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Börse in Frankfurt: Dax im Minus – Weitere Talfahrt vor großem Verfall

Vor dem großen Verfall an den Terminbörsen hat sich auch am Freitag die jüngste Talfahrt im Dax fortgesetzt. Negative Impulse kamen von der Wall Street, die am Vorabend neuerliche Verluste insbesondere bei Technologiewerten verzeichnete. Nach dem schwachen Start sackte der deutsche Leitindex im frühen Handel weiter ab und stand zuletzt 1,70 Prozent tiefer bei 12.736,88 Zählern. Mit dem Schock durch die anhaltend hohe Teuerung in den USA und der Aussicht auf einen gravierenden Schritt der US-Notenbank Fed sind die Inflations- und Zinssorgen der Anleger in dieser Woche wieder größer geworden.

Vor dem großen Verfall an den Terminbörsen hat sich auch am Freitag die jüngste Talfahrt im Dax fortgesetzt. Negative Impulse kamen von der Wall Street, die am Vorabend neuerliche Verluste insbesondere bei Technologiewerten verzeichnete. Nach dem schwachen Start sackte der deutsche Leitindex im frühen Handel weiter ab und stand zuletzt 1,70 Prozent tiefer bei 12.736,88 Zählern. Mit dem Schock durch die anhaltend hohe Teuerung in den USA und der Aussicht auf einen gravierenden Schritt der US-Notenbank Fed sind die Inflations- und Zinssorgen der Anleger in dieser Woche wieder größer geworden.

Der MDax der mittelgroßen Werte verlor im frühen Freitagshandel 2,23 Prozent auf 23.910,89 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,6 Prozent ein. Teils positive Konjunkturdaten aus China, wo sich Einzelhandel und Industrie zuletzt unerwartet gut entwickelten, würden damit am Markt kaum honoriert, hieß es von Börsianern. Allerdings blieb die erdölverarbeitende Industrie des größten Ölimporteurs der Welt unter Druck.

Im weiteren Tagesverlauf könnte es noch einmal wegen des großen Verfalls zu größeren Schwankungen kommen. Anleger versuchen oft, die Kurse noch in eine für sie günstige Richtung zu bewegen

Im deutschen Leitindex gab es am Morgen nur Verlierer. Dabei stachen die Papiere der Post mit den größten Abschlägen hervor. Sie fielen auf ein Tief seit Mitte 2020 und verloren zuletzt mehr als sechs Prozent. Für den Kursrutsch sorgten die schwachen Zahlen und eine zurückgezogene Gewinnprognose des US-Konkurrenten Fedex. Zur Begründung hatten die US-Amerikaner hatten auf das eingetrübte wirtschaftliche Umfeld verwiesen.

Bewegt zeigten sich auch zahlreiche Immobilienwerte nach großen Sektorstudien von Goldman Sachs, JPMorgan und Barclays. Die sehr zinsempfindliche Branche steht aktuell wegen der Aussichten auf weiter steigende Zinsen der Notenbanken unter Druck und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Einzelhändlern um die schwächste Branche des Jahres. Auch am letzten Handelstag der Woche zeigte sich der Sektor europaweit schwach. Hierzulande standen Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG & Co nach den teils skeptischen Analystenstimmen allesamt im Minus.

TAG Immobilien jedoch kletterten gegen den Trend an der MDax-Spitze um zweieinhalb Prozent nach oben – Barclays-Experte Sander Bunck hob sein Votum um zwei Stufen auf „Overweight“.

Aktien des angeschlagenen Versorgers Uniper blieben im Abwärtssog und fielen mit mehr als 15 Prozent auf dem letzten MDax-Platz auf ein Rekordtief. Chemiewerte wie BASF, K+S und Wacker Chemie fielen ebenfalls mit hohen Verlusten von bis zu sieben Prozent auf – die Branche ist der größte Gasverbraucher in Deutschland und entsprechend stark von der Energiekrise betroffen.

Auch Anteile am Sportartikelhersteller Adidas setzten nach einer skeptischen Studie durch die Analysten von Cowen ihre Talfahrt fort auf ein weiteres Tief seit 2016. Hier betrug das Minus zuletzt 1,7 Prozent.

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Gibraltar Großbritannien JPMorgan Chase Megajacht Russland Ukraine

75 Millionen Euro wert: 63 Interessenten wollen Oligarchen-Jacht „Axioma“ ersteigern – nur den Alkohol an Bord bekommen sie nicht

Sie ist die erste Mega-Jacht eines russischen Milliardärs, die seit Beginn des Kriegs in der Ukraine versteigert werden soll: die „Axioma“. Die 72 Meter lange Jacht hat dabei jede Menge Interessenten, wer den Zuschlag erhält, ist aber noch unklar.

Die Versteigerung der Luxusjacht des russischen Oligarchen Dimitri Pumpianski in Gibraltar ist auf ein gewaltiges Interesse gestoßen. Wie das zuständige Gericht des britischen Gebiets am Dienstag mitteilte, wurden für die „Axioma“ 63 Gebote eingereicht. Die Bieterphase ist nun abgeschlossen, jetzt wird über den Käufer entschieden. Der Verkauf könnte in „zwischen zehn und 14 Tagen“ abgeschlossen werden, wie das Gericht erklärte.

Das 72 Meter lange Schiff war im März im Zuge der Sanktionen beschlagnahmt worden, die Großbritannien gegen Russland wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt hatte. Ein Gericht in Gibraltar ordnete dann im Juni die Versteigerung der „Axioma“ zum „höchstmöglichen Preis“ an. Nicht Teil der Versteigerung sind die Weinflaschen und anderer Alkohol der Bar der Jacht mit einem geschätzten Wert von 150.000 Euro.

Oligarchen-Jachten

Die Jacht war nicht nur bei Pumpianski beliebt, sondern auch bei Stars. An Bord soll das berühmte Foto von Kendall Jenner entstanden sein, die ihre Haare zu Herzen formte. Gleichzeitig machten auch die Hadid-Schwestern und Hailey Baldwin Urlaub an Bord der Super-Jacht.

Megajacht „Axioma“: Bruch eines Kreditvertrags Grund für Beschlagnahmung

Mit der Beschlagnahmung von Pumpianskis Jacht war die Justiz des kleinen britischen Gebiets an der Südspitze Spaniens einer Beschwerde der US-Bank JP Morgan gefolgt. Die Bank hatte im Dezember 2021 einen Kredit von 20,5 Millionen Euro an eine Gesellschaft vergeben, die auf den Britischen Jungferninseln registriert war. Zu den Eigentümern dieser Gesellschaft zählte eine zypriotische Firma, die wiederum im Besitz von Pumpianski war.

JP Morgan betrachtete die Auflistung Pumpianskis auf der britischen Sanktionsliste gegen Russland als Bruch des Kreditvertrags. Daher beantragte die Bank in Gibraltar, die unter maltesischer Flagge fahrende Jacht zu beschlagnahmen und zu verkaufen. JP Morgan verlangt, dass mit dem Erlös aus dem Verkauf der Kredit zurückerstattet wird.

Pumpianski ist Chef des größten russischen Pipeline-Herstellers TMK. Daher bestehen gegen ihn auch Sanktionen der EU im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Wegen des Ukraine-Kriegs haben mehrere europäische Länder, darunter auch Spanien, Italien und Frankreich, Jachten russischer Oligarchen beschlagnahmt.

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China DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main Inflation JPMorgan Chase MDAX

Börse in Frankfurt: Dax gibt anfängliche Gewinne ab – weiter Risiken

Der Dax hat am Montag seine Auftaktgewinne abgegeben. Der deutsche Leitindex sank zuletzt um 0,14 Prozent auf 13.776,76 Punkte. Anzeichen einer nachlassenden US-Inflation hatten den Börsen in den vergangenen Tagen kräftig Auftrieb gegeben. Doch die Risiken für die Märkte sind weiter vorhanden. Der MDax notierte kaum verändert mit minus 0,02 Prozent auf 27.903,14 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat ebenfalls auf der Stelle.

Der Dax hat am Montag seine Auftaktgewinne abgegeben. Der deutsche Leitindex sank zuletzt um 0,14 Prozent auf 13.776,76 Punkte. Anzeichen einer nachlassenden US-Inflation hatten den Börsen in den vergangenen Tagen kräftig Auftrieb gegeben. Doch die Risiken für die Märkte sind weiter vorhanden. Der MDax notierte kaum verändert mit minus 0,02 Prozent auf 27.903,14 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 trat ebenfalls auf der Stelle.

Wirtschaftsdaten aus China fielen zum Wochenbeginn schwach aus. Sie zeigten, dass die Wachstumslokomotive im Reich der Mitte an Fahrt verliere, sagte Christian Henke, Analyst beim Broker IG. Er merkte zudem an, dass die Energie- und Rohstoffpreise immer noch deutlich zu hoch seien und die Inflation noch Welten vom Zielwert der Notenbanken entfernt.

Als wenig hilfreich für den Aktienmarkt erweist sich zudem der weiter sinkende Rheinpegel. Damit drohen Einschränkungen für die Schifffahrt auf dem für die Wirtschaft so wichtigen Transportweg. Nach dem Streit um den Taiwan-Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi vor etwa zwei Wochen sorgt außerdem die Visite einer weiteren US-Delegation in Taipeh für neue geopolitische Spannungen.

Im Dax schwankten die Papiere des Konsumgüterkonzerns Henkel nach Quartalszahlen und einer erhöhten Umsatzprognose recht stark. Zuletzt notierten sie knapp im Minus. JPMorgan-Analystin Celine Pannuti sieht Gewinnmitnahmen als Grund für eine mögliche Kursschwäche.

Hellofresh schnellten um mehr als neun Prozent hoch nach endgültigen Quartalszahlen. In den Details sahen Experten Licht und Schatten, verwiesen aber auch auf eher optimistischer Managementaussagen zu den zuletzt gesenkten Jahreszielen. Kursstützend könnte auch wirken, dass die US-Bank JPMorgan den europäischen Internetsektor positiver betrachtet. Die Bedingungen für Wachstum verbesserten sich, hieß es in einer aktuellen Studie von Analyst Marcus Diebel.

Die Anteile des Versorgers Uniper unternahmen mit einem Plus von fast neun Prozent einen weiteren Erholungsversuch. Nach Zahlen ging es ferner für die Aktien des Solar- und Windpark-Betreibers Encavis um vier Prozent hoch, hingegen sackten Nordex um 2,7 Prozent ab. Die Stammaktien des Autovermieters Sixt sanken nach einer vom Investmenthaus Stifel gestrichenen Kaufempfehlung um drei Prozent.

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DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main Inflation JPMorgan Chase MDAX US-Notenbank USA

Börse in Frankfurt: Dax im Plus – Freundlicher Start in die neue Börsenwoche

Der Dax hat am Montag seine Verluste vom Freitag fast wieder wettgemacht. Der deutsche Leitindex stieg im frühen Handel um 0,64 Prozent auf 13.660,40 Punkte und knüpfte damit an die insgesamt freundlich verlaufene erste Augustwoche an. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Morgen um 0,20 Prozent auf 27.828,29 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,60 Prozent auf 3747,88 Zähler.

Der Dax hat am Montag seine Verluste vom Freitag fast wieder wettgemacht. Der deutsche Leitindex stieg im frühen Handel um 0,64 Prozent auf 13.660,40 Punkte und knüpfte damit an die insgesamt freundlich verlaufene erste Augustwoche an. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Morgen um 0,20 Prozent auf 27.828,29 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,60 Prozent auf 3747,88 Zähler.

Jochen Stanzl, Analyst beim Broker CMC Markets, bleibt jedoch vorsichtig: „In dieser Woche sind alle Augen auf die neuen Daten zur Inflation in den USA gerichtet. Nach den starken US-Arbeitsmarktdaten aus den USA dürfte die US-Notenbank Fed weiter mit Volldampf in ihrem Bestreben agieren, die Inflation zu bekämpfen und die Leitzinsen aggressiv anheben.“ Das könnte die Anleger wieder neu verschrecken.

Die Marktstrategen von JPMorgan bleiben in Richtung Jahresende optimistisch gestimmt für Aktien. Nach einem großen Zinsschritt im September dürfte die US-Notenbank deutlich zurückhaltender und datenbezogen agieren, erwartet Experte Mislav Matejka.

Gemischte Nachrichten kamen am Sonntag aus China: Ein unerwartet starkes Exportwachstum im Juli gab der Erholung der Wirtschaft des Landes neuen Schwung. Experten hatten eine Verlangsamung vorhergesagt.

Unter den Einzelwerten stachen vor allem die Versorger hervor, die sich weiterhin stark zeigten: Eon stiegen um fast dreieinhalb Prozent und RWE um etwas mehr als zweieinhalb Prozent. Morgan Stanley ist inzwischen positiver für die Eon-Aktie gestimmt und stufte sie auf „Equal-weight“ hoch. Das Analysehaus Jefferies bekräftigte die Kaufempfehlung für das RWE-Papier und hob das Kursziel weiter an.

Aus dem MDax zogen die Aktien von Siemens Energy Aufmerksamkeit auf sich. Sie büßten nach einer erneuten Senkung der Jahresziele rund zweieinhalb Prozent ein.

Die im Dax zu findende VW-Beteiligungsgesellschaft Porsche SE will im Verlauf des Vormittags ebenfalls ihren Quartalsbericht vorlegen. Detaillierte Zahlen, die den vorab veröffentlichten entsprachen, meldete der Finanzdienstleister Hypoport aus dem SDax. Die Aktien verloren dennoch eineinhalb Prozent.

Takkt gaben im Nebenwerte-Index SDax um knapp fünf Prozent nach. Analystin Catharina Claes von der Privatbank Berenberg strich ihre Kaufempfehlung für die Papiere des Büro- und Restaurantausstatters.

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China CMC Markets DAX Dekabank Euro Stoxx 50 Europa Frankfurt Frankfurt am Main Jochen Stanzl JPMorgan Chase Konjunktursorge Krise Lieferkettenproblem MDAX USA Wochenauftakt ZEW

Börse in Frankfurt: Weitere Verluste im Dax wegen Konjunktursorgen

Nach dem schwachen Wochenauftakt haben Konjunktursorgen dem Dax am Dienstag weitere Verluste eingebrockt. Mit der Gas-Krise in Europa, der Gefahr erneuter Lockdowns in China und anhaltenden Lieferkettenproblemen bleiben die negativen Einflussfaktoren vielseitig.

Nach dem schwachen Wochenauftakt haben Konjunktursorgen dem Dax am Dienstag weitere Verluste eingebrockt. Mit der Gas-Krise in Europa, der Gefahr erneuter Lockdowns in China und anhaltenden Lieferkettenproblemen bleiben die negativen Einflussfaktoren vielseitig.

Der deutsche Leitindex weitete nach einem schwachen Auftakt sein Minus aus. Er büßte knapp eine Stunde nach Handelsbeginn ein Prozent auf 12.703,58 Punkte ein, während der MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen anderthalb Prozent auf 25.310 Punkte verlor. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um knapp 0,9 Prozent auf 3441,79 Zähler.

Die Verluste seien «nicht besonders dramatisch, da dies als ein notwendiger Akt in dem Bemühen angesehen werden kann, einen Boden auszubilden», beschwichtigte indes Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets. Wichtig sei, dass der Dax nicht mehr unter sein Jahrestief rutsche. Es könnte auch «jederzeit zu einer kräftigen Bärenmarktrally am Aktienmarkt kommen, wenn zum Beispiel die Inflationsdaten aus den USA etwas Entwarnung geben». Unter einer Bärenmarktrally verstehen Börsianer eine temporäre Aufwärtsbewegung des Marktes innerhalb eines ansonsten starken Abwärtstrends.

Von Interesse sind am Dienstag die ZEW-Konjunkturerwartungen der Finanzexperten. Die Dekabank erwartet einen deutlichen Rückgang. Stärker in den Fokus rücken aber auch die US-Inflationsdaten, die am Mittwoch erwartet werden. Anders als Stanzl befürchten die Dekabank-Experten, dass die Preise im Juni im Vergleich zum Vormonat sogar noch kräftiger angestiegen sein dürften als im Mai, als sie «für ein mittleres Beben an den Kapitalmärkten gesorgt» hätten. Zudem wirft bereits die US-Quartalsberichtssaison ihre Schatten voraus – am Donnerstag legen die Banken JPMorgan und Morgan Stanley Zahlen vor.

Im Dax verloren die schon am Tag zuvor schwachen Aktien von BASF nach Quartalszahlen marktkonforme 1,1 Prozent. Der Chemiekonzern schnitt zwar dank Preiserhöhungen und des schwachen Euro besser ab als von Analysten erwartet und bestätigte seine Jahresziele. Die Anleger dürften die Zahlen angesichts des schwierigen Umfelds aber eher als Blick in den Rückspiegel empfinden, merkte Goldman-Analystin Georgina Fraser an. Zudem könnten sie kritisieren, dass der Bereich Nutrition & Care enttäuscht habe und die positive Überraschung massiv von der Rubrik Sonstige geprägt worden sei.

Weitere Kursabschläge mussten im MDax auch die zuletzt gebeutelten Uniper-Anteilseigner verkraften: Die Aktien des angeschlagenen Gasversorgers gaben um mehr als drei Prozent nach und blieben nur minimal über dem Rekordtief vom Vortag, auf das sie angesichts des befürchteten Gasstopps aus Russland abgestürzt waren.

Immobilienwerte standen angesichts steigender Zinsen europaweit am stärksten unter Druck, wie der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 zeigte. Bei Grand City Properties belastete zudem eine Abstufung. Die Aktien büßten über fünfeinhalb Prozent ein und waren so günstig zu haben wie zuletzt 2015. Die US-Investmentbank Goldman Sachs strich im Rahmen einer skeptischen Branchenstudie ihre Kaufempfehlung für den Wohnimmobilienkonzern und empfiehlt die Aktie nun mit «Neutral»

Beim ebenfalls im MDax gelisteten Branchenkollegen TAG Immobilien begann derweil der Umsetzung der Kapitalerhöhung. Dabei werden die Aktien ohne Bezugsrecht gehandelt. Für 101 Altaktien erhielten die Anteilseigner je ein Recht zum Erwerb 20 neuer Aktien. Wer von seinem Bezugsrecht Gebrauch machen will, muss zusätzlich je 6,90 Euro für die neuen Papiere zahlen. Die Bezugsrechte wurden am Morgen zu 0,38 Euro gehandelt und die TAG-Aktien zu 8,82 Euro – in Summe also 9,20 Euro. Gegenüber dem Xetra-Vortagesschluss von 9,48 Euro ergibt sich also rechnerisch ein Minus von fast drei Prozent.

Am Donnerstag hatte TAG mitgeteilt, zur teilweisen Refinanzierung der Übernahme der polnischen Immobiliengesellschaft Robyg rund 29 Millionen neue Aktien auszugeben. Das entspricht knapp einem Fünftel der bislang ausstehenden Aktien. Damit sollen etwa 200 Millionen Euro eingenommen werden. Seitdem war es für den Aktienkurs deutlich bergab gegangen auf das niedrigste Niveau seit dem Jahreswechsel 2014/15.

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Biontech China Donald Trump Dow Jones & Dow-Jones-Index Handelsverlauf JPMorgan Chase Nasdaq New York Rezession S&P-500 Talfahrt USA Wall Street Wochenende

Märkte: Nach Berg- und Talfahrt überwiegen Gewinne an den US-Börsen

Zunächst ging es steil bergab an der Wall Street – anschließend erholten sich die Märkte aber doch spürbar. Ein Grund sind Gespräche zwischen den USA und China.

Die US-Börsen sind nach einem langen Wochenende am Dienstag zeitweise steil auf Talfahrt gegangen. Im Handelsverlauf gelang den Nasdaq-Indizes dank ihrer starken Ausrichtung auf Technologiewerte jedoch eine deutliche Kehrtwende in die Gewinnzone.

Auch der S&P 500 fand den Weg ins Plus, während der Dow Jones Industrial sich zwar ebenfalls spürbar erholte, aber mit Verlusten schloss. Die Stimmung blieb insgesamt weiter trüb. Rezessionssorgen dominieren zunehmend das Geschehen in den Handelssälen.

Der Dow ging mit einem Abschlag von 0,42 Prozent auf 30.967,82 Punkte aus dem Tag und weitete damit seinen etwas mehr als einprozentigen Verlust aus der vergangenen Woche leicht aus. Der marktbreite S&P 500 legte letztlich um 0,16 Prozent auf 3831,39 Zähler zu. Der Nasdaq-Auswahlindex 100 stieg um 1,68 Prozent auf 11.779,91 Punkte. Er hatte allerdings in der vergangenen Woche etwas mehr als vier Prozent eingebüßt.

Gutes Signal: Gespräche zwischen USA und China

Für Zuversicht sorgten Gespräche zwischen den USA und China über die mögliche Rücknahme einiger Handelszölle, die unter dem früheren US-Präsidenten Donald Trump eingeführt worden waren. Dies dürfte die Angst vor einer Rezession aber nicht ernsthaft mildern, da auch geringere Zölle auf Importe chinesischer Waren nur wenig zur Abkühlung der hohen Inflation beitragen könnten.

Die überraschend guten Auftragseingangsdaten der US-Industrie für den Monat Mai fanden zudem relativ wenig Beachtung. Solche Daten seien angesichts herrschender Lieferkettenprobleme und damit aufgestauter Auftragsbestände zweitrangig geworden, hieß es dazu.

Unter den Einzelwerten waren Chevron im Dow größter Verlierer mit minus 2,6 Prozent. ConocoPhillips gaben am Ende des S&P 100 um 7,0 Prozent nach. ExxonMobil verloren 3,1 Prozent. Die Ölpreise gaben angesichts der grassierenden Rezessionsängste deutlich nach.

Inzwischen etwa schätzt die US-Bank JPMorgan die Wirtschaftsaussichten in den USA ähnlich mau ein wie die in Westeuropa. Die Volkswirte der US-Bank kappten ihre Schätzungen daher deutlich. Für die Frage, ob aus einer Wachstumsschwäche letztlich eine Rezession werde, sei vor allem die Reaktion der Unternehmen entscheidend, schrieben sie.

Erholung für Tech-Werte

Nike indes stiegen an der Dow-Spitze um 3,1 Prozent. Sie waren allerdings erst am Freitag auf den tiefsten Stand seit rund zwei Jahren gefallen. Auf Erholungskurs gingen zudem auch zahlreiche Aktien aus dem Technologiesektor, die zum Teil ebenfalls im Lauf der vergangenen Woche auf Mehrjahrestiefs gesackt waren. So stiegen die Anteile des Chipherstellers Micron Technology um 5,7 Prozent. Paypal gewannen 4,2 Prozent und Nvidia 3,0 Prozent.

Die Papiere der Corona-Impfstoffhersteller zeigten sich überwiegend im Plus – auch wenn es zu Biontech eher negative Nachrichten gab. Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac reichte in Deutschland eine Klage wegen Patentrechtsverletzungen gegen Biontech und zwei Tochterunternehmen ein. Es geht um den Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer (Deutschland/USA). Curevac gaben nach anfänglichen Gewinnen um 1,1 Prozent nach, Biontech legten um 2,2 Prozent zu, während die Aktien des Biontech-Pharmapartners Pfizer 1,3 Prozent verloren. Im Nasdaq 100 legten außerdem die Anteile der Konkurrentin Moderna um 3,7 Prozent zu.

Der Euro kostete im späten US-Handel 1,0269 Dollar. Zeitweise sackte er bis auf 1,0235 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit rund 20 Jahren. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0290 (Montag: 1,0455) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9718 (0,9565) Euro. Am Markt für US-Staatsanleihen stieg der Terminkontrakt für zehnjährige richtungsweisende Treasuries (T-Note-Future) zuletzt um 0,45 Prozent auf 119,80 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen fiel im Gegenzug auf 2,82 Prozent.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Jahrzehnt JPMorgan Chase Konjunktursorge NASDAQ-100 Rezession S&P-500 USA

US-Börsen: Rezession in den USA? Schwächstes Halbjahr seit Jahrzehnten

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff.

Aktienanleger mussten die vergangenen Monate einiges durchmachen: Inflations- und Konjunktursorgen ließen die US-Börsen im ersten Halbjahr einbrechen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Am Donnerstag ging es weiter nach unten, auch wenn die deutlichen Kursverluste aus dem frühen Handel später erkennbar eingedämmt wurden. An der erschreckend schwachen Halbjahresbilanz konnte dies nicht mehr viel ändern – der marktbreite S&P 500 verbuchte die schwächste Entwicklung seit 1970. Beim Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 war es das schlechteste Abschneiden seit 2002.

Zum Handelsende verzeichnete der Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag ein Tagesminus von 0,82 Prozent auf 30.775,43 Punkte. Der S&P 500 verringerte seinen Verlust bei 3785,38 Zählern auf 0,88 Prozent, während der Nasdaq 100 letztlich um 1,33 Prozent auf 11 503,72 Punkte nachgab. Für die erste Jahreshälfte standen bei den drei Börsenbarometern satte Abschläge von 15, 21 und 30 Prozent zu Buche.

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff. Börsianer verwiesen darauf, dass am Mittwoch US-Notenbankchef Jerome Powell und seine Amtskollegen aus der Eurozone und Großbritannien auf einem Forum gewarnt hatten, dass die Inflation länger anhalten werde. Das habe die Debatte angeheizt, «dass fortdauernde Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation am Ende in eine Rezession münden», schrieb Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Bei steigenden Preisen versuchen Verbraucher, die Ausgaben zu drosseln. Das belegten auch die im Mai weniger stark als erwartet gestiegenen Ausgaben der US-Konsumenten. Außerdem waren die Ausgaben im Vormonat nach revidierten Daten schwächer als bisher bekannt gestiegen.

Die maue Kauflaune bekamen an der Börse etwa die Aktien der Autobauer zu spüren: Ford, General Motors (GM) und Stellantis verloren zwischen zweieinhalb und fünf Prozent. Autos als vergleichsweise kostspieliges Konsumprodukt rutschen oft als erstes von privaten Einkaufslisten. Zudem verteuert sich bei steigenden Kapitalmarktzinsen die Kauffinanzierung – auch für die wichtigen Firmenkunden.

Aktien der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance sackten nach Zahlen um mehr als sieben Prozent ab und waren damit die größten Verlierer im Dow. Analystin Lisa Gill von der Bank JPMorgan verwies auf eine unter den Erwartungen liegende Profitabilität im dritten Geschäftsquartal.

Papiere des Corona-Bierbrauers Constellation Brands büßten knapp viereinhalb Prozent ein. Ein Händler begründete die Verluste mit einem verhaltenen Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal.

Zu den Tagesgewinnern zählten hingegen Biontech und Pfizer mit Aufschlägen von rund fünf beziehungsweise fast drei Prozent. Die US-Regierung bestellt in großem Stil weiteren Corona-Impfstoff von den beiden Unternehmen für eine geplante Booster-Kampagne im Herbst. Laut Pfizer-Chef Albert Bourla geht es dabei auch um Mittel, die gegen neuartigere Virusvarianten wie Omikron schützen sollen.

Der Euro drehte mit den verringerten Verlusten an den US-Börsen ins Plus und kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,0483 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor noch auf 1,0387 Dollar festgesetzt.

Die als besonders sichere Anlage geltenden US-Staatsanleihen profitierten von der anhaltenden Risikoscheu der Anleger: Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,59 Prozent auf 118,20 Punkte anzog, fiel die Rendite zehnjähriger Papiere auf 2,99 Prozent – und damit erstmals seit knapp drei Wochen unter die Drei-Prozent-Marke.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Jahrzehnt JPMorgan Chase Konjunktursorge NASDAQ-100 Rezession S&P-500 USA

US-Börsen: Droht USA Rezession? Schwächstes Halbjahr seit Jahrzehnten

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff.

Aktienanleger mussten die vergangenen Monate einiges durchmachen: Inflations- und Konjunktursorgen ließen die US-Börsen im ersten Halbjahr einbrechen wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Am Donnerstag ging es weiter nach unten, auch wenn die deutlichen Kursverluste aus dem frühen Handel später erkennbar eingedämmt wurden. An der erschreckend schwachen Halbjahresbilanz konnte dies nicht mehr viel ändern – der marktbreite S&P 500 verbuchte die schwächste Entwicklung seit 1970. Beim Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 war es das schlechteste Abschneiden seit 2002.

Zum Handelsende verzeichnete der Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag ein Tagesminus von 0,82 Prozent auf 30.775,43 Punkte. Der S&P 500 verringerte seinen Verlust bei 3785,38 Zählern auf 0,88 Prozent, während der Nasdaq 100 letztlich um 1,33 Prozent auf 11 503,72 Punkte nachgab. Für die erste Jahreshälfte standen bei den drei Börsenbarometern satte Abschläge von 15, 21 und 30 Prozent zu Buche.

Das Risiko weiter steigender Zinsen und einer davon ausgelösten Rezession hat die US-Aktienmärkte weiter fest im Griff. Börsianer verwiesen darauf, dass am Mittwoch US-Notenbankchef Jerome Powell und seine Amtskollegen aus der Eurozone und Großbritannien auf einem Forum gewarnt hatten, dass die Inflation länger anhalten werde. Das habe die Debatte angeheizt, «dass fortdauernde Zinserhöhungen zur Bekämpfung der Inflation am Ende in eine Rezession münden», schrieb Marktstratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

Bei steigenden Preisen versuchen Verbraucher, die Ausgaben zu drosseln. Das belegten auch die im Mai weniger stark als erwartet gestiegenen Ausgaben der US-Konsumenten. Außerdem waren die Ausgaben im Vormonat nach revidierten Daten schwächer als bisher bekannt gestiegen.

Die maue Kauflaune bekamen an der Börse etwa die Aktien der Autobauer zu spüren: Ford, General Motors (GM) und Stellantis verloren zwischen zweieinhalb und fünf Prozent. Autos als vergleichsweise kostspieliges Konsumprodukt rutschen oft als erstes von privaten Einkaufslisten. Zudem verteuert sich bei steigenden Kapitalmarktzinsen die Kauffinanzierung – auch für die wichtigen Firmenkunden.

Aktien der Apothekenkette Walgreens Boots Alliance sackten nach Zahlen um mehr als sieben Prozent ab und waren damit die größten Verlierer im Dow. Analystin Lisa Gill von der Bank JPMorgan verwies auf eine unter den Erwartungen liegende Profitabilität im dritten Geschäftsquartal.

Papiere des Corona-Bierbrauers Constellation Brands büßten knapp viereinhalb Prozent ein. Ein Händler begründete die Verluste mit einem verhaltenen Ausblick auf das zweite Geschäftsquartal.

Zu den Tagesgewinnern zählten hingegen Biontech und Pfizer mit Aufschlägen von rund fünf beziehungsweise fast drei Prozent. Die US-Regierung bestellt in großem Stil weiteren Corona-Impfstoff von den beiden Unternehmen für eine geplante Booster-Kampagne im Herbst. Laut Pfizer-Chef Albert Bourla geht es dabei auch um Mittel, die gegen neuartigere Virusvarianten wie Omikron schützen sollen.

Der Euro drehte mit den verringerten Verlusten an den US-Börsen ins Plus und kostete im New Yorker Handel zuletzt 1,0483 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs davor noch auf 1,0387 Dollar festgesetzt.

Die als besonders sichere Anlage geltenden US-Staatsanleihen profitierten von der anhaltenden Risikoscheu der Anleger: Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) um 0,59 Prozent auf 118,20 Punkte anzog, fiel die Rendite zehnjähriger Papiere auf 2,99 Prozent – und damit erstmals seit knapp drei Wochen unter die Drei-Prozent-Marke.

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Airbus S. A. S. Aktienmarkt China Christine Lagarde Coronavirus Euro Stoxx 50 EZB Frankfurt Frankfurt am Main Inflation JPMorgan Chase Lufthansa MDAX Weltwirtschaft

Börse in Frankfurt: Quarantäne-Lockerungen in China – Dax legt zu

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag weitere Gewinne verbucht. Lockerungen der strengen Quarantänebestimmungen in China gegen Corona stützten die Kurse.

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag weitere Gewinne verbucht. Lockerungen der strengen Quarantänebestimmungen in China gegen Corona stützten die Kurse.

Börsianer hoffen, dass die schweren Belastungen für die chinesische Wirtschaft dadurch etwas gemildert werden, mit positiven Folgen für die Weltwirtschaft.

Der Leitindex Dax stand am Nachmittag mit 13 281 Punkten 0,72 Prozent höher. Über sein Vortageshoch bei 13.378 Punkten, an das er im frühen Handel herangerückt war, kam er aber nicht hinaus. Der MDax der mittelgroßen Werte legte zuletzt um 0,40 Prozent auf 27.261 Zähler zu. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,7 Prozent nach oben.

Aufhorchen ließen Aussagen von Notenbank-Vertretern. So sollte laut Martins Kazaks, Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), im Juli eine größere Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte in Betracht gezogen werden. Diese Aussage hatte am Vormittag die Kursgewinne vorübergehend etwas abschmelzen lassen. Zudem sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, die EZB könnte angesichts der hartnäckig hohen Inflation das Tempo bei der Normalisierung der Geldpolitik in den nächsten Monaten erhöhen. Im portugiesischen Sintra findet das jährliche geldpolitische Symposium der Notenbank statt.

Lufthansa mit reduziertem Plus

Luftfahrtwerte waren vor dem Hintergrund der China-Lockerungen und des wieder auflebenden Tourismus gefragt. Zudem verwies JPMorgan-Analyst David Perry auf neue Prognosen des Dachverbands der Fluggesellschaften (IATA), die optimistisch erschienen. Sollte es mit den Pandemie-Lockerungen in Asien schneller als erwartet gehen, könnten laut Perry Luftfahrtzulieferer ihre Gewinnprognosen womöglich anheben.

Im Dax gewannen MTU 3,2 Prozent und Airbus 2,2 Prozent. Im MDax verteuerten sich Fraport um 2,2 Prozent. Lufthansa reduzierten ihr Plus auf nur noch 0,7 Prozent. Die Lufthansa nimmt angesichts einer stark gestiegenen Ticketnachfrage nun auch den Großraumjet A380 von Airbus wieder in Betrieb.

Adidas und Puma standen nach Zahlen von Nike im Blick und verloren ein Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent. Der US-Sportartikelhersteller verdiente im jüngsten Geschäftsquartal deutlich weniger, die Covid-Lockdowns in China belasteten. Ein Händler bemängelte vor allem den Ausblick für die Bruttomargen.

Hugo Boss gewinnt

Eine vom Analysehaus Jefferies ausgesprochene Kaufempfehlung für Hugo Boss bescherte den Aktien des Modeherstellers Kursgewinne von drei Prozent. Die Metzinger würden «vom Boss zum Anführer», schrieb die Analystin Kathryn Parker. Social-Media-Daten zeugten von einer Trendwende der Marke. Die Jahresziele seien bereits jetzt konservativ, so die Expertin.

Nach einer erneuten Erhöhung der operativen Ergebnisprognose sprangen die Aktien von Verbio kurz über 50 Euro mit einem Plus von mehr als acht Prozent. Zuletzt waren sie noch 4,8 Prozent teurer als am Vortag. Ein Börsianer lobte die neuen Ziele, die klar über den Markterwartungen lägen. Zudem hätten sich jüngste Sorgen nicht bewahrheitet, dass vom G7-Gipfel weiterer Druck auf Biospritvorschriften ausgeht.

Der Euro kostete am Nachmittag 1,0554 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs am Vortag auf 1,0572 Dollar festgesetzt. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,40 Prozent am Vortag auf 1,51 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,43 Prozent auf 131,98 Punkte. Der Bund-Future verlor zuletzt 0,81 Prozent auf 145,21 Punkte.

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Börse in Frankfurt: Dax-Erholung verliert im Tagesverlauf an Schwung

Die Kurserholung am deutschen Aktienmarkt ist am Montag weitgehend im Sand verlaufen. Nach einem starken Handelsverlauf am Morgen schmolzen die Gewinne im Dax zunehmend ab.

Die Kurserholung am deutschen Aktienmarkt ist am Montag weitgehend im Sand verlaufen. Nach einem starken Handelsverlauf am Morgen schmolzen die Gewinne im Dax zunehmend ab.

Die US-Börsen starteten trotz robuster Konjunkturdaten nur verhalten in den Handel und lieferten damit keine weiteren Aufwärtsimpulse. Am Ende notierte der deutsche Leitindex noch 0,52 Prozent höher bei 13.186,07 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,75 Prozent auf 27.153,44 Zähler.

Unter den Einzelwerten am deutschen Aktienmarkt schlugen die Aktien von Bayer trotz neuer negativer Nachrichten einen Erholungskurs ein und stiegen um 2,8 Prozent. Erst in der vergangenen Woche waren sie auf ein Zweijahrestief gefallen. Der Agarchemie- und Pharmakonzern scheiterte im Dauer-Rechtsstreit um mutmaßliche Glyphosat-Krebsrisiken mit einem weiteren Berufungsantrag beim obersten US-Gericht.

Im MDax gerieten die Papiere von CTS Eventim unter Druck. Mit einem Minus von 7,2 Prozent waren sie mit Abstand schlechtester MDax-Wert und fielen zudem auf den tiefsten Stand seit Anfang März. Berenberg-Analyst Gerhard Orgonas verwies auf mögliche Konkurrenz durch Spotify. Der Audio-Streamingdienst habe seinen Live-Event-Locator-Feed wieder eingeführt. Die In-App-Funktion wecke nun Befürchtungen, Spotify könnte über kurz oder lang selbst anfangen, Tickets zu verkaufen – und damit auch CTS Eventim Konkurrenz machen.

Bergauf ging es hingegen für die jüngst aus dem SDax gefallenen Nordex-Papiere mit plus 5,9 Prozent. Der Windkraftkonzern verschafft sich durch eine Privatplatzierung bei seinem spanischen Ankeraktionär Acciona neues Kapital. Ein Händler sprach von einem «dringend benötigten Bekenntnis» der Spanier zu ihrer Hamburger Beteiligung.

Für Bewegung sorgten zudem Umstufungen von Analysten. Die Aktien des Staplerherstellers Kion gewannen nach einem positiven Analystenurteil von Morgan Stanley 4,2 Prozent. Die Anteile des Biotech-Unternehmens Morphosys stiegen nach einer positiven Studie von Oddo BHF um 7,6 Prozent. Teamviewer verloren indes 1,8 Prozent, nachdem JPMorgan die Anteile des Softwareherstellers abgestuft hat.

Zalando setzten ihre Erholung vom Tief seit 2014 am Montag fort. Die Aktien des Modehändlers kosteten zeitweise wieder über 26 Euro, nachdem sie am Freitagmorgen in Reaktion auf eine Gewinnwarnung noch bis auf 20,94 Euro abgesackt waren.

Auf europäischem Parkett fiel die Erholung schwerer. Der Leitindex EuroStoxx 50 trat mit einem Plus von 0,16 Prozent bei 3538,88 Punkten nahezu auf der Stelle. In Paris ging es für den Cac 40 leicht abwärts, während der FTSE 100 in London zulegte. In den USA zeigte sich der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa leicht im Plus. Die technologielastigen Nasdaq-Indizes gaben zugleich nach.

Der Eurokurs stieg wieder über 1,06 US-Dollar und kostete am Abend 1,0605 US-Dollar. Den Referenzkurs legte die Europäische Zentralbank am Montag auf 1,0572 (Freitag: 1,0524) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9459 (0,9502) Euro.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,36 Prozent vom Freitag auf 1,40 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,41 Prozent auf 132,56 Punkte. Bergab ging es auch für den Bund-Future, der am Abend um 0,95 Prozent auf 146,32 Punkte abrutschte.

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