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Konjunktur: Fed: US-Wirtschaft stehen schwere Zeiten bevor

Ein stotternder Arbeitsmarkt und die hohe Inflationsrate halten die größte Volkswirtschaft der Welt weiterhin in Schach – und die US-Notenbank sieht keine Besserung am Horizont.

Die US-Wirtschaft steuert nach Einschätzung der US-Notenbank wegen der hohen Preise und wegen fehlender Arbeitskräfte in vielen Bereichen auf schwere Zeiten zu. Die Aussichten für die Wirtschaft seien schwach und dürften sich im kommenden Jahr weiter eintrüben, geht aus dem Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed (Beige Book) hervor.

Etwas Hoffnung gibt es aber zumindest beim Blick auf die weiter sehr hohen Inflationsrate. Hier gebe es Anzeichen, dass sich der Anstieg verlangsamt. Die Aussagen des Berichts lieferten alles in allem keine großen Überraschungen, sondern spiegelten die zuletzt veröffentlichten Daten und Aussagen von führenden Währungshütern wider.

Am Aktien- und Devisenmarkt kam es zu keinen stärkeren Bewegungen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial zog zunächst leicht an, schloss aber am Ende mit einem Plus von 1,4 Prozent praktisch auf dem Niveau, das er bereits vor der Veröffentlichung des Konjunkturberichts innehatte.

Der Dollar bewegte sich zum Euro unter dem Strich ebenfalls kaum, auch wenn der Eurokurs wieder über die sogenannte Parität stieg und damit wieder mehr als einen Dollar kostete. Auch die Anleihen reagieren kaum.

Die Federal Reserve stemmt sich seit längerem gegen die hohe Inflation. Im Juli hatte sich die jährliche Inflationsrate auf 8,5 Prozent etwas abgeschwächt, nachdem sie noch im Juni mit 9,1 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren gestiegen war. Die Daten für den August stehen am Dienstag in der kommenden Woche (13. September) an. Von Bloomberg befragte Experten gehen dabei von einem Plus von 8,1 Prozent aus.

Der Konjunkturbericht der Federal Reserve gibt nicht die Wahrnehmung der Fed wieder, sondern stellt die Sichtweise wichtiger Kontaktpersonen etwa aus großen Unternehmen dar. Der aktuelle Konjunkturbericht wurde von der regionalen Notenbank von San Francisco verfasst. Er beschreibt die konjunkturelle Lage in den Vereinigten Staaten von Anfang Juli bis Ende August.

Das Beige Book wird acht Mal im Jahr jeweils zwei Wochen vor der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed, bei der über die Zinspolitik entschieden wird, veröffentlicht. Bei der Sitzung in zwei Wochen wird eine weitere Anhebung der Leitzinsen um einen halben Prozentpunkt auf 2,75 bis 3,00 Prozent erwartet, nachdem die US-Notenbank diese in den vergangenen beiden Sitzungen sogar jeweils um 0,75 Prozentpunkte erhöht hatte. Anfang März hatte die Spanne für den Leitzins noch bei 0 bis 0,25 Prozent gelegen, bevor die US-Notenbank die Zinswende einleitete. Wegen der zuletzt stark steigenden Preise wurde der Kurs zuletzt massiv verschärft.

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Arbeitsmarkt Janet Yellen Rezession US-Wirtschaft USA

US-Wirtschaft: US-Finanzministerin: Keine Anzeichen für Rezession in USA

US-Finanzministerin Janet Yellen sieht trotz des wirtschaftlichen Rückgangs in den USA keine Rezession.

US-Finanzministerin Janet Yellen sieht trotz des wirtschaftlichen Rückgangs in den USA keine Rezession.

„Sie sehen keinen signifikanten Anstieg von Unternehmensinsolvenzen, die typischen Arten von Notlagen, die wir mit dem Wort Rezession verbinden“, sagte Yellen. Der Arbeitsmarkt sei nach wie vor außergewöhnlich stark – das sei nicht das, was man in vergangenen als Rezession eingestuften Episoden gesehen habe. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sei zu erwarten gewesen, wenn man bedenke, wie schnell die Wirtschaft gewachsen sei, als sie sich von der Pandemie und den Arbeitsplatzverlusten erholt habe, so Yellen

Yellen vermied es zwar, direkt zu sagen, dass die US-Wirtschaft sich nicht in einer Rezession befinde – machte aber deutlich, dass die aktuellen Entwicklungen nicht ihrem Verständnis eines wirtschaftlichen Abschwungs entsprächen. „Die meisten Ökonomen und die meisten Amerikaner haben eine ähnliche Definition von Rezession“, sagte sie weiter. Dazu zählten erhebliche Arbeitsplatzverluste, Massenentlassungen und die Schließung von Unternehmen im privaten Sektor. All dies passiere aktuell in den USA nicht.

Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt sei im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 0,9 Prozent gefallen, hatte das Handelsministerium am Donnerstag mitgeteilt. Bereits im Winter war die Wirtschaft geschrumpft. Ökonomen sprechen von einer technischen Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale hintereinander zurückgeht – so wie nun in den USA.

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Arbeitsmarkt Janet Yellen Rezession US-Wirtschaft USA

US-Wirtschaft: US-Finanzministerin: Keine Anzeichen für Rezession in USA

US-Finanzministerin Janet Yellen sieht trotz des wirtschaftlichen Rückgangs in den USA keine Rezession.

US-Finanzministerin Janet Yellen sieht trotz des wirtschaftlichen Rückgangs in den USA keine Rezession.

„Sie sehen keinen signifikanten Anstieg von Unternehmensinsolvenzen, die typischen Arten von Notlagen, die wir mit dem Wort Rezession verbinden“, sagte Yellen. Der Arbeitsmarkt sei nach wie vor außergewöhnlich stark – das sei nicht das, was man in vergangenen als Rezession eingestuften Episoden gesehen habe. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sei zu erwarten gewesen, wenn man bedenke, wie schnell die Wirtschaft gewachsen sei, als sie sich von der Pandemie und den Arbeitsplatzverlusten erholt habe, so Yellen

Yellen vermied es zwar, direkt zu sagen, dass die US-Wirtschaft sich nicht in einer Rezession befinde – machte aber deutlich, dass die aktuellen Entwicklungen nicht ihrem Verständnis eines wirtschaftlichen Abschwungs entsprächen. „Die meisten Ökonomen und die meisten Amerikaner haben eine ähnliche Definition von Rezession“, sagte sie weiter. Dazu zählten erhebliche Arbeitsplatzverluste, Massenentlassungen und die Schließung von Unternehmen im privaten Sektor. All dies passiere aktuell in den USA nicht.

Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt sei im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 0,9 Prozent gefallen, hatte das Handelsministerium am Donnerstag mitgeteilt. Bereits im Winter war die Wirtschaft geschrumpft. Ökonomen sprechen von einer technischen Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale hintereinander zurückgeht – so wie nun in den USA.

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Arbeitsmarkt Janet Yellen Rezession US-Wirtschaft USA

US-Wirtschaft: US-Finanzministerin: Keine Anzeichen für Rezession in USA

US-Finanzministerin Janet Yellen sieht trotz des wirtschaftlichen Rückgangs in den USA keine Rezession.

US-Finanzministerin Janet Yellen sieht trotz des wirtschaftlichen Rückgangs in den USA keine Rezession.

„Sie sehen keinen signifikanten Anstieg von Unternehmensinsolvenzen, die typischen Arten von Notlagen, die wir mit dem Wort Rezession verbinden“, sagte Yellen. Der Arbeitsmarkt sei nach wie vor außergewöhnlich stark – das sei nicht das, was man in vergangenen als Rezession eingestuften Episoden gesehen habe. Die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums sei zu erwarten gewesen, wenn man bedenke, wie schnell die Wirtschaft gewachsen sei, als sie sich von der Pandemie und den Arbeitsplatzverlusten erholt habe, so Yellen

Yellen vermied es zwar, direkt zu sagen, dass die US-Wirtschaft sich nicht in einer Rezession befinde – machte aber deutlich, dass die aktuellen Entwicklungen nicht ihrem Verständnis eines wirtschaftlichen Abschwungs entsprächen. „Die meisten Ökonomen und die meisten Amerikaner haben eine ähnliche Definition von Rezession“, sagte sie weiter. Dazu zählten erhebliche Arbeitsplatzverluste, Massenentlassungen und die Schließung von Unternehmen im privaten Sektor. All dies passiere aktuell in den USA nicht.

Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt sei im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 0,9 Prozent gefallen, hatte das Handelsministerium am Donnerstag mitgeteilt. Bereits im Winter war die Wirtschaft geschrumpft. Ökonomen sprechen von einer technischen Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale hintereinander zurückgeht – so wie nun in den USA.

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Abschwung Europa EZB Inflation Jerome Powell Joe Biden Konjunktur Rezession US-Notenbank US-Präsident US-Wirtschaft USA

Konjunktur: Rezession, oder doch nicht? – US-Wirtschaft schrumpft erneut

Die US-Zahlen haben bestätigt, was viele befürchtet haben: einen erneuten wirtschaftlichen Rückgang. Ist das der viel gefürchtete Abschwung? Ins Visier rückt dabei auch die Zinspolitik der Fed.

Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft – damit scheinen sich die Ängste vor einem wirtschaftlichen Abschwung zu bestätigen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 0,9 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte.

Da die Wirtschaft bereits im Winter geschrumpft ist, ist nun die Definition einer sogenannten technischen Rezession erfüllt. Ein Grund für den erneuten Rückgang dürfte auch der aggressive Kampf der US-Notenbank Fed gegen die grassierende Inflation sein. Sie hatte erst am Vortag wieder deutlich an der Zinsschraube gedreht. Doch daran, dass die größte Volkswirtschaft der Welt wirklich in eine Rezession geschlittert ist, gibt es zumindest Zweifel.

Die Fed hatte den Leitzins am Mittwoch erneut um beachtliche 0,75 Prozentpunkte angehoben. Fed-Chef Jerome Powell deutete bereits weitere Erhöhungen in dieser Größenordnung an. Der jetzige Zinsschritt ist die vierte Erhöhung in diesem Jahr. Erst im Juni hatte die Fed den Leitzins um 0,75 Punkte angehoben. Es war der größte Zinsschritt seit 1994. Der Grund für die scharfen Maßnahmen der Fed sind die hohen Verbraucherpreise. Die Teuerungsrate in den USA ist mit 9,1 Prozent so hoch wie seit rund vier Jahrzehnten nicht mehr. Damit liegt sie weit entfernt von jenen 2 Prozent, die sich die Fed zum Ziel gesetzt hat.

Fed und EZB fahren unterschiedlichen Kurs

Daher setzen die Zentralbanker auf eine straffe Geldpolitik. Das Problem: Damit könnten sie den Aufschwung abwürgen. Erhöhungen des Leitzinses verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken, schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum. „Ich glaube nicht, dass sich die USA derzeit in einer Rezession befinden“, hatte Powell am Mittwoch – vor der Veröffentlichung der neuen Wirtschaftsdaten – beschwichtigt. Gleichzeitig mahnte er, die Zahlen mit Vorsicht zu genießen und machte deutlich, dass ein etwas langsameres Wachstum im Kampf gegen die hohe Inflation notwendig sei.

Die Fed geht deutlich aggressiver gegen die Inflation vor als die Europäische Zentralbank (EZB), die im Juli zum ersten Mal seit elf Jahren die Zinsen erhöhte. Die Anhebung im Währungsraum der 19 Mitglieder fiel mit einem halben Prozentpunkt zwar überraschend stark aus. Kritiker werfen der EZB aber vor, die Zinswende zu spät eingeleitet zu haben. Die Teuerung im Euroraum zieht seit Monaten auf Rekordniveau an.

Zugleich haben sich in Europa die Wirtschaftsaussichten infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine deutlich eingetrübt. Hebt die EZB die Zinsen in diesem Umfeld zu rasch an, könnte das vor allem für hoch verschuldete Staaten in Südeuropa zur Belastung werden. Europas Währungshüter stehen ebenso wie die US-Notenbank damit vor einem Balanceakt.

Ökonomen sprechen von einer technischen Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale hintereinander zurückgeht – so wie nun in den USA. Im Weißen Haus ist man bemüht, die Schätzung nicht zu hoch zu hängen. In einer Mitteilung von US-Präsident Joe Biden zu den neuen Daten kommt das Wort „Rezession“ nicht einmal vor – der wirtschaftliche Rückgang sei wegen der straffen Geldpolitik der Fed „keine Überraschung“. Später sagte er mit Blick auf die Zahlen: „Das sieht für mich nicht nach einer Rezession aus.“

Der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates im Weißen Haus, Brian Deese, betonte: „Wir befinden uns in einer Übergangsphase, und es besteht kein Zweifel, dass sich die Wirtschaft verlangsamt.“ Alle Anzeichen deuteten aber auf eine Wirtschaft hin, die angesichts der globalen Herausforderungen „außerordentliche Widerstandsfähigkeit“ zeige.

Andere Wirtschaftsdaten stimmen optimistischer

Ökonominnen und Ökonomen betonen, dass es nun wichtig sei, sich mehrere Indikatoren wie etwa Einkommen, Ausgaben und Beschäftigung anzuschauen. Die Arbeitslosenquote liegt in den USA zum Beispiel auf ähnlich niedrigem Niveau wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar 2020. Laut Handelsministerium ist der erneute Rückgang des BIP etwa auf geringere Lagerbestände und Investitionen der Unternehmen zurückzuführen. Die Exporte und die Konsumausgaben der privaten Haushalte seien dagegen gestiegen. Allerdings habe der Zuwachs nicht ausgereicht, um den Rückgang in den anderen Bereichen auszugleichen.

„Die Zahlen sind im Moment verblüffend – es ist nicht normal, dass das BIP sinkt und die Beschäftigung steigt“, zitierte die „Washington Post“ die Ökonomin Betsey Stevenson von der Universität Michigan. Selbst bei einem wirtschaftlichen Rückgang im zweiten Quartal müsse man ernsthaft darüber nachdenken, ob das wirklich ausreiche, um von einer Rezession zu sprechen.

US-Präsident Biden kann sich mit Blick auf die Kongresswahlen im Herbst weder einen wirtschaftlichen Abschwung noch anhaltend hohe Verbraucherpreise leisten. Seine Zustimmungswerte sind im Keller. Gut angekommen dürften im Weißen Haus daher die Worte von Fed-Chef Powell sein – der gab sich überzeugt: „Wir glauben, dass es einen Weg gibt, die Inflation zu senken und gleichzeitig einen starken Arbeitsmarkt aufrechtzuerhalten.“ Doch ganz ohne Schmerzen dürfte der Kampf gegen die Inflation nicht zu gewinnen sein. Die nächste Zins-Entscheidung der Fed steht im September an.

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China Coronavirus IWF Konjunktur Kristalina Georgiewa Pandemie Rezession Ukraine US-Wirtschaft USA Washington

Konjunktur: IWF-Chefin: USA können Rezession wohl geradeso vermeiden

Pandemie und Ukraine-Krieg belasten auch die weltgrößte Volkswirtschaft – die Angst vor einer Rezession wächst. Laut IWF-Chefin Kristalina Georgiewa wird es dazu jedoch nicht kommen.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Kristalina Georgiewa, geht davon aus, dass die US-Wirtschaft geradeso einer Rezession entkommen kann.

«Wir sind uns bewusst, dass der Weg zur Vermeidung einer Rezession in den USA immer schmaler wird», sagte sie in Washington. Man müsse die Ungewissheit der aktuellen Situation im Blick behalten – gerade mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Corona-Lockdowns in China. Man sei sich des Risikos bewusst, so Georgiewa. Aber die Wirtschaft könne knapp einer Rezession entgehen.

Für die weltgrößte Volkswirtschaft erwartet der IWF aber nach der Anhebung des Leitzins vergangene Woche in diesem und im kommenden Jahr ein langsameres Wachstum. Eine Rezession werde aber knapp vermieden, hieß es. «Die Senkung der Inflation und die Gewährleistung von Preisstabilität werden die Realeinkommen schützen und dazu beitragen, das Wachstum mittelfristig zu stützen.» Es bestehe jedoch ein erhebliches Risiko, dass sich der Gegenwind als hartnäckiger erweise als erwartet.

Die Fed hatte den Leitzins für die weltgrößte Volkswirtschaft vergangene Woche stark um 0,75 Prozentpunkte auf 1,5 bis 1,75 Prozent erhöht. Gleichzeitig stellte die Zentralbank schon für Ende Juli eine erneute Anhebung um 0,5 oder 0,75 Prozentpunkte in Aussicht. Die US-Inflationsrate liegt seit vielen Monaten deutlich über dem Ziel der Fed von mittelfristig zwei Prozent. Im Mai etwa stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt weiter bei sehr niedrigen 3,6 Prozent.

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DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main Jerome Powell JPMorgan Chase MDAX Morgan Stanley Rezession US-Notenbank US-Senat US-Wirtschaft

Dax fällt unter 13.000 Punkte

Börse in Frankfurt

Der Dax hat am Donnerstag seine Vortagesverluste ausgeweitet und ist unter die Marke von 13.000 Punkten gesackt. Die Stimmung an den Aktienmärkten bleibt nervös.

Im frühen Handel büßte der deutsche Leitindex 1,41 Prozent auf 12.958,57 Punkte ein und fiel auf den tiefsten Stand seit März. Der MDax der mittelgroßen Werte gab um 2,30 Prozent auf 26.618,37 Zähler nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1,24 Prozent auf 3421,56 Punkte.

Der Chef der US-Notenbank (Fed), Jerome Powell, hatte am Mittwoch mit seiner Rede vor dem Bankenausschuss des US-Senats den Anlegern ihre Nervosität nicht nehmen können. Einerseits bezeichnete er die US-Wirtschaft als «sehr stark», und sie könne die Erhöhungen des Leitzinses wegstecken. Andererseits gestand er jedoch auf Nachfrage ein, dass eine Rezession infolge höherer Zinsen «sicherlich eine Möglichkeit» sei. Ein sogenanntes «soft landing», also ein Herauskommen aus der Lage ohne größere Verwerfungen, sei eine Herausforderung.

Mit Blick auf die Einzelwerte am deutschen Markt standen vor allem Umstufungen im Fokus, und die bezogen sich auf Unternehmen aus der zweiten und dritten Reihe. So wurden Aroundtown von JPMorgan auf «Underweight» abgestuft, was die Aktie zeitweise mit einem Abschlag von mehr als zehn Prozent an das Ende des MDax katapultierte. Zuletzt gab sie achteinhalb Prozent ab.

Vantage Towers gaben um knapp sechs Prozent nach. Der Optimismus der US-Bank Morgan Stanley zur Aktie der Vodafone-Sendemastentochter ist gewichen. Analyst Emmet Kelly stufte das Papier auf «Equal-weight» ab und senkte das Kursziel von 38 auf 32 Euro. Damit sieht er, gemessen am Xetra-Schlusskurs von Mittwoch bei 27,54 Euro, allerdings immer noch ein Kurspotenzial von 16 Prozent.

Zu Rheinmetall äußerte sich Analyst Richard Schramm von der britischen Bank HSBC nun vorsichtiger und strich unter anderem aus Bewertungsgründen seine Kaufempfehlung. Das Kursziel hob er von 220 auf 240 Euro an und verwies auf seine hochgesetzten Wachstumserwartungen für die Rüstungssparte des Konzerns. Skeptisch schaut er indes auf die Autozuliefersparte. Die Aktie büßte etwas mehr als fünf Prozent ein.

Die Anteile von Salzgitter hielten sich im SDax stabil. Nach einem kritischen Blick der US-Bank JPMorgan auf die gesamte europäische Stahlbranche am Vortag samt einer damit einhergehenden Abstufung auf «Underweight», waren sie da um 11 Prozent abgesackt. Nun meldet sich die US-Bank Morgan Stanley zu Wort und stufte ihrerseits die Papiere des Stahlherstellers von «Underweight» auf «Equal-weight» hoch. Am gestrigen Nachmittag hatte Salzgitter zudem erneut die Prognose erhöht.

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Aktienmarkt Beiersdorf Deutsche Telekom Frankfurt Frankfurt am Main Jerome Powell JPMorgan Chase MDAX US-Wirtschaft

Börse in Frankfurt: Dax reduziert Minus – Kurz unter 13000 Punkten

Der jüngste Stabilisierungsversuch des deutschen Aktienmarktes hat am Mittwoch einen Dämpfer bekommen. Nach drei freundlichen Tagen sackte der Dax zeitweise um fast 2,5 Prozent ab und stand erstmals seit März wieder unter 13.000 Punkten.

Der jüngste Stabilisierungsversuch des deutschen Aktienmarktes hat am Mittwoch einen Dämpfer bekommen. Nach drei freundlichen Tagen sackte der Dax zeitweise um fast 2,5 Prozent ab und stand erstmals seit März wieder unter 13.000 Punkten.

Im Sog der US-Börsen konnte der Leitindex sein Minus aber deutlich reduzieren. Aus dem Handel ging er 1,11 Prozent tiefer mit 13.144,28 Punkten. Der MDax fiel um 0,97 Prozent auf 27.246,16 Zähler.

So drehten die anfangs noch schwachen US-Börsen unter Schwankungen moderat ins Plus. Kritisch beäugt wurden dabei Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, der in einer Rede vor dem Bankenausschuss des Senats zunächst kein Öl ins Feuer goss mit Blick auf derzeit herrschende Konjunktursorgen. Er betonte, die US-Wirtschaft sei stark genug für Zinserhöhungen und bezeichnete die von den Märkten eingepreiste Zinsschritte als angemessen.

Ihrer Rolle als relativ defensive Anlagen wurden Werte wie Eon, Beiersdorf und die Deutsche Telekom als positive Ausnahmen im Dax gerecht. Sie verbuchten Anstiege zwischen 1,3 und 1,7 Prozent. Das andere Dax-Ende gehörte den zyklischen Unternehmen aus den Auto- und Chemiesektoren.

BASF wurde zum Schlusslicht mit minus 5,8 Prozent. Laut Vorstandschef Martin Brudermüller muss sich der Chemiekonzern nach einem guten ersten Halbjahr auf schwierigere Zeiten einstellen. Die Richtung im Sektor bestimmte auch ein Kurseinbruch um mehr als 13 Prozent bei Umicore. Die Belgier kündigten starke Investitionen an.

Ein düsterer Tag war es auch für die Anleger von Stahlwerten wegen einer negativen Branchenstudie der US-Bank JPMorgan. Preise und Profitabilität seien deutlich gesunken, die Lagerbestände in Europa und China recht hoch und die Wirtschaftsaussichten mau, hieß es vom Experten Luke Nelson. Salzgitter sieht er wegen der Abhängigkeit von der Autobranche besonders kritisch, die Papiere sackten um elf Prozent ab. Ein von dem deutschen Stahlkonzern erhöhter Ausblick konnte dem nur zeitweise entgegenwirken.

Neben der Salzgitter-Abstufung auf «Underweight» senkte Nelson seine Einschätzungen für einige weitere europäische Stahlkonzerne – und so erstreckten sich die herben Verluste branchenweit. Die von ihm nicht direkt beurteilten Papiere von Thyssenkrupp verloren unter diesen Umständen als größter MDax-Verlierer außerdem acht Prozent an Wert.

Auf europäischer Bühne verlor der EuroStoxx 50 0,84 Prozent auf 3464,64 Punkte. Ähnlich hohe Kursverluste mussten auch jeweils die Leitindizes in Paris und London einstecken. In New York notierte der Dow Jones Industrial zum hiesigen Handelsschluss knapp im Plus, er ließ in den Minuten danach aber auch gleich wieder Federn.

Der Euro kostete zuletzt 1,0585 US-Dollar, nachdem er am Vormittag noch unter die Marke von 1,05 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0521 (Dienstag: 1,0550) Dollar fest.

Am deutschen Rentenmarkt setzte eine Erholung der Kurse ein, die gegenläufige Umlaufrendite fiel von 1,64 Prozent am Vortag auf 1,60 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,33 Prozent auf 131,51 Punkte. Der Bund-Future legte deutlich um 1,19 Prozent auf 145,08 Punkte zu.

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Biden Coronavirus Inflation Joe Biden Kriminalität Midterms Republikaner Ukraine US-Kongress US-Präsident US-Wirtschaft USA Zwischenwahl

Von Inflation bis Ukraine: Zwischenprüfung für Joe Biden: Seine größten Baustellen ein halbes Jahr vor den Midterms

Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg, nun die Inflation: Seit US-Präsident Joe Biden im Amt ist, scheint der Berg an Problemen nur noch zu wachsen. Sechs Monate vor den Midterms sieht es für seine Demokraten alles andere als rosig aus. Zeit für eine Bilanz. 

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Achterbahnfahrt Dow Jones & Dow-Jones-Index Nasdaq NASDAQ-100 New York S&P-500 US-Wirtschaft Wall Street

US-Börsen: Wall Street nach Achterbahnfahrt im Minus

Die Wall Street ist auch am Freitag nicht zur Ruhe gekommen. Nach dem US-Jobbericht blieben die Anleger in Erwartung weiterer drohender Zinserhöhungen nervös.

Die Wall Street ist auch am Freitag nicht zur Ruhe gekommen. Nach dem US-Jobbericht blieben die Anleger in Erwartung weiterer drohender Zinserhöhungen nervös.

Der Dow Jones Industrial hatte in der Spitze eineinhalb Prozent verloren, aber auch einen kurzen Ausflug ins Plus geschafft. Am Ende gab er um 0,30 Prozent auf 32.899,37 Punkte nach. Im Wochenverlauf hat er damit fast gleich viel verloren.

Achterbahn-ähnliche Schwankungen prägten in diesen Tagen den Aktienmarkt, hieß es. An der Nasdaq-Börse hatte der technologielastige Nasdaq 100 am Freitag im Extrem sogar zweieinhalb Prozent verloren beziehungsweise ein halbes Prozent gewonnen. Am Ende blieben mit einem Abschlag von 1,22 Prozent auf 12.693,54 Punkte deutlichere Verluste übrig als im Dow. Als dritter US-Index im Bunde fiel der breiter gefasste S&P 500 um 0,57 Prozent auf 4123,34 Punkte.

Die Anleger müssten sich derzeit drei Problemen gleichzeitig stellen: Nachlassendem Wachstum, höheren Kosten und steigenden Zinsen, sagte Marktstratege Sean Darby von der Investmentbank Jefferies. Zwar hat die US-Wirtschaft im April mehr Arbeitsplätze geschaffen als erwartet, dies hat aber für Anleger eine Kehrseite: Laut dem NordLB-Analysten Tobias Basse bleibt die US-Notenbank Fed mit ihren geldpolitischen Straffungen unter Druck.

«Bei ihren Maßnahmen müssen die Zentralbanken in der jetzigen Situation auch schädliche Nebenwirkungen auf die Konjunktur in Kauf nehmen. Die Inflationsbekämpfung hat jetzt Vorrang», sagte Chefvolkswirt Ulrich Kater von der Dekabank. Entsprechend wurde der jüngste Arbeitsmarktbericht am Freitag besonders kritisch beäugt. Dieser zeigte, dass die US-Wirtschaft im April mehr Arbeitsplätze geschaffen hatte als erwartet.

Mit Blick auf Einzelwerte waren Ölkonzerne mal wieder eine positive Ausnahme wegen eines steigenden Ölpreises. Während die Debatte über ein europäisches Öl-Embargo gegen Russland weiter geht, sorgte die Ankündigung der USA für Preisauftrieb, dass ab diesem Herbst mit der Wiederbefüllung der strategischen Ölreserven begonnen werden soll. Chevron bauten ihren Tagesgewinn auf 2,7 Prozent aus und waren damit der beste Dow-Wert.

Ein düsterer Tag war es dagegen für Anleger im US-Sportartikelsektor. Während die Aktien von Under Armour nach Zahlen um mehr als ein Viertel abrutschten, wurden die Nike-Aktien im Dow mit einem Abschlag von 3,5 Prozent mit erfasst. Under Armour enttäuschte die Anleger nicht nur mit einem Quartalsverlust, sondern auch mit dem Jahresausblick. UBS-Analyst Jay Sole sieht für die Ergebnisschätzungen am Markt nun ein Korrekturrisiko von bis zu 19 Prozent.

An der Nasdaq kommen derweil die mittlerweile rekordtiefen Peloton-Aktien nicht wieder auf die Beine. Die Papiere des einst als großer Corona-Gewinner gehandelten Fitness-Spezialisten sackten am Freitag nochmals um 7,7 Prozent ab. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg in Berufung auf Kreise berichtete, sucht das Unternehmen derzeit nach einem großen Investor, der mit 20 Prozent der Anteile einsteigen könnte.

Der Euro schloss sich dem Auf und Ab an den Aktienmärkten im Bereich zwischen 1,05 und 1,06 US-Dollar an. Zuletzt pendelte sich der Kurs mit 1,0548 Dollar in der Mitte der Tagesspanne ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0570 (Donnerstag: 1,0568) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9461 Euro.

US-Staatsanleihen haben sich am Freitag etwas leichter gezeigt. Der Terminkontrakt für zehnjährige Anleihen fiel um 0,29 Prozent auf 117,72 Punkte. Die gegenläufige Rendite stieg in dieser Laufzeit bis auf 3,13 Prozent. Sie bewegte sich damit auf dem Niveau von Ende 2018.

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