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Zentralasien: Kasachstans Hauptstadt soll wieder Astana heißen

Astana, Nur-Sultan und jetzt wieder Astana: Das kasachische Parlament hat dafür gestimmt, die Hauptstadt wieder nach ihrem vorigen Namen zu benennen.

Mehr als drei Jahre nach ihrer Umbenennung soll die Hauptstadt Kasachstans wieder Astana heißen. Das entschied das Parlament in der aktuell noch Nur-Sultan genannten Stadt.

In einer einstimmig verabschiedeten Verfassungsänderung wurde auch festgelegt, dass der Präsident des zentralasiatischen Landes künftig nur einmal für eine Dauer von sieben Jahren gewählt werden kann. Staatschef Kassym-Schomart Tokajew muss das Gesetz über die geänderte Verfassung noch unterzeichnen. Das gilt als Formsache.

Für die Umbenennung der Hauptstadt der ölreichen Ex-Sowjetrepublik ist noch ein Dekret des Präsidenten nötig. Der 69 Jahre alte Tokajew ist für die Rückkehr zum alten Namen. Aus Astana wurde im März 2019 Nur-Sultan – zu Ehren des damals nach rund drei Jahrzehnten an der Macht zurückgetretenen Präsidenten Nursultan Nasarbajew. In der aus dem Steppensand gestampften Glitzermetropole im Norden des Landes leben mehr als eine Million Menschen.

Das Nachbarland von China mit seinen 18,5 Millionen Einwohnern wurde Anfang dieses Jahres von blutigen Protesten erschüttert. Das führte unter anderem zum Bruch mit Nasarbajew, der auch nach seinem Rücktritt mit weitreichenden Machtbefugnissen ausgestattet worden war, und seiner Familie, die die Geschicke des Landes gelenkt hatte.

Nasarbajew ließ die Stadt im Norden Kasachstans während seiner Zeit an der Macht mit futuristischen Gebäuden nach dem Vorbild der Golfstaaten aufbauen. Er gab ihr 1998 den neutralen Namen Astana, kasachisch für Hauptstadt. Zu Sowjetzeiten lag das Machtzentrum der rohstoffreichen Republik in Almaty, der bevölkerungsreichsten Stadt im Süden des Landes.

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Aachen Bürgerentscheid Düren Jülich Köln Kommune Kreistag Umbenennung

Kommune: Bürger entscheiden gegen Umbenennung von Kreis Düren

Bei einem Bürgerentscheid im Kreis Düren hat sich eine große Mehrheit der Bürger gegen eine Umbenennung des Kreises ausgesprochen. 83 Prozent der Stimmen wurden für den Erhalt des bisherigen Namens „Kreis Düren“ abgegeben. Der Kreistag hatte im Dezember 2021 mit großer Mehrheit den neuen Namen „Rurkreis Düren-Jülich“ beschlossen. Damit sollte die ländliche Region mit 270.000 Einwohnern zwischen Köln und Aachen besser beschrieben werden. Für diesen Namen entschieden sich beim Bürgerentscheid aber nur 17 Prozent.

Bei einem Bürgerentscheid im Kreis Düren hat sich eine große Mehrheit der Bürger gegen eine Umbenennung des Kreises ausgesprochen. 83 Prozent der Stimmen wurden für den Erhalt des bisherigen Namens „Kreis Düren“ abgegeben. Der Kreistag hatte im Dezember 2021 mit großer Mehrheit den neuen Namen „Rurkreis Düren-Jülich“ beschlossen. Damit sollte die ländliche Region mit 270.000 Einwohnern zwischen Köln und Aachen besser beschrieben werden. Für diesen Namen entschieden sich beim Bürgerentscheid aber nur 17 Prozent.

Die Beteiligung an der Abstimmung war groß: Schon eine Woche vor der Auszählung hatte die Hälfte der Bürger den Brief mit dem Stimmzettel zurückgeschickt. Letztendlich beteiligten sich knapp 120.000 Wahlberechtigte.

Die Gegner einer Umbenennung hatten angeführt, der Name „Rurkreis Düren-Jülich“ ignoriere die 13 anderen Städte und Gemeinden, die ebenfalls für den Kreis wichtig seien. Auch die Eifel, die Börde und die anderen Flüsse würden nicht berücksichtigt. Auch wurden die Angaben zu den Kosten bezweifelt.

Den Wunsch nach einer Namensänderung hatten auch schon andere Kreise. Der frühere Kreis Neuss benannte sich in Rhein-Kreis Neuss um. Der einstige Erft-Kreis heißt seit 2003 Rhein-Erft-Kreis.

Frühere Mitteilung Kreis Düren Initiative Kreis Düren bleibt

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Affenpockenvirus Brasilien China Coronavirus Deutsche Presse-Agentur Europa HIV Jagd Richard Neher Sars-Cov-2 Schweine Schweinegrippe Umbenennung Universität Basel USA Virus Weltgesundheitsorganisation Westafrika WHO Wuhan

Wegen Stigmatisierung: Affen aus Angst vor Affenpockenvirus gejagt – Umbenennung der Krankheit gefordert

Das Affenpockenvirus breitet sich aus. Aus Angst vor einer Infektion wird mancherorts bereits Jagd auf Affen gemacht. Schuld daran ist laut Experten auch der Name der Krankheit.

Als sich das neuartige Coronavirus von Wuhan in China aus Anfang 2020 in der Welt ausbreitete, wurden vielerorts Menschen ausgegrenzt, die für Chinesen gehalten wurden. Wegen der Schweinegrippe 2009 wurden in vielen Ländern Millionen Schweine geschlachtet und in Brasilien sind jetzt die ersten Affen mit Steinen und Gift attackiert worden – alles irrationale Reaktionen in der irrigen Annahme, man könne sich dadurch vor einer neuen Gefahr schützen.

Was Namen wie Virus aus Wuhan oder Schweinepest für Viren oder Krankheiten auslösen können, ist bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) macht seit Wochen Druck, dass der Name Affenpocken geändert wird. Aber sind so einprägsame Bezeichnungen nicht besser als Buchstaben- und Zahlenkombinationen wie H1N1 für Schweinegrippe oder Sars-CoV-2 für das Coronavirus? „Was einfach ist, ist ja nicht notwendigerweise geboten“, sagt Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel der Deutschen Presse-Agentur. STERN PAID Affenpocken HIV Interview 16.45

Neutrale Namen gefordert

Er unterzeichnete im Juni einen Aufruf, neutrale Namen für Affenpocken-Untergruppen zu finden und nicht von „Westafrika“- oder „Kongobecken“-Gruppen zu reden. Damit werde der falsche Eindruck erweckt, die jüngsten Ausbrüche überwiegend in Europa, den USA und Brasilien hätten etwas mit Afrika zu tun, heißt es darin. Das sei diskriminierend und stigmatisierend. Die mehr als zwei Dutzend Virologinnen und Virologen kritisierten, dass dazu auch noch oft Fotos afrikanischer Patienten gestellt werden würden.

„Das Problem mit den geografischen Bezeichnungen ist zum einen, dass sie oft nicht stimmen, zum anderen, dass sie oft dazu führen, dass die Orte, nach denen die Erreger benannt werden, Nachteile erfahren“, sagt Neher. Zum Beispiel, dass Reisen in die Regionen vermieden werden. Zudem würden Länder, die Krankheiten gut überwachen und etwa neue Virenvarianten entdecken und beschreiben, bestraft, wenn die neue Variante dann nach dem Land benannt werde. Die legendäre Spanische Grippe 2018 etwa wurde zwar von Spanien als erstes gemeldet, die ersten Fälle traten aber schon früher in den USA auf, wie die US-Gesellschaft für Mikrobiologie (ASM) berichtet.

„Angst braucht einen Namen“

Dass sich Begriffe wie Schweinegrippe oder Wuhan-Virus schnell durchsetzten, sei menschlich, schrieb Susan Hardy, Dozentin für Sozialwissenschaften auf der Webseite der Universität von Sydney. „Angst braucht einen Namen, und etwas zu benennen suggeriert, dass etwas getan wird.“ Es gehe auch um die Suche nach Sündenböcken.Tiere und Corona: Welche infizieren sich 10.35

Bei der neuen Influenza-Virusvariante 2009 waren es die Schweine, obwohl das Virus auch Menschen infiziert und von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Beim Coronavirus sprach nicht nur der damalige US-Präsident Donald Trump vom „Wuhan-“ oder „China Virus“, um Peking Schuld an der Ausbreitung zuzuschieben. Er verlangte explizit, China müsse zur Rechenschaft gezogen werden.

Seit 2015 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Richtlinien, um zu verhindern, dass Krankheitsnamen negative Folgen für Handel, Reisen, Tourismus oder Tierwohl haben oder kulturelle, soziale, regionale oder ethnische Gruppen womöglich an den Pranger stellen.

Namen wie Affenpockenvirus können Unheil anrichten

Das Affenpockenvirus heißt so, weil es in den 1950er Jahren in Dänemark erstmals in Affen nachgewiesen wurde. Es hätte auch dänisches Virus heißen können, wie das Marburg-Virus, das so heißt, weil es in den 1960er Jahren in der hessischen Stadt identifiziert wurde. Bei den Affenpocken ist heute klar, dass sich zwar Affen – wie Menschen – infizieren können. Natürliche Wirte sind aber Nagetiere. Bei der jüngsten Ausbreitung wird das Virus durch engen Körperkontakt zwischen Menschen übertragen und hat mit Affen nichts zu tun.

Für die Virus-Bezeichnung ist ein Gremium aus Hunderten Virologen (ICTV) zuständig. Sie haben auch das Coronavirus Sars-CoV-2 benannt. Krankheitsnamen beschließt die WHO. Sie nannte etwa die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Krankheit Covid-19. Womöglich kann es den ein oder anderen Affen schützen, wenn der Name geändert wird. Doch auch bei Gelbfieber-Ausbrüchen wurden in Brasilien Affen angegriffen.

Die Stigmatisierung und Diskriminierung der von einer Krankheit Betroffenen ist noch eine ganz andere Sache. Die in den 80er Jahren zuerst bei schwulen Männern in den USA festgestellte Immunschwäche wurde zunächst Grid genannt – für gay-related immune deficiency – etwa: mit Schwulen in Verbindung stehende Immunschwäche. Obwohl seit langem bekannt ist, dass sich die Krankheit keineswegs auf schwule Männer beschränkt, hat die Änderung des Namens in Aids (acquired immune deficiency syndrome – etwa: erworbenes Immunschwächesyndrom) zunächst kaum etwas bewirkt. Noch über viele Jahre sind Menschen von Schwulen aus Angst vor einer Ansteckung abgerückt.

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Fußball Fußball-Idol Hamburg Hamburger SV Michael Kühne Tod Umbenennung Uwe Seeler Volksparkstadion

Fußball: HSV-Investor Kühne für Umbenennung des Volksparkstadions

Nach dem Tod von Fußball-Idol Uwe Seeler wird in der Öffentlichkeit die Umbenennung des Volksparkstadions diskutiert. Investor Klaus-Michael Kühne, der die Rechte an der Spielstätte des Hamburger SV bis zum Saisonende besitzt und dafür rund drei Millionen Euro bezahlt haben soll, ist für eine Umbenennung der 57.000 Plätze bietenden Arena.

Nach dem Tod von Fußball-Idol Uwe Seeler wird in der Öffentlichkeit die Umbenennung des Volksparkstadions diskutiert. Investor Klaus-Michael Kühne, der die Rechte an der Spielstätte des Hamburger SV bis zum Saisonende besitzt und dafür rund drei Millionen Euro bezahlt haben soll, ist für eine Umbenennung der 57.000 Plätze bietenden Arena.

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Straßenschild Symbolkraft Umbenennung

Video: „Jamal Khashoggi Way“: Washington benennt Straße nach ermordetem Journalisten

Gegenüber von der saudischen Botschaft erinnert nun ein Straßenschild an den Kritiker des saudischen Regimes. Auch der Zeitpunkt der Umbenennung hat Symbolkraft.

Gegenüber von der saudischen Botschaft erinnert nun ein Straßenschild an den Kritiker des saudischen Regimes. Auch der Zeitpunkt der Umbenennung hat Symbolkraft.

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Recep Tayyip Erdogan Türkei Umbenennung

Land fordert Umbenennung: Zu nah am Truthahn: Türkei will nicht mehr „Turkey“ heißen

Die Türkei hat mit der internationalen Diplomatie offenbar ein Hühnchen zu rupfen: Schon länger fordert das Land eine Änderung seiner englischen Bezeichnung. Das Problem: Turkey bedeutet nicht nur Türkei, sondern auch Truthahn.

Die Türkei will in der internationalen Diplomatie auf Englisch nicht mehr „Turkey“ heißen – sondern „Turkiye“. Schon seit Längerem wird dort mit der englischen Übersetzung des Landesnamens gehadert – unter anderem, weil das englische „Turkey“ auch „Truthahn“ bedeuten kann.

Kein Truthahn mehr: Türkei will nicht mehr „Turkey“ heißen

Nun forderte die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen offiziell auf, künftig den Namen „Turkiye“ zu verwenden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag berichtete. PAID Interview Erdogans Nein zu Schwedens Nato-Beitritt 14.36

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Türkei entschieden, für Exportprodukte die Bezeichnung „Made in Turkiye“ zu nutzen. Erdogan argumentierte, diese Bezeichnung drücke Kultur, Zivilisation und Werte der türkischen Nation am besten aus.Derinkuyu Türkei unterirdische Stadt 20.30

Der Staatssender TRT schrieb: „Geben Sie „Turkey“ in Google ein, und Sie erhalten eine verworrene Reihe von Bildern, Artikeln und Wörterbuchdefinitionen, die das Land mit (…) einem in Nordamerika beheimateten großen Vogel in Verbindung bringen.“

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Recep Tayyip Erdogan Türkei Umbenennung

Land fordert Umbenennung: Zu nah am Truthahn: Türkei will nicht mehr „Turkey“ heißen

Die Türkei hat mit der internationalen Diplomatie offenbar ein Hühnchen zu rupfen: Schon länger fordert das Land eine Änderung seiner englischen Bezeichnung. Das Problem: Turkey bedeutet nicht nur Türkei, sondern auch Truthahn.

Die Türkei will in der internationalen Diplomatie auf Englisch nicht mehr „Turkey“ heißen – sondern „Turkiye“. Schon seit Längerem wird dort mit der englischen Übersetzung des Landesnamens gehadert – unter anderem, weil das englische „Turkey“ auch „Truthahn“ bedeuten kann.

Kein Truthahn mehr: Türkei will nicht mehr „Turkey“ heißen

Nun forderte die Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan die Vereinten Nationen und andere internationale Organisationen offiziell auf, künftig den Namen „Turkiye“ zu verwenden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag berichtete. PAID Interview Erdogans Nein zu Schwedens Nato-Beitritt 14.36

Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die Türkei entschieden, für Exportprodukte die Bezeichnung „Made in Turkiye“ zu nutzen. Erdogan argumentierte, diese Bezeichnung drücke Kultur, Zivilisation und Werte der türkischen Nation am besten aus.Derinkuyu Türkei unterirdische Stadt 20.30

Der Staatssender TRT schrieb: „Geben Sie „Turkey“ in Google ein, und Sie erhalten eine verworrene Reihe von Bildern, Artikeln und Wörterbuchdefinitionen, die das Land mit (…) einem in Nordamerika beheimateten großen Vogel in Verbindung bringen.“

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Berlin Berliner Morgenpost Klaus Lederer Martin Luther Richard Wagner Sonntag Umbenennung

Lederer gegen Umbenennung von Luther-Straßen

Berlins Kultursenator Klaus Lederer hat sich gegen eine Umbenennung von Straßen ausgesprochen, die nach Martin Luther oder Richard Wagner benannt sind. «Wir sollten uns fragen, welche dieser Menschen für uns in der Gegenwart noch eine Relevanz haben», sagte der Linke-Politiker in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der «Berliner Morgenpost». Das sei bei Wagner sein kompositorisches Schaffen und bei Luther sein Wirken als Reformator.

Berlins Kultursenator Klaus Lederer hat sich gegen eine Umbenennung von Straßen ausgesprochen, die nach Martin Luther oder Richard Wagner benannt sind. «Wir sollten uns fragen, welche dieser Menschen für uns in der Gegenwart noch eine Relevanz haben», sagte der Linke-Politiker in einem am Sonntag veröffentlichten Interview der «Berliner Morgenpost». Das sei bei Wagner sein kompositorisches Schaffen und bei Luther sein Wirken als Reformator.

«Das kann man nicht einfach tilgen», so Lederer. «Man kann aber die Tatsache nicht übersehen, dass es sich bei beiden auch um Antisemiten gehandelt hat, die dies auch öffentlich sehr nachdrücklich verfochten haben. Deshalb muss nach Möglichkeiten gesucht werden, diese Widersprüchlichkeit sichtbar zu machen, so dass folgende Generationen davon lernen können.»

Im Dezember hatten der Berliner Beauftragte gegen Antisemitismus, Samuel Salzborn, und der Politikwissenschaftler Felix Sassmannshausen eine Debatte über Straßennamen mit judenfeindlichen Bezügen angestoßen. Sie listeten in einem Dossier rund 290 Straßen und Plätze in der Hauptstadt auf, die nach historischen Persönlichkeiten benannt sind, die heute als Antisemiten gelten, sich antisemitisch geäußert oder judenfeindliche Ressentiments vertreten haben sollen. In einer Reihe von Fällen empfiehlt Sassmannshausen eine Umbenennung, in anderen Fällen weitere Recherchen oder eine «Kontextualisierung». Damit sind zusätzliche Informationen über den Namensgeber etwa in digitalen Straßenverzeichnissen oder auf einer Tafel vor Ort gemeint.

«Die Debatte ist wichtig, sie ermöglicht historisches Lernen. Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, Persönlichkeiten in ihrer Widersprüchlichkeit ernst zu nehmen», sagte Lederer. «Das muss nicht unbedingt mit einer Umbenennung einhergehen, sondern kann auch mit einer Kontextualisierung geschehen. Ich bin kein Freund davon, die Geschichte aus der Stadt zu tilgen. Aber es gibt Namen, wo die Umbenennung die richtige Konsequenz ist.» Als Beispiel nannte er den Historiker, Staatswissenschaftler und Publizisten Heinrich Gotthard von Treitschke (1834-1896), der heute als Antisemit gesehen wird. Nach ihm ist die Treitschkestraße in Berlin-Steglitz benannt.

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