Kategorien
Baden-Württemberg Karlsruhe Lebensmittel Mobilität Offenburg Partner Verkehr

Verkehr: Messe IT-Trans widmet sich der Mobilität der Zukunft

Auf der Mobilitätsmesse IT-Trans in Karlsruhe können Interessierte drei Tage lang ein breites Spektrum an Projekten kennenlernen. Dabei präsentiert sich auch die Hochschule Offenburg mit einer Idee, die immer mehr Zuspruch erfährt.

Über die Mobilität der Zukunft im städtischen Raum können sich Interessierte bis Donnerstag auf der Messe IT-Trans informieren. Rund 270 Aussteller aus mehr als 30 Ländern präsentieren nach Angaben der Veranstalter in der Messe Karlsruhe ihre Konzepte und IT-Lösungen. Auf dem Gelände im benachbarten Rheinstetten geht es unter anderem um autonomes Fahren, flexible Mobilität abhängig von der Nachfrage, kontaktlose Tickets und Cybersicherheit. Die Palette der Partner reicht vom Testfeld Autonomes Fahren Baden-Württemberg über die sogenannte Profilregion Mobilitätssysteme Karlsruhe bis zur Hochschule Offenburg.

Letztere stellt ihre Idee sogenannter Hofladentrams vor, mit der Lebensmittel aus der Region zu Verbrauchern und Verbraucherinnen gebracht werden könnten. Einer Umfrage der Hochschule zufolge würden mehr als 80 Prozent der Menschen ein solches Angebot wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich in ihr Einkaufsverhalten integrieren.

In der Regel sei die Zustimmung in der Praxis am Ende niedriger als bei solchen Umfragen, räumte der Leiter des Studiengangs Betriebswirtschaft/Logistik und Handel, Ingo Dittrich, zwar ein. «Aber wenn tatsächlich 50, 60 Prozent kommen, wäre das schon klasse. Dann würde sich das Angebot rentieren», sagte der Professor der Deutschen Presse-Agentur.

Hinter den Überlegungen steckt eine Projektgruppe aus der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft, landwirtschaftlichen Betrieben der Region sowie der Hochschule Offenburg. Sie wollen regionale Produkte nachhaltig zu den Kunden bringen. Bislang vermarkten Landwirte ihre Waren meist direkt auf dem eigenen Hof oder auf Wochenmärkten.

Mehrere Studierende aus Offenburg sind mit Studien- oder Projektarbeiten mit dem Thema Hofladentram befasst. Dabei geht es etwa um betriebswirtschaftliche Fragen und einen Online-Shop. Offen ist auch eine mögliche Innenausstattung der Tram.

Die Studentin Maren Schmitt wiederum startete im vergangenen Jahr eine Umfrage, die bei der Marktanalyse helfen sollte. Mehr als 850 Menschen nahmen teil, bis Schmitt mit der Auswertung für ihre Abschlussarbeit begann. Gut 150 Antworten kamen danach hinzu, so dass die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein rundes Bild bekommen haben.

Die Ergebnisse zeigen, dass viele Menschen vor allem lange Anfahrten vom Einkauf in Hofläden abschrecken. Das gaben 68 Prozent der Teilnehmer an. Einen Lieferservice von der Tram per Lastenrad bis zur Haustür brauchen viele aber nicht. Ein längerer Stopp der Bahn an einer zentralen Haltestelle würde reichen.

Überrascht hat die Forscher laut Dittrich, dass das Interesse an Wild und anderen Fleischprodukten von heimischen Betrieben der Umfrage zufolge eher gering ist. Auch hätten sie das Verlangen nach unverpackten Lebensmitteln höher eingeschätzt.

Aus Sicht des Professors zeigen die Ergebnisse, dass die Umfrage breit angelegt war und nicht nur von einer bestimmten Gruppe beantwortet wurde. «Ich gehe daher davon aus, dass die Ergebnisse auch auf andere Regionen übertragbar sind», sagte Dittrich.

Bis eine erste Hofladentram tatsächlich Obst und Gemüse, Milch und Wurst von Bauernhöfen der Umgebung in die Städte bringt, wird es noch eine Weile dauern. «Wir sind aber ganz konkret auf dem Weg dahin», sagte Dittrich. «Von der reinen Theorie sind wir schon weit weg.»

Go to Source

Kategorien
Auto Bundesregierung Deutsche Presse-Agentur Deutscher Städtetag Eckart Würzner Heidelberg Individualverkehr Markus Lewe Mobilität Münster

Mobilität: Würzner: Städte können ÖPNV nicht allein stemmen

Der Individualverkehr ist eine der Hauptquellen von C02-Emissionen in den Städten. Für den Klimaschutz wäre ein Umstieg der Autofahrer auf öffentliche Busse und Bahnen sinnvoll. Die Stadt Heidelberg will sie mit kostenlosen Angeboten locken.

Der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) will im Bemühen um eine klimafreundlichere Mobilität den Bund stärker in die Pflicht nehmen. Auf den Kosten der Sanierung des für die Verkehrswende so wichtigen öffentlichen Nahverkehrs dürften die Kommunen nicht sitzen bleiben. «Die Städte haben riesige Bestandsstrecken, die erhalten, saniert, modernisiert und barrierefrei umgebaut werden müssen – doch für die erforderlichen gewaltigen Ausgaben gibt es keine Förderung des Bundes mehr», monierte Würzner. Die Kommunen könnten das alleine nicht stemmen. Er plädiert auch für deutlich reduzierte Tarife.

Zwar würden neue Haltestellen noch mitfinanziert, sagte Würzner, der Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetags, Markus Lewe (Münster), ist, der Deutschen Presse-Agentur. Doch das gelte nicht für die in die Jahre gekommenen Fahrwege dorthin. Die neue Bundesregierung müsse ihren Förderschwerpunkt von der Beteiligung an neuen Strecken, für deren Kosten der Bund bis zu 70 Prozent beisteuere, auf die Ertüchtigung bestehender Straßenbahngleise verschieben. «Da muss es rasch ein Umdenken geben, denn einige Kommunen bauen mangels Mitteln für den Unterhalt Infrastruktur zurück.» Nach Auskunft des Landesverkehrsministeriums gibt es bereits solche Programme.

Nicht nur die Substanz des ÖPNV müsse verbessert werden, so Würzner, sondern auch das Preisgefüge. «Der Nahverkehr muss günstiger werden.» Eine Schülerjahreskarte für 550 Euro stelle für manche Eltern, zumal bei zwei oder mehr schulpflichtigen Kindern, eine hohe Belastung dar. In einem Stufenmodell will Würzner von Gratis-Tagen über Nulltarif für Kinder und Heranwachsende sowie Menschen über 60 Jahren zur kostenlosen Nutzung von Bussen und Bahnen für alle kommen.

«Ich halte das für finanzierbar», sagte Würzner. Die Partnerstadt Montpellier habe dies vorgemacht. In diesem Punkt sind sich der 60-jährige Geograf und die Grünen als stärkste Fraktion im Gemeinderat nicht einig. Die Fraktion will keine Förderung des ÖPNV mit der Gießkanne. «Das können wir uns nicht leisten», sagte deren Chef Derek Cofie-Nunoo. Zuerst müsse das Angebot im ÖPNV verbessert werden, um dann mehr Menschen den Umstieg vom Auto auf die ökologischeren Alternativen schmackhaft zu machen. Würzner hält dagegen: «Wer diese Idee immer noch als Monstranz vor sich her trägt, wird den öffentlichen Nahverkehr nie attraktiver machen.»

Derzeit läuft ein vom Herbst vergangenen Jahres auf dieses Frühjahr verschobenes Projekt mit Gratis-Fahrten an vier Samstagen (26.3. und 2., 9., 16. April). Schon am ersten Tag verzeichnete die Stadt zehn Prozent mehr Fahrgäste als üblich.

Mit einem städtischen «Modal Split», also der Aufteilung der Wege auf die unterschiedlichen Verkehrsmittel, von 80 Prozent aller zurückgelegten Strecken per Rad, Bahn, Tram oder zu Fuß und 20 Prozent mit dem Auto hat Heidelberg nach Worten Würzners eine extrem gute Ausgangsposition. Die Anteile umweltfreundlicher Fortbewegung würden mit dem Ausbau von ampelfreien Schnellradtrassen durch die gesamte Stadt noch verbessert. «Für die Menschen muss die Beförderung schnell und bequem sein.» Dafür müssten die Beförderungsmöglichkeiten intelligent miteinander verknüpft werden, etwa durch Park and Ride, Fahrradparkhäuser oder Car-Sharing-Angebote an Bahnhöfen. Würzner resümierte: «Dann wird die ganze Sache attraktiv.»

Go to Source

Kategorien
Auto Bundesregierung Deutsche Presse-Agentur Deutscher Städtetag Eckart Würzner Heidelberg Individualverkehr Markus Lewe Mobilität Münster

Mobilität: Würzner: Städte können ÖPNV nicht allein stemmen

Der Individualverkehr ist eine der Hauptquellen von C02-Emissionen in den Städten. Für den Klimaschutz wäre ein Umstieg der Autofahrer auf öffentliche Busse und Bahnen sinnvoll. Die Stadt Heidelberg will sie mit kostenlosen Angeboten locken.

Der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) will im Bemühen um eine klimafreundlichere Mobilität den Bund stärker in die Pflicht nehmen. Auf den Kosten der Sanierung des für die Verkehrswende so wichtigen öffentlichen Nahverkehrs dürften die Kommunen nicht sitzen bleiben. «Die Städte haben riesige Bestandsstrecken, die erhalten, saniert, modernisiert und barrierefrei umgebaut werden müssen – doch für die erforderlichen gewaltigen Ausgaben gibt es keine Förderung des Bundes mehr», monierte Würzner. Die Kommunen könnten das alleine nicht stemmen. Er plädiert auch für deutlich reduzierte Tarife.

Zwar würden neue Haltestellen noch mitfinanziert, sagte Würzner, der Erster Stellvertreter des Präsidenten des Deutschen Städtetags, Markus Lewe (Münster), ist, der Deutschen Presse-Agentur. Doch das gelte nicht für die in die Jahre gekommenen Fahrwege dorthin. Die neue Bundesregierung müsse ihren Förderschwerpunkt von der Beteiligung an neuen Strecken, für deren Kosten der Bund bis zu 70 Prozent beisteuere, auf die Ertüchtigung bestehender Straßenbahngleise verschieben. «Da muss es rasch ein Umdenken geben, denn einige Kommunen bauen mangels Mitteln für den Unterhalt Infrastruktur zurück.» Nach Auskunft des Landesverkehrsministeriums gibt es bereits solche Programme.

Nicht nur die Substanz des ÖPNV müsse verbessert werden, so Würzner, sondern auch das Preisgefüge. «Der Nahverkehr muss günstiger werden.» Eine Schülerjahreskarte für 550 Euro stelle für manche Eltern, zumal bei zwei oder mehr schulpflichtigen Kindern, eine hohe Belastung dar. In einem Stufenmodell will Würzner von Gratis-Tagen über Nulltarif für Kinder und Heranwachsende sowie Menschen über 60 Jahren zur kostenlosen Nutzung von Bussen und Bahnen für alle kommen.

«Ich halte das für finanzierbar», sagte Würzner. Die Partnerstadt Montpellier habe dies vorgemacht. In diesem Punkt sind sich der 60-jährige Geograf und die Grünen als stärkste Fraktion im Gemeinderat nicht einig. Die Fraktion will keine Förderung des ÖPNV mit der Gießkanne. «Das können wir uns nicht leisten», sagte deren Chef Derek Cofie-Nunoo. Zuerst müsse das Angebot im ÖPNV verbessert werden, um dann mehr Menschen den Umstieg vom Auto auf die ökologischeren Alternativen schmackhaft zu machen. Würzner hält dagegen: «Wer diese Idee immer noch als Monstranz vor sich her trägt, wird den öffentlichen Nahverkehr nie attraktiver machen.»

Derzeit läuft ein vom Herbst vergangenen Jahres auf dieses Frühjahr verschobenes Projekt mit Gratis-Fahrten an vier Samstagen (26.3. und 2., 9., 16. April). Schon am ersten Tag verzeichnete die Stadt zehn Prozent mehr Fahrgäste als üblich.

Mit einem städtischen «Modal Split», also der Aufteilung der Wege auf die unterschiedlichen Verkehrsmittel, von 80 Prozent aller zurückgelegten Strecken per Rad, Bahn, Tram oder zu Fuß und 20 Prozent mit dem Auto hat Heidelberg nach Worten Würzners eine extrem gute Ausgangsposition. Die Anteile umweltfreundlicher Fortbewegung würden mit dem Ausbau von ampelfreien Schnellradtrassen durch die gesamte Stadt noch verbessert. «Für die Menschen muss die Beförderung schnell und bequem sein.» Dafür müssten die Beförderungsmöglichkeiten intelligent miteinander verknüpft werden, etwa durch Park and Ride, Fahrradparkhäuser oder Car-Sharing-Angebote an Bahnhöfen. Würzner resümierte: «Dann wird die ganze Sache attraktiv.»

Go to Source

Kategorien
Mobilität

»Lärmblitzer« in Frankreich: Verkehrsberuhigung per Schall-Falle


Im Nachbarland werden seit Kurzem Schall-Fallen getestet. Die Geräte fotografieren Kennzeichen überlauter Fahrzeuge, es drohen Bußgelder. Ein Modell für Deutschland?

Go to Source

Kategorien
Mobilität

Tesla-Gigafactory: Gut fürs Klima oder verhängnisvoller Rückschritt?


»Diesen Elektrokult um eine in Wahrheit krasse Fehlentwicklung finde ich obszön«: Umweltexperte Wolfgang Lohbeck beklagt die Fettsucht bei Elektroautos – und erklärt, warum er selbst einen Verbrenner fährt.

Go to Source

Kategorien
Mobilität

Berlin autofrei: Initiative plant radikale Verkehrswende per Volksentscheid


Zwölf Autofahrten im Jahr sind noch erlaubt, Parken nur mit Sondernutzungserlaubnis möglich: Eine Berliner Initiative will eine radikale Verkehrswende erreichen, per Volksentscheid. Wie stehen ihre Chancen?

Go to Source

Kategorien
Mobilität

Tesla Model Y aus Grünheide im Umweltcheck: Zwei Tonnen grünes Gewissen


Mit dem neuen Tesla-Werk bei Berlin geht die deutsche Massenproduktion von Elektroautos richtig los. Doch was bringt das massige Model Y dem Klima wirklich?

Go to Source

Kategorien
Mobilität

Mercedes schafft die E-Klasse-Taxis ab: Das sind die Gründe


Das Ende der Taxi-E-Klasse sorgt in der Branche für Aufregung. Nun nennt Mercedes einige Gründe – einer davon: Das Auto passe in dieser Rolle nicht mehr so recht in die Zeit.

Go to Source

Kategorien
Mobilität

Bremen: Verkehrssenatorin legt Berufung ein und rettet 50.000 Gehwegparker vor Knöllchen


Dürfen sich Hausbewohner gegen parkende Autos auf Gehwegen wehren? Ja, befand das Verwaltungsgericht in Bremen und ordnete Maßnahmen an. Die Stadt allerdings will das so nicht hinnehmen.

Go to Source

Kategorien
Mobilität

Lufthansa-Tochter Swiss Airline will ab 2023 mit Solartreibstoff fliegen


Als erste Fluggesellschaft überhaupt will Swiss ihre Flugzeuge mit einem Treibstoff betanken, der aus Sonnenenergie gewonnen wird – und das schon ab kommendem Jahr. Was muss man sich unter Solarkerosin vorstellen?

Go to Source