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Deutschland sagt 1,3 Milliarden Euro für Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria zu

Die Bundesregierung stockt ihren Beitrag zur weltweiten Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria deutlich auf. Deutschland werde in den Jahren 2023 bis 2025 insgesamt 1,3 Milliarden Euro zum globalen Fonds gegen die drei Krankheiten beisteuern und damit 30 Prozent mehr als zuletzt, kündigte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) am Donnerstag in Berlin an. Entwicklungshilfeorganisationen begrüßten die finanzielle Zusage der Bundesregierung.

Schulz betonte, durch die Coronapandemie habe es zuletzt „erhebliche Rückschläge“ im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria gegeben. Lockdowns, überlastete Krankenhäuser und unterbrochene Lieferketten hätten vielerorts zur Unterbrechung von Behandlungen geführt – mit drastischen Folgen für die Betroffenen. „Deswegen erhöhen wir unseren Beitrag an den globalen Fonds um 30 Prozent, um die Bekämpfung der Krankheiten wieder zurück auf Kurs zu bringen“, sagte die Ministerin.

Aids, Tuberkulose und Malaria gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Die Beendigung dieser Epidemien ist eines der globalen Nachhaltigkeitsziele, welche die UNO bis 2030 erreichen will. Der 2002 gegründete globale Fonds spielt dabei eine wichtige Rolle. Seit Beginn der Coronapandemie beklagt der Fonds aber deutliche Rückschritte bei der Bekämpfung der drei Krankheiten. So ging seit 2020 etwa die Zahl der HIV-Tests zurück, und weniger HIV-infizierte Menschen begannen eine Behandlung.

Mitte September findet am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York eine Wiederauffüllungskonferenz für den globalen Fonds statt. Insgesamt sollen für den Zeitraum von 2023 bis 2025 mindestens 18 Milliarden Dollar (18,1 Milliarden Euro) mobilisiert werden, damit die existierenden Programme des Fonds weitergeführt werden können. Für die Jahre 2020 bis 2022 stellte Deutschland insgesamt eine Milliarde Euro bereit und war damit der viertgrößte staatliche Geber des Fonds.

„Der globale Fonds ist das wichtigste Instrument, um HIV, Tuberkulose und Malaria zu bekämpfen“, erklärte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung am Donnerstag. Die Kurskorrektur der Bundesregierung sei „wichtig und richtig“. Nur so könnten Rückschritte wegen der Coronapandemie „wieder wettgemacht werden“.

Die Entwicklungshilfeorganisation ONE nannte die Zusage von 1,3 Milliarden Euro ein „starkes Signal“. Damit trage Deutschland dazu bei, „dass Millionen Menschen gerettet werden“. „Die Coronapandemie ist ein Schlag in die Magengrube für alles, was wir in der globalen Gesundheit erreicht haben“, erklärte Stephan Exo-Kreischer, Direktor von ONE Deutschland.

So sei die Zahl der Todesfälle durch Tuberkulose das erste Mal in 15 Jahren wieder gestiegen, der Kampf gegen HIV und Aids sei um Jahre zurückgeworfen worden. Beiträge wie die von Deutschland seien daher „elementar, damit wir das Ruder rumreißen“, erklärte Exo-Kreischer.

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Charlie Sheen Frau HIV Jane Doe Klage Sex TMZ Virus

Außergerichtliche Einigung: Ungeschützter Sex trotz HIV: Jetzt muss Charlie Sheen dafür bezahlen

Nach fünf Jahren wurde eine Einigung zwischen Charlie Sheen und der Klägerin erzielt. Es geht darum, dass Charlie Sheen trotz einer HIV-Erkrankung und ohne Vorwarnung Sex mit ihr gehabt haben soll.

Die Frau, die Charlie Sheen 2017 anzeigte, möchte anonym bleiben. Sie wirft dem Schauspieler vor, dass er trotz seiner HIV-Erkrankung mit ihr ungeschützten Sex hatte, ohne sie darüber zu informieren, dass er unter der sexuell übertragbaren Erkrankung litt. In den Unterlagen wird sie als Jane Doe geführt. Ein Platzhalter im Englischen wie Max Mustermann. Der Prozess, den die Frau 2017 in Gang gesetzt hatte, kam nun zu einem Ergebnis.

Seit 2011 soll Charlie Sheen bereits bekannt sein, dass er unter dem Humanes Immundefizienz-Virus, kurz HIV, leidet. Jane Doe soll im Jahr 2015 mit ihm eine Affäre gehabt haben. Sie behauptet, dass er ihr seine Erkrankung verschwiegen habe, selbst auf die Nachfrage nach Geschlechtskrankheiten soll der Schauspieler gesagt haben, dass alles in Ordnung sei. 

Nach dem Sex kam dann eine unerwartete Wendung. Laut der Frau soll er ihr zwei Pillen gereicht haben, die die Übertragung des Virus verhindern sollen und gab zu, dass er an HIV erkrankt sei. Dann habe Sheen ihr auch noch eine Geheimhaltungsvereinbarung unter die Nase gehalten und sie um eine Unterschrift gebeten. Die Frau gab an, danach panisch das nächste Krankenhaus aufgesucht zu haben. So die Aussage der Dame vor Gericht, die Sheen aufgrund dieses Sachverhalts 2017 angezeigt hatte. 

Charlie Sheen: Rechtsstreit mit Klägerin beigelegt

Das Ergebnis des Prozesses ließ fünf Jahre auf sich warten. Doch nun konnten sich Charlie Sheen und die Klägerin außergerichtlich auf ein Schmerzensgeld in Höhe von 120.000 Dollar einigen. Laut des amerikanischen News-Portals „TMZ“ geht das aus Unterlagen hervor, die am vergangenen Mittwoch beim L.A. County Superior Court aufgetaucht sein sollen. Die Summe soll aber nicht im Ganzen ausgezahlt werden, sondern in einer monatlichen Ratenzahlung von 10.000 Dollar für ein Jahr, so lautet die außergerichtliche Einigung.

STERN PAID Affenpocken HIV Interview 16.45

Charlie Sheen machte seine Erkrankung am 17. November 2015 dann in der „Today Show“ öffentlich. Damals gab er zu, dass er zwei Sexualpartnerinnen in der Vergangenheit seine Infektion verschwiegen habe. Er beteuerte jedoch, dass es sich dabei um geschützten Sex gehandelt haben soll.

Quelle: TMZ

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Charlie Sheen Frau HIV Rechtsstreit TMZ US-Dollar

HIV-Rechtsstreit beigelegt: Charlie Sheen muss an Ex-Freundin zahlen

Eine Ex-Freundin von Charlie Sheen hat dem Schauspieler vorgeworfen, sie mit HIV infiziert zu haben. Jetzt hat es eine Einigung gegeben.

Der Rechtsstreit zwischen Charlie Sheen (56) und einer Ex-Freundin ist offenbar zu Ende. Der Schauspieler habe sie mit HIV infiziert, so der Vorwurf. Nun sollen sich die beiden außergerichtlich geeinigt haben. Laut juristischen Dokumenten, die „TMZ“ vorliegen sollen, wurde am Mittwoch (24. August) eine Vereinbarung im L.A. County Superior Court eingereicht. Sheen stimmte demnach zu, 120.000 US-Dollar an die Frau zu zahlen – in monatlichen Raten von je 10.000 US-Dollar.

Charlie Sheen soll mit ihr ungeschützten Sex gehabt haben

Der Rechtsstreit lief bereits seit 2017. Die Frau behauptete in der Klage, 2015 mit Sheen eine Affäre begonnen zu haben. Dabei soll es auch zu ungeschütztem Sex gekommen sein. Sie habe ihn gefragt, ob er sexuell übertragbare Krankheiten habe. Dies habe der Schauspieler angeblich verneint. Erst nach dem ungeschützten Sex soll er sie von seiner Krankheit unterrichtet haben, so der Vorwurf der Klägerin. Er habe ihr dann Pillen gegeben, die die Übertragung verhindern sollen.

Zwar sei Sheen in der Klageschrift nicht namentlich erwähnt. Es heißt allerdings, dass der Angeklagte am 17. November 2015 im nationalen Fernsehen seine Erkrankung öffentlich gemacht hat. 2015 hat Sheen erstmals über seinen HIV-Status in der „Today Show“ gesprochen. Dort sagte er, er habe die Diagnose vor mindestens zwei Sexualpartnerinnen verheimlicht. Sheen behauptete jedoch, er habe sich beide Male geschützt. Schon 2011 erfuhr der Schauspieler von der Infektion.

Auch eine Ex-Verlobte erhob Vorwürfe

Im Jahr 2015 reichte auch Sheens Ex-Verlobte Brett Rossi (33) eine Klage ein, in der sie angab, fünfmal Sex gehabt zu haben, bevor sie erfuhr, dass er HIV-positiv war. Rossi behauptete zudem, dass Sheen sie mit HIV infiziert habe. Zudem soll sie körperlich sowie seelisch missbraucht worden sein.

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Afghanistan Drogen Drogensucht Frau Frauen HIV Iran Kabul Taliban

Afghanistan: Wir sind noch hier: Vier Frauen erzählen, wie sie in Afghanistan zu überleben versuchen

Sie kämpfen gegen die Drogensucht in Kabul oder versuchen verzweifelt, Geld für die Familie zu beschaffen oder betteln, statt zur Schule zu gehen oder müssen ihre Sportkarriere beenden, um nicht umgebracht zu werden. Vier Frauen, deren Schicksale nicht vergessen werden sollen.

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Affenpockenvirus Brasilien China Coronavirus Deutsche Presse-Agentur Europa HIV Jagd Richard Neher Sars-Cov-2 Schweine Schweinegrippe Umbenennung Universität Basel USA Virus Weltgesundheitsorganisation Westafrika WHO Wuhan

Wegen Stigmatisierung: Affen aus Angst vor Affenpockenvirus gejagt – Umbenennung der Krankheit gefordert

Das Affenpockenvirus breitet sich aus. Aus Angst vor einer Infektion wird mancherorts bereits Jagd auf Affen gemacht. Schuld daran ist laut Experten auch der Name der Krankheit.

Als sich das neuartige Coronavirus von Wuhan in China aus Anfang 2020 in der Welt ausbreitete, wurden vielerorts Menschen ausgegrenzt, die für Chinesen gehalten wurden. Wegen der Schweinegrippe 2009 wurden in vielen Ländern Millionen Schweine geschlachtet und in Brasilien sind jetzt die ersten Affen mit Steinen und Gift attackiert worden – alles irrationale Reaktionen in der irrigen Annahme, man könne sich dadurch vor einer neuen Gefahr schützen.

Was Namen wie Virus aus Wuhan oder Schweinepest für Viren oder Krankheiten auslösen können, ist bekannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) macht seit Wochen Druck, dass der Name Affenpocken geändert wird. Aber sind so einprägsame Bezeichnungen nicht besser als Buchstaben- und Zahlenkombinationen wie H1N1 für Schweinegrippe oder Sars-CoV-2 für das Coronavirus? „Was einfach ist, ist ja nicht notwendigerweise geboten“, sagt Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel der Deutschen Presse-Agentur. STERN PAID Affenpocken HIV Interview 16.45

Neutrale Namen gefordert

Er unterzeichnete im Juni einen Aufruf, neutrale Namen für Affenpocken-Untergruppen zu finden und nicht von „Westafrika“- oder „Kongobecken“-Gruppen zu reden. Damit werde der falsche Eindruck erweckt, die jüngsten Ausbrüche überwiegend in Europa, den USA und Brasilien hätten etwas mit Afrika zu tun, heißt es darin. Das sei diskriminierend und stigmatisierend. Die mehr als zwei Dutzend Virologinnen und Virologen kritisierten, dass dazu auch noch oft Fotos afrikanischer Patienten gestellt werden würden.

„Das Problem mit den geografischen Bezeichnungen ist zum einen, dass sie oft nicht stimmen, zum anderen, dass sie oft dazu führen, dass die Orte, nach denen die Erreger benannt werden, Nachteile erfahren“, sagt Neher. Zum Beispiel, dass Reisen in die Regionen vermieden werden. Zudem würden Länder, die Krankheiten gut überwachen und etwa neue Virenvarianten entdecken und beschreiben, bestraft, wenn die neue Variante dann nach dem Land benannt werde. Die legendäre Spanische Grippe 2018 etwa wurde zwar von Spanien als erstes gemeldet, die ersten Fälle traten aber schon früher in den USA auf, wie die US-Gesellschaft für Mikrobiologie (ASM) berichtet.

„Angst braucht einen Namen“

Dass sich Begriffe wie Schweinegrippe oder Wuhan-Virus schnell durchsetzten, sei menschlich, schrieb Susan Hardy, Dozentin für Sozialwissenschaften auf der Webseite der Universität von Sydney. „Angst braucht einen Namen, und etwas zu benennen suggeriert, dass etwas getan wird.“ Es gehe auch um die Suche nach Sündenböcken.Tiere und Corona: Welche infizieren sich 10.35

Bei der neuen Influenza-Virusvariante 2009 waren es die Schweine, obwohl das Virus auch Menschen infiziert und von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Beim Coronavirus sprach nicht nur der damalige US-Präsident Donald Trump vom „Wuhan-“ oder „China Virus“, um Peking Schuld an der Ausbreitung zuzuschieben. Er verlangte explizit, China müsse zur Rechenschaft gezogen werden.

Seit 2015 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Richtlinien, um zu verhindern, dass Krankheitsnamen negative Folgen für Handel, Reisen, Tourismus oder Tierwohl haben oder kulturelle, soziale, regionale oder ethnische Gruppen womöglich an den Pranger stellen.

Namen wie Affenpockenvirus können Unheil anrichten

Das Affenpockenvirus heißt so, weil es in den 1950er Jahren in Dänemark erstmals in Affen nachgewiesen wurde. Es hätte auch dänisches Virus heißen können, wie das Marburg-Virus, das so heißt, weil es in den 1960er Jahren in der hessischen Stadt identifiziert wurde. Bei den Affenpocken ist heute klar, dass sich zwar Affen – wie Menschen – infizieren können. Natürliche Wirte sind aber Nagetiere. Bei der jüngsten Ausbreitung wird das Virus durch engen Körperkontakt zwischen Menschen übertragen und hat mit Affen nichts zu tun.

Für die Virus-Bezeichnung ist ein Gremium aus Hunderten Virologen (ICTV) zuständig. Sie haben auch das Coronavirus Sars-CoV-2 benannt. Krankheitsnamen beschließt die WHO. Sie nannte etwa die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Krankheit Covid-19. Womöglich kann es den ein oder anderen Affen schützen, wenn der Name geändert wird. Doch auch bei Gelbfieber-Ausbrüchen wurden in Brasilien Affen angegriffen.

Die Stigmatisierung und Diskriminierung der von einer Krankheit Betroffenen ist noch eine ganz andere Sache. Die in den 80er Jahren zuerst bei schwulen Männern in den USA festgestellte Immunschwäche wurde zunächst Grid genannt – für gay-related immune deficiency – etwa: mit Schwulen in Verbindung stehende Immunschwäche. Obwohl seit langem bekannt ist, dass sich die Krankheit keineswegs auf schwule Männer beschränkt, hat die Änderung des Namens in Aids (acquired immune deficiency syndrome – etwa: erworbenes Immunschwächesyndrom) zunächst kaum etwas bewirkt. Noch über viele Jahre sind Menschen von Schwulen aus Angst vor einer Ansteckung abgerückt.

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AIDS Anthony Fauci HIV Montreal UNAIDS Welt-AIDS-Konferenz

Gesundheit: Welt-Aids-Konferenz im kanadischen Montreal gestartet

Der Kampf gegen HIV und Aids ist weltweit ins Stocken geraten. Millionen von Leben sind bedroht. Auf der Welt-Aids-Konferenz wird jetzt über Strategien und Maßnahmen beraten.

Hunderte Experten, Interessierte und Betroffene sind am Freitag im kanadischen Montreal zur Welt-Aids-Konferenz zusammengekommen, um über Strategien im Kampf gegen HIV zu diskutieren. Unter den Teilnehmern ist beispielsweise der US-Immunologe Anthony Fauci.

Bereits im Vorfeld hatte das UN-Programm für die Bekämpfung von Aids (UNAIDS) mit einem Bericht darauf aufmerksam gemacht, dass der Kampf gegen HIV und Aids weltweit ins Stocken geraten sei. In den vergangenen beiden Jahren hätten – auch angesichts der Corona-Pandemie und anderer Krisen – deutlich weniger Mittel als zuvor zur Bekämpfung von HIV und Aids zur Verfügung gestanden. In einigen Regionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen zuvor gesunken war, stieg sie nun wieder; Millionen von Leben seien bedroht.

Auf der Welt-Aids-Konferenz wollen die Wissenschaftler nun gegensteuern. „Die heutige Situation sieht nicht gut aus. Wir verlieren das Terrain, das wir in den vergangenen 20 Jahren im Kampf gegen HIV gewonnen haben“, sagte der medizinische Leiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, Bern-Thomas Nyang’wa. „Wenn wir den Kampf gegen HIV nicht verlieren wollen, müssen wir unsere Anstrengungen dringend auf die am meisten gefährdeten Menschen konzentrieren und die Finanzierungslücken sofort schließen.“

Nachdem die Konferenz 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie ins Internet verlegt werden musste, findet das Treffen diesmal bis zum 2. August mit Ansprachen, Diskussions- und Fragerunden zumindest teilweise wieder vor Ort im kanadischen Montreal statt. Die 1985 erstmals durchgeführte Konferenz gilt als weltweit größtes wissenschaftliches Treffen zum Thema Aids.

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AIDS Anthony Fauci HIV Montreal UNAIDS Welt-AIDS-Konferenz

Gesundheit: Welt-Aids-Konferenz im kanadischen Montreal gestartet

Der Kampf gegen HIV und Aids ist weltweit ins Stocken geraten. Millionen von Leben sind bedroht. Auf der Welt-Aids-Konferenz wird jetzt über Strategien und Maßnahmen beraten.

Hunderte Experten, Interessierte und Betroffene sind am Freitag im kanadischen Montreal zur Welt-Aids-Konferenz zusammengekommen, um über Strategien im Kampf gegen HIV zu diskutieren. Unter den Teilnehmern ist beispielsweise der US-Immunologe Anthony Fauci.

Bereits im Vorfeld hatte das UN-Programm für die Bekämpfung von Aids (UNAIDS) mit einem Bericht darauf aufmerksam gemacht, dass der Kampf gegen HIV und Aids weltweit ins Stocken geraten sei. In den vergangenen beiden Jahren hätten – auch angesichts der Corona-Pandemie und anderer Krisen – deutlich weniger Mittel als zuvor zur Bekämpfung von HIV und Aids zur Verfügung gestanden. In einigen Regionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen zuvor gesunken war, stieg sie nun wieder; Millionen von Leben seien bedroht.

Auf der Welt-Aids-Konferenz wollen die Wissenschaftler nun gegensteuern. „Die heutige Situation sieht nicht gut aus. Wir verlieren das Terrain, das wir in den vergangenen 20 Jahren im Kampf gegen HIV gewonnen haben“, sagte der medizinische Leiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, Bern-Thomas Nyang’wa. „Wenn wir den Kampf gegen HIV nicht verlieren wollen, müssen wir unsere Anstrengungen dringend auf die am meisten gefährdeten Menschen konzentrieren und die Finanzierungslücken sofort schließen.“

Nachdem die Konferenz 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie ins Internet verlegt werden musste, findet das Treffen diesmal bis zum 2. August mit Ansprachen, Diskussions- und Fragerunden zumindest teilweise wieder vor Ort im kanadischen Montreal statt. Die 1985 erstmals durchgeführte Konferenz gilt als weltweit größtes wissenschaftliches Treffen zum Thema Aids.

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Affenpocken Berlin BMG HIV Hotspot Impfangebot Impfung

Impfungen gegen Affenpocken sollen in Hotspot Berlin in kommender Woche beginnen

Im Hotspot Berlin sollen in der kommenden Woche die Impfungen gegen die Affenpocken beginnen. Das Impfangebot richte sich zunächst nur an Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko oder der Gefahr für einen schweren Krankheitsverlauf, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Freitag mit. Grund ist demnach die aktuell geringe Verfügbarkeit des Vakzins.

In Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium und anderen Bundesländern soll vorrangig in HIV-Schwerpunktpraxen geimpft werden. In der Hauptstadt beteiligen sich den Angaben zufolge 22 Praxen sowie die Spezialambulanzen mehrerer Kliniken an der Impfkampagne. Die Impfung ist kostenfrei. Die Entscheidung über eine Verabreichung des Stoffs liegt im Ermessen der Ärzte.

Bis zum Donnerstag zählte das Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales 905 Fälle von Affenpocken – und damit mehr als die Hälfte aller im Bundesgebiet erfassten Fälle. Das Robert-Koch-Institut meldete am Freitag insgesamt 1490 Infizierte aus allen 16 Ländern.

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Affenpocken Bayern CSU Deutschland HIV Impfung Isar Klaus Holetschek München Universitätsklinikum

Gesundheit: Bayern beginnt mit Affenpocken-Impfung: Start in München

Bayern hat mit der Impfung gegen die Affenpocken begonnen. Im Münchner Universitätsklinikum rechts der Isar wurden am Donnerstagabend die ersten Menschen geimpft, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag. «Weitere Impfungen in anderen Regierungsbezirken können ab nächster Woche starten.»

Bayern hat mit der Impfung gegen die Affenpocken begonnen. Im Münchner Universitätsklinikum rechts der Isar wurden am Donnerstagabend die ersten Menschen geimpft, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag. «Weitere Impfungen in anderen Regierungsbezirken können ab nächster Woche starten.»

Der Bund hatte am Donnerstagabend die ersten Impfdosen des bayerisch-dänischen Herstellers Bavarian Nordic geliefert. «In der ersten Tranche stehen uns nun rund 4.400 Impfdosen zur Verfügung», sagte Holetschek. Man arbeite mit Hochdruck an der bayernweiten Verteilung. «Die Impfungen gegen das Affenpockenvirus werden in Schwerpunktpraxen und Klinikambulanzen der HIV-Versorgung und HIV-Prävention (PrEP) durchgeführt.»

Eine Impfung gegen Affenpocken empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten. Das Virus ruft meist milde Symptome hervor, die gewöhnlich innerhalb weniger Wochen verschwinden. Es kann aber auch schwere Verläufe nach sich ziehen.

In Deutschland registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) mit Stand vom Freitag 1490 Infektionen von Affenpocken. Die eigentlich seltene Virus-Erkrankung, von der weltweit zuletzt mehrere Tausend Fälle nachgewiesen wurden, überträgt sich nach bisherigem Kenntnisstand hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch.

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Affenpocken BMG EMA Europa HIV Impfstoff Impfung Infektionsrisiko Nordrhein-Westfalen NRW Wochenende

Infektionssschutz: NRW bereitet Affenpocken-Impfungen ab nächster Woche vor

Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko können sich in Nordrhein-Westfalen schon in wenigen Tagen gegen Affenpocken impfen lassen. Der Impfstoff werde HIV- und Infektionsambulanzen an den Universitätskliniken und entsprechenden ausgewählten Schwerpunktpraxen vom Ende kommender Woche an bereitgestellt, teilte das Gesundheitsministerium NRW am Wochenende mit. Die Kreise und kreisfreien Städte seien über die Umsetzung der geplanten Impfungen gegen das Affenpockenvirus informiert worden, hieß es.

Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko können sich in Nordrhein-Westfalen schon in wenigen Tagen gegen Affenpocken impfen lassen. Der Impfstoff werde HIV- und Infektionsambulanzen an den Universitätskliniken und entsprechenden ausgewählten Schwerpunktpraxen vom Ende kommender Woche an bereitgestellt, teilte das Gesundheitsministerium NRW am Wochenende mit. Die Kreise und kreisfreien Städte seien über die Umsetzung der geplanten Impfungen gegen das Affenpockenvirus informiert worden, hieß es.

Für die kostenfreien Impfungen stelle der Bund die Impfstoffe Jynneos und Imvanex zur Verfügung, die in Europa von der Europäischen Arzneimittelagentur (Ema) zugelassen seien und nach derzeitigem Kenntnisstand auch vor einer Affenpocken-Infektion schützten.

Affenpocken sind eine Viruserkrankung, die vor allem mit Symptomen, wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie einem Ausschlag mit Bläschen oder Pusteln einhergeht. Die Erkrankung wird von Mensch zu Mensch bei engem Körperkontakt – Kontakt mit Körperflüssigkeiten und den typischen Hautveränderungen – mit einer infizierten Person übertragen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt das Risiko einer Gefährdung für die Gesundheit der breiten Bevölkerung derzeit als gering ein. Da der Impfstoff derzeit nur begrenzt zur Verfügung stehe, müsse der Kreis der Personen, die sich impfen lassen können über die Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) hinaus zunächst eingegrenzt werden, so das Ministerium.

Den Angaben zufolge können sich besonders gefährdete Personen impfen lassen. Das seien Männer mit einer hohen Anzahl an gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakten und einem hohen Risiko für sexuell übertragbare Erkrankungen. Die Gesundheitsämter sollen die exponierten Personen im Rahmen der Kontaktnachverfolgung darüber informieren, dass sie sich impfen lassen können, und vermitteln sie an die Impfstellen. Um Personen mit einem besonderen Ansteckungsrisiko zu erreichen, informieren auch die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW und die Aidshilfe NRW über die Impfangebote. Die Entscheidung für eine Impfung liege im Ermessen der impfenden Ärztinnen und Ärzte.

In mehreren Ländern wie den USA und Kanada ist der Impfstoff bereits für die Verwendung gegen Affenpocken zugelassen. Der Bund habe ihn zentral für Impfungen gegen Affenpocken in Deutschland beschafft. Im NRW-Impfstoffzentrallager sei bereits eine erste Lieferung von 7300 Dosen eingetroffen, hieß es weiter. 200.000 weitere Dosen sollen im dritten Quartal 2022 bereit stehen.

In medizinisch begründeten und dringenden Einzelfällen können bereits jetzt an den Unikliniken in Aachen, Bochum, Bonn, Düsseldorf, Essen, Münster und Köln Impfungen gegen Affenpocken durchgeführt werden.

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