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Tierkrankheit: Bisher über 1600 Schweinepest-Nachweise in Sachsen

Seit Ende Oktober 2020 gab es bisher 1653 Nachweise der Afrikanischen Schweinepest in den Landkreisen Görlitz, Bautzen und Meißen. Mit vereinten Kräften sei es bisher gelungen, Erkrankungen im Hausschweinebestand zu verhindern, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Samstag bei der Eröffnung der Messe „Jagd & Angeln“ auf Schloss Hubertusburg. Für Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche hat der Freistaat nach Angaben ihres Hauses bisher rund 22 Millionen Euro ausgegeben.

Seit Ende Oktober 2020 gab es bisher 1653 Nachweise der Afrikanischen Schweinepest in den Landkreisen Görlitz, Bautzen und Meißen. Mit vereinten Kräften sei es bisher gelungen, Erkrankungen im Hausschweinebestand zu verhindern, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Samstag bei der Eröffnung der Messe „Jagd & Angeln“ auf Schloss Hubertusburg. Für Maßnahmen zur Eindämmung der Tierseuche hat der Freistaat nach Angaben ihres Hauses bisher rund 22 Millionen Euro ausgegeben.

Die Seuche ist laut Köpping für Schweine haltende Betriebe dennoch existenzbedrohend, weil die Lage in Sperrzonen etwa höhere Unkosten bedeute. Und ASP breite sich aus im Wildtierbestand aus, wie Zahlen belegten. Es bedürfe weiterhin großer Anstrengungen, um die Schweine haltenden Betriebe zu schützen und „qualvolle Sterben der Wildschweine an der Seuche einzudämmen.“ Die Ministerin dankte der Jägerschaft für ihre Unterstützung.

Die Schwarzwildbestände müssten noch stärker reduziert werden, um Infektionsketten zu unterbrechen, sagte Sebastian Vogel, Leiter des ASP-Krisenstabs. Ein kürzlich ins Leben gerufenes Projekt mit dem Landesjagdverband sei „ein Meilenstein“ dafür. Klar sei, „wir brauchen alle gemeinsam einen langen Atem“.

Nach Ministeriumsangaben reicht die Sperrzone aktuell über 5136 Quadratkilometer plus 1798 Quadratkilometer Puffer von der Elbe bis zur polnischen Grenze. 609 Kilometer Zaun, teils elektrisch, sollen die Bewegungen des Schwarzwilds und damit die Verbreitung des Virus eindämmen helfen. Weitere 382 Kilometer sind im Aufbau, in Vorbereitung oder Planung.

ASP ist eine ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, sie durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung und Schuhe sowie Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden. Für Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich. Der erste Fall in Deutschland war am 10. September 2020 bestätigt worden, bei einem Wildschwein in Brandenburg.

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Berlin Brandenburg Drohne Penkun Polen Schweine Schweinepest Vorpommern Vorpommern-Greifswald Wildschwein

Vorpommern-Greifswald : Schweinepest-Funde in Polen: Keine toten Tiere in Vorpommern

Nach zwei Fällen von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Polen Ende August sind auf deutscher Seite bisher keine toten Wildtiere entdeckt worden. Wie eine Sprecherin des Kreises Vorpommern-Greifswald am Freitag sagte, hat es im September mehrere Suchaktionen nach Fallwild im Süden Vorpommerns gegeben. Mit Unterstützung von Jägern, Feuerwehrleuten und mit Drohnen sei das Gelände auf deutscher Seite zwischen der Bundesstraße 104 bei Grambow und der Landesgrenze zu Brandenburg südlich der Autobahn 11 Berlin-Stettin intensiv nach toten Wildschweinen abgesucht worden.

Nach zwei Fällen von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Polen Ende August sind auf deutscher Seite bisher keine toten Wildtiere entdeckt worden. Wie eine Sprecherin des Kreises Vorpommern-Greifswald am Freitag sagte, hat es im September mehrere Suchaktionen nach Fallwild im Süden Vorpommerns gegeben. Mit Unterstützung von Jägern, Feuerwehrleuten und mit Drohnen sei das Gelände auf deutscher Seite zwischen der Bundesstraße 104 bei Grambow und der Landesgrenze zu Brandenburg südlich der Autobahn 11 Berlin-Stettin intensiv nach toten Wildschweinen abgesucht worden.

Der Süden Vorpommerns wurde wegen der Fälle nahe dem polnischen Kolbitzow (Kolbaskow) – gegenüber von Pomellen an der A11 – als Sperrzone I, also als Pufferzone, eingestuft. „Es ist ein gutes Zeichen, dass der Landkreis bisher von der Afrikanischen Schweinepest verschont wurde“, erklärte Landrat Michael Sack (CDU).

Damit die für Schweine tödliche Tierseuche, die in Polen schon länger grassiert, nicht von dort eingeschleppt wird, hatte das Schweriner Agrarministerium 2020 einen Schutzzaun entlang der Grenze aufstellen lassen. In Mecklenburg-Vorpommern hatte es im November 2021 zum ersten Mal im Landkreis Ludwigslust-Parchim einen ASP-Fall bei Wildschweinen gegeben, die Ursache blieb unklar.

Laut Ministerium sind bisher 42 ASP-Nachweise bei Wildschweinen und ein Ausbruch in einem Tierbestand im Landkreis Rostock bekannt. ASP ist eine ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft. Für Menschen und andere Tierarten ist sie nicht gefährlich. Es gibt keine Möglichkeit, Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen.

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Berlin Brandenburg Drohne Penkun Polen Schweine Schweinepest Vorpommern Vorpommern-Greifswald Wildschwein

Vorpommern-Greifswald : Schweinepest-Funde in Polen: Keine toten Tiere in Vorpommern

Nach zwei Fällen von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Polen Ende August sind auf deutscher Seite bisher keine toten Wildtiere entdeckt worden. Wie eine Sprecherin des Kreises Vorpommern-Greifswald am Freitag sagte, hat es im September mehrere Suchaktionen nach Fallwild im Süden Vorpommerns gegeben. Mit Unterstützung von Jägern, Feuerwehrleuten und mit Drohnen sei das Gelände auf deutscher Seite zwischen der Bundesstraße 104 bei Grambow und der Landesgrenze zu Brandenburg südlich der Autobahn 11 Berlin-Stettin intensiv nach toten Wildschweinen abgesucht worden.

Nach zwei Fällen von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Polen Ende August sind auf deutscher Seite bisher keine toten Wildtiere entdeckt worden. Wie eine Sprecherin des Kreises Vorpommern-Greifswald am Freitag sagte, hat es im September mehrere Suchaktionen nach Fallwild im Süden Vorpommerns gegeben. Mit Unterstützung von Jägern, Feuerwehrleuten und mit Drohnen sei das Gelände auf deutscher Seite zwischen der Bundesstraße 104 bei Grambow und der Landesgrenze zu Brandenburg südlich der Autobahn 11 Berlin-Stettin intensiv nach toten Wildschweinen abgesucht worden.

Der Süden Vorpommerns wurde wegen der Fälle nahe dem polnischen Kolbitzow (Kolbaskow) – gegenüber von Pomellen an der A11 – als Sperrzone I, also als Pufferzone, eingestuft. „Es ist ein gutes Zeichen, dass der Landkreis bisher von der Afrikanischen Schweinepest verschont wurde“, erklärte Landrat Michael Sack (CDU).

Damit die für Schweine tödliche Tierseuche, die in Polen schon länger grassiert, nicht von dort eingeschleppt wird, hatte das Schweriner Agrarministerium 2020 einen Schutzzaun entlang der Grenze aufstellen lassen. In Mecklenburg-Vorpommern hatte es im November 2021 zum ersten Mal im Landkreis Ludwigslust-Parchim einen ASP-Fall bei Wildschweinen gegeben, die Ursache blieb unklar.

Laut Ministerium sind bisher 42 ASP-Nachweise bei Wildschweinen und ein Ausbruch in einem Tierbestand im Landkreis Rostock bekannt. ASP ist eine ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft. Für Menschen und andere Tierarten ist sie nicht gefährlich. Es gibt keine Möglichkeit, Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen.

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Bentheim BMELV Brüssel Emsbüren Emsland EU-Kommission Hannover Landkreis Emsland NDR Niedersachsen Reinigung Schweine

Maßnahmen: Ministerium: Schweinepest-Sperrzone endet am 5. Oktober

Die EU-Kommission hat nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover die Dauer der Schweinepest-Sperrzone in Niedersachsen verkürzt. Demnach fallen alle Restriktionen in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim am 5. Oktober – einen Tag früher als ursprünglich vorgesehen, wie das Ministerium auf Anfrage am Dienstag mitteilte. „Damit kann mit dem Abtransport der Schweine um Mitternacht begonnen werden.“ Eine entsprechende Bestätigung der EU-Kommission liege dem Ministerium seit Dienstag vor, hieß es. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Die EU-Kommission hat nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover die Dauer der Schweinepest-Sperrzone in Niedersachsen verkürzt. Demnach fallen alle Restriktionen in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim am 5. Oktober – einen Tag früher als ursprünglich vorgesehen, wie das Ministerium auf Anfrage am Dienstag mitteilte. „Damit kann mit dem Abtransport der Schweine um Mitternacht begonnen werden.“ Eine entsprechende Bestätigung der EU-Kommission liege dem Ministerium seit Dienstag vor, hieß es. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Anfang Juli war in einem Betrieb in Emsbüren (Landkreis Emsland) die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt worden. Nach dem Ausbruch in einem Betrieb gilt eine vorgeschriebene 90-tägige Frist mit Sperrmaßnahmen, beginnend mit der ersten Reinigung und Desinfektion des Seuchenbestands. Rings um den Hof wurde deshalb eine Schutz- und Überwachungszone eingerichtet, von der früheren Angaben zufolge 300 Betriebe mit mehr als 190.000 Tieren betroffen sind, obwohl es keinen weiteren Ausbruch gegeben hat.

Die betroffenen Landwirte haben seitdem Probleme mit der Vermarktung ihrer Schweine und warnen vor Tierschutzproblemen in den Ställen. In der Sperrzone befinden sich laut dem Landwirtschaftsministerium rund 40.000 Schweine aus rund 260 Betrieben, die dringend geschlachtet werden müssen. Mit dem Wegfall der Sperrzone könnten die überschweren Tiere normal verkauft und verarbeitet werden, hoffen die Landwirte.

„Jeder Tag zählt. Es ist gut, dass wir hartnäckig darauf hingewiesen haben, dass die ursprüngliche Termin-Festsetzung der Sperrzone durch die EU-Kommission nicht korrekt war“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) in einer Mitteilung. Da die amtliche Abnahme nach Reinigung und Desinfektion auf dem betroffenen Hof am 5. Juli erfolgte und sich in der Sperrzone keine weiteren Ausbrüche ereigneten, sei eine Vorverlegung der Frist auf den 5. Oktober vertretbar, hieß es.

NDR-Bericht

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Bentheim BMELV Brüssel Emsbüren Emsland EU-Kommission Hannover Landkreis Emsland NDR Niedersachsen Reinigung Schweine

Maßnahmen: Ministerium: Schweinepest-Sperrzone endet am 5. Oktober

Die EU-Kommission hat nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover die Dauer der Schweinepest-Sperrzone in Niedersachsen verkürzt. Demnach fallen alle Restriktionen in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim am 5. Oktober – einen Tag früher als ursprünglich vorgesehen, wie das Ministerium auf Anfrage am Dienstag mitteilte. „Damit kann mit dem Abtransport der Schweine um Mitternacht begonnen werden.“ Eine entsprechende Bestätigung der EU-Kommission liege dem Ministerium seit Dienstag vor, hieß es. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Die EU-Kommission hat nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Hannover die Dauer der Schweinepest-Sperrzone in Niedersachsen verkürzt. Demnach fallen alle Restriktionen in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim am 5. Oktober – einen Tag früher als ursprünglich vorgesehen, wie das Ministerium auf Anfrage am Dienstag mitteilte. „Damit kann mit dem Abtransport der Schweine um Mitternacht begonnen werden.“ Eine entsprechende Bestätigung der EU-Kommission liege dem Ministerium seit Dienstag vor, hieß es. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Anfang Juli war in einem Betrieb in Emsbüren (Landkreis Emsland) die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt worden. Nach dem Ausbruch in einem Betrieb gilt eine vorgeschriebene 90-tägige Frist mit Sperrmaßnahmen, beginnend mit der ersten Reinigung und Desinfektion des Seuchenbestands. Rings um den Hof wurde deshalb eine Schutz- und Überwachungszone eingerichtet, von der früheren Angaben zufolge 300 Betriebe mit mehr als 190.000 Tieren betroffen sind, obwohl es keinen weiteren Ausbruch gegeben hat.

Die betroffenen Landwirte haben seitdem Probleme mit der Vermarktung ihrer Schweine und warnen vor Tierschutzproblemen in den Ställen. In der Sperrzone befinden sich laut dem Landwirtschaftsministerium rund 40.000 Schweine aus rund 260 Betrieben, die dringend geschlachtet werden müssen. Mit dem Wegfall der Sperrzone könnten die überschweren Tiere normal verkauft und verarbeitet werden, hoffen die Landwirte.

„Jeder Tag zählt. Es ist gut, dass wir hartnäckig darauf hingewiesen haben, dass die ursprüngliche Termin-Festsetzung der Sperrzone durch die EU-Kommission nicht korrekt war“, sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) in einer Mitteilung. Da die amtliche Abnahme nach Reinigung und Desinfektion auf dem betroffenen Hof am 5. Juli erfolgte und sich in der Sperrzone keine weiteren Ausbrüche ereigneten, sei eine Vorverlegung der Frist auf den 5. Oktober vertretbar, hieß es.

NDR-Bericht

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Detmold Ermittlung Martin Botzenhardt Mastbetrieb Münster Münsterland Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Ostwestfalen Schweine Staatsanwaltschaft Tierquälerei Tierschutzbüro

Zulieferer für Westfleisch: Verdacht auf Tierquälerei: Entsetzen und Ermittlungen

Bilder von schwer verletzten Schweinen mit blutenden Wunden, Abzessen, Entzündungen. Die Aufnahmen sollen aus sieben Mastbetrieben aus NRW und Niedersachsen stammen, allesamt Zulieferer für Westfleisch. Staatsanwaltschaften ermitteln.

Aufnahmen aus Schweinmastbetrieben von kranken und schwer verletzten Tieren haben Entsetzten ausgelöst und zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen geführt. Das Deutsche Tierschutzbüro veröffentlichte Bildmaterial, das drastische Missstände in Mastbetrieben zeigt.

Bei sechs von ihnen soll es sich um Betriebe in Nordrhein-Westfalen handeln – Münsterland und Ostwestfalen – einer sitze in Niedersachsen. Allesamt seien sie Zulieferer von Westfleisch, einem der deutschlandweit größten Schweineschlachter mit mehreren Millionen Schlachttieren pro Jahr und einem Milliarden-Umsatz.

Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gegen drei Schweinemastbetriebe. Ausgangspunkt seien Anzeigen des Deutschen Tierschutzbüros, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Mittwoch. Den Anzeigen seien USB-Sticks mit Fotos beigefügt, die aktuell geprüft würden. Bei der Staatsanwaltschaft in Detmold hieß es, Anfang Juli sei Videomaterial eingegangen, das Tiere mit „nicht oder nicht sachgerecht behandelten Verletzungen“ zeige. „Nach Sichtung des Videomaterials ergab sich ein Anfangsverdacht wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz“, schilderte ein Sprecher mit Blick auf einen Betrieb.

Die Unternehmensgruppe Westfleisch zeigte sich betroffen und kündigte mehrere Maßnahmen an. Man nehme die Vorwürfe gegen die einzelnen Tierhalter sehr ernst und gehe ihnen „mit aller Entschiedenheit“ nach, betonte Westfleisch auf dpa-Anfrage. „Bis zur endgültigen Klärung aller Vorwürfe behalten wir uns sanktionierende Maßnahmen bis hin zur Kündigung der Lieferverträge vor.“

Für das Unternehmen in Münster stehen nun nach eigenen Angaben vor allem drei Schritte im Fokus: „Erstens kontrollieren wir aktuell jeden betroffenen Betrieb und führen dabei ein umfangreiches Sonder-Monitoring durch.“ Zweitens sollten kurzfristig alle Lieferbetriebe besichtigt und die Zustände dort genau dokumentiert werden – auch, um „die generell hervorragende Arbeit unserer über 3000 Vertragspartner nicht in Misskredit“ geraten zu lassen. Zudem werde Westfleisch sein Kontrollnetz erweitern.

„Für uns steht das Wohlergehen der gehaltenen Tiere immer an erster Stelle“, hieß es. Und: „Transportunfähige und schlachtunfähige Tiere wurden und werden in Westfleisch-Betrieben definitiv nicht zur Schlachtung angenommen.“

In den Aufnahmen sind unter anderem Schweine mit offenen Wunden, mit Abszessen oder Entzündungen zu sehen, blutende Tiere, mitunter auch tote oder bereits verweste Schweine im Stall. Den Vorwürfen zufolge sollen Tiere in einigen Fällen beim Abtransport mit Elektroschockern misshandelt worden sein. Einige der Mastbetriebe sollen dem Tierschutzbüro zufolge EU-Fördergelder in sechsstelliger Höhe erhalten haben, berichtete der Vorsitzende Jan Peifer. Die Bilder seien dem Tierschutzbüro in den vergangenen Monaten zugespielt worden.

Aus dem NRW-Landwirtschaftsministerium hieß es, bereits im Frühsommer seien bei den betroffenen Kreisen anonyme Hinweise auf tierschutzrechtliche Verstöße eingegangen. Daraufhin habe es unverzüglich unangekündigte Kontrollen gegeben. „Dabei haben sich die angezeigten Verstöße in vier von sechs Fällen bestätigt“, teilte ein Sprecher in Düsseldorf zu den Vorwürfen gegen die NRW-Mastbetriebe mit. Es handele sich überwiegend um Verstöße beim Umgang mit kranken oder verletzten Tieren – etwa nicht erfolgte tierärztliche Behandlungen oder Nottötungen oder auch eine unterbliebene Separierung dieser Tiere.

Die zuständigen Behörden sorgten laut Ministerium dafür, dass die tierschutzwidrigen Zustände unverzüglich beseitigt wurden. Es seien auch Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Zudem liegen dem Ministerium nun auch die Videoaufnahmen der Tierschützer vor, die die mutmaßlichen Verstöße in Betrieben in den Kreisen Borken, Lippe, Paderborn, Soest, Steinfurt und Warendorf dokumentieren sollen. Das Material werde ausgewertet und analysiert, um die amtliche Aufklärung zu beschleunigen.

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Detmold Ermittlung Martin Botzenhardt Mastbetrieb Münster Münsterland Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Ostwestfalen Schweine Staatsanwaltschaft Tierquälerei Tierschutzbüro

Westfleisch: Vorwürfe der Tierquälerei: Ermittlungen und Kontrollen

Bilder von schwer verletzten Schweinen mit blutenden Wunden, Abzessen, Entzündungen. Die Aufnahmen sollen aus sieben Mastbetrieben aus NRW und Niedersachsen stammen, allesamt Zulieferer für Westfleisch. Staatsanwaltschaften ermitteln.

Aufnahmen aus Schweinmastbetrieben von kranken und schwer verletzten Tieren haben Entsetzten ausgelöst und zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen geführt. Das Deutsche Tierschutzbüro veröffentlichte Bildmaterial, das drastische Missstände in Mastbetrieben zeigt. Bei sechs von ihnen soll es sich um Betriebe in Nordrhein-Westfalen handeln – Münsterland und Ostwestfalen – einer sitze in Niedersachsen. Allesamt seien sie Zulieferer von Westfleisch, einem der deutschlandweit größten Schweineschlachter mit mehreren Millionen Schlachttieren pro Jahr und einem Milliarden-Umsatz.

Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gegen drei Schweinemastbetriebe. Ausgangspunkt seien Anzeigen des Deutschen Tierschutzbüros, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Mittwoch. Den Anzeigen seien USB-Sticks mit Fotos beigefügt, die aktuell geprüft würden. Bei der Staatsanwaltschaft in Detmold hieß es, Anfang Juli sei Videomaterial eingegangen, das Tiere mit „nicht oder nicht sachgerecht behandelten Verletzungen“ zeige. „Nach Sichtung des Videomaterials ergab sich ein Anfangsverdacht wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz“, schilderte ein Sprecher mit Blick auf einen Betrieb.

Die Unternehmensgruppe Westfleisch zeigte sich betroffen und kündigte mehrere Maßnahmen an. Man nehme die Vorwürfe gegen die einzelnen Tierhalter sehr ernst und gehe ihnen „mit aller Entschiedenheit“ nach, betonte Westfleisch auf dpa-Anfrage. „Bis zur endgültigen Klärung aller Vorwürfe behalten wir uns sanktionierende Maßnahmen bis hin zur Kündigung der Lieferverträge vor.“

Für das Unternehmen in Münster stehen nun nach eigenen Angaben vor allem drei Schritte im Fokus: „Erstens kontrollieren wir aktuell jeden betroffenen Betrieb und führen dabei ein umfangreiches Sonder-Monitoring durch.“ Zweitens sollten kurzfristig alle Lieferbetriebe besichtigt und die Zustände dort genau dokumentiert werden – auch, um „die generell hervorragende Arbeit unserer über 3000 Vertragspartner nicht in Misskredit“ geraten zu lassen. Zudem werde Westfleisch sein Kontrollnetz erweitern.

„Für uns steht das Wohlergehen der gehaltenen Tiere immer an erster Stelle“, hieß es. Und: „Transportunfähige und schlachtunfähige Tiere wurden und werden in Westfleisch-Betrieben definitiv nicht zur Schlachtung angenommen.“

In den Aufnahmen sind unter anderem Schweine mit offenen Wunden, mit Abszessen oder Entzündungen zu sehen, blutende Tiere, mitunter auch tote oder bereits verweste Schweine im Stall. Den Vorwürfen zufolge sollen Tiere in einigen Fällen beim Abtransport mit Elektroschockern misshandelt worden sein. Einige der Mastbetriebe sollen dem Tierschutzbüro zufolge EU-Fördergelder in sechsstelliger Höhe erhalten haben, berichtete der Vorsitzende Jan Peifer. Die Bilder seien dem Tierschutzbüro in den vergangenen Monaten zugespielt worden.

Aus dem NRW-Landwirtschaftsministerium hieß es, bereits im Frühsommer seien bei den betroffenen Kreisen anonyme Hinweise auf tierschutzrechtliche Verstöße eingegangen. Daraufhin habe es unverzüglich unangekündigte Kontrollen gegeben. „Dabei haben sich die angezeigten Verstöße in vier von sechs Fällen bestätigt“, teilte ein Sprecher in Düsseldorf zu den Vorwürfen gegen die NRW-Mastbetriebe mit. Es handele sich überwiegend um Verstöße beim Umgang mit kranken oder verletzten Tieren – etwa nicht erfolgte tierärztliche Behandlungen oder Nottötungen oder auch eine unterbliebene Separierung dieser Tiere.

Die zuständigen Behörden sorgten laut Ministerium dafür, dass die tierschutzwidrigen Zustände unverzüglich beseitigt wurden. Es seien auch Bußgeldverfahren eingeleitet worden. Zudem liegen dem Ministerium nun auch die Videoaufnahmen der Tierschützer vor, die die mutmaßlichen Verstöße in Betrieben in den Kreisen Borken, Lippe, Paderborn, Soest, Steinfurt und Warendorf dokumentieren sollen. Das Material werde ausgewertet und analysiert, um die amtliche Aufklärung zu beschleunigen.

Infos Deutsches Tierschutzbüro

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Detmold Münster Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Schweine Tierquälerei Unternehmensgruppe

Bilder von kranken Schweinen: Verdacht auf Tierquälerei: Westfleisch kündigt Maßnahmen an

Bilder von kranken und verletzten Schweinen haben massive Missstände bei Westfleisch-Zuliefererbetrieben offengelegt. Die Unternehmensgruppe zeigt sich betroffen und will nun Konsequenzen ziehen.

Die Unternehmensgruppe Westfleisch hat sich schockiert über Bilder von kranken und verletzten Schweinen gezeigt und mehrere Maßnahmen angekündigt. „Die Aufnahmen machen auch uns betroffen“, betonte Westfleisch auf dpa-Anfrage am Mittwoch. Man nehme die Vorwürfe gegen die einzelnen Tierhalter sehr ernst und gehen ihnen „mit aller Entschiedenheit“ nach.

Das Deutsche Tierschutzbüro hatte Bilder mit massiven Missständen gezeigt, die aus sieben Westfleisch-Zulieferbetrieben stammen sollen. Sechs seien in Nordrhein-Westfalen ansässig, einer in Niedersachsen.

„Bis zur endgültigen Klärung aller Vorwürfe behalten wir uns sanktionierende Maßnahmen bis hin zur Kündigung der Lieferverträge vor“, betonte das Unternehmen in Münster. „Für uns steht das Wohlergehen der gehaltenen Tiere immer an erster Stelle.“ Grundsätzlich würden Zulieferbetriebe regelmäßig überprüft. Wer die Qualitätskriterien nicht erfülle, scheide als Zulieferer aus. „Transportunfähige und schlachtunfähige Tiere wurden und werden in Westfleisch-Betrieben definitiv nicht zur Schlachtung angenommen.“

Westfleisch will Kontrollnetz erweitern

Für Westfleisch stehen nun nach eigenen Angaben vor allem drei Schritte im Fokus: „Erstens kontrollieren wir aktuell jeden betroffenen Betrieb und führen dabei ein umfangreiches Sonder-Monitoring durch.“ Zweitens sollten kurzfristig alle Lieferbetriebe besichtigt werden, dabei werde der Status quo genau dokumentiert. Das sei auch wichtig, damit die „generell hervorragende Arbeit unserer über 3000 Vertragspartner nicht in Misskredit“ gerate. Zudem werde Westfleisch sein Kontrollnetz erweitern.

Das Unternehmen ist mit mehreren Millionen Schlachttieren pro Jahr und einem Milliarden-Umsatz einer der größten Schweineschlachter in Deutschland. Zu den aktuellen Vorwürfen hieß es weiter von Westfleisch, die Veterinärämter kontrollieren die betroffenen Betriebe. „Informationen zu einer amtlichen Sperre liegen uns nicht vor.“ Mehrere Staatsanwaltschaften ermitteln wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. In den Aufnahmen sind unter anderem Schweine mit offenen Wunden oder auch blutende Tiere zu sehen, mitunter tote oder bereits verweste Schweine. Den Vorwürfen zufolge sollen Tiere in einigen Fällen beim Abtransport mit Elektroschockern misshandelt worden sein.

Infos Deutsches Tierschutzbüro

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Detmold Ermittlung Münster NRW Schweine Schweinemastbetrieb Staatsanwaltschaft Tierquälerei Tierschutzbüro Videomaterial

Lippe: Vorwürfe gegen Schweinemastbetriebe: Ermittlungen in Detmold

Nach Vorwürfen über Tierquälerei in mehreren Schweinemastbetrieben vor allem in NRW ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in Detmold. Anfang Juli sei Videomaterial bei der Behörde eingegangen, das Tiere mit „nicht oder nicht sachgerecht behandelten Verletzungen“ zeige, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. „Nach Sichtung des Videomaterials ergab sich ein Anfangsverdacht wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.“ Man habe das zuständige Veterinäramt beim Kreis Lippe eingeschaltet. Zur „ergänzenden Bewertung“ werde dem beschuldigten Betrieb nun Gelegenheit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Nach Vorwürfen über Tierquälerei in mehreren Schweinemastbetrieben vor allem in NRW ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in Detmold. Anfang Juli sei Videomaterial bei der Behörde eingegangen, das Tiere mit „nicht oder nicht sachgerecht behandelten Verletzungen“ zeige, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. „Nach Sichtung des Videomaterials ergab sich ein Anfangsverdacht wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.“ Man habe das zuständige Veterinäramt beim Kreis Lippe eingeschaltet. Zur „ergänzenden Bewertung“ werde dem beschuldigten Betrieb nun Gelegenheit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Auch die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz – gegen drei Schweinemastbetriebe. Ausgangspunkt seien Anzeigen des Deutschen Tierschutzbüros, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Den Anzeigen seien USB-Sticks mit Fotos beigefügt, die derzeit geprüft würden.

Dem Deutschen Tierschutzbüro liegt nach eigenen Angaben aus sieben „zufällig ausgewählten“ Zulieferbetrieben Bildmaterial vor, das drastische Missstände in den Schweinemastbetrieben zeige. Das Material sei dem Tierschutzbüro zugespielt worden. Sechs der Mastbetriebe befänden sich im Münsterland und Ostwestfalen, einer in Niedersachsen. In allen Fällen handle es sich um Zulieferer des Unternehmens Westfleisch in Münster. Dieses gehört mit mehreren Millionen Schlachttieren pro Jahr und einem Milliarden-Umsatz zu den größten Schweineschlachtern in Deutschland. Von Westfleisch kam zunächst keine Stellungnahme auf eine dpa-Anfrage.

Die Videoaufnahmen, die laut Tierschutzbüro in den vergangenen Monaten entstanden waren, sollen unter anderem Schweine mit offenen Wunden zeigen, teils verletzte, blutende Tiere, von denen manche nicht mehr aus eigener Kraft hochkommen. Auch tote oder bereits verweste Schweine sind zwischen den Masttieren zu sehen. In einigen Fällen würden Tiere beim Abtransport mit Elektroschockern misshandelt, hieß es beim Tierschutzbüro. Alle zuständigen Veterinärämter seien informiert worden.

Infos Deutsches Tierschutzbüro

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Detmold Ermittlung Münster NRW Schweine Schweinemastbetrieb Staatsanwaltschaft Tierquälerei Tierschutzbüro Videomaterial

Lippe: Vorwürfe gegen Schweinemastbetriebe: Ermittlungen in Detmold

Nach Vorwürfen über Tierquälerei in mehreren Schweinemastbetrieben vor allem in NRW ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in Detmold. Anfang Juli sei Videomaterial bei der Behörde eingegangen, das Tiere mit „nicht oder nicht sachgerecht behandelten Verletzungen“ zeige, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. „Nach Sichtung des Videomaterials ergab sich ein Anfangsverdacht wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.“ Man habe das zuständige Veterinäramt beim Kreis Lippe eingeschaltet. Zur „ergänzenden Bewertung“ werde dem beschuldigten Betrieb nun Gelegenheit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Nach Vorwürfen über Tierquälerei in mehreren Schweinemastbetrieben vor allem in NRW ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in Detmold. Anfang Juli sei Videomaterial bei der Behörde eingegangen, das Tiere mit „nicht oder nicht sachgerecht behandelten Verletzungen“ zeige, berichtete ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. „Nach Sichtung des Videomaterials ergab sich ein Anfangsverdacht wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.“ Man habe das zuständige Veterinäramt beim Kreis Lippe eingeschaltet. Zur „ergänzenden Bewertung“ werde dem beschuldigten Betrieb nun Gelegenheit gegeben, sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Auch die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz – gegen drei Schweinemastbetriebe. Ausgangspunkt seien Anzeigen des Deutschen Tierschutzbüros, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Den Anzeigen seien USB-Sticks mit Fotos beigefügt, die derzeit geprüft würden.

Dem Deutschen Tierschutzbüro liegt nach eigenen Angaben aus sieben „zufällig ausgewählten“ Zulieferbetrieben Bildmaterial vor, das drastische Missstände in den Schweinemastbetrieben zeige. Das Material sei dem Tierschutzbüro zugespielt worden. Sechs der Mastbetriebe befänden sich im Münsterland und Ostwestfalen, einer in Niedersachsen. In allen Fällen handle es sich um Zulieferer des Unternehmens Westfleisch in Münster. Dieses gehört mit mehreren Millionen Schlachttieren pro Jahr und einem Milliarden-Umsatz zu den größten Schweineschlachtern in Deutschland. Von Westfleisch kam zunächst keine Stellungnahme auf eine dpa-Anfrage.

Die Videoaufnahmen, die laut Tierschutzbüro in den vergangenen Monaten entstanden waren, sollen unter anderem Schweine mit offenen Wunden zeigen, teils verletzte, blutende Tiere, von denen manche nicht mehr aus eigener Kraft hochkommen. Auch tote oder bereits verweste Schweine sind zwischen den Masttieren zu sehen. In einigen Fällen würden Tiere beim Abtransport mit Elektroschockern misshandelt, hieß es beim Tierschutzbüro. Alle zuständigen Veterinärämter seien informiert worden.

Infos Deutsches Tierschutzbüro

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