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Bundesliga: Rose mag keine Hausaufgaben: „Mega intensive“ Videoeinheit

Ein Gradmesser für das Champions-League-Spiel gegen Glasgow war Bochum für RB Lepzig nicht. Spielerische und taktische Fortschritte waren erkennbar. Werner und Nkunku harmonieren immer besser.

Mit einer intensiven Videolehrstunde vermittelte Marco Rose seinem Team die Neuausrichtung seiner Fußball-Philosophie. Eine andere Chance hatte er auch nicht. Denn in der Länderspielpause war nur gut ein halbes Dutzend Profis auf dem Trainingsplatz verfügbar, taktische Einheiten waren kaum möglich. Und mit Homeoffice hat er schlechte Erfahrungen gemacht. „Bei Hausaufgaben bin ich ein bisschen skeptisch, das weiß ich von meiner Tochter“, sagte er nach dem überzeugenden 4:0 (2:0) gegen den VfL Bochum. „Ich hatte daher etwas vorbereitet, da fiel die Sitzung etwas länger aus, sie war mega intensiv. Aber schön, wenn die Jungs zuhören und das auch umsetzen“, betonte Rose.

So harmonierte das erstmals von ihm komplett gebrachte Sturmtrio mit Christopher Nkunku, Timo Werner und André Silva bestens. Mit ständigem Positionswechsel wirbelten sie die völlig überforderte VfL-Abwehr durcheinander. Kritiker hatten ein funktionierendes Zusammenspiel der Angreifer Nkunku und Werner bezweifelt. Rose will beide Fähigkeiten einen. „Ich begrüße sehr, dass Timo wieder da ist und Christo noch da ist, ich glaube nicht, dass Timo Christo was wegnimmt oder Christo Timo – beide können abschließen und identifizieren sich über Tore“, sagte Rose.

Werner (15. Minute) schoss die Leipziger am Samstag vor 44.403 Zuschauern in Führung, ehe Nkunku (23.) per Foulelfmeter erhöhte. Nach dem Wechsel staubte Werner (53.) zum 3:0 ab. Nkunku traf beim zweiten Elfmeter zunächst nur den Pfosten (63.), kurz vor Schluss gelang dem Franzosen aber doch noch der Doppelpack (85.). 

Nun müsse RB am Mittwoch in der Champions League nach zwei Niederlagen „eine ähnliche Leistung aufs Feld bringen“, fordert der RB-Coach. Aber war das Bundesliga-Schlusslicht überhaupt ein Gradmesser? Mitnichten. Die Bochumer agierten ängstlich, harmlos und hatten am Ende nur eine Chance in der 69. Minute. Da kommen die Schotten mit einer anderen Einstellung daher. „Gegen Celtic Glasgow wird von uns wieder viel Intensität verlangt“, sagte Marcel Halstenberg.

Laufbereitschaft, Tempo und Mentalität sind das eine, zielführend sind am Ende die Lösungen in der Box. Daher gab Rose seinem Team ganz klare Ansätze mit. „Wir haben mehr Vorgaben für die Abläufe im letzten Drittel. Der Trainer gibt viele Sachen vor, wie seine Handschrift ist“, betonte sein einstiger Musterschüler aus Salzburg, Xaver Schlager. Die Zielrichtung ist klar: „Er will das Team näher zusammenbringen, dass jeder für den anderen da ist, da coacht er uns täglich.“   

Offen bleibt noch, wie die Abwehr gegen Glasgow agiert. Immerhin war es gegen Bochum erst das dritte Zu-Null-Spiel in der Liga. Wirklich vor Aufgaben gestellt wurde die RB-Defensive dabei nicht. Halstenberg bekam vor David Raum den Vorzug und meinte nach gelungenem Auftritt: „Wenn man mich braucht, bin ich da. Wir gewinnen nur als Team.“ Keine Einsatzzeit bekam diesmal Neuzugang Abdou Diallo. „Wir hatten ein Gespräch gehabt, er gehört einfach auf den Platz, doch es ist am Ende auch eine Mischung aus Schonen und auf Verletzungen achten“, meinte Rose, der nach dem Ausfall von Lukas Klostermann mit Blick auf die Mammutaufgaben in drei Wettbewerben die Kräfte sinnvoll einteilen muss. 

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Bundesliga: Letsch nach verpatzten Einstand: „Nicht Angst und Bange“

Leipzigs Coach Rose hat seinen einstigen Chef aus Salzburger RB-Zeiten mit voller Offensivkraft überlaufen. Schlusslicht Bochum ist überfordert. „Waren wie blockiert“, meint Holtmann. Trainer Letsch strebt nach Lösungen.

Thomas Letsch wurde in Leipzig von seiner eigenen Spielphilosophie überrumpelt. Der neue Trainer des VfL Bochum hatte der „immensen Qualität von RB Leipzig“ nichts entgegenzusetzen. Die Sachsen wirbelten beim 4:0 (2:0)-Sieg nach Belieben, für das Schlusslicht stand am Samstag eine einzige Torchance danke Gerrit Holtmann (69. Minute) im Arbeitspapier. „Wir waren dem Gegner in allen Belangen unterlegen. Wir haben Leipzig eingeladen, die Tore zu machen, es hätten auch mehr sein können. Für uns ist es jetzt wichtig, Lösungen zu finden, die Lehren daraus zu ziehen“, sagte Letsch auf der Pressekonferenz Seite an Seite mit seinem einstigen Nachwuchscoach bei RB Salzburg. Marco Rose hatte gegen seinen Ex-Chef voll auf Offensivpower gesetzt und wurde belohnt.

„Das war ein total verdienter Sieg heute. Wir haben richtig viele Sachen gut umgesetzt, waren richtig scharf. Wir hatten eine Menge Chancen und haben trotzdem zu Null gespielt. Am Mittwoch in der Champions League müssen wir nach zwei Niederlagen eine ähnliche Leistung aufs Feld bringen“, betonte Rose.

Da steckt Letsch dann mittendrin im Aufarbeitungsprozess. „Jetzt geht es darum, Lösungen zu finden“, sagte er und will nicht über RB sprechen. „Sondern, wir müssen schauen, dass wir über 90 Minuten eine kompakte Mannschaftsleistung haben. Wir müssen überlegen, was die Ansätze sind, im Ballbesitz zu Torchancen zu kommen.“ Schon am Sonntagmorgen bittet er sein Team zum Training. Denn gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) wolle man sich anders präsentieren. „Nur, weil wir es heute nicht auf den Platz bekommen haben, heißt es nicht, dass wir es nie auf den Platz bekommen“, betonte Letsch.

Aber die Rückfallgefahr bleibt. So wie beim 0:2-Rückstand nach nur 23 Minuten. Erst schoss Timo Werner (15.) RB vor 44 403 Zuschauern in Führung, ehe Christopher Nkunku per Foulelfmeter erhöhte. Nach dem Wechsel staubte Werner (53.) zum 3:0 ab. Nkunku traf beim zweiten Foulelfmeter zunächst nur den Pfosten (63.), kurz vor Schluss gelang dem Franzosen aber doch noch der Doppelpack (85.). „Die Ergebnisse, die waren, sind natürlich in der Mannschaft drin und kommen je nach Spielverlauf wieder nach oben“, gab er zu Bedenken. Doch der 54-Jährige wolle nicht gerne über Probleme reden. „Mir geht es um Lösungen, es gibt ja schon Dinge, wo wir ansetzen können. Da ist mir auch nicht Angst und Bange, wir haben ein ganz anderes Spiel vor der Brust gegen Frankfurt, im eigenen Stadion. Da müssen wir es viel aktiver angehen“, sagte Letsch.

Dafür braucht er die richtigen Akteure. „Der Spieler, der sagt, wir sind in einer schwierigen Phase, wir geben auf, das sind die falschen. Ich bin meilenweit davon entfernt, nach einem Spiel zu sagen, oh je das ist ja viel schwieriger als ich es erwartet habe. Nein, wir wussten wie es ist“, sagte er. Selbstkritisch sah es vor allem Holtmann. „Wir hatten keine spielerische Lösung. Es ist auch meine Aufgabe, Lösungen zu finden, mich mehr zu bewegen. Gegen diese Topmannschaften finden wir dieses Jahr keine Lösungen, da müssen wir schnellstmöglich ansetzen. Gefühlt waren wir blockiert vom spielerischen her, das darf uns in der Situation nicht passieren.“

RB startete mit hoher Intensität, hätte durch Werner schon in Minute sechs führen können. Nachdem Silva (12.) per Drehschuss knapp das VfL-Gehäuse verfehlte, nutzte Werner (15.) seine zweite Chance zur Führung: Nach einem Ping-Pong-Ball reagierte der Nationalstürmer blitzschnell und schlenzte den Ball ins rechte obere Eck. Es war zugleich sein 100. Treffer für die Leipziger. RB lief weiter mit hohem Tempo an. Nachdem Bochum-Debütant Jannes Horn Nkunku nur per Foul stoppen konnte, verwandelte dieser den folgenden Strafstoß sicher, obwohl Manuel Riemann die Ecke erahnte. Nach dem Wechsel setzte Werner nach einem Pfostenschuss von Silva (53.) hellwach nach und erhöhte auf 3:0. Als dann der Unparteiische nach einem Fußtritt bei Halstenberg auf den Punkt zeigt, setzte Nkunku (63.) bei seinem zweiten Elfmeter den Ball an den Außenpfosten. In der 85. Minute machte er es besser und traf zum Endstand.

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Bochum Champions League Christopher Nkunku FC Red Bull Salzburg Gerrit Holtmann Leipzig Marco Rose RB Leipzig Thomas Letsch Timo Werner VfL Bochum

8. Spieltag: Letsch nach verpatztem Einstand: „Nicht Angst und Bange“

Leipzigs Coach Rose hat seinen einstigen Chef aus Salzburger RB-Zeiten mit voller Offensivkraft überlaufen. Schlusslicht Bochum ist überfordert. Trainer Letsch strebt nach Lösungen.

Thomas Letsch wurde in Leipzig von seiner eigenen Spielphilosophie überrumpelt. Der neue Trainer des VfL Bochum hatte der „immensen Qualität von RB Leipzig“ nichts entgegenzusetzen.

Die Sachsen wirbelten beim 4:0 (2:0)-Sieg nach Belieben, für das Schlusslicht stand eine einzige Torchance danke Gerrit Holtmann (69. Minute) im Arbeitspapier. „Wir waren dem Gegner in allen Belangen unterlegen. Wir haben Leipzig eingeladen, die Tore zu machen, es hätten auch mehr sein können. Für uns ist es jetzt wichtig, Lösungen zu finden, die Lehren daraus zu ziehen“, sagte Letsch auf der Pressekonferenz Seite an Seite mit seinem einstigen Nachwuchscoach bei RB Salzburg. Marco Rose hatte gegen seinen Ex-Chef voll auf Offensivpower gesetzt und wurde belohnt.

„Das war ein total verdienter Sieg heute. Wir haben richtig viele Sachen gut umgesetzt, waren richtig scharf. Wir hatten eine Menge Chancen und haben trotzdem zu Null gespielt. Am Mittwoch in der Champions League müssen wir nach zwei Niederlagen eine ähnliche Leistung aufs Feld bringen“, betonte Rose.

Sonntagfrüh Training

Da steckt Letsch dann mittendrin im Aufarbeitungsprozess. „Jetzt geht es darum, Lösungen zu finden“, sagte er und will nicht über RB sprechen. „Sondern, wir müssen schauen, dass wir über 90 Minuten eine kompakte Mannschaftsleistung haben. Wir müssen überlegen, was die Ansätze sind, im Ballbesitz zu Torchancen zu kommen.“ Schon am Sonntagmorgen bittet er sein Team zum Training. Denn gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) wolle man sich anders präsentieren. „Nur, weil wir es heute nicht auf den Platz bekommen haben, heißt es nicht, dass wir es nie auf den Platz bekommen“, betonte Letsch.

Aber die Rückfallgefahr bleibt. So wie beim 0:2-Rückstand nach nur 23 Minuten. Erst schoss Timo Werner (15.) RB vor 44.403 Zuschauern in Führung, ehe Christopher Nkunku per Foulelfmeter erhöhte. Nach dem Wechsel staubte Werner (53.) zum 3:0 ab. Nkunku traf beim zweiten Foulelfmeter zunächst nur den Pfosten (63.), kurz vor Schluss gelang dem Franzosen aber doch noch der Doppelpack (85.). „Die Ergebnisse, die waren, sind natürlich in der Mannschaft drin und kommen je nach Spielverlauf wieder nach oben“, gab er zu Bedenken. Doch der 54-Jährige wolle nicht gerne über Probleme reden. „Mir geht es um Lösungen, es gibt ja schon Dinge, wo wir ansetzen können. Da ist mir auch nicht Angst und Bange, wir haben ein ganz anderes Spiel vor der Brust gegen Frankfurt, im eigenen Stadion. Da müssen wir es viel aktiver angehen“, sagte Letsch.

Holtmann selbstkritisch

Dafür braucht er die richtigen Akteure. „Der Spieler, der sagt, wir sind in einer schwierigen Phase, wir geben auf, das sind die falschen. Ich bin meilenweit davon entfernt, nach einem Spiel zu sagen, oh je das ist ja viel schwieriger als ich es erwartet habe. Nein, wir wussten wie es ist“, sagte er. Selbstkritisch sah es vor allem Holtmann. „Wir hatten keine spielerische Lösung. Es ist auch meine Aufgabe, Lösungen zu finden, mich mehr zu bewegen. Gegen diese Topmannschaften finden wir dieses Jahr keine Lösungen, da müssen wir schnellstmöglich ansetzen. Gefühlt waren wir blockiert vom spielerischen her, das darf uns in der Situation nicht passieren.“

RB startete mit hoher Intensität, hätte durch Werner schon in Minute sechs führen können. Nachdem Silva (12.) per Drehschuss knapp das VfL-Gehäuse verfehlte, nutzte Werner (15.) seine zweite Chance zur Führung: Nach einem Ping-Pong-Ball reagierte der Nationalstürmer blitzschnell und schlenzte den Ball ins rechte obere Eck. Es war zugleich sein 100. Treffer für die Leipziger. RB lief weiter mit hohem Tempo an. Nachdem Bochum-Debütant Jannes Horn Nkunku nur per Foul stoppen konnte, verwandelte dieser den folgenden Strafstoß sicher, obwohl Manuel Riemann die Ecke erahnte. Nach dem Wechsel setzte Werner nach einem Pfostenschuss von Silva (53.) hellwach nach und erhöhte auf 3:0. Als dann der Unparteiische nach einem Fußtritt bei Halstenberg auf den Punkt zeigt, setzte Nkunku (63.) bei seinem zweiten Elfmeter den Ball an den Außenpfosten. In der 85. Minute machte er es besser und traf zum Endstand.

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André Silva Bochum Bundesliga Christopher Nkunku David Raum Leipzig Manuel Riemann Marcel Halstenberg Marco Rose RB Leipzig Thomas Letsch Timo Werner VfL Bochum Yussuf Poulsen

Bundesliga: 4:0-Sieg: Leipziger verderben Letsch den Bochum-Einstand

Leipzigs Coach Rose hat sich auch von seinem einstigen Chef im Salzburger RB-Kosmos nicht überraschen lassen. Die Sachsen spielten mit hohem Tempo auf. Schlusslicht Bochum war komplett überfordert.

Der VfL Bochum bleibt der Aufbaugegner für RB Leipzig. Der mehr als stotternd in die Saison gestartete Pokalsieger setzte am Samstag auf volle Offensivpower und wurde dafür mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg gegen die seit sieben Spielen sieglosen Bochumern belohnt. Mit dem dritten Saisonsieg kletterte der sächsische Fußball-Bundesligist vorübergehend von Rang zwölf auf neun und verdarb Thomas Letsch die Premiere als neuer Bochum-Trainer.

Timo Werner (15. Minute) schoss die Leipziger am Samstag vor 44.403 Zuschauern in Führung, ehe Christopher Nkunku (23.) per Foulelfmeter erhöhte. Nach dem Wechsel staubte Werner (53.) zum 3:0 ab. Nkunku traf beim Elfmeter zunächst nur den Pfosten (63.), kurz vor Schluss gelang dem Franzosen aber doch noch der Doppelpack (85.).

Der 46 Jahre alte RB-Cheftrainer Marco Rose setzte schon mit seiner Aufstellung ein offensives Zeichen, brachte neben Nkunku mit Werner und André Silva gleich beide noch zur Verfügung stehenden Stürmer, nachdem Yussuf Poulsen wegen eines Infekts passen musste. In der Viererkette bekam Marcel Halstenberg vor David Raum den Vorzug.

Bochums Trainer Letsch, einst Roses Chef bei RB Salzburg, setzte größtenteils auf die Spieler, die zuletzt beim 1. FC Köln einen Punkt einfuhren. „Ich habe Mannschaft vorgefunden, die intakt ist, die Trainingswoche war gut. Die Jungs sind sehr offen für neue Ideen. Wir wollen aber nicht alles von links auf rechts drehen“, sagte Letsch und betonte hinsichtlich seiner Bundesliga-Premiere: „Es ist etwas Besonderes, ich werde versuchen, es zu genießen. Aber wenn das Spiel losgeht, ist es schwer mit dem Genießen.“

So kam es auch. RB startete mit hoher Intensität, hätte durch Werner schon in Minute sechs führen können, doch der Schlenzer aus vollem Lauf ging nur an den Außenpfosten. Nachdem Silva (12.) per Drehschuss knapp das VfL-Gehäuse verfehlte, nutzte Werner (15.) seine zweite Chance zur Führung: Nach einem Ping-Pong-Ball reagierte der Nationalstürmer blitzschnell und schlenzte den Ball ins rechte obere Eck. Es war zugleich sein 100. Treffer für die Leipziger. RB lief weiter mit hohem Tempo an. Nachdem Bochum-Debütant Jannes Horn Nkunku nur per Foul stoppen konnte, verwandelte dieser den folgenden Strafstoß sicher, obwohl Manuel Riemann die Ecke erahnte.

Die Bochumer standen weiter tief, hatten kaum Offensivmomente. Die Leipziger wirbelten mit ihren Offensivkräften positionsunabhängig fast überall. Letsch reagierte zudem, brachte für den stark gelb-rot-gefährdeten Danilo Soares Erhan Masovic, stellte zudem von Dreier- auf Viererkette um. Das beeindruckte die Gastgeber nicht. Sie wirbelten weiter die VfL-Abwehr durcheinander.

Nach dem Wechsel setzte Werner nach einem Pfostenschuss von Silva (53.) hellwach nach und erhöhte auf 3:0. Wenig später verhinderte Riemann mit einem Reflex bei einem Szoboszlai-Schuss Schlimmeres. Als dann der Unparteiische nach einem Fußtritt bei Halstenberg auf den Punkt zeigt, setzte Nkunku (63.) bei seinem zweiten Elfmeter den Ball an den Außenpfosten. Der Bochumer Gerrit Holtmann sorgte in der 69. Minute mit einem Schuss aus halblinker Position für die erste Chance der Gäste. RB-Kapitän Peter Gulacsi war auf dem Posten. Rose wechselte dann komplett durch, nur Nkunku blieb auf dem Platz. Der Franzose (85.) kam dann nach einem Steilpass des eingewechselten Emil Forsberg zu seinem zweiten Treffer.

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André Silva Bochum Bundesliga Christopher Nkunku David Raum Leipzig Manuel Riemann Marcel Halstenberg Marco Rose RB Leipzig Thomas Letsch Timo Werner VfL Bochum Yussuf Poulsen

Bundesliga: 4:0-Sieg: Leipziger verderben Letsch den Bochum-Einstand

Leipzigs Coach Rose hat sich auch von seinem einstigen Chef im Salzburger RB-Kosmos nicht überraschen lassen. Die Sachsen spielten mit hohem Tempo auf. Schlusslicht Bochum war komplett überfordert.

Der VfL Bochum bleibt der Aufbaugegner für RB Leipzig. Der mehr als stotternd in die Saison gestartete Pokalsieger setzte am Samstag auf volle Offensivpower und wurde dafür mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg gegen die seit sieben Spielen sieglosen Bochumern belohnt. Mit dem dritten Saisonsieg kletterte der sächsische Fußball-Bundesligist vorübergehend von Rang zwölf auf neun und verdarb Thomas Letsch die Premiere als neuer Bochum-Trainer.

Timo Werner (15. Minute) schoss die Leipziger am Samstag vor 44.403 Zuschauern in Führung, ehe Christopher Nkunku (23.) per Foulelfmeter erhöhte. Nach dem Wechsel staubte Werner (53.) zum 3:0 ab. Nkunku traf beim Elfmeter zunächst nur den Pfosten (63.), kurz vor Schluss gelang dem Franzosen aber doch noch der Doppelpack (85.).

Der 46 Jahre alte RB-Cheftrainer Marco Rose setzte schon mit seiner Aufstellung ein offensives Zeichen, brachte neben Nkunku mit Werner und André Silva gleich beide noch zur Verfügung stehenden Stürmer, nachdem Yussuf Poulsen wegen eines Infekts passen musste. In der Viererkette bekam Marcel Halstenberg vor David Raum den Vorzug.

Bochums Trainer Letsch, einst Roses Chef bei RB Salzburg, setzte größtenteils auf die Spieler, die zuletzt beim 1. FC Köln einen Punkt einfuhren. „Ich habe Mannschaft vorgefunden, die intakt ist, die Trainingswoche war gut. Die Jungs sind sehr offen für neue Ideen. Wir wollen aber nicht alles von links auf rechts drehen“, sagte Letsch und betonte hinsichtlich seiner Bundesliga-Premiere: „Es ist etwas Besonderes, ich werde versuchen, es zu genießen. Aber wenn das Spiel losgeht, ist es schwer mit dem Genießen.“

So kam es auch. RB startete mit hoher Intensität, hätte durch Werner schon in Minute sechs führen können, doch der Schlenzer aus vollem Lauf ging nur an den Außenpfosten. Nachdem Silva (12.) per Drehschuss knapp das VfL-Gehäuse verfehlte, nutzte Werner (15.) seine zweite Chance zur Führung: Nach einem Ping-Pong-Ball reagierte der Nationalstürmer blitzschnell und schlenzte den Ball ins rechte obere Eck. Es war zugleich sein 100. Treffer für die Leipziger. RB lief weiter mit hohem Tempo an. Nachdem Bochum-Debütant Jannes Horn Nkunku nur per Foul stoppen konnte, verwandelte dieser den folgenden Strafstoß sicher, obwohl Manuel Riemann die Ecke erahnte.

Die Bochumer standen weiter tief, hatten kaum Offensivmomente. Die Leipziger wirbelten mit ihren Offensivkräften positionsunabhängig fast überall. Letsch reagierte zudem, brachte für den stark gelb-rot-gefährdeten Danilo Soares Erhan Masovic, stellte zudem von Dreier- auf Viererkette um. Das beeindruckte die Gastgeber nicht. Sie wirbelten weiter die VfL-Abwehr durcheinander.

Nach dem Wechsel setzte Werner nach einem Pfostenschuss von Silva (53.) hellwach nach und erhöhte auf 3:0. Wenig später verhinderte Riemann mit einem Reflex bei einem Szoboszlai-Schuss Schlimmeres. Als dann der Unparteiische nach einem Fußtritt bei Halstenberg auf den Punkt zeigt, setzte Nkunku (63.) bei seinem zweiten Elfmeter den Ball an den Außenpfosten. Der Bochumer Gerrit Holtmann sorgte in der 69. Minute mit einem Schuss aus halblinker Position für die erste Chance der Gäste. RB-Kapitän Peter Gulacsi war auf dem Posten. Rose wechselte dann komplett durch, nur Nkunku blieb auf dem Platz. Der Franzose (85.) kam dann nach einem Steilpass des eingewechselten Emil Forsberg zu seinem zweiten Treffer.

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Bundestrainer Deutschland DFB-Team England Fußball-Nationalmannschaft Gareth Southgate Hansi Flick Harry Kane Ilkay Gündogan Joshua Kimmich Kai Havertz Katar London Luke Shaw Mason Mount Nations League Nico Schlotterbeck Timo Werner Ungarn WM-Generalprobe

Nations League: WM-Zweifel bleiben nach 3:3 gegen England

Es sollte die Wiedergutmachung für die Ungarn-Pleite werden, am Ende bleiben aber viele Zweifel. In gut elf Minuten verspielt Deutschland eine 2:0-Führung in England. Immerhin rettet Havertz noch das Remis.

Nach einer wilden WM-Generalprobe umarmte Bundestrainer Hansi Flick seinen Kollegen Gareth Southgate und klatschte all seine Spieler ab, doch das positive Signal für Katar war leichtfertig verspielt.

Nach einer 2:0-Führung gab die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum Abschluss der Nations League am Montagabend in England in gut elf Minuten alles aus der Hand, ehe der zweifache Torschütze Kai Havertz gerade noch das glückliche 3:3 (0:0) rettete. Die durch das 0:1 gegen Ungarn plötzlich aufgekommenen WM-Zweifel konnten somit nicht vertrieben werden.

„Schnell drei Tore gefangen. Das darf nicht passieren“

„Es war ein guter Test. Ich nehme viele positive, aber auch ein paar negative Dinge mit“, sagte Flick beim TV-Sender RTL und ergänzte: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit haben wir es 20 Minuten ganz gut gemacht und verdient 2:0 geführt. Dann haben wir individuelle Fehler gemacht und schnell drei Tore gefangen. Das darf nicht passieren.“ Der Bundestrainer lobte aber, dass sein Team noch zurückgekommen sei.

58 Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Japan sah es danach aus, als würde Flick die Wiedergutmachung gelingen. Ilkay Gündogan per Foulelfmeter (53. Minute) und Havertz (67.) sorgten vor 78 949 Zuschauern für eine klare Führung. Doch England bestrafte die folgenden Abwehrfehler und drehte durch Luke Shaw (72.), Mason Mount (75.) und Harry Kane (83., Foulelfmeter) das Blatt, bevor Havertz doch noch der Ausgleich gelang (87.).

Der Bundestrainer entlässt seine WM-Kandidaten nun mit einem mauen Gefühl in einen intensiven Oktober mit Bundesliga und Champions League. Es gibt noch sehr viel zu tun. „Nach dem 2:0 werden wir viel zu passiv, verteidigen viel zu tief. Wir haben nicht mehr den Mut, gegen den Ball zu spielen. Eigentlich unerklärlich“, sagte Joshua Kimmich, der aber trotzdem Zuversicht verbreitete: „Eine Verbesserung war es auf jeden Fall, was Körpersprache, Engagement, Kontrolle vom Spiel angeht. Jeder Spieler hat nochmal sechs Wochen Zeit, sich ein gutes Gefühl zu holen. Dann werden wir angreifen.“ Ähnlich sah es Havertz: „Wir haben sieben Wochen Zeit, die Fehler abzustellen. Vielleicht war es ein gutes Spiel zum Lernen.“

England entfachte wenig Begeisterung

Bevor der Ball rollte, gab es erst einmal eine Schweigeminute für die jüngst gestorbene Königin Elizabeth II. – und selten war es in einem Fußball-Stadion derart leise wie dieses Mal in Wembley. Viel lauter wurde es aber auch danach nicht. Denn die Gastgeber konnten zunächst wenig Begeisterung entfachen, die Unsicherheiten waren nach den jüngsten Negativerlebnissen mit dem Abstieg aus der Nations League bei den Three Lions spürbar.

Die deutsche Mannschaft agierte etwas aktiver, attackierte früher und war nach der Ungarn-Pleite deutlich fokussierter. Man habe ein bisschen was gut zu machen, hatte Flick betont: „Ich erwarte, dass die Mannschaft Präsenz zeigt, dass sie Dominanz und Selbstvertrauen im Spiel hat.“

Das große Risiko scheuten aber beide Mannschaften. Die optische Überlegenheit des DFB-Teams brachte lange nichts ein. Dabei hatte Flick seine Offensive umgestellt. Thomas Müller, Timo Werner und Serge Gnabry mussten auf die Bank, dafür kamen Jamal Musiala und Kai Havertz neben dem nach vorne gezogenen Jonas Hofmann neu ins Team.

Musiala kam kaum zur Entfaltung

Vor allem von Musiala hatte sich Flick mehr Offensivkraft erhofft. Doch der Heimkehrer – der 19-Jährige spielte einst in Englands Nachwuchsmannschaften – wurde von den Gastgebern quasi in Manndeckung genommen und kam so in der Zentrale kaum zur Entfaltung. Die einzige deutsche Torchance in den ersten 45 Minuten resultierte aus einem Distanzschuss von Kimmich knapp neben das Tor (45.+2).

Da waren die Engländer mit ihrem schnellen Umschaltspiel schon gefährlicher. Vor allem Raheem Sterling hatte die Riesenchance zur Führung, als er Nico Schlotterbeck gekonnt aussteigen ließ, dann aber an dem glänzend parierenden Marc-André ter Stegen scheiterte (25.). Schlotterbeck war für den gesperrten Antonio Rüdiger in die Innenverteidigung neben seinem Dortmunder Kollegen Niklas Süle gerückt. Eine weitere gute Gelegenheit besaß Harry Kane im Anschluss an eine Ecke, als er den Ball knapp neben das Tor setzte (27.). Da wäre ter Stegen geschlagen gewesen.

Bloß nicht mit einer Niederlage zur WM! Entsprechend engagiert ging auch Flick in der Coaching-Zone zu Werke. Der Bundestrainer suchte nach Lösungen und brachte zur zweiten Halbzeit Werner, der auch gleich mal durch Kimmich in Szene gesetzt wurde (50.).

Plötzlich erspielte sich Deutschland Chancen

Die Führung bekam das DFB-Team aber eher von den Gastgebern in Person von Harry Maguire serviert. Der Verteidiger, der einst für 87 Millionen Euro zu Rekordmeister Manchester United gewechselt war, leistete sich einen schlimmen Fehlpass auf Musiala und trat dem Münchner anschließend beim Klärungsversuch auch noch gegen das Schienbein. Der VAR meldete sich, es gab zurecht Elfmeter. Gündogan verwandelte sicher, sein sechstes Tor beim sechsten Strafstoß.

Das Tor gab dem viermaligen Weltmeister Sicherheit. Auch die Umstellung – Havertz übernahm die Position von Musiala, der nun über außen viel wirkungsvoller war – machte sich bezahlt. Plötzlich erspielte sich Deutschland gegen die immer unsicherer agierenden Gastgeber Chancen. Dabei hätte Werner bei zwei Großchancen etwas für sein nicht gerade übersteigertes Selbstvertrauen tun können (59. und 62.).

Dafür glänzte Werner als Vorbereiter. Nachdem sich der völlig indisponierte Maguire in der gegnerischen Hälfte verdribbelte, ging es schnell. Über Musiala und Werner kam der Ball zu Havertz, der den Ball gekonnt vom Sechzehner ins obere Toreck schießt.

Führung verspielt

Doch wie zerbrechlich das deutsche Gefüge derzeit ist, zeigte sich im Anschluss. Erst wurde Shaw beim Anschlusstor auf der linken englischen Seite sträflich allein gelassen. Dann spazierte Bukayo Saka ungehindert durch das deutsche Mittelfeld und legte dem ebenfalls eingewechselten Mount zum Ausgleichstreffer auf. Und es kam noch schlimmer: Nach einem Foul von Schlotterbeck an den BVB-Kollegen Jude Bellingham, gab es Elfmeter, den Kane ganz sicher verwandelte. In elf Minuten hatte Deutschland alles verspielt, ehe Havertz nach einem Torwartfehler doch noch den Punkt rettete.

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Nations League: Torfestival in Wembley: Nach dem 3:3 gegen England bleiben große Zweifel an der DFB-Elf

Sechs Tore im Wembleystadion, aber kein Sieger: Die deutsche Nationalelf hat eine 2:0-Führung gegen England verspielt und am Ende ein 3:3 erreicht. Zum Schluss rettete Zweifach-Torschütze Kai Havertz ein Remis.

Hansi Flick lief durch seine Coaching Zone, dirigierte und feuerte an, doch das positive WM-Signal wurde leichtfertig verspielt. Trotz einer 2:0-Führung hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum Abschluss der Nations League am Montagabend in England nur ein am Ende glückliches 3:3 (0:0) gerettet. Die durch das 0:1 gegen Ungarn plötzlich aufgekommenen WM-Zweifel konnten somit nicht vertrieben werden.

58 Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Japan sah es danach aus, als würde Flick die Wiedergutmachung gelingen. Ilkay Gündogan per Foulelfmeter (53. Minute) und Kai Havertz (67.) sorgten vor 78 949 Zuschauern für eine klare Führung. Doch England bestrafte die folgenden Abwehrfehler und drehte durch Luke Shaw (72.), Mason Mount (75.) und Harry Kane (83., Foulelfmeter) das Blatt, bevor Havertz doch noch der Ausgleich gelang (87.).STERN PAID 36_22 Fußball Torwart Kevin Trapp Hände gut, alles gut 16.54h

Es gibt noch sehr viel zu tun

Der Bundestrainer entlässt seine WM-Kandidaten nun mit einem mauen Gefühl in einen intensiven Oktober mit Bundesliga und Champions League. Es gibt noch sehr viel zu tun.

Bevor der Ball rollte, gab es erst einmal eine Schweigeminute für die jüngst gestorbene Königin Elizabeth II. – und selten war es in einem Fußball-Stadion derart leise wie dieses Mal in Wembley. Viel lauter wurde es aber auch danach nicht. Denn die Gastgeber konnten zunächst wenig Begeisterung entfachen, die Unsicherheiten waren nach den jüngsten Negativerlebnissen mit dem Abstieg aus der Nations League bei den Three Lions spürbar.

Die deutsche Mannschaft agierte etwas aktiver, attackierte früher und war nach der Ungarn-Pleite deutlich fokussierter. Man habe ein bisschen was gut zu machen, hatte Flick betont: „Ich erwarte, dass die Mannschaft Präsenz zeigt, dass sie Dominanz und Selbstvertrauen im Spiel hat.“

Beide Teams scheuen das große Risiko

Das große Risiko scheuten aber beide Mannschaften. Die optische Überlegenheit des DFB-Teams brachte lange nichts ein. Dabei hatte Flick seine Offensive umgestellt. Thomas Müller, Timo Werner und Serge Gnabry mussten auf die Bank, dafür kamen Jamal Musiala und Kai Havertz neben dem nach vorne gezogenen Jonas Hofmann neu ins Team.

Vor allem von Musiala hatte sich Flick mehr Offensivkraft erhofft. Doch der Heimkehrer – der 19-Jährige spielte einst in Englands Nachwuchsmannschaften – wurde von den Gastgebern quasi in Manndeckung genommen und kam so in der Zentrale kaum zur Entfaltung. Die einzige deutsche Torchance in den ersten 45 Minuten resultierte aus einem Distanschuss von Joshua Kimmich knapp neben das Tor (45.+2).

Da waren die Engländer mit ihrem schnellen Umschaltspiel schon gefährlicher. Vor allem Raheem Sterling hatte die Riesenchance zur Führung, als er Nico Schlotterbeck gekonnt aussteigen ließ, dann aber an dem glänzend parierenden Marc-André ter Stegen scheiterte (25.). Schlotterbeck war für den gesperrten Antonio Rüdiger in die Innenverteidigung neben seinem Dortmunder Kollegen Niklas Süle gerückt. Eine weitere gute Gelegenheit besaß Harry Kane im Anschluss an eine Ecke, als er den Ball knapp neben das Tor setzte (27.). Da wäre ter Stegen geschlagen gewesen.

Führung der Deutschen von Maguire serviert

Bloß nicht mit einer Niederlage zur WM! Entsprechend engagiert ging auch Flick in der Coaching-Zone zu Werke. Der Bundestrainer suchte nach Lösungen und brachte zur zweiten Halbzeit Werner, der auch gleich mal durch Kimmich in Szene gesetzt wurde (50.).

Die Führung bekam das DFB-Team aber eher von den Gastgebern in Person von Harry Maguire serviert. Der Verteidiger, der einst für 87 Millionen Euro zu Rekordmeister Manchester United gewechselt war, leistete sich einen schlimmen Fehlpass auf Musiala und trat dem Münchner anschließend beim Klärungsversuch auch noch gegen das Schienbein. Der VAR meldete sich, es gab zurecht Elfmeter. Gündogan verwandelte sicher, sein sechstes Tor beim sechsten Strafstoß.

Das Tor gab dem viermaligen Weltmeister Sicherheit. Auch die Umstellung – Havertz übernahm die Position von Musiala, der nun über außen viel wirkungsvoller war – machte sich bezahlt. Plötzlich erspielte sich Deutschland gegen die immer unsicherer agierenden Gastgeber Chancen. Dabei hätte Werner bei zwei Großchancen etwas für sein nicht gerade übersteigertes Selbstvertrauen tun können (59. und 62.).

Werner glänzt als Vorbereiter

Dafür glänzte Werner als Vorbereiter. Nachdem sich der völlig indisponierte Maguire in der gegnerischen Hälfte verdribbelte, ging es schnell. Über Musiala und Werner kam der Ball zu Havertz, der den Ball gekonnt vom Sechzehner ins obere Toreck schießt.

Doch wie zerbrechlich das deutsche Gefüge derzeit ist, zeigte sich im Anschluss. Erst wurde Shaw beim Anschlusstor auf der linken englischen Seite sträflich allein gelassen. Dann spazierte Bukayo Saka ungehindert durch das deutsche Mittelfeld und legte dem ebenfalls eingewechselten Mount zum Ausgleichstreffer auf. Und es kam noch schlimmer: Nach einem Foul von Schlotterbeck an den BVB-Kollegen Jude Bellingham gab es Elfmeter, den Kane ganz sicher verwandelte. In elf Minuten hatte Deutschland alles verspielt, ehe Havertz nach einem Torwartfehler doch noch den Punkt rettete.

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Nations League: WM-Zweifel bleiben nach 3:3 gegen England

Es sollte die Wiedergutmachung für die Ungarn-Pleite werden, am Ende bleiben aber viele Zweifel. In gut elf Minuten verspielt Deutschland eine 2:0-Führung in England. Immerhin rettet Havertz noch das Remis.

Nach einer wilden WM-Generalprobe umarmte Bundestrainer Hansi Flick seinen Kollegen Gareth Southgate und klatschte all seine Spieler ab, doch das positive Signal für Katar war leichtfertig verspielt.

Nach einer 2:0-Führung gab die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum Abschluss der Nations League am Montagabend in England in gut elf Minuten alles aus der Hand, ehe der zweifache Torschütze Kai Havertz gerade noch das glückliche 3:3 (0:0) rettete. Die durch das 0:1 gegen Ungarn plötzlich aufgekommenen WM-Zweifel konnten somit nicht vertrieben werden.

„Schnell drei Tore gefangen. Das darf nicht passieren“

„Es war ein guter Test. Ich nehme viele positive, aber auch ein paar negative Dinge mit“, sagte Flick beim TV-Sender RTL und ergänzte: „Die erste Halbzeit war ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit haben wir es 20 Minuten ganz gut gemacht und verdient 2:0 geführt. Dann haben wir individuelle Fehler gemacht und schnell drei Tore gefangen. Das darf nicht passieren.“ Der Bundestrainer lobte aber, dass sein Team noch zurückgekommen sei.

58 Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Japan sah es danach aus, als würde Flick die Wiedergutmachung gelingen. Ilkay Gündogan per Foulelfmeter (53. Minute) und Havertz (67.) sorgten vor 78 949 Zuschauern für eine klare Führung. Doch England bestrafte die folgenden Abwehrfehler und drehte durch Luke Shaw (72.), Mason Mount (75.) und Harry Kane (83., Foulelfmeter) das Blatt, bevor Havertz doch noch der Ausgleich gelang (87.).

Der Bundestrainer entlässt seine WM-Kandidaten nun mit einem mauen Gefühl in einen intensiven Oktober mit Bundesliga und Champions League. Es gibt noch sehr viel zu tun. „Nach dem 2:0 werden wir viel zu passiv, verteidigen viel zu tief. Wir haben nicht mehr den Mut, gegen den Ball zu spielen. Eigentlich unerklärlich“, sagte Joshua Kimmich, der aber trotzdem Zuversicht verbreitete: „Eine Verbesserung war es auf jeden Fall, was Körpersprache, Engagement, Kontrolle vom Spiel angeht. Jeder Spieler hat nochmal sechs Wochen Zeit, sich ein gutes Gefühl zu holen. Dann werden wir angreifen.“ Ähnlich sah es Havertz: „Wir haben sieben Wochen Zeit, die Fehler abzustellen. Vielleicht war es ein gutes Spiel zum Lernen.“

England entfachte wenig Begeisterung

Bevor der Ball rollte, gab es erst einmal eine Schweigeminute für die jüngst gestorbene Königin Elizabeth II. – und selten war es in einem Fußball-Stadion derart leise wie dieses Mal in Wembley. Viel lauter wurde es aber auch danach nicht. Denn die Gastgeber konnten zunächst wenig Begeisterung entfachen, die Unsicherheiten waren nach den jüngsten Negativerlebnissen mit dem Abstieg aus der Nations League bei den Three Lions spürbar.

Die deutsche Mannschaft agierte etwas aktiver, attackierte früher und war nach der Ungarn-Pleite deutlich fokussierter. Man habe ein bisschen was gut zu machen, hatte Flick betont: „Ich erwarte, dass die Mannschaft Präsenz zeigt, dass sie Dominanz und Selbstvertrauen im Spiel hat.“

Das große Risiko scheuten aber beide Mannschaften. Die optische Überlegenheit des DFB-Teams brachte lange nichts ein. Dabei hatte Flick seine Offensive umgestellt. Thomas Müller, Timo Werner und Serge Gnabry mussten auf die Bank, dafür kamen Jamal Musiala und Kai Havertz neben dem nach vorne gezogenen Jonas Hofmann neu ins Team.

Musiala kam kaum zur Entfaltung

Vor allem von Musiala hatte sich Flick mehr Offensivkraft erhofft. Doch der Heimkehrer – der 19-Jährige spielte einst in Englands Nachwuchsmannschaften – wurde von den Gastgebern quasi in Manndeckung genommen und kam so in der Zentrale kaum zur Entfaltung. Die einzige deutsche Torchance in den ersten 45 Minuten resultierte aus einem Distanzschuss von Kimmich knapp neben das Tor (45.+2).

Da waren die Engländer mit ihrem schnellen Umschaltspiel schon gefährlicher. Vor allem Raheem Sterling hatte die Riesenchance zur Führung, als er Nico Schlotterbeck gekonnt aussteigen ließ, dann aber an dem glänzend parierenden Marc-André ter Stegen scheiterte (25.). Schlotterbeck war für den gesperrten Antonio Rüdiger in die Innenverteidigung neben seinem Dortmunder Kollegen Niklas Süle gerückt. Eine weitere gute Gelegenheit besaß Harry Kane im Anschluss an eine Ecke, als er den Ball knapp neben das Tor setzte (27.). Da wäre ter Stegen geschlagen gewesen.

Bloß nicht mit einer Niederlage zur WM! Entsprechend engagiert ging auch Flick in der Coaching-Zone zu Werke. Der Bundestrainer suchte nach Lösungen und brachte zur zweiten Halbzeit Werner, der auch gleich mal durch Kimmich in Szene gesetzt wurde (50.).

Plötzlich erspielte sich Deutschland Chancen

Die Führung bekam das DFB-Team aber eher von den Gastgebern in Person von Harry Maguire serviert. Der Verteidiger, der einst für 87 Millionen Euro zu Rekordmeister Manchester United gewechselt war, leistete sich einen schlimmen Fehlpass auf Musiala und trat dem Münchner anschließend beim Klärungsversuch auch noch gegen das Schienbein. Der VAR meldete sich, es gab zurecht Elfmeter. Gündogan verwandelte sicher, sein sechstes Tor beim sechsten Strafstoß.

Das Tor gab dem viermaligen Weltmeister Sicherheit. Auch die Umstellung – Havertz übernahm die Position von Musiala, der nun über außen viel wirkungsvoller war – machte sich bezahlt. Plötzlich erspielte sich Deutschland gegen die immer unsicherer agierenden Gastgeber Chancen. Dabei hätte Werner bei zwei Großchancen etwas für sein nicht gerade übersteigertes Selbstvertrauen tun können (59. und 62.).

Dafür glänzte Werner als Vorbereiter. Nachdem sich der völlig indisponierte Maguire in der gegnerischen Hälfte verdribbelte, ging es schnell. Über Musiala und Werner kam der Ball zu Havertz, der den Ball gekonnt vom Sechzehner ins obere Toreck schießt.

Führung verspielt

Doch wie zerbrechlich das deutsche Gefüge derzeit ist, zeigte sich im Anschluss. Erst wurde Shaw beim Anschlusstor auf der linken englischen Seite sträflich allein gelassen. Dann spazierte Bukayo Saka ungehindert durch das deutsche Mittelfeld und legte dem ebenfalls eingewechselten Mount zum Ausgleichstreffer auf. Und es kam noch schlimmer: Nach einem Foul von Schlotterbeck an den BVB-Kollegen Jude Bellingham, gab es Elfmeter, den Kane ganz sicher verwandelte. In elf Minuten hatte Deutschland alles verspielt, ehe Havertz nach einem Torwartfehler doch noch den Punkt rettete.

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Nations League: Deutsche WM-Zweifel bleiben nach Remis gegen England

Es sollte die Wiedergutmachung für die Ungarn-Pleite werden, am Ende bleiben aber viele Zweifel. In gut elf Minuten verspielt Deutschland eine 2:0-Führung in England. Immerhin rettet Havertz noch das Remis.

Hansi Flick lief durch seine Coaching Zone, dirigierte und feuerte an, doch das positive WM-Signal wurde leichtfertig verspielt. Trotz einer 2:0-Führung hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum Abschluss der Nations League in England nur ein am Ende glückliches 3:3 (0:0) gerettet.

Die durch das 0:1 gegen Ungarn plötzlich aufgekommenen WM-Zweifel konnten somit nicht vertrieben werden. 58 Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Japan sah es danach aus, als würde Flick die Wiedergutmachung gelingen. Ilkay Gündogan per Foulelfmeter (53. Minute) und Kai Havertz (67.) sorgten vor 78.949 Zuschauern für eine klare Führung. Doch England bestrafte die folgenden Abwehrfehler und drehte durch Luke Shaw (72.), Mason Mount (75.) und Harry Kane (83., Foulelfmeter) das Blatt, bevor Havertz doch noch der Ausgleich gelang (87.).

Der Bundestrainer entlässt seine WM-Kandidaten nun mit einem mauen Gefühl in einen intensiven Oktober mit Bundesliga und Champions League. Es gibt noch sehr viel zu tun.

England entfachte wenig Begeisterung

Bevor der Ball rollte, gab es erst einmal eine Schweigeminute für die jüngst gestorbene Königin Elizabeth II. – und selten war es in einem Fußball-Stadion derart leise wie dieses Mal in Wembley. Viel lauter wurde es aber auch danach nicht. Denn die Gastgeber konnten zunächst wenig Begeisterung entfachen, die Unsicherheiten waren nach den jüngsten Negativerlebnissen mit dem Abstieg aus der Nations League bei den Three Lions spürbar.

Die deutsche Mannschaft agierte etwas aktiver, attackierte früher und war nach der Ungarn-Pleite deutlich fokussierter. Man habe ein bisschen was gut zu machen, hatte Flick betont: „Ich erwarte, dass die Mannschaft Präsenz zeigt, dass sie Dominanz und Selbstvertrauen im Spiel hat.“

Das große Risiko scheuten aber beide Mannschaften. Die optische Überlegenheit des DFB-Teams brachte lange nichts ein. Dabei hatte Flick seine Offensive umgestellt. Thomas Müller, Timo Werner und Serge Gnabry mussten auf die Bank, dafür kamen Jamal Musiala und Kai Havertz neben dem nach vorne gezogenen Jonas Hofmann neu ins Team.

Musiala kam kaum zur Entfaltung

Vor allem von Musiala hatte sich Flick mehr Offensivkraft erhofft. Doch der Heimkehrer – der 19-Jährige spielte einst in Englands Nachwuchsmannschaften – wurde von den Gastgebern quasi in Manndeckung genommen und kam so in der Zentrale kaum zur Entfaltung. Die einzige deutsche Torchance in den ersten 45 Minuten resultierte aus einem Distanschuss von Joshua Kimmich knapp neben das Tor (45.+2).

Da waren die Engländer mit ihrem schnellen Umschaltspiel schon gefährlicher. Vor allem Raheem Sterling hatte die Riesenchance zur Führung, als er Nico Schlotterbeck gekonnt aussteigen ließ, dann aber an dem glänzend parierenden Marc-André ter Stegen scheiterte (25.). Schlotterbeck war für den gesperrten Antonio Rüdiger in die Innenverteidigung neben seinem Dortmunder Kollegen Niklas Süle gerückt. Eine weitere gute Gelegenheit besaß Harry Kane im Anschluss an eine Ecke, als er den Ball knapp neben das Tor setzte (27.). Da wäre ter Stegen geschlagen gewesen.

Bloß nicht mit einer Niederlage zur WM! Entsprechend engagiert ging auch Flick in der Coaching-Zone zu Werke. Der Bundestrainer suchte nach Lösungen und brachte zur zweiten Halbzeit Werner, der auch gleich mal durch Kimmich in Szene gesetzt wurde (50.).

Plötzlich erspielte sich Deutschland Chancen

Die Führung bekam das DFB-Team aber eher von den Gastgebern in Person von Harry Maguire serviert. Der Verteidiger, der einst für 87 Millionen Euro zu Rekordmeister Manchester United gewechselt war, leistete sich einen schlimmen Fehlpass auf Musiala und trat dem Münchner anschließend beim Klärungsversuch auch noch gegen das Schienbein. Der VAR meldete sich, es gab zurecht Elfmeter. Gündogan verwandelte sicher, sein sechstes Tor beim sechsten Strafstoß.

Das Tor gab dem viermaligen Weltmeister Sicherheit. Auch die Umstellung – Havertz übernahm die Position von Musiala, der nun über außen viel wirkungsvoller war – machte sich bezahlt. Plötzlich erspielte sich Deutschland gegen die immer unsicherer agierenden Gastgeber Chancen. Dabei hätte Werner bei zwei Großchancen etwas für sein nicht gerade übersteigertes Selbstvertrauen tun können (59. und 62.).

Dafür glänzte Werner als Vorbereiter. Nachdem sich der völlig indisponierte Maguire in der gegnerischen Hälfte verdribbelte, ging es schnell. Über Musiala und Werner kam der Ball zu Havertz, der den Ball gekonnt vom Sechzehner ins obere Toreck schießt.

Führung verspielt

Doch wie zerbrechlich das deutsche Gefüge derzeit ist, zeigte sich im Anschluss. Erst wurde Shaw beim Anschlusstor auf der linken englischen Seite sträflich allein gelassen. Dann spazierte Bukayo Saka ungehindert durch das deutsche Mittelfeld und legte dem ebenfalls eingewechselten Mount zum Ausgleichstreffer auf. Und es kam noch schlimmer: Nach einem Foul von Schlotterbeck an den BVB-Kollegen Jude Bellingham gab es Elfmeter, den Kane ganz sicher verwandelte. In elf Minuten hatte Deutschland alles verspielt, ehe Havertz nach einem Torwartfehler doch noch den Punkt rettete.

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Nations League: Torfestival in Wembley: Nach dem 3:3 gegen England bleiben große Zweifel an der DFB-Elf

Sechs Tore im Wembleystadion, aber kein Sieger: Die deutsche Nationalelf hat eine 2:0-Führung gegen England verspielt und am Ende ein 3:3 erreicht. Zum Schluss rettete Zweifach-Torschütze Kai Havertz ein Remis.

Hansi Flick lief durch seine Coaching Zone, dirigierte und feuerte an, doch das positive WM-Signal wurde leichtfertig verspielt. Trotz einer 2:0-Führung hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft zum Abschluss der Nations League am Montagabend in England nur ein am Ende glückliches 3:3 (0:0) gerettet. Die durch das 0:1 gegen Ungarn plötzlich aufgekommenen WM-Zweifel konnten somit nicht vertrieben werden.

58 Tage vor dem Eröffnungsspiel gegen Japan sah es danach aus, als würde Flick die Wiedergutmachung gelingen. Ilkay Gündogan per Foulelfmeter (53. Minute) und Kai Havertz (67.) sorgten vor 78 949 Zuschauern für eine klare Führung. Doch England bestrafte die folgenden Abwehrfehler und drehte durch Luke Shaw (72.), Mason Mount (75.) und Harry Kane (83., Foulelfmeter) das Blatt, bevor Havertz doch noch der Ausgleich gelang (87.).STERN PAID 36_22 Fußball Torwart Kevin Trapp Hände gut, alles gut 16.54h

Es gibt noch sehr viel zu tun

Der Bundestrainer entlässt seine WM-Kandidaten nun mit einem mauen Gefühl in einen intensiven Oktober mit Bundesliga und Champions League. Es gibt noch sehr viel zu tun.

Bevor der Ball rollte, gab es erst einmal eine Schweigeminute für die jüngst gestorbene Königin Elizabeth II. – und selten war es in einem Fußball-Stadion derart leise wie dieses Mal in Wembley. Viel lauter wurde es aber auch danach nicht. Denn die Gastgeber konnten zunächst wenig Begeisterung entfachen, die Unsicherheiten waren nach den jüngsten Negativerlebnissen mit dem Abstieg aus der Nations League bei den Three Lions spürbar.

Die deutsche Mannschaft agierte etwas aktiver, attackierte früher und war nach der Ungarn-Pleite deutlich fokussierter. Man habe ein bisschen was gut zu machen, hatte Flick betont: „Ich erwarte, dass die Mannschaft Präsenz zeigt, dass sie Dominanz und Selbstvertrauen im Spiel hat.“

Beide Teams scheuen das große Risiko

Das große Risiko scheuten aber beide Mannschaften. Die optische Überlegenheit des DFB-Teams brachte lange nichts ein. Dabei hatte Flick seine Offensive umgestellt. Thomas Müller, Timo Werner und Serge Gnabry mussten auf die Bank, dafür kamen Jamal Musiala und Kai Havertz neben dem nach vorne gezogenen Jonas Hofmann neu ins Team.

Vor allem von Musiala hatte sich Flick mehr Offensivkraft erhofft. Doch der Heimkehrer – der 19-Jährige spielte einst in Englands Nachwuchsmannschaften – wurde von den Gastgebern quasi in Manndeckung genommen und kam so in der Zentrale kaum zur Entfaltung. Die einzige deutsche Torchance in den ersten 45 Minuten resultierte aus einem Distanschuss von Joshua Kimmich knapp neben das Tor (45.+2).

Da waren die Engländer mit ihrem schnellen Umschaltspiel schon gefährlicher. Vor allem Raheem Sterling hatte die Riesenchance zur Führung, als er Nico Schlotterbeck gekonnt aussteigen ließ, dann aber an dem glänzend parierenden Marc-André ter Stegen scheiterte (25.). Schlotterbeck war für den gesperrten Antonio Rüdiger in die Innenverteidigung neben seinem Dortmunder Kollegen Niklas Süle gerückt. Eine weitere gute Gelegenheit besaß Harry Kane im Anschluss an eine Ecke, als er den Ball knapp neben das Tor setzte (27.). Da wäre ter Stegen geschlagen gewesen.

Führung der Deutschen von Maguire serviert

Bloß nicht mit einer Niederlage zur WM! Entsprechend engagiert ging auch Flick in der Coaching-Zone zu Werke. Der Bundestrainer suchte nach Lösungen und brachte zur zweiten Halbzeit Werner, der auch gleich mal durch Kimmich in Szene gesetzt wurde (50.).

Die Führung bekam das DFB-Team aber eher von den Gastgebern in Person von Harry Maguire serviert. Der Verteidiger, der einst für 87 Millionen Euro zu Rekordmeister Manchester United gewechselt war, leistete sich einen schlimmen Fehlpass auf Musiala und trat dem Münchner anschließend beim Klärungsversuch auch noch gegen das Schienbein. Der VAR meldete sich, es gab zurecht Elfmeter. Gündogan verwandelte sicher, sein sechstes Tor beim sechsten Strafstoß.

Das Tor gab dem viermaligen Weltmeister Sicherheit. Auch die Umstellung – Havertz übernahm die Position von Musiala, der nun über außen viel wirkungsvoller war – machte sich bezahlt. Plötzlich erspielte sich Deutschland gegen die immer unsicherer agierenden Gastgeber Chancen. Dabei hätte Werner bei zwei Großchancen etwas für sein nicht gerade übersteigertes Selbstvertrauen tun können (59. und 62.).

Werner glänzt als Vorbereiter

Dafür glänzte Werner als Vorbereiter. Nachdem sich der völlig indisponierte Maguire in der gegnerischen Hälfte verdribbelte, ging es schnell. Über Musiala und Werner kam der Ball zu Havertz, der den Ball gekonnt vom Sechzehner ins obere Toreck schießt.

Doch wie zerbrechlich das deutsche Gefüge derzeit ist, zeigte sich im Anschluss. Erst wurde Shaw beim Anschlusstor auf der linken englischen Seite sträflich allein gelassen. Dann spazierte Bukayo Saka ungehindert durch das deutsche Mittelfeld und legte dem ebenfalls eingewechselten Mount zum Ausgleichstreffer auf. Und es kam noch schlimmer: Nach einem Foul von Schlotterbeck an den BVB-Kollegen Jude Bellingham gab es Elfmeter, den Kane ganz sicher verwandelte. In elf Minuten hatte Deutschland alles verspielt, ehe Havertz nach einem Torwartfehler doch noch den Punkt rettete.

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