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Bundesverteidigungsministerin : Lambrecht: Keine Lieferung von Transportpanzer Fuchs

Während die Unionsfraktion eine kurzfristige Lieferung von 200 der Transportpanzer an die Ukraine fordert, kommt von der Verteidigungsminsiterium eine klare Absage.

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht hat einer Lieferung von Transportpanzern des Typs Fuchs an die Ukraine mit Hinweis auf eigene Sicherheitsinteressen Deutschlands eine Absage erteilt. «Wir unterstützen die Ukraine mit allem, was möglich und verantwortbar ist. Aber wir müssen die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands gewährleisten», teilte die SPD-Ministerin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur mit und reagierte auf Forderungen der Union.

Lambrecht erklärte weiter: «Deshalb ist es unverantwortlich, die Bundeswehr gerade in diesen Zeiten ausplündern zu wollen und sich dabei sogar über den militärischen Ratschlag des Generalinspekteurs ignorant hinwegsetzen zu wollen.» Zuvor hatte bereits Generalinspekteur Eberhard Zorn – Deutschlands ranghöchster Soldat – erklärt, er sehe keinen Spielraum dafür, der Ukraine die Panzer zu überlassen.

Die Unionsfraktion will noch am Donnerstag mit einem Beschluss des Bundestags eine kurzfristige Lieferung von 200 der Transportpanzer an die Ukraine fordern. Die Fraktion verweist darin auch auf einen gemeinsam mit der Ampel-Koalition im Bundestag Ende April gefassten Beschluss zur Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine.

«Für die ukrainische Armee geht es um die rasche Zusendung verlässlichen Materials, das unverzüglich an der Frontlinie eingesetzt werden kann. Solches Material befindet sich im Bestand der Bundeswehr und soll aus der Nutzung der Bundeswehr herausgenommen werden: der Transportpanzer Fuchs», heißt es in dem Antrag.

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FC Bayern München: Sportrechtler zum Fall Lewandowski: «Rechtslage glasklar»

Im Streit um einen Abschied von Robert Lewandowski trotz laufenden Vertrages vom FC Bayern München sieht ein Sportrechtler den deutschen Rekordmeister im Recht.

Der renommierte Sportrechtler Thomas Summerer (62) hat im Transferwirbel um Weltfußballer Robert Lewandowski Kritik am Vorgehen der Spielerseite geübt.

«Der Verein kann auf Vertragserfüllung bestehen. So ist das ‚Basta‘-Machtwort von Oliver Kahn zu verstehen. Loyalität und Vertragstreue müssen einige Spieler noch lernen. Ein Profivertrag ist keine Einbahnstraße. Spieler können nicht wie Profis kassieren und sich wie Amateure verhalten», sagte Summerer der Deutschen Presse-Agentur.

«Verträge mit fester Laufzeit sind einzuhalten»

Lewandowski will trotz laufenden Vertrags bis 2023 zum FC Barcelona wechseln. Eine Freigabe schlossen die Münchner um Vorstandschef Kahn bisher aus. Äußerungen Lewandowskis, dass seine Geschichte mit Bayern vorbei sei oder er sich eine weitere Zusammenarbeit nicht vorstellen könne, seien «ein absolutes No-Go», sagte Summerer. «Diese Äußerung, die auch noch von seinem Berater wiederholt wurde, ist eine klare Grenzüberschreitung und die Androhung eines Vertragsbruchs.»

So etwas müsse sich ein Verein nicht gefallen lassen. «Ein Verein kann in einem solchen Fall vom Spieler eine Unterlassungserklärung und ein Bekenntnis zur Vertragstreue fordern, notfalls auch in einem Eilverfahren vor dem Landgericht München», sagte Summerer, Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportrecht.

«Die Rechtslage ist glasklar: Laut FC Bayern München hat Lewandowski einen Arbeitsvertrag mit fester Laufzeit bis Mitte 2023. Mangels Ausstiegsklausel hat er diesen zu erfüllen, ohne Wenn und Aber», sagte der Rechtsanwalt. «Verträge mit fester Laufzeit sind einzuhalten, das ist ein eherner Grundsatz im deutschen Recht. Deshalb kann kein Spieler einen Wechsel erzwingen, schon gar nicht durch einen Streik. Erscheint er nicht zum Training oder verstößt er gegen Weisungen seines Trainers, drohen ihm Abmahnung und Gehaltskürzung. Spielt er absichtlich schlecht, schadet er sich selbst und seinem guten Ruf.»

Nach Umfrage 41 Prozent für Freigabe

Hingegen würden sich viele Deutsche einer Umfrage zufolge wünschen, dass der FC Bayern München einem vorzeitigen Transfer des Torjägers zustimmt. Das geht aus einer Erhebung der Meinungsforscher von YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Demnach sprachen sich 41 Prozent der Befragten für einen vorzeitigen Wechsel des Polen aus, rund ein Drittel antwortete «weiß nicht» beziehungsweise machte «keine Angabe». Lediglich 24 Prozent sind der Meinung, dass die Münchner auf die Erfüllung des Vertrags bestehen sollten.

Der Transferpoker um Lewandowski dauert nun schon Monate an. Der Weltfußballer, der in München einen Vertrag bis Sommer 2023 besitzt, will den Bundesligisten in Richtung FC Barcelona verlassen. Bislang pochen die Münchner Vereins-Bosse um Vorstandschef Oliver Kahn auf die Einhaltung des Arbeitsvertrags. Alle bisherigen Angebote der Katalanen, die zuletzt 40 Millionen Euro Ablöse und fünf Millionen Euro Bonuszahlungen geboten haben sollen, haben die Bayern Medienberichten zufolge abgelehnt.

Summerer war von 2001 bis 2007 Direktor Recht und Personal bei der Deutsche Fußball Liga und baute als Chefjustiziar dort die Rechtsabteilung auf. Sein Rat im Fall Lewandowski: «Vertragstreue bewahren, vor allem an die Adresse des Spielers. Und cooling down.»

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Dessau-Roßlau Deutsche Presse-Agentur Hitzeschutz Hitzewelle Klimakatastrophe Landkreis Wittenberg Pflegeheim Sachsen-Anhalt Temperatur Umwelt

Klimakatastrophe: Zahlreiche Landkreise und Städte haben keine Hitzekonzepte

Aktuell sind die Temperaturen in Sachsen-Anhalt zwar gemäßigt. Doch die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Welche Schutzmaßnahmen greifen dann in den Kommunen?

Die Belastung für die Bevölkerung durch hohe Temperaturen ist auch in Sachsen-Anhalt hoch. Doch wer ist etwa für Schulen oder Pflegeheime bei den Kommunen in Sachen Hitzeschutz ansprechbar? Zahlreiche Landkreise und Städte haben dafür keine speziellen Beauftragten, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Auch konkrete Konzepte etwa zu Schutzmaßnahmen bei besonders hohen Temperaturen, sind oftmals nicht vorhanden und bleiben Sache der Einrichtungen.

In der Stadt Dessau-Roßlau etwa gibt es weder ein spezielles Hitzeschutzkonzept noch einen gesonderten Hitzeschutzbeauftragten, wie eine Sprecherin mitteilte. Auch im Landkreis Wittenberg gibt es zurzeit kein Konzept. Das Land habe dafür eine Koordinierungsstelle angekündigt, erklärte ein Sprecher. «Wenn die ihre Arbeit aufgenommen hat, dann gehen wir den Weg zusammen», hieß es.

Teilweise ist das Thema in größeren Abteilungen angesiedelt. Im Jerichower Land werden Themen, die im Zusammenhang mit dem Klimawandel entstehen, vom Fachbereich Umwelt oder über das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement bearbeitet. Dort gebe es seit diesem Jahr einen Klimaschutzmanager. Um den Hitzeschutz für Schulen und Pflegeheime kümmerten sich die jeweiligen Träger eigenverantwortlich.

Auch im Landkreis Harz hätten verschiedene Ämter den Hitzeschutz im Blick. Alle Einrichtungen könnten sich mit Fragen aber an das Gesundheitsamt wenden, so ein Sprecher. Bei Sanierungen der Schulgebäude achte der Landkreis aber «selbstverständlich» auf den Wärme- und Hitzeschutz. Auch im Landkreis Stendal werde auf das Thema Hitzeschutz seitens der Gesundheitsaufsicht bei jedem Bau- und Umnutzungsverfahren von Räumlichkeiten hingewiesen, erklärte eine Sprecherin. Hitzeschutzkonzepte gebe es derzeit aber nicht.

Im Rahmen von routinemäßigen Hygienekontrollen überprüfe das Gesundheitsamt auch das Vorliegen von Hitzeplänen in Gemeinschaftseinrichtungen und berate auch dazu, hieß es seitens des Saalekreises. Dadurch sei bekannt, dass in verschiedenen Einrichtungen Schutzkonzepte vorlägen.

Die Stadtverwaltung in Halle erarbeitet derzeit einen sogenannten Hitzeaktionsplan. Gegenwärtig stehe der Fachbereich Gesundheit als beratende Institution für alle Hilfesuchenden und Anfragenden zur Verfügung, so ein Sprecher der Stadt. Eine Nachfrage nach Beratung habe bislang aber nicht bestanden. Einen Hitzeschutzbeauftragten gibt es auch in Halle nicht. In der Landeshauptstadt Magdeburg gibt es bislang ein sogenanntes Klimaanpassungskonzept. Das bilde für das Handeln bei Hitze bereits die Grundlage, so eine Sprecherin. Ein allumfassendes Hitzeschutzkonzept zu entwickeln sei allerdings aus Mangel an finanziellen und personellen Ressourcen nicht vorgesehen.

Die Kommunen appellieren an die Bevölkerung aufzupassen. Bei großer Hitze sollten etwa körperliche Aktivitäten oder unnötige Aufenthalte im Freien vermeiden werden, die Menschen sollten viel Trinken und auf die Signale des Körpers achtgeben, so etwa der Sprecher vom Landkreis Wittenberg. Auch die Gesundheitsämter und das Sozialministerium geben auf den Internetseiten Tipps zum Umgang mit Hitze. Insbesondere bei älteren Menschen mit Pflegebedarf sei in einem besonderen Maße präventiv zu reagieren, heißt es auf der Homepage des Ministeriums.

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Deutsche Presse-Agentur Elbe Fisch Hamburg Sauerstoffgehalt Sauerstoffsättigung Umweltpolitik

Umweltpolitik: Sauerstoffgehalt in Elbe zu gering

Die Elbe bei Hamburg ist für Fische seit Wochen eine lebensbedrohliche Zone: Obwohl die Sauerstoffwerte in der Elbe rund um Hamburg in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen sind, sind die Daten noch immer im für Fische kritischen Bereich. Die Sauerstoffsättigung im Hafen lagen zuletzt lediglich bei rund 20 Prozent, wie David Kappenberg, Sprecher der Umweltbehörde, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Das entspricht etwa 1,7 Milligramm gelöstem Sauerstoff pro Liter. An der Messstation Bunthaus wurden Werte von 1,5 Milligramm pro Liter gemessen, das entspricht einer Sauerstoffsättigung von 19 Prozent. Und das ist deutlich zu wenig, wie Behörde und Umweltverbände betonen.

Die Elbe bei Hamburg ist für Fische seit Wochen eine lebensbedrohliche Zone: Obwohl die Sauerstoffwerte in der Elbe rund um Hamburg in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen sind, sind die Daten noch immer im für Fische kritischen Bereich. Die Sauerstoffsättigung im Hafen lagen zuletzt lediglich bei rund 20 Prozent, wie David Kappenberg, Sprecher der Umweltbehörde, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Das entspricht etwa 1,7 Milligramm gelöstem Sauerstoff pro Liter. An der Messstation Bunthaus wurden Werte von 1,5 Milligramm pro Liter gemessen, das entspricht einer Sauerstoffsättigung von 19 Prozent. Und das ist deutlich zu wenig, wie Behörde und Umweltverbände betonen.

«Die Zone mit geringen – weniger als 4,0 mg/l – und sehr geringen – weniger als 2,0 mg/l – Sauerstoffkonzentrationen innerhalb der Hamburger Tideelbe erstreckt sich aktuell über eine Strecke von etwa 45 Kilometern.»

Die massiven Folgen des riesigen Sauerstofflochs spüren auch die Elbfischer, die weniger Fische fangen. Umweltverbände und der Anglerverband Hamburg forderten zuletzt den Wiederaufbau und die Erhaltung der Flachwasserzonen für die Elbe. Diese lichtdurchfluteten Flachwasserzonen seien für ein gesundes Gewässer unerlässlich. Zudem solle die Elbvertiefung eingeschränkt werden, um die Elbe und ihr gesamtes Biotop noch retten zu können.

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BMG Deutsche Presse-Agentur Durchsetzung Gesundheitsamt Impfpflicht Kommune Mecklenburg-Vorpommern Pflegeeinrichtung Pflegekraft Schwerin

Landtag: Verbote für ungeimpfte Pflegekräfte? Kommunen mauern

Wie steht es um die Impfpflicht für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen? Wer nicht geimpft oder genesen ist, dem drohen laut Gesetz ein Bußgeld oder gar ein Beschäftigungsverbot. Bisher scheint es in MV keine Sanktionen gegeben zu haben.

Zoff um die Durchsetzung der bundesweiten Impfpflicht für Pflegekräfte und andere Mitarbeiter in Einrichtungen: Die Gesundheitsämter sollen gegen Impfverweigerer Bußgelder verhängen oder ihnen die Beschäftigung verbieten. Seit Mitte März gilt das Gesetz, doch bisher ist dem Gesundheitsministerium in Mecklenburg-Vorpommern kein Fall bekannt geworden, in dem eine Kommune durchgegriffen hätte.

Die Kommunen verweigern die Information. «In einem Schreiben vom 29. Juni hat uns der Landkreistag MV sowie der Städte- und Gemeindetag MV mitgeteilt, dass jegliche Datenlieferung über die Anzahl der Betretungs- und Beschäftigungsverbote, der Anzahl der abgeschlossenen Verfahren und der Anzahl der Anhörungs- und Bußgeldverfahren abgelehnt wird», erklärte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Begründet werde dies mit einem hohen Arbeitsaufwand.

Das Ministerium hat also keine Kenntnis von bisher ausgesprochenen oder nicht ausgesprochenen Sanktionen der Gesundheitsämter. Vermutlich gibt es keine. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur erklärten alle sechs Landkreise und die Landeshauptstadt Schwerin, dass bisher keine Betretungs- oder Beschäftigungsverbote ausgesprochen worden seien. Die Hansestadt Rostock antwortete nicht.

Unter der Hand heißt es aus Kommunalkreisen, dass es wohl keine Sanktionen geben werde. Mehrere Gründe sind zu hören: Es drohten arbeitsrechtliche Klagen. Das Gesetz sei ohnehin bis Jahresende befristet. Inzwischen sei klar, dass auch Geimpfte nach einer Infektion mit der Omikron-Variante erkranken und das Virus weitergeben könnten.

Im Frühjahr hatte eine Erhebung des Schweriner Gesundheitsministeriums ergeben, dass in MV knapp 8000 Mitarbeiter in Heimen weder geimpft noch genesen waren. Ein Teil von ihnen hat die Impfung inzwischen nachgeholt oder ist von einer Infektion genesen, wie aus den Antworten der Kommunen auf die Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Damit gelten diese Verfahren als beendet. Hunderte Verfahren sind aber noch offen.

In der Opposition ruft die Situation Kopfschütteln hervor. Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Katy Hoffmeister, forderte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gesundheitsministerin Stefanie Drese (beide SPD) auf, «dringend» an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) heranzutreten und mit ihm die Lage zu erörtern. «Wenn Gesetze gemacht werden, die nicht anwendbar sind, dann müssen die Gesetze notfalls angepasst werden», sagte Hoffmeister.

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Coronavirus Deutsche Presse-Agentur Dresden Musikbranche Oper Wien

Dresden: Dirigent Meir Wellber sieht Musikbranche auf neuen Wegen

Die Corona-Pandemie wird nach Ansicht des Dirigenten Omer Meir Wellber den Musikbetrieb auf Dauer verändern. «Ich kann nicht genau sagen, in welche Richtung es geht. Doch neue Medien und Formate werden viel stärker berücksichtigt werden. Wir müssen auf allen Kanälen präsent sein», sagte der 40-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Gerade für Opernhäuser mit ihren langen Planungsvorläufen sei es schwierig, auf eine Pandemie zu reagieren. «Doch viele haben etwas Neues gefunden, neue Ideen entwickelt. Man muss nicht im Koma bleiben. Ganz im Gegenteil. Das Theater muss in solchen Situationen immer ganz vorne mit dabei sein, darf nie im Tiefschlaf versinken.» Mit einem Dirigat der Verdi-Oper «Aida» verabschiedet sich Meir Wellber an diesem Samstag als 1. Gastdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. «Ich werde wieder nach Dresden kommen, aber nicht mehr so häufig. Ich mag es, immer wieder neue Sachen zu machen und mit der Volksoper in Wien öffnet sich ein Fenster, hinter dem viel Neues liegt.» Ab September ist der Dirigent Musikdirektor an der Volksoper Wien.

Die Corona-Pandemie wird nach Ansicht des Dirigenten Omer Meir Wellber den Musikbetrieb auf Dauer verändern. «Ich kann nicht genau sagen, in welche Richtung es geht. Doch neue Medien und Formate werden viel stärker berücksichtigt werden. Wir müssen auf allen Kanälen präsent sein», sagte der 40-Jährige im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Gerade für Opernhäuser mit ihren langen Planungsvorläufen sei es schwierig, auf eine Pandemie zu reagieren. «Doch viele haben etwas Neues gefunden, neue Ideen entwickelt. Man muss nicht im Koma bleiben. Ganz im Gegenteil. Das Theater muss in solchen Situationen immer ganz vorne mit dabei sein, darf nie im Tiefschlaf versinken.» Mit einem Dirigat der Verdi-Oper «Aida» verabschiedet sich Meir Wellber an diesem Samstag als 1. Gastdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden. «Ich werde wieder nach Dresden kommen, aber nicht mehr so häufig. Ich mag es, immer wieder neue Sachen zu machen und mit der Volksoper in Wien öffnet sich ein Fenster, hinter dem viel Neues liegt.» Ab September ist der Dirigent Musikdirektor an der Volksoper Wien.

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Arbeitslosenquote Deutsche Presse-Agentur Kinder Kinderbetreuung Sachsen-Anhalt

Kinderbetreuung: Kita-Kosten haben sich für das Land mehr als verdoppelt

Sachsen-Anhalt greift bei der Kinderbetreuung tief in die Tasche. Nach verschiedenen Reformen haben sich die Kita-Kosten des Landes mehr als verdoppelt.

Die Kosten des Landes für die Kinderbetreuung in Sachsen-Anhalt sind innerhalb von zehn Jahren deutlich gestiegen. Während im Jahr 2011 noch rund 179 Millionen Euro fällig wurden, waren es nach Angaben des Sozialministeriums 2021 rund 410 Millionen Euro. Mehrfach ist das Kinderförderungsgesetz in dieser Zeit überarbeitet worden. So wurden mit dem Landesgeld unter anderem die Personalschlüssel in den Kitas verbessert und Tarifsteigerungen übernommen. Die Bruttopersonalkosten seien jährlich um durchschnittlich 2,8 Prozent gestiegen, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums der Deutschen Presse-Agentur.

Darüber hInaus werden landesweit mehr Kinder betreut und diese gehen den Angaben zufolge auch länger in die Einrichtungen. Wurden im Jahr 2011 noch rund 132.000 Kinder betreut, waren es 2021 etwa 151.000. In diesen Zahlen sind auch Hortkinder enthalten. Zeitgleich ist die Arbeitslosenquote im Land von 11,6 Prozent auf 7,3 Prozent gesunken. Bei diesen Entwicklungen sei ein gewisser Zusammenhang anzunehmen, so die Sprecherin des Hauses von Ministerin Petra Grimm-Benne (SPD).

Eigentlich ist Kindertagesbetreuung eine kommunale Aufgabe. Doch weil das Land bestimmte Standards wie Mindestpersonalschlüssel vorschreibt, beteiligt es sich durch monatliche Zuweisungen für jedes betreute Kind an den Kosten. Den Rest teilen sich Landkreise, Gemeinden und Eltern.

In Halle zahlen Familien nach Angaben des Eigenbetriebs Kindertagesstätten für einen 8-Stunden-Platz in der Krippe einen Beitrag in Höhe von 165 Euro im Monat, ein 8-Stunden-Platz im Kindergarten kostet 119 Euro. In Genthin im Jerichower Land sind es in der Krippe 197 Euro und im Kindergarten 152 Euro. Familien mit mehreren Kindern werden entlastet: Sie zahlen nur für das älteste Kind.

In den vergangenen Jahren hat Sachsen-Anhalt diese Regelung mit Hilfe des sogenannten Gute-Kita-Gesetzes finanziert. Mit dem 2019 aufgelegten Programm stellte der Bund insgesamt rund fünf Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres bereit. Ob und inwieweit diese Unterstützung verlängert wird, ist aktuell noch offen. Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hatte vom Bund am Dienstag schnelle Klarheit über die Fortsetzung gefordert.

Das Sozialministerium in Sachsen-Anhalt teilte auf Anfrage mit, dass Bund und Länder dazu aktuell Gespräche führen würden. Das Land setze sich für die unveränderte und nahtlose Fortführung der begonnenen Maßnahmen ein.

In der CDU-Landtagsfraktion werden die steigenden Kita-Kosten des Landes kritisch gesehen. Offiziell verweisen die Abgeordneten auf den Koalitionsvertrag, in dem sich Schwarz-Rot-Gelb verständigt hat, den Status quo zu erhalten. Angesichts der stetig steigenden Landesausgaben und aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges müsse jedoch auch das Kinderförderungsgesetz mal auf den Prüfstand gestellt werden, heißt es aus CDU-Kreisen.

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Deutsche Presse-Agentur Marburg Ukraine

Marburg-Biedenkopf: Konfliktforscherin: Mit Folgen des Krieges auseinandersetzen

Marburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen seit rund 20 Jahren Konflikte weltweit in den Blick und sehen ihre Forschungen auch als Beitrag für den Frieden. «Es ist unser Anliegen, in die Politik und die Zivilgesellschaft hineinzuwirken», sagte die geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Konfliktforschung an der Uni Marburg, Susanne Buckley-Zistel, der Deutschen Presse-Agentur. Das Zentrum wurde im Jahr 2001 gegründet, offiziell wird das 20-jährige Bestehen coronabedingt aber erst jetzt, am kommenden Freitag (15. Juli), gefeiert.

Marburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen seit rund 20 Jahren Konflikte weltweit in den Blick und sehen ihre Forschungen auch als Beitrag für den Frieden. «Es ist unser Anliegen, in die Politik und die Zivilgesellschaft hineinzuwirken», sagte die geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Konfliktforschung an der Uni Marburg, Susanne Buckley-Zistel, der Deutschen Presse-Agentur. Das Zentrum wurde im Jahr 2001 gegründet, offiziell wird das 20-jährige Bestehen coronabedingt aber erst jetzt, am kommenden Freitag (15. Juli), gefeiert.

Die gewandelten Konfliktlagen – national wie international – oder neue Fragestellungen sowie Blickwinkel spiegeln sich in der Arbeit des Zentrums wider. «Natürlich kann man auch an der Friedens- und Konfliktforschung Veränderung der Welt ablesen», sagte Buckley-Zistel. Daher werde auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Forschung in den nächsten Jahren beschäftigen.

«Womit wir uns meiner persönlichen Meinung nach auseinandersetzen müssen, ist: Wie verändert der Krieg in der Ukraine Normen und Werte in Deutschland? Errungenschaften von Jahrzehnten in der deutschen Friedenspolitik wurden ganz schnell über den Haufen geworden», sagte die Professorin mit Blick etwa auf das Milliarden-Programm zur Aufrüstung der Bundeswehr. Es sei wichtig, noch einmal darüber nachzudenken, was diese Entwicklungen bedeuten.

Das Zentrum für Konfliktforschung arbeitet fachübergreifend und konzentriert sich in Lehre und Forschung auf zentrale gesellschaftliche und internationale Konfliktlagen. Man wolle innovative Forschung machen, neue Themen besetzen und relevante Fragestellungen finden, so Buckley-Zistel. «Wir versuchen immer, ein bisschen weiter, ein bisschen tiefer zu schauen.» Aktuell gehen die Marburger Forschenden zusammen mit Kollegen weiterer Universitäten etwa der Frage nach, wie sich Machtstrukturen aus der Kolonialzeit auf heutige Konflikte auswirken.

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Deutsche Presse-Agentur Düsseldorf Einbruch Instagram Meerbusch Staatsanwaltschaft TV-Moderatorin Verona Pooth

Düsseldorf: Ermittler legen Pooth-Einbruch zu Akten: Beute verschwunden

Nach dem Einbruch in die Villa von Verona Pooth sind die Ermittlungen eingestellt. Für die Moderatorin ist die Tat vor gut sechs Monaten noch immer präsent, wie sie jüngst bei Instagram berichtete.

Der spektakuläre Einbruch in die Villa von TV-Moderatorin Verona Pooth (54) bleibt unaufgeklärt. Die Täter wurden nicht identifiziert und die Ermittlungen seien eingestellt worden, sagte eine Sprecherin der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Von der Beute – darunter laut Pooth ihr Hochzeitsschmuck – fehlt damit weiter jede Spur.

Wie Überwachungsaufnahmen nahelegen, die Verona Pooth nach dem Einbruch selbst publik gemacht hatte, waren vier Täter an dem Coup an Heiligabend 2021 im Düsseldorfer Vorort Meerbusch beteiligt. Die Unbekannten nahmen unter anderem den Tresor mit, den sie in Pooths Kleinwagen verfrachteten – und damit verschwanden.

Die Moderatorin hatte vor wenigen Tagen bei Instagram noch einmal von dem Einbruch berichtet. «Man fühlt sich zu Hause auch nicht mehr so sicher wie vorher», so Pooth. Daher habe sie sich eine neue Tür mit Panzerglas anfertigen lassen. «Da kann kein Einbrecher mehr rein», sagte Pooth in einem Video.

Auch wenn der Fall Pooth zu den Akten gelegt ist – die Ermittlungen würden sofort wieder aufgenommen, wenn es neue Anhaltspunkte geben sollte, betonte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Um Weihnachten herum hatte es nach früheren Angaben der Polizei in dem Meerbuscher Villenviertel mehrere Einbrüche gegeben. Ob die Täter ahnten, wer ihr prominentes Opfer war, ist unklar.

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Deutsche Presse-Agentur Frauen Frauenanteil Hessen Jagdverband Landesjagdverband Wiesbaden

Jagdsport: Mehr Frauen im hessischen Jagdverband

In Hessen gibt es zunehmend mehr Jägerinnen. Der Frauenanteil liege derzeit bei knapp zwölf Prozent und sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, sagte der Sprecher des Landesjagdverbands, Markus Stifter, der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Die Quote der Frauen in den Kursen für die Jägerausbildung betrage rund 25 Prozent, darunter seien oft auch junge Teilnehmerinnen. Bundesweit liegt der Anteil der Jägerinnen bei 11 Prozent.

In Hessen gibt es zunehmend mehr Jägerinnen. Der Frauenanteil liege derzeit bei knapp zwölf Prozent und sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, sagte der Sprecher des Landesjagdverbands, Markus Stifter, der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Die Quote der Frauen in den Kursen für die Jägerausbildung betrage rund 25 Prozent, darunter seien oft auch junge Teilnehmerinnen. Bundesweit liegt der Anteil der Jägerinnen bei 11 Prozent.

Der Landesjagdverband mit Sitz in Bad Nauheim ist ein Zusammenschluss von 53 hessischen Jagdvereinen. Der Verband ist damit die Interessenvertretung von rund 20.000 hessischen Jägerinnen und Jägern. Die Mitgliederzahl werde gehalten, es habe in den vergangenen Jahren auch immer wieder leichte Zuwächse gegeben, sagte der Sprecher. Besonders mitgliederstark seien die Mitgliedsvereine des hessischen Dachverbands in Nord- und Mittelhessen.

Der Landesjagdverband ist zuständig für die Betreuung und Beratung seiner Mitglieder, die Aus- und Fortbildung sowie für Projekte zum Schutz und Erhalt von Wildtieren und ihrer Lebensräume.

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