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Enkeltochter Illinois Partner USA

Illinois, USA: Zehnjährige bricht in zugefrorenem Teich ein – Großvater stirbt bei Rettungsversuch

In den USA ist ein Mann in einen Teich gesprungen, nachdem seine Enkeltochter dort eingebrochen war. Sein Partner versuchte noch, ihn zu retten. Doch für den 31-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Zwei Schwestern aus dem US-Bundesstaat wollten am Samstagmorgen die sechs Familienhunde spazieren führen. Die beiden acht und zehn Jahre alten Mädchen waren in der Nähe von Charleston unterwegs, als sich zwei Welpen plötzlich losmachten. Sofort rannte die Zehnjährige hinter ihnen her – geradewegs zu auf einen zugefrorenen Teich.

PAID STERN 2019_49 Auf dünnem Eis 11.11

Doch das Eis war zu dünn und das Mädchen brach sofort ein. Da die Geschwister in Rufweite ihres Zuhauses waren, bekam ihr Großvater die Schreie der Mädchen mit. Wie Familienmitglieder dem Nachrichtensender NBC-News jetzt berichteten, sprang der Restaurantmanager sofort aus dem Bett, zog seine Sandalen an und rannte nach draußen zum Teich, wo er ebenfalls hineinfiel.

Mann versucht Ehepartner mit Hundeleine aus dem Eis zu ziehen

Seine Familie versuchte noch, dem 31-Jährigen eine lange Hundeleine zuzuwerfen, aber er konnte sie nicht erreichen. „Ich warf sie ihm zu und er sagte: ‚Ich kann sie nicht mehr sehen, ich kann sie nicht sehen!‘ „, erzählt sein 47-jähriger Ehemann. Und weiter: „Ich sah, wie er unterging und ich konnte die beiden einfach nicht erreichen.“ Die beiden Mädchen sind die Töchter der ältesten Adoptivtochter des 47-Jährigen. Beide Männer sind zudem auch ihre Erziehungsberechtigten.

PAID STERN 2021_02 Flüchtlinge der Arktis14.21

Die Familie wählte den Notruf. Taucher der Feuerwehr zogen das Mädchen und den Mann um kurz nach 8 Uhr aus dem eiskalten Wasser und brachten sie in ein Krankenhaus, wo der 31-Jährige kurz darauf verstarb. Das kleine Mädchen befindet sich nach Angaben von Behörden und Familienmitgliedern in einem kritischen Zustand. Einer der Hunde der Familie kam bei dem Einbruch ins Eis ebenfalls ums Leben.

Facebook

Die Schwester des Hinterbliebenen hat eine Gofundme-Kampagne gestartet. „Es gibt keine Lebensversicherung und ich weiß, dass mein Bruder im Moment eine Sorge weniger braucht“, schreibt sie dort. „Jeder Pfennig zählt und wir wissen das sehr zu schätzen.“ Mehr als 36.000 Dollar sind bislang zusammengekommen.

Über den Zustand ihrer Nichte schreibt sie, dass sie keine Gehirnaktivität hat, nur Krampfanfälle. „Ihr Herz und ihre Lunge arbeiten, aber wir beten für ein Wunder“. Über den Retter des kleinen Mädchens schreibt sie auf Facebook: „Er liebte diese Mädchen mehr als Worte sagen können“ und weiter: „Er starb als Held“.

Quellen: Feuerwehr Lincoln, NBC, Facebook 

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Anklage Auto Autopilot Elektromobilität Fahrzeug Los Angeles Tesla Totschlag Unfall USA

Umstrittener Fahrassistent: Nach tödlichem Unfall mit Tesla-Autopilot – erstmals Anklage wegen Totschlags erhoben

Zum ersten Mal muss sich ein Tesla-Fahrer in den USA wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Sein Fahrzeug hatte mit aktiviertem Autopiloten einen Unfall mit zwei Toten verursacht. Die US-Behörden beschäftigen Vorfälle mit dem automatisierten Fahrassistenten schon seit einigen Jahren.

Kevin George Aziz Riad fuhr im Dezember 2019 mit seinem Tesla Model S mit hoher Geschwindigkeit von einer Autobahn bei Los Angeles ab, als er die Steuerung seines Fahrzeugs dem Autopiloten überließ. Dieser missachtete jedoch eine rote Ampel und verursachte in der Folge den Zusammenstoß mit einem anderen Auto. Bei dem Unfall wurden zwei Insassen in dem Auto getötet. Riad und eine Beifahrerin in seinem Tesla wurden zwar verletzt, überlebten aber. Jetzt muss sich der 27-Jährige wegen zweifachen Totschlags vor Gericht verantworten.

Elektromobilität Experten-Interview 18.16h

Die kalifornische Staatsanwaltschaft in Los Angeles hatte Anklage bereits vergangenen Oktober erhoben, sie wurde jedoch erst vergangene Woche bekannt. Riad plädiert auf nicht schuldig und soll am 23. Februar zu dem Vorfall verhört werden. Solange der Fall nicht abgeschlossen ist, ist er gegen eine Kaution auf freiem Fuß. 

Widerholt schwere Unfälle mit Tesla-Autopilot in den USA

Riad ist der erste Tesla-Fahrer, der sich wegen eines Unfalls mit einem aktivierten Autopiloten vor Gericht verantworten muss. Allerdings hat es bislang zahlreiche Fehlgebräuche des Autopiloten gegeben. Die Thematik ist deshalb Gegenstand von Untersuchungen zweier Bundesbehörden, der Tesla-Autopilot ist umstritten.

2016 raste ein Tesla unter den Anhänger eines Sattelschleppers, der die Straße überquert hatte. Der Autofahrer starb. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersuchte den automatisierten Fahrassistenten von Tesla und stellte fest, dass das System im Rahmen seiner Fähigkeiten korrekt funktioniert habe. Dennoch habe sich der Mensch am Steuer zu sehr darauf verlassen. Der Autopilot hatte den Anhänger mit seiner weißen Seitenfront nicht erkannt und nicht gebremst. Auch der Fahrer hatte nicht reagiert. Bei diesem sowie allen Auffahrunfällen seien die Feuerwehr- und Ambulanzfahrzeuge unter anderem dank eingeschaltetem Blinklicht klar erkennbar gewesen, kritisierte die NHTSA. In jedem Fall sei sei der Tesla-Autopilot eingeschaltet gewesen.

Im Jahr 2018 kam es dann zu einem Vorfall ohne Unfallopfer: Ein Tesla war in Kalifornien mit einem Feuerwehrauto zusammengestoßen. Bei weiteren Unfällen mit aktivierten Autopiloten in Tesla-Fahrzeugen gab es Kollisionen mit einer Leitplanke oder einem Lkw. Im April 2021 sorgte ein schwerer Unfall in Texas für Aufsehen, bei dem ein Tesla nach einem Aufprall auf einen Baum Feuer gefangen und schließlich ausgebrannt war. Beide Insassen kamen dabei ums Leben. Zunächst war man davon ausgegangen, dass der Tesla ohne Fahrer unterwegs gewesen war, was die Kritik am Tesla-Autopiloten anfeuerte. Später stellt sich allerdings heraus, dass der Fahrer während des Unfalls am Steuer gesessen hatte.

US-Autobauer verweist auf Eingreifen des Menschen

Die renommierte Ermittlungsbehörde NTSB hatte allgemein kritisiert, dass sich der Mensch am Steuer bei einem Unfall mit eingeschaltetem Autopiloten zu sehr auf die Technik verlassen konnte. Als die Unfälle mit dem Autopiloten begannen, verschärfte Tesla seine Software. Die Software merkt, wenn der Fahrer die Hände nicht am Steuer hat; nach kurzer Zeit ertönen Warntöne. Außerdem versuchte der US-Autobauer, seinen automatisierten Fahrassistenten in der Funktion zu verbessern, Fahrzeuge zu erkennen. Tesla betont, dass der Autopilot nur ein Assistenzsystem sei und der Fahrer stets die Hände auf dem Lenkrad und die Verkehrslage im Blick behalten müsse. Kritiker fordern von Tesla härtere Maßnahmen gegen eine Missachtung dieser Vorgabe – wie zum Beispiel die Überwachung des Fahrers mit einer Kamera.

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Die NHTSA untersuchte zuletzt insgesamt elf Vorfälle, bei denen Teslas zwischen Januar 2018 und Juli 2021 auf geparkte Rettungsfahrzeuge auffuhren. Dabei gab es mindestens 17 Verletzte und einen Toten. Seit dem Jahr 2016 hat die NHTSA Untersuchungsteams zu 26 Unfällen mit Autopiloten geschickt, bei denen es insgesamt 11 Tote gegeben hat. Schätzungen zufolge sind 765.000 Teslas in den USA mit einem Autopiloten ausgestattet.

Quellen: Washingtonpost, mit Material der dpa

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Automatisierung Computer Digitalisierung Job Reddit USA Videospiel

Smarter arbeiten: 90.000 Dollar fürs Däumchendrehen: Mann automatisiert seinen Job – und seit einem Jahr hat es niemand gemerkt

Wenn eine Arbeitskraft durch Automatisierung ersetzt wird, passiert das in der Regel, weil Firmen Kosten sparen wollen. Ein Angestellter in den USA hat den Spieß nun umgedreht. Und legt lieber die Füsse hoch, statt selbst zu arbeiten.

Die Digitalisierung ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet sie vielen Arbeitnehmern Chancen, etwa das Arbeiten von Zuhause und flexiblere Bürozeiten. Andererseits kostet die Automatisierung durch Computer oder Roboter auch zahlreiche Mitarbeiter ihren Job. Ein Angestellter in den USA hat nun die Vorteile beider Entwicklungen für sich zusammengebracht – und ohne Wissen seines Arbeitgebers seinen eigenen Job vollautomatisiert.

„Ich arbeite in einer mittelgroßen Anwaltskanzlei und wurde als IT-Spezialist angestellt, um die digitalen Beweise für Verhandlungen zu verwalten“, berichtet die Person bei Reddit. Statt eines echten Namens hat sie sich nur „Throwaway59724“ genannt, eine auf der Seite üblicher Praxis, um nicht erkannt zu werden. Der Grund dafür leuchtet schnell ein. Denn statt den Job zu machen, für den er bezahlt wird, spielt er „lieber Videospiele und sowas“.PAID Southworking – Arbeiten im Süden 8.22

Neue Chance durch Covid

Schon kurz nach der Anstellung habe er bemerkt, dass sich mit seinem Arbeitspensum kein ganzer Arbeitstag füllen lasse, berichtet der Angestellte. Er sollte einen Cloud-Server betreuen, auf dem die Anwälte der Kanzlei ihre Tausenden Beweismittel und Dokumente für Verfahren abrufen können. Vorher musste das mühsam von anderen nebenbei erledigt werden, weswegen dann seine Stelle geschaffen wurde. „Das klang gut. Aber mir wurde schnell klar, dass das niemals ein Acht-Stunden-Job ist.“ Schon früh habe er deswegen während der Arbeit im Büro herumgebummelt, um die Zeit herumzukriegen. „Dann kam Covid.“ Und mit dem Homeoffice die Möglichkeit, die Arbeit ganz einzustellen.

„Ich wurde gefragt, ob ich von Zuhause arbeiten kann“, erklärt er den Wandel. „Dann fing der Spaß richtig an.“ Er habe einen Arbeitsrechner mit einer Direktverbindung aufgesetzt. Und begonnen, alles komplett zu automatisieren. „Innerhalb einer Woche gelang es mir, ein Skript zu entwickeln und zum Laufen zu kriegen, das meinen kompletten Job erledigte.“ Es schaue automatisiert, ob neue Dateien ankommen, und lade sie hoch. Seine einzige Arbeit des Tages sei, am Ende zu prüfen, ob alles geklappt habe. „Ich sitze vielleicht 10 Minuten am Tag am Schreibtisch.“

Der Aufwand dafür hielt sich erstaunlich in Grenzen. Mit zwei Google-Suchen habe er herausgefunden, wie das entsprechende Skript grundsätzlich funktionieren sollte, der Hauptteil der Arbeit bestand darin, es auf die Eigenheiten des Firmensystems anzupassen. Das sei im Detail durchaus kompliziert gewesen – und sei auch der Hauptgrund, warum er seine Automatisierung nicht für andere zur Verfügung stellen könne. 

Kein schlechtes Gewissen

Ein schlechtes Gewissen habe er nicht – trotz der 90.000 Dollar, die er im Jahr kassiert. „Am Anfang fühlte ich mich etwas schuldig, dass ich die Kanzlei abzocke. Aber dann überzeugte ich mich, dass es schon in Ordnung sei. So lange jeder bekommt was er möchte, entsteht ja kein Schaden“, erklärt er seinen Umgang mit den Gewissensbissen. Auch den Vorwurf, er würde sein Leben verschwenden, kann er nicht nachvollziehen. „Ich habe eine Leidenschaft, auf die ich mich tagsüber konzentrieren kann.“ Weil es nichts zum Thema beitrage und er darüber vielleicht identifizierbar sein könnte, wolle er darauf aber nicht eingehen.

Dass sein Arbeitgeber ihn wegen seiner Aktion feuern kann, fürchtet er nicht. Er lasse die Automatisierung auf Hardware laufen, die er selbst gekauft habe, sein Arbeitsvertrag sehe keine Übertragung von Rechten an seiner Arbeit vor. „Wenn sie mich rauswerfen wollen, nehme ich das Skript eben mit“, erläutert er. „Mit mir verlieren sie auch die Arbeit, die ich erledige. Ich bin mein eigener Arbeitsschutz.“ Solange alles funktioniere, würde ohnehin niemand Verdacht schöpfen. Schließlich arbeite er schon seit über einem Jahr nicht mehr.

Bei der Reddit-Leserschaft sorgt der Post zwar bei einigen für Skepsis, die meisten feiern den Poster aber für seine clevere Art, seine Arbeit zu erledigen. Der Top-Kommentar unterstützt ihn entsprechend. „Sieh dein Gehalt einfach als Abo-Gebühr, das für dein Automatisierungsprogramm gezahlt wird. Große Firmen lieben doch schließlich Abo-Dienste.“

Quelle:Reddit

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Ägypten arabische Welt Bürgerkrieg China Demokratie Europa Nordafrika Partner Syrien USA Wiederaufbau

Geld ohne Einmischung: Investment ohne Demokratie-Reformen: China, der neue Partner der arabischen Welt

Das Riesen-Reich China investiert immer mehr in die Länder des Nahen Ostens – ohne im Gegenzug demokratische Reformen zu verlangen. Jetzt will Peking auch beim Wiederaufbau in Syrien helfen. Verspielt Europa seinen Einfluss in der Region?

Häuser sind ausgebrannt, Kraftwerke zertrümmert, Straßen liegen in Schutt und Asche: Viele Städte Syriens sind nach mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg komplett zerstört. Die Wirtschaft des Landes liegt am Boden und viele Menschen leben in bitterer Armut. Auch der Regierung von Machthaber Baschar al-Assad fehlt es an Geld – etwa um die zerstörte Infrastruktur wieder instand zu setzen. Und der Westen weigert sich, beim Wiederaufbau zu helfen, solange es keinen grundlegenden politischen Wandel im Land gibt.

Finanzielle Unterstützung soll deshalb nun aus dem Fernen Osten kommen. Dort hat Syrien eine Geldquelle ausgemacht, die auf lästige Reformauflagen verzichtet: China. Das Bürgerkriegsland will die Zusammenarbeit mit der ostasiatischen Wirtschaftsmacht ausbauen und auch deren „Neuer Seidenstraße“ beitreten. Vor einer Woche unterzeichneten beide Staaten eine Absichtserklärung dafür.PAID China und die Taliban 15.29

Syrien profitiert von China

Mit der Initiative für eine „Neue Seidenstraße“ (Belt and Road, BRI) unterstützt China Infrastrukturprojekte weltweit. Das Land hat in den vergangenen Jahren Abkommen mit fast allen arabischen Staaten geschlossen. Bis zum Jahr 2023 will China nach Angaben der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) bis zu 600 Milliarden US-Dollar (527 Milliarden Euro) in die Region investieren. Für viele arabische Länder ist die Volksrepublik schon jetzt der wichtigste Handelspartner.

China wiederum braucht die arabischen Partner vor allem für eines: um seinen steigenden Bedarf an Energie zu sichern. Die zweitgrößte Volkswirtschaft ist dringend auf Ölimporte etwa aus den Golfstaaten angewiesen. Das Land will es aber trotz seines zunehmenden Engagements vermeiden, in die Konflikte der Region verwickelt zu werden. „China hat eine ganz klare Strategie: Keine Einmischung in innere Angelegenheiten“, sagt die Leiterin für den Nahen Osten und Nordafrika der KAS, Canan Atilgan, der Deutschen Presse-Agentur.

Ihre Hilfen knüpft die Wirtschaftsmacht deshalb auch nicht an demokratische Reformen oder die Bekämpfung von Korruption. „Für viele Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas ist diese chinesische Entwicklungsstrategie eine höchst willkommene Alternative zum wertebasierten europäischen Modell“, so Atilgan. Von dem chinesischen Multi-Milliarden-Projekt profitieren so auch Länder, die sonst nur schwer internationale Hilfe bekommen würden. Zum Beispiel Syrien.PAID STERN 2020_16 Zuerst war die Hoffnung 20.10

Milliarden-Investitionen in Ägypten

Die dortige Führung feiert Chinas Unterstützung beim Wiederaufbau als „Überwindung der einseitigen Zwangssanktionen gegen Syrien“. Gemeint sind die Sanktionen des Westens. Die USA und Europa wollen damit Druck auf Assad und dessen brutale Machtelite ausüben, die nach wie vor die eigene Bevölkerung foltern und töten lässt.

Im Gegenzug zu Chinas Nichteinmischung halten sich auch die arabischen Staaten mit Kritik zurück – sogar bei Chinas Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Nordwestregion Xinjiang. Umfragen zeigen, dass viele Menschen in der arabischen Welt offen für Beziehungen mit China sind. Beziehungen mit den USA sehen sie dagegen inzwischen eher skeptisch.

Allein in Ägypten investiert China Milliarden für Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Telekommunikation sowie am Suezkanal. Präsident Abdel Fattah al-Sisi reiste seit 2014 sechsmal nach China und unterzeichnete mindestens 25 bilaterale Abkommen.

China hat Potenziale und Chancen der Länder wahrgenommen

Kritiker fürchten, dass Chinas Engagement in der Region langfristig autoritäre Staaten stärken könnte. Ressourcen, die bei gemeinsamen Projekten gewonnen werden, wandern wahrscheinlich vor allem in die Taschen der Mächtigen. Das festige die soziale Ungleichheit, schreibt die Denkfabrik European Council of Foreign Affairs (ECFR) auf ihrer Internetseite. Auch der Export von Überwachungstechnologie spiele autoritären Regierungen in die Hände. Chinas Einfluss in der Region ist nach ECFR-Ansicht aber längst nicht so groß, wie einige arabische Staaten dem Rest der Welt glaubhaft machen wollen.

Umso mehr Unternehmen aus China in der Region aktiv werden, desto schwerer wird das Land seine Zurückhaltung dort aufrechterhalten können. Denn die Wirtschaftsmacht muss ihre eigenen Interessen schützen. Die Denkfabrik ECFR geht deshalb davon aus, dass das Land künftig stärker mit Europa zusammenarbeiten wird, um Konflikte in der arabischen Welt zu deeskalieren. Für Europa gibt es also nach wie vor Spielraum, um eigene Ziele durchzusetzen.

So der Westen das denn will. Mit Ausnahme der Migrationsthematik ist die Region Atilgan zufolge inzwischen aus dem Fokus Europas gerückt: „Es gibt keine attraktiven Kooperationsangebote.“ Wollen die Länder Europas die Zukunft im Nahen Osten mitgestalten, müssen sie nach Ansicht der Wissenschaftlerin neben vielfältigen Initiativen auch ein neues Narrativ für die Region schaffen. „Ein Gegenkonzept zum aktuellen Bild der arabischen Welt mit vielen Problemen, als Pufferzone oder Grenze.“ Die Länder wollten auch mit Potenzialen und Chancen wahrgenommen werden. China hat das erkannt.

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Enkeltochter Illinois Partner USA

Illinois, USA: Zehnjährige bricht in zugefrorenem Teich ein – Großvater stirbt bei Rettungsversuch

In den USA ist ein Mann in einen Teich gesprungen, nachdem seine Enkeltochter dort eingebrochen war. Sein Partner versuchte noch, ihn zu retten. Doch für den 31-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Zwei Schwestern aus dem US-Bundesstaat wollten am Samstagmorgen die sechs Familienhunde spazieren führen. Die beiden acht und zehn Jahre alten Mädchen waren in der Nähe von Charleston unterwegs, als sich zwei Welpen plötzlich losmachten. Sofort rannte die Zehnjährige hinter ihnen her – geradewegs zu auf einen zugefrorenen Teich.

PAID STERN 2019_49 Auf dünnem Eis 11.11

Doch das Eis war zu dünn und das Mädchen brach sofort ein. Da die Geschwister in Rufweite ihres Zuhauses waren, bekam ihr Großvater die Schreie der Mädchen mit. Wie Familienmitglieder dem Nachrichtensender NBC-News jetzt berichteten, sprang der Restaurantmanager sofort aus dem Bett, zog seine Sandalen an und rannte nach draußen zum Teich, wo er ebenfalls hineinfiel.

Mann versucht Ehepartner mit Hundeleine aus dem Eis zu ziehen

Seine Familie versuchte noch, dem 31-Jährigen eine lange Hundeleine zuzuwerfen, aber er konnte sie nicht erreichen. „Ich warf sie ihm zu und er sagte: ‚Ich kann sie nicht mehr sehen, ich kann sie nicht sehen!‘ „, erzählt sein 47-jähriger Ehemann. Und weiter: „Ich sah, wie er unterging und ich konnte die beiden einfach nicht erreichen.“ Die beiden Mädchen sind die Töchter der ältesten Adoptivtochter des 47-Jährigen. Beide Männer sind zudem auch ihre Erziehungsberechtigten.

PAID STERN 2021_02 Flüchtlinge der Arktis14.21

Die Familie wählte den Notruf. Taucher der Feuerwehr zogen das Mädchen und den Mann um kurz nach 8 Uhr aus dem eiskalten Wasser und brachten sie in ein Krankenhaus, wo der 31-Jährige kurz darauf verstarb. Das kleine Mädchen befindet sich nach Angaben von Behörden und Familienmitgliedern in einem kritischen Zustand. Einer der Hunde der Familie kam bei dem Einbruch ins Eis ebenfalls ums Leben.

Facebook

Die Schwester des Hinterbliebenen hat eine Gofundme-Kampagne gestartet. „Es gibt keine Lebensversicherung und ich weiß, dass mein Bruder im Moment eine Sorge weniger braucht“, schreibt sie dort. „Jeder Pfennig zählt und wir wissen das sehr zu schätzen.“ Mehr als 36.000 Dollar sind bislang zusammengekommen.

Über den Zustand ihrer Nichte schreibt sie, dass sie keine Gehirnaktivität hat, nur Krampfanfälle. „Ihr Herz und ihre Lunge arbeiten, aber wir beten für ein Wunder“. Über den Retter des kleinen Mädchens schreibt sie auf Facebook: „Er liebte diese Mädchen mehr als Worte sagen können“ und weiter: „Er starb als Held“.

Quellen: Feuerwehr Lincoln, NBC, Facebook 

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Automatisierung Computer Digitalisierung Job Reddit USA Videospiel

Smarter arbeiten: 90.000 Dollar fürs Däumchendrehen: Mann automatisiert seinen Job – und seit einem Jahr hat es niemand gemerkt

Wenn eine Arbeitskraft durch Automatisierung ersetzt wird, passiert das in der Regel, weil Firmen Kosten sparen wollen. Ein Angestellter in den USA hat den Spieß nun umgedreht. Und legt lieber die Füsse hoch, statt selbst zu arbeiten.

Die Digitalisierung ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bietet sie vielen Arbeitnehmern Chancen, etwa das Arbeiten von Zuhause und flexiblere Bürozeiten. Andererseits kostet die Automatisierung durch Computer oder Roboter auch zahlreiche Mitarbeiter ihren Job. Ein Angestellter in den USA hat nun die Vorteile beider Entwicklungen für sich zusammengebracht – und ohne Wissen seines Arbeitgebers seinen eigenen Job vollautomatisiert.

„Ich arbeite in einer mittelgroßen Anwaltskanzlei und wurde als IT-Spezialist angestellt, um die digitalen Beweise für Verhandlungen zu verwalten“, berichtet die Person bei Reddit. Statt eines echten Namens hat sie sich nur „Throwaway59724“ genannt, eine auf der Seite üblicher Praxis, um nicht erkannt zu werden. Der Grund dafür leuchtet schnell ein. Denn statt den Job zu machen, für den er bezahlt wird, spielt er „lieber Videospiele und sowas“.PAID Southworking – Arbeiten im Süden 8.22

Neue Chance durch Covid

Schon kurz nach der Anstellung habe er bemerkt, dass sich mit seinem Arbeitspensum kein ganzer Arbeitstag füllen lasse, berichtet der Angestellte. Er sollte einen Cloud-Server betreuen, auf dem die Anwälte der Kanzlei ihre Tausenden Beweismittel und Dokumente für Verfahren abrufen können. Vorher musste das mühsam von anderen nebenbei erledigt werden, weswegen dann seine Stelle geschaffen wurde. „Das klang gut. Aber mir wurde schnell klar, dass das niemals ein Acht-Stunden-Job ist.“ Schon früh habe er deswegen während der Arbeit im Büro herumgebummelt, um die Zeit herumzukriegen. „Dann kam Covid.“ Und mit dem Homeoffice die Möglichkeit, die Arbeit ganz einzustellen.

„Ich wurde gefragt, ob ich von Zuhause arbeiten kann“, erklärt er den Wandel. „Dann fing der Spaß richtig an.“ Er habe einen Arbeitsrechner mit einer Direktverbindung aufgesetzt. Und begonnen, alles komplett zu automatisieren. „Innerhalb einer Woche gelang es mir, ein Skript zu entwickeln und zum Laufen zu kriegen, das meinen kompletten Job erledigte.“ Es schaue automatisiert, ob neue Dateien ankommen, und lade sie hoch. Seine einzige Arbeit des Tages sei, am Ende zu prüfen, ob alles geklappt habe. „Ich sitze vielleicht 10 Minuten am Tag am Schreibtisch.“

Der Aufwand dafür hielt sich erstaunlich in Grenzen. Mit zwei Google-Suchen habe er herausgefunden, wie das entsprechende Skript grundsätzlich funktionieren sollte, der Hauptteil der Arbeit bestand darin, es auf die Eigenheiten des Firmensystems anzupassen. Das sei im Detail durchaus kompliziert gewesen – und sei auch der Hauptgrund, warum er seine Automatisierung nicht für andere zur Verfügung stellen könne. 

Kein schlechtes Gewissen

Ein schlechtes Gewissen habe er nicht – trotz der 90.000 Dollar, die er im Jahr kassiert. „Am Anfang fühlte ich mich etwas schuldig, dass ich die Kanzlei abzocke. Aber dann überzeugte ich mich, dass es schon in Ordnung sei. So lange jeder bekommt was er möchte, entsteht ja kein Schaden“, erklärt er seinen Umgang mit den Gewissensbissen. Auch den Vorwurf, er würde sein Leben verschwenden, kann er nicht nachvollziehen. „Ich habe eine Leidenschaft, auf die ich mich tagsüber konzentrieren kann.“ Weil es nichts zum Thema beitrage und er darüber vielleicht identifizierbar sein könnte, wolle er darauf aber nicht eingehen.

Dass sein Arbeitgeber ihn wegen seiner Aktion feuern kann, fürchtet er nicht. Er lasse die Automatisierung auf Hardware laufen, die er selbst gekauft habe, sein Arbeitsvertrag sehe keine Übertragung von Rechten an seiner Arbeit vor. „Wenn sie mich rauswerfen wollen, nehme ich das Skript eben mit“, erläutert er. „Mit mir verlieren sie auch die Arbeit, die ich erledige. Ich bin mein eigener Arbeitsschutz.“ Solange alles funktioniere, würde ohnehin niemand Verdacht schöpfen. Schließlich arbeite er schon seit über einem Jahr nicht mehr.

Bei der Reddit-Leserschaft sorgt der Post zwar bei einigen für Skepsis, die meisten feiern den Poster aber für seine clevere Art, seine Arbeit zu erledigen. Der Top-Kommentar unterstützt ihn entsprechend. „Sieh dein Gehalt einfach als Abo-Gebühr, das für dein Automatisierungsprogramm gezahlt wird. Große Firmen lieben doch schließlich Abo-Dienste.“

Quelle:Reddit

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Ägypten arabische Welt Bürgerkrieg China Demokratie Europa Nordafrika Partner Syrien USA Wiederaufbau

Geld ohne Einmischung: Investment ohne Demokratie-Reformen: China, der neue Partner der arabischen Welt

Das Riesen-Reich China investiert immer mehr in die Länder des Nahen Ostens – ohne im Gegenzug demokratische Reformen zu verlangen. Jetzt will Peking auch beim Wiederaufbau in Syrien helfen. Verspielt Europa seinen Einfluss in der Region?

Häuser sind ausgebrannt, Kraftwerke zertrümmert, Straßen liegen in Schutt und Asche: Viele Städte Syriens sind nach mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg komplett zerstört. Die Wirtschaft des Landes liegt am Boden und viele Menschen leben in bitterer Armut. Auch der Regierung von Machthaber Baschar al-Assad fehlt es an Geld – etwa um die zerstörte Infrastruktur wieder instand zu setzen. Und der Westen weigert sich, beim Wiederaufbau zu helfen, solange es keinen grundlegenden politischen Wandel im Land gibt.

Finanzielle Unterstützung soll deshalb nun aus dem Fernen Osten kommen. Dort hat Syrien eine Geldquelle ausgemacht, die auf lästige Reformauflagen verzichtet: China. Das Bürgerkriegsland will die Zusammenarbeit mit der ostasiatischen Wirtschaftsmacht ausbauen und auch deren „Neuer Seidenstraße“ beitreten. Vor einer Woche unterzeichneten beide Staaten eine Absichtserklärung dafür.PAID China und die Taliban 15.29

Syrien profitiert von China

Mit der Initiative für eine „Neue Seidenstraße“ (Belt and Road, BRI) unterstützt China Infrastrukturprojekte weltweit. Das Land hat in den vergangenen Jahren Abkommen mit fast allen arabischen Staaten geschlossen. Bis zum Jahr 2023 will China nach Angaben der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) bis zu 600 Milliarden US-Dollar (527 Milliarden Euro) in die Region investieren. Für viele arabische Länder ist die Volksrepublik schon jetzt der wichtigste Handelspartner.

China wiederum braucht die arabischen Partner vor allem für eines: um seinen steigenden Bedarf an Energie zu sichern. Die zweitgrößte Volkswirtschaft ist dringend auf Ölimporte etwa aus den Golfstaaten angewiesen. Das Land will es aber trotz seines zunehmenden Engagements vermeiden, in die Konflikte der Region verwickelt zu werden. „China hat eine ganz klare Strategie: Keine Einmischung in innere Angelegenheiten“, sagt die Leiterin für den Nahen Osten und Nordafrika der KAS, Canan Atilgan, der Deutschen Presse-Agentur.

Ihre Hilfen knüpft die Wirtschaftsmacht deshalb auch nicht an demokratische Reformen oder die Bekämpfung von Korruption. „Für viele Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas ist diese chinesische Entwicklungsstrategie eine höchst willkommene Alternative zum wertebasierten europäischen Modell“, so Atilgan. Von dem chinesischen Multi-Milliarden-Projekt profitieren so auch Länder, die sonst nur schwer internationale Hilfe bekommen würden. Zum Beispiel Syrien.PAID STERN 2020_16 Zuerst war die Hoffnung 20.10

Milliarden-Investitionen in Ägypten

Die dortige Führung feiert Chinas Unterstützung beim Wiederaufbau als „Überwindung der einseitigen Zwangssanktionen gegen Syrien“. Gemeint sind die Sanktionen des Westens. Die USA und Europa wollen damit Druck auf Assad und dessen brutale Machtelite ausüben, die nach wie vor die eigene Bevölkerung foltern und töten lässt.

Im Gegenzug zu Chinas Nichteinmischung halten sich auch die arabischen Staaten mit Kritik zurück – sogar bei Chinas Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren in der Nordwestregion Xinjiang. Umfragen zeigen, dass viele Menschen in der arabischen Welt offen für Beziehungen mit China sind. Beziehungen mit den USA sehen sie dagegen inzwischen eher skeptisch.

Allein in Ägypten investiert China Milliarden für Projekte in den Bereichen Infrastruktur, Energie und Telekommunikation sowie am Suezkanal. Präsident Abdel Fattah al-Sisi reiste seit 2014 sechsmal nach China und unterzeichnete mindestens 25 bilaterale Abkommen.

China hat Potenziale und Chancen der Länder wahrgenommen

Kritiker fürchten, dass Chinas Engagement in der Region langfristig autoritäre Staaten stärken könnte. Ressourcen, die bei gemeinsamen Projekten gewonnen werden, wandern wahrscheinlich vor allem in die Taschen der Mächtigen. Das festige die soziale Ungleichheit, schreibt die Denkfabrik European Council of Foreign Affairs (ECFR) auf ihrer Internetseite. Auch der Export von Überwachungstechnologie spiele autoritären Regierungen in die Hände. Chinas Einfluss in der Region ist nach ECFR-Ansicht aber längst nicht so groß, wie einige arabische Staaten dem Rest der Welt glaubhaft machen wollen.

Umso mehr Unternehmen aus China in der Region aktiv werden, desto schwerer wird das Land seine Zurückhaltung dort aufrechterhalten können. Denn die Wirtschaftsmacht muss ihre eigenen Interessen schützen. Die Denkfabrik ECFR geht deshalb davon aus, dass das Land künftig stärker mit Europa zusammenarbeiten wird, um Konflikte in der arabischen Welt zu deeskalieren. Für Europa gibt es also nach wie vor Spielraum, um eigene Ziele durchzusetzen.

So der Westen das denn will. Mit Ausnahme der Migrationsthematik ist die Region Atilgan zufolge inzwischen aus dem Fokus Europas gerückt: „Es gibt keine attraktiven Kooperationsangebote.“ Wollen die Länder Europas die Zukunft im Nahen Osten mitgestalten, müssen sie nach Ansicht der Wissenschaftlerin neben vielfältigen Initiativen auch ein neues Narrativ für die Region schaffen. „Ein Gegenkonzept zum aktuellen Bild der arabischen Welt mit vielen Problemen, als Pufferzone oder Grenze.“ Die Länder wollten auch mit Potenzialen und Chancen wahrgenommen werden. China hat das erkannt.

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Augsburg FC Augsburg Katar Rekordeinkauf Ricardo Pepi Sport Stefan Reuter USA Weltmeisterschaft

Augsburgs Rekordeinkauf Pepi: im neuen Club für WM empfehlen

Rekordeinkauf Ricardo Pepi will sich durch seinen Wechsel zum Fußball-Bundesligisten FC Augsburg auch für die Weltmeisterschaft in Katar empfehlen. «Für mich war aber Augsburg die beste Option! Ich kann mich hier entwickeln: Nicht nur durch die Spiele, sondern genauso durch das intensive Training. Ich will mich hier auch für die WM empfehlen: Ich möchte mit den USA in Katar dabei sein!», sagte der 19-Jährige in einem Interview der «Sport Bild».

Rekordeinkauf Ricardo Pepi will sich durch seinen Wechsel zum Fußball-Bundesligisten FC Augsburg auch für die Weltmeisterschaft in Katar empfehlen. «Für mich war aber Augsburg die beste Option! Ich kann mich hier entwickeln: Nicht nur durch die Spiele, sondern genauso durch das intensive Training. Ich will mich hier auch für die WM empfehlen: Ich möchte mit den USA in Katar dabei sein!», sagte der 19-Jährige in einem Interview der «Sport Bild».

«Unser Nationaltrainer Gregg Berhalter kennt FCA-Manager Stefan Reuter sehr gut. Er hat mir gesagt: „Augsburg ist die perfekte Wahl für dich!“», sagte Pepi. Die WM findet vom 21. November bis 18. Dezember statt. Anders als zum Beispiel Deutschland sind die USA noch nicht qualifiziert.

Berhalter war einst Profi beim TSV 1860 München, wo Reuter als Geschäftsführer arbeitete. Pepi war in diesem Monat vom FC Dallas nach Augsburg gewechselt. Dort erhielt er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026 mit Option auf eine weitere Saison. Eine Ausstiegsklausel hat der Youngster nach eigenen Worten nicht in seinem Vertrag. Angeblich kostet der Stürmer rund 13 Millionen Euro plus mögliche Nachzahlungen.

«Augsburg hat mir die beste Perspektive aufgezeigt. Trotz meines Alters verspreche ich mir hier viele Spielminuten: Hier kann ich auf dem Platz stehen und mich entwickeln. Der Verein hat viel vor, das passt zu mir», sagte Pepi, der bislang zweimal für den FCA zum Einsatz kam. Auf sein Premierentor wartet er noch.

Der Amerikaner verfolgt ein sehr hohes Ziel mit dem schwäbischen Bundesligisten. «Ich möchte für Augsburg spielen und viele Tore schießen. Erst müssen wir den Abstieg vermeiden, anfangen zu gewinnen. Aber davon bin ich überzeugt, wir werden den Turnaround schaffen», sagte er. «Und dann ist alles möglich. Ich habe einen Traum: Ich möchte mit Augsburg in der Champions League spielen!»

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AFP Alaska Asche Hunga Japan Landebahn Nachrichten Neuseeland Pazifik Regen Schiff Tonga UN USA Vulkanausbruch

Landebahn von Asche geräumt: Erste Hilfsflüge für Tonga ab Donnerstag möglich

Erste gute Nachrichten seit dem Vulkanausbruch vor der Küste Tongas: Ab Donnerstag könnten die ersten Hilfsflüge in dem Pazifikstaat landen.

Erste gute Nachrichten seit dem Vulkanausbruch vor der Küste Tongas: Ab Donnerstag könnten die ersten Hilfsflüge in dem Pazifikstaat landen. Die Landebahn des Flughafens auf der Hauptinsel Tongatapu sei wieder freigeräumt, sagte UN-Krisenkoordinator Jonathan Veitch am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Auch die internationale Kommunikation wurde teilweise wiederhergestellt.

Der Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga-Hunga Ha’apai am Samstag war einer der schwersten seit Jahrzehnten und noch im weit entfernten Alaska messbar. In weitem Umkreis im Pazifik gingen Asche und saurer Regen nieder. Die Eruption führte zu Tsunamiwellen, die noch an weit entfernten Küsten von Japan bis in die USA registriert wurden. Das ganze Ausmaß der Verheerungen war auch am Mittwoch unklar.

Die mit der Lage sichtlich überforderte Regierung sprach von einer „noch nie dagewesenen Katastrophe“. Sie bestätigte UN-Angaben, wonach eine bis zu 15 Meter hohe Welle mehrere Inseln traf, darunter auch die Hauptinsel Tongatapu. Auf einigen abgelegenen Inseln seien fast alle Häuser zerstört. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben.

Praktisch alle 100.000 Einwohner Tongas sind demnach betroffen. Die Vulkanasche und das Salzwasser des Tsunamis beeinträchtigten die Wasserversorgung, die Bevölkerung ist dringend auf Trinkwasser und Lebensmittel angewiesen. Katie Greenwood von der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften warnte bereits vor der „wachsenden Gefahr von Cholera und Durchfall“.

Hilfsflüge konnten zunächst nicht in Tonga landen, weil die Landebahn des Flughafens auf der Hauptinsel Tongatapu mit einer bis zu zehn Zentimeter hohen Ascheschicht bedeckt war. Inzwischen sei die Landebahn aber freigeräumt, sagte UN-Krisenkoordinator Veitch. Ab Donnerstag könnten erste Hilfsflüge aus Australien und Neuseeland eintreffen.

Ab Freitag könnten auch zwei Marineschiffe aus Neuseeland mit Wasservorräten und einer Entsalzungsanlage in dem Archipel eintreffen. Ein australisches Schiff mit Hubschrauber-Landeplätzen sollte in Kürze zu der rund fünftägigen Fahrt nach Tonga aufbrechen. Tongas Regierung schickte bereits erste Schiffe mit medizinischem Personal, dringend benötigten Vorräten und Zelten in die am schlimmsten betroffenen Gebiete.

Bei dem Vulkanausbruch wurde auch ein wichtiges Unterwasserkommunikationskabel unterbrochen, das Tonga mit dem Rest der Welt verbindet. Nachrichten von der Insel konnten fast nur über Satellitentelefone der ausländischen Botschaften übermittelt werden.

Die Kommunikation wurde am Mittwoch allerdings teilweise wiederhergestellt: Der lokale Netzbetreiber Digicel berichtete, dass er über Satellitenschüsseln vor Ort wieder ein 2G-Netz aufbauen konnte, und auch internationale Telefonanrufe seien wieder möglich.

Bis das Unterwasserkabel wieder repariert ist, wird es aber nach Angaben des neuseeländischen Außenministeriums einige Zeit dauern. Die US-Kabelfirma SubCom habe mitgeteilt, dass es „mindestens vier Wochen“ dauern werde, bis die Verbindung zur Außenwelt wiederhergestellt sei, berichtete das Ministerium. Demnach wurde das Kabel an zwei Stellen durchtrennt: Die eine Bruchstelle befindet sich 37 Kilometer vor der Küste, die andere in der Nähe des Hunga Tonga-Hunga Ha’apai.

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Ehemaliger Präsident der USA: Ermittler werfen Donald Trump betrügerische Geschäftspraktiken vor

Donald Trump soll sich mit „betrügerische oder irreführenden“ Vermögensbewertungen Steuervorteile verschafft haben. Davon ist die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft überzeugt. Jetzt sollen Trump und seine Kinder Ivanka und Donald Jr. in dem Fall vor Gericht aussagen.

Das Firmenimperium von Ex-US-Präsident Donald Trump hat nach Ansicht der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James wiederholt betrügerische Geschäftspraktiken angewendet. Ziel dieser Praktiken sei es gewesen, sich eine „Vielzahl von wirtschaftlichen Vorteilen“ zu verschaffen, etwa Darlehen, Versicherungsschutz oder Steuerabzüge, schrieb die Demokratin am späten Dienstag (Ortszeit) in einer Mitteilung. Es sei das erste Mal, dass die Generalstaatsanwaltschaft so konkrete Vorwürfe gegen Trumps Unternehmen erhob, berichtete die „New York Times“.

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Darüber hinaus bat James das Gericht, die Vorladungen von Trump sowie von zwei seiner Kinder – Ivanka und Donald Jr. – zu erzwingen, damit diese in den laufenden zivilrechtlichen Ermittlungen gegen die Trump Organization unter Eid aussagen. „Bislang haben wir im Rahmen unserer Ermittlungen erhebliche Beweise aufgedeckt, die darauf hindeuten, dass Donald J. Trump und die Trump Organization mehrere Vermögenswerte falsch und in betrügerischer Absicht bewertet und diese Werte gegenüber Finanzinstituten zum wirtschaftlichen Vorteil falsch dargestellt haben“, teilte James weiter mit.

Donald Trump versuchte Befragung unter Eid zu verhindern

Ihre jüngsten Schritte seien eine Reaktion auf den Versuch des Ex-Präsidenten, sie daran zu hindern, ihn und zwei seiner Kinder unter Eid zu befragen. Seit mehr als zwei Jahre habe die Trump Organization versucht, die Ermittlungen unter anderem mit Verzögerungstaktiken auszubremsen, teilte die Generalstaatsanwältin weiter mit. Im Dezember etwa war Trump gerichtlich gegen James vorgegangen. Trump hat die Ermittlungen immer wieder als „Hexenjagd“ bezeichnet.

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Bei den umfassenden Ermittlungen geht es unter anderem um den Verdacht, dass Trumps Firma falsche Angaben zum Wert ihrer Immobilien gemacht hat. „Donald Trump, Donald Trump Jr. und Ivanka Trump waren alle eng in die fraglichen Transaktionen involviert, daher werden wir ihre Versuche, sich der Aussage in dieser Untersuchung zu entziehen, nicht tolerieren“, teilte James über Twitter mit. „Niemand in diesem Land kann sich aussuchen, ob und wie das Gesetz auf ihn zutrifft.“

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