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Antonio Rüdiger BVB Christian Günter David Raum DFB-Team England FC BAyern Hansi Flick Ilkay Gündogan Joshua Kimmich Leon Goretzka Matthias Ginter Nations League Nico Schlotterbeck Niklas Süle Oman Philipp Lahm Robin Gosen Thilo Kehrer Ungarn

DFB-Team bereit für die WM? 5 Problemstellen, die nach Antworten verlangen!

Hansi Flick hat noch einige Fragen vor der WM zu klären: Die Länderspiele des DFB-Teams gegen England und Ungarn werden hoffentlich Aufschlüsse liefern.

Nur noch zwei Spiele in der Nations League gegen Ungarn und England stehen an, ehe das DFB-Team ins WM-Abenteuer startet. Zwar wartet kurz vor dem Turnierstart noch ein Test gegen den Oman, jedoch sollten die wichtigsten Fragen bis dahin längst geklärt sein. Noch sind allerdings eine ganze Menge an Fragen offen, die praktisch jeden Mannschaftsteil betreffen. Hansi Flick hat schwere Entscheidungen zu treffen und wir hoffen natürlich, dass wir nach den Spielen gegen Ungarn und England ein wenig mehr Klarheit über die fünf folgenden ungelösten Problempunkte haben.

1. Rechtsverteidiger-Problem ungelöst

Das Problem in der deutschen Rechtsverteidigung ist seit dem Karriereende von Philipp Lahm präsent und scheint derzeit nicht zu lösen zu sein. Klar ist jedenfalls, dass Joshua Kimmich nicht nochmal rechts hinten auflaufen wird. Dies hat bereits bei der EM nicht funktioniert und würde zudem für zu viel Unruhe sorgen.

Während auf links David Raum regelmäßig starke Leistungen bringt und mit Robin Gosens sowie Christian Günter zwei Alternativen bereitstehen, gibt es auf rechts schlichtweg keinen geeigneten Spieler. Lukas Klostermann, der kurzzeitig die Nase vorne hatte, fehlt verletzt und müsste erst noch rechtzeitig in Top-Form kommen. Den eigenen Ansprüchen hinterher hinkt weiterhin Ridle Baku und auch ein Benjamin Henrichs zeigte zuletzt durchwachsene Leistungen. Der Leipziger ist wohl der einzige gelernte Rechtsverteidiger, der aktuell in Frage kommt, spielt bei RB aber auch nicht immer und vor allem nicht immer gut.

Naheliegend wäre demnach, dass ein gelernter Innenverteidiger die Rolle übernimmt und das DFB-Team ähnlich wie der FC Bayern asynchron aufläuft. Zur Wahl stünden Thilo Kehrer, Matthias Ginter, Antonio Rüdiger, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle. Dabei kann man Schlotterbeck als Linksfuß und Rüdiger als geplanter Abwehr-Chef wohl ausschließen. Bei Thilo Kehrer reicht es eigentlich leistungstechnisch nicht für die Startelf. Süle und Ginter wären Optionen, sind aber offensiv ein Stück weit limitiert und werden Probleme gegen schnelle und dribbelstarke Gegner haben.

Flick könnte natürlich auch mit Hofmann rechts hinten spielen, jedoch ist das Duo Raum und Hofmann in der Außenverteidigung zu offensiv. Zudem ist gerade der Gladbacher nicht als guter Zweikämpfer bekannt und eine gute Option für die offensiven Außen.

2. Süle oder Schlotterbeck neben Rüdiger?

Ähnlich wie beim BVB konkurrieren Niklas Süle und Nico Schlotterbeck um einen Stammplatz in der Innenverteidigung. Schlotterbeck erwischte den deutlich besseren Start in Dortmund und schien an dem zu Beginn auch verletzten Süle vorbeizuziehen. Inzwischen hat aber Süle aufgeholt und Schlotterbeck den ein oder anderen Fehler gemacht. Die kommenden Wochen bis zur Winterpause dürften definitiv interessant werden.

Derjenige, der beim BVB die bessere Performance hinlegt und konstant in der Startelf steht, hat auch im DFB-Team bessere Karten. Einen kleinen Bonus hat wohl der erfahrenere Süle derzeit noch. In Stein gemeißelt ist sein Platz aber nicht. Es könnten rein theoretisch auch beide spielen, zumal Süle ja ein Kandidat für die Rechtverteidigung wäre.

3. Bekommt die Fünferkette noch eine Chance?

Die Nationalmannschaft konnte mit Fünferkette bislang nur sehr selten überzeugen und auch Hansi Flick ist eher ein Verfechter der Viererkette. Trotzdem besteht das Problem des fehlenden Rechtsverteidigers. Mit einer Dreierkette und zwei Schienenspielern müsste man hingegen nicht lange darüber nachdenken, welche Personalentscheidungen zu treffen sind. Das Abwehr-Trio Süle, Rüdiger, Schlotterbeck würde von Hofmann auf rechts und Raum oder Gosens auf links flankiert werden. Somit hätte man zwei offensiv ausgerichtete Schienenspieler, die ihre Qualitäten auch einsetzen können.

Man darf gespannt sein, ob Hansi Flick in den Nations-League-Spielen eine solche Formation nochmal testet. In Summe ist das unwahrscheinlich, jedoch schadet es nie, zwei Optionen zu haben.

4. Wer spielt neben Joshua Kimmich?

Joshua Kimmich ist im Mittelfeld-Zentrum natürlich gesetzt. Stellt sich jedoch noch die Frage, wer der Nebenmann von Kimmich wird und ob eine Doppelsechs oder ein System mit einem Sechser und zwei Achtern zielführender ist.

Mit Ilkay Gündogan, Leon Goretzka und Jamal Musiala stehen drei Akteure zur Verfügung, die sicherlich gerne einen Stammplatz innehätten. Bei den kommenden Nations-League-Spielen kann Leon Goretzka Corona-bedingt nicht mitmischen, weshalb Flick eigentlich nur eine Variante bleibt.

Aufgrund der Tatsache, dass sowohl ein Duo Kimmich & Gündogan, als auch ein Duo Kimmich & Musiala zu offensiv ist, bleibt wohl nur die Möglichkeit, alle drei Spieler aufzustellen. Kimmich würde den Part auf der Sechs übernehmen, während Gündogang und Musiala auf der Acht ein wenig offensiver agieren könnten. Von den fußballerischen Fähigkeiten ist diese Zusammenstellung natürlich großartig. Alle drei Spieler sind enorm pass- und spielstark und besitzen mit ihrer Kreativität und Torgefahr auch Fähigkeiten, die Spiele entscheiden können. Problem bei der Sache ist lediglich, dass ein zweikampfstarker und robuster Abräumer fehlt und zumindest Kimmich sich in der Offensive zurückhalten müsste, was ihm nicht ganz so leicht fällt.

Leon Goretzka wird demnach in den Planungen sicherlich eine Rolle spielen. Der 27-Jährige ist körperlich deutlich robuster und auch Größer als die genannten Spieler und dadurch defensiv von den genannten Akteuren der stärkste. Fraglich ist aber, ob der frühere Schalker bis zur WM seinen Rhythmus und seine Form findet. Mit Goretzka könnte Deutschland wieder mit einer Doppel-Sechs spielen. Problematisch ist dabei jedoch, dass Goretzka spielerisch zuletzt einiges vermissen ließ und auch seine Distanzschüsse selten Wirkung zeigten. Goretzka ist ein Bremsklotz für das Passspiel und hält Kimmich durch seine Ausflüge nach vorne nicht den Rücken frei. Dieser wäre also erneut dazu gezwungen, defensiv zu denken.

Die einzige Möglichkeit, dem Offensiv-Drang von Kimmich freien Lauf zu lassen wäre es, einen anderen Spielertypen im Mittelfeld zu installieren. Hier könnte man über Julian Weigl nachdenken. Der Sechser hat in Gladbach bislang sowohl mit, als auch gegen den Ball einen guten Eindruck gemacht. Anders als Goretzka hält Weigl meist seine Position in der Zentrale und würde dem Team dadurch Stabilität verleihen, selbst wenn er kein richtiger Abräumer ist. Weigl auf der Sechs und Kimmich plus Gündogan/Goretzka/Musiala auf der Acht wäre in Summe stimmig. Dabei würde man aber auch viel Klasse auf der Bank lassen. Es ist unwahrscheinlich, dass Flick über einen solchen Schachzug nachdenkt, zumal Weigl nicht nominiert worden ist.

Für das Trio Kimmich, Gündogan und Musiala besteht in den nächsten beiden Spielen die Chance, sich vielleicht schon ein wenig festzuspielen.

5. Anordnung & Personal in der Offensive

Ähnlich schwierig wie im zentralen Mittelfeld, ist auch die Frage nach dem Personal und der Anordnung im Offensivbereich. Auch Julian Nagelsmann hat derzeit beim FC Bayern Probleme damit, die richtigen Spieler auf den richtigen Positionen aufzustellen. Zudem wäre da noch das Problem, dass es keinen klassischen Neuner gibt. Havertz erklärte zwar, sich auf der Neun sehr wohl zu fühlen, jedoch ist seine Torquote beim FC Chelsea (24 Tore in 100 Spielen) nicht gerade überragend. Gleiches gilt für seine Effizienz in der Nationalmannschaft (8 Tore in 28 Spielen).

Fakt ist aber eben auch, dass es bei Timo Werner an Treffsicherheit fehlt, Serge Gnabry nicht in Form und Thomas Müller kein Mittelstürmer ist. Unter Hansi Flick wird Müller dennoch gesetzt sein. Im 4-2-3-1 dürfte er auf der Zehn und im 4-3-3 auf halbrechts spielen. Ein 4-3-3 würden wohl Sané auf links und Havertz/Werner auf der Neun ergänzen. Im 4-2-3-1 würde rechts womöglich Hofmann ins Team rücken. Jamal Musiala, der in diesem Fall wohl nicht im Mittelfeld-Zentrum agieren würde, hätte aber die Möglichkeit für Sané oder den soeben genannten Hofmann zu starten. Prinzipiell darf man natürlich auch Serge Gnabry nicht abschreiben.

Eine funktionierende Offensive aufzustellen, ist für Flick das wohl größte Hexenwerk. Die kommenden Länderspiele werden interessante Einblicke liefern, weil alle Kandidaten nominiert wurden und fit sind. Doch auch die weiteren Entwicklungen beim FC Bayern werden eine Rolle spielen.

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Antonio Rüdiger BVB Christian Günter David Raum DFB-Team England FC BAyern Hansi Flick Ilkay Gündogan Joshua Kimmich Leon Goretzka Matthias Ginter Nations League Nico Schlotterbeck Niklas Süle Oman Philipp Lahm Robin Gosen Thilo Kehrer Ungarn

DFB-Team bereit für die WM? 5 Problemstellen, die nach Antworten verlangen!

Hansi Flick hat noch einige Fragen vor der WM zu klären: Die Länderspiele des DFB-Teams gegen England und Ungarn werden hoffentlich Aufschlüsse liefern.

Nur noch zwei Spiele in der Nations League gegen Ungarn und England stehen an, ehe das DFB-Team ins WM-Abenteuer startet. Zwar wartet kurz vor dem Turnierstart noch ein Test gegen den Oman, jedoch sollten die wichtigsten Fragen bis dahin längst geklärt sein. Noch sind allerdings eine ganze Menge an Fragen offen, die praktisch jeden Mannschaftsteil betreffen. Hansi Flick hat schwere Entscheidungen zu treffen und wir hoffen natürlich, dass wir nach den Spielen gegen Ungarn und England ein wenig mehr Klarheit über die fünf folgenden ungelösten Problempunkte haben.

1. Rechtsverteidiger-Problem ungelöst

Das Problem in der deutschen Rechtsverteidigung ist seit dem Karriereende von Philipp Lahm präsent und scheint derzeit nicht zu lösen zu sein. Klar ist jedenfalls, dass Joshua Kimmich nicht nochmal rechts hinten auflaufen wird. Dies hat bereits bei der EM nicht funktioniert und würde zudem für zu viel Unruhe sorgen.

Während auf links David Raum regelmäßig starke Leistungen bringt und mit Robin Gosens sowie Christian Günter zwei Alternativen bereitstehen, gibt es auf rechts schlichtweg keinen geeigneten Spieler. Lukas Klostermann, der kurzzeitig die Nase vorne hatte, fehlt verletzt und müsste erst noch rechtzeitig in Top-Form kommen. Den eigenen Ansprüchen hinterher hinkt weiterhin Ridle Baku und auch ein Benjamin Henrichs zeigte zuletzt durchwachsene Leistungen. Der Leipziger ist wohl der einzige gelernte Rechtsverteidiger, der aktuell in Frage kommt, spielt bei RB aber auch nicht immer und vor allem nicht immer gut.

Naheliegend wäre demnach, dass ein gelernter Innenverteidiger die Rolle übernimmt und das DFB-Team ähnlich wie der FC Bayern asynchron aufläuft. Zur Wahl stünden Thilo Kehrer, Matthias Ginter, Antonio Rüdiger, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle. Dabei kann man Schlotterbeck als Linksfuß und Rüdiger als geplanter Abwehr-Chef wohl ausschließen. Bei Thilo Kehrer reicht es eigentlich leistungstechnisch nicht für die Startelf. Süle und Ginter wären Optionen, sind aber offensiv ein Stück weit limitiert und werden Probleme gegen schnelle und dribbelstarke Gegner haben.

Flick könnte natürlich auch mit Hofmann rechts hinten spielen, jedoch ist das Duo Raum und Hofmann in der Außenverteidigung zu offensiv. Zudem ist gerade der Gladbacher nicht als guter Zweikämpfer bekannt und eine gute Option für die offensiven Außen.

2. Süle oder Schlotterbeck neben Rüdiger?

Ähnlich wie beim BVB konkurrieren Niklas Süle und Nico Schlotterbeck um einen Stammplatz in der Innenverteidigung. Schlotterbeck erwischte den deutlich besseren Start in Dortmund und schien an dem zu Beginn auch verletzten Süle vorbeizuziehen. Inzwischen hat aber Süle aufgeholt und Schlotterbeck den ein oder anderen Fehler gemacht. Die kommenden Wochen bis zur Winterpause dürften definitiv interessant werden.

Derjenige, der beim BVB die bessere Performance hinlegt und konstant in der Startelf steht, hat auch im DFB-Team bessere Karten. Einen kleinen Bonus hat wohl der erfahrenere Süle derzeit noch. In Stein gemeißelt ist sein Platz aber nicht. Es könnten rein theoretisch auch beide spielen, zumal Süle ja ein Kandidat für die Rechtverteidigung wäre.

3. Bekommt die Fünferkette noch eine Chance?

Die Nationalmannschaft konnte mit Fünferkette bislang nur sehr selten überzeugen und auch Hansi Flick ist eher ein Verfechter der Viererkette. Trotzdem besteht das Problem des fehlenden Rechtsverteidigers. Mit einer Dreierkette und zwei Schienenspielern müsste man hingegen nicht lange darüber nachdenken, welche Personalentscheidungen zu treffen sind. Das Abwehr-Trio Süle, Rüdiger, Schlotterbeck würde von Hofmann auf rechts und Raum oder Gosens auf links flankiert werden. Somit hätte man zwei offensiv ausgerichtete Schienenspieler, die ihre Qualitäten auch einsetzen können.

Man darf gespannt sein, ob Hansi Flick in den Nations-League-Spielen eine solche Formation nochmal testet. In Summe ist das unwahrscheinlich, jedoch schadet es nie, zwei Optionen zu haben.

4. Wer spielt neben Joshua Kimmich?

Joshua Kimmich ist im Mittelfeld-Zentrum natürlich gesetzt. Stellt sich jedoch noch die Frage, wer der Nebenmann von Kimmich wird und ob eine Doppelsechs oder ein System mit einem Sechser und zwei Achtern zielführender ist.

Mit Ilkay Gündogan, Leon Goretzka und Jamal Musiala stehen drei Akteure zur Verfügung, die sicherlich gerne einen Stammplatz innehätten. Bei den kommenden Nations-League-Spielen kann Leon Goretzka Corona-bedingt nicht mitmischen, weshalb Flick eigentlich nur eine Variante bleibt.

Aufgrund der Tatsache, dass sowohl ein Duo Kimmich & Gündogan, als auch ein Duo Kimmich & Musiala zu offensiv ist, bleibt wohl nur die Möglichkeit, alle drei Spieler aufzustellen. Kimmich würde den Part auf der Sechs übernehmen, während Gündogang und Musiala auf der Acht ein wenig offensiver agieren könnten. Von den fußballerischen Fähigkeiten ist diese Zusammenstellung natürlich großartig. Alle drei Spieler sind enorm pass- und spielstark und besitzen mit ihrer Kreativität und Torgefahr auch Fähigkeiten, die Spiele entscheiden können. Problem bei der Sache ist lediglich, dass ein zweikampfstarker und robuster Abräumer fehlt und zumindest Kimmich sich in der Offensive zurückhalten müsste, was ihm nicht ganz so leicht fällt.

Leon Goretzka wird demnach in den Planungen sicherlich eine Rolle spielen. Der 27-Jährige ist körperlich deutlich robuster und auch Größer als die genannten Spieler und dadurch defensiv von den genannten Akteuren der stärkste. Fraglich ist aber, ob der frühere Schalker bis zur WM seinen Rhythmus und seine Form findet. Mit Goretzka könnte Deutschland wieder mit einer Doppel-Sechs spielen. Problematisch ist dabei jedoch, dass Goretzka spielerisch zuletzt einiges vermissen ließ und auch seine Distanzschüsse selten Wirkung zeigten. Goretzka ist ein Bremsklotz für das Passspiel und hält Kimmich durch seine Ausflüge nach vorne nicht den Rücken frei. Dieser wäre also erneut dazu gezwungen, defensiv zu denken.

Die einzige Möglichkeit, dem Offensiv-Drang von Kimmich freien Lauf zu lassen wäre es, einen anderen Spielertypen im Mittelfeld zu installieren. Hier könnte man über Julian Weigl nachdenken. Der Sechser hat in Gladbach bislang sowohl mit, als auch gegen den Ball einen guten Eindruck gemacht. Anders als Goretzka hält Weigl meist seine Position in der Zentrale und würde dem Team dadurch Stabilität verleihen, selbst wenn er kein richtiger Abräumer ist. Weigl auf der Sechs und Kimmich plus Gündogan/Goretzka/Musiala auf der Acht wäre in Summe stimmig. Dabei würde man aber auch viel Klasse auf der Bank lassen. Es ist unwahrscheinlich, dass Flick über einen solchen Schachzug nachdenkt, zumal Weigl nicht nominiert worden ist.

Für das Trio Kimmich, Gündogan und Musiala besteht in den nächsten beiden Spielen die Chance, sich vielleicht schon ein wenig festzuspielen.

5. Anordnung & Personal in der Offensive

Ähnlich schwierig wie im zentralen Mittelfeld, ist auch die Frage nach dem Personal und der Anordnung im Offensivbereich. Auch Julian Nagelsmann hat derzeit beim FC Bayern Probleme damit, die richtigen Spieler auf den richtigen Positionen aufzustellen. Zudem wäre da noch das Problem, dass es keinen klassischen Neuner gibt. Havertz erklärte zwar, sich auf der Neun sehr wohl zu fühlen, jedoch ist seine Torquote beim FC Chelsea (24 Tore in 100 Spielen) nicht gerade überragend. Gleiches gilt für seine Effizienz in der Nationalmannschaft (8 Tore in 28 Spielen).

Fakt ist aber eben auch, dass es bei Timo Werner an Treffsicherheit fehlt, Serge Gnabry nicht in Form und Thomas Müller kein Mittelstürmer ist. Unter Hansi Flick wird Müller dennoch gesetzt sein. Im 4-2-3-1 dürfte er auf der Zehn und im 4-3-3 auf halbrechts spielen. Ein 4-3-3 würden wohl Sané auf links und Havertz/Werner auf der Neun ergänzen. Im 4-2-3-1 würde rechts womöglich Hofmann ins Team rücken. Jamal Musiala, der in diesem Fall wohl nicht im Mittelfeld-Zentrum agieren würde, hätte aber die Möglichkeit für Sané oder den soeben genannten Hofmann zu starten. Prinzipiell darf man natürlich auch Serge Gnabry nicht abschreiben.

Eine funktionierende Offensive aufzustellen, ist für Flick das wohl größte Hexenwerk. Die kommenden Länderspiele werden interessante Einblicke liefern, weil alle Kandidaten nominiert wurden und fit sind. Doch auch die weiteren Entwicklungen beim FC Bayern werden eine Rolle spielen.

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Alexander Meyer BVB Dortmund Einzelkritik Freiburg Karim Adeyemi Länderspielpause Mats Hummels München Nico Schlotterbeck Niklas Süle Salih Özcan Transfermarkt Zwischenfazit

BVB-Neuzugänge im Check: Bestnoten für Özcan, Schlotterbeck und Co.

Noten und Einzelkritik: So schlagen sich die Neuzugänge beim BVB bisher.

Die erste Länderspielpause der Saison bietet nicht nur die Möglichkeit, einmal kräftig durchzuatmen, sondern auch ein erstes Zwischenfazit zu ziehen.

Der BVB hat im Sommer ordentlich investiert und einige Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt gesetzt. Wir haben die ersten Monate der Neuen in Schwarz und Gelb genauer unter die Lupe genommen.

1. Nico Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck hat in Dortmund eine Punktlandung hingelegt. Der Neuzugang aus Freiburg (kam für 20 Millionen Euro) ist etablierter Stammspieler und wirkt so, als würde er diese Mannschaft schon seit Jahren anführen.

In Schlotterbeck hat der BVB nicht nur einen Innenverteidiger verpflichtet, der auf Sicht einer der besten deutschen Verteidiger überhaupt sein wird, sondern die Massen in Dortmund auch mitreißen und begeistern kann. Schlotterbeck kann die feine Klinge, ja, aber auch die Brechstange, sofern nötig. Und diese Qualitäten zeigt der Nationalspieler beim BVB von Sekunde Eins an.

Bewertung: 10/10

2. Niklas Süle

Erst drei Pflichtspiele von Beginn an hat Niklas Süle für den BVB absolviert. Das liegt weniger an schwachen Leistungen, als an einer Muskelverletzung, die Süle weite Teile der Vorbereitung und den Auftakt in die Saison kosteten. So langsam schüttelt der Neuzugang aus München (kam ablösefrei) seine Fitnessprobleme ab.

Wenn Süle spielt, ist er ein absoluter Gewinn für den BVB. Sowohl im Spiel mit, als auch gegen den Ball zeigt der 27-Jährige, warum man in der Bundesliga und im Nationalteam seit Jahren ganz hohe Stücke auf ihn hält. Süle macht den BVB schlichtweg besser – muss sich aktuell aber noch ein wenig hinter Schlotterbeck und dem formstarken Mats Hummels einsortieren. In den anstehenden englischen Wochen wird Süle aber vermehrt zum Einsatz kommen.

Bewertung: 8/10

3. Salih Özcan

Es ist noch früh in der Saison, gewiss, doch bis zu diesem Zeitpunkt kann Salih Özcan als einer der Steals schlechthin auf dem Transfermarkt bezeichnet werden. Für schlappe fünf Millionen Euro aus Köln gekommen, ist der türkische Nationalspieler schon jetzt auf dem Weg, sich beim BVB zu etablieren und zu zeigen, dass er mehr als ein Ergänzungsspieler sein kann.

Aufgrund der akuten Verletzungsprobleme im Dortmunder Kader ist Özcan derzeit zwar zwangsweise gesetzt, seine Leistungen würden ihm derzeit aber so oder so einen Platz von Beginn an bescheren. Özcan ist das Verbindungsstück zwischen Defensive und Offensive, dass dem BVB in den vergangenen Jahren gefehlt hat und einer der Gründe dafür, warum die schwarz-gelbe Defensive in diesem Jahr so stabil ist. Bemerkenswert ist nicht nur, dass Özcan mit 24 Jahren noch viel Luft nach oben hat, sondern auch die gesamte Vorbereitung verletzt verpasst hat!

Bewertung: 10/10

4. Alexander Meyer

In Alexander Meyer hat der BVB als Ersatz für Marwin Hitz eine glasklare Nummer Zwei verpflichtet. Der 31-Jährige kam ablösefrei von Jahn Regensburg und erfüllte sich mit seinem Wechsel nach Dortmund einen Lebenstraum. Die beidseitige Erwartungshaltung an das Arbeitsverhältnis war und ist angenehm überschaubar.

Dass Meyer gleich eine so große Rolle in Dortmund spielen würde, kam völlig überraschend. Der 31-Jährige musste zuletzt für den verletzten Gregor Kobel in die Bresche springen und tat dies mit Bravour. Meyer kam in den Genuss eines Revierderbys und Top-Spielen gegen RB Leipzig, Manchester City und zu seinem Bundesliga- sowie Champions League-Debüt. Im Tor der Borussia machte Meyer einen abgeklärten und souveränen Eindruck und beeindruckte vor allem durch sein Spiel mit dem Ball am Fuß. Eine tolle Nummer Zwei, die der BVB da verpflichtet hat.

Bewertung: 9/10

5. Karim Adeyemi

In Karim Adeyemi hat der BVB ein Versprechen für die Zukunft verpflichtet. Der 20-jährige deutsche Nationalspieler soll mittelfristig beim BVB zum Leistungsträger reifen und die Mannschaft auf ein neues Level heben. Seine Schnelligkeit und Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins haben der Borussia zuletzt deutlich gefehlt.

Wirklich einschlagen konnte Adeyemi, für den der BVB immerhin 30 Millionen Euro an RB Salzburg abgedrückt hat, in Dortmund noch nicht. Das liegt vor allem aber daran, dass der Youngster sich mit Verletzungsproblemen herumgeschlagen hat und erst fünf Pflichtspiele für seinen neuen Arbeitgeber absolvieren konnte. Im DFB-Pokal erzielte der Angreifer sein Debüttor in Schwarz und Gelb, hat aber definitiv noch Luft nach oben. Nach der Länderspielpause dürfte Adeyemi wieder bei 100 Prozent stehen und angreifen.

Bewertung: 7/10

6. Anthony Modeste

Als Notnagel für den an Hodenkrebs erkrankten Sebastien Haller verpflichtete der BVB Anthony Modeste. Der Franzose kam mit der Empfehlung von 20 Saisontoren vom 1. FC Köln, kostete die Borussia aber auch eine Stange Geld (rund zehn Millionen Euro Ablöse und Gehalt für ein Jahr Vertrag).

Ausgezahlt hat sich der Transfer bisher nicht. Modeste ist im Dortmunder Spiel Fremdkörper, nicht agil genug mit dem Ball und zu selten ins Spiel der Schwarz-Gelben eingebunden. Das liegt zwar mitunter auch daran, dass ihn seine Mitspieler nicht genug füttern; trotzdem hätte man sich beim BVB durchaus mehr von Modeste erwartet. Ein Tor in neun Spielen ist schlichtweg eine zu magere Bilanz. Den größten Mehrwert, den Modeste bisher für den BVB hat, ist seine Kopfballstärke bei (gegnerischen) Standards.

Bewertung: 3/10

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als BVB-Neuzugänge im Check: Bestnoten für Özcan, Schlotterbeck und Co. veröffentlicht.

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Alexander Meyer BVB Dortmund Einzelkritik Freiburg Karim Adeyemi Länderspielpause Mats Hummels München Nico Schlotterbeck Niklas Süle Salih Özcan Transfermarkt Zwischenfazit

BVB-Neuzugänge im Check: Bestnoten für Özcan, Schlotterbeck und Co.

Noten und Einzelkritik: So schlagen sich die Neuzugänge beim BVB bisher.

Die erste Länderspielpause der Saison bietet nicht nur die Möglichkeit, einmal kräftig durchzuatmen, sondern auch ein erstes Zwischenfazit zu ziehen.

Der BVB hat im Sommer ordentlich investiert und einige Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt gesetzt. Wir haben die ersten Monate der Neuen in Schwarz und Gelb genauer unter die Lupe genommen.

1. Nico Schlotterbeck

Nico Schlotterbeck hat in Dortmund eine Punktlandung hingelegt. Der Neuzugang aus Freiburg (kam für 20 Millionen Euro) ist etablierter Stammspieler und wirkt so, als würde er diese Mannschaft schon seit Jahren anführen.

In Schlotterbeck hat der BVB nicht nur einen Innenverteidiger verpflichtet, der auf Sicht einer der besten deutschen Verteidiger überhaupt sein wird, sondern die Massen in Dortmund auch mitreißen und begeistern kann. Schlotterbeck kann die feine Klinge, ja, aber auch die Brechstange, sofern nötig. Und diese Qualitäten zeigt der Nationalspieler beim BVB von Sekunde Eins an.

Bewertung: 10/10

2. Niklas Süle

Erst drei Pflichtspiele von Beginn an hat Niklas Süle für den BVB absolviert. Das liegt weniger an schwachen Leistungen, als an einer Muskelverletzung, die Süle weite Teile der Vorbereitung und den Auftakt in die Saison kosteten. So langsam schüttelt der Neuzugang aus München (kam ablösefrei) seine Fitnessprobleme ab.

Wenn Süle spielt, ist er ein absoluter Gewinn für den BVB. Sowohl im Spiel mit, als auch gegen den Ball zeigt der 27-Jährige, warum man in der Bundesliga und im Nationalteam seit Jahren ganz hohe Stücke auf ihn hält. Süle macht den BVB schlichtweg besser – muss sich aktuell aber noch ein wenig hinter Schlotterbeck und dem formstarken Mats Hummels einsortieren. In den anstehenden englischen Wochen wird Süle aber vermehrt zum Einsatz kommen.

Bewertung: 8/10

3. Salih Özcan

Es ist noch früh in der Saison, gewiss, doch bis zu diesem Zeitpunkt kann Salih Özcan als einer der Steals schlechthin auf dem Transfermarkt bezeichnet werden. Für schlappe fünf Millionen Euro aus Köln gekommen, ist der türkische Nationalspieler schon jetzt auf dem Weg, sich beim BVB zu etablieren und zu zeigen, dass er mehr als ein Ergänzungsspieler sein kann.

Aufgrund der akuten Verletzungsprobleme im Dortmunder Kader ist Özcan derzeit zwar zwangsweise gesetzt, seine Leistungen würden ihm derzeit aber so oder so einen Platz von Beginn an bescheren. Özcan ist das Verbindungsstück zwischen Defensive und Offensive, dass dem BVB in den vergangenen Jahren gefehlt hat und einer der Gründe dafür, warum die schwarz-gelbe Defensive in diesem Jahr so stabil ist. Bemerkenswert ist nicht nur, dass Özcan mit 24 Jahren noch viel Luft nach oben hat, sondern auch die gesamte Vorbereitung verletzt verpasst hat!

Bewertung: 10/10

4. Alexander Meyer

In Alexander Meyer hat der BVB als Ersatz für Marwin Hitz eine glasklare Nummer Zwei verpflichtet. Der 31-Jährige kam ablösefrei von Jahn Regensburg und erfüllte sich mit seinem Wechsel nach Dortmund einen Lebenstraum. Die beidseitige Erwartungshaltung an das Arbeitsverhältnis war und ist angenehm überschaubar.

Dass Meyer gleich eine so große Rolle in Dortmund spielen würde, kam völlig überraschend. Der 31-Jährige musste zuletzt für den verletzten Gregor Kobel in die Bresche springen und tat dies mit Bravour. Meyer kam in den Genuss eines Revierderbys und Top-Spielen gegen RB Leipzig, Manchester City und zu seinem Bundesliga- sowie Champions League-Debüt. Im Tor der Borussia machte Meyer einen abgeklärten und souveränen Eindruck und beeindruckte vor allem durch sein Spiel mit dem Ball am Fuß. Eine tolle Nummer Zwei, die der BVB da verpflichtet hat.

Bewertung: 9/10

5. Karim Adeyemi

In Karim Adeyemi hat der BVB ein Versprechen für die Zukunft verpflichtet. Der 20-jährige deutsche Nationalspieler soll mittelfristig beim BVB zum Leistungsträger reifen und die Mannschaft auf ein neues Level heben. Seine Schnelligkeit und Fähigkeiten im Eins-gegen-Eins haben der Borussia zuletzt deutlich gefehlt.

Wirklich einschlagen konnte Adeyemi, für den der BVB immerhin 30 Millionen Euro an RB Salzburg abgedrückt hat, in Dortmund noch nicht. Das liegt vor allem aber daran, dass der Youngster sich mit Verletzungsproblemen herumgeschlagen hat und erst fünf Pflichtspiele für seinen neuen Arbeitgeber absolvieren konnte. Im DFB-Pokal erzielte der Angreifer sein Debüttor in Schwarz und Gelb, hat aber definitiv noch Luft nach oben. Nach der Länderspielpause dürfte Adeyemi wieder bei 100 Prozent stehen und angreifen.

Bewertung: 7/10

6. Anthony Modeste

Als Notnagel für den an Hodenkrebs erkrankten Sebastien Haller verpflichtete der BVB Anthony Modeste. Der Franzose kam mit der Empfehlung von 20 Saisontoren vom 1. FC Köln, kostete die Borussia aber auch eine Stange Geld (rund zehn Millionen Euro Ablöse und Gehalt für ein Jahr Vertrag).

Ausgezahlt hat sich der Transfer bisher nicht. Modeste ist im Dortmunder Spiel Fremdkörper, nicht agil genug mit dem Ball und zu selten ins Spiel der Schwarz-Gelben eingebunden. Das liegt zwar mitunter auch daran, dass ihn seine Mitspieler nicht genug füttern; trotzdem hätte man sich beim BVB durchaus mehr von Modeste erwartet. Ein Tor in neun Spielen ist schlichtweg eine zu magere Bilanz. Den größten Mehrwert, den Modeste bisher für den BVB hat, ist seine Kopfballstärke bei (gegnerischen) Standards.

Bewertung: 3/10

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Borussia Dortmund Bundesliga DFB Dortmund Edin Terzic FC Schalke 04 Hansi Flick Japan Marco Reus Nico Schlotterbeck Salih Özcan Sebastian Kehl Sky

Bundesliga: Reus schon wieder verletzt – Kehl: WM nicht in Gefahr

100 der letzten 107 Pflichtspiele für Borussia Dortmund hat Marco Reus absolviert. Für den oft verletzten Nationalspieler eine sehr lange Serie. Doch nun hat er sich wieder verletzt.

Nachdem er in langen Untersuchungen erst mal leichte Entwarnung bekommen hatte, sortierte Marco Reus kurz vor Mitternacht die vielen guten Wünsche in den sozialen Medien. Und er repostete die, die ihn offenbar am meisten bewegten.

Seine Mitspieler hatten nach dem 1:0-Derbysieg gegen den FC Schalke 04 symbolisch ein Kabinen-Foto mit seinem Trikot gemacht. Kollegen wie Nico Schlotterbeck oder Salih Özcan wünschten ihrem „Brudi“ gute Besserung.

WM für Reus in Gefahr?

Wahrscheinlich hatten einige von ihnen dasselbe gedacht wie viele Fans, als Reus nach einer halben Stunde des Derbys der Fuß umknickte und er sich sofort schmerzverzerrt das Gesicht hielt. Nicht schon wieder! Ausgerechnet im WM-Jahr, 66 Tage vor dem deutschen Auftaktspiel gegen Japan, verletzte sich einer der größten Pechvögel der DFB-Geschichte erneut. Würde Reus also das fünfte von sieben möglichen Turnieren mit der Nationalmannschaft verpassen? Trainer Edin Terzic schloss die Fragen nach Reus bei Sky und auf der Pressekonferenz mit den Worten: „Alles Gute, Capitano und bis bald!“

Auch Youssoufa Moukoko war tief bewegt. „Ich hoffe und bete, dass es nicht so schlimm ist“, sagte der Siegtorschütze und Derby-Held, mit 17 gerade mal rund halb so alt wie der 33-Jährige Reus. Reus bedankte sich via Instagram für die vielen guten Wünsche und versprach: „Ich werde bald zurück sein! Ich werde nie aufgeben!“

BVB-Sportchef gibt leichte Entwarnung

Da wusste er wohl schon, was Sportchef Sebastian Kehl im „Doppelpass“ bei Sport1 verkündete. „Ich kann ein klein wenig Entwarnung geben“, sagte Dortmunds Sportchef: „Die Untersuchungen gestern haben keinen Bruch gezeigt. Er hat eine Außenbandverletzung im Sprunggelenk, aber auch nicht so gravierend, dass die WM gefährdet ist.“ Er hoffe, „dass Marco uns in drei bis vier Wochen wieder zur Verfügung steht.“

Sollte dies aufgehen, blieben vier weitere Wochen bis zum WM-Startschuss von Bundestrainer Hansi Flick am 14. November. Und Reus hätte wohl körperlich nicht zu viel verloren. „Er war topfit, komplett gesund und einer herausragenden Form“, sagte Vereinscoach Terzic: „Und dann passiert sowas. Wie so häufig in seiner Karriere. Marco hatte schon so viele Rückschläge in seiner Karriere. Und wir hatten gehofft, dass er endlich durch ist. Gerade im WM-Jahr.“

Einsätze gegen Ungarn und England unwahrscheinlich

In jedem Fall verpasst der Offensivspieler die Nations-League-Spiele am Freitag gegen Ungarn und drei Tage später in England und damit die Chance, sich bei den letzten Härtetests vor der Kader-Nominierung nochmal zu positionieren. Nachdem er schon die letzten sieben Länderspiele allesamt verpasste. Zu WM-Beginn wird Reus dann wieder ein Jahr ohne Einsatz im DFB-Team sein, seit seiner ersten Nominierung im Mai 2010 kam er auf gerade mal 48 Partien. Das sind durchschnittlich gerade mal vier im Jahr.

Doch bei Flick steht Reus grundsätzlich hoch im Kurs. „Ich glaube, ich muss Hansi Flick nicht erklären, wie gut Marco Reus ist“, sagte Terzic noch in der vergangenen Woche: „Er hat eine sehr hohe Meinung von ihm und von seinen Qualitäten, das hat er ja auch immer wieder betont.“ In der Tat lobte der Bundestrainer Reus immer wieder als „Unterschiedsspieler“. Nach Katar mitnehmen wird er ihn aber sicher nur komplett fit.

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Borussia Dortmund BVB Dortmund Edin Terzic Manchester City Manuel Akanji Nico Schlotterbeck Niklas Süle Sebastian Kehl

BVB: Kehl schießt gegen Akanji zurück

Nach Dortmund-Coach Edin Terzic hat nun auch Sportdirektot Sebastian Kehl die Aussagen von Manuel Akanji gekontert, der seit Sommer bei Manchester City spielt und den Umgang beim BVB beklagte.

Im Sommer haben sich Borussia Dortmund und Manuel Akanji dazu entschlossen, getrennte Wege zu gehen. Eigentlich dürften damit auch alle Beteiligten leben können. Immerhin hat der BVB mit Niklas Süle und Nico Schlotterbeck zwei hervorragende Innenverteidiger gefunden, während Akanji bei einem absoluten Top-Klub untergekommen ist. Dennoch fliegen zwischen den Parteien gerade die Fetzen.

Borussia Dortmund und Manuel Akanji haben sich am Mittwochabend nicht nur auf dem Platz bekämpft, sondern liefern sich auch darüber hinaus eine kleine mediale Schlammschlacht. Begonnen hatte alles mit Aussagen des Innenverteidigers, wonach in den Wochen vor seinem Abschied „das Leistungsprinzip nicht mehr gezählt habe“ und er außen vor war, egal wie gut er trainiert habe.

Zudem gab der Schweizer im Blick-Interview an, dass er mit dem BVB bezüglich einer möglichen Vertragsverlängerung nie über Zahlen gesprochen habe, es ihm nie um Geld ging und man „in Dortmund Sachen behauptet“ habe, „die nicht stimmen“.

Terzic und Kehl kontern Akanji-Vorwürfe

Zunächst konterte Edin Terzic und erläuterte, dass Akanji selbst seinen Abschied angekündigt habe und man daher Niklas Süle und Nico Schlotterbeck verpflichtet habe.

Im Rahmen des Champions-League-Krachers gegen Manchester City bestätigte Sportdirektor Sebastian Kehl die Terzic-These und zeigte Unverständnis für die Ausführungen von Manuel Akanji.
„Wir hätten gerne mit Manuel verlängert, weil er einfach ein guter Spieler ist und jetzt nicht umsonst bei Manchester City auftaucht“, erklärte er im Interview mit DAZN. Dennoch hätte er sich an Stelle des Spielers „die Aussagen, die im Nachgang gekommen sind, erspart“.

Stellt sich die Frage, wer genau jetzt die Wahrheit sagt und wer ein wenig flunkert. Klar ist jedoch, dass diese Diskussion niemandem mehr etwas bringt.

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Champions League: Haaland ärgert BVB mit spätem Treffer für Man City

Mehr als 80 Minuten ist Erling Haaland abgemeldet, dann schlägt der Norweger eiskalt zu. Der Torgarant zerstört die Dortmunder Träume von einem Coup beim englischen Meister Manchester City.

Und am Ende jubelte doch Erling Haaland: Der Coup gegen den Ex-Torjäger und Starcoach Pep Guardiola war greifbar nahe, doch am Ende stand Borussia Dortmund mit leeren Händen da.

Beim englischen Meister Manchester City führte der BVB nach einer defensiv lange disziplinierten Leistung bis zur 80. Minute mit 1:0, kassierte am zweiten Spieltag der Champions League dann aber doch eine 1:2 (0:0)-Niederlage. Somit setzte sich die schwarze Serie gegen Teams aus der englischen Premier League fort, die letzten acht Duelle in Folge verlor der BVB nun.

Manchesters Held war durch den spektakulären Siegtreffer in der 84. Minute dann doch Haaland, dabei hatte die Dortmunder Deckung den im Sommer vom BVB zu City gewechselten Norweger bis dahin gut im Griff. Die Dortmunder Führung durch Jude Bellingham in dessen englischer Heimat (56.) hatte John Stones ausgeglichen (80.), bei seinem Fernschuss sah BVB-Ersatzkeeper Alexander Meyer nicht gut aus.

Bevor der Ball rollte, wurde aus Respekt vor der verstorbenen Queen Elizabeth II. auf die obligatorische Champions-League-Hymne verzichtet, Manchester spielte vor der Partie auch keine Musik im Stadion. Zudem legten beide Mannschaften eine Schweigeminute ein und spielten mit Trauerflor. Die Fahnen am Stadion hängen schon seit dem Tod der Königin am Donnerstag auf halbmast.

Das Wiedersehen mit Haaland fiel vor dem Anpfiff herzlich aus. Schließlich hatte der Norweger in den vergangenen zweieinhalb Jahren mit 86 Toren und 109 direkten Torbeteiligungen in 89 Pflichtspielen für den BVB Großes geleistet. So galt es, diese Urgewalt nun auf der Gegenseite in den Griff zu bekommen. Die Dortmunder wählten dabei eine sehr defensive Variante. Bei Ballbesitz der Gastgeber machten die Schwarz-Gelben mit sieben, acht Akteuren das Zentrum dicht. „Die ganze Mannschaft ist sehr torgefährlich. Uns nur auf Erling zu konzentrieren, wäre fahrlässig. Wir müssen die Anspiele auf Erling verhindern“, erklärte Terzic die Taktik.

Eine Taktik, die dem englischen Meister zu schaffen machte. Entsprechend unzufrieden marschierte Pep Guardiola in der Coachingzone auf und ab. Fast schon einfallslos zirkelte Man City den Ball rund um den Strafraum des Bundesligisten, ohne wirklich für Gefahr zu sorgen. So war Haaland im Sturmzentrum weitgehend abgemeldet. Ganze elf Ballkontakte verbuchte der Norweger in den ersten 45 Minuten, sogar Anthony Modeste hatte auf der Gegenseite einen mehr.

Dabei hatte der BVB seine Innenverteidigung noch umstellen müssen. Nachdem Nationalspieler Nico Schlotterbeck im Abschlusstraining über Rückenschmerzen klagte, setzte Terzic in der Innenverteidigung auf Niklas Süle und Mats Hummels. Schlotterbeck wurde erst später eingewechselt. Süle war es auch, der bei einer gefährlichen Flanke per Kopf kurz vor Haaland klärte (15.). Es war fast schon einer der Höhepunkte in einer ereignisarmen ersten Halbzeit. Denn auch die Dortmunder brachten bei ihren Entlastungsangriffen das Tor von Ederson nicht in Gefahr.

Wer im zweiten Durchgang einen Sturmlauf der Gastgeber erwartet hatte, sah sich enttäuscht. Stattdessen wurde der BVB bei seinen Kontern immer mutiger. Reus hatte die große Chance zur Führung, als er seinen früheren Mitspieler Manuel Akanji perfekt aussteigen ließ, den Ball aber dann knapp neben das Tor setzte (52.). Akanji war erst kurz vor Ende der Transferperiode zu City gewechselt und hatte dabei nochmal verbal gegen seinen Ex-Club nachgetreten.

Hatte Reus noch bei seiner Riesenchance großes Pech, war der Nationalspieler kurz darauf ausschlaggebend beim Führungstor. Seinen Schuss lenkte Bellingham per Kopf unhaltbar für Ederson ins Tor. Bezeichnenderweise hatten Haaland und Akanji den Engländer entwischen lassen. Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 66. Minute, ehe der Norweger zu seiner ersten Torchance kam, als er den Ball aus spitzem Winkel an den Außenpfosten setzte.

Es war aber der Weckruf für die Gastgeber, die präziser in ihren Aktionen wurden. Beim Ausgleichstor von Stones machte allerdings BVB-Keeper Meyer keine gute Figur. Und nur Minuten später kam Haaland doch noch zu seinem Auftritt. Nach Flanke von Joao Cancelo war der Norweger aus kurzer Entfernung zur Stelle.

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Die voraussichtliche BVB-Aufstellung gegen Manchester City

Im zweiten Champions-League-Gruppenspiel ist Borussia Dortmund gegen Manchester City gefordert. Am Mittwochabend könnte Edin Terzic diese Startelf aufbieten.

Nach der herben 0:3-Niederlage gegen RB Leipzig geht es für Borussia Dortmund in der Champions League mit einem sehr schweren Auswärtsspiel weiter. Am Mittwochabend (Anpfiff 21 Uhr) sind die Schwarz-Gelben bei Manchester City zu Gast. Vor dem Duell mit dem englischen Meister hat sich die Personalsituation beim BVB etwas entspannt.

„Das Leipzig-Spiel hängt noch ein bisschen in den Klamotten“, erklärte Sportdirektor Sebastian Kehl (via Ruhr Nachrichten) vor dem Abflug nach Manchester. Nach dem erfolgreichen Auftakt in die Gruppenphase (3:0-Heimerfolg gegen Kopenhagen) warte mit Manchester City „der Favorit in der Gruppe, vielleicht auch in der Champions League“, ist sich der Ex-Profi über die Schwere der Aufgabe vollends bewusst. „Unsere Bilanz gegen Manchester ist aber nicht ganz so schlecht. Warum sollten wir nicht überraschen?“

Mit Ilkay Gündogan, Manuel Akanji, Sergio Gomez und Erling Haaland finden sich im Kader des englischen Meisters gleich vier Ex-BVB-Profis wieder. „Wir treffen ja auf mehrere alte Bekannte“, freute sich Kehl, der für den norwegischen Torjäger einige lobende Worte übrig hatte. „Erling ist in einer fantastischen Form und wir wissen natürlich um seine Stärken“, so der Sportdirektor. Manchester City habe allerdings auch noch ein paar andere Spieler, „die man nicht vernachlässigen darf“, betonte der 42-Jährige.

Der Mannschaft von Pep Guardiola dürfe man nicht viele Räume geben. „Und je nachdem, wie wir es taktisch angehen, werden wir versuchen, sie in den Griff zu bekommen“, erklärte Kehl. Gegen die geballte Offensivpower des englischen Meisters könnte Cheftrainer Edin Terzic sein System umstellen und in der Defensive auf eine Dreierkette setzen. „Und trotzdem müssen wir versuchen, im eigenen Ballbesitz immer wieder Akzente zu setzen und Umschaltmomente zu nutzen“, betonte der Sportdirekter.

Auf der PK vor dem Spiel ergänzte Trainer Edin Terzic: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass wir vielleicht nur 20 bis 30 Prozent Ballbesitz haben. Wie kann man ihnen dann in so einer Situation wehtun? Vor eineinhalb Jahren haben wir das eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass wir das können.“

Adeyemi, Hazard & Malen wieder an Bord

Mit Karim Adeyemi, Thorgan Hazard und Donyell Malen stehen gleich drei Offensivspieler wieder zur Verfügung. Offen ist allerdings, wie viel Einsatzzeit Terzic dem Trio geben kann. Während Hazard nur kurz pausieren musste, fielen seine beiden Mannschaftskollegen doch etwas länger aus.

Jamie Bynoe-Gittens (Schulterverletzung), Mo Dahoud (Schulter-OP), Sebastien Haller (Hodentumor), Mateu Morey (Meniskusverletzung) und Schlussmann Gregor Kobel (Muskelfaserriss) fallen weiterhin aus.

Die voraussichtliche BVB-Aufstellung gegen Manchester City

TW: Alexander Meyer – Für den verletzten Kobel steht erneut der Neuzugang aus Regensburg zwischen den Pfosten.

IV: Niklas Süle – Stellt Terzic in der Defensive auf eine Dreierkette um, dürfte der Nationalspieler die rechte Seite übernehmen.

IV: Mats Hummels – Sollte der BVB-Coach an der Viererkette festhalten, muss der Weltmeister wohl wieder auf der Bank Platz nehmen.

IV: Nico Schlotterbeck – Unabhängig vom Spielsystem hat Schlotterbeck seinen Platz in der Defensive, trotz eines schwachen Auftritts gegen Leipzig, sicher.

RM: Marius Wolf – Für den Platz auf der rechten Außenbahn stehen Marius Wolf und Thomas Meunier zur Auswahl.

ZM: Jude Bellingham – Im zentralen Mittelfeld sind keine personellen Veränderungen zu erwarten. Bellingham steuerte im ersten Gruppenspiel einen Treffer bei.

ZM: Salih Özcan – Neben dem englischen Nationalspieler hat sich zuletzt Özcan festgespielt.

LM: Raphael Guerreiro – Der Portugiese könnte von seiner Rolle als Schienenspieler profitieren.

OM: Gio Reyna – Da Adeyemi und Malen noch keine Kandidaten für die Startelf sein dürften, könnte Reyna von Beginn an auflaufen. Julian Brandt heißt die Alternative.

OM: Marco Reus – Der Kapitän ist fest für die Offensive eingeplant.

MS: Anthony Modeste – Der Platz im Angriffszentrum ist für Modeste reserviert.

Borussia Dortmund gegen Manchester City: Voraussichtliches Spielsystem

Gegen Manchester City bietet sich durchaus ein Systemwechsel (vom 4-2-3-1 hin zu einem 3-4-2-1) an, um aus einer sehr kompakten Defensive heraus immer wieder Kontersituationen zu suchen.

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Champions League: Schnelles Wiedersehen: Dortmunds Respekt vor „Dämon“ Haaland

Genau vier Monate nach seinem letzten Spiel für Borussia Dortmund trifft Erling Haaland erstmals auf den BVB. Und er könnte seinen Ex-Club in eine unangenehme Situation bringen.

Der Respekt vor der Urgewalt von Erling Haaland scheint bei Borussia Dortmund mindestens so groß wie die Freude auf das Wiedersehen mit dem Ex-Liebling.

„Das ist sicher ein spezielles Aufeinandertreffen“, sagte Sportchef Sebastian Kehl vor dem Abflug zum Champions-League-Spiel bei Haalands neuem Club Manchester City (21.00 Uhr/DAZN) mit einem Lächeln: „Erling ist in fantastischer Form.“

Auch Trainer Edin Terzic freut sich auf das Wiedersehen. „Wir werden alles tun, ihn aufzuhalten“, sagte er über Haaland. Doch Terzic hat großen Respekt vor dem gesamten Team. Man brauche eine gute Leistung und einen „Sahnetag“ von Torhüter Alex Meyer, „denn ManCity ist in der Lage, gegen jeden Gegner vier, fünf Tore zu schießen“, sagte Terzic: „Sie sind durch Erling nochmal stärker geworden. Aber sie haben auch so eine unfassbare Qualität, holen in der Liga jedes Jahr 90 Punkte und schießen 100 Tore. Deshalb hat es uns nicht gewundert, wie herausragend Erling hier gestartet ist.“

Auch Kehl betonte: „Manchester hat insgesamt eine sehr starke Mannschaft, ist Favorit in der Gruppe, möglicherweise der Favorit in der Champions League.“ Dem BVB hänge zudem „das Leipzig-Spiel noch in den Klamotten“, sagte Kehl mit Blick auf das 0:3 am Samstag: „Doch warum sollten wir da nicht überraschen?“ Mut macht, dass die drei zuletzt verletzten Offensivspieler Donyell Malen, Karim Adeyemi und Thorgan Hazard alle mitflogen.

Schlotterbeck selbstbewusst

Optimismus stellt in Nico Schlotterbeck einer zur Schau, der letztes Jahr auch schon Gegner und nicht Mitspieler von Haaland war. „Wie man Erling Haaland stoppt, weiß ich“, sagte der Nationalverteidiger selbstbewusst bei Sport1: „Wir müssen den ganzen Verein stoppen, da ist Erling das kleinste Problem.“ Seine Zuversicht zieht Schlotterbeck aus dem 2:1 im Vorjahr mit Freiburg gegen den BVB, als er den 22-Jährigen komplett ausschaltete. „In dem Spiel habe ich gemerkt, wie gut ich sein kann“, sagte er dem „Kicker“.

Haaland selbst hat sich seit dem Wechsel nur selten explizit zum BVB geäußert. Die zweieinhalb Jahre mit 86 Toren und 109 direkten Torbeteiligungen in 89 Pflichtspielen seien eine „fantastische Zeit“ gewesen, sagte er einmal. Ein anderes Mal hatte er nur erklärt, dass das Level in Manchester höher sei, was dem Norweger prompt als Stichelei ausgelegt wurde. Die Auslosung kommentierte er bis heute gar nicht, noch nicht mal vor seinen 18,3 Millionen Followern bei Instagram.

Gündogan schwärmt von Haaland

„Er war sehr glücklich nach der Auslosung“, verriet aber sein Teamkapitän Ilkay Gündogan, von 2011 bis 2016 selbst in Diensten des BVB. Für Haaland, der exakt vier Monate vor dem Spiel zum letzten Mal im Dortmunder Trikot auflief, sei es noch spezieller als für ihn selbst. „Für mich liegt das einige Jahre zurück, ich bin schon mehr als sechs Jahre hier“, sagte Gündogan: „Für ihn wird es noch etwas außergewöhnlicher sein, weil er 95 Prozent der Mannschaft kennt.“

Doch der am Mittwoch verletzt fehlende BVB-Keeper Gregor Kobel ist sich sicher, „dass er sehr, sehr motiviert sein wird“. Wegen der schönen Zeit und dem etwas zähen Abgang. Vor allem aber, weil Haaland nicht zuletzt deshalb wechselte, um die Chancen auf seinen großen sportlichen Traum zu erhöhen. „Ich liebe die Champions League“, betonte er dieser Tage: „Jeder weiß das. Und sie zu gewinnen, ist ein großer Traum von mir.“

Furioser Haaland-Start

Die 25 Treffer, die Haaland in der Königsklasse schon erzielte, sind Rekord nach 20 Einsätzen. Und überhaupt war sein Start in Manchester sogar noch furioser als der aus dem Jahr 2020 in Dortmund. Zwölf Tore schoss er in den ersten acht Spielen. Vor zweieinhalb Jahren waren es elf gewesen. „Ich liebe diese neue Routine, in jeder Pressekonferenz über Erling und seine Tore zu sprechen“, sagte City-Coach Pep Guardiola, von 2013 bis 2016 Trainer des FC Bayern, der mit den Münchnern und Manchester sechs der letzten acht Spiele gegen den BVB gewann. „Und man hat das Gefühl, dass er immer mehr Tore schießen könnte.“ Deswegen und wegen der optischen Ähnlichkeit zur Figur Daemon Targaryen aus der Serie „Game of Thrones“ nennen ihn viele ihn England schon „Dämon“.

Doch für den BVB gibt es nicht nur ein Wiedersehen mit Haaland und Guardiola. Sondern auch mit Nationalspieler Ilkay Gündogan, der 2016 vom BVB nach Manchester gegangen war, und mit dem erst vor zwei Wochen gewechselten Manuel Akanji. Der erklärte in einem am Montag erschienenen Interview im „Blick“, man habe in Dortmund „Sachen über mich behauptet, die einfach nicht stimmten“. Zudem habe das Leistungsprinzip „nicht mehr gezählt“.

Für das Spiel am Mittwoch gab er zudem ein Motto aus, das den Respekt oder gar die Furcht des BVB vor Haaland gut auf den Punkt bringt: „Du spielst lieber mit Haaland als gegen Haaland.“

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Manchester City: Ederson – Joao Cancelo, Ruben Dias, Akanji, Sergio Gomez – Rodrigo – Gündogan, De Bruyne – Alvarez, Haaland, Grealish

Borussia Dortmund: Meyer – Süle, Hummels, Schlotterbeck – Wolf, Bellingham, Özcan, Guerreiro – Brandt, Reus – Modeste

Schiedsrichter: Orsato (Italien)

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Baustelle BVB Edin Terzic FC Schalke 04 Gregor Kobel Jude Bellingham Julian Brandt Karim Adeyemi Leipzig Mahmoud Dahoud Manchester City Marco Reus Nico Schlotterbeck Raphaël Guerreiro RB Leipzig Sébastien Haller Thomas Meunier Thorgan Hazard Verletzungsmisere

Tempo, Taktik und Personal: Die Baustellen beim BVB

Nach der Pleite in Leipzig: Beim BVB haben sich einige Baustellen und Probleme gezeigt. Und allesamt führen auf die Verletzungsmisere zurück.

Beim BVB herrscht nach der deutlichen Pleite gegen RB Leipzig gedrückte Stimmung vor. Der mutlose und über weite Strecken ideenlose Auftritt bei den Sachsen wirkt wie ein Rückfall in alte Muster und passt so gar nicht zu der Mannschaft, die wir in dieser Saison bisher sehen durften.
In der Analyse der Niederlage in Leipzig offenbaren sich beim BVB einige Baustellen, die es in den kommenden Wochen zu beheben gibt

1. Personell drückt der Schuh

Wie schon in der Vorsaison hat der BVB bislang ungehöriges Verletzungspech. Mit Sebastien Haller, Mo Dahoud, Jamie-Bynoe Gittens, Karim Adeyemi, Donny Malen, Gregor Kobel, Thorgan Hazard und Mateu Morey fehlen Edin Terzic momentan gleich acht Spieler, die allesamt nicht gerade unwichtig sind. Und die meisten fallen sogar langfristig aus.

Der BVB befindet sich inmitten englischer Wochen und ist ligaweit die Mannschaft, die vor dem Spieltag die meisten Sprints absolviert hat. Die hohe Intensität und die fehlende Rotation machten sich in Leipzig bemerkbar. Insgesamt vier Kilometer weniger lief die Mannschaft von Edin Terzic bei der 3:0-Niederlage, gemessen am Saison-Durchschnitt, mit dem der BVB ligaweit auf Platz drei steht.

Dass die Borussia gegen Leipzig kaum in die Zweikämpfe fand und überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel bekam, dürfte auch an den fehlenden Reserven liegen. Spieler wie Marco Reus, Nico Schlotterbeck, Jude Bellingham, Julian Brandt oder Raphael Guerreiro kriegen derzeit überhaupt keine Pausen und gehen auf dem Zahnfleisch.

Entspannen wird sich die Personalsituation vor den anstehenden Partien gegen Manchester City und Schalke 04 kaum. Einzig Karim Adeyemi und Donyell Malen werden in der kommenden Woche zurückerwartet. Das Sturm-Duo könnte für den BVB aber sofort wichtig werden.

2. Kein Tempo, keine Durchschlagskraft

Denn Adeyemi und Malen bringen beide genau die Eigenschaften mit, die dem BVB derzeit fehlen: Tempo und Durchschlagskraft. Mal etwas gelungenes über die Außen, sei es durch einen Sprint oder ein gewonnenes Eins-gegen-Eins; das fehlt Dortmund derzeit komplett.

Einen wirklichen Vorwurf kann man der Mannschaft oder dem Trainerteam aber nicht machen. Mit Malen und Adeyemi, aber auch mit Bynoe-Gittens und Hazard fehlen der Borussia derzeit alle Spieler, die über diese Fähigkeiten verfügen. Mit Malen und Adeyemi kommen nun zumindest zwei Tempodribbler zurück, die die Last des offensiven Ballvortrag ein wenig von den Schultern Marco Reus‘ und Julian Brandts abnehmen können.

Mit Malen und Adeyemi wird der BVB in den kommenden Wochen wieder deutlich gefährlicher sein. Nachdem die Mannschaft von Edin Terzic gegen RB Leipzig nicht einen einzigen Schuss auf das Tor zustande brachte, ist das auch bitter nötig.

3. Taktisch und qualitativ limitiert: keine Variabilität beim BVB

Die dünne Personaldecke wirkt sich auf nahezu alle Bereiche beim BVB aus, auch auf die Taktik. Cheftrainer Edin Terzic stößt derzeit an seine Grenzen, wenn es um das Thema Variabilität und Unausrechenbarkeit geht. Ohne die Tempodribbler in der Mannschaft muss Terzic improvisieren und das Spiel vermehrt auf die Außenverteidiger ziehen.

Dort sind Raphael Guerreiro und Thomas Meunier aktuell zwangsweise gesetzt (Marius Wolf muss weiter vorne aushelfen). Das ist insofern problematisch, da ein Angriffsspiel über die Seite von Meunier kaum bundesligareif ist. Der Belgier hat seine Qualitäten in der Arbeit ohne Ball, muss aber zunehmend den Ballvortrag der Mannschaft aus dem Spielaufbau heraus dirigieren.

Und das liegt an der fehlenden Variabilität. Anthony Modeste ist im Spiel außerhalb der beiden Strafräume nicht existent, ein Spiel durch die Mitte derzeit kaum möglich. Verteidigende Mannschaften können daher in aller Seelenruhe die Guerreiro-Seite beim BVB zumachen und die Borussia dazu zwingen, den Ball früher oder später auf die Meunier-Seite zu bringen. Ohne offensive Tempodribbler und einen Stürmer, der abgesehen von Torabschlüssen nicht am Spiel teilnimmt, bleibt dem BVB auch keine wirkliche Wahl – und wird dadurch komplett ausrechenbar.

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