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„Geschichten, die zählen“: 100 Opfer berichten im Netz über sexuellen Missbrauch als Kind

Sexueller Missbrauch von Kindern galt lange als Tabuthema. Auf dem Internetportal „Geschichten, die zählen“ melden sich nun 100 ehemalige Opfer zu Wort. Sie wollen mit ihren Berichten anderen Betroffenen Mut machen. 

Die Berichte sind bedrückend, oft auch verstörend. Sie handeln von zum Teil massiver Gewalt gegen Kinder, sexuellem Missbrauch in verschiedenen Formen, Vertrauensbrüchen und andauernder Hilflosigkeit. 100 inzwischen erwachsene Menschen berichten, was ihnen als Kind angetan wurde. Veröffentlicht wurden sie am Mittwoch von der seit 2016 arbeitenden Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs auf einer neuen Internetseite mit dem Titel: „Geschichten, die zählen“.

Täter kommen oft aus dem nahen Umfeld

Die Namen der Opfer aus den vergangenen Jahrzehnten und beiden deutschen Staaten sind geändert, aber die Ereignisse real. Von Übergriffen, Schlägen und Vergewaltigungen vor allem durch Männer in Familien, Heimen, Sportvereinen, Schulen und Kirchengemeinden berichten sie.

„An diesem Tag ging meine Kindheit zu Ende, ein absoluter Alptraum begann“, schreibt Irina über ihre Jugend Anfang der 80er Jahre in einem Dorf in der DDR. Ihr Vater ließ sie mit zwölf Jahren nackt tanzen und schlug sie mit einem Gürtel. Ihr Bruder missbrauchte und verkaufte sie. „Ich werde dieses Bild nie vergessen, als sein Freund ihm Geld und eine Schachtel Zigaretten gab. Von jenem Tag an, wurde ich regelmäßig zur Ware. Sie haben mir sehr wehgetan und mir meine Würde genommen.“

Später schickten ihre Eltern sie zu einem Bekannten, der ein Auto hatte und in den Wald fuhr. „Niemand kann es erahnen, was es für ein 15-jähriges Mädchen bedeutet, allein einem erwachsenen Mann ausgeliefert zu sein. Vier Jahre lang wurde ich gezwungen mit ihm mitzufahren.“

Täter sind überwiegend Männer

Eine andere Frau erzählt von dem Klassenlehrer, der sich Ende der 70er Jahre Schülerinnen hinter seinen Schreibtisch auf den Schoß holte. „Dabei ist er mit seinen Fingern in den Schlüpfer gegangen und hat uns an der Scheide angefasst.“ Die Mädchen hätten nie darüber gesprochen. „Lehrer waren damals Respektspersonen, und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dies meinen Eltern zu erzählen. Ich dachte nicht, dass irgendjemand mir geglaubt hätte.“

STERN PAID Kindesmissbrauch Münster Mutter Prozess 20.30Nach einer früheren Studie der Kommission zur Missbrauchsaufarbeitung die von der Bundesregierung einberufen wurde, waren die Täter ganz überwiegend Männer. Nur 13 Prozent waren Frauen. Fast die Hälfte dieser Männer waren leibliche Väter, Pflegeväter und Stiefväter. Dann gab es andere Verwandte, Nachbarn, Erzieher, Betreuer, Sporttrainer und Pfarrer. Bei den Opfern waren die Zahlenverhältnisse umgekehrt: Knapp 90 Prozent waren Mädchen, 10 Prozent Jungen, die meist Pädophilen ausgeliefert waren.

Johann erinnerte sich erst mit über 50 Jahren konkret zurück an seine Kindheit in einer Klosterschule mit einem „brutalen Regiment“ in den 60er Jahren in Westdeutschland. „Mit elf Jahren, 300 Kilometer von zu Hause entfernt (…), wurde ich in der Kirche, nachts und nur mit einem Messdienergewand bekleidet, vergewaltigt. Wer der Täter war, weiß ich bis heute nicht.“ Im Beichtstuhl hieß es danach, das „Ritual“ müsse ein Beichtgeheimnis bleiben, bei Strafe der ewigen Verdammnis.

Sexueller Missbrauch tritt in vielen Formen auf

Der sexuelle Missbrauch ist unterschiedlich. Mal sind es sich wiederholende Berührungen, die die Täter als harmlos beschreiben. Von den Opfern werden sie als grenzüberschreitend und verstörend erlebt. Aber die Berichte handeln auch von brutalen Fesselungen und Vergewaltigungen.

Das Vorgehen der Täter ist unterschiedlich. Manche erschleichen sich die Sympathie und das Vertrauen ihrer Opfer, dann werden Fotos gemacht oder es beginnen Berührungen. In Familien geht es oft direkter zu. Die Kinder können diesem Missbrauch noch schwerer entkommen, weil die Familie sich nach außen abschottet.

Die meisten Opfer machten die Erfahrung, dass sie allein gelassen wurden. Mütter schwiegen, um die Familien zu erhalten. Schulbehörden und Lehrer sahen weg. Die Kirche in Westdeutschland versetzte auffällige Pfarrer – und ignorierte die Opfer. Die Jugend- und Sportorganisationen in der DDR leugneten die Vorkommnisse.

Über die tatsächliche Verbreitung sexueller Gewalt gibt es angesichts hoher Dunkelziffern wenig verlässliche Daten. Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen von 2011 ergab, dass rund 7 Prozent der befragten Frauen und 1,5 Prozent der befragten Männer über frühere Erfahrungen als Opfer berichteten.Prinz Andrew FS 18.00

Berichte sollen bei Verarbeitung helfen

Die zunächst ausgewählten 100 Berichte auf dem neuen Portal lassen sich auswählen und sortieren nach dem Umfeld der Taten, den Jahrzehnten von 1950 bis zur Gegenwart, Bundesrepublik oder DDR und dem Geschlecht der Opfer. Weitere Schilderungen sollen folgen. Bei der Kommission meldeten sich bis heute fast 3000 Betroffene und Zeitzeugen.

„Nichts ist eindrücklicher als die Berichte der Betroffenen selbst“, begründete Brigitte Tilmann von der Aufarbeitungskommission das Projekt. „Nur so werden hinter dem Begriff Missbrauch die konkreten Erfahrungen der sexuellen Gewalt sichtbar.“ Viele Opfer hätten geschrieben, sie wollten mit ihrem Bericht anderen Betroffenen Mut machen. Wichtig sei die Botschaft, nicht alleine zu sein mit den Erfahrungen.

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„Geschichten, die zählen“: 100 Opfer berichten im Netz über sexuellen Missbrauch als Kind

Sexueller Missbrauch von Kindern galt lange als Tabuthema. Auf dem Internetportal „Geschichten, die zählen“ melden sich nun 100 ehemalige Opfer zu Wort. Sie wollen mit ihren Berichten anderen Betroffenen Mut machen. 

Die Berichte sind bedrückend, oft auch verstörend. Sie handeln von zum Teil massiver Gewalt gegen Kinder, sexuellem Missbrauch in verschiedenen Formen, Vertrauensbrüchen und andauernder Hilflosigkeit. 100 inzwischen erwachsene Menschen berichten, was ihnen als Kind angetan wurde. Veröffentlicht wurden sie am Mittwoch von der seit 2016 arbeitenden Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs auf einer neuen Internetseite mit dem Titel: „Geschichten, die zählen“.

Täter kommen oft aus dem nahen Umfeld

Die Namen der Opfer aus den vergangenen Jahrzehnten und beiden deutschen Staaten sind geändert, aber die Ereignisse real. Von Übergriffen, Schlägen und Vergewaltigungen vor allem durch Männer in Familien, Heimen, Sportvereinen, Schulen und Kirchengemeinden berichten sie.

„An diesem Tag ging meine Kindheit zu Ende, ein absoluter Alptraum begann“, schreibt Irina über ihre Jugend Anfang der 80er Jahre in einem Dorf in der DDR. Ihr Vater ließ sie mit zwölf Jahren nackt tanzen und schlug sie mit einem Gürtel. Ihr Bruder missbrauchte und verkaufte sie. „Ich werde dieses Bild nie vergessen, als sein Freund ihm Geld und eine Schachtel Zigaretten gab. Von jenem Tag an, wurde ich regelmäßig zur Ware. Sie haben mir sehr wehgetan und mir meine Würde genommen.“

Später schickten ihre Eltern sie zu einem Bekannten, der ein Auto hatte und in den Wald fuhr. „Niemand kann es erahnen, was es für ein 15-jähriges Mädchen bedeutet, allein einem erwachsenen Mann ausgeliefert zu sein. Vier Jahre lang wurde ich gezwungen mit ihm mitzufahren.“

Täter sind überwiegend Männer

Eine andere Frau erzählt von dem Klassenlehrer, der sich Ende der 70er Jahre Schülerinnen hinter seinen Schreibtisch auf den Schoß holte. „Dabei ist er mit seinen Fingern in den Schlüpfer gegangen und hat uns an der Scheide angefasst.“ Die Mädchen hätten nie darüber gesprochen. „Lehrer waren damals Respektspersonen, und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dies meinen Eltern zu erzählen. Ich dachte nicht, dass irgendjemand mir geglaubt hätte.“

STERN PAID Kindesmissbrauch Münster Mutter Prozess 20.30Nach einer früheren Studie der Kommission zur Missbrauchsaufarbeitung die von der Bundesregierung einberufen wurde, waren die Täter ganz überwiegend Männer. Nur 13 Prozent waren Frauen. Fast die Hälfte dieser Männer waren leibliche Väter, Pflegeväter und Stiefväter. Dann gab es andere Verwandte, Nachbarn, Erzieher, Betreuer, Sporttrainer und Pfarrer. Bei den Opfern waren die Zahlenverhältnisse umgekehrt: Knapp 90 Prozent waren Mädchen, 10 Prozent Jungen, die meist Pädophilen ausgeliefert waren.

Johann erinnerte sich erst mit über 50 Jahren konkret zurück an seine Kindheit in einer Klosterschule mit einem „brutalen Regiment“ in den 60er Jahren in Westdeutschland. „Mit elf Jahren, 300 Kilometer von zu Hause entfernt (…), wurde ich in der Kirche, nachts und nur mit einem Messdienergewand bekleidet, vergewaltigt. Wer der Täter war, weiß ich bis heute nicht.“ Im Beichtstuhl hieß es danach, das „Ritual“ müsse ein Beichtgeheimnis bleiben, bei Strafe der ewigen Verdammnis.

Sexueller Missbrauch tritt in vielen Formen auf

Der sexuelle Missbrauch ist unterschiedlich. Mal sind es sich wiederholende Berührungen, die die Täter als harmlos beschreiben. Von den Opfern werden sie als grenzüberschreitend und verstörend erlebt. Aber die Berichte handeln auch von brutalen Fesselungen und Vergewaltigungen.

Das Vorgehen der Täter ist unterschiedlich. Manche erschleichen sich die Sympathie und das Vertrauen ihrer Opfer, dann werden Fotos gemacht oder es beginnen Berührungen. In Familien geht es oft direkter zu. Die Kinder können diesem Missbrauch noch schwerer entkommen, weil die Familie sich nach außen abschottet.

Die meisten Opfer machten die Erfahrung, dass sie allein gelassen wurden. Mütter schwiegen, um die Familien zu erhalten. Schulbehörden und Lehrer sahen weg. Die Kirche in Westdeutschland versetzte auffällige Pfarrer – und ignorierte die Opfer. Die Jugend- und Sportorganisationen in der DDR leugneten die Vorkommnisse.

Über die tatsächliche Verbreitung sexueller Gewalt gibt es angesichts hoher Dunkelziffern wenig verlässliche Daten. Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen von 2011 ergab, dass rund 7 Prozent der befragten Frauen und 1,5 Prozent der befragten Männer über frühere Erfahrungen als Opfer berichteten.Prinz Andrew FS 18.00

Berichte sollen bei Verarbeitung helfen

Die zunächst ausgewählten 100 Berichte auf dem neuen Portal lassen sich auswählen und sortieren nach dem Umfeld der Taten, den Jahrzehnten von 1950 bis zur Gegenwart, Bundesrepublik oder DDR und dem Geschlecht der Opfer. Weitere Schilderungen sollen folgen. Bei der Kommission meldeten sich bis heute fast 3000 Betroffene und Zeitzeugen.

„Nichts ist eindrücklicher als die Berichte der Betroffenen selbst“, begründete Brigitte Tilmann von der Aufarbeitungskommission das Projekt. „Nur so werden hinter dem Begriff Missbrauch die konkreten Erfahrungen der sexuellen Gewalt sichtbar.“ Viele Opfer hätten geschrieben, sie wollten mit ihrem Bericht anderen Betroffenen Mut machen. Wichtig sei die Botschaft, nicht alleine zu sein mit den Erfahrungen.

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Sexueller Missbrauch als Kind: 100 Opfer berichten im Netz

Es war fast immer ein Tabuthema: Sexueller Missbrauch von Kindern. Die Opfer waren stumm aus Scham und Angst, die Gesellschaften sahen nicht hin und die Täter schwiegen sowieso. Erst langsam werden die Verbrechen bekannt, weil mehr Opfer sprechen.

Die Berichte sind bedrückend, oft auch verstörend. Sie handeln von zum Teil massiver Gewalt gegen Kinder, sexuellem Missbrauch in verschiedenen Formen, Vertrauensbrüchen und andauernder Hilflosigkeit. 100 inzwischen erwachsene Menschen berichten, was ihnen als Kind angetan wurde. Veröffentlicht wurden sie am Mittwoch von der seit 2016 arbeitenden Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs auf einer neuen Internetseite mit dem Titel: «Geschichten, die zählen».

Die Namen der Opfer aus den vergangenen Jahrzehnten und beiden deutschen Staaten sind geändert, aber die Ereignisse real. Von Übergriffen, Schlägen und Vergewaltigungen vor allem durch Männer in Familien, Heimen, Sportvereinen, Schulen und Kirchengemeinden berichten sie.

«An diesem Tag ging meine Kindheit zu Ende, ein absoluter Alptraum begann», schreibt Irina über ihre Jugend Anfang der 80er Jahre in einem Dorf in der DDR. Ihr Vater ließ sie mit zwölf Jahren nackt tanzen und schlug sie mit einem Gürtel. Ihr Bruder missbrauchte und verkaufte sie. «Ich werde dieses Bild nie vergessen, als sein Freund ihm Geld und eine Schachtel Zigaretten gab. Von jenem Tag an, wurde ich regelmäßig zur Ware. Sie haben mir sehr wehgetan und mir meine Würde genommen.»

Später schickten ihre Eltern sie zu einem Bekannten, der ein Auto hatte und in den Wald fuhr. «Niemand kann es erahnen, was es für ein 15-jähriges Mädchen bedeutet, allein einem erwachsenen Mann ausgeliefert zu sein. Vier Jahre lang wurde ich gezwungen mit ihm mitzufahren.»

Eine andere Frau erzählt von dem Klassenlehrer, der sich Ende der 70er Jahre Schülerinnen hinter seinen Schreibtisch auf den Schoß holte. «Dabei ist er mit seinen Fingern in den Schlüpfer gegangen und hat uns an der Scheide angefasst.» Die Mädchen hätten nie darüber gesprochen. «Lehrer waren damals Respektspersonen, und ich wäre nie auf die Idee gekommen, dies meinen Eltern zu erzählen. Ich dachte nicht, dass irgendjemand mir geglaubt hätte.»

Nach einer früheren Studie der Kommission zur Missbrauchsaufarbeitung die von der Bundesregierung einberufen wurde, waren die Täter ganz überwiegend Männer. Nur 13 Prozent waren Frauen. Fast die Hälfte dieser Männer waren leibliche Väter, Pflegeväter und Stiefväter. Dann gab es andere Verwandte, Nachbarn, Erzieher, Betreuer, Sporttrainer und Pfarrer. Bei den Opfern waren die Zahlenverhältnisse umgekehrt: Knapp 90 Prozent waren Mädchen, 10 Prozent Jungen, die meist Pädophilen ausgeliefert waren.

Johann erinnerte sich erst mit über 50 Jahren konkret zurück an seine Kindheit in einer Klosterschule mit einem «brutalen Regiment» in den 60er Jahren in Westdeutschland. «Mit elf Jahren, 300 Kilometer von zu Hause entfernt (…), wurde ich in der Kirche, nachts und nur mit einem Messdienergewand bekleidet, vergewaltigt. Wer der Täter war, weiß ich bis heute nicht.» Im Beichtstuhl hieß es danach, das «Ritual» müsse ein Beichtgeheimnis bleiben, bei Strafe der ewigen Verdammnis.

Der sexuelle Missbrauch ist unterschiedlich. Mal sind es sich wiederholende Berührungen, die die Täter als harmlos beschreiben. Von den Opfern werden sie als grenzüberschreitend und verstörend erlebt. Aber die Berichte handeln auch von brutalen Fesselungen und Vergewaltigungen.

Das Vorgehen der Täter ist unterschiedlich. Manche erschleichen sich die Sympathie und das Vertrauen ihrer Opfer, dann werden Fotos gemacht oder es beginnen Berührungen. In Familien geht es oft direkter zu. Die Kinder können diesem Missbrauch noch schwerer entkommen, weil die Familie sich nach außen abschottet.

Die meisten Opfer machten die Erfahrung, dass sie allein gelassen wurden. Mütter schwiegen, um die Familien zu erhalten. Schulbehörden und Lehrer sahen weg. Die Kirche in Westdeutschland versetzte auffällige Pfarrer – und ignorierte die Opfer. Die Jugend- und Sportorganisationen in der DDR leugneten die Vorkommnisse.

Über die tatsächliche Verbreitung sexueller Gewalt gibt es angesichts hoher Dunkelziffern wenig verlässliche Daten. Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen von 2011 ergab, dass rund 7 Prozent der befragten Frauen und 1,5 Prozent der befragten Männer über frühere Erfahrungen als Opfer berichteten.

Die zunächst ausgewählten 100 Berichte auf dem neuen Portal lassen sich auswählen und sortieren nach dem Umfeld der Taten, den Jahrzehnten von 1950 bis zur Gegenwart, Bundesrepublik oder DDR und dem Geschlecht der Opfer. Weitere Schilderungen sollen folgen. Bei der Kommission meldeten sich bis heute fast 3000 Betroffene und Zeitzeugen.

«Nichts ist eindrücklicher als die Berichte der Betroffenen selbst», begründete Brigitte Tilmann von der Aufarbeitungskommission das Projekt. «Nur so werden hinter dem Begriff Missbrauch die konkreten Erfahrungen der sexuellen Gewalt sichtbar.» Viele Opfer hätten geschrieben, sie wollten mit ihrem Bericht anderen Betroffenen Mut machen. Wichtig sei die Botschaft, nicht alleine zu sein mit den Erfahrungen.

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„Die Boss“: Überall Männer: Managerin von Deichkind erzählt, was in der Branche falsch läuft

Wer an die Band Deichkind ran will, muss an ihr vorbei: Managerin Katharina Köhler spricht im stern-Podcast „Die Boss“ mit Gastgeberin Simone Menne über ihre Karriere in der Musikbranche. Sie sagt: Die Männer müssen Platz machen.

Hören Sie den Podcast hier oder direkt bei Audio NowSpotify, iTunes, Youtube und weiteren Podcast-Anbietern.

Podcast „Die Boss“ mit Sterneköchin Ana Ros_6.30Katharina Köhler ist eine der wenigen Frauen in Führung in der Musikbranche: Die 38-Jährige verantwortet seit über zehn Jahren das Management der Band Deichkind, hat sich in einer stark männlich dominierten Branche behauptet. Im Gespräch mit Simone Menne für den stern-Podcast „Die Boss“ erzählt sie, was sich im Musikbusiness ändern muss. „Es muss eine Struktur geben, einen Nährboden und das gilt für die ganze Musikbranche. Es müssen mehr Frauen auf Bühnen, mehr Frauen in Playlisten, im Radio gespielt werden. (…) Ich wüsste kein großes Booking oder großes Label, wo eine Frau in Führungsposition sitzt, das sind alles Männer. Da kann man auch Platz machen!“, fordert Köhler.

Deichkind-Managerin befürwortet Frauen-Quote im Musikbusiness

Podcast Die Boss mit samantha Cristoforetti 13.34Sie unterstütze eine Quote im Musikbusiness. Um den Wandel zu forcieren, wird sie selbst aktiv: Gerade hat sie mit ihrer Kollegin Saskia Trautwein das Female Force Management gegründet. Gemeinsam wollen sie Diversität in der Musikbranche fördern,  Künstlerinnen und Künstler bei der Strategie und Positionierung beraten. Aber Köhler sagt auch: Frauen müssen mutiger sein. Das weiß sie aus eigener Erfahrung. „Was ist denn eine Musikmanagerin? Das ist nicht definiert. Früher dachte ich immer, ich sei eine bessere Sekretärin, so hat sich das angefühlt. Das hat Jahre gedauert, bis ich mich getraut haben zu sagen: Ich bin die Managerin. Das ist branchenüblich, das nennt man so, und das müssen alle wissen. Das müssen auch die Chefs wissen: Wenn sie mit der Band sprechen wollen, müssen sie mit mir sprechen“, sagt sie. 

Dieses Gespräch wurde live beim Reeperbahnfestival in Hamburg aufgezeichnet. In „Die Boss – Macht ist weiblich“ sprechen Spitzenfrauen unter sich: Gastgeberin und Multi-Aufsichtsrätin Simone Menne (unter anderem BMW, Deutsche Post DHL, Henkel) trifft  Chefinnen aus allen Gesellschaftsbereichen, um mit ihnen über ihr Leben und ihre Karriere zu reden. „Die Boss“ erscheint vierzehntäglich immer mittwochs auf stern.de und dem Youtube-Kanal des stern  sowie auf Audio Now und allen gängigen Podcast-Plattformen.

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J. Peirano: Der geheime Code der Liebe: Meine Eltern haben mich misshandelt und weggeschickt, als ich ein kleines Kind war

Wie jeder Mensch wollte Maricel nur von ihren Eltern geliebt werden. Stattdessen schickten sie sie in ein ihr fremdes Land. Und misshandelten sie mit Schlägen und Worten. Lässt sich der seelische Schaden noch überwinden?

Liebe Frau Peirano,

ich bin eine Studentin aus den Philippinen und seit drei Jahren in Hamburg. Ich komme nicht mit mir zurecht, ich gerate immer an die falschen Männer und habe große Angst, etwas falsch zu machen. Ich finde mich hässlich und dumm und arbeite mehr, als es mir gut tut.

Kann es sein, dass es an meiner Lebensgeschichte liegt? Meine Eltern sind nach Holland gekommen, als ich zwei Jahre alt war. Ich wurde als Kind von meinen Eltern streng erzogen und geschlagen. Als ich sechs war, wurde meine kleine Schwester geboren, und meine Eltern haben mich auf die Philippinen geschickt zu meinen Großeltern und der Familie. Ich wurde viel geschlagen, eingesperrt und angeschrien. Das ist in Asien oft so. Aber meine Familie war besonders hart zu mir.

Meine Eltern haben mir nie gesagt, warum sie mich weggeschickt haben. Sie wollten nach ein paar Jahren selbst wieder auf den Philippinen leben, aber das haben sie nie getan. Wir hatten wenig Kontakt, nur ein Telefonat jeden Monat.Peirano Januar 2 21 19.47

Ich musste immer überall die Beste sein, damit ich geliebt wurde. Mir wurden andere Kinder vor Augen gehalten, die besser in der Schule waren, besser Klavier spielen konnten, besser im Sport waren. Aber meine Familie hat mich nicht unterstützt. Ich wurde oft erst Stunden später in der Schule abgeholt. Oder bekam kein Geld für Mittagessen in der Schule oder Bücher, obwohl meine Familie genug Geld hatte. Ich habe mich oft geschämt vor der anderen Kindern.

Meine Eltern sind jetzt auch sehr hart zu mir und erwarten, dass ich so wenig wie möglich an Unterhalt brauche. Sie werfen mir vor, dass ich zu viel Geld ausgebe, obwohl ich sehr sparsam bin, und sie erwarten (wie viele asiatische Eltern), dass ich ihnen nach meinem Studium alles zurück zahle.

Ich stehe sehr unter Druck damit und bin auch sehr mutlos. Ich weiß nicht, wie ich all diesen Erwartungen gerecht werden soll.

Viele Grüße

Maricel G.

Liebe Maricel G.,

es hat mich sehr berührt und auch traurig gemacht, was Sie über Ihre Kindheit geschrieben haben. Es klingt so, als wenn Sie viele Ereignisse erlebt haben, die Ihr Selbstwertgefühl schwer beschädigt haben, und als wenn Sie heute darunter leiden. Das kann ich gut verstehen! Es ist nahezu unmöglich, solche Erfahrungen ohne Therapie hinter sich zu lassen.

Eigentlich ist es die Aufgabe der Eltern, Kindern zu zeigen, dass sie in ihrem Leben willkommen sind, dass sie liebenswert sind. Eltern sollten ihre Kinder vor Gefahren beschützen und ihnen helfen, im Leben zurecht zu kommen.

Ihre Eltern haben Ihnen durch das Verschicken in ein weit entferntes, fremdes Land im Alter von sechs Jahren eine große psychische Belastung zugefügt. Kinder brauchen den Schutz der Eltern, um sich in fremden Umgebungen zurecht zu finden und dort Fuß zu fassen. Außerdem brauchen Kinder die Bindung an die Eltern, um sich geborgen und sicher zu fühlen und Vertrauen zu entwickeln. Die Trennung von Ihren Eltern und Verschickung muss Ihr Vertrauen in Menschen generell  erschüttert haben. Bio Julia Peirano

Zudem haben Sie anscheinend bis heute den Grund dafür nicht verstanden. Wenn Eltern zum Beispiel sterben oder schwer krank sind und sich deshalb nicht kümmern können, kann sich das Kind sagen: „Meine Eltern lieben mich, aber sie können sich nicht um mich kümmern.“ Sie verlieren nicht das Vertrauen in die engsten Bezugspersonen, sondern möglicherweise in das Schicksal (weil es die Eltern krank werden oder sogar sterben ließ). Wenn die Eltern sich aber ohne verständlichen Grund trennen und ihr Kind wegschicken, aber für ein Geschwisterkind (sogar ein später geborenes) bei sich gehalten, kann das im kindlichen Denkmuster nur bedeuten: „Meine Eltern haben mich weggegeben, weil sie mich nicht wollen. Vielleicht stimmt etwas mit mir nicht.“

Ihre Eltern haben es zugelassen, dass Sie bei Familienangehörigen gelebt haben, die Sie angeschrieben, entwertet und geschlagen haben. Und ihre Eltern haben Sie selbst geschlagen, auch das ist traumatisch. Das bedeutet, dass Sie schon früh die Erfahrung gemacht haben, nicht beschützt zu werden und nicht sicher zu sein. Das ist ein wiederkehrendes und tief sitzendes traumatisches Ereignis.

Letztlich haben Sie in Ihrer Kindheit ziemlich durchgängig das Gefühl vermittelt bekommen, lästig und minderwertig zu sein. Das bedeutet nicht, dass sie in Wirklichkeit auch minderwertig sind! Aber wir Menschen lernen durch die Spiegelung der Menschen um uns herum, gerade um frühe Spiegelungen. Ich habe mal fasziniert einen (zugegebenermaßen entzückenden) türkischen Zweijährigen mit seiner Familie beobachtet. Er hatte keine ruhige Minute, weil ständig eine der vielen Tanten, Cousinen und Schwestern ihn auf den Arm nehmen, füttern und verliebt ansehen wollte. Und dann wieder zurück zur Mama, und von Arm zu Arm. Ich nehme mal an, dass dieser Junge als erwachsener Mann kein Problem mit einem zu niedrigen Selbstwertgefühl haben wird, sondern sich sicher ist, dass er liebenswert ist. 

Vergleichen Sie das bitte mal mit Ihrer eigenen Geschichte – das ist sehr traurig. Aber Selbstmitgefühl (nicht Selbstmitleid) ist auch etwas, das man durch die Beschäftigung mit der eigenen Lebensgeschichte lernen kann und das sehr hilfreich ist.

Ich schätze es so ein, dass Sie eine längere Psychotherapie benötigen, um herauszufinden und nachzufühlen, was Ihnen als Kind an traumatischen und selbstwertschädigenden Ereignissen widerfahren ist. In einer vertrauensvollen Therapie können Sie lernen, sich selbst zuzuhören und Ihre innere Kritikerin zu erkennen, die wahrscheinlich täglich wie ein Papagei auf Ihrer Schulter sitzt und Ihnen zuflüstert: Du bist nichts wert. Ich würde Ihnen eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie oder eine Verhaltenstherapie mit Schwerpunkt Schematherapie oder Traumatherapie empfehlen. 

Nehmen Sie sich Zeit, um diese belastende Vergangenheit aufzuarbeiten, sonst wiederholen Sie unbewusst die Muster, verlassen und schlecht behandelt zu werden. Es geht auch darum, Beziehung so zu gestalten, wie es gut für Sie ist. Viele Menschen mit traumatischer Lebensgeschichte haben Probleme damit, Grenzen zu setzen (den Erwartungen Ihrer Eltern gegenüber) und suchen sich stattdessen Menschen, die Sie wieder ausnutzen, herabwürdigen oder verlassen und wiederholen so das Trauma.

Ich hoffe, dass Sie eine Therapeutin oder einen Therapeuten finden, bei dem/der Sie gut aufgehoben sind, und dass es Ihnen gelingt, diese destruktiven Erfahrungen zu verarbeiten.

Herzliche Grüße

Julia Peirano

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Baden-Württemberg Einreise Fahrzeug Fracht Grenzübergang Hauptzollamt Lörrach Männer Rhein Schweiz Stuttgart Weil am Rhein Zoll

Zoll stellt 54 Kilogramm CBD-Marihuana sicher

Bei der Einreise aus der Schweiz nach Baden-Württemberg sind zwei junge Männer dem Zoll mit einer verbotenen Fracht ins Netz gegangen. Die beiden versuchten in getrennten Fahrzeugen am Grenzübergang Weil am Rhein einzureisen, wie das Hauptzollamt Lörrach am Dienstag mitteilte. Sie erklärten den Beamten, keine anmeldepflichtigen Waren mitzuführen, wirkten aber nervös. Im Kofferraum eines Fahrzeugs fanden sich mehrere schwarze Plastiksäcke mit sogenanntem CBD-Marihuana – 54 Kilogramm davon. Im Zuge der Befragung stellte sich heraus, dass die 27- und 26-jährigen Männer gemeinsam unterwegs waren. Sie wurden vorläufig festgenommen. Nach einer Nacht in der Arrestzelle des Zollamts wurden sie dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Bei der Einreise aus der Schweiz nach Baden-Württemberg sind zwei junge Männer dem Zoll mit einer verbotenen Fracht ins Netz gegangen. Die beiden versuchten in getrennten Fahrzeugen am Grenzübergang Weil am Rhein einzureisen, wie das Hauptzollamt Lörrach am Dienstag mitteilte. Sie erklärten den Beamten, keine anmeldepflichtigen Waren mitzuführen, wirkten aber nervös. Im Kofferraum eines Fahrzeugs fanden sich mehrere schwarze Plastiksäcke mit sogenanntem CBD-Marihuana – 54 Kilogramm davon. Im Zuge der Befragung stellte sich heraus, dass die 27- und 26-jährigen Männer gemeinsam unterwegs waren. Sie wurden vorläufig festgenommen. Nach einer Nacht in der Arrestzelle des Zollamts wurden sie dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

Bei dem Marihuana handelt es sich um sogenanntes Cannabidiol-Marihuana (CBD), das eigentlich im Gegensatz zum psychoaktiven Tetrahydrocannabinol (THC) nicht berauschend ist. Allerdings lag der THC-Gehalt in dem Fall über dem dem Anteil von 0,2 Prozent – damit fällt es unter das Betäubungsmittelgesetz.

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Frauen Lebensmittel Männer Polizei Sonntag St. Ingbert

Polizei schnappt Bande nach Einbruchserie in Kirchen

Die Polizei in St. Ingbert hat eine fünfköpfige Bande festgenommen, die in Kirchen eingebrochen sein soll. Die drei Männer und zwei Frauen wurden bereits am Sonntag gestellt, wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte. Zuletzt hatten sie demnach in einer Kirche Schränke durchwühlt und Lebensmittel gestohlen sowie versucht, Spenden aus den Opferstöcken zu stehlen.

Die Polizei in St. Ingbert hat eine fünfköpfige Bande festgenommen, die in Kirchen eingebrochen sein soll. Die drei Männer und zwei Frauen wurden bereits am Sonntag gestellt, wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte. Zuletzt hatten sie demnach in einer Kirche Schränke durchwühlt und Lebensmittel gestohlen sowie versucht, Spenden aus den Opferstöcken zu stehlen.

Die fünf Personen seien dann in verschiedene Richtungen geflüchtet. Die Polizei habe zunächst die Frauen und später auch deren Komplizen finden können. Die Bande soll, zumindest in derselben Tatnacht, in mindestens drei weitere Gotteshäuser im Landkreis Neunkirchen eingebrochen sein.

In der Wohnung der mutmaßlichen Täter sei Diebesgut, unter anderem ein Goldkelch im Wert von mehreren Tausend Euro, gefunden worden. Es wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet, die Tatverdächtigen nach der Vorführung beim Haftrichter aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

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Bayern FC BAyern FIFA Lionel Messi Männer Mohamed Salah München Neymar Robert Lewandowski

Neuer ignoriert Messi, CR7 wählt Lewandowski: So wurde abgestimmt

Bei der Wahl zum FIFA-Weltfußballer liegt Robert Lewandowski vom FC Bayern München vorne. Wir zeigen Euch, wie die Wahl ablief.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat sich den Weltfußballer-Titel 2021 nur mit einem knappen Vorsprung gesichert. Der Pole setzte sich nach Auszählung aller Stimmen mit 48 Gesamt-Punkten vor Lionel Messi (44 Punkte) und Mohamed Salah (39 Punkte) durch.

Stimmberechtigt war eine internationale Jury, bestehend aus den aktuellen Trainern aller Männer-Nationalmannschaften (einer pro Team), den aktuellen Kapitänen aller Männer-Nationalmannschaften, einer/m Fachjournalistin/en aus jedem Land mit einer Nationalmannschaft sowie den auf FIFA.com registrierten Fans. Diese durften alle an die finalen elf Spieler Punkte vergeben – fünf für den Ersten, drei für den Zweiten und einen für den Dritten.

Neuer ignoriert Messi

Nach dem Ende der FIFA-Gala in Zürich veröffentlichte die FIFA die komplette Liste mit allen abgegeben Stimmen. Dabei gab es wieder einige kuriose und überraschende Erkenntnisse: Manuel Neuer, der Bayern-Keeper, der seinen Titel als FIFA-Welttorhüter an Edouard Mendy vom FC Chelsea abgeben musste, vergab als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft fünf Punkte an seinen Bayern-Teamkollegen Lewandowski fünf Punkte, aber keinen an Messi, der vor wenigen Wochen den Ballon d’Or gewonnen hatte.

Messi verteilte als Argentinien-Kapitän an seinen PSG-Kollegen Neymar fünf Punkte, bei ihm ging Lewandowski leer aus, Cristiano Ronaldo (Kapitän Portugal) spendierte dem Bayern-Stürmer hingegen fünf Punkte.

Bundestrainer Hansi Flick sah Lewandowski ebenfalls vorne vor Salah und Kylian Mbappe. Argentiniens Nationalcoach Lionel Scaloni vergab seine fünf Punkte dagegen wenig überraschend an Messi.

Haaland bei Taiwan-Coach vorne

Neben Messi sahen nur wenige andere Neymar als besten Spieler des Jahres, beispielsweise Brasiliens Kapitän Thiago Silva oder Selvaraj Vengadasalam, der Nationatrainer von Laos.

BVB-Torjäger Erling Haaland hingegen ist allem Anschein nach in Taiwan sehr beliebt. Der Norweger wurde von Nationacoach Yeh Hsien-Chung an die erste Stelle gesetzt.

Fans: Messi klar vor Lewandowski

Wenig überraschend war, dass Messi bei der Fanwahl mehr als doppelt so viele Stimmen wie Lewandowski erhielt. An seiner weltweiten Popularität muss der Pole wohl noch etwas arbeiten.

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Neuer ignoriert Messi, CR7 wählt Lewandowski: So wurde abgestimmt

Bei der Wahl zum FIFA-Weltfußballer liegt Robert Lewandowski vom FC Bayern München vorne. Wir zeigen Euch, wie die Wahl ablief.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat sich den Weltfußballer-Titel 2021 nur mit einem knappen Vorsprung gesichert. Der Pole setzte sich nach Auszählung aller Stimmen mit 48 Gesamt-Punkten vor Lionel Messi (44 Punkte) und Mohamed Salah (39 Punkte) durch.

Stimmberechtigt war eine internationale Jury, bestehend aus den aktuellen Trainern aller Männer-Nationalmannschaften (einer pro Team), den aktuellen Kapitänen aller Männer-Nationalmannschaften, einer/m Fachjournalistin/en aus jedem Land mit einer Nationalmannschaft sowie den auf FIFA.com registrierten Fans. Diese durften alle an die finalen elf Spieler Punkte vergeben – fünf für den Ersten, drei für den Zweiten und einen für den Dritten.

Neuer ignoriert Messi

Nach dem Ende der FIFA-Gala in Zürich veröffentlichte die FIFA die komplette Liste mit allen abgegeben Stimmen. Dabei gab es wieder einige kuriose und überraschende Erkenntnisse: Manuel Neuer, der Bayern-Keeper, der seinen Titel als FIFA-Welttorhüter an Edouard Mendy vom FC Chelsea abgeben musste, vergab als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft fünf Punkte an seinen Bayern-Teamkollegen Lewandowski fünf Punkte, aber keinen an Messi, der vor wenigen Wochen den Ballon d’Or gewonnen hatte.

Messi verteilte als Argentinien-Kapitän an seinen PSG-Kollegen Neymar fünf Punkte, bei ihm ging Lewandowski leer aus, Cristiano Ronaldo (Kapitän Portugal) spendierte dem Bayern-Stürmer hingegen fünf Punkte.

Bundestrainer Hansi Flick sah Lewandowski ebenfalls vorne vor Salah und Kylian Mbappe. Argentiniens Nationalcoach Lionel Scaloni vergab seine fünf Punkte dagegen wenig überraschend an Messi.

Haaland bei Taiwan-Coach vorne

Neben Messi sahen nur wenige andere Neymar als besten Spieler des Jahres, beispielsweise Brasiliens Kapitän Thiago Silva oder Selvaraj Vengadasalam, der Nationatrainer von Laos.

BVB-Torjäger Erling Haaland hingegen ist allem Anschein nach in Taiwan sehr beliebt. Der Norweger wurde von Nationacoach Yeh Hsien-Chung an die erste Stelle gesetzt.

Fans: Messi klar vor Lewandowski

Wenig überraschend war, dass Messi bei der Fanwahl mehr als doppelt so viele Stimmen wie Lewandowski erhielt. An seiner weltweiten Popularität muss der Pole wohl noch etwas arbeiten.

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Neuer ignoriert Messi, CR7 wählt Lewandowski: So wurde abgestimmt

Bei der Wahl zum FIFA-Weltfußballer liegt Robert Lewandowski vom FC Bayern München vorne. Wir zeigen Euch, wie die Wahl ablief.

Robert Lewandowski vom FC Bayern München hat sich den Weltfußballer-Titel 2021 nur mit einem knappen Vorsprung gesichert. Der Pole setzte sich nach Auszählung aller Stimmen mit 48 Gesamt-Punkten vor Lionel Messi (44 Punkte) und Mohamed Salah (39 Punkte) durch.

Stimmberechtigt war eine internationale Jury, bestehend aus den aktuellen Trainern aller Männer-Nationalmannschaften (einer pro Team), den aktuellen Kapitänen aller Männer-Nationalmannschaften, einer/m Fachjournalistin/en aus jedem Land mit einer Nationalmannschaft sowie den auf FIFA.com registrierten Fans. Diese durften alle an die finalen elf Spieler Punkte vergeben – fünf für den Ersten, drei für den Zweiten und einen für den Dritten.

Neuer ignoriert Messi

Nach dem Ende der FIFA-Gala in Zürich veröffentlichte die FIFA die komplette Liste mit allen abgegeben Stimmen. Dabei gab es wieder einige kuriose und überraschende Erkenntnisse: Manuel Neuer, der Bayern-Keeper, der seinen Titel als FIFA-Welttorhüter an Edouard Mendy vom FC Chelsea abgeben musste, vergab als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft fünf Punkte an seinen Bayern-Teamkollegen Lewandowski fünf Punkte, aber keinen an Messi, der vor wenigen Wochen den Ballon d’Or gewonnen hatte.

Messi verteilte als Argentinien-Kapitän an seinen PSG-Kollegen Neymar fünf Punkte, bei ihm ging Lewandowski leer aus, Cristiano Ronaldo (Kapitän Portugal) spendierte dem Bayern-Stürmer hingegen fünf Punkte.

Bundestrainer Hansi Flick sah Lewandowski ebenfalls vorne vor Salah und Kylian Mbappe. Argentiniens Nationalcoach Lionel Scaloni vergab seine fünf Punkte dagegen wenig überraschend an Messi.

Haaland bei Taiwan-Coach vorne

Neben Messi sahen nur wenige andere Neymar als besten Spieler des Jahres, beispielsweise Brasiliens Kapitän Thiago Silva oder Selvaraj Vengadasalam, der Nationatrainer von Laos.

BVB-Torjäger Erling Haaland hingegen ist allem Anschein nach in Taiwan sehr beliebt. Der Norweger wurde von Nationacoach Yeh Hsien-Chung an die erste Stelle gesetzt.

Fans: Messi klar vor Lewandowski

Wenig überraschend war, dass Messi bei der Fanwahl mehr als doppelt so viele Stimmen wie Lewandowski erhielt. An seiner weltweiten Popularität muss der Pole wohl noch etwas arbeiten.

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