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US-Börsen: Wall Street: Weiter bergab vor allem an der Nasdaq

Investoren an den amerikanischen Börsen zeigen sich weiter zaghaft. Vor allem die Inflation und das hohe Zinsniveau setzen den Märkten zu – ein Sektor steht besonders unter Druck.

Die US-Börsen haben am Donnerstag nach einer nur zaghaften Stabilisierung am Vortag wieder nachgegeben.

US-Konjunkturdaten ergaben ein durchwachsenes Bild und boten den Anlegern keinen Grund, etwas an ihrer Risikoscheu zu ändern. Entscheidend bleiben die hohe Inflation, das künftige Zinsniveau und die konjunkturellen Folgen. Nervosität herrschte womöglich auch vor dem am Freitag anstehenden großen Verfall an den Terminmärkten.

Technologiewerte unter Druck

Wachstumsempfindliche Technologiewerte, die sich am Vortag etwas stärker erholt hatten, standen besonders unter Druck. Der von dieser Branche geprägte Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 1,71 Prozent auf 11 927,49 Punkte. Er rutschte unter die Marke von 12 000 Punkten und erreichte das niedrigste Niveau seit Mitte Juli.

Während der marktbreite S&P 500 auch recht deutlich um 1,13 Prozent auf 3901,35 Zähler fiel, waren die Verluste beim Dow Jones Industrial etwas kleiner. Das Kursbarometer der Wall Street verlor 0,56 Prozent auf 30 961,82 Punkte. Auch der Dow musste aber im Tagesverlauf das nächste Tief seit Juli hinnehmen.

Marktbeobachtern zufolge vermisst der Markt derzeit neue Anreize vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Börsianer rechnen fest mit einer weiteren Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte, wobei einige wegen der ungebrochen hohen Inflation auch einen ganzen Punkt für möglich halten. Ausdruck dessen ist, dass die Renditen von Staatsanleihen auf breiter Front stiegen, wobei der geldpolitisch sensible Zweijahreszins den höchsten Stand seit 2007 erreichte.

Zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht

Am Donnerstag wurden zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht, die unter dem Strich gemischt ausfielen. Während ein regionaler Stimmungsindikator aus dem Bundesstaat New York positiv überraschte, enttäuschte die Industriestimmung aus dem Raum Philadelphia mit einer deutlichen Eintrübung. Besonders beachtet wurden aber die Einzelhandelsumsätze, die im August im Vergleich zum Vormonat zulegten. Allerdings sind sie ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe gesunken.

Auf Unternehmensseite kam es bei den Adobe-Anlegern gar nicht gut an, dass der Softwarekonzern die Web-Design-Softwarefirma Figma übernehmen will. Die Bereitschaft, dafür rund 20 Milliarden US-Dollar zu zahlen, löste einen Kurseinbruch um 16,8 Prozent aus. Analysten bezeichneten den Preis als hoch. Kirk Materne vom Analysehaus Evercore ISI vermutete als Grund, dass Adobe mit der Übernahme vermeiden will, dass Figma zu einem starken Gegner wird.

Im Schlepptau des Adobe-Kursrutsches standen Softwarefirmen, die auch dem Technologiesektor zugerechnet werden, allgemein weit oben auf den Verkaufslisten der Anleger. Die Papiere von Salesforce und Microsoft waren im Dow mit Abgaben von bis zu 3,4 Prozent die beiden größten Verlierer.

Banken profitieren von höheren Zinsen

Besser erging es den Banken, da sie etwa im Kreditgeschäft von höheren Zinsen profitieren können. In einem international starken Branchenumfeld zogen die Titel von Goldman Sachs und JPMorgan im Dow um bis zu 1,5 Prozent an. Analystin Magdalena Stoklosa von Morgan Stanley hält den positiven Zinseffekt in einer Branchenstudie für noch nicht angemessen gewürdigt.

Mit einer Kursrally um fünf Prozent hob sich Netflix an der Nasdaq positiv ab. Die Titel des Streaming-Anbieters zogen an, nachdem ihnen Evercore ISI eine positive Empfehlung ausgesprochen hatte. Analyst Mark Mahaney sieht vor allem enorme Chancen im günstigeren, werbefinanzierten Netflix-Abo, das 2023 starten soll. Zuletzt hatte der Streaming-König im hart umkämpften Markt zuschauen müssen, wie die Konkurrenz stärker wird.

Der Euro hat sich am Donnerstag um die Parität zum US-Dollar bewegt. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung 0,9995 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 0,9992 (Mittwoch: 0,9990) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0008 Euro.

US-Staatsanleihen haben dem allgemeinen Renditeanstieg entsprechend Kursverluste verzeichnet. Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries um 0,35 Prozent auf 114,56 Punkte fiel, zog die Rendite in dieser Laufzeit auf 3,45 Prozent an.

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Arbeitsmarkt Dow Jones & Dow-Jones-Index Eskalation Europa Gaskrise Gasstopp Nachrichten NASDAQ-100 New York Nord Stream OAO Gazprom Rezession S&P-500 USA

Börse: Russischer Gasstopp nach Europa zieht Dow nach unten

Die stabilen Arbeitsmarktdaten ließen die Börsianer eigentlich hoffen, doch dann schickte die Nachricht einer russischen Firma den Dow Jones nach unten.

Die neuerliche Eskalation der Gaskrise in Europa hat die US-Börsen am Freitag deutlich ins Minus gedrückt. Anfängliche Gewinne im Zuge robuster Arbeitsmarktdaten verpufften.

Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 wird von diesem Samstag an anders als angekündigt weiter kein Gas fließen, wie der Staatskonzern Gazprom mitteilte. Grund sei ein Ölaustritt in der Kompressorstation Portowaja.

Nun bleibt der Gasdurchfluss Gazprom zufolge bis zur Beseitigung gestoppt. Zuvor war damit gerechnet worden, dass nach Abschluss der angekündigten dreitägigen Wartungsarbeiten ab Samstag wieder Gas durch die Leitung fließt. Die Nachrichten rücken Europa einen Schritt näher an Stromausfälle, Gas-Rationierungen und eine schwere Rezession. Ein deutlicher wirtschaftlicher Abschwung der Region würde auch den wichtigen Handelspartner USA stark treffen.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial büßte zwischenzeitliche Gewinne von mehr als 1 Prozent ein und fiel am Ende um 1,07 Prozent auf 31.318,44 Punkte. Im Wochenverlauf verzeichnete der bekannteste Wall-Street-Index damit einen Verlust von 2,99 Prozent.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 1,07 Prozent auf 3924,26 Punkte abwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 1,44 Prozent auf 12.098,44 Zähler.

Aufatmen dank Jobdaten

Im frühen Handel sorgten noch Jobdaten für Erleichterung. So stieg zwar im August die Arbeitslosigkeit überraschend an, allerdings von niedrigem Niveau aus. Das Lohnwachstum verlangsamte sich etwas, bleibt im längeren Vergleich aber hoch. Zudem ging das Ausmaß der Beschäftigungszunahme im Vergleich zum Juli zurück, als außerordentlich viele neue Stellen geschaffen wurden. Damit ist insgesamt laut Beobachtern der Druck auf die US-Notenbank, die Zinsen im Kampf gegen die Inflation kräftig zu erhöhen, zumindest nicht noch weiter gestiegen.

„Der US-Arbeitsmarkt läuft auch im zweiten Halbjahr noch auf vollen Touren“, schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Der Arbeitsplatzaufbau könne zwar nicht mehr an die Vorgabe des Vormonats anknüpfen, doch in Anbetracht der erreichten Vollbeschäftigung und des nahezu leer gefegten Arbeitsmarktes mag dies dem Experten zufolge auch nicht weiter verwundern.

In dem wieder deutlich eingetrübten Umfeld konnten sich im Dow lediglich drei Werte in der Gewinnzone behaupten. Am Index-Ende büßten die Aktien des Mischkonzerns 3M 3,2 Prozent ein.

An der Nasdaq-100-Spitze schnellten die Anteilsscheine von Lululemon um 6,7 Prozent in die Höhe, nachdem der Sportbekleidungshersteller aus Kanada seinen Quartalsbericht vorgelegt und die Jahresziele angehoben hatte. Die Nachfrage von einkommensstarken Konsumenten sei hoch geblieben, sagte ein Händler. Analyst Michael Binetti von der Bank Credit Suisse schrieb: „Unterm Strich hat das Unternehmen eine herausragende Stärke gezeigt in einem deutlich schwächer werdenden Einzelhandelsumfeld.“

Die Papiere von Broadcom gewannen nach vorgelegten Zahlen zum dritten Geschäftsquartal 1,7 Prozent. Der Chipkonzern habe starke Resultate vorgelegt, urteilte der Experte Stacy Rasgon vom Analysehaus Bernstein Research. Die Halbleiter-Umsätze hätten die Erwartungen übertroffen. Insgesamt sei der Nachfrage-Ausblick zudem robust geblieben und auch die Ziele für das vierte Quartal nannte Rasgon „stark“.

Der Euro litt unter dem russischen Gasstopp und notierte zuletzt bei 0,9954 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 0,9993 (Donnerstag: 1,0004) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 1,0007 (0,9996) Euro. Die als sicher geltenden US-Staatsanleihen hingegen profitierten von den Kursverlusten am Aktienmarkt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg um 0,53 Prozent auf 116,59 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel im Gegenzug auf 3,20 Prozent.

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Amazon Apple Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Intel iPhone Konjunktur NASDAQ-100 New York Quartalsbericht S&P-500 US-Börse US-Notenbank Wochenende

US-Börse: Amazon und Apple treiben US-Börsen an – Starker Juli

Überraschend solide Quartalsberichte und Ausblicke der beiden Schwergewichte Apple und Amazon haben an den US-Börsen vor dem Wochenende für Erleichterung gesorgt. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag um 0,97 Prozent auf 32.845,13 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.

Überraschend solide Quartalsberichte und Ausblicke der beiden Schwergewichte Apple und Amazon haben an den US-Börsen vor dem Wochenende für Erleichterung gesorgt. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag um 0,97 Prozent auf 32.845,13 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.

Auf Wochensicht bringt es der Dow auf einen Gewinn von drei Prozent. Den historisch eher schwachen Börsenmonat Juli hat der Index mit einem Aufschlag von 6,7 Prozent beendet, das ist für den Dow der stärkste Juli seit zwölf Jahren. Unterstützung erhielten die Aktienkurse zuletzt von der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bei ihren Zinserhöhungen möglicherweise doch etwas behutsamer vorgeht.

Der technologielastige Nasdaq 100 legte am Freitag mit 1,81 Prozent auf 12.947,98 Punkte stärker zu. Hier war der Juli mit plus 13 Prozent der beste Börsenmonat seit April 2020. Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 1,42 Prozent auf 4130,29 Zähler. Positive Nachrichten gab es zudem von der Konjunktur, die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli etwas stärker aufgehellt als erwartet.

Um mehr als zehn Prozent ging es mit den Aktien von Amazon nach oben. Der weltgrößte Online-Händler hat den Umsatz im zweiten Quartal trotz hoher Inflation und Rezessionssorgen deutlich gesteigert. Analyst Lee Horowitz von der Deutschen Bank nannte Amazon „den Hafen im konjunkturellen Sturm“. Für Amazons Aktienkurs war der Juli mit einem Gewinn von 27 Prozent der beste Monat seit Oktober 2009.

Auch Apple trotzt mit dem iPhone-Geschäft bisher Konjunktursorgen und Logistik-Engpässen. Im vergangenen Quartal konnte das iPhone in einem insgesamt geschrumpften Smartphone-Markt zulegen. Die Aktien gewannen 3,3 Prozent.

Umsatzeinbruch bei Intel

Ganz anders Intel. Der Chip-Riese hat nach einem Umsatzeinbruch und roten Zahlen im vergangenen Quartal die Jahresziele kassiert. Experte Stacy Rasgon vom Investmenthaus Bernstein nannte die Profitabilität „erschreckend“ und die neuen Jahresziele „garstig“. Mit minus 8,6 Prozent fanden sich die Aktien abgeschlagen am Ende des Dow wieder.

Nicht gut kamen auch Aussagen des Konsumgüterriesen Procter & Gamble an, die Aktie war mit minus 6,2 Prozent zweitgrößter Verlierer im Index. Der Konzern rechnet in diesem Jahr mit Gegenwind von der hohen Inflation.

Auf den Beifall der Investoren stieß ein Rekordgewinn des Ölkonzerns Exxon Mobil. Die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise verschafften dem Unternehmen im zweiten Quartal einen Gewinn von 17,9 Milliarden Dollar. Der Kurs stieg um 4,6 Prozent. Noch besser kamen indes die Zahlen des Kontrahenten Chevron an, der zudem den milliardenschweren Aktienrückkauf aufstockte. Chevron zogen an der Dow-Spitze um 8,9 Prozent an.

Der Euro holte anfängliche Verluste größtenteils wieder auf und notierte im späten Handel auf 1,0222 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0198 (Donnerstag: 1,0122) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9806 (0,9880) Euro gekostet.

Am US-Anleihemarkt ging es aufwärts. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries legte um 0,08 Prozent auf 121,08 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen betrug 2,66 Prozent.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Jahrzehnt JPMorgan Chase Konjunktursorge NASDAQ-100 Rezession S&P-500 USA

US-Börsen: Rezession in den USA? Schwächstes Halbjahr seit Jahrzehnten

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff.

Aktienanleger mussten die vergangenen Monate einiges durchmachen: Inflations- und Konjunktursorgen ließen die US-Börsen im ersten Halbjahr einbrechen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Am Donnerstag ging es weiter nach unten, auch wenn die deutlichen Kursverluste aus dem frühen Handel später erkennbar eingedämmt wurden. An der erschreckend schwachen Halbjahresbilanz konnte dies nicht mehr viel ändern – der marktbreite S&P 500 verbuchte die schwächste Entwicklung seit 1970. Beim Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 war es das schlechteste Abschneiden seit 2002.

Zum Handelsende verzeichnete der Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag ein Tagesminus von 0,82 Prozent auf 30.775,43 Punkte. Der S&P 500 verringerte seinen Verlust bei 3785,38 Zählern auf 0,88 Prozent, während der Nasdaq 100 letztlich um 1,33 Prozent auf 11 503,72 Punkte nachgab. Für die erste Jahreshälfte standen bei den drei Börsenbarometern satte Abschläge von 15, 21 und 30 Prozent zu Buche.

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff. Börsianer verwiesen darauf, dass am Mittwoch US-Notenbankchef Jerome Powell und seine Amtskollegen aus der Eurozone und Großbritannien auf einem Forum gewarnt hatten, dass die Inflation länger anhalten werde. Das habe die Debatte angeheizt, «dass fortdauernde Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation am Ende in eine Rezession münden», schrieb Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Bei steigenden Preisen versuchen Verbraucher, die Ausgaben zu drosseln. Das belegten auch die im Mai weniger stark als erwartet gestiegenen Ausgaben der US-Konsumenten. Außerdem waren die Ausgaben im Vormonat nach revidierten Daten schwächer als bisher bekannt gestiegen.

Die maue Kauflaune bekamen an der Börse etwa die Aktien der Autobauer zu spüren: Ford, General Motors (GM) und Stellantis verloren zwischen zweieinhalb und fünf Prozent. Autos als vergleichsweise kostspieliges Konsumprodukt rutschen oft als erstes von privaten Einkaufslisten. Zudem verteuert sich bei steigenden Kapitalmarktzinsen die Kauffinanzierung – auch für die wichtigen Firmenkunden.

Aktien der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance sackten nach Zahlen um mehr als sieben Prozent ab und waren damit die größten Verlierer im Dow. Analystin Lisa Gill von der Bank JPMorgan verwies auf eine unter den Erwartungen liegende Profitabilität im dritten Geschäftsquartal.

Papiere des Corona-Bierbrauers Constellation Brands büßten knapp viereinhalb Prozent ein. Ein Händler begründete die Verluste mit einem verhaltenen Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal.

Zu den Tagesgewinnern zählten hingegen Biontech und Pfizer mit Aufschlägen von rund fünf beziehungsweise fast drei Prozent. Die US-Regierung bestellt in großem Stil weiteren Corona-Impfstoff von den beiden Unternehmen für eine geplante Booster-Kampagne im Herbst. Laut Pfizer-Chef Albert Bourla geht es dabei auch um Mittel, die gegen neuartigere Virusvarianten wie Omikron schützen sollen.

Der Euro drehte mit den verringerten Verlusten an den US-Börsen ins Plus und kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,0483 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor noch auf 1,0387 Dollar festgesetzt.

Die als besonders sichere Anlage geltenden US-Staatsanleihen profitierten von der anhaltenden Risikoscheu der Anleger: Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,59 Prozent auf 118,20 Punkte anzog, fiel die Rendite zehnjähriger Papiere auf 2,99 Prozent – und damit erstmals seit knapp drei Wochen unter die Drei-Prozent-Marke.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Jahrzehnt JPMorgan Chase Konjunktursorge NASDAQ-100 Rezession S&P-500 USA

US-Börsen: Droht USA Rezession? Schwächstes Halbjahr seit Jahrzehnten

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff.

Aktienanleger mussten die vergangenen Monate einiges durchmachen: Inflations- und Konjunktursorgen ließen die US-Börsen im ersten Halbjahr einbrechen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Am Donnerstag ging es weiter nach unten, auch wenn die deutlichen Kursverluste aus dem frühen Handel später erkennbar eingedämmt wurden. An der erschreckend schwachen Halbjahresbilanz konnte dies nicht mehr viel ändern – der marktbreite S&P 500 verbuchte die schwächste Entwicklung seit 1970. Beim Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 war es das schlechteste Abschneiden seit 2002.

Zum Handelsende verzeichnete der Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag ein Tagesminus von 0,82 Prozent auf 30.775,43 Punkte. Der S&P 500 verringerte seinen Verlust bei 3785,38 Zählern auf 0,88 Prozent, während der Nasdaq 100 letztlich um 1,33 Prozent auf 11 503,72 Punkte nachgab. Für die erste Jahreshälfte standen bei den drei Börsenbarometern satte Abschläge von 15, 21 und 30 Prozent zu Buche.

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff. Börsianer verwiesen darauf, dass am Mittwoch US-Notenbankchef Jerome Powell und seine Amtskollegen aus der Eurozone und Großbritannien auf einem Forum gewarnt hatten, dass die Inflation länger anhalten werde. Das habe die Debatte angeheizt, «dass fortdauernde Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation am Ende in eine Rezession münden», schrieb Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Bei steigenden Preisen versuchen Verbraucher, die Ausgaben zu drosseln. Das belegten auch die im Mai weniger stark als erwartet gestiegenen Ausgaben der US-Konsumenten. Außerdem waren die Ausgaben im Vormonat nach revidierten Daten schwächer als bisher bekannt gestiegen.

Die maue Kauflaune bekamen an der Börse etwa die Aktien der Autobauer zu spüren: Ford, General Motors (GM) und Stellantis verloren zwischen zweieinhalb und fünf Prozent. Autos als vergleichsweise kostspieliges Konsumprodukt rutschen oft als erstes von privaten Einkaufslisten. Zudem verteuert sich bei steigenden Kapitalmarktzinsen die Kauffinanzierung – auch für die wichtigen Firmenkunden.

Aktien der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance sackten nach Zahlen um mehr als sieben Prozent ab und waren damit die größten Verlierer im Dow. Analystin Lisa Gill von der Bank JPMorgan verwies auf eine unter den Erwartungen liegende Profitabilität im dritten Geschäftsquartal.

Papiere des Corona-Bierbrauers Constellation Brands büßten knapp viereinhalb Prozent ein. Ein Händler begründete die Verluste mit einem verhaltenen Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal.

Zu den Tagesgewinnern zählten hingegen Biontech und Pfizer mit Aufschlägen von rund fünf beziehungsweise fast drei Prozent. Die US-Regierung bestellt in großem Stil weiteren Corona-Impfstoff von den beiden Unternehmen für eine geplante Booster-Kampagne im Herbst. Laut Pfizer-Chef Albert Bourla geht es dabei auch um Mittel, die gegen neuartigere Virusvarianten wie Omikron schützen sollen.

Der Euro drehte mit den verringerten Verlusten an den US-Börsen ins Plus und kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,0483 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor noch auf 1,0387 Dollar festgesetzt.

Die als besonders sichere Anlage geltenden US-Staatsanleihen profitierten von der anhaltenden Risikoscheu der Anleger: Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,59 Prozent auf 118,20 Punkte anzog, fiel die Rendite zehnjähriger Papiere auf 2,99 Prozent – und damit erstmals seit knapp drei Wochen unter die Drei-Prozent-Marke.

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Aktienindiz Dow-Jones-Index Eurozone EZB Inflation Kursrutsch NASDAQ-100 Netto New York S&P-500 Thomas Altmann Ukraine US-Notenbank USA Wall Street Zinserhöhung

Kursrutsch an der Wall Street – Wachstumssorgen durch EZB

Dass die EZB der Inflation mit Zinserhöhungen gegensteuern will, hat Sorgen um das Wirtschaftswachstum ausgelöst. Die Wall Street reagierte prompt

Die Wachstumssorgen haben die US-Börsen wieder fest im Griff. Die wichtigsten Aktienindizes weiteten am Donnerstag ihre Vortagesverluste deutlich aus.

Als Belastung erwiesen sich die jüngsten Entscheidungen und Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB). Die hohe Inflation bringt die Notenbanker der Eurozone zum Gegensteuern: So ist das Ende der konjunkturstützenden Netto-Anleihekäufe zum 1. Juli beschlossen, zudem wird es im kommenden Monat erstmals seit elf Jahren eine erste Zinserhöhung geben. Im September könnte ein weiterer Zinsschritt folgen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 1,94 Prozent auf 32.272,79 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 2,38 Prozent auf 4017,82 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 2,74 Prozent auf 12.269,78 Zähler ein.

Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges dämpfen nach Einschätzung der EZB die Konjunkturentwicklung im Euroraum und treiben die Inflation in die Höhe. Anleger an der Wall Street zogen daraus den Schluss, dass auch die US-Notenbank eventuell eine schärfere Gangart einlegen muss, um die in den Vereinigten Staaten ebenfalls starke Teuerung einzudämmen. Entsprechend stieg die Nervosität vor den zum Wochenschluss anstehenden Verbraucherpreisdaten für Mai.

Dass die Europäische Zentralbank zudem auch ihre Inflationsprognosen kräftig anhob, habe die Anleger «auf dem falschen Fuß erwischt», kommentierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. «Mit einer so deutlichen Anpassung nach oben hin haben die wenigsten gerechnet.» Dies drückte bereits auf die Kurse an Europas Börsen und sorgte laut Altmann für einen «Ausverkauf» an den Anleihemärkten, wo im Gegenzug die Renditen stiegen.

Bei den US-Einzelaktien fielen die Papiere des chinesischen Internet-Handelsriesen Alibaba nach dem Kursfeuerwerk am Vortag nun um mehr als acht Prozent. Hier verflogen die Hoffnungen auf einen baldigen Börsengang der Alibaba-Beteiligung Ant Group so schnell wie sie gekommen waren. Vorangegangen waren Berichte, wonach die chinesischen Finanzaufseher ihre Blockadehaltung aufgeben könnten. Doch es folgte ein Dementi von Chinas Börsenaufsicht. Noch am Vortag hatten Alibaba-Papiere fast 15 Prozent in der Hoffnung zugelegt, Pekings regulatorischer Würgegriff könnte sich lockern.

Auch Aktien anderer in New York gelisteter chinesischer Tech-Firmen litten unter der Aussicht auf anhaltenden Regulierungsdruck und sackten ab. Unter den schwächsten Werten im Nasdaq 100 büßten JD.com 7,6 und Pinduoduo 9,6 Prozent ein.

An der Index-Spitze schnellten die Anteilscheine von NXP Semiconductors um rund vier Prozent in die Höhe. Laut einem asiatischen Tech-Blog plant der Technologiekonzern Samsung eine Übernahme des niederländischen Chipherstellers. Samsung wolle damit vom starken Wachstum des Marktes für Halbleiter für die Automobilindustrie profitieren, hieß es.

Der Euro geriet trotz der jüngsten EZB-Entscheidungen unter Druck und kostete zum Handelsende an der Wall Street 1,0616 US-Dollar. Im Gegensatz zur Wall Street haben am Devisenmarkt wohl einige Marktteilnehmer auf noch mehr Tempo bei der geldpolitischen Straffung im Euroraum spekuliert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0743 (Mittwoch: 1,0739) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9308 (0,9312) Euro.

US-Staatsanleihen litten unter dem anhaltenden Zinsauftrieb. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) verlor zuletzt 0,19 Prozent auf 117,86 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen stieg auf 3,05 Prozent.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Kursrutsch Leitindex Memorial Day NASDAQ-100 New York S&P-500 US-Notenbank Wall Street Wochenende

Wall Street: US-Börsen: Dow gelingt größtes Wochenplus seit 2020

Bewegte Zeiten für den Leitindex Dow Jones Industrial: Vor einer Woche war er noch auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen, nun verbucht er den größten prozentualen Wochengewinn seit 18 Monaten.

Die US-Börsen haben am Freitag ihre jüngste Erholung schwungvoll fortgesetzt. Nach dem Kursrutsch insbesondere von Ende April bis Mitte Mai hätten Schnäppchenjäger erneut zugegriffen und die vermeintlich günstigen Kurse zum Einstieg genutzt, sagten Börsianer.

Zudem hatten Anleger im Laufe der Woche das Protokoll der US-Notenbank zur jüngsten Zinssitzung als Beleg für eine nur graduelle Straffung der Geldpolitik zur Bekämpfung der hohen Inflation gewertet. Damit schaffte der Leitindex Dow Jones Industrial mit einem Plus von 6,24 Prozent den größten prozentualen Wochengewinn seit November 2020.

Am Freitag ging der Dow mit einem Anstieg von 1,76 Prozent auf 33.212,96 Punkte in das verlängerte Wochenende, nachdem er vor sieben Tagen noch auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen war. Am Montag bleibt der US-Aktienmarkt wegen des Feiertages Memorial Day geschlossen.

Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 2,47 Prozent auf 4158,24 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 3,30 Prozent auf 12.681,42 Punkte.

Verbraucherausgaben steigen – Konsumentenstimmung trübt sich

Jüngste US-Konjunkturdaten lieferten derweil kein einheitliches Bild. So stiegen einerseits die Ausgaben der Verbraucher auch im April deutlich. Außerdem nahmen die von Inflationssorgen geplagten Anleger erleichtert zur Kenntnis, dass sich die Preisentwicklung etwas abgeschwächt hat.

Andererseits jedoch habe sich die Stimmung der Konsumenten im Mai stärker als erwartet eingetrübt, hieß es von der Universität Michigan. «Dieser jüngste Rückgang ist weitgehend auf die anhaltend negative Einschätzung der aktuellen Kaufbedingungen für Häuser und langlebige Güter zurückzuführen», kommentierte Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage.

Gap-Aktien erholen sich

Mit Blick auf die Einzelwerte hatten die Anleger zu Handelsbeginn noch verschreckt auf eine drastisch gesenkte Gewinnprognose des Bekleidungshändlers Gap reagiert. Die Aktien waren zunächst um mehr als 14 Prozent eingebrochen, erholten sich aber in dem freundlichen Umfeld rasch und lagen am Ende gut vier Prozent im Plus.

Unter den wenigen Verlierern im Nasdaq 100 sackten die Papiere des Software-Anbieters Workday am Index-Ende um 5,6 Prozent ab. Analysten begründeten dies mit von Kunden verschobenen Aufträgen angesichts der wirtschaftlich unsicheren Lage.

Dell-Anteilsscheine legen deutlich zu

Die Anteilscheine von Dell Technologies aber schnellten um 12,9 Prozent nach oben. Das Tech-Unternehmen konnte den Umsatz dank einer starken Nachfrage nach PCs im vergangenen Quartal um ein Sechstel steigern. Bei den Papieren von Ulta Beauty stand ein Plus von 12,5 Prozent zu Buche, nachdem der Kosmetikhersteller die Jahresziele für Umsatz und Gewinn nach oben geschraubt hatte. Dies reichte für den ersten Platz im S&P 500.

Der Euro blieb im Aufwind und kostete zuletzt 1,0728 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB ) setzte den Referenzkurs auf 1,0722 (Donnerstag: 1,0697) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9327 (0,9348) Euro. Erneut wurde die Gemeinschaftswährung durch die erwartete Zinswende in der Eurozone gestützt. Angesichts der hohen Inflation erwartet Bundesbankpräsident Joachim Nagel gleich mehrere Leitzinserhöhungen durch die EZB in diesem Jahr.

Am Rentenmarkt gab der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,04 Prozent auf 120,55 Punkte nach. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen betrug 2,74 Prozent.

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Abwärtstrend Apple Ausverkauf China Dow Jones & Dow-Jones-Index Ford Motor GM NASDAQ-100 New York S&P-500 Wall Street

Wall Street: Aktien in New York weiter im Abwärtstrend

Für den Dow könnte es die schlechteste Börsenwoche seit Oktober 2020 werden: Die Verluste an den US-Aktienmärkten halten an.

Der Ausverkauf an den US-Börsen hat sich auch am Donnerstag fortgesetzt. Immerhin grenzten die Indizes die Verluste im späten Handel ein. Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 0,33 Prozent auf 31.730,30 Zähler – ein weiteres Tief seit Anfang März vergangenen Jahres.

In diesem Börsenjahr hat sich der Rücksetzer auf fast 13 Prozent ausgeweitet. Sollte sich der Ausverkauf am Freitag fortsetzen, droht dem Dow die schlechteste Börsenwoche seit Oktober 2020.

Der von Tech-Unternehmen dominierte Nasdaq 100 hielt sich mit minus 0,18 Prozent auf 11.945,50 Punkte vergleichsweise gut. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Verlust des Index jedoch bereits auf knapp 27 Prozent. Vor allem die steigenden Kapitalmarktzinsen lassen die Investoren Tech-Aktien verkaufen. Der marktbreite S&P 500 schloss 0,13 Prozent tiefer auf 3930,08 Punkten.

Die Verluste an den Aktienmärkten rühren vor allem von der großen Unsicherheit, wie schnell und stark die US-Notenbank Fed die Leitzinsen anheben wird. «Es gibt die Befürchtung, dass der Leitzinsanstieg zu rasch erfolgen und die Wirtschaft dadurch in eine Rezession gestürzt wird», schrieb Volkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank.

Lockdowns in China bereiten Apple Probleme

Im Dow sackten Tech-Aktien wie Apple und Microsoft weiter ab. Apple-Aktien fielen mit einem Minus von 2,7 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. Sie waren am Vortag vom saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelöst worden. Der wichtige iPhone-Zulieferer Foxconn aus Taiwan musste die Produktion im chinesischen Shenzen aussetzen, weil China weitgehende Corona-Lockdowns verhängt ergriffen hat. Berichten zufolge soll auch der Apple-Zulieferer Unimicron die Produktion ausgesetzt haben.

Daneben lastete eine Studie der US-Bank Wells Fargo auf den Papieren von General Motors (GM) und Ford. GM büßten 4,6 Prozent ein und Ford 3,0 Prozent. Analyst Colin Langan argumentierte, dass die Produktionskosten für Elektrofahrzeuge stark steigen dürften. So verteuerten allein die höheren Rohstoffpreise die Gesamtkosten eines Fahrzeugs des Modells «Silverado» von GM um geschätzte 12 600 US-Dollar. Die Papiere des E-Auto-Produzenten Tesla fielen ebenfalls.

Unter hohem Druck standen anfangs auch die Papiere von Beyond Meat nach enttäuschenden Quartalszahlen des Herstellers von Fleischersatz. Der Kurs brach im frühen Handel um mehr als 20 Prozent ein, am Ende betrug der Verlust noch gut vier Prozent. Vom Rekordhoch Anfang 2021 haben die Papiere bereits mehr als 90 Prozent eingebüßt.

Der Euro musste kräftig Federn lassen und fiel auf das tiefste Niveau seit Anfang 2017. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0373 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0408 (Mittwoch: 1,0553) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9608 (0,9476) Euro gekostet.

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Abwärtstrend Apple Ausverkauf China Dow Jones & Dow-Jones-Index Ford Motor GM NASDAQ-100 New York S&P-500 Wall Street

Wall Street: Aktien in New York weiter im Abwärtstrend

Für den Dow könnte es die schlechteste Börsenwoche seit Oktober 2020 werden: Die Verluste an den US-Aktienmärkten halten an.

Der Ausverkauf an den US-Börsen hat sich auch am Donnerstag fortgesetzt. Immerhin grenzten die Indizes die Verluste im späten Handel ein. Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 0,33 Prozent auf 31.730,30 Zähler – ein weiteres Tief seit Anfang März vergangenen Jahres.

In diesem Börsenjahr hat sich der Rücksetzer auf fast 13 Prozent ausgeweitet. Sollte sich der Ausverkauf am Freitag fortsetzen, droht dem Dow die schlechteste Börsenwoche seit Oktober 2020.

Der von Tech-Unternehmen dominierte Nasdaq 100 hielt sich mit minus 0,18 Prozent auf 11.945,50 Punkte vergleichsweise gut. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Verlust des Index jedoch bereits auf knapp 27 Prozent. Vor allem die steigenden Kapitalmarktzinsen lassen die Investoren Tech-Aktien verkaufen. Der marktbreite S&P 500 schloss 0,13 Prozent tiefer auf 3930,08 Punkten.

Die Verluste an den Aktienmärkten rühren vor allem von der großen Unsicherheit, wie schnell und stark die US-Notenbank Fed die Leitzinsen anheben wird. «Es gibt die Befürchtung, dass der Leitzinsanstieg zu rasch erfolgen und die Wirtschaft dadurch in eine Rezession gestürzt wird», schrieb Volkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank.

Lockdowns in China bereiten Apple Probleme

Im Dow sackten Tech-Aktien wie Apple und Microsoft weiter ab. Apple-Aktien fielen mit einem Minus von 2,7 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober. Sie waren am Vortag vom saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco als wertvollstes Unternehmen der Welt abgelöst worden. Der wichtige iPhone-Zulieferer Foxconn aus Taiwan musste die Produktion im chinesischen Shenzen aussetzen, weil China weitgehende Corona-Lockdowns verhängt ergriffen hat. Berichten zufolge soll auch der Apple-Zulieferer Unimicron die Produktion ausgesetzt haben.

Daneben lastete eine Studie der US-Bank Wells Fargo auf den Papieren von General Motors (GM) und Ford. GM büßten 4,6 Prozent ein und Ford 3,0 Prozent. Analyst Colin Langan argumentierte, dass die Produktionskosten für Elektrofahrzeuge stark steigen dürften. So verteuerten allein die höheren Rohstoffpreise die Gesamtkosten eines Fahrzeugs des Modells «Silverado» von GM um geschätzte 12 600 US-Dollar. Die Papiere des E-Auto-Produzenten Tesla fielen ebenfalls.

Unter hohem Druck standen anfangs auch die Papiere von Beyond Meat nach enttäuschenden Quartalszahlen des Herstellers von Fleischersatz. Der Kurs brach im frühen Handel um mehr als 20 Prozent ein, am Ende betrug der Verlust noch gut vier Prozent. Vom Rekordhoch Anfang 2021 haben die Papiere bereits mehr als 90 Prozent eingebüßt.

Der Euro musste kräftig Federn lassen und fiel auf das tiefste Niveau seit Anfang 2017. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0373 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0408 (Mittwoch: 1,0553) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9608 (0,9476) Euro gekostet.

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US-Börsen: Wall Street nach Achterbahnfahrt im Minus

Die Wall Street ist auch am Freitag nicht zur Ruhe gekommen. Nach dem US-Jobbericht blieben die Anleger in Erwartung weiterer drohender Zinserhöhungen nervös.

Die Wall Street ist auch am Freitag nicht zur Ruhe gekommen. Nach dem US-Jobbericht blieben die Anleger in Erwartung weiterer drohender Zinserhöhungen nervös.

Der Dow Jones Industrial hatte in der Spitze eineinhalb Prozent verloren, aber auch einen kurzen Ausflug ins Plus geschafft. Am Ende gab er um 0,30 Prozent auf 32.899,37 Punkte nach. Im Wochenverlauf hat er damit fast gleich viel verloren.

Achterbahn-ähnliche Schwankungen prägten in diesen Tagen den Aktienmarkt, hieß es. An der Nasdaq-Börse hatte der technologielastige Nasdaq 100 am Freitag im Extrem sogar zweieinhalb Prozent verloren beziehungsweise ein halbes Prozent gewonnen. Am Ende blieben mit einem Abschlag von 1,22 Prozent auf 12.693,54 Punkte deutlichere Verluste übrig als im Dow. Als dritter US-Index im Bunde fiel der breiter gefasste S&P 500 um 0,57 Prozent auf 4123,34 Punkte.

Die Anleger müssten sich derzeit drei Problemen gleichzeitig stellen: Nachlassendem Wachstum, höheren Kosten und steigenden Zinsen, sagte Marktstratege Sean Darby von der Investmentbank Jefferies. Zwar hat die US-Wirtschaft im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet, dies hat aber für Anleger eine Kehrseite: Laut dem NordLB-Analysten Tobias Basse bleibt die US-Notenbank Fed mit ihren geldpolitischen Straffungen unter Druck.

«Bei ihren Maßnahmen müssen die Zentralbanken in der jetzigen Situation auch schädliche Nebenwirkungen auf die Konjunktur in Kauf nehmen. Die Inflationsbekämpfung hat jetzt Vorrang», sagte Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank. Entsprechend wurde der jüngste Arbeitsmarktbericht am Freitag besonders kritisch beäugt. Dieser zeigte, dass die US-Wirtschaft im April mehr Arbeitsplätze geschaffen hatte als erwartet.

Mit Blick auf Einzelwerte waren Ölkonzerne mal wieder eine positive Ausnahme wegen eines steigenden Ölpreises. Während die Debatte über ein europäisches Öl-Embargo gegen Russland weiter geht, sorgte die Ankündigung der USA für Preisauftrieb, dass ab diesem Herbst mit der Wiederbefüllung der strategischen Ölreserven begonnen werden soll. Chevron bauten ihren Tagesgewinn auf 2,7 Prozent aus und waren damit der beste Dow-Wert.

Ein düsterer Tag war es dagegen für Anleger im US-Sportartikelsektor. Während die Aktien von Under Armour nach Zahlen um mehr als ein Viertel abrutschten, wurden die Nike-Aktien im Dow mit einem Abschlag von 3,5 Prozent mit erfasst. Under Armour enttäuschte die Anleger nicht nur mit einem Quartalsverlust, sondern auch mit dem Jahresausblick. UBS-Analyst Jay Sole sieht für die Ergebnisschätzungen am Markt nun ein Korrekturrisiko von bis zu 19 Prozent.

An der Nasdaq kommen derweil die mittlerweile rekordtiefen Peloton-Aktien nicht wieder auf die Beine. Die Papiere des einst als großer Corona-Gewinner gehandelten Fitness-Spezialisten sackten am Freitag nochmals um 7,7 Prozent ab. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in Berufung auf Kreise berichtete, sucht das Unternehmen derzeit nach einem großen Investor, der mit 20 Prozent der Anteile einsteigen könnte.

Der Euro schloss sich dem Auf und Ab an den Aktienmärkten im Bereich zwischen 1,05 und 1,06 US-Dollar an. Zuletzt pendelte sich der Kurs mit 1,0548 Dollar in der Mitte der Tagesspanne ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0570 (Donnerstag: 1,0568) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9461 Euro.

US-Staatsanleihen haben sich am Freitag etwas leichter gezeigt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen fiel um 0,29 Prozent auf 117,72 Punkte. Die gegenläufige Rendite stieg in dieser Laufzeit bis auf 3,13 Prozent. Sie bewegte sich damit auf dem Niveau von Ende 2018.

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