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US-Börsen: Wall Street: Weiter bergab vor allem an der Nasdaq

Investoren an den amerikanischen Börsen zeigen sich weiter zaghaft. Vor allem die Inflation und das hohe Zinsniveau setzen den Märkten zu – ein Sektor steht besonders unter Druck.

Die US-Börsen haben am Donnerstag nach einer nur zaghaften Stabilisierung am Vortag wieder nachgegeben.

US-Konjunkturdaten ergaben ein durchwachsenes Bild und boten den Anlegern keinen Grund, etwas an ihrer Risikoscheu zu ändern. Entscheidend bleiben die hohe Inflation, das künftige Zinsniveau und die konjunkturellen Folgen. Nervosität herrschte womöglich auch vor dem am Freitag anstehenden großen Verfall an den Terminmärkten.

Technologiewerte unter Druck

Wachstumsempfindliche Technologiewerte, die sich am Vortag etwas stärker erholt hatten, standen besonders unter Druck. Der von dieser Branche geprägte Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 1,71 Prozent auf 11 927,49 Punkte. Er rutschte unter die Marke von 12 000 Punkten und erreichte das niedrigste Niveau seit Mitte Juli.

Während der marktbreite S&P 500 auch recht deutlich um 1,13 Prozent auf 3901,35 Zähler fiel, waren die Verluste beim Dow Jones Industrial etwas kleiner. Das Kursbarometer der Wall Street verlor 0,56 Prozent auf 30 961,82 Punkte. Auch der Dow musste aber im Tagesverlauf das nächste Tief seit Juli hinnehmen.

Marktbeobachtern zufolge vermisst der Markt derzeit neue Anreize vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Börsianer rechnen fest mit einer weiteren Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte, wobei einige wegen der ungebrochen hohen Inflation auch einen ganzen Punkt für möglich halten. Ausdruck dessen ist, dass die Renditen von Staatsanleihen auf breiter Front stiegen, wobei der geldpolitisch sensible Zweijahreszins den höchsten Stand seit 2007 erreichte.

Zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht

Am Donnerstag wurden zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht, die unter dem Strich gemischt ausfielen. Während ein regionaler Stimmungsindikator aus dem Bundesstaat New York positiv überraschte, enttäuschte die Industriestimmung aus dem Raum Philadelphia mit einer deutlichen Eintrübung. Besonders beachtet wurden aber die Einzelhandelsumsätze, die im August im Vergleich zum Vormonat zulegten. Allerdings sind sie ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe gesunken.

Auf Unternehmensseite kam es bei den Adobe-Anlegern gar nicht gut an, dass der Softwarekonzern die Web-Design-Softwarefirma Figma übernehmen will. Die Bereitschaft, dafür rund 20 Milliarden US-Dollar zu zahlen, löste einen Kurseinbruch um 16,8 Prozent aus. Analysten bezeichneten den Preis als hoch. Kirk Materne vom Analysehaus Evercore ISI vermutete als Grund, dass Adobe mit der Übernahme vermeiden will, dass Figma zu einem starken Gegner wird.

Im Schlepptau des Adobe-Kursrutsches standen Softwarefirmen, die auch dem Technologiesektor zugerechnet werden, allgemein weit oben auf den Verkaufslisten der Anleger. Die Papiere von Salesforce und Microsoft waren im Dow mit Abgaben von bis zu 3,4 Prozent die beiden größten Verlierer.

Banken profitieren von höheren Zinsen

Besser erging es den Banken, da sie etwa im Kreditgeschäft von höheren Zinsen profitieren können. In einem international starken Branchenumfeld zogen die Titel von Goldman Sachs und JPMorgan im Dow um bis zu 1,5 Prozent an. Analystin Magdalena Stoklosa von Morgan Stanley hält den positiven Zinseffekt in einer Branchenstudie für noch nicht angemessen gewürdigt.

Mit einer Kursrally um fünf Prozent hob sich Netflix an der Nasdaq positiv ab. Die Titel des Streaming-Anbieters zogen an, nachdem ihnen Evercore ISI eine positive Empfehlung ausgesprochen hatte. Analyst Mark Mahaney sieht vor allem enorme Chancen im günstigeren, werbefinanzierten Netflix-Abo, das 2023 starten soll. Zuletzt hatte der Streaming-König im hart umkämpften Markt zuschauen müssen, wie die Konkurrenz stärker wird.

Der Euro hat sich am Donnerstag um die Parität zum US-Dollar bewegt. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung 0,9995 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 0,9992 (Mittwoch: 0,9990) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0008 Euro.

US-Staatsanleihen haben dem allgemeinen Renditeanstieg entsprechend Kursverluste verzeichnet. Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries um 0,35 Prozent auf 114,56 Punkte fiel, zog die Rendite in dieser Laufzeit auf 3,45 Prozent an.

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Arbeitsmarkt Dow Jones & Dow-Jones-Index Eskalation Europa Gaskrise Gasstopp Nachrichten NASDAQ-100 New York Nord Stream OAO Gazprom Rezession S&P-500 USA

Börse: Russischer Gasstopp nach Europa zieht Dow nach unten

Die stabilen Arbeitsmarktdaten ließen die Börsianer eigentlich hoffen, doch dann schickte die Nachricht einer russischen Firma den Dow Jones nach unten.

Die neuerliche Eskalation der Gaskrise in Europa hat die US-Börsen am Freitag deutlich ins Minus gedrückt. Anfängliche Gewinne im Zuge robuster Arbeitsmarktdaten verpufften.

Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 wird von diesem Samstag an anders als angekündigt weiter kein Gas fließen, wie der Staatskonzern Gazprom mitteilte. Grund sei ein Ölaustritt in der Kompressorstation Portowaja.

Nun bleibt der Gasdurchfluss Gazprom zufolge bis zur Beseitigung gestoppt. Zuvor war damit gerechnet worden, dass nach Abschluss der angekündigten dreitägigen Wartungsarbeiten ab Samstag wieder Gas durch die Leitung fließt. Die Nachrichten rücken Europa einen Schritt näher an Stromausfälle, Gas-Rationierungen und eine schwere Rezession. Ein deutlicher wirtschaftlicher Abschwung der Region würde auch den wichtigen Handelspartner USA stark treffen.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial büßte zwischenzeitliche Gewinne von mehr als 1 Prozent ein und fiel am Ende um 1,07 Prozent auf 31.318,44 Punkte. Im Wochenverlauf verzeichnete der bekannteste Wall-Street-Index damit einen Verlust von 2,99 Prozent.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 1,07 Prozent auf 3924,26 Punkte abwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 1,44 Prozent auf 12.098,44 Zähler.

Aufatmen dank Jobdaten

Im frühen Handel sorgten noch Jobdaten für Erleichterung. So stieg zwar im August die Arbeitslosigkeit überraschend an, allerdings von niedrigem Niveau aus. Das Lohnwachstum verlangsamte sich etwas, bleibt im längeren Vergleich aber hoch. Zudem ging das Ausmaß der Beschäftigungszunahme im Vergleich zum Juli zurück, als außerordentlich viele neue Stellen geschaffen wurden. Damit ist insgesamt laut Beobachtern der Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen im Kampf gegen die Inflation kräftig zu erhöhen, zumindest nicht noch weiter gestiegen.

„Der US-Arbeitsmarkt läuft auch im zweiten Halbjahr noch auf vollen Touren“, schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Der Arbeitsplatzaufbau könne zwar nicht mehr an die Vorgabe des Vormonats anknüpfen, doch in Anbetracht der erreichten Vollbeschäftigung und des nahezu leer gefegten Arbeitsmarktes mag dies dem Experten zufolge auch nicht weiter verwundern.

In dem wieder deutlich eingetrübten Umfeld konnten sich im Dow lediglich drei Werte in der Gewinnzone behaupten. Am Index-Ende büßten die Aktien des Mischkonzerns 3M 3,2 Prozent ein.

An der Nasdaq-100-Spitze schnellten die Anteilsscheine von Lululemon um 6,7 Prozent in die Höhe, nachdem der Sportbekleidungshersteller aus Kanada seinen Quartalsbericht vorgelegt und die Jahresziele angehoben hatte. Die Nachfrage von einkommensstarken Konsumenten sei hoch geblieben, sagte ein Händler. Analyst Michael Binetti von der Bank Credit Suisse schrieb: „Unterm Strich hat das Unternehmen eine herausragende Stärke gezeigt in einem deutlich schwächer werdenden Einzelhandelsumfeld.“

Die Papiere von Broadcom gewannen nach vorgelegten Zahlen zum dritten Geschäftsquartal 1,7 Prozent. Der Chipkonzern habe starke Resultate vorgelegt, urteilte der Experte Stacy Rasgon vom Analysehaus Bernstein Research. Die Halbleiter-Umsätze hätten die Erwartungen übertroffen. Insgesamt sei der Nachfrage-Ausblick zudem robust geblieben und auch die Ziele für das vierte Quartal nannte Rasgon „stark“.

Der Euro litt unter dem russischen Gasstopp und notierte zuletzt bei 0,9954 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 0,9993 (Donnerstag: 1,0004) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 1,0007 (0,9996) Euro. Die als sicher geltenden US-Staatsanleihen hingegen profitierten von den Kursverlusten am Aktienmarkt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg um 0,53 Prozent auf 116,59 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel im Gegenzug auf 3,20 Prozent.

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Amazon Apple Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Intel iPhone Konjunktur NASDAQ-100 New York Quartalsbericht S&P-500 US-Börse US-Notenbank Wochenende

US-Börse: Amazon und Apple treiben US-Börsen an – Starker Juli

Überraschend solide Quartalsberichte und Ausblicke der beiden Schwergewichte Apple und Amazon haben an den US-Börsen vor dem Wochenende für Erleichterung gesorgt. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag um 0,97 Prozent auf 32.845,13 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.

Überraschend solide Quartalsberichte und Ausblicke der beiden Schwergewichte Apple und Amazon haben an den US-Börsen vor dem Wochenende für Erleichterung gesorgt. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag um 0,97 Prozent auf 32.845,13 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.

Auf Wochensicht bringt es der Dow auf einen Gewinn von drei Prozent. Den historisch eher schwachen Börsenmonat Juli hat der Index mit einem Aufschlag von 6,7 Prozent beendet, das ist für den Dow der stärkste Juli seit zwölf Jahren. Unterstützung erhielten die Aktienkurse zuletzt von der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bei ihren Zinserhöhungen möglicherweise doch etwas behutsamer vorgeht.

Der technologielastige Nasdaq 100 legte am Freitag mit 1,81 Prozent auf 12.947,98 Punkte stärker zu. Hier war der Juli mit plus 13 Prozent der beste Börsenmonat seit April 2020. Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 1,42 Prozent auf 4130,29 Zähler. Positive Nachrichten gab es zudem von der Konjunktur, die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli etwas stärker aufgehellt als erwartet.

Um mehr als zehn Prozent ging es mit den Aktien von Amazon nach oben. Der weltgrößte Online-Händler hat den Umsatz im zweiten Quartal trotz hoher Inflation und Rezessionssorgen deutlich gesteigert. Analyst Lee Horowitz von der Deutschen Bank nannte Amazon „den Hafen im konjunkturellen Sturm“. Für Amazons Aktienkurs war der Juli mit einem Gewinn von 27 Prozent der beste Monat seit Oktober 2009.

Auch Apple trotzt mit dem iPhone-Geschäft bisher Konjunktursorgen und Logistik-Engpässen. Im vergangenen Quartal konnte das iPhone in einem insgesamt geschrumpften Smartphone-Markt zulegen. Die Aktien gewannen 3,3 Prozent.

Umsatzeinbruch bei Intel

Ganz anders Intel. Der Chip-Riese hat nach einem Umsatzeinbruch und roten Zahlen im vergangenen Quartal die Jahresziele kassiert. Experte Stacy Rasgon vom Investmenthaus Bernstein nannte die Profitabilität „erschreckend“ und die neuen Jahresziele „garstig“. Mit minus 8,6 Prozent fanden sich die Aktien abgeschlagen am Ende des Dow wieder.

Nicht gut kamen auch Aussagen des Konsumgüterriesen Procter & Gamble an, die Aktie war mit minus 6,2 Prozent zweitgrößter Verlierer im Index. Der Konzern rechnet in diesem Jahr mit Gegenwind von der hohen Inflation.

Auf den Beifall der Investoren stieß ein Rekordgewinn des Ölkonzerns Exxon Mobil. Die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise verschafften dem Unternehmen im zweiten Quartal einen Gewinn von 17,9 Milliarden Dollar. Der Kurs stieg um 4,6 Prozent. Noch besser kamen indes die Zahlen des Kontrahenten Chevron an, der zudem den milliardenschweren Aktienrückkauf aufstockte. Chevron zogen an der Dow-Spitze um 8,9 Prozent an.

Der Euro holte anfängliche Verluste größtenteils wieder auf und notierte im späten Handel auf 1,0222 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0198 (Donnerstag: 1,0122) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9806 (0,9880) Euro gekostet.

Am US-Anleihemarkt ging es aufwärts. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries legte um 0,08 Prozent auf 121,08 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen betrug 2,66 Prozent.

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Biontech China Donald Trump Dow Jones & Dow-Jones-Index Handelsverlauf JPMorgan Chase Nasdaq New York Rezession S&P-500 Talfahrt USA Wall Street Wochenende

Märkte: Nach Berg- und Talfahrt überwiegen Gewinne an den US-Börsen

Zunächst ging es steil bergab an der Wall Street – anschließend erholten sich die Märkte aber doch spürbar. Ein Grund sind Gespräche zwischen den USA und China.

Die US-Börsen sind nach einem langen Wochenende am Dienstag zeitweise steil auf Talfahrt gegangen. Im Handelsverlauf gelang den Nasdaq-Indizes dank ihrer starken Ausrichtung auf Technologiewerte jedoch eine deutliche Kehrtwende in die Gewinnzone.

Auch der S&P 500 fand den Weg ins Plus, während der Dow Jones Industrial sich zwar ebenfalls spürbar erholte, aber mit Verlusten schloss. Die Stimmung blieb insgesamt weiter trüb. Rezessionssorgen dominieren zunehmend das Geschehen in den Handelssälen.

Der Dow ging mit einem Abschlag von 0,42 Prozent auf 30.967,82 Punkte aus dem Tag und weitete damit seinen etwas mehr als einprozentigen Verlust aus der vergangenen Woche leicht aus. Der marktbreite S&P 500 legte letztlich um 0,16 Prozent auf 3831,39 Zähler zu. Der Nasdaq-Auswahlindex 100 stieg um 1,68 Prozent auf 11.779,91 Punkte. Er hatte allerdings in der vergangenen Woche etwas mehr als vier Prozent eingebüßt.

Gutes Signal: Gespräche zwischen USA und China

Für Zuversicht sorgten Gespräche zwischen den USA und China über die mögliche Rücknahme einiger Handelszölle, die unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump eingeführt worden waren. Dies dürfte die Angst vor einer Rezession aber nicht ernsthaft mildern, da auch geringere Zölle auf Importe chinesischer Waren nur wenig zur Abkühlung der hohen Inflation beitragen könnten.

Die überraschend guten Auftragseingangsdaten der US-Industrie für den Monat Mai fanden zudem relativ wenig Beachtung. Solche Daten seien angesichts herrschender Lieferkettenprobleme und damit aufgestauter Auftragsbestände zweitrangig geworden, hieß es dazu.

Unter den Einzelwerten waren Chevron im Dow größter Verlierer mit minus 2,6 Prozent. ConocoPhillips gaben am Ende des S&P 100 um 7,0 Prozent nach. ExxonMobil verloren 3,1 Prozent. Die Ölpreise gaben angesichts der grassierenden Rezessionsängste deutlich nach.

Inzwischen etwa schätzt die US-Bank JPMorgan die Wirtschaftsaussichten in den USA ähnlich mau ein wie die in Westeuropa. Die Volkswirte der US-Bank kappten ihre Schätzungen daher deutlich. Für die Frage, ob aus einer Wachstumsschwäche letztlich eine Rezession werde, sei vor allem die Reaktion der Unternehmen entscheidend, schrieben sie.

Erholung für Tech-Werte

Nike indes stiegen an der Dow-Spitze um 3,1 Prozent. Sie waren allerdings erst am Freitag auf den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren gefallen. Auf Erholungskurs gingen zudem auch zahlreiche Aktien aus dem Technologiesektor, die zum Teil ebenfalls im Lauf der vergangenen Woche auf Mehrjahrestiefs gesackt waren. So stiegen die Anteile des Chipherstellers Micron Technology um 5,7 Prozent. Paypal gewannen 4,2 Prozent und Nvidia 3,0 Prozent.

Die Papiere der Corona-Impfstoffhersteller zeigten sich überwiegend im Plus – auch wenn es zu Biontech eher negative Nachrichten gab. Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac reichte in Deutschland eine Klage wegen Patentrechtsverletzungen gegen Biontech und zwei Tochterunternehmen ein. Es geht um den Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer (Deutschland/USA). Curevac gaben nach anfänglichen Gewinnen um 1,1 Prozent nach, Biontech legten um 2,2 Prozent zu, während die Aktien des Biontech-Pharmapartners Pfizer 1,3 Prozent verloren. Im Nasdaq 100 legten außerdem die Anteile der Konkurrentin Moderna um 3,7 Prozent zu.

Der Euro kostete im späten US-Handel 1,0269 Dollar. Zeitweise sackte er bis auf 1,0235 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit rund 20 Jahren. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0290 (Montag: 1,0455) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9718 (0,9565) Euro. Am Markt für US-Staatsanleihen stieg der Terminkontrakt für zehnjährige richtungsweisende Treasuries (T-Note-Future) zuletzt um 0,45 Prozent auf 119,80 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel im Gegenzug auf 2,82 Prozent.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Jahrzehnt JPMorgan Chase Konjunktursorge NASDAQ-100 Rezession S&P-500 USA

US-Börsen: Rezession in den USA? Schwächstes Halbjahr seit Jahrzehnten

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff.

Aktienanleger mussten die vergangenen Monate einiges durchmachen: Inflations- und Konjunktursorgen ließen die US-Börsen im ersten Halbjahr einbrechen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Am Donnerstag ging es weiter nach unten, auch wenn die deutlichen Kursverluste aus dem frühen Handel später erkennbar eingedämmt wurden. An der erschreckend schwachen Halbjahresbilanz konnte dies nicht mehr viel ändern – der marktbreite S&P 500 verbuchte die schwächste Entwicklung seit 1970. Beim Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 war es das schlechteste Abschneiden seit 2002.

Zum Handelsende verzeichnete der Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag ein Tagesminus von 0,82 Prozent auf 30.775,43 Punkte. Der S&P 500 verringerte seinen Verlust bei 3785,38 Zählern auf 0,88 Prozent, während der Nasdaq 100 letztlich um 1,33 Prozent auf 11 503,72 Punkte nachgab. Für die erste Jahreshälfte standen bei den drei Börsenbarometern satte Abschläge von 15, 21 und 30 Prozent zu Buche.

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff. Börsianer verwiesen darauf, dass am Mittwoch US-Notenbankchef Jerome Powell und seine Amtskollegen aus der Eurozone und Großbritannien auf einem Forum gewarnt hatten, dass die Inflation länger anhalten werde. Das habe die Debatte angeheizt, «dass fortdauernde Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation am Ende in eine Rezession münden», schrieb Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Bei steigenden Preisen versuchen Verbraucher, die Ausgaben zu drosseln. Das belegten auch die im Mai weniger stark als erwartet gestiegenen Ausgaben der US-Konsumenten. Außerdem waren die Ausgaben im Vormonat nach revidierten Daten schwächer als bisher bekannt gestiegen.

Die maue Kauflaune bekamen an der Börse etwa die Aktien der Autobauer zu spüren: Ford, General Motors (GM) und Stellantis verloren zwischen zweieinhalb und fünf Prozent. Autos als vergleichsweise kostspieliges Konsumprodukt rutschen oft als erstes von privaten Einkaufslisten. Zudem verteuert sich bei steigenden Kapitalmarktzinsen die Kauffinanzierung – auch für die wichtigen Firmenkunden.

Aktien der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance sackten nach Zahlen um mehr als sieben Prozent ab und waren damit die größten Verlierer im Dow. Analystin Lisa Gill von der Bank JPMorgan verwies auf eine unter den Erwartungen liegende Profitabilität im dritten Geschäftsquartal.

Papiere des Corona-Bierbrauers Constellation Brands büßten knapp viereinhalb Prozent ein. Ein Händler begründete die Verluste mit einem verhaltenen Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal.

Zu den Tagesgewinnern zählten hingegen Biontech und Pfizer mit Aufschlägen von rund fünf beziehungsweise fast drei Prozent. Die US-Regierung bestellt in großem Stil weiteren Corona-Impfstoff von den beiden Unternehmen für eine geplante Booster-Kampagne im Herbst. Laut Pfizer-Chef Albert Bourla geht es dabei auch um Mittel, die gegen neuartigere Virusvarianten wie Omikron schützen sollen.

Der Euro drehte mit den verringerten Verlusten an den US-Börsen ins Plus und kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,0483 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor noch auf 1,0387 Dollar festgesetzt.

Die als besonders sichere Anlage geltenden US-Staatsanleihen profitierten von der anhaltenden Risikoscheu der Anleger: Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,59 Prozent auf 118,20 Punkte anzog, fiel die Rendite zehnjähriger Papiere auf 2,99 Prozent – und damit erstmals seit knapp drei Wochen unter die Drei-Prozent-Marke.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Jahrzehnt JPMorgan Chase Konjunktursorge NASDAQ-100 Rezession S&P-500 USA

US-Börsen: Droht USA Rezession? Schwächstes Halbjahr seit Jahrzehnten

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff.

Aktienanleger mussten die vergangenen Monate einiges durchmachen: Inflations- und Konjunktursorgen ließen die US-Börsen im ersten Halbjahr einbrechen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Am Donnerstag ging es weiter nach unten, auch wenn die deutlichen Kursverluste aus dem frühen Handel später erkennbar eingedämmt wurden. An der erschreckend schwachen Halbjahresbilanz konnte dies nicht mehr viel ändern – der marktbreite S&P 500 verbuchte die schwächste Entwicklung seit 1970. Beim Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 war es das schlechteste Abschneiden seit 2002.

Zum Handelsende verzeichnete der Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag ein Tagesminus von 0,82 Prozent auf 30.775,43 Punkte. Der S&P 500 verringerte seinen Verlust bei 3785,38 Zählern auf 0,88 Prozent, während der Nasdaq 100 letztlich um 1,33 Prozent auf 11 503,72 Punkte nachgab. Für die erste Jahreshälfte standen bei den drei Börsenbarometern satte Abschläge von 15, 21 und 30 Prozent zu Buche.

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff. Börsianer verwiesen darauf, dass am Mittwoch US-Notenbankchef Jerome Powell und seine Amtskollegen aus der Eurozone und Großbritannien auf einem Forum gewarnt hatten, dass die Inflation länger anhalten werde. Das habe die Debatte angeheizt, «dass fortdauernde Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation am Ende in eine Rezession münden», schrieb Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Bei steigenden Preisen versuchen Verbraucher, die Ausgaben zu drosseln. Das belegten auch die im Mai weniger stark als erwartet gestiegenen Ausgaben der US-Konsumenten. Außerdem waren die Ausgaben im Vormonat nach revidierten Daten schwächer als bisher bekannt gestiegen.

Die maue Kauflaune bekamen an der Börse etwa die Aktien der Autobauer zu spüren: Ford, General Motors (GM) und Stellantis verloren zwischen zweieinhalb und fünf Prozent. Autos als vergleichsweise kostspieliges Konsumprodukt rutschen oft als erstes von privaten Einkaufslisten. Zudem verteuert sich bei steigenden Kapitalmarktzinsen die Kauffinanzierung – auch für die wichtigen Firmenkunden.

Aktien der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance sackten nach Zahlen um mehr als sieben Prozent ab und waren damit die größten Verlierer im Dow. Analystin Lisa Gill von der Bank JPMorgan verwies auf eine unter den Erwartungen liegende Profitabilität im dritten Geschäftsquartal.

Papiere des Corona-Bierbrauers Constellation Brands büßten knapp viereinhalb Prozent ein. Ein Händler begründete die Verluste mit einem verhaltenen Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal.

Zu den Tagesgewinnern zählten hingegen Biontech und Pfizer mit Aufschlägen von rund fünf beziehungsweise fast drei Prozent. Die US-Regierung bestellt in großem Stil weiteren Corona-Impfstoff von den beiden Unternehmen für eine geplante Booster-Kampagne im Herbst. Laut Pfizer-Chef Albert Bourla geht es dabei auch um Mittel, die gegen neuartigere Virusvarianten wie Omikron schützen sollen.

Der Euro drehte mit den verringerten Verlusten an den US-Börsen ins Plus und kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,0483 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor noch auf 1,0387 Dollar festgesetzt.

Die als besonders sichere Anlage geltenden US-Staatsanleihen profitierten von der anhaltenden Risikoscheu der Anleger: Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,59 Prozent auf 118,20 Punkte anzog, fiel die Rendite zehnjähriger Papiere auf 2,99 Prozent – und damit erstmals seit knapp drei Wochen unter die Drei-Prozent-Marke.

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Aktienindiz Dow-Jones-Index Eurozone EZB Inflation Kursrutsch NASDAQ-100 Netto New York S&P-500 Thomas Altmann Ukraine US-Notenbank USA Wall Street Zinserhöhung

Kursrutsch an der Wall Street – Wachstumssorgen durch EZB

Dass die EZB der Inflation mit Zinserhöhungen gegensteuern will, hat Sorgen um das Wirtschaftswachstum ausgelöst. Die Wall Street reagierte prompt

Die Wachstumssorgen haben die US-Börsen wieder fest im Griff. Die wichtigsten Aktienindizes weiteten am Donnerstag ihre Vortagesverluste deutlich aus.

Als Belastung erwiesen sich die jüngsten Entscheidungen und Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB). Die hohe Inflation bringt die Notenbanker der Eurozone zum Gegensteuern: So ist das Ende der konjunkturstützenden Netto-Anleihekäufe zum 1. Juli beschlossen, zudem wird es im kommenden Monat erstmals seit elf Jahren eine erste Zinserhöhung geben. Im September könnte ein weiterer Zinsschritt folgen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 1,94 Prozent auf 32.272,79 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 2,38 Prozent auf 4017,82 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 2,74 Prozent auf 12.269,78 Zähler ein.

Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges dämpfen nach Einschätzung der EZB die Konjunkturentwicklung im Euroraum und treiben die Inflation in die Höhe. Anleger an der Wall Street zogen daraus den Schluss, dass auch die US-Notenbank eventuell eine schärfere Gangart einlegen muss, um die in den Vereinigten Staaten ebenfalls starke Teuerung einzudämmen. Entsprechend stieg die Nervosität vor den zum Wochenschluss anstehenden Verbraucherpreisdaten für Mai.

Dass die Europäische Zentralbank zudem auch ihre Inflationsprognosen kräftig anhob, habe die Anleger «auf dem falschen Fuß erwischt», kommentierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. «Mit einer so deutlichen Anpassung nach oben hin haben die wenigsten gerechnet.» Dies drückte bereits auf die Kurse an Europas Börsen und sorgte laut Altmann für einen «Ausverkauf» an den Anleihemärkten, wo im Gegenzug die Renditen stiegen.

Bei den US-Einzelaktien fielen die Papiere des chinesischen Internet-Handelsriesen Alibaba nach dem Kursfeuerwerk am Vortag nun um mehr als acht Prozent. Hier verflogen die Hoffnungen auf einen baldigen Börsengang der Alibaba-Beteiligung Ant Group so schnell wie sie gekommen waren. Vorangegangen waren Berichte, wonach die chinesischen Finanzaufseher ihre Blockadehaltung aufgeben könnten. Doch es folgte ein Dementi von Chinas Börsenaufsicht. Noch am Vortag hatten Alibaba-Papiere fast 15 Prozent in der Hoffnung zugelegt, Pekings regulatorischer Würgegriff könnte sich lockern.

Auch Aktien anderer in New York gelisteter chinesischer Tech-Firmen litten unter der Aussicht auf anhaltenden Regulierungsdruck und sackten ab. Unter den schwächsten Werten im Nasdaq 100 büßten JD.com 7,6 und Pinduoduo 9,6 Prozent ein.

An der Index-Spitze schnellten die Anteilscheine von NXP Semiconductors um rund vier Prozent in die Höhe. Laut einem asiatischen Tech-Blog plant der Technologiekonzern Samsung eine Übernahme des niederländischen Chipherstellers. Samsung wolle damit vom starken Wachstum des Marktes für Halbleiter für die Automobilindustrie profitieren, hieß es.

Der Euro geriet trotz der jüngsten EZB-Entscheidungen unter Druck und kostete zum Handelsende an der Wall Street 1,0616 US-Dollar. Im Gegensatz zur Wall Street haben am Devisenmarkt wohl einige Marktteilnehmer auf noch mehr Tempo bei der geldpolitischen Straffung im Euroraum spekuliert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0743 (Mittwoch: 1,0739) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9308 (0,9312) Euro.

US-Staatsanleihen litten unter dem anhaltenden Zinsauftrieb. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) verlor zuletzt 0,19 Prozent auf 117,86 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen stieg auf 3,05 Prozent.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Kursrutsch Leitindex Memorial Day NASDAQ-100 New York S&P-500 US-Notenbank Wall Street Wochenende

Wall Street: US-Börsen: Dow gelingt größtes Wochenplus seit 2020

Bewegte Zeiten für den Leitindex Dow Jones Industrial: Vor einer Woche war er noch auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen, nun verbucht er den größten prozentualen Wochengewinn seit 18 Monaten.

Die US-Börsen haben am Freitag ihre jüngste Erholung schwungvoll fortgesetzt. Nach dem Kursrutsch insbesondere von Ende April bis Mitte Mai hätten Schnäppchenjäger erneut zugegriffen und die vermeintlich günstigen Kurse zum Einstieg genutzt, sagten Börsianer.

Zudem hatten Anleger im Laufe der Woche das Protokoll der US-Notenbank zur jüngsten Zinssitzung als Beleg für eine nur graduelle Straffung der Geldpolitik zur Bekämpfung der hohen Inflation gewertet. Damit schaffte der Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Plus von 6,24 Prozent den größten prozentualen Wochengewinn seit November 2020.

Am Freitag ging der Dow mit einem Anstieg von 1,76 Prozent auf 33.212,96 Punkte in das verlängerte Wochenende, nachdem er vor sieben Tagen noch auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen war. Am Montag bleibt der US-Aktienmarkt wegen des Feiertages Memorial Day geschlossen.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 2,47 Prozent auf 4158,24 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 3,30 Prozent auf 12.681,42 Punkte.

Verbraucherausgaben steigen – Konsumentenstimmung trübt sich

Jüngste US-Konjunkturdaten lieferten derweil kein einheitliches Bild. So stiegen einerseits die Ausgaben der Verbraucher auch im April deutlich. Außerdem nahmen die von Inflationssorgen geplagten Anleger erleichtert zur Kenntnis, dass sich die Preisentwicklung etwas abgeschwächt hat.

Andererseits jedoch habe sich die Stimmung der Konsumenten im Mai stärker als erwartet eingetrübt, hieß es von der Universität Michigan. «Dieser jüngste Rückgang ist weitgehend auf die anhaltend negative Einschätzung der aktuellen Kaufbedingungen für Häuser und langlebige Güter zurückzuführen», kommentierte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage.

Gap-Aktien erholen sich

Mit Blick auf die Einzelwerte hatten die Anleger zu Handelsbeginn noch verschreckt auf eine drastisch gesenkte Gewinnprognose des Bekleidungshändlers Gap reagiert. Die Aktien waren zunächst um mehr als 14 Prozent eingebrochen, erholten sich aber in dem freundlichen Umfeld rasch und lagen am Ende gut vier Prozent im Plus.

Unter den wenigen Verlierern im Nasdaq 100 sackten die Papiere des Software-Anbieters Workday am Index-Ende um 5,6 Prozent ab. Analysten begründeten dies mit von Kunden verschobenen Aufträgen angesichts der wirtschaftlich unsicheren Lage.

Dell-Anteilsscheine legen deutlich zu

Die Anteilscheine von Dell Technologies aber schnellten um 12,9 Prozent nach oben. Das Tech-Unternehmen konnte den Umsatz dank einer starken Nachfrage nach PCs im vergangenen Quartal um ein Sechstel steigern. Bei den Papieren von Ulta Beauty stand ein Plus von 12,5 Prozent zu Buche, nachdem der Kosmetikhersteller die Jahresziele für Umsatz und Gewinn nach oben geschraubt hatte. Dies reichte für den ersten Platz im S&P 500.

Der Euro blieb im Aufwind und kostete zuletzt 1,0728 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB ) setzte den Referenzkurs auf 1,0722 (Donnerstag: 1,0697) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9327 (0,9348) Euro. Erneut wurde die Gemeinschaftswährung durch die erwartete Zinswende in der Eurozone gestützt. Angesichts der hohen Inflation erwartet Bundesbankpräsident Joachim Nagel gleich mehrere Leitzinserhöhungen durch die EZB in diesem Jahr.

Am Rentenmarkt gab der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,04 Prozent auf 120,55 Punkte nach. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen betrug 2,74 Prozent.

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Elektromobilität: Tesla fliegt aus S&P-Nachhaltigkeitsindex – Musk empört

Anleger, die ihr Geld gern in Aktien nachhaltiger Unternehmen investieren wollen, können sich in den USA am ESG-Index orientieren. Der E-Auto-Hersteller Tesla wird dort jedoch nicht mehr gelistet.

Der Elektroautobauer Tesla ist aus dem Aktienindex S&P 500 ESG für angeblich nachhaltige Investments gestrichen worden – das gefällt Elon Musk überhaupt nicht.

Der Tesla-Chef bezeichnete die Anlagekategorie ESG am Mittwoch in einem Tweet als «Schwindel» und warf dem Index-Anbieter vor, seine Integrität verloren zu haben.

ESG ist die englische Abkürzung für Environmental, Social, and Governance – unter diesem Label werden von der Finanzindustrie Geldanlagen angeboten, bei denen Kriterien wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung stärker berücksichtigt werden sollen.

S&P Dow Jones Indices erläuterte die Entscheidung in einem Firmenblog. Es gebe «viele Gründe», dass Tesla – trotz der selbsterklärten Mission, den Übergang zur nachhaltigen Energie zu beschleunigen – nicht mehr in den S&P 500 ESG Index gehöre.

Nachhaltigkeitsranking dennoch stabil

Dazu zählten Rassismus-Vorwürfe und Klagen über schlechte Arbeitsbedingungen in Teslas US-Autofabrik sowie der Umgang mit Untersuchungen zu teilweise tödlichen Unfällen in Verbindung mit dem Fahrassistenten «Autopilot», erklärte S&P-Analystin Margaret Dorn. Trotzdem sei Teslas Nachhaltigkeitsranking im vergangenen Jahr relativ stabil geblieben. Doch der Rest der Autobranche habe sich deutlich verbessert, wodurch Tesla im Vergleich abgerutscht sei.

Musk machte bei Twitter seinem Ärger Luft, dass etwa der größte US-Ölkonzern ExxonMobil von S&P eine Spitzenbewertung als eines der zehn besten Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit bekomme, während Tesla es nicht mal mehr in den Index schaffe. Tesla hatte ESG-Kriterien zuvor schon als «grundlegend fehlerhaft» bemängelt.

Kritik an ESG-Finanzprodukten gibt es schon länger. Gängige Vorwürfe von Experten sind etwa, dass der Markt nicht ausreichend reguliert sei und der Finanzindustrie das Label eher als Verkaufshilfe diene. Durch einen Mangel an klaren und einheitlichen Definitionen, was eigentlich als nachhaltige Geldanlage gilt, besteht zum Beispiel bei entsprechenden Investmentfonds mitunter «Greenwashing»-Verdacht.

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Elektromobilität: Tesla fliegt aus S&P-Nachhaltigkeitsindex – Musk empört

Anleger, die ihr Geld gern in Aktien nachhaltiger Unternehmen investieren wollen, können sich in den USA am ESG-Index orientieren. Der E-Auto-Hersteller Tesla wird dort jedoch nicht mehr gelistet.

Der Elektroautobauer Tesla ist aus dem Aktienindex S&P 500 ESG für angeblich nachhaltige Investments gestrichen worden – das gefällt Elon Musk überhaupt nicht.

Der Tesla-Chef bezeichnete die Anlagekategorie ESG am Mittwoch in einem Tweet als «Schwindel» und warf dem Index-Anbieter vor, seine Integrität verloren zu haben.

ESG ist die englische Abkürzung für Environmental, Social, and Governance – unter diesem Label werden von der Finanzindustrie Geldanlagen angeboten, bei denen Kriterien wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung stärker berücksichtigt werden sollen.

S&P Dow Jones Indices erläuterte die Entscheidung in einem Firmenblog. Es gebe «viele Gründe», dass Tesla – trotz der selbsterklärten Mission, den Übergang zur nachhaltigen Energie zu beschleunigen – nicht mehr in den S&P 500 ESG Index gehöre.

Nachhaltigkeitsranking dennoch stabil

Dazu zählten Rassismus-Vorwürfe und Klagen über schlechte Arbeitsbedingungen in Teslas US-Autofabrik sowie der Umgang mit Untersuchungen zu teilweise tödlichen Unfällen in Verbindung mit dem Fahrassistenten «Autopilot», erklärte S&P-Analystin Margaret Dorn. Trotzdem sei Teslas Nachhaltigkeitsranking im vergangenen Jahr relativ stabil geblieben. Doch der Rest der Autobranche habe sich deutlich verbessert, wodurch Tesla im Vergleich abgerutscht sei.

Musk machte bei Twitter seinem Ärger Luft, dass etwa der größte US-Ölkonzern ExxonMobil von S&P eine Spitzenbewertung als eines der zehn besten Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit bekomme, während Tesla es nicht mal mehr in den Index schaffe. Tesla hatte ESG-Kriterien zuvor schon als «grundlegend fehlerhaft» bemängelt.

Kritik an ESG-Finanzprodukten gibt es schon länger. Gängige Vorwürfe von Experten sind etwa, dass der Markt nicht ausreichend reguliert sei und der Finanzindustrie das Label eher als Verkaufshilfe diene. Durch einen Mangel an klaren und einheitlichen Definitionen, was eigentlich als nachhaltige Geldanlage gilt, besteht zum Beispiel bei entsprechenden Investmentfonds mitunter «Greenwashing»-Verdacht.

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