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Psychologie

Negative Selbstbilder: So verscheuchen Sie die Gespenster Ihrer Kindheit


In unseren ersten Jahren entscheidet sich, wie wir die Welt wahrnehmen. Hier erklärt der Paarberater Michael Mary, warum negative Erfahrungen unser Leben belasten – und was dagegen hilft.

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Durchschlafen Psychologie Schlaf

Psychologie: Acht Arten von Müdigkeit, über die viel zu wenig geredet wird

Manche Arten von Müdigkeit sind auch nach einer gut durchschlafenen Nacht noch da. Diese zum Beispiel.

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle auf brigitte.de.

Dass wir schlafen müssen, wenn wir müde sind – und auch wenn wir es nicht sind –, haben die meisten Menschen verstanden und akzeptiert. Schlaf dient der Regeneration, der Verarbeitung dessen, was wir im Wachzustand durchmachen, der Erholung und vielem mehr. Zudem bietet er uns Abwechslung zu unserem wachen Erleben. Ja, unsere Zeit ist knapp bemessen, doch ausreichend zu schlafen, stellt keine Zeitverschwendung dar, im Gegenteil.

Was aber tun wir, wenn wir gut und genug schlafen und unsere Müdigkeit trotzdem nicht verschwindet? Oder wenn uns unsere Müdigkeit nicht anständig schlafen lässt? Beides kann vorkommen, denn nicht für jede Form von Müdigkeit ist Schlaf die Lösung. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wovon und auf welche Art genau wir erschöpft sind, damit wir eine angemessene Pause und Regeneration wählen können. Folgende Typen von Müdigkeit sind in unserer Gesellschaft besonders häufig und verbreitet – und finden nicht immer genug Beachtung.PAID Gesund Leben 2020_06 Müde bin ich, geh zur Ruh 6.27

1. Empathie-Müdigkeit

Sich in andere Menschen hineinversetzen, mit oder für sie fühlen – wundervolle Fähigkeiten, die uns grundsätzlich nützen. Doch manchmal unterschätzen wir, wie viel Kraft Empathie uns kosten kann. Wir können nicht mit der ganzen Welt mitfühlen, deshalb bleibt uns nichts anderes übrig, als unsere Anteilnahme zu dosieren und den Menschen vorzubehalten, die uns wirklich etwas bedeuten und die uns etwas zurückgeben – einschließlich uns selbst.

2. Konformitäts-Müdigkeit

Als Teil einer Gesellschaft genießen wir zahlreiche Vorteile und Sicherheiten und fügen uns im Gegenzug gewissen Regeln und Erwartungen. Gelegentlich kann sich in dieses Verhältnis jedoch ein Ungleichgewicht einschleichen und das sich Fügen zu viel für uns werden und uns erschöpfen. Wenn wir zu lange zu viele oder zu wichtige unserer individuellen Interessen und Bedürfnisse unterdrücken oder hinten anstellen, um zu tun, was von uns verlangt wird. Um uns von dieser Art der Müdigkeit zu erholen, kann es sinnvoll sein, unsere eigenen Prioritäten im Leben zu klären und gegebenenfalls gewisse Maßnahmen zu ergreifen, um ihnen mehr Raum zu geben. Manche Freiheiten, die uns essenziell wichtig sind, müssen wir einfordern oder uns erkämpfen, auch wenn wir dafür vielleicht auf Sicherheiten oder Privilegien verzichten müssen. Denn sich immer nur einzureihen und alles ausnahmslos mitzumachen, kann auf Dauer eben müde machen.

3. Helfer:innen-Müdigkeit

Anderen Menschen zu helfen, schenkt uns grundsätzlich Kraft und ein Gefühl von Sinnhaftigkeit – wenn es unseren individuellen Toleranzbereich nicht übersteigt. Gerade Menschen, die Angehörige pflegen oder die für hilfsbedürftige Freund:innen da sind, wissen, wie viel Energie es kosten kann, sich intensiv um andere zu kümmern. Wie viel es uns abverlangen und wie sehr es uns erschöpfen kann. Wir brauchen Pausen vom Helfen, Hilfe beim Helfen und eine Form der Wertschätzung oder des Danks, um uns von der Helfer:innen-Müdigkeit zu erholen – mit bloßem Schlaf ist es auch hierbei nicht getan.

4. Emotionale Erschöpfung

Emotionale Erschöpfung tritt typischerweise auf, wenn wir ein Gefühl entweder besonders intensiv oder besonders lange erleben. Meist empfinden wir sie als eine Art Leere, Freud- und Antriebslosigkeit, Gleichgültigkeit und Apathie. Erleben wir zum Beispiel einen schweren Verlust, der uns zutiefst betrübt, oder befinden wir uns über einen langen Zeitraum in einem Stadium der Angst oder Frustration (oder auch Glück, denn davon können wir ebenfalls müde werden), kann das zur Folge haben, dass wir insgesamt abstumpfen und allem gegenüber leidenschaftslos werden – weil wir emotional erschöpft sind. Wir brauchen Abwechslung, auch in unserer Gefühlswelt. Um aus einem Zustand emotionaler Erschöpfung herauszufinden, ist es in jedem Fall gut, die Ursache unserer Gefühlslage zu kennen. Manchmal können wir daran etwas ändern, manchmal können wir nur lernen, sie zu akzeptieren und damit umzugehen. Oft hilft es dann in einem zweiten Schritt, uns Projekte zu suchen, die uns erfreuen oder etwas bedeuten, um die Gefühlsmüdigkeit allmählich abzulegen.

5. Mentale Erschöpfung

Mentale Erschöpfung führt oft zu Schlaflosigkeit, weil sie Grübeln und Probleme abzuschalten nach sich ziehen kann. Ursache mentaler Müdigkeit ist meist, dass wir in unserem Leben ein Übergewicht an geistigen Tätigkeiten (geistige Arbeit, befassen mit Informationen und Nachrichten, virtuelle Kontakte und Ähnliches) und einen Mangel an Präsenzerleben haben (in unserem Artikel „Anzeichen für einen Präsenzmangel“ erfährst du mehr). Um uns von mentaler Erschöpfung zu erholen, können wir beispielsweise Sport machen (am besten mit anderen Menschen), ein Rockkonzert besuchen, mit unserem Hund knuddeln oder uns öfter mit Freund:innen treffen. UND: Unsere Zeit an Handy, Laptop, Fernseher und Co. reduzieren.

6. Soziale Müdigkeit

Wir sind soziale Wesen und brauchen Nähe, Kontakte und Beziehungen zueinander. Doch die meisten Menschen benötigen auch Zeit für sich allein, die einen weniger, die anderen mehr. So kann soziale Müdigkeit entstehen, wenn wir für unsere persönlichen Voraussetzungen zu viel mit anderen Menschen zusammen sind, zu viele Beziehungen führen, uns zu sehr an anderen orientieren. Sie kann sich in unterschiedlicher Weise bemerkbar machen: Einsamkeitsgefühle, ein Empfinden von Unzufriedenheit oder Getriebenheit, Erschöpfung oder das Bedürfnis nach Alleinsein. Soziale Müdigkeit können wir auskurieren, indem wir unsere Beziehungen ordnen und priorisieren und unser Sozialleben so planen, dass es uns nicht überfordert.Fotostrecke Rettungswache

7. Physische Müdigkeit

Klar, bei körperlicher Müdigkeit hilft in der Regel schlafen – doch manchmal braucht es noch mehr. Es besteht eine gewisse Tendenz in unserer Gesellschaft, unseren Körper als Hülle zu betrachten, die das Wichtige (zum Beispiel unsere Gefühle, Gedanken, Ziele und Leistungen) beherbergt und die wir zwar gesund halten müssen, aber mit den richtigen Mitteln formen und gestalten können, wie es uns gefällt. Doch das stimmt nicht. Unser Körper ist die Quelle all dessen, was für uns wichtig ist. Unser Körper ist nicht irgendein Teil von uns, sondern wir sind unser Körper beziehungsweise ist an allem, was wir tun und fühlen, unser Körper beteiligt. Wir brauchen Pausen, wir brauchen Fette, wir brauchen Sättigung, wir brauchen Berührung und wir können nicht jeden Tag an unserer Optimierung arbeiten und uns nach unserer Smart Watch richten und von ihr dazu antreiben lassen, unsere Aktivitätsziele zu erreichen. So erholen wir uns von physischer Müdigkeit oft nicht allein, indem wir schlafen, sondern indem wir auf all unsere körperlichen Signale achten und eingehen lernen.

8. Zielstrebens-Müdigkeit

Was auch immer unsere Ziele sein mögen – die Depression besiegen, Karriere machen, ordentlicher werden, eine glückliche Beziehung führen –, sie pausenlos zu verfolgen, kann ermüdend sein. Stets dieselben Ziele vor Augen zu haben, ist eine eintönige Aussicht, und Eintönigkeit zermürbt auf Dauer. Gegen diese Art der Müdigkeit kann es helfen, uns Pausen auf unserem Weg zu gönnen, in denen wir uns umschauen und mit anderen Dingen beschäftigen, vielleicht in eine Seitenstraße einbiegen, auch wenn sie uns zurückwirft, oder einfach nur stehen oder liegen zu bleiben und hinzunehmen, dass wir nicht so gut oder schnell vorankommen, wie wir es gerne hätten.

Verwendete Quellen: multiplesclerosisnewstoday.com

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Coronavirus Psychologie

Corona-Müdigkeit und Coronaleugner: »Faszinierend und beängstigend zugleich, was sich ein Gehirn zurechtlegen kann«


Corona laugt uns aus: Manche stehen vor dem Burn-out, andere werden aggressiv. Die Neurowissenschaftlerin Maren Urner verrät, wie diese unterschiedlichen Reaktionen zu erklären sind.

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Extrovertierte Introvertierte Leitfaden Psychologie

Psychologie: Expertin empfiehlt 12 Dos und Don’ts, die Introvertierten das Leben erleichtern

Introvertierte Menschen haben in der Regel andere soziale Bedürfnisse als extrovertierte, und je besser sie sie kennen und darauf eingehen, umso entspannter und konfliktfreier kommen sie durchs Leben. Diese Dos und Don’ts einer Expertin können Introvertierten als Leitfaden dienen.

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle auf brigitte.de.

Extraversion, also ob wir extrovertiert oder introvertiert sind, ist eine der fünf Eigenschaften des Big-Five-Models und gehört damit nach Einschätzung von Psycholog:innen zu den wesentlichen Merkmalen, die unsere Persönlichkeit ausmachen.

Wenn wir uns hin und wieder beobachten, über uns selbst nachdenken und unser Handeln analysieren, können wir irgendwann ganz gut einschätzen, ob wir eher zu den introvertierten Menschen gehören – also beispielsweise Zeit für uns brauchen, um Energie aufzutanken und wenig mit oberflächlichen Bekanntschaften anfangen können – oder zu den extrovertierten. Letzteres erkennen wir daran, dass wir uns gerne häufig mit Menschen umgeben und kontaktfreudig sind und uns alleine schnell einsam fühlen. Ähnlich wie wir einschätzen können, ob wir eher gewissenhaft oder schludrig, neugierig oder konservativ sind.

Doch um die eigenen Persönlichkeitsmerkmale zu wissen, heißt noch nicht, damit optimal umgehen zu können. Gerade eine gering ausgeprägte Extraversion beziehungsweise eine stark ausgeprägte Introvertiertheit kann manchmal eine Herausforderung im (Sozial-)Leben darstellen. Die Autorin und Bloggerin Sophia Dembling (The Introvert’s Way: Living a Quiet Life in a Noisy World, Introverts in Love: The Quiet Way to Happily Ever After.The Introvert’s Corner) hat die wichtigsten Dos und Don’ts aufgelistet, die aus ihrer Erfahrung introvertierten Menschen durchs Leben helfen können.PAID Smalltalk 14.20

Ja, bitte! 8 Dos, die Introvertierte empowern können

1. Sozialleben planen lernen

Wie viele Verabredungen sind für mich pro Woche okay? Wie viel Zeit brauche ich zwischen zwei Verabredungen? Diese Fragen für sich selbst beantworten zu können, sei laut Sophia Dembling wichtig für introvertierte Menschen, um darauf basierend ihre Woche zu planen. Sich nicht isolieren, aber auch nicht überfordern – ein gesundes Maß im Sozialleben zu finden, ist gar nicht so einfach, doch mit einer bewussten Planung und Selbstbeobachtung gut möglich.

2. Bewusst Ja und Nein zu Gesellschaft sagen

Für introvertierte Menschen sei es essenziell, spüren zu lernen, wann sie Gesellschaft möchten und wann nicht, so die Expertin – und das dann klar und deutlich zu kommunizieren. Und wenn es manchmal einen Moment dauert, das zu spüren: Ein „Ich melde mich bei dir“ ist als Antwort ebenso okay, wenn du die andere Person nicht zu lange auf die Rückmeldung warten lässt.

3. Sozialen Druck und Kritik an der eigenen Persönlichkeit abprallen lassen

Manche Menschen haben wenig Verständnis und wenig Geduld für introvertierte Personen und empfinden ihre Bedürfnisse als komisch oder egoistisch – und einige zeigen oder kommunizieren das recht offen. Das kann bei Introvertierten das Gefühl auslösen, sich ändern zu müssen oder nicht liebenswert zu sein. Doch diesem Gefühl liegt eine fehlerhafte Wahrnehmung zugrunde: Introvertiert zu sein ist nicht komisch oder egoistisch, sondern völlig natürlich, menschlich und ebenso gut, wie extrovertiert zu sein. Daher darfst du Kritik oder Druck, der bei dir ankommt und sich gegen deine Bedürfnisse als Introvertierte richtet, getrost ignorieren und als Unverständnis oder Unwissenheit verbuchen.

4. Menschen, die dir etwas bedeuten, ins Boot holen

Kommt diese Kritik oder der Druck wiederum von Menschen, die dir nahe stehen und etwas bedeuten, ist es wichtig, dass du versuchst, ihnen dabei zu helfen dich zu verstehen. Erkläre ihnen, wie du dich fühlst, wenn dir die Erwartungen anderer zu viel sind oder wie erschöpft du nach einem ganzen Tag unter Menschen manchmal bist. Wenn sie dich lieben, werden sie versuchen, Verständnis für deine Bedürfnisse aufzubringen.Fotostrecke: 10 Tipps für Angehörige bei Krebs 20.11

5. Bitte deine Freund:innen und Liebsten, dir zu texten, ehe sie anrufen

Spontane Anrufe können für introvertierte Menschen störend sein und sie in eine echte Zwickmühle bringen, weil sie unter Umständen mit sich hadern müssen, ob sie annehmen oder nicht. Doch das wissen andere nicht, wenn niemand es ihnen sagt. Deshalb empfiehlt die Expertin, deinen Freundeskreis einfach darüber aufzuklären: Bitte deine Liebsten, dir vorzugsweise zu texten oder Telefonate zu terminieren. Das gleiche gilt natürlich für Besuche – Spontanbesuche können teilweise noch schwieriger sein als Anrufe.

6. Überwinde dich so oft wie möglich, doch ans Telefon zu gehen

Wenn es aber doch zwischendurch am Telefon oder an der Tür klingelt, rät Sophia Dembling, sofern es halbwegs entspannt möglich ist, den Anruf anzunehmen beziehungsweise die Tür zu öffnen – denn in den meisten Fällen folgen darauf positive Erfahrungen, also gute Gespräche mit Freund:innen, ein netter Austausch mit Nachbar:innen oder Ähnliches. Diese Erfahrungen müssen nichts an deiner Persönlichkeit ändern, können aber helfen, Ängste und Stress abzubauen und entspannter zu werden.

7. Erlaube dir zu gehen, wenn dir danach ist

Wenn du auf eine Party gehst oder dich mit jemandem triffst, erlaube dir grundsätzlich, nach Hause zu gehen, wann immer du möchtest. Du musst nicht bis Mitternacht durchhalten oder mindestens zwei Stunden. Merkst du nach einer halben Stunde, dass du dich nicht wohlfühlst, verabschiedest du dich eben – die anderen sind schließlich schon groß und kommen auch ohne dich zurecht. Wenn du keine Ansprüche an dich stellst, wird es dir leichter fallen, überhaupt zuzusagen und loszugehen, so die Expertin.

8. Versuche, andere Menschen zu verstehen

Introvertiert und extrovertiert sind zwei gleichwertige, unterschiedliche Ausprägungen eines Persönlichkeitsmerkmals, beide haben Vor- und Nachteile, keines ist dem anderen überlegen. So wie du dir wünschst, dass andere Verständnis für deine Bedürfnisse aufbringen, wünschen andere sich, dass du versuchst, dich in ihre Lage zu versetzen und sie zu verstehen – oder zumindest zu akzeptieren und zu respektieren. 

Nein, danke! 4 Don’ts, die für Introvertierte besonders wichtig sind

1. Isoliere dich nicht

Ob introvertiert oder nicht – Menschen brauchen Beziehungen und soziale Kontakte, sonst werden wir einsam, krank und unglücklich. Gewöhne dir am besten eine Sozialroutine an, mit der du zurechtkommst, und dann bleib dabei, solange es sich gut anfühlt. Und: Versuche, genauso wie du Überforderung wahrnimmst, zu spüren, wenn du dich einsam fühlst.

2. Sag nicht ständig kurzfristig ab

Ab und zu kann es wirklich passieren, dass bei einer Verabredung kurzfristig etwas dazwischenkommt – und das darf auch einfach mal die Stimmung sein. Doch wenn das jedes zweite Mal geschieht (oder noch öfter), ist das einfach doof. Es geht nicht. Andere Menschen möchten sich auf dich verlassen können und wissen, woran sie sind. Daher dosiere deine Verabredungen, überlege dir gut, ob du Ja oder Nein sagst, und sage im Zweifel lieber Nein – aber sag nicht immer Ja und dann andauernd im letzten Moment doch noch ab.

3. Unterschätze oberflächliche Bekanntschaften nicht

Introvertierte Menschen tun gut daran, mit ihrer sozialen Energie zu haushalten und sich auf die Personen zu konzentrieren, die ihnen wirklich etwas bedeuten. Doch lockere Bekanntschaften können uns Vorteile bringen und unseren Horizont erweitern – daher rät Sophia Dembling davon ab, sich ihnen komplett zu verschließen. Es gibt heutzutage vergleichsweise ungefährliche Wege sich zu vernetzen, zum Beispiel via Instagram oder E-Mail, es müssen nicht immer gleich Telefonnummer und Adresse sein.

4. Erwarte nicht, dass Freund:innen immer für dich da sind

Introvertiert zu sein ist kein Freifahrtschein für eine einseitige Freundschaft, in die nur die andere Seite investiert. In jeder engen Beziehung ist es erforderlich, dass beide Seiten Kompromisse eingehen, sich um die andere Person bemühen, über ihren Schatten springen und Initiative zeigen. Du kannst von Freund:innen Verständnis erwarten und Geduld und Nachsicht – doch nur, wenn du ihnen im gleichen Maße entgegenkommst wie sie dir.

Verwendete Quelle: Psychologytoday.com

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Extrovertierte Introvertierte Leitfaden Psychologie

Psychologie: Expertin empfiehlt 12 Dos und Don’ts, die Introvertierten das Leben erleichtern

Introvertierte Menschen haben in der Regel andere soziale Bedürfnisse als extrovertierte, und je besser sie sie kennen und darauf eingehen, umso entspannter und konfliktfreier kommen sie durchs Leben. Diese Dos und Don’ts einer Expertin können Introvertierten als Leitfaden dienen.

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle auf brigitte.de.

Extraversion, also ob wir extrovertiert oder introvertiert sind, ist eine der fünf Eigenschaften des Big-Five-Models und gehört damit nach Einschätzung von Psycholog:innen zu den wesentlichen Merkmalen, die unsere Persönlichkeit ausmachen.

Wenn wir uns hin und wieder beobachten, über uns selbst nachdenken und unser Handeln analysieren, können wir irgendwann ganz gut einschätzen, ob wir eher zu den introvertierten Menschen gehören – also beispielsweise Zeit für uns brauchen, um Energie aufzutanken und wenig mit oberflächlichen Bekanntschaften anfangen können – oder zu den extrovertierten. Letzteres erkennen wir daran, dass wir uns gerne häufig mit Menschen umgeben und kontaktfreudig sind und uns alleine schnell einsam fühlen. Ähnlich wie wir einschätzen können, ob wir eher gewissenhaft oder schludrig, neugierig oder konservativ sind.

Doch um die eigenen Persönlichkeitsmerkmale zu wissen, heißt noch nicht, damit optimal umgehen zu können. Gerade eine gering ausgeprägte Extraversion beziehungsweise eine stark ausgeprägte Introvertiertheit kann manchmal eine Herausforderung im (Sozial-)Leben darstellen. Die Autorin und Bloggerin Sophia Dembling (The Introvert’s Way: Living a Quiet Life in a Noisy World, Introverts in Love: The Quiet Way to Happily Ever After.The Introvert’s Corner) hat die wichtigsten Dos und Don’ts aufgelistet, die aus ihrer Erfahrung introvertierten Menschen durchs Leben helfen können.PAID Smalltalk 14.20

Ja, bitte! 8 Dos, die Introvertierte empowern können

1. Sozialleben planen lernen

Wie viele Verabredungen sind für mich pro Woche okay? Wie viel Zeit brauche ich zwischen zwei Verabredungen? Diese Fragen für sich selbst beantworten zu können, sei laut Sophia Dembling wichtig für introvertierte Menschen, um darauf basierend ihre Woche zu planen. Sich nicht isolieren, aber auch nicht überfordern – ein gesundes Maß im Sozialleben zu finden, ist gar nicht so einfach, doch mit einer bewussten Planung und Selbstbeobachtung gut möglich.

2. Bewusst Ja und Nein zu Gesellschaft sagen

Für introvertierte Menschen sei es essenziell, spüren zu lernen, wann sie Gesellschaft möchten und wann nicht, so die Expertin – und das dann klar und deutlich zu kommunizieren. Und wenn es manchmal einen Moment dauert, das zu spüren: Ein „Ich melde mich bei dir“ ist als Antwort ebenso okay, wenn du die andere Person nicht zu lange auf die Rückmeldung warten lässt.

3. Sozialen Druck und Kritik an der eigenen Persönlichkeit abprallen lassen

Manche Menschen haben wenig Verständnis und wenig Geduld für introvertierte Personen und empfinden ihre Bedürfnisse als komisch oder egoistisch – und einige zeigen oder kommunizieren das recht offen. Das kann bei Introvertierten das Gefühl auslösen, sich ändern zu müssen oder nicht liebenswert zu sein. Doch diesem Gefühl liegt eine fehlerhafte Wahrnehmung zugrunde: Introvertiert zu sein ist nicht komisch oder egoistisch, sondern völlig natürlich, menschlich und ebenso gut, wie extrovertiert zu sein. Daher darfst du Kritik oder Druck, der bei dir ankommt und sich gegen deine Bedürfnisse als Introvertierte richtet, getrost ignorieren und als Unverständnis oder Unwissenheit verbuchen.

4. Menschen, die dir etwas bedeuten, ins Boot holen

Kommt diese Kritik oder der Druck wiederum von Menschen, die dir nahe stehen und etwas bedeuten, ist es wichtig, dass du versuchst, ihnen dabei zu helfen dich zu verstehen. Erkläre ihnen, wie du dich fühlst, wenn dir die Erwartungen anderer zu viel sind oder wie erschöpft du nach einem ganzen Tag unter Menschen manchmal bist. Wenn sie dich lieben, werden sie versuchen, Verständnis für deine Bedürfnisse aufzubringen.Fotostrecke: 10 Tipps für Angehörige bei Krebs 20.11

5. Bitte deine Freund:innen und Liebsten, dir zu texten, ehe sie anrufen

Spontane Anrufe können für introvertierte Menschen störend sein und sie in eine echte Zwickmühle bringen, weil sie unter Umständen mit sich hadern müssen, ob sie annehmen oder nicht. Doch das wissen andere nicht, wenn niemand es ihnen sagt. Deshalb empfiehlt die Expertin, deinen Freundeskreis einfach darüber aufzuklären: Bitte deine Liebsten, dir vorzugsweise zu texten oder Telefonate zu terminieren. Das gleiche gilt natürlich für Besuche – Spontanbesuche können teilweise noch schwieriger sein als Anrufe.

6. Überwinde dich so oft wie möglich, doch ans Telefon zu gehen

Wenn es aber doch zwischendurch am Telefon oder an der Tür klingelt, rät Sophia Dembling, sofern es halbwegs entspannt möglich ist, den Anruf anzunehmen beziehungsweise die Tür zu öffnen – denn in den meisten Fällen folgen darauf positive Erfahrungen, also gute Gespräche mit Freund:innen, ein netter Austausch mit Nachbar:innen oder Ähnliches. Diese Erfahrungen müssen nichts an deiner Persönlichkeit ändern, können aber helfen, Ängste und Stress abzubauen und entspannter zu werden.

7. Erlaube dir zu gehen, wenn dir danach ist

Wenn du auf eine Party gehst oder dich mit jemandem triffst, erlaube dir grundsätzlich, nach Hause zu gehen, wann immer du möchtest. Du musst nicht bis Mitternacht durchhalten oder mindestens zwei Stunden. Merkst du nach einer halben Stunde, dass du dich nicht wohlfühlst, verabschiedest du dich eben – die anderen sind schließlich schon groß und kommen auch ohne dich zurecht. Wenn du keine Ansprüche an dich stellst, wird es dir leichter fallen, überhaupt zuzusagen und loszugehen, so die Expertin.

8. Versuche, andere Menschen zu verstehen

Introvertiert und extrovertiert sind zwei gleichwertige, unterschiedliche Ausprägungen eines Persönlichkeitsmerkmals, beide haben Vor- und Nachteile, keines ist dem anderen überlegen. So wie du dir wünschst, dass andere Verständnis für deine Bedürfnisse aufbringen, wünschen andere sich, dass du versuchst, dich in ihre Lage zu versetzen und sie zu verstehen – oder zumindest zu akzeptieren und zu respektieren. 

Nein, danke! 4 Don’ts, die für Introvertierte besonders wichtig sind

1. Isoliere dich nicht

Ob introvertiert oder nicht – Menschen brauchen Beziehungen und soziale Kontakte, sonst werden wir einsam, krank und unglücklich. Gewöhne dir am besten eine Sozialroutine an, mit der du zurechtkommst, und dann bleib dabei, solange es sich gut anfühlt. Und: Versuche, genauso wie du Überforderung wahrnimmst, zu spüren, wenn du dich einsam fühlst.

2. Sag nicht ständig kurzfristig ab

Ab und zu kann es wirklich passieren, dass bei einer Verabredung kurzfristig etwas dazwischenkommt – und das darf auch einfach mal die Stimmung sein. Doch wenn das jedes zweite Mal geschieht (oder noch öfter), ist das einfach doof. Es geht nicht. Andere Menschen möchten sich auf dich verlassen können und wissen, woran sie sind. Daher dosiere deine Verabredungen, überlege dir gut, ob du Ja oder Nein sagst, und sage im Zweifel lieber Nein – aber sag nicht immer Ja und dann andauernd im letzten Moment doch noch ab.

3. Unterschätze oberflächliche Bekanntschaften nicht

Introvertierte Menschen tun gut daran, mit ihrer sozialen Energie zu haushalten und sich auf die Personen zu konzentrieren, die ihnen wirklich etwas bedeuten. Doch lockere Bekanntschaften können uns Vorteile bringen und unseren Horizont erweitern – daher rät Sophia Dembling davon ab, sich ihnen komplett zu verschließen. Es gibt heutzutage vergleichsweise ungefährliche Wege sich zu vernetzen, zum Beispiel via Instagram oder E-Mail, es müssen nicht immer gleich Telefonnummer und Adresse sein.

4. Erwarte nicht, dass Freund:innen immer für dich da sind

Introvertiert zu sein ist kein Freifahrtschein für eine einseitige Freundschaft, in die nur die andere Seite investiert. In jeder engen Beziehung ist es erforderlich, dass beide Seiten Kompromisse eingehen, sich um die andere Person bemühen, über ihren Schatten springen und Initiative zeigen. Du kannst von Freund:innen Verständnis erwarten und Geduld und Nachsicht – doch nur, wenn du ihnen im gleichen Maße entgegenkommst wie sie dir.

Verwendete Quelle: Psychologytoday.com

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Partner Psychologie

Psychologie: Drei Sätze, die charakterstarke Menschen nie sagen würden

Zwei Pole treffen täglich aufeinander: der Wunsch, die eigenen Gefühle zu verwirklichen, und der, mit anderen gut auszukommen. Was wäre der Idealweg der Charakterstarken?

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle auf brigtte.de.

Es ist doch so: Manchmal treffen wir Entscheidungen, und manchmal vermeiden wir Entscheidungen, die uns direkt Bauchschmerzen bereiten. Weil wir ahnen, dass sie nicht richtig sein können. Aber anstatt sie zu revidieren, versuchen wir, sie mit unserem Verstand schönzuargumentieren.

Die US-amerikanische Psychotherapeutin Amy Morin hat für „Psychology Today“ drei typische Ausreden für solche Situationen bewertet. Auf den ersten Blick klingen sie gut und vernünftig. Aber das ist auch schon der Punkt: Vernünftig ist nicht automatisch auch das Beste.PAID Psychotherapie Pfusch 14.50

1. „Ich habe es verdient, glücklich zu sein!“

Der Partner ist sauer, weil man das dritte Wochenende hintereinander ohne ihn verbringt? Natürlich ist das in Ordnung. Jeder ist dafür verantwortlich, sich selbst glücklich zu machen. Aber man muss auch unterscheiden, was langfristig und kurzfristig zufrieden macht. Und ein:e Partner:in, der/die sich übergangen fühlt, ist bestimmt kein Garant für langes Glück.

2. „Ich bin nur ehrlich!“

Jedes Wort, das wir anderen gegenüber aussprechen, bewirkt etwas. Und in einigen Fällen sollte man seine spontanen Impulse lieber zurückhalten. Zieht der Satz vielleicht die/den andere:n über die Maßen runter? Ist es respektvoll, was ich sage? Charakterstarke Menschen wissen um die Macht ihrer Worte.

3. „Es kümmert mich nicht, was andere denken.“

Auch dies kann eine Ausrede sein, um seinen Egoismus auszuleben. Der Satz kann aber auch ein Zeichen dafür sein, dass man Angst hat, sich mit anderen auseinanderzusetzen und in Konflikte zu gehen.

Was zeichnet charakterstarke Menschen stattdessen aus?

Menschen mit einem starken Charakter setzen sich mit anderen auseinander. Sie erklären, statt sich in Konflikten zurückzuziehen. Sie sind mitfühlend und wissen, dass sie einen Einfluss auf ihre Umwelt haben.

Das Gute an der Sache ist: Wir haben alle diese Fähigkeiten in uns! Sich zu streiten und liebevoll zu kommunizieren kann man lernen, allein schon dadurch, dass man sich an diese Sätze immer wieder erinnert.

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Extrovertierte Introvertierte Leitfaden Psychologie

Psychologie: Expertin empfiehlt 12 Dos und Don’ts, die Introvertierten das Leben erleichtern

Introvertierte Menschen haben in der Regel andere soziale Bedürfnisse als extrovertierte, und je besser sie sie kennen und darauf eingehen, umso entspannter und konfliktfreier kommen sie durchs Leben. Diese Dos und Don’ts einer Expertin können Introvertierten als Leitfaden dienen.

Dieser Text erschien zuerst an dieser Stelle auf brigitte.de.

Extraversion, also ob wir extrovertiert oder introvertiert sind, ist eine der fünf Eigenschaften des Big-Five-Models und gehört damit nach Einschätzung von Psycholog:innen zu den wesentlichen Merkmalen, die unsere Persönlichkeit ausmachen.

Wenn wir uns hin und wieder beobachten, über uns selbst nachdenken und unser Handeln analysieren, können wir irgendwann ganz gut einschätzen, ob wir eher zu den introvertierten Menschen gehören – also beispielsweise Zeit für uns brauchen, um Energie aufzutanken und wenig mit oberflächlichen Bekanntschaften anfangen können – oder zu den extrovertierten. Letzteres erkennen wir daran, dass wir uns gerne häufig mit Menschen umgeben und kontaktfreudig sind und uns alleine schnell einsam fühlen. Ähnlich wie wir einschätzen können, ob wir eher gewissenhaft oder schludrig, neugierig oder konservativ sind.

Doch um die eigenen Persönlichkeitsmerkmale zu wissen, heißt noch nicht, damit optimal umgehen zu können. Gerade eine gering ausgeprägte Extraversion beziehungsweise eine stark ausgeprägte Introvertiertheit kann manchmal eine Herausforderung im (Sozial-)Leben darstellen. Die Autorin und Bloggerin Sophia Dembling (The Introvert’s Way: Living a Quiet Life in a Noisy World, Introverts in Love: The Quiet Way to Happily Ever After.The Introvert’s Corner) hat die wichtigsten Dos und Don’ts aufgelistet, die aus ihrer Erfahrung introvertierten Menschen durchs Leben helfen können.PAID Smalltalk 14.20

Ja, bitte! 8 Dos, die Introvertierte empowern können

1. Sozialleben planen lernen

Wie viele Verabredungen sind für mich pro Woche okay? Wie viel Zeit brauche ich zwischen zwei Verabredungen? Diese Fragen für sich selbst beantworten zu können, sei laut Sophia Dembling wichtig für introvertierte Menschen, um darauf basierend ihre Woche zu planen. Sich nicht isolieren, aber auch nicht überfordern – ein gesundes Maß im Sozialleben zu finden, ist gar nicht so einfach, doch mit einer bewussten Planung und Selbstbeobachtung gut möglich.

2. Bewusst Ja und Nein zu Gesellschaft sagen

Für introvertierte Menschen sei es essenziell, spüren zu lernen, wann sie Gesellschaft möchten und wann nicht, so die Expertin – und das dann klar und deutlich zu kommunizieren. Und wenn es manchmal einen Moment dauert, das zu spüren: Ein „Ich melde mich bei dir“ ist als Antwort ebenso okay, wenn du die andere Person nicht zu lange auf die Rückmeldung warten lässt.

3. Sozialen Druck und Kritik an der eigenen Persönlichkeit abprallen lassen

Manche Menschen haben wenig Verständnis und wenig Geduld für introvertierte Personen und empfinden ihre Bedürfnisse als komisch oder egoistisch – und einige zeigen oder kommunizieren das recht offen. Das kann bei Introvertierten das Gefühl auslösen, sich ändern zu müssen oder nicht liebenswert zu sein. Doch diesem Gefühl liegt eine fehlerhafte Wahrnehmung zugrunde: Introvertiert zu sein ist nicht komisch oder egoistisch, sondern völlig natürlich, menschlich und ebenso gut, wie extrovertiert zu sein. Daher darfst du Kritik oder Druck, der bei dir ankommt und sich gegen deine Bedürfnisse als Introvertierte richtet, getrost ignorieren und als Unverständnis oder Unwissenheit verbuchen.

4. Menschen, die dir etwas bedeuten, ins Boot holen

Kommt diese Kritik oder der Druck wiederum von Menschen, die dir nahe stehen und etwas bedeuten, ist es wichtig, dass du versuchst, ihnen dabei zu helfen dich zu verstehen. Erkläre ihnen, wie du dich fühlst, wenn dir die Erwartungen anderer zu viel sind oder wie erschöpft du nach einem ganzen Tag unter Menschen manchmal bist. Wenn sie dich lieben, werden sie versuchen, Verständnis für deine Bedürfnisse aufzubringen.Fotostrecke: 10 Tipps für Angehörige bei Krebs 20.11

5. Bitte deine Freund:innen und Liebsten, dir zu texten, ehe sie anrufen

Spontane Anrufe können für introvertierte Menschen störend sein und sie in eine echte Zwickmühle bringen, weil sie unter Umständen mit sich hadern müssen, ob sie annehmen oder nicht. Doch das wissen andere nicht, wenn niemand es ihnen sagt. Deshalb empfiehlt die Expertin, deinen Freundeskreis einfach darüber aufzuklären: Bitte deine Liebsten, dir vorzugsweise zu texten oder Telefonate zu terminieren. Das gleiche gilt natürlich für Besuche – Spontanbesuche können teilweise noch schwieriger sein als Anrufe.

6. Überwinde dich so oft wie möglich, doch ans Telefon zu gehen

Wenn es aber doch zwischendurch am Telefon oder an der Tür klingelt, rät Sophia Dembling, sofern es halbwegs entspannt möglich ist, den Anruf anzunehmen beziehungsweise die Tür zu öffnen – denn in den meisten Fällen folgen darauf positive Erfahrungen, also gute Gespräche mit Freund:innen, ein netter Austausch mit Nachbar:innen oder Ähnliches. Diese Erfahrungen müssen nichts an deiner Persönlichkeit ändern, können aber helfen, Ängste und Stress abzubauen und entspannter zu werden.

7. Erlaube dir zu gehen, wenn dir danach ist

Wenn du auf eine Party gehst oder dich mit jemandem triffst, erlaube dir grundsätzlich, nach Hause zu gehen, wann immer du möchtest. Du musst nicht bis Mitternacht durchhalten oder mindestens zwei Stunden. Merkst du nach einer halben Stunde, dass du dich nicht wohlfühlst, verabschiedest du dich eben – die anderen sind schließlich schon groß und kommen auch ohne dich zurecht. Wenn du keine Ansprüche an dich stellst, wird es dir leichter fallen, überhaupt zuzusagen und loszugehen, so die Expertin.

8. Versuche, andere Menschen zu verstehen

Introvertiert und extrovertiert sind zwei gleichwertige, unterschiedliche Ausprägungen eines Persönlichkeitsmerkmals, beide haben Vor- und Nachteile, keines ist dem anderen überlegen. So wie du dir wünschst, dass andere Verständnis für deine Bedürfnisse aufbringen, wünschen andere sich, dass du versuchst, dich in ihre Lage zu versetzen und sie zu verstehen – oder zumindest zu akzeptieren und zu respektieren. 

Nein, danke! 4 Don’ts, die für Introvertierte besonders wichtig sind

1. Isoliere dich nicht

Ob introvertiert oder nicht – Menschen brauchen Beziehungen und soziale Kontakte, sonst werden wir einsam, krank und unglücklich. Gewöhne dir am besten eine Sozialroutine an, mit der du zurechtkommst, und dann bleib dabei, solange es sich gut anfühlt. Und: Versuche, genauso wie du Überforderung wahrnimmst, zu spüren, wenn du dich einsam fühlst.

2. Sag nicht ständig kurzfristig ab

Ab und zu kann es wirklich passieren, dass bei einer Verabredung kurzfristig etwas dazwischenkommt – und das darf auch einfach mal die Stimmung sein. Doch wenn das jedes zweite Mal geschieht (oder noch öfter), ist das einfach doof. Es geht nicht. Andere Menschen möchten sich auf dich verlassen können und wissen, woran sie sind. Daher dosiere deine Verabredungen, überlege dir gut, ob du Ja oder Nein sagst, und sage im Zweifel lieber Nein – aber sag nicht immer Ja und dann andauernd im letzten Moment doch noch ab.

3. Unterschätze oberflächliche Bekanntschaften nicht

Introvertierte Menschen tun gut daran, mit ihrer sozialen Energie zu haushalten und sich auf die Personen zu konzentrieren, die ihnen wirklich etwas bedeuten. Doch lockere Bekanntschaften können uns Vorteile bringen und unseren Horizont erweitern – daher rät Sophia Dembling davon ab, sich ihnen komplett zu verschließen. Es gibt heutzutage vergleichsweise ungefährliche Wege sich zu vernetzen, zum Beispiel via Instagram oder E-Mail, es müssen nicht immer gleich Telefonnummer und Adresse sein.

4. Erwarte nicht, dass Freund:innen immer für dich da sind

Introvertiert zu sein ist kein Freifahrtschein für eine einseitige Freundschaft, in die nur die andere Seite investiert. In jeder engen Beziehung ist es erforderlich, dass beide Seiten Kompromisse eingehen, sich um die andere Person bemühen, über ihren Schatten springen und Initiative zeigen. Du kannst von Freund:innen Verständnis erwarten und Geduld und Nachsicht – doch nur, wenn du ihnen im gleichen Maße entgegenkommst wie sie dir.

Verwendete Quelle: Psychologytoday.com

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3Sat Berufsgruppe Job Mitarbeit Persönlichkeitsstörung Psychologie Psychopathen Universität

Psychologie: In diesen zehn Jobs gibt es die meisten Psychopathen

Psychopathen sind durchsetzungsfähig und haben einen oberflächlichen Charme, lügen gern und oft, können sagenhaft gut Menschen manipulieren – und sie sind mitten unter uns. In diesen Berufen sind Psychopathen am häufigsten anzutreffen.

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Psychologie: In diesen zehn Jobs gibt es die meisten Psychopathen

Psychopathen sind durchsetzungsfähig und haben einen oberflächlichen Charme, lügen gern und oft, können sagenhaft gut Menschen manipulieren – und sie sind mitten unter uns. In diesen Berufen sind Psychopathen am häufigsten anzutreffen.

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Anerkennung Hessen München Psychologie Universität Wiesbaden

Hessen bekommt neue Hochschule: Schwerpunkt Psychologie

Mit der «Charlotte Fresenius Hochschule» ist in Wiesbaden eine neue Universität gegründet worden. Die staatliche Anerkennung der Hochschule mit Schwerpunkt Psychologie sei Mitte Dezember durch das Wissenschaftsministerium erfolgt, sagte Gründungspräsidentin Lilia Waehlert am Montag. Ab dem Sommersemester 2022 soll es in Wiesbaden und in München einen Bachelor-Studiengang Psychologie geben. Zusätzlich soll später ein Master-Studiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie folgen.

Mit der «Charlotte Fresenius Hochschule» ist in Wiesbaden eine neue Universität gegründet worden. Die staatliche Anerkennung der Hochschule mit Schwerpunkt Psychologie sei Mitte Dezember durch das Wissenschaftsministerium erfolgt, sagte Gründungspräsidentin Lilia Waehlert am Montag. Ab dem Sommersemester 2022 soll es in Wiesbaden und in München einen Bachelor-Studiengang Psychologie geben. Zusätzlich soll später ein Master-Studiengang Klinische Psychologie und Psychotherapie folgen.

Auch weitere Standorte und weitere Studienangebote im Gesundheitssektor sind in Zukunft geplant. «Das ist ein ganz wichtiger Markt. Das hat auch Corona noch mal verdeutlicht», sagte Waehlert. Ein solches privates universitäres Angebot sei unter dem Dach der Schwesterhochschule Fresenius rechtlich nicht möglich gewesen, sagte der Geschäftsführer der Hochschule Fresenius, Kai Metzner.

Gestartet werden soll an beiden Standorten mit dem Sommersemester mit jeweils 30 Studierenden. Zulassungsbeschränkungen gibt es nicht. Für den Bachelor-Studiengang fallen Metzner zufolge monatlich 900 Euro Gebühren an. Hintergrund der Neugründung sei auch die Gesetzesreform der Psychotherapeuten-Ausbildung. Diese schreibe vor, dass künftig die Approbation für Psychotherapeuten ausschließlich nach einem insgesamt fünfjährigen Universitätsstudium erteilt werden darf. Charlotte Fresenius war die Ehefrau von Carl Remigius Fresenius, dem Gründer des Chemischen Labortariums, auf das die Hochschule Fresenius zurückgeht.

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