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Bayerischer Verwaltungsgerichtshof Einzelhandel Geimpfte München Oberbayern Verwaltungsgerichtshof

Verwaltungsgerichtshof kippt vorläufig 2G im Einzelhandel

Blumengeschäfte ja, Kleiderläden nein: Die 2G-Regel im Einzelhandel sorgt bei Kunden durchaus für manche Verwirrung. Nun hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die Vorgabe gekippt – vorerst.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die grundsätzliche Beschränkung des Zugangs zu Einzelhandelsgeschäften auf Geimpfte und Genesene, die sogenannte 2G-Regel, vorläufig außer Vollzug gesetzt. Das Gericht gab damit nach eigenen Angaben am Mittwoch einem Eilantrag einer Inhaberin eines Lampengeschäfts in Oberbayern statt.

Nach der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dürfen bislang nur Geimpfte und Genesene Ladengeschäfte betreten. Ausgenommen sind Geschäfte, die der Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Die Antragstellerin sah darin eine Verletzung ihrer Berufsfreiheit und des Gleichbehandlungsgrundsatzes und beantragte deshalb die vorläufige Außervollzugsetzung dieser Regelung.

Dem gab der Verwaltungsgerichtshof vorläufig statt. Zwar dürfte eine 2G-Zugangsbeschränkung grundsätzlich eine ausreichende gesetzliche Grundlage haben, hieß es. Doch gebe das Infektionsschutzgesetz vor, dass sich die Reichweite von Ausnahmeregelungen mit hinreichender Klarheit aus der Verordnung selbst ergeben müsse und nicht auf die Ebene des Normenvollzugs und dessen gerichtlicher Kontrolle verlagert werden dürfen.

Doch das Kriterium des «täglichen Bedarfs» werde in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung durch eine – ausdrücklich nicht abschließende – Liste von Beispielen konkretisiert, erläuterte der Verwaltungsgerichtshof. Damit werde die 2G-Regel in der bisherigen Form den Anforderungen nicht gerecht. Auch bei sogenannten Mischsortimentern lasse sich nicht mit ausreichender Gewissheit aus der Verordnung entnehmen, welches Geschäft von der Zugangsbeschränkung erfasst wird und welches nicht. Gegen den Beschluss vom Mittwoch gibt es keine Rechtsmittel.

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Coronavirus Deutsche Presse-Agentur München

Freie-Wähler-Abgeordnete nicht mehr in Corona-Isolation

Die Freie-Wähler-Fraktion ist wieder coronafrei: Alle sechs Abgeordneten, die vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sind inzwischen aus der Isolation. Am Dienstag hätten sich die letzten Parlamentarier freigetestet, sagte Fraktionschef Florian Streibl am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Und: Zu den sechs Abgeordneten, vier Mitarbeitern und einem Techniker seien keine weiteren Infizierten hinzugekommen – es habe sich niemand sonst angesteckt.

Die Freie-Wähler-Fraktion ist wieder coronafrei: Alle sechs Abgeordneten, die vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sind inzwischen aus der Isolation. Am Dienstag hätten sich die letzten Parlamentarier freigetestet, sagte Fraktionschef Florian Streibl am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Und: Zu den sechs Abgeordneten, vier Mitarbeitern und einem Techniker seien keine weiteren Infizierten hinzugekommen – es habe sich niemand sonst angesteckt.

Nach Worten Streibls waren sämtliche Verläufe der Abgeordneten zudem asymptomatisch: «Es hat keiner irgendwelche Symptome gehabt, die ganze Zeit», sagte er und betonte: «Impfen und Boostern hilft.»

Die Corona-Infektionen waren bei PCR-Tests an Licht gekommen, mit denen die Freien Wähler ihre Winterklausur noch sicherer machen wollten. Die Klausur, die eigentlich vergangene Woche hätte stattfinden sollen, wurde daraufhin aufs Frühjahr verschoben.

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Coronavirus Deutsche Presse-Agentur München

Freie-Wähler-Abgeordnete nicht mehr in Corona-Isolation

Die Freie-Wähler-Fraktion ist wieder coronafrei: Alle sechs Abgeordneten, die vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sind inzwischen aus der Isolation. Am Dienstag hätten sich die letzten Parlamentarier freigetestet, sagte Fraktionschef Florian Streibl am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Und: Zu den sechs Abgeordneten, vier Mitarbeitern und einem Techniker seien keine weiteren Infizierten hinzugekommen – es habe sich niemand sonst angesteckt.

Die Freie-Wähler-Fraktion ist wieder coronafrei: Alle sechs Abgeordneten, die vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sind inzwischen aus der Isolation. Am Dienstag hätten sich die letzten Parlamentarier freigetestet, sagte Fraktionschef Florian Streibl am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Und: Zu den sechs Abgeordneten, vier Mitarbeitern und einem Techniker seien keine weiteren Infizierten hinzugekommen – es habe sich niemand sonst angesteckt.

Nach Worten Streibls waren sämtliche Verläufe der Abgeordneten zudem asymptomatisch: «Es hat keiner irgendwelche Symptome gehabt, die ganze Zeit», sagte er und betonte: «Impfen und Boostern hilft.»

Die Corona-Infektionen waren bei PCR-Tests an Licht gekommen, mit denen die Freien Wähler ihre Winterklausur noch sicherer machen wollten. Die Klausur, die eigentlich vergangene Woche hätte stattfinden sollen, wurde daraufhin aufs Frühjahr verschoben.

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90er Bruder DSDS Florian Silbereisen Frank Farian Grammy Awards Ilse Delange John Legend Madonna Milli Vanilli München Musikproduzent RTL Stars Toby Gad

Toby Gad: Alle Fakten zum neuen „DSDS“-Juror

Toby Gad nimmt neben Florian Silbereisen und Ilse DeLange in der „DSDS“-Jury Platz. Hier gibt es Fakten zum erfolgreichen Musikproduzenten.

Toby Gad (53) bildet mit Florian Silbereisen (40) und Ilse DeLange (44) die neue „DSDS“-Jury für die 19. Staffel (ab Samstag, den 22. Januar um 20:15 Uhr bei RTL oder via RTL+). Der Musikproduzent und gebürtige Münchner bringt jede Menge Erfahrung im Musikbusiness mit.

Die Anfänge seines Erfolgs

Tobias „Toby“ Gad wurde 1968 in München als Sohn eines dänischen Jazzmusikers und einer Deutschen geboren. Bereits im Alter von sieben Jahren entdeckte er seine Musikleidenschaft, zu seinen ersten Musikinstrumenten zählten Banjo und Klavier. Ende der 80er-Jahre kamen erste kommerzielle Erfolge, als Frank Farian (80) ihn und seinen Bruder Jens entdeckte und mit ihnen unter anderem am Debütalbum für Milli Vanilli arbeitete.

Anfang der 90er-Jahre betätigte sich Gad als Produzent und produzierte zwei Alben der mauritischen Sängerin Jacqueline Nemorin aka Jackie Carter. Im Jahr 2000 zog er nach New York City, um seine Karriere weiter voranzutreiben.

Zusammenarbeit mit namhaften Stars

2008 kam für Gad dann der Durchbruch. Nach der Grammy-Nominierung für Fergies (46) Interpretation seines Songs „Big Girls Don’t Cry“ wurden zahlreiche Stars auf den talentierten Komponisten aufmerksam. Es folgte die Zusammenarbeit mit John Legend (43), Beyoncé (40), Madonna (63) oder Selena Gomez (29).

Gold, Platin, Diamant und diverse Grammy-Award-Beteiligungen brachten Gad die Beteiligungen an den Songs ein. Zu seinen größten Erfolgen zählen Beyoncés „If I Were A Boy“ und John Legends „All Of Me“. „John Legend ist ein guter Freund“, erzählt Gad im RTL-Interview. Mit Madonna arbeitete er ebenfalls gerne zusammen: „Die hat mich danach noch zu allen ihren Geburtstagspartys eingeladen, über Jahre hinweg.“ In den vergangenen Jahren betätigte sich Gad auch als Filmemacher, Regisseur und Produzent von Umwelt-Dokumentationen.

Juror bei „DSDS“

Jetzt wagt sich Gad, der mittlerweile auf den Hollywood Hills in Los Angeles lebt und die Zeit mit seiner Familie genießt, an einen neuen Job heran. „Ich kann es gar nicht erwarten, anzufangen […] Es war schon immer mein Traum, selbst in der Jury zu sitzen“, erklärte der neue „DSDS“-Juror im RTL-Interview. Bei den Auftritten sei ihm wichtig, „dass ein Künstler authentisch ist, dass da ein großer Unterhaltungswert ist, dass man etwas empfindet“, verrät der Musikproduzent. Ehrlichkeit und konstruktive Kritik spielen für ihn eine wichtige Rolle. „Ich möchte nicht böse sein, es sei denn, jemand ist wirklich schrecklich, dann muss man das schon sagen. Aber das kann man ja auch nett machen.“

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Lastwagenbauer MAN München Nutzfahrzeug Schenk Škoda Auto Umbau VW

MAN holt neue Finanzchefin von Zulieferer

Der Umbau des MAN-Vorstands geht weiter: Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton hat Inka Koljonen zur neuen Finanzchefin des Münchner Lastwagenbauers berufen. Die 48-jährige Betriebswirtin war bisher Finanzvorstand des Nutzfahrzeug-Zulieferers SAF-Holland und löst bei MAN Christian Schenk ab, der zum Finanzvorstand von Skoda berufen wurde.

Der Umbau des MAN-Vorstands geht weiter: Die VW-Nutzfahrzeugholding Traton hat Inka Koljonen zur neuen Finanzchefin des Münchner Lastwagenbauers berufen. Die 48-jährige Betriebswirtin war bisher Finanzvorstand des Nutzfahrzeug-Zulieferers SAF-Holland und löst bei MAN Christian Schenk ab, der zum Finanzvorstand von Skoda berufen wurde.

Alexander Vlaskamp, seit acht Wochen Vorstandschef von MAN, sagte am Mittwoch: «Insgesamt muss das Unternehmen seine Profitabilität weiter deutlich verbessern, um zwingend notwendige Investitionen in unsere Zukunft stemmen zu können. Das Finanzressort spielt bei dieser Transformation eine zentrale Rolle.» Christian Levin, seit November Traton-Vorstandschef und MAN-Aufsichtsratschef, sagte: «Inka Koljonen ist mit ihrer breiten Industrieerfahrung und ihrem internationalen Profil eine echte Verstärkung für das MAN-Vorstandsteam und die Traton Group.»

Vor zwei Wochen trat der VW-Manager Arne Puls als neuer MAN-Personalvorstand in München an. Inka Koljonen tritt ihren Posten zum 1. Februar an. Demnächst tauschen außerdem die Vertriebsvorstände von MAN und dem ebenfalls zu Traton gehörenden US-Lastwagenbauer Navistar ihre Posten: MAN-Vertriebschef Göran Nyberg wechselt zum 1. März zu Navistar, im April kommt Navistar-Vertriebschef Friedrich Baumann zu MAN.

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BVB DFB-Pokal Dortmund Erling Haaland FC BAyern FC St. Pauli Kiez München Pokal Prominente St. Pauli Star-Axel Prahl Steffen Hallaschka

St. Pauli besiegt Dortmund im Pokal: So feiern die Promifans ihren Kiez-Klub

Ausgerechnet Zweitligist FC St. Pauli stellte Dortmund im DFB-Pokal ein Bein. Prominente Fans wie Elton können das noch immer nicht fassen.

Gerade die ersten Runden des DFB-Pokals sind auch immer das Duell David gegen Goliath. Überraschend setzte sich auch im gestrigen Achtelfinale (18. Januar) der Underdog FC St. Pauli gegen den haushohen Favoriten Borussia Dortmund mit 2:1 durch. Nach dem frühen Ausscheiden von Rekordmeister FC Bayern München galt der Titelverteidiger BVB eigentlich als erster Anwärter auf den Titel. Umso euphorischer zeigen sich die prominenten Fans des Kiez-Klubs in den sozialen Netzwerken angesichts des Coups.

Als glühender Anhänger von St. Pauli gilt der ewige „TV total“-Praktikant Elton (50). In einer Instagram-Story feiert der Moderator den Sieg seines Teams, zeigt sich „am Morgen danach“ – wohl vor lauter Party am Vorabend – recht müde dreinblickend und will ganz nebenbei die sportliche Zukunft von BVB-Superstar Erling Haaland kennen: „Haaland spricht endlich Klartext über seine Zukunft. ‚Ich will bei St Pauli spielen.'“

Liebe für die „Boys in Brown“

Moderator Steffen Hallaschka (50) drückte mit einem Bild eines braunen und eines weißen Herzens sowie einigen Hashtags seine Begeisterung aus. Mit „Danke Boys in Brown“ und „Niemand siegt am Millerntor“ bejubelte er den Erfolg.

Der FC St. Pauli kann eine Vielzahl an prominenten Fans vorweisen. Neben Elton und Hallaschka schlagen auch die Herzen von Ärzte-Schlagzeuger Bela B. (59), Moderator Reinhold Beckmann (65, Dragqueen Olivia Jones (52), „Tatort“-Star Axel Prahl (61) und Musiker Thees Uhlmann (47) für die Kiez-Kicker.

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Inflation München Preiserhöhung Preisspirale

Inflation: Ifo: Viele Unternehmen planen Preiserhöhungen

Die Inflation erreichte im Dezember den höchsten Wert seit fast 30 Jahren. Und ein Ende der Preisspirale ist für Verbraucher laut Experten nicht in Sicht.

Deutsche Verbraucher und Unternehmen müssen sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts auf weitere Preiserhöhungen einstellen.

Der Index der Münchner Wirtschaftsforscher für die Preiserwartungen sank im Dezember nur leicht auf 44,6 Punkte, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Im November hatten sie mit 44,9 Punkten einen Rekordwert erreicht. Die Umfragewerte zögen sich durch alle Wirtschaftszweige. «Das wird bis auf die Verbraucherpreise durchschlagen», sagte Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser. «Die Inflation wird im Verlauf dieses Jahres nur langsam zurückgehen.»

Für die kommenden Monate erwartet das Institut, dass die Inflationsraten über 4 Prozent liegen und sich gegen Ende des Jahres allmählich der 2-Prozent-Marke nähern. Für das Gesamtjahr rechnet das Ifo nun mit einer Inflationsrate von etwa 3,5 Prozent.

Unternehmen geben Kosten weiter

Die Unternehmen geben laut Ifo die gestiegenen Kosten für Energie sowie bei der Beschaffung von Vorprodukten und Handelswaren weiter. Selbst wenn sich der Anstieg der Energiepreise in den kommenden Monaten nicht fortsetzten sollte und die Börsenpreise für Erdgas, Strom und Rohöl unverändert blieben, sorge das noch eine Weile für hohe Inflationsraten. Die Forscher verwiesen darauf, dass der Anstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahr gemessen wird. So müssten die Verbraucher in diesem Jahr im Schnitt 10 Prozent mehr für Energie ausgeben.

Die Lohnkosten dürften die Inflation nicht zusätzlich antreiben. «Die bisherigen Lohnverhandlungen deuten auf keine Lohn-Preis-Spirale hin. Wir erwarten, dass die Tariflöhne in diesem und im kommenden Jahr um knapp zweieinhalb Prozent zulegen», sagte Wollmershäuser. Das wäre so stark wie im Durchschnitt der Jahre vor der Corona-Krise.

Im Dezember war die deutsche Inflationsrate auf 5,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit fast 30 Jahren geklettert.

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Apotheke Bayern Bremen Deutsche Presse-Agentur Deutschland Dschungelcamp Dunkelfeld Frankfurt am Main Impfausweis Impfpass Job Markus Anfang München Nordrhein-Westfalen Polizei

Leicht zu manipulieren: Das Geschäft mit den falschen Impfpässen boomt – jetzt schon mehr als 12.000 Verfahren eingeleitet

Die Nachfrage bei Impfgegnern ist groß, der illegale Handel floriert – Tausende Menschen nutzen in Deutschland einen gefälschten Impfausweis. Die Polizei berichtet von einem „großen Dunkelfeld“.

Auf den ersten Blick haben Ex-Dschungelcamp-Kandidatin Christin Okpara und Ex-Werder-Bremen-Trainer Markus Anfang wenig gemeinsam. Tatsächlich aber verloren beide ihren Job, weil sie gefälschte Impfausweise vorgelegt haben sollen. Die Polizei geht solchen Verdachtsfällen bundesweit inzwischen mit weit mehr als 12 000 Verfahren nach. Die Zahl sei vor allem im vergangenen Dezember in die Höhe geschnellt, berichteten Polizeibehörden der Bundesländer bei einer bundesweiten Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Spitzenreiter ist demnach Bayern mit mehr als 4000 Verfahren und 5500 sichergestellten Impfpässen und -zertifikaten, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit mehr als 3500 Verfahren. „Wir müssen leider von einem großen Dunkelfeld ausgehen“, berichtete die Landesregierung in München. Ende November hatte der Gesetzgeber die Strafbarkeit noch einmal klargestellt. Abschreckende Wirkung hatte dies anscheinend nicht: Die 3G-Pflicht in vielen Bereichen hat das Geschäft der Fälscher wohl erst richtig angekurbelt.STERN PAID aus Gesund Leben 6_21 Mythen zur Corona Impfung 08.43

Handel mit Impfpässen floriert

Im Internet stießen Ermittler bei Social-Media-Kanälen und Messengerdiensten wie Telegram auf einschlägige Angebote, die bei Impfskeptikern und Impfgegnern auf zahlungswillige Kundschaft treffen, obwohl es die Originale samt echtem Impfschutz umsonst gibt. Nutzern falscher Impfausweise droht dabei im Extremfall noch mehr als Jobverlust und eine Geld- oder Bewährungsstrafe wegen „Gebrauchs unrichtiger Gesundheitszeugnisse“: Nach einem Corona-Ausbruch mit drei Todesfällen in einem Pflegeheim im niedersächsischen Hildesheim ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine fristlos entlassene Mitarbeiterin der Einrichtung sogar wegen Totschlags. Die Frau soll mit einem gefälschten Impfpass im Heim gearbeitet haben, obwohl bei ihr zu Hause Familienmitglieder an Covid-19 erkrankt waren.

Anfang Dezember 2021 wurden bei einer Durchsuchung in Kassel insgesamt 800 Blanko-Impfausweise, Impfstoffaufkleber, verschiedene Stempel und weitere Fälscherutensilien sichergestellt. Einen Monat zuvor wurden bei einer Wohnungsdurchsuchung in Frankfurt/Main insgesamt 146 Blanko-Impfausweise gefunden. Auch wurden Fälle von Ärzten bekannt, die ihren Patienten auf Wunsch nur den Aufkleber der Impfdosen in den Impfpass klebten, ohne den Impfstoff zu spritzen. Ihnen drohen inzwischen sogar bis zu fünf Jahre Haft. Im Oktober machten Ermittler mutmaßliche Betrüger in München dingfest, die mithilfe der IT-Infrastruktur einer Apotheke gefälschte Impfzertifikate hergestellt haben sollen – allein innerhalb eines Monats mehr als 500 Stück.

Gelber Impfpass ist leicht zu manipulieren

Der gelbe Impfpass nach den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation ist leicht zu manipulieren. Das Heftchen kann im Internet für wenige Euro bestellt werden. Die Stempel von Arztpraxen können ebenfalls leicht besorgt werden. Die Impfdosenaufkleber mit der Chargennummer sind inzwischen immerhin mit einem Wasserzeichen versehen – vor kurzem war das noch nicht der Fall. Impfpass-Fälscher bieten bei Telegram inzwischen ein Komplett-Paket an: Das ausgefüllte Impfbuch kostet inklusive QR-Code 200 bis 300 Euro. Die betrügerischen Impf-Unwilligen, die sich eine Fälschung im Netz bestellen, haben aber keine Garantie, dass tatsächlich ein falscher Impfpass geliefert wird.

In den Apotheken, die den QR-Code für den digitalen Impfnachweis erstellen, kann inzwischen überprüft werden, ob Ort und Zeitpunkt der Impfung zu der Chargennummer im Impfpass passen. Das ist vielen Besitzern von Impfpässen offenbar noch nicht klar. Im Ruhrgebiet türmte eine 30-Jährige am Montag, als ihr vorgelegter Impfpass als gefälscht entlarvt wurde, aus der Apotheke – und ließ dabei ihren Personalausweis liegen. Gleiches Spiel wenige Kilometer entfernt in Unna: Der Mann mit falschem Impfpass verschwand eilig, ließ aber Kopien seiner Krankenkassenkarte und seines Personalausweises zurück.–

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Bayern Bundesumweltamt Dessau-Roßlau Feinstaub Feinstaubbelastung Messstation München Nürnberg Passau Überschreitung

Wieder mehr Tage mit zu viel Feinstaub

Im Jahr 2021 haben die Messstationen an bayerischen Straßen wieder häufiger Überschreitungen bei der Feinstaubbelastung ermittelt. Die Jahresgrenzwerte wurden aber eingehalten.

In Bayern gab es vergangenes Jahr wieder mehr Tage mit zu viel gesundheitsschädlichem Feinstaub an belasteten Straßen. Die 33 Luftmessstationen, deren Daten beim Umweltbundesamt zugänglich sind, registrierten zusammen 108 Tage mit einem Mittelwert von mehr als 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. 2020 waren es bei 32 Stationen nur 80 Überschreitungen.

Acht Tage mit Werten über 50 Mikrogramm im Jahr 2021 gehen dabei auf das Konto der neu geführten Messstation Passau Angerstraße, die damit gleichauf mit der Landshuter Allee in München die zweitmeisten Überschreitungstage aufweist. Die höchste Zahl an Überschreitungen gab es mit zehn in der Von-der-Tann-Straße in Nürnberg.

Auf den Plätzen vier bis sechs im Negativranking folgen die Residenzstraße in Ansbach, das Rathaus in Regensburg und der Stadtring Süd in Würzburg mit je sechs Tagen. Vier Überschreitungstage gab es an Stachus und Lothstraße in München sowie am LfU und in der Karlstraße in Augsburg.

Insgesamt liegen alle Messstationen im Rahmen: Der Feinstaubwert darf die Grenze von 50 Mikrogramm im Tagesmittel nicht mehr als an 35 Tagen im Jahr überschreiten. Hier hat sich die Situation in den letzten Jahren deutlich verbessert, im vergangenen Jahrzehnt hatte es noch deutlich mehr Überschreitungen gegeben. So hatte die Landshuter Allee in München im Jahr 2013 noch 39 Überschreitungstage, die Von-der-Tann-Straße in Nürnberg 31.

Feinstaub entsteht im Verkehr durch Verbrennungsmotoren, aber auch durch Reifenabrieb. Weitere Quellen sind unter anderem die Industrie, Kraftwerke und Holzöfen.

Ein möglicher Grund für den Wiederanstieg ist der im Vergleich zum ersten Corona-Jahr wieder angestiegene Straßenverkehr. Allerdings hat auch das Wetter großen Einfluss auf die Feinstaub-Werte.

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Berlin Coronavirus Düsseldorf Expertensicht Frankfurt Hamburg Homeoffice Köln Leipzig München Stuttgart Wohnungspreis

Wohnungspreise: Immobilien-Gutachter: Die Party geht weiter

Corona hat es für Immobilienkäufer nicht leichter gemacht. Viele brauchen mehr Platz, doch die Preise in den Städten steigen weiter – oft auch im Umland.

Wer in den Metropolen eine Wohnung sucht, muss aus Expertensicht mit weiter steigenden Preisen rechnen. In den acht größten deutschen Städten zeichnet sich keine Trendwende ab, wie Vertreter der jeweiligen amtlichen Gutachterausschüsse schilderten.

«Die Party geht weiter», sagte der Berliner Ausschussvorsitzende Reiner Rössler. Von Preisanstiegen berichteten auch Vertreter aus Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig. Eine Immobilienblase gebe es auf dem Wohnungsmarkt aber nicht.

Vielerorts sind demnach noch nicht genug Wohnungen gebaut, um den Zuzug des letzten Jahrzehnts auszugleichen. «Die Nachfrage ist ungebrochen, das Angebot ist knapp, die Preise steigen», fasste die Vizevorsitzende des Hamburger Gutachterausschusses, Sonja Andresen, zusammen. «Wir haben keinen Corona-Knick nach unten.» Die Preise in den einfachen Lagen näherten sich denen der mittleren an. Viele Menschen suchen deshalb am Stadtrand und im Umland nach Wohnungen und Häusern.

Homeoffice verändert Anforderungen

«In Frankfurt würde ich nicht mehr kaufen, aber im Umland ja», empfahl der Frankfurter Ausschusschef Michael Debus bei der Tagung der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement. In der Stadt sei der Markt zu heiß gelaufen, werde aber wohl noch weitere Preissteigerungen bringen.

Mit dem Wechsel ins Homeoffice seien Menschen bereit, längere Pendelstrecken mit Arbeitswegen von bis zu eineinhalb Stunden in Kauf zu nehmen, sagte Andresen. In München versuchten gleichzeitig viele Menschen in der Stadt selbst in größere Wohnungen zu wechseln, sagte der dortige Amtsleiter Albert Fittkau. «Deshalb ist die Nachfrage nach wie vor da.»

Gutachterausschüsse werten jährlich die notariellen Kaufverträge aus und legen unter anderem Bodenrichtwerte fest. 2020 waren nach ihren Daten mit 310 Milliarden Euro bundesweit so viel Geld in Immobilien geflossen wie nie.

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