Kategorien
Bremen Coronavirus COVID - 19 Fallzahl Hannover Infektionsgeschehen Neuinfektion Niedersachsen RKI

Fallzahlen: Infektionsgeschehen in Niedersachsen schwächt sich weiter ab

Die Corona-Lage in Niedersachsen und Bremen hat sich weiter entspannt. Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 277,2 – vor einer Woche hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) den Wert für das Bundesland noch mit 316,8 angegeben. Die Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche gemeldet wurden.

Die Corona-Lage in Niedersachsen und Bremen hat sich weiter entspannt. Am Mittwoch lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 277,2 – vor einer Woche hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) den Wert für das Bundesland noch mit 316,8 angegeben. Die Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche gemeldet wurden.

Die Daten bilden die Infektionslage derzeit allerdings nicht vollständig ab. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die nicht vom RKI erfasst werden – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung von Tageswerten führen.

Als maßgebliche Zahl zur Bewertung der Corona-Lage in Niedersachsen gilt die Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt an, wie viele Patientinnen und Patienten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von sieben Tagen neu mit einer Corona-Infektion in Krankenhäusern aufgenommen wurden. Laut Landesregierung lag dieser Wert am Mittwoch bei 6,1 – vor einer Woche lag er noch bei 7,2. Landesweit waren 2,5 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Kranken belegt, in der Vorwoche waren es 3,0 Prozent.

Am Mittwoch wurden landesweit 5431 bestätigte Neuinfektionen gemeldet. Außerdem starben 24 weitere Menschen an oder mit Covid-19.

Im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte meldete der Landkreis Ammerland mit 577,0 die höchste Inzidenz. Den niedrigsten Wert verzeichnete der Landkreis Leer mit 170,3.

Im kleinsten Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 271,3 – und damit ebenfalls niedriger als vor einer Woche (294,1). Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg um 229 Fälle, drei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion.

Corona-Dashboard Niedersachsen Corona-Lage in Niedersachsen Belegungsdaten Krankenhäuser und Link zu Tabelle mit Corona-Daten RKI-Dashboard alle Bundesländer

Go to Source

Kategorien
Coronavirus COVID - 19 Deutschland Infektionsgeschehen Karl Lauterbach Pandemie RKI Sars-Cov-2 Virus

Pandemie: RKI: Gipfel der Corona-Welle scheint überschritten

Liegt die Corona-Sommerwelle bald hinter uns? Das RKI konstatiert ein rückläufiges Infektionsgeschehen, gibt aber keine Entwarnung. Der Gesundheitsminister stellt sich Fragen zum Corona-Herbst.

Weil das Corona-Infektionsgeschehen zuletzt abgeflacht ist, sehen die Experten des Robert Koch-Instituts (RKI) den Zenit der Corona-Sommerwelle überschritten.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sei in der vergangenen Woche nach dem bereits deutlichen Rückgang in der Vorwoche erneut um insgesamt 27 Prozent gesunken und in allen Bundesländern und Altersgruppen rückläufig, geht aus dem RKI-Wochenbericht zu Covid-19 von Donnerstagabend hervor. Zudem seien die Anzahl Sars-CoV-2-Infizierter mit Symptomen einer akuten Atemwegsinfektion in Deutschland und die Zahl der Arztbesuche Infizierter gesunken, „so dass der aktuelle Wellengipfel überschritten zu sein scheint“. Dennoch: Für Entwarnung ist es aus RKI-Sicht zu früh.

Außerdem hätten Ausbrüche in Pflegeheimen tendenziell abgenommen. Die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Menschen, die eine schwere akute Atemwegsinfektion und eine Covid-19-Diagnose hatten, sei in der vergangenen Woche ebenso gesunken wie die Zahl der Patienten mit Covid-19-Diagnose auf Intensivstationen, schreiben die Experten. Auch bei den Todesfällen in Verbindung mit dem Virus spricht das RKI zuletzt von einem Rückgang – in der vergangenen Woche mit 372 übermittelten Todesfällen im Vergleich zu 444 in der Vorwoche.

Risiko für ältere Menschen am größten

Die Daten zeigten, dass auch bei schwer verlaufenden Erkrankungen der Höhepunkt der aktuellen Welle überschritten scheine. Dabei seien Menschen im Alter von über 80 Jahren weiterhin am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen, mahnen die RKI-Experten. Der Rückgang der schweren Erkrankungen verlaufe aktuell deutlich langsamer als dies bei den Gesamtzahlen beobachtet werde. Trotz der verbesserten Situation in der vergangenen Woche bleibt der Infektionsdruck dem RKI zufolge in allen Altersgruppen hoch – und auch die Belastung des Gesundheitssystems.

Mit Blick auf die nächsten Wochen rechnet das Institut mit einer „weiterhin hohen Zahl an Hospitalisierungen, intensivmedizinisch zu betreuenden Covid-19-Patientinnen und -Patienten und Todesfällen, insbesondere in höheren Altersgruppen“. Entsprechend ruft das RKI weiter dazu auf, die Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen „unbedingt“ einzuhalten – und stellt erneut die große Wichtigkeit der Corona-Impfung heraus.

Auf die aktuelle Corona-Lage blickt heute auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, der sich auf dem Podium der Bundespressekonferenz erneut Fragen von Journalistinnen und Journalisten stellen wird. Mit auf dem Podium soll der Berliner Mediziner Leif Erik Sander sitzen.

Zuletzt war der SPD-Politiker Lauterbach wegen seiner Vorschläge zu den Corona-Schutzmaßnahmen für Herbst und Winter unter Rechtfertigungsdruck geraten, die er zusammen mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgelegt hatte. So ist eine Rückkehr zu Maskenpflichten vorgesehen, von denen es allerdings Ausnahmen für frisch Geimpfte geben soll. Bei den Bundesländern waren diese geplanten Ausnahmen auf teils scharfe Kritik gestoßen.

Mutationen werden beobachtet

Die Omikron-Sublinie BA.5 hat derweil dem Wochenbericht zufolge auf hohem Niveau noch etwas zugelegt und ist nach den aktuellsten Daten in etwa 94 Prozent der positiven Proben gefunden worden. Eine Ausbreitung der Omikron-Sublinie BA.2.75, über deren Mutationen sich manche Forscher zuletzt besorgt gezeigt hatten, wird laut RKI hauptsächlich in Indien und verschiedenen anderen Regionen weltweit beobachtet. Hierzulande seien insgesamt fünf Nachweise bekannt.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther forderte unterdessen deutliche Lockerung der Quarantäneregeln für Corona-Infizierte gefordert. „Aktuell müssen Infizierte fünf Tage in Isolation, auch ohne Symptome. Mein Vorschlag: Nur noch wer Symptome hat, bleibt zu Hause“, sagte der CDU-Politiker der „Bild“-Zeitung. Es brauche derzeit „keine Regeln, die die Menschen verunsichern, sondern solche, die vulnerable Gruppen schützen.“

Go to Source

Kategorien
Coronavirus COVID - 19 Hannover Infektionsgeschehen Niedersachsen RKI Robert-Koch-Institut Wochenvergleich

Covid-19: Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen deutlich gesunken

Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich im Wochenvergleich erneut spürbar abgeschwächt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 451,0 – nach 674,9 am Freitag vor einer Woche und 475,4 am Vortag. Der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebene Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet wurden.

Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich im Wochenvergleich erneut spürbar abgeschwächt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 451,0 – nach 674,9 am Freitag vor einer Woche und 475,4 am Vortag. Der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebene Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gemeldet wurden.

Die Daten bilden die Infektionslage derzeit allerdings nicht vollständig ab. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung von Tageswerten führen.

Als maßgebliche Zahl zur Bewertung der Corona-Lage in Niedersachsen gilt die Hospitalisierungsinzidenz. Die Landesregierung gab diesen Wert am Freitag mit 11,4 nach 11,7 am Vortag und 13,2 in der Vorwoche an. Diese Zahl gibt an, wie viele Patientinnen und Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche neu mit einer Corona-Infektion in Krankenhäusern aufgenommen wurden. Landesweit waren 4,4 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Kranken belegt. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 4,6 Prozent. Landesweit wurden am Freitag 5699 bestätigte Neuinfektionen gemeldet, 24 weitere Menschen starben mit oder an Covid-19.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte meldete der Landkreis Wittmund mit 695,3, den niedrigsten Wert registrierte der Landkreis Cloppenburg mit 291,4.

Im kleinsten Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag bei 451,1 und damit klar niedriger als vor einer Woche (632,7). 374 neue Fälle und ein weiterer Todesfall wurden dort gemeldet.

Corona-Dashboard Niedersachsen Corona-Lage in Niedersachsen Belegungsdaten Krankenhäuser und Link zu Tabelle mit Corona-Daten RKI-Dashboard alle Bundesländer

Go to Source

Kategorien
Berlin BMG Bundesregierung Coronavirus COVID - 19 Impfkampagne Infektionsgeschehen Inzidenz Karl Lauterbach RKI Robert-Koch-Institut Sommerwelle

RKI-Zahlen: RKI gibt keine Entwarnung in der Sommerwelle

Das Robert Koch-Institut blickt auf das aktuelle Infektionsgeschehen – und nimmt die Impfkampagne unter die Lupe.

In der Corona-Sommerwelle gibt das Robert Koch-Institut keine Entwarnung. Zwar seien Inzidenzen und weitere Werte zuletzt teils deutlich gesunken.

Der allgemeine Infektionsdruck und die damit verbundene Belastung des Gesundheitssystems bleibe aber hoch, heißt es im Wochenbericht des Instituts zu Covid-19. Zugleich sieht das RKI bei Millionen Menschen weiteren Impfbedarf. Derweil teilte das Gesundheitsministerium mit, dass sich Minister Karl Lauterbach mit dem Coronavirus infiziert habe. Die Diskussion über die von der Bundesregierung geplanten Schutzmaßnahmen ab Herbst hielt unterdessen an.

Inzidenz sinkt

Das RKI verzeichnete bei der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche einen deutlichen Rückgang um 21 Prozent. Neben der Inzidenz, die das Infektionsgeschehen unvollständig widerspiegelt, blickt das RKI auf weitere Datenquellen. Die Werte zu akuten Atemwegserkrankungen in der Gesamtbevölkerung wie die Zahl der Arztbesuche seien zwar im Vergleich zu denen in der Vorwoche gesunken – dennoch aber weiterhin höher als in den Vorjahren um diese Zeit, stellen die Experten heraus. Zudem hätten Ausbrüche in Pflegeheimen weiter zugenommen.

Die Todesfälle in Verbindung mit dem Virus haben laut RKI zuletzt ein recht stabiles Niveau erreicht – vergangene Woche wurden demnach 444 übermittelt. Die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Menschen mit schwerer akuter Atemwegsinfektion und einer Covid-19-Diagnose sei in der letzten Woche zum ersten Mal seit längerem wieder gesunken. Mit Blick auf die nächsten Wochen rechnet das RKI aber mit einer „weiterhin hohen Zahl an Hospitalisierungen, intensivmedizinisch zu betreuenden Covid-19-Patientinnen und -Patienten sowie Todesfällen, insbesondere in höheren Altersgruppen“.

Omikron-Variante vorherrschend

Die Omikron-Sublinie BA.5 hat demnach auf hohem Niveau noch etwas zugelegt und ist nach den aktuellsten Daten in mehr als 92 Prozent der positiven Proben gefunden worden. Das RKI stellt erneut die Bedeutung der Corona-Impfung heraus. Die Auffrischimpfung schütze auch in Omikron-Zeiten sehr effektiv vor schweren Verläufen, weshalb neben dem Beginn der Impfung bei Ungeimpften auch bei den bisher lediglich Grundimmunisierten Impflücken geschlossen werden müssten, schreibt ein RKI-Team im neuen Monatsbericht zu Covid-19-Impfungen.

Nach dem bisherigen Tiefststand des Impfgeschehens im Juni seien im Juli mit gut einer Million erstmals wieder etwas mehr Impfungen als im Vormonat registriert worden. Dennoch: Den Experten zufolge müssten noch etwa 1,3 Million Menschen im Alter ab 60 Jahren und etwa 7,8 Millionen Menschen unter 60 Jahren, die lediglich grundimmunisiert sind, ihren Impfschutz mit mindestens einer Impfung auffrischen. Noch gar keine Impfung erhalten hätten rund 7,3 Millionen Erwachsene unter 60 Jahre und 1,9 Millionen ab 60. Laut aktuellem Monitoring mit Stand Anfang August sind gut 85 Prozent der erwachsenen Bevölkerung grundimmunisiert, gut 72 Prozent haben eine erste Auffrischimpfung bekommen, knapp 10 Prozent eine zweite.

Go to Source

Kategorien
Berlin Coronavirus COVID - 19 Deutschland Infektionsgeschehen Inzidenz RKI Robert-Koch-Institut

RKI-Zahlen: RKI: Sinkender Trend bei Corona-Zahlen

Wie steht es um das Infektionsgeschehen in Deutschland? Die Inzidenz geht weiter zurück – aber Grund zur Entwarnung sieht das Robert Koch-Institut nicht.

In der Corona-Sommerwelle sieht das Robert Koch-Institut trotz zuletzt sinkendem Trend weiter große Herausforderungen. Zwar seien Inzidenzen und weitere Werte zuletzt teils deutlich gesunken, der allgemeine Infektionsdruck bleibe aber hoch, heißt es im Wochenbericht des Instituts zu Covid-19.

„Auch die damit assoziierte Belastung des Gesundheitssystems bleibt hoch, auch wenn sich die Betriebssituation in der vergangenen Woche leicht verbessert hat.“ Zugleich sieht das RKI bei Millionen Menschen weiteren Impfbedarf.

Inzidenz sinkt

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sei vergangene Woche im Vergleich zur Vorwoche nun deutlich um insgesamt 21 Prozent gesunken, geht aus dem Wochenbericht hervor. Die Inzidenzen seien im Wochenvergleich in allen Bundesländern und Altersgruppen rückläufig.

Neben der Inzidenz, die das Infektionsgeschehen unvollständig widerspiegelt, blickt das RKI in dem Bericht noch auf einige weitere Datenquellen. Die Werte zu akuten Atemwegserkrankungen in der Gesamtbevölkerung wie die Zahl der Arztbesuche seien zwar im Vergleich zu denen in der Vorwoche gesunken – dennoch aber weiterhin höher als in den Vorjahren um diese Zeit, stellen die Experten heraus. Zudem hätten Ausbrüche in Pflegeheimen weiter zugenommen.

Bei den Todesfällen in Verbindung mit dem Virus spricht das RKI zuletzt von einem recht stabilen Niveau – in der vergangenen Woche wurden demnach 444 übermittelt. Die Zahl der Krankenhausaufnahmen von Menschen, die eine schwere akute Atemwegsinfektion und eine Covid-19-Diagnose haben, sei in der letzten Woche zum ersten Mal seit längerem wieder gesunken.

Omikron-Variante

Entwarnung ist den RKI-Experten zufolge aber nicht angezeigt: Mit Blick auf die nächsten Wochen rechnet das Institut mit einer „weiterhin hohen Zahl an Hospitalisierungen, intensivmedizinisch zu betreuenden Covid-19-Patientinnen und Patienten und Todesfällen, insbesondere in höheren Altersgruppen“.

Die Omikron-Sublinie BA.5 hat demnach auf hohem Niveau noch etwas zugelegt und ist nach den aktuellsten verfügbaren Daten in mehr als 92 Prozent der positiven Proben gefunden worden. Eine Ausbreitung der Omikron-Sublinie BA.2.75, über deren Mutationen sich manche Forscher zuletzt besorgt gezeigt hatten, wird laut RKI hauptsächlich in Indien und verschiedenen anderen Regionen weltweit beobachtet. Hierzulande seien insgesamt fünf Nachweise bekannt.

Wichtigkeit von Impfungen

Das RKI ruft weiter dazu auf, die Empfehlungen zum Vermeiden von Ansteckungen „unbedingt“ einzuhalten – und stellt erneut die große Wichtigkeit der Corona-Impfung heraus. Die Auffrischimpfung schütze weiterhin auch in Omikron-Zeiten sehr effektiv vor schweren Verläufen, weshalb neben dem Beginn der Impfung bei Ungeimpften auch bei den bisher lediglich Grundimmunisierten Impflücken geschlossen werden müssten, schreibt ein RKI-Team im neuen, ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht zu Covid-19-Impfungen.

Im Juni war demnach mit knapp einer Million Impfungen in rund 29 700 Impfstellen der bisherige Tiefststand des Impfgeschehens erreicht worden. Im Juli habe die Zahl der impfenden Stellen zwar weiter abgenommen, es seien mit gut einer Million aber erstmals wieder etwas mehr Impfungen als im Vormonat registriert worden, heißt es im Bericht.

Dennoch: Den Experten zufolge müssten noch etwa 1,3 Million Menschen im Alter ab 60 Jahren und etwa 7,8 Millionen Menschen unter 60 Jahren, die lediglich grundimmunisiert sind, ihren Impfschutz mit mindestens einer Impfung auffrischen. Noch gar keine Impfung erhalten hätten rund 7,3 Millionen Erwachsene unter 60 Jahre und 1,9 Millionen ab 60. Laut aktuellem Monitoring mit Stand Anfang August sind gut 85 Prozent der erwachsenen Bevölkerung grundimmunisiert, gut 72 Prozent haben eine erste Auffrischimpfung bekommen, knapp 10 Prozent eine zweite.

RKI-Wochenbericht vom 4. August 2022 RKI-Tweets zum Wochenbericht

Go to Source

Kategorien
Berlin Coronavirus Deutschland Infektionsgeschehen Inzidenz RKI Robert-Koch-Institut Todesfall

RKI-Zahlen: 74.645 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 451,3

Wie steht es um das Infektionsgeschehen in Deutschland? Die Inzidenz geht weiter zurück – aber der Wert ist laut Experten nur bedingt aussagekräftig.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 451,3 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben.

Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 477,9 gelegen (Vorwoche: 630,4; Vormonat: 650,7). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 74.645 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 104.126) und 192 Todesfälle (Vorwoche: 157) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich. Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 31.119.199 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Go to Source

Kategorien
Bremen Coronavirus COVID - 19 Hannover Infektionsgeschehen Inzidenz Niedersachsen Pandemie RKI Robert-Koch-Institut

Pandemie: Inzidenzen in Niedersachsen und Bremen sind zurückgegangen

Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich erneut leicht abgeschwächt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei 557,5. Am Dienstag vor einer Woche hatte sie 798,3 betragen. Der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebene Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet wurden.

Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich erneut leicht abgeschwächt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei 557,5. Am Dienstag vor einer Woche hatte sie 798,3 betragen. Der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebene Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet wurden.

Die Daten bilden die Infektionslage derzeit allerdings nicht vollständig ab. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die nicht vom RKI erfasst werden – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung von Tageswerten führen.

Als maßgebliche Zahl zur Bewertung der Corona-Lage in Niedersachsen gilt die Hospitalisierungsinzidenz. Die Landesregierung gab diesen Wert am Dienstag mit 12,1 an, in der Vorwoche lag die Zahl bei 14,1. Diese Zahl gibt an, wie viele Patientinnen und Patienten pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche neu mit einer Corona-Infektion in Krankenhäusern aufgenommen wurden. Landesweit waren 4,2 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Kranken belegt und damit 0,7 Prozent weniger als vor Wochenfrist.

In Niedersachsen wurden am Dienstag 9895 bestätigte neue Ansteckungen gemeldet, 22 weitere Menschen starben mit oder an Covid-19.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte meldete der Landkreis Wittmund mit 1028,2, den niedrigsten Wert registrierte der Landkreis Oldenburg mit 255,5.

Im kleinsten Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 558,1 und damit niedriger als in der Vorwoche (719,7). 666 neue Fälle wurden dort gemeldet.

Corona-Dashboard Niedersachsen Corona-Lage in Niedersachsen Belegungsdaten Krankenhäuser und Link zu Tabelle mit Corona-Daten RKI-Dashboard alle Bundesländer

Go to Source

Kategorien
Bremen Coronavirus COVID - 19 Hannover Infektionsgeschehen Niedersachsen Pandemie RKI Robert-Koch-Institut Wochenvergleich

Pandemie: Fallender Trend bei Corona-Infektionen hält an

Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich im Wochenvergleich abermals abgeschwächt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 674,9. Am Freitag der Vorwoche hatte sie 883,4 betragen, am Vortag noch 710,0. Der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebene Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet wurden.

Das Infektionsgeschehen in Niedersachsen hat sich im Wochenvergleich abermals abgeschwächt. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Freitag bei 674,9. Am Freitag der Vorwoche hatte sie 883,4 betragen, am Vortag noch 710,0. Der vom Robert Koch-Institut (RKI) herausgegebene Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gemeldet wurden.

Die Daten bilden die Infektionslage derzeit allerdings nicht vollständig ab. Experten gehen von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung von Tageswerten führen.

Als maßgebliche Zahl zur Bewertung der Corona-Lage in Niedersachsen gilt die Hospitalisierungsinzidenz. Die Landesregierung gab diesen Wert am Freitag mit 13,2 an, in der Vorwoche lag die Zahl bei 13,9. Diese Zahl gibt an, wie viele Patientinnen und Patienten pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche neu mit einer Corona-Infektion in Krankenhäusern aufgenommen wurden. Landesweit waren 4,6 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Kranken belegt, und damit 0,4 Prozent mehr als am Freitag der vergangenen Woche.

In Niedersachsen wurden am Freitag 8789 bestätigte neue Ansteckungen gemeldet, 18 weitere Menschen starben mit oder an Covid-19.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich der niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte meldete der Landkreis Wittmund mit 1683,4, den niedrigsten Wert registrierte der Landkreis Leer mit 408,2.

Im kleinsten Bundesland Bremen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag bei 632,7 und damit niedriger als in der Vorwoche (716,0). 523 neue Fälle wurden dort gemeldet, sowie vier weitere Todesfälle.

Corona-Dashboard Niedersachsen Corona-Lage in Niedersachsen Belegungsdaten Krankenhäuser und Link zu Tabelle mit Corona-Daten RKI-Dashboard alle Bundesländer

Go to Source

Kategorien
Antikörper Coronavirus Deutschland Impfschutz Impfung Infektionsgeschehen Omikron Sars-Cov-2 Virus

Omikron-Subtypen: Studie: Impfschutz gegen neue Corona-Varianten lässt schnell nach

Seit die Omikron-Varianten in Deutschland das Infektionsgeschehen beherrschen, infizieren sich auch immer mehr Geimpfte. Forschende haben nun herausgefunden, dass die Wirkung von Antikörpern gegen die Omikron-Subtypen BA.1 und BA.2 schnell nachlässt.

Die Omikron-Varianten BA.1 und BA.2, die in Deutschland von Dezember bis April das Infektionsgeschehen beherrschten, können bereits nach drei Monaten den Schutz vor einer Sars-CoV-2-Infektion unterlaufen, den Impfungen oder eine überstandene Infektion bieten. Das ist das Ergebnis einer Studie unter Federführung des Universitätsklinikums Frankfurt und der Goethe-Universität. STERN PAID FAQ Corona Impfung zweiter Booster angepasst 17.58

Ein Forschungsteam um Marek Widera und Sandra Ciesek hat in einer Studie also untersucht, wie lange Antikörper, die das Immunsystem nach einer Impfung oder überstandener Infektion zum Schutz bildet, die Virusvarianten BA.1 und BA.2 neutralisieren können. Die Wissenschaftler:innen sammelten dazu Blutproben von Menschen, die zweifach oder dreifach geimpft waren. Sie brachten das Blutserum, welches Antikörper enthält, mit Sars-CoV-2-Viren zusammen und beobachteten, wie viele Zellen infiziert wurden.

Das Ergebnis: Ein halbes Jahr nach der zweiten Impfung hatten die getesteten Seren praktisch keine neutralisierende Wirkung mehr auf die Omikron-Subtypen BA.1 und BA.2. Kurz nach der Booster-Impfung war die Schutzwirkung noch sehr hoch, drei Monate später bot der Piks kaum noch Schutz: Die Mehrheit der getesteten Seren war nicht mehr in der Lage, die beiden Virusvarianten zu neutralisieren.

Impfungen schützen auch bei Omikron vor schweren Verläufen

Auch das Robert Koch-Institut (RKI), das die Wirksamkeit von Impfungen im „Living Sytematic Review“ untersucht, zeichnet ein ähnliches Bild bei der Wirksamkeit der Impfstoffe vor Omikron. Eine Grundimmunisierung biete gegenüber einer asymptomatischen oder milden Corona-Erkrankung durch die Omikron-Variante nur einen geringen Schutz und die Wirksamkeit lasse mit der Zeit deutlich nach. „Erste Daten lassen auch nach Auffrischimpfung einen nachlassenden Schutz vor (symptomatischer) Infektion über die Zeit vermuten“, heißt es beim RKI. Vor schweren Erkrankungen biete die Impfung weiterhin einen guten Schutz.

Im Februar veröffentlichte Daten aus Südafrika zeigen, dass die Impfstoffe mit Blick auf die Behandlung im Krankenhaus eine gute Schutzwirkung vor Omikron haben: Eine zweifache Impfung schützt zu 70 Prozent vor einer Hospitalisierung. Eine andere Untersuchung zeigt, dass der Schutz nach einer Booster-Impfung vor schweren Verläufen über sieben Monate anhielt.

Long Covid im Körper 15.38

Neue Corona-Varianten umgehen Abwehr

Warum die Omikron-Varianten den Immunschutz nach so kurzer Zeit umgehen können, hat mehrere Gründe. Der Frankfurter Forscher Marek Widera erklärt zu den Studienergebnissen: „Dass BA.1 und BA.2 schon nach drei Monaten den Immunschutz umgehen können, liegt daran, dass der Antikörpertiter im Serum – sozusagen die Menge der Antikörper – nach einer Impfung oder Infektion im Laufe der Zeit abnimmt.“

Das ist nicht nur in den Blutseren der Untersuchung so. Auch in unseren Körpern lässt die Zahl der Antikörper nach einer Infektion oder Impfung mit der Zeit nach. Das Immunsystem schaltet sozusagen in den Energiesparmodus. Statt immer weiter und weiter eine riesige Zahl an Antikörpern zu bilden, setzt die Abwehr auf spezielle Antikörper (B-Zellen), die darauf trainiert sind, das Virus wieder zu erkennen. So können sie blitzschnell bei einem erneuten Kontakt mit dem Virus reagieren. Die körpereigene Immunabwehr hängt aber nicht nur von der Zahl der Antikörper ab. Wichtig sind zum Beispiel auch die T-Zellen.

Doch die neuen Omikron-Varianten werden immer besser darin, Immunflucht zu begehen. Sie können also die körpereigene Abwehr umgehen. Der Grund: Die Antikörper können das Coronavirus nicht so gut erkennen. Denn: Die Omikron-Subvarianten BA.1 und BA.2 unterscheiden sich im genetischen Bauplan des Spike-Proteins voneinander und anderen Varianten des Coronavirus. Das Spike-Protein ist der Part des Virus, mit dem es an menschliche Zellen andockt. Kurz gesagt: Die Omikron-Viren BA.1 und BA.2 sehen anders aus als die ursprüngliche Variante des Coronavirus, auf dem die Impfstoffe basieren und unterscheiden sich auch von der ursprünglichen Omikron-Variante.

Interview Long Covid 17.06h

Wirksamkeit von Antikörperpräparaten hängt stark von Variante ab

Das Forschungsteam in Frankfurt hat auch die Wirksamkeit von drei Antikörperpräparaten gegenüber Omikron BA.1 und BA.2 untersucht. Solche Mittel können Menschen mit einem geschwächten Immunsystem vorbeugend gegeben werden. Dies wird gemacht, weil Menschen mit Immunschwäche in manchen Fällen durch eine Impfung nicht genügend Antikörper bilden. Virologin Sandra Ciesek erklärt: „Wir haben beispielhaft drei solcher monoklonalen Antikörper im Labor untersucht und gesehen, dass ihre Wirksamkeit sehr stark von der Virusvariante abhängt. Damit wir vulnerable Patientinnen und Patienten mit solchen Präparaten schützen können, ist es daher dringend erforderlich auch am Patienten zu testen, inwieweit solche Antikörper aktuell verbreitete Virusvarianten neutralisieren können.“

In Deutschland seien die Omikron-Subtypen BA.1 und BA.2 zwar inzwischen nicht mehr dominant, doch die Studienergebnisse würden untermauern, dass „wir nicht darin nachlassen dürfen, unsere Schutzmaßnahmen an die genetischen Veränderungen des Sars-CoV-2-Virus anzupassen, derzeit also an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5“, sagt die Virologin.

Quellen: Studie Universitätsklinikum Frankfurt,Mitteilung zur Studie, Studie Süafrika,RKI, Living Systematic Review, Medrxiv Studie

Go to Source

Kategorien
Coronavirus Dresden Fallzahl Infektionsgeschehen Landesregierung Petra Köpping SPD

Landesregierung: Corona: Sachsen setzt auf Impfen und nötige Maßnahmen

Sachsen hat die zweitniedrigste Wocheninzidenz bundesweit, auf Intensivstationen ist viel Platz für Corona-Patienten. Aber das Infektionsgeschehen bleibt dynamisch – und damit die Gefahr bestehen.

In der Corona-Pandemie bereitet sich Sachsen auf steigende Fallzahlen in der kälteren Jahreszeit vor und sieht das Impfen als zentral an. Das Kabinett beschloss am Dienstag dazu einen Herbstplan, der sich an drei Szenarien orientiert. «Wir hoffen natürlich auf das Günstigste», sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Ziel sei in jedem Fall, die Überlastung des Gesundheitssystems und der kritischen Infrastruktur zu verhindern, besonders gefährdete Gruppen zu schützen und gesundheitliche Spätfolgen, besonders Post- und Long Covid, zu vermeiden – laut Köpping sind acht Prozent der Infizierten davon betroffen.

Je nach Szenario brauche es Schutzmaßnahmen mit dem Grundsatz «so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig». Der Bund muss dafür entsprechende Voraussetzungen schaffen und so schnell wie möglich das nur bis zum 23. September geltende Infektionsschutzgesetz nachbessern, forderte die Ministerin. Dann sei etwa das Maskentragen in Innenräumen nicht mehr möglich. «Alles, was danach kommt, brauchen wir legitimiert.» Die Länder müssten handlungsfähig sein. Alle Maßnahmen seien nur wirksam, wenn die Menschen mitmachten.

Schulen und Kitas sollen «grundsätzlich ohne Einschränkungen» laufen, Präsenzunterricht im gesamten Schuljahr 2022/2023 aufrechterhalten werden, flächendeckende Schulschließungen werden ausgeschlossen. Sollte das Pandemiegeschehen im Herbst stärker sein, werde «mit Augenmaß» über die Wiedereinführung von Schutzmaßnahmen entschieden, teilte Kultusminister Christian Piwarz mit. Eine Test- und Maskenpflicht käme nur bei einer sich deutlich verschlechternden Lage und im Zusammenspiel mit allgemeinen Regelungen in Betracht. Grund- und Förderschulen würden von der Maskenpflicht ausgenommen, da Corona-Erkrankungen bei Kindern seltener sind.

Wegen noch immer steigender Infektionszahlen wird die aktuelle Corona-Schutzverordnung um vier Wochen verlängert. Damit werden die bisherigen Basisschutzmaßnahmen wie medizinischer Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Nahverkehr bis einschließlich 13. August aufrechterhalten. Laut Köpping sind allerdings in Krankenhäusern und Arztpraxen künftig nur noch OP-Masken statt FFP2-Masken Pflicht, die Testpflicht für Geimpfte und Genesene unter Beschäftigten und Besuchern fällt weg. «Deren Virenlast ist wesentlich niedriger.» Auch in den Pflegeeinrichtungen gebe es behutsame Erleichterungen für Geimpfte und Genesene.

Das Pandemiegeschehen werde kontinuierlich beobachtet, auch über Abwassermonitoring, Bettenbelegung und -auslastung in den Krankenhäusern sowie Gefährdungspotenzial und Infektionslage in den Nachbarländern Polen und Tschechien. «Zentral bleiben Schutzimpfungen gegen das Coronavirus», sagte Köpping. Neben den niedergelassenen Medizinern und Betriebsärzten sowie Kliniken stünden Tierärzte, Zahnärzte und Apotheken bereit. Die 13 staatlichen Impfstellen werden im Herbst personell aufgestockt. Auch Landkreise und Kreisfreie Städte werden – wie schon im Frühjahr – in den Impfprozess eingebunden. Die Kommunen erhalten dazu 16 Millionen Euro Unterstützung vom Freistaat. Jeder, der möchte, solle sich so schnell wie möglich impfen lassen können.

Laut Köpping ist Sachsen mit bisher 66 Prozent mindestens ein Mal Geimpften noch immer Schlusslicht bundesweit. Nach der aktuellen RKI-Übersicht über die Impfungen sind 44,4 Prozent grundimmunisiert, 63 Prozent haben die erste und nur 7,7 Prozent die zweite Auffrischung. Das Ministerium geht jedoch von steigendem Interesse aus, auch weil die dritte Impfung ab Oktober als Grundimmunisierung für das Reisen nötig ist. Zu erwarten sei zudem, dass ab Herbst eine vierte Impfung gebraucht werde.

Mit einer aktuellen Inzidenz von 428,6 hat Sachsen den bundesweit zweitniedrigsten Wert, allerdings wie in allen Bundesländern mit nach wie vor steigendem Trend. «Das heißt, es ist weiter Vorsicht geboten», sagte Köpping. Dort, wo viele Menschen sind, sollten Masken getragen werden, vor allem in Innenräumen. «Die Empfehlung ist, vorsichtig zu bleiben und sich zu schützen.» Nach wie vor würden auch Menschen an Corona sterben.

Die Krankenhäuser sind derzeit nicht überlastet, die Belegung mit Corona-Patienten auf Intensivstationen ist rückläufig, auf Normalstationen gibt es einen Anstieg von Patienten mit Corona, wie Köpping berichtet. Sie kämen aber wegen anderer Erkrankungen ins Krankenhaus «und sind beim Test positiv». Ein Problem indes seien viele Corona-Infektionen sowie Quarantäne beim medizinischen Personal.

Go to Source