: Sie könnten selbst etwas bewirken.

Es sei vor allem das „Rätselraten“ nach einer Warnung, das die App kompliziert mache, findet die Infektiologin Jana Schroeder (Stiftung Mathias-Spital, Rheine): Wann genau mag ein Risikokontakt wohl stattgefunden haben? Trug man währenddessen eine Maske? Könnte die Warnung womöglich auch vom Nachbarn hinter der Zimmerwand kommen?

Wenn die Warnungen zwar technisch richtig, aber inhaltlich störanfällig seien – etwa weil die sicher getragene Maske nicht berücksichtigt wird – dann nützten sie auch weniger, meint Schroeder. Grundsätzlich funktionierten auch andere Konzepte gegen Corona, wie das Pool-Testen an Schulen, nur gut bei niedriger Inzidenz.

Nach einer kürzlich aufgeploppten Warnung hat Schroeder für sich den Schluss gezogen, in öffentliche Situationen immer eine dicht sitzende FFP2-Maske zu tragen, wie sie berichtet. Künftige Warnungen seien dann noch für sie von Interesse, „aber es hat ansonsten keine Auswirkungen“, weil sie sich mit der Maske gut geschützt sieht.

Konfrontation führt zu mehr Eigenschutz

Diese Entscheidung zeigt auch: Gerade das Rätselraten könnte dazu führen, dass das eigene Schutzverhalten eher überdacht wird. Auch das gefühlte Risiko verändert sich womöglich. Vom Sprecher der App hieß es, dass Auswertungen von 2021 nahelegten, dass eine Begegnung mit einem nachweislich Infizierten zu einer Verhaltensänderung führe.Lucas Cordalis

Der Frankfurter Epidemiologe Timo Ulrichs findet die App zwar momentan noch sinnvoll. „Wenn wir mehr und mehr in die Hochphase der Omikron-Welle gehen, stößt diese App an Grenzen“, so der Forscher in einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk. Die Ausbreitung werde dann so dicht sein, dass wenige Möglichkeiten blieben, Übertragungswege zu unterbrechen.

Neue Funktionen sollen App relevant halten

Der Corona-Warn-App kommt mittlerweile zugute, dass sie nicht allein wegen ihrer Kernfunktion – dem Ermitteln risikoreicher Begegnungen – einen fest Platz auf unzähligen Smartphones gefunden hat. Sie hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren zu einem digitalen Schweizer Taschenmesser in der Pandemiebekämpfung entwickelt. Populär ist vor allem die Funktion, die Impfzertifikate, Genesenennachweise oder Testergebnisse in der App zu speichern und bei Bedarf schnell vorzeigen zu können.

Die jüngste Version der App kann jetzt auch dabei helfen, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis in einem Rutsch anzuzeigen. Das soll es erleichtern, einen 2G-plus-Nachweis zu erbringen. Bei der Boosterimpfung hat die neue Funktion allerdings noch Probleme. Die Programmierer der SAP arbeiten allerdings schon daran, auch dieses Problem aus dem Weg zu räumen.

Go to Source

Kategorien
Coronavirus Daniela Katzenberger Dschungelcamp Köln Lucas Cordalis Pandemie RTL Südafrika

Pandemie: Lucas Cordalis zieht am Freitag nicht ins Dschungelcamp

Der Musiker sagt, er sei schon oft ins Dschungelcamp eingeladen worden. Nun habe er zusgesagt – kann aber zumindest vorerst nicht um die Krone kämpfen.

Lucas Cordalis wird nicht wie geplant in das Dschungelcamp von RTL einziehen – der Musiker wurde positiv auf Corona getestet.

«Bei dem Sänger wurde bei einem PCR-Test nach der Einreise in Südafrika das Coronavirus nachgewiesen», teilte RTL am Mittwoch – zwei Tage vor Start der neuen Staffel – mit. Dem Ehemann von Reality-Star Daniela Katzenberger gehe es allerdings gut, er habe keinerlei Symptome. Ob der 54-Jährige zu einem späteren Zeitpunkt noch ins Camp nachziehen werde, stehe noch nicht fest. Die Staffel startet nach RTL-Angaben nun zunächst mit elf Kandidaten.

Ein König reicht in der Familie

Für Cordalis dürfte das ein harter Schlag sein. Der Sohn des ersten «Dschungelkönigs» Costa Cordalis hatte dem Start der Show eigentlich erwartungsvoll entgegengeblickt. Seine Teilnahme stand bereits seit rund einem Jahr fest. «Sie haben mich oft gefragt und ich habe immer nein gesagt», hatte Cordalis Mitte 2021 gesagt. «Ich dachte: Ein König in der Familie reicht. Aber mein Vater lebt jetzt nicht mehr und ich denke, er würde sich freuen, wenn ich da weit komme.»

Die 15. Staffel der Reality-Show «Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!» beginnt am Freitag (21. Januar) um 21.30 Uhr auf RTL. Coronabedingt entsteht die Show diesmal in Südafrika statt wie früher in Australien.

Go to Source

Kategorien
Oxfam Pandemie Ungleichheit

Video: Pandemie macht Arme ärmer

Ein Oxfam-Bericht besagt, dass durch die Pandemie die soziale Ungleichheit deutlich verstärkt wurde.

Ein Oxfam-Bericht besagt, dass durch die Pandemie die soziale Ungleichheit deutlich verstärkt wurde.

Go to Source

Kategorien
Berlin Bundesregierung Coronavirus Deutsche Telekom Deutschland Download Impfnachweis Nicolai Savaskan Pandemie SAP Virus

Pandemie: Omikron-Welle stellt Corona-Warn-App auf den Prüfstand

Die Corona-Warn-App registriert nicht nur risikoreiche Begegnungen, sondern dient oft als digitaler Impfnachweis und Kontakt-Tagebuch. Aber gefährdet nun die Omikron-Welle die Kernfunktion der App?

Mit über 40 Millionen Downloads gehört die offizielle Corona-Warn-App des Bundes zu den erfolgreichsten digitalen Tools weltweit, um die Corona-Pandemie einzudämmen.

Knapp 1,3 Millionen Infizierte in Deutschland haben über die App vor risikoreichen Begegnungen gewarnt. Etwa mit rechtzeitigem Testen für Betroffene wird darauf abgezielt, eine weitere Virus-Ausbreitung zu unterbinden.

Doch trotz dieser Erfolgsgeschichte reißt die Kritik am Konzept und an der konkreten Umsetzung nicht ab. Im Sommer 2020 zur Einführung ging es noch um die Frage, warum die App so spät kommt und warum die Konzerne SAP und Deutsche Telekom Millionen für Entwicklung und Betrieb kassieren dürfen. Inzwischen geht es aber vor allem um die Frage, ob die App ihren eigentlichen Zweck erfüllen kann, nämlich einen nennenswerten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten.

Bereits vor gut einem Jahr rührten sich Zweifel an der Warnfunktion. Die Macher hatten im Dezember 2020 den Algorithmus der Kontaktberechnungen verändert, um präziser zu ermitteln, welche Begegnungen gezählt werden sollen. Als Folge der Änderung verschwand die Anzeige von vielen Begegnungen mit niedrigem Risiko, weil diese für die Eindämmung der Infektionsketten keine Rolle spielten. Etliche Anwender zogen daraus aber den Schluss, dass die App ihre Wächterfunktion eingestellt hat, und deinstallierten die scheinbar nutzlose Anwendung wieder.

Erst zu wenig, dann zu viel

Die aktuelle Omikron-Welle löst nun den gegenteiligen Effekt aus. Viele Anwenderinnen und Anwender bekommen nun ständig die rote Kachel mit dem Warnhinweis «Erhöhtes Risiko» angezeigt, weil sich Tag für Tag Zehntausende neu mit dem Virus infizieren und das positive Testergebnis auch in die App eintragen. Auf dem Twitterkanal der App wurden Nutzer kürzlich bereits dazu aufgerufen, die Risikoermittlung im Testcenter kurz auszuschalten: Das verhindere viele unnötige Warnungen an dem Tag, hieß es.

Folgt man den Empfehlungen der Bundesregierung, müssten Nutzer mit einer roten Warnmeldung sich beim Hausarzt beziehungsweise dem örtlichen Gesundheitsamt melden. «Diese entscheiden anhand möglicher Krankheitssymptome, wie verfahren wird.» Bei einer Warnung über ein erhöhtes Risiko bestehe Anspruch auf einen kostenlosen Test (PCR-Test oder Antigentest). Das gelte auch für vollständig Geimpfte.

Aber auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ahnt, wie schwierig es in diesen Tagen und Wochen sein wird, diese offizielle Empfehlung komplett umzusetzen, weil zumindest die Gesundheitsämter und PCR-Testzentren hoffnungslos überlastet sind. Der studierte Mediziner gibt sich immerhin mit einfacheren Maßnahmen zufrieden: «Wenn hier ein Test veranlasst wird, ein Antigentest, oder man macht ihn zumindest selbst, dann kann man damit das Pandemiegeschehen wesentlich entschleunigen», sagte er am Dienstag. «Gerade wenn es sehr viele Warnungen gibt, die dann zu Testungen führen, dann ist das ein ganz wichtiger Baustein zur Entschleunigung der galoppierenden Pandemie.»

App tut ihren Dienst

Der Minister stellt deshalb auch die App nicht infrage: «Die Corona-Warn-App tut jetzt ihren Dienst», sagte er. Dies gelte auch, wenn sie wegen Omikron oft anschlage.

«Die App funktioniert und wirkt – vor allem in dieser Phase der Pandemie. Das sehen wir auch an den Download-Zahlen, die kontinuierlich steigen», teilte ein Sprecher der Corona-Warn-App auf Anfrage mit. Die App leiste einen wichtigen Beitrag beim Unterbrechen von Infektionsketten, ohne Gesundheitsämter zu belasten.

Lobende Worte kommen auch von Nicolai Savaskan, dem Amtsarzt des Berliner Bezirks Neukölln, wo die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit mit über 1500 bundesweit am höchsten ist. «Im Vergleich zum Beginn der Pandemie gehen die Leute viel kompetenter mit den Warnungen um», findet er. Man erlebe trotz der hohen Anwenderquote keinen Ansturm wegen der App-Warnungen. Geht es um das Veranlassen eines Tests, seien die Umstände des Risikokontakts ausschlaggebend.

Auch psychologischer Nutzen

Das Testen nach App-Warnung ist für Savaskan jedoch eher ein Randaspekt: einfacheres Nachverfolgen von Kontakten, Chancen für die Gesundheitskommunikation auch nach der Pandemie – in diese Richtung denkt der Amtsarzt. Für Bürger sieht er in der Pandemie auch einen Nutzen auf psychologischer Ebene: Sie könnten selbst etwas bewirken.

Es sei vor allem das «Rätselraten» nach einer Warnung, das die App kompliziert mache, findet die Infektiologin Jana Schroeder (Stiftung Mathias-Spital, Rheine): Wann genau mag ein Risikokontakt wohl stattgefunden haben? Trug man währenddessen eine Maske? Könnte die Warnung womöglich auch vom Nachbarn hinter der Zimmerwand kommen?

Wenn die Warnungen zwar technisch richtig, aber inhaltlich störanfällig seien – etwa weil die sicher getragene Maske nicht berücksichtigt wird – dann nützten sie auch weniger, meint Schroeder. Grundsätzlich funktionierten auch andere Konzepte gegen Corona, wie das Pool-Testen an Schulen, nur gut bei niedriger Inzidenz.

Nach einer kürzlich aufgeploppten Warnung hat Schroeder für sich den Schluss gezogen, in öffentlichen Situationen immer eine dicht sitzende FFP2-Maske zu tragen, wie sie berichtet. Künftige Warnungen seien dann noch für sie von Interesse, «aber es hat ansonsten keine Auswirkungen», weil sie sich mit der Maske gut geschützt sieht.

Diese Entscheidung zeigt auch: Gerade das Rätselraten könnte dazu führen, dass das eigene Schutzverhalten eher überdacht wird. Auch das gefühlte Risiko verändert sich womöglich. Vom Sprecher der App hieß es, dass Auswertungen von 2021 nahelegten, dass eine Begegnung mit einem nachweislich Infizierten zu einer Verhaltensänderung führe.

App stößt in Hochphase von Omikron an ihre Grenzen

Der Frankfurter Epidemiologe Timo Ulrichs findet die App zwar momentan noch sinnvoll. «Wenn wir mehr und mehr in die Hochphase der Omikron-Welle gehen, stößt diese App an Grenzen», so der Forscher in einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk. Die Ausbreitung werde dann so dicht sein, dass wenige Möglichkeiten blieben, Übertragungswege zu unterbrechen.

Der Corona-Warn-App kommt mittlerweile zugute, dass sie nicht allein wegen ihrer Kernfunktion – dem Ermitteln risikoreicher Begegnungen – einen fest Platz auf unzähligen Smartphones gefunden hat. Sie hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren zu einem digitalen Schweizer Taschenmesser in der Pandemiebekämpfung entwickelt. Populär ist vor allem die Funktion, die Impfzertifikate, Genesenennachweise oder Testergebnisse in der App zu speichern und bei Bedarf schnell vorzeigen zu können.

Die jüngste Version der App kann jetzt auch dabei helfen, gültige Impf- oder Genesenenzertifikate sowie einen digitalen Testnachweis in einem Rutsch anzuzeigen. Das soll es erleichtern, einen 2G-plus-Nachweis zu erbringen. Bei der Boosterimpfung hat die neue Funktion allerdings noch Probleme. Die Programmierer der SAP arbeiten allerdings schon daran, auch dieses Problem aus dem Weg zu räumen.

Go to Source

Kategorien
Bielefeld Deutsche Presse-Agentur Krise Pandemie Sauna

Kreative Lösungen in Krise: Fans holen sich Sauna nach Hause

Öffentliche Saunabäder mussten in der Pandemie monatelang schließen, dafür verkaufen Hersteller zunehmend Saunen an Privatleute. Eine Fass-Sauna aus Holz zum Beispiel lässt sich in den Garten stellen und kann sogar per Anhänger transportiert und vermietet werden. «Während die öffentlichen Saunabäder pandemiebedingt 30 bis 50 Prozent Umsatzeinbußen verschmerzen müssen, haben Hersteller mit privaten Saunas 15 bis 20 Prozent höhere Verkaufserlöse», sagte Rolf-Andreas Pieper, Mitglied im Präsidium des Deutschen Sauna-Bundes, der Deutschen Presse-Agentur. Viele Menschen wollten in der Pandemie nicht auf ihr gesundheitsorientiertes Hobby verzichten. Der Deutsche Sauna-Bund mit Sitz in Bielefeld hat gut 1000 Mitglieder, vor allem Bäderbetreiber.

Öffentliche Saunabäder mussten in der Pandemie monatelang schließen, dafür verkaufen Hersteller zunehmend Saunen an Privatleute. Eine Fass-Sauna aus Holz zum Beispiel lässt sich in den Garten stellen und kann sogar per Anhänger transportiert und vermietet werden. «Während die öffentlichen Saunabäder pandemiebedingt 30 bis 50 Prozent Umsatzeinbußen verschmerzen müssen, haben Hersteller mit privaten Saunas 15 bis 20 Prozent höhere Verkaufserlöse», sagte Rolf-Andreas Pieper, Mitglied im Präsidium des Deutschen Sauna-Bundes, der Deutschen Presse-Agentur. Viele Menschen wollten in der Pandemie nicht auf ihr gesundheitsorientiertes Hobby verzichten. Der Deutsche Sauna-Bund mit Sitz in Bielefeld hat gut 1000 Mitglieder, vor allem Bäderbetreiber.

Den Zuwachs bei Privat-Saunas zeigten auch Daten des Statistischen Bundesamtes, sagte Thorsten Damm vom Bundesfachverband Saunabau, Infrarot- und Dampfbad in Wiesbaden. Zwar sei in Pandemiezeiten wegen der Schließungen weniger in große Saunaanlagen investiert worden, dafür hätten sich viele begeisterte Nutzer zu Hause eine Sauna eingebaut. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 hätten 13 deutsche Hersteller im ersten Halbjahr 2021 bei Saunakabinen aus Holz eine Steigerung der Stückzahlen von 118 Prozent verzeichnet. Es seien deutlich mehr Kabinen eingebaut worden, aber im Schnitt weit günstigere als 2020, also eher im Privatbereich.

Nach Angaben des Deutschen Sauna-Bundes bezeichneten sich vor der Pandemie knapp 31 Millionen Menschen bundesweit als Saunagänger, von ihnen nutzten laut Pieper 16 Millionen Saunen in öffentlichen Bädern.

In Lüneburg hat Indra Küster während des Corona-Lockdowns eine Sauna selbst gebaut, die sie inzwischen an vier Tagen in der Woche vermietet. In Celle vermieten Gina Hoog und Timo Maurer eine mobile Fass-Sauna, derzeit noch als Nebengewerbe. Die Geschäftsidee habe in der Pandemie einen starken Schub bekommen, sagten die beiden Gründer.

Go to Source

Kategorien
Bundestag Coronavirus Deutschland FDP Gerald Gaß Impfpflicht Inzidenz Karl Lauterbach Neuinfektion Pandemie RKI Robert-Koch-Institut Selbsttest SPD Todesfall Wolfgang Kubicki

Pandemie in Deutschland: Erstmals mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz klettert weiter

Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie sind binnen eines Tages mehr als 100.000 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter und liegt bei 584,4. Gleichzeitig gehen die Diskussionen um den Umgang mit Omikron weiter.

Während die Infektionszahlen einen Rekord nach dem anderen brechen, geht die Debatte um die geeigneten Pandemie-Regeln weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden am Mittwochmorgen mit 112.323 an. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.12 Uhr wiedergeben. Damit überstieg der Wert erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 100.000. Während Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erneut für die Impfpflicht warb, sah Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki (FDP) die Infektionswelle als „Chance“.

Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit rund zwei Wochen rasant. Am Vortag hatte die Zahl noch bei 74.405 gelegen, vor einer Woche waren es 80.430.STERN PAID Corona Selbsttests im Selbsttest Schnelltests 13.15

Corona: Sieben-Tage-Inzidenz bricht täglich Rekorde

Wie das RKI am Mittwoch mitteilte, stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 584,4 – ebenfalls ein neuer Höchststand. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 553,2 gelegen, vor einer Woche waren es noch 407,5. Die Inzidenz beziffert die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen. Es war bereits der sechste Tag in Folge mit einer neuen Rekord-Inzidenz.

Wie das RKI weiter angab, wurden am Mittwoch 239 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt. Die Entwicklung der Todesfälle bleibt damit bislang hinter der Explosion der Infektionszahlen zurück.

Seit Pandemie-Beginn verzeichneten die Gesundheitsämter laut den jüngsten Angaben des Instituts insgesamt 8.186.850 Infektionsfälle. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten in Deutschland stieg auf 116.081. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das Institut mit rund 7.098.400.mette-fs 8.35

Lauterbach rechnet mit Infektions-Höhepunkt Mitte Februar

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus liegen. Laut dem aktuellen RKI-Bericht vom Dienstag lag die Hospitalisierungsinzidenz bundesweit bei 3,17 (Montag: 3,14).

Bundesgesundheitsminister Lauterbach glaubt, dass die Zahlen des RKI nach wie vor das tatsächliche Ausmaß des Infektionsgeschehens in Deutschland unterschätzen. Die tatsächliche Inzidenz dürfte „ungefähr“ um den „Faktor zwei“ über der vom RKI gemeldeten Inzidenz liegen, sagte er dem Sender RTL. Lauterbach rechnete erst „Mitte Februar“ mit dem Höhepunkt der Infektionswelle.

Der Gesundheitsminister teilt die Auffassung von Experten wie dem Berliner Virologen Christian Drosten, dass sich irgendwann jeder infizieren werde. Das bedeute aber nicht, dass die Impfung überflüssig sei. „Es gibt immer noch keine Grundimmunität besonders bei Alten und Kranken“, warnte der Minister, der daher einen schnellen Beschluss des Bundestags zur Einführung einer Impfpflicht forderte.

Kubicki: Unbeschwertes Leben kehrt im Laufe des Jahres  zurück

Der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sprach sich angesichts der scheinbar weniger schweren Krankheitsverläufe bei einer Infektion mit der Omikron-Variante hingegen für eine Überprüfung der Notwendigkeit der Impfpflicht aus. Der Ethikrat habe seine Impfpflicht-Empfehlung an der nicht mehr dominierenden, tödlicheren Delta-Variante orientiert.

„Wenn die Politik nach Abwägung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu dem Ergebnis kommen sollte, dass die Pandemie vorbei ist und es deshalb keine Impfpflicht mehr braucht, dann gibt es eine neue Lage“, sagte Gaß dem „Handelsblatt“ weiter. „Wenn Corona tatsächlich nur noch als eine Grippe angesehen wird, dann muss das Virus auch so behandelt werden – und gegen die Grippe gibt es keine Impfpflicht für medizinisches Personal.“

Bis dahin sei die Impfpflicht allerdings weiterhin nötig, weil sie die Gesellschaft in der Pandemie vor großen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Schäden bewahre. „Auch die Gefahr neuer Varianten ist nicht abschließend beantwortet“, warnte Gaß.

Bundestagsvizepräsident Kubicki zeigte sich in der „Heilbronner Stimme“ hingegen optimistisch: „Wir erleben gerade mit der Omikron-Welle, dass die Chance auf eine Rückkehr ins Vor-Corona-Leben größer ist denn je.“ Er glaube, „dass wir die ersten Ausläufer der Endemie sehen und dass das unbeschwerte Leben im Laufe des Jahres wieder zurückkehrt“. Er bekräftigte seine ablehnende Haltung der Impfpflicht gegenüber.

Go to Source

Kategorien
Christoph Specht Coronavirus Deutschland Impfpflicht Pandemie Prognose RTL.de Specht Virusvariante

Virus und Impfpflicht: „Rechne mit Ende der Corona-Pandemie in diesem Jahr“ – Virologe gibt positive Prognose für 2022

Dr. Christoph Specht wagt eine positive Prognose für 2022. Laut Meinung des Virologen endet die Corona-Pandemie noch dieses Jahr. Im Interview spricht der Arzt außerdem über weitere Virusvarianten und wie sinnvoll eine Impfpflicht in Deutschland ist. 

Dr. Christoph Specht wagt eine positive Prognose für 2022. Laut Meinung des Virologen endet die Corona-Pandemie noch dieses Jahr. Im Interview spricht der Arzt außerdem über weitere Virusvarianten und wie sinnvoll eine Impfpflicht in Deutschland ist. 

Go to Source

Kategorien
Coronavirus Deutschland Impfpflicht Klaus Stöhr Omikron Pandemie RTL.de

Corona-Pandemie: „Omikron läuft einfach durch“ – Virologe Stöhr hält Impfpflicht für nicht notwendig

Klaus Stöhr erklärt im Interview, warum eine Impfpflicht in Deutschland nicht notwendig sei. Laut Meinung des Virologen werden Frühling und Sommer „sehr entspannt“. Der Infektionsdruck lasse nach und viele Menschen seien durch eine natürliche Immunität geschützt.

Klaus Stöhr erklärt im Interview, warum eine Impfpflicht in Deutschland nicht notwendig sei. Laut Meinung des Virologen werden Frühling und Sommer „sehr entspannt“. Der Infektionsdruck lasse nach und viele Menschen seien durch eine natürliche Immunität geschützt.

Go to Source