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Diplomatie: Antrittsbesuch in Moskau: Baerbocks schwierige Reise

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau sind auf einem Tiefpunkt. Nun trifft Außenministerin Baerbock in Moskau ihren krisenerprobten Kollegen Lawrow. Die Liste der Konfliktthemen ist lang.

Ungeachtet schwerer Konflikte mit Russland setzt Außenministerin Annalena Baerbock auf einen Dialog mit Moskau.

«Als neue Bundesregierung wollen wir substanzielle und stabile Beziehungen mit Russland», sagte die Grünen-Politikerin vor ihrem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Die Liste der Konfliktthemen sei aber lang. Der Antrittsbesuch in der russischen Hauptstadt dürfte für Baerbock eine Art Feuerprobe sein. Nach ihrem Amtsbeginn am 8. Dezember hat sie bisher wohl noch keine derart schwierige Reise absolviert. Lawrow (71) ist seit knapp 18 Jahren russischer Chefdiplomat und damit der am längsten amtierende Außenminister in Europa.

Moskau «enttäuscht» über Deutschland-Beziehung

Das russische Außenministerium bezeichnete Deutschland vor dem Besuch der neuen Außenministerin «als einen einflussreichen Akteur auf der internationalen Bühne». Moskau sei aber «enttäuscht» über den aktuellen Stand der russisch-deutschen Beziehungen. «Von deutscher Seite wird versucht, Einfluss auf die innenpolitischen Prozesse in Russland zu nehmen, in den deutschen Medien wird antirussische Propaganda betrieben», hieß es.

Am Montag hielt sich Baerbock bereits zu Gesprächen in der Ukraine auf. Dabei sicherte die 41-Jährige Kiew diplomatische Unterstützung zur Lösung der Krise mit Russland zu. Deutschland sei hierbei bereit zum Dialog mit Russland. Waffenlieferungen an Kiew lehnte sie aber erneut ab.

Für den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die Ministerin «ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit der Ukraine» gesetzt, indem sie zuerst nach Kiew und dann nach Moskau reiste. Die Ukraine sei nur «ein Anwendungsfall» für das Bestreben des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die europäische Ordnung notfalls auch militärisch zu revidieren, sagte Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Nun komme es auf Stärke an. Linken-Außenexpertin Sevim Dagdelen kritisierte gegenüber der Funke Mediengruppe: «Frau Baerbock hat bisher leider nicht auf Diplomatie, sondern auf Drohgebärden gegenüber Russland gesetzt.» Damit trage die Ministerin dazu bei, dass Deutschland und die EU in den Verhandlungen über die von Moskau geforderten Garantien außen vor blieben.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte, die Gespräche Baerbocks in Moskau seien nicht die Fortsetzung jener Beratungen über eine Deeskalation der Krise mit Russland, die in anderen Formaten geführt worden seien.

Das dürften die zentralen Themen in Moskau sein:

Die angespannten deutsch-russischen Beziehungen

Nach dem Mord an einem Georgier im Berliner Tiergarten im August 2019 hatte vor einem Monat ein Gericht einen Russen verurteilt und Moskau «Staatsterrorismus» vorgeworfen. Beide Länder wiesen gegenseitig Diplomaten aus. Deutschland macht Russland zudem für Hackerangriffe auf den Bundestag 2015 verantwortlich und für den Anschlag auf den Kremlgegner Alexej Nawalny mit dem international geächteten chemischen Kampfstoff Nowitschok. Zudem ist Moskau verärgert über den Sendestopp für das deutsche Programm seines Staatssenders RT.

Konflikt in der Ostukraine

Teile der ostukrainischen Regionen Luhansk und Donezk werden seit 2014 von prorussischen Separatisten kontrolliert. Trotz eines in Minsk (Belarus) unter deutsch-französischer Vermittlung ausgehandelten Friedensplans kommt der Konflikt nicht zur Ruhe. Die deutsche Außenministerin will die Verhandlung nun wieder in Gang bringen. Nach UN-Schätzungen sind bisher mehr als 14.000 Menschen in dem Gebiet getötet worden. Russland und die Ukraine werfen sich immer wieder gegenseitig Verstöße gegen den Friedensplan vor. Längst haben sich in den selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk mit Hilfe Moskaus eigenen Strukturen gebildet.

Die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

Kurz vor Baerbocks Flug nach Moskau hat Russlands Außenministerium davor gewarnt, die ausgesetzte Zertifizierung künstlich in die Länge zu ziehen. Die Grünen-Politikerin gilt als Skeptikerin. Dagegen sieht der Kreml wie auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Leitung als privatwirtschaftliches Projekt. Die fertige, aber noch nicht für den Betrieb freigegebene Pipeline soll künftig Gas von Russland nach Deutschland pumpen – in Umgehung der Ukraine. Präsident Wladimir Putin meinte, mit Nord Stream 2 werde Gas in Europa wieder billiger.

Menschenrechte und Petersburger Dialog

Seit längerem schon beklagen Menschenrechtler zunehmende Repressionsmaßnahmen gegen Andersdenkende in Russland. Mehrere unabhängige Medien und Organisationen mussten schon ihre Arbeit einstellen. Zuletzt sorgte die gerichtlich angeordnete Auflösung der international bekannten Menschenrechtsorganisation Memorial auch in Deutschland für Kritik. Im vergangenen Frühjahr erklärte Moskau zudem drei deutsche Nichtregierungsorganisationen für unerwünscht.

Die deutsche Seite hat deshalb ihre Arbeit in dem vor 20 Jahren gegründeten Petersburger Dialog eingefroren. Putin hatte die Verständigungsplattform für die Zivilgesellschaft beider Länder mit dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufen.

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Diplomatie: Antrittsbesuch in Moskau: Baerbocks schwierige Reise

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau sind auf einem Tiefpunkt. Nun trifft Außenministerin Baerbock in Moskau ihren krisenerprobten Kollegen Lawrow. Die Liste der Konfliktthemen ist lang.

Ungeachtet schwerer Konflikte mit Russland setzt Außenministerin Annalena Baerbock auf einen Dialog mit Moskau.

«Als neue Bundesregierung wollen wir substanzielle und stabile Beziehungen mit Russland», sagte die Grünen-Politikerin vor ihrem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Die Liste der Konfliktthemen sei aber lang. Der Antrittsbesuch in der russischen Hauptstadt dürfte für Baerbock eine Art Feuerprobe sein. Nach ihrem Amtsbeginn am 8. Dezember hat sie bisher wohl noch keine derart schwierige Reise absolviert. Lawrow (71) ist seit knapp 18 Jahren russischer Chefdiplomat und damit der am längsten amtierende Außenminister in Europa.

Moskau «enttäuscht» über Deutschland-Beziehung

Das russische Außenministerium bezeichnete Deutschland vor dem Besuch der neuen Außenministerin «als einen einflussreichen Akteur auf der internationalen Bühne». Moskau sei aber «enttäuscht» über den aktuellen Stand der russisch-deutschen Beziehungen. «Von deutscher Seite wird versucht, Einfluss auf die innenpolitischen Prozesse in Russland zu nehmen, in den deutschen Medien wird antirussische Propaganda betrieben», hieß es.

Am Montag hielt sich Baerbock bereits zu Gesprächen in der Ukraine auf. Dabei sicherte die 41-Jährige Kiew diplomatische Unterstützung zur Lösung der Krise mit Russland zu. Deutschland sei hierbei bereit zum Dialog mit Russland. Waffenlieferungen an Kiew lehnte sie aber erneut ab.

Für den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die Ministerin «ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit der Ukraine» gesetzt, indem sie zuerst nach Kiew und dann nach Moskau reiste. Die Ukraine sei nur «ein Anwendungsfall» für das Bestreben des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die europäische Ordnung notfalls auch militärisch zu revidieren, sagte Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Nun komme es auf Stärke an. Linken-Außenexpertin Sevim Dagdelen kritisierte gegenüber der Funke Mediengruppe: «Frau Baerbock hat bisher leider nicht auf Diplomatie, sondern auf Drohgebärden gegenüber Russland gesetzt.» Damit trage die Ministerin dazu bei, dass Deutschland und die EU in den Verhandlungen über die von Moskau geforderten Garantien außen vor blieben.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte, die Gespräche Baerbocks in Moskau seien nicht die Fortsetzung jener Beratungen über eine Deeskalation der Krise mit Russland, die in anderen Formaten geführt worden seien.

Das dürften die zentralen Themen in Moskau sein:

Die angespannten deutsch-russischen Beziehungen

Nach dem Mord an einem Georgier im Berliner Tiergarten im August 2019 hatte vor einem Monat ein Gericht einen Russen verurteilt und Moskau «Staatsterrorismus» vorgeworfen. Beide Länder wiesen gegenseitig Diplomaten aus. Deutschland macht Russland zudem für Hackerangriffe auf den Bundestag 2015 verantwortlich und für den Anschlag auf den Kremlgegner Alexej Nawalny mit dem international geächteten chemischen Kampfstoff Nowitschok. Zudem ist Moskau verärgert über den Sendestopp für das deutsche Programm seines Staatssenders RT.

Konflikt in der Ostukraine

Teile der ostukrainischen Regionen Luhansk und Donezk werden seit 2014 von prorussischen Separatisten kontrolliert. Trotz eines in Minsk (Belarus) unter deutsch-französischer Vermittlung ausgehandelten Friedensplans kommt der Konflikt nicht zur Ruhe. Die deutsche Außenministerin will die Verhandlung nun wieder in Gang bringen. Nach UN-Schätzungen sind bisher mehr als 14.000 Menschen in dem Gebiet getötet worden. Russland und die Ukraine werfen sich immer wieder gegenseitig Verstöße gegen den Friedensplan vor. Längst haben sich in den selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk mit Hilfe Moskaus eigenen Strukturen gebildet.

Die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

Kurz vor Baerbocks Flug nach Moskau hat Russlands Außenministerium davor gewarnt, die ausgesetzte Zertifizierung künstlich in die Länge zu ziehen. Die Grünen-Politikerin gilt als Skeptikerin. Dagegen sieht der Kreml wie auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Leitung als privatwirtschaftliches Projekt. Die fertige, aber noch nicht für den Betrieb freigegebene Pipeline soll künftig Gas von Russland nach Deutschland pumpen – in Umgehung der Ukraine. Präsident Wladimir Putin meinte, mit Nord Stream 2 werde Gas in Europa wieder billiger.

Menschenrechte und Petersburger Dialog

Seit längerem schon beklagen Menschenrechtler zunehmende Repressionsmaßnahmen gegen Andersdenkende in Russland. Mehrere unabhängige Medien und Organisationen mussten schon ihre Arbeit einstellen. Zuletzt sorgte die gerichtlich angeordnete Auflösung der international bekannten Menschenrechtsorganisation Memorial auch in Deutschland für Kritik. Im vergangenen Frühjahr erklärte Moskau zudem drei deutsche Nichtregierungsorganisationen für unerwünscht.

Die deutsche Seite hat deshalb ihre Arbeit in dem vor 20 Jahren gegründeten Petersburger Dialog eingefroren. Putin hatte die Verständigungsplattform für die Zivilgesellschaft beider Länder mit dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufen.

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Diplomatie: Antrittsbesuch in Moskau: Baerbocks schwierige Reise

Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau sind auf einem Tiefpunkt. Nun trifft Außenministerin Baerbock in Moskau ihren krisenerprobten Kollegen Lawrow. Die Liste der Konfliktthemen ist lang.

Ungeachtet schwerer Konflikte mit Russland setzt Außenministerin Annalena Baerbock auf einen Dialog mit Moskau.

«Als neue Bundesregierung wollen wir substanzielle und stabile Beziehungen mit Russland», sagte die Grünen-Politikerin vor ihrem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau. Die Liste der Konfliktthemen sei aber lang. Der Antrittsbesuch in der russischen Hauptstadt dürfte für Baerbock eine Art Feuerprobe sein. Nach ihrem Amtsbeginn am 8. Dezember hat sie bisher wohl noch keine derart schwierige Reise absolviert. Lawrow (71) ist seit knapp 18 Jahren russischer Chefdiplomat und damit der am längsten amtierende Außenminister in Europa.

Moskau «enttäuscht» über Deutschland-Beziehung

Das russische Außenministerium bezeichnete Deutschland vor dem Besuch der neuen Außenministerin «als einen einflussreichen Akteur auf der internationalen Bühne». Moskau sei aber «enttäuscht» über den aktuellen Stand der russisch-deutschen Beziehungen. «Von deutscher Seite wird versucht, Einfluss auf die innenpolitischen Prozesse in Russland zu nehmen, in den deutschen Medien wird antirussische Propaganda betrieben», hieß es.

Am Montag hielt sich Baerbock bereits zu Gesprächen in der Ukraine auf. Dabei sicherte die 41-Jährige Kiew diplomatische Unterstützung zur Lösung der Krise mit Russland zu. Deutschland sei hierbei bereit zum Dialog mit Russland. Waffenlieferungen an Kiew lehnte sie aber erneut ab.

Für den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen hat die Ministerin «ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit der Ukraine» gesetzt, indem sie zuerst nach Kiew und dann nach Moskau reiste. Die Ukraine sei nur «ein Anwendungsfall» für das Bestreben des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die europäische Ordnung notfalls auch militärisch zu revidieren, sagte Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Nun komme es auf Stärke an. Linken-Außenexpertin Sevim Dagdelen kritisierte gegenüber der Funke Mediengruppe: «Frau Baerbock hat bisher leider nicht auf Diplomatie, sondern auf Drohgebärden gegenüber Russland gesetzt.» Damit trage die Ministerin dazu bei, dass Deutschland und die EU in den Verhandlungen über die von Moskau geforderten Garantien außen vor blieben.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts erklärte, die Gespräche Baerbocks in Moskau seien nicht die Fortsetzung jener Beratungen über eine Deeskalation der Krise mit Russland, die in anderen Formaten geführt worden seien.

Das dürften die zentralen Themen in Moskau sein:

Die angespannten deutsch-russischen Beziehungen

Nach dem Mord an einem Georgier im Berliner Tiergarten im August 2019 hatte vor einem Monat ein Gericht einen Russen verurteilt und Moskau «Staatsterrorismus» vorgeworfen. Beide Länder wiesen gegenseitig Diplomaten aus. Deutschland macht Russland zudem für Hackerangriffe auf den Bundestag 2015 verantwortlich und für den Anschlag auf den Kremlgegner Alexej Nawalny mit dem international geächteten chemischen Kampfstoff Nowitschok. Zudem ist Moskau verärgert über den Sendestopp für das deutsche Programm seines Staatssenders RT.

Konflikt in der Ostukraine

Teile der ostukrainischen Regionen Luhansk und Donezk werden seit 2014 von prorussischen Separatisten kontrolliert. Trotz eines in Minsk (Belarus) unter deutsch-französischer Vermittlung ausgehandelten Friedensplans kommt der Konflikt nicht zur Ruhe. Die deutsche Außenministerin will die Verhandlung nun wieder in Gang bringen. Nach UN-Schätzungen sind bisher mehr als 14.000 Menschen in dem Gebiet getötet worden. Russland und die Ukraine werfen sich immer wieder gegenseitig Verstöße gegen den Friedensplan vor. Längst haben sich in den selbst ernannten Volksrepubliken Luhansk und Donezk mit Hilfe Moskaus eigenen Strukturen gebildet.

Die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

Kurz vor Baerbocks Flug nach Moskau hat Russlands Außenministerium davor gewarnt, die ausgesetzte Zertifizierung künstlich in die Länge zu ziehen. Die Grünen-Politikerin gilt als Skeptikerin. Dagegen sieht der Kreml wie auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die Leitung als privatwirtschaftliches Projekt. Die fertige, aber noch nicht für den Betrieb freigegebene Pipeline soll künftig Gas von Russland nach Deutschland pumpen – in Umgehung der Ukraine. Präsident Wladimir Putin meinte, mit Nord Stream 2 werde Gas in Europa wieder billiger.

Menschenrechte und Petersburger Dialog

Seit längerem schon beklagen Menschenrechtler zunehmende Repressionsmaßnahmen gegen Andersdenkende in Russland. Mehrere unabhängige Medien und Organisationen mussten schon ihre Arbeit einstellen. Zuletzt sorgte die gerichtlich angeordnete Auflösung der international bekannten Menschenrechtsorganisation Memorial auch in Deutschland für Kritik. Im vergangenen Frühjahr erklärte Moskau zudem drei deutsche Nichtregierungsorganisationen für unerwünscht.

Die deutsche Seite hat deshalb ihre Arbeit in dem vor 20 Jahren gegründeten Petersburger Dialog eingefroren. Putin hatte die Verständigungsplattform für die Zivilgesellschaft beider Länder mit dem damaligen Kanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufen.

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Antarktis Genehmigungsdirektion Kiste Neustadt (dosse) Pfalz Reise Rheinland-Pfalz Wein

Weinkiste aus Rheinland-Pfalz in der Antarktis angekommen

Nach langer Reise ist eine handgezimmerte Kiste mit 70 Flaschen Wein aus Rheinhessen und der Pfalz bei Forschern in der Antarktis eingetroffen. Das teilte die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) in Neustadt/Weinstraße am Mittwoch mit. Der Rebensaft war von SGD-Süd-Präsident Hannes Kopf im August 2021 auf die Reise zur Neumayer-Station III geschickt worden.

Nach langer Reise ist eine handgezimmerte Kiste mit 70 Flaschen Wein aus Rheinhessen und der Pfalz bei Forschern in der Antarktis eingetroffen. Das teilte die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) in Neustadt/Weinstraße am Mittwoch mit. Der Rebensaft war von SGD-Süd-Präsident Hannes Kopf im August 2021 auf die Reise zur Neumayer-Station III geschickt worden.

Hintergrund des Präsentes ist, dass die SGD Süd als Nachfolgebehörde der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz in Gedenken an den Pfälzer Namensgeber der Forschungsstation im ewigen Eis, Georg von Neumayer, seit 1984 jährlich ein Weinpräsent an das Überwinterungsteam schickt.

Die Kiste wurde den Angaben zufolge zunächst vom Frachtschiff «Malik Arctica» kurz vor Silvester in die Atka-Bucht in der Antarktis gebracht. Von dort gelangte der Wein mit Pistenraupen und Schneescootern zur zehn Kilometer entfernten Neumayer-Station III.

Die Besatzung der Station wird den Wein an das nächste Überwinterungsteam überreichen, das voraussichtlich Mitte Januar eintrifft. Die Flaschen werden dann traditionell im Juni entkorkt.

«Auch wenn die Weinkiste als Weihnachtsgeschenk auf den Weg gebracht wird, wird sie jedoch erst zum höchsten Feiertag in der Antarktis, nämlich dem Mittwinterfest im Juni, geöffnet», teilte Kopf mit.

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Coronavirus Reise

Kreuzfahrten: So reagieren die Reedereien auf die aktuellen Corona-Ausbrüche


Kaum sind die Kreuzfahrtschiffe wieder losgefahren, müssen einige ihre Reisen coronabedingt erneut stoppen. Wie planen die deutschen Reedereien den Betrieb angesichts der Omikron-Variante?

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Bonn Bremerhaven Coronavirus Gran Canaria Kanarische Inseln Kreuzfahrtschiff Reise Schiff

Kreuzfahrtschiff bricht nach Corona-Fällen Reise ab

Das Kreuzfahrtschiff «MS Amera» hat eine Kanaren-Reise wegen mehrerer Corona-Infektionen bei der Besatzung abgebrochen. Das Schiff sei am Dienstagmorgen – und damit fünf Tage früher als geplant – in Bremerhaven eingelaufen, sagte eine Sprecherin des Veranstalters Phoenix-Reisen in Bonn am Dienstag. Ihren Angaben zufolge waren etwa acht Crewmitglieder bei regelmäßigen Tests positiv auf das Coronavirus getestet worden. Unter den insgesamt 349 Passagieren seien bislang keine Infektionen nachgewiesen worden. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.

Das Kreuzfahrtschiff «MS Amera» hat eine Kanaren-Reise wegen mehrerer Corona-Infektionen bei der Besatzung abgebrochen. Das Schiff sei am Dienstagmorgen – und damit fünf Tage früher als geplant – in Bremerhaven eingelaufen, sagte eine Sprecherin des Veranstalters Phoenix-Reisen in Bonn am Dienstag. Ihren Angaben zufolge waren etwa acht Crewmitglieder bei regelmäßigen Tests positiv auf das Coronavirus getestet worden. Unter den insgesamt 349 Passagieren seien bislang keine Infektionen nachgewiesen worden. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.

Die infizierten Crewmitglieder waren bereits Ende vergangener Woche bei einem Stopp auf Gran Canaria von Bord gegangen und in Quarantäne gebracht worden. Nach den Corona-Fällen habe sich Phoenix-Reisen gemeinsam mit der Reederei dazu entschlossen, die Fahrt abzubrechen, sagte die Sprecherin. 82 Passagiere traten demnach mit Flügen von Gran Canaria aus die Heimreise an. Die übrigen 267 Passagiere gingen am Dienstag in Bremerhaven von Bord. Die Kreuzfahrt über Weihnachten und Silvester war am 21. Dezember gestartet und sollte eigentlich bis kommenden Sonntag dauern (9. Januar).

Wegen der Infektionen an Bord sagte Phoenix-Reisen nach eigenen Angaben auch die nächste Kreuzfahrt der «MS Amera» ab. Demnach sollte das Schiff bereits am Sonntag zu einer 60-tägigen Mittelmeerreise aufbrechen.

Auch in anderen Teilen der Welt mussten zuletzt Schiffe wegen Corona-Fällen an Bord ihre Reisen unterbrechen – betroffen waren etwa Ozeankreuzer der Unternehmen Tui Cruises und Aida Cruises.

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Coronavirus Dubai Hamburg Kreuzfahrtschiff Mein Schiff Reederei Reise RTL.de TUI Cruises

Tui-Cruises: Corona an Bord: Auch „Mein Schiff 6“ bricht Kreuzfahrt ab

Die zunehmenden Infektionszahlen bringen erneut die Kreuzfahrtindustrie durcheinander. Nach der „Aida Nova“ muss jetzt auch die „Mein Schiff 6“ ihre Reise aufgrund mehrerer Coronafälle an Bord abbrechen.

Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ der Reederei Tui Cruises bricht seine aktuelle Reise in Dubai ab. „Hintergrund sind vereinzelte Fälle von Covid-19 an Bord, die im Laufe der Reise festgestellt wurden. Als reine Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz von Gästen und Besatzung hat sich TUI Cruises jetzt zu dieser kurzen Pause entschlossen“, hieß es in der Nacht auf Montag von dem Unternehmen mit Sitz in Hamburg.AidaCruises 14.17

Den Angaben der Reederei zufolge wäre die Reise für den Großteil der rund 2000 Passagiere ohnehin am Montag planmäßig zu Ende gegangen. Die unfreiwillige Pause treffe demnach sowohl diejenigen, die eine Anschlusskreuzfahrt gebucht hatten, als auch die Gäste, die in Dubai an Bord gehen wollten. Für alle Gäste, die ihre Reise hätten fortsetzen wollen, organisiert Tui Cruises den Angaben zufolge aktuell Rückflüge. Als erstes hatte „RTL.de“ darüber berichtet.

Wie eine Sprecherin des Unternehmens erklärte, betrifft die Absage zunächst nur die aktuelle Kreuzfahrt, die bis zum 10. Januar hätte dauern sollen. Sollte sich daran noch etwas ändern, will Tui Cruises die Gäste rechtzeitig informieren.Kreuzfahrtbewertungen_10.20

Wie es weiter hieß, gilt auf der „Mein Schiff 6″ aktuell ein erweitertes 2G-Modell. Das heißt: Sowohl alle Gäste ab zwölf Jahren und die 800 Personen starke Besatzung sind vollständig geimpft. Darüber hinaus werden die Gäste vor und während der Reise den Angaben zufolge getestet.

Am Sonntag hatte bereits das Kreuzfahrtschiff „Aida Nova“ der Reederei Aida Cruises aus Rostock seine Reise wegen Corona-Fällen in Lissabon frühzeitig beendet.

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Coronavirus Dubai Hamburg Kreuzfahrtschiff Mein Schiff Reederei Reise RTL.de TUI Cruises

Kreuzfahrtschiff bricht Reise wegen Corona-Fällen ab

Das Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 6» der Reederei Tui Cruises bricht seine aktuelle Reise in Dubai ab. «Hintergrund sind vereinzelte Fälle von Covid-19 an Bord, die im Laufe der Reise festgestellt wurden. Als reine Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz von Gästen und Besatzung hat sich TUI Cruises jetzt zu dieser kurzen Pause entschlossen», hieß es in der Nacht auf Montag von dem Unternehmen mit Sitz in Hamburg.

Das Kreuzfahrtschiff «Mein Schiff 6» der Reederei Tui Cruises bricht seine aktuelle Reise in Dubai ab. «Hintergrund sind vereinzelte Fälle von Covid-19 an Bord, die im Laufe der Reise festgestellt wurden. Als reine Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz von Gästen und Besatzung hat sich TUI Cruises jetzt zu dieser kurzen Pause entschlossen», hieß es in der Nacht auf Montag von dem Unternehmen mit Sitz in Hamburg.

Den Angaben der Reederei zufolge wäre die Reise für den Großteil der rund 2000 Passagiere ohnehin am Montag planmäßig zu Ende gegangen. Die unfreiwillige Pause treffe demnach sowohl diejenigen, die eine Anschlusskreuzfahrt gebucht hatten, als auch die Gäste, die in Dubai an Bord gehen wollten. Für alle Gäste, die ihre Reise hätten fortsetzen wollen, organisiert Tui Cruises den Angaben zufolge aktuell Rückflüge. Als erstes hatte «RTL.de» darüber berichtet.

Wie eine Sprecherin des Unternehmens erklärte, betrifft die Absage zunächst nur die aktuelle Kreuzfahrt, die bis zum 10. Januar hätte dauern sollen. Sollte sich daran noch etwas ändern, will Tui Cruises die Gäste rechtzeitig informieren.

Wie es weiter hieß, gilt auf der «Mein Schiff 6» aktuell ein erweitertes 2G-Modell. Das heißt: Sowohl alle Gäste ab 12 Jahren und die 800 Personen starke Besatzung sind vollständig geimpft. Darüber hinaus werden die Gäste vor und während der Reise den Angaben zufolge getestet.

Am Sonntag hatte bereits das Kreuzfahrtschiff «Aida Nova» der Reederei Aida Cruises aus Rostock seine Reise wegen Corona-Fällen in Lissabon frühzeitig beendet.

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Anti-Apartheid Bescheidenheit Desmond Tutu Reise Tod

Video: Desmond Tutus letzte Reise

Erzbischof Desmond Tutu war eine Anti-Apartheid-Ikone und zeigt Bescheidenheit selbst nach dem Tod.

Erzbischof Desmond Tutu war eine Anti-Apartheid-Ikone und zeigt Bescheidenheit selbst nach dem Tod.

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Belgien Deutschland Israel Knesset Reise Rote Liste USA

Knesset billigt Verbot von Reisen nach Deutschland und in die USA

Das israelische Parlament hat ein Verbot für Reisen nach Deutschland sowie in die USA und acht weitere Länder gebilligt.

Das israelische Parlament hat ein Verbot für Reisen nach Deutschland sowie in die USA und acht weitere Länder gebilligt. Wie eine Sprecherin am Dienstag mitteilte, bewilligte der zuständige parlamentarische Ausschuss eine Empfehlung des Gesundheitsministeriums, die Länder auf die Rote Liste an Reisezielen zu setzen. Untersagt werden israelischen Staatsbürgern damit auch Reisen nach Belgien, Kanada, Ungarn, Marokko, Portugal sowie in die Türkei und die Schweiz.

Insgesamt stehen inzwischen mehr als 50 Staaten auf der Roten Liste der israelischen Regierung, darunter auch Großbritannien, Frankreich und Spanien. Mit den strikten Reiseverboten will Israel eine starke Ausbreitung der Omikron-Variante im eigenen Land unterbinden. Regierungschef Naftali Bennett hatte am Sonntag zudem argumentiert, dass Reisebeschränkungen Lockdowns in Israel verhindern könnten.

Vor allem die Aufnahme der USA auf Israels Rote Liste gilt als drastischer Einschnitt für die engen Verbindungen beider Länder. In Israel leben hunderttausende Doppelstaatsbürger.

Israel hatte seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie mehr als anderthalb Jahre lang geschlossen und diese erst Anfang November wieder für geimpfte Reisende geöffnet. Seit Ende November ist die Einreise für Ausländer nun wieder grundsätzlich untersagt, Ausnahmegenehmigungen müssen beantragt werden.

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