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Gladbach-Abgänge im Check: Ginter und Embolo bereits Leistungsträger

Matthias Ginter ist nach seinem Transfer von Gladbach zu Freiburg direkt ein Leistungsträger geworden: Auch für Embolo und Benes läuft es nicht schlecht

Borussia Mönchengladbach ist nach einer enttäuschenden Saison wieder in der Spur und scheint ein Wörtchen um die internationalen Plätze mitspielen zu können. Mit Neuverpflichtungen wie Itakura und Weigl ist es den Fohlen gut gelungen, die Abgänge des ein oder anderen Spielers zu kompensieren, wobei hierbei angemerkt werden muss, dass die meisten Stars geblieben sind. Wir werfen einen Blick auf die Akteure, die den Fohlen jedoch den Rücken gekehrt haben.

1. Matthias Ginter

Der Innenverteidiger ist etwas überraschend zum SC Freiburg und nicht zu einem großen Verein gewechselt. Die Breisgauer spielen jedoch auch dank Ginter ganz oben mit, der seit seiner Rückkehr zu den Leistungsträgern gehört und seine enttäuschende Vorsaison vergessen macht. Ginter überzeugt nicht nur durch seine gewohnt stabile Abwehrleistung, sondern war auch vor dem gegnerischen Tor bereits ein echter Faktor. Der Abwehrspieler kommt mit zwei Toren und drei Vorlagen auf insgesamt fünf Scorer in der Bundesliga und der Europa League. Bislang hat sich der Transfer sowohl für Spieler, als auch Verein gelohnt.

2. Breel Embolo

Der Angreifer aus der Schweiz hat sich für 12,5 Millionen Euro der AS Monaco angeschlossen. Dort hat der 25-Jährige einen ordentlichen Start hingelegt. Embolo ist Stammspieler und konnte wettbewerbsübergreifend drei Tore erzielen, was noch keiner Mega-Quote entspricht, aber doch ein Anfang ist. Zudem hat sich der verletzungsanfällige Spieler bislang keinerlei Blessuren zugezogen und war an jedem Spieltag einsatzbereit.

3. Laszlo Benes

Der Mittelfeldspieler ist zum HSV gewechselt, um dem Hamburger Spiel Struktur und spielerische Klasse zu verleihen. Der Neuzugang verlor jedoch nach den ersten beiden Spieltagen seinen Platz in der ersten Elf und kam seitdem größtenteils als Joker zum Zuge. Mit einem Treffer und zwei Vorlagen konnte er sich jedoch wieder für die Startelf empfehlen und durfte am 9. Spieltag erstmals wieder von Beginn an ran. Die Konkurrenz im HSV-Mittelfeld ist stark, das bekommt auch Benes zu spüren. Dennoch konnte er schon seinen Teil für Tabellenplatz eins beitragen.

4. Andreas Poulsen

Der dänische Linksverteidiger hat in Gladbach nie eine größere Rolle gespielt und hat den Klub demnach ablösefrei verlassen. Seit dem Sommer kickt der 22-Jährige in der dänischen Heimat für Aalborg BK. Dort ist Poulsen zwar Stammspieler, jedoch läuft es für seinen neuen Arbeitgeber überhaupt nicht rund. Derzeit belegt Aalborg nur Rang elf von zwölf Teams.

5. Jordan Beyer

Der junge Abwehrspieler kickt per Leihe beim FC Burnley in der Championship. Dort hat der 22-Jährige bereits sein Startelf-Debüt gegeben und wird wohl auch in den kommenden Spielen erste Wahl sein. Viel kann man zum jungen Abwehrspieler ansonsten nicht sagen, weil er erst kurz vor Transferschluss verliehen wurde.

6. Moritz Nicolas

Der 24-jährige Torhüter wurde in die zweite holländische Liga zu Roda JC verliehen. Dort ist der junge Torhüter seit dem dritten Spieltag gesetzt, musste in den letzten beiden Spielen jedoch fünfmal hinter sich greifen.

7. Jonas Kersken

Der 22-Jährige Schlussmann ist seit dem Sommer als Leihspieler für den SV Meppen im Einsatz. Dort ist Kersken Stammspieler und hat in neun Drittliga-Spielen 15 Gegentore kassiert.

8. Keanan Bennetts

Bennetts wechselte im Sommer 2020 von der Insel nach Gladbach, absolvierte aber fast ausschließlich Spiele für die Reservemannschaft. In der Bundesliga kam der 23-Jährige lediglich fünfmal zum Einsatz. Der offensive Mittelfeldspieler hat die Fohlen in diesem Sommer verlassen, ist aktuell aber noch vereinslos. Der Linksfuß trainierte zwei Wochen mit Darmstadt, jedoch nahmen ihn die Lilien letztlich nicht unter Vertrag. Die Suche muss also weitergehen.

Alles zu Gladbach bei 90min:

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Antonio Rüdiger BVB Christian Günter David Raum DFB-Team England FC BAyern Hansi Flick Ilkay Gündogan Joshua Kimmich Leon Goretzka Matthias Ginter Nations League Nico Schlotterbeck Niklas Süle Oman Philipp Lahm Robin Gosen Thilo Kehrer Ungarn

DFB-Team bereit für die WM? 5 Problemstellen, die nach Antworten verlangen!

Hansi Flick hat noch einige Fragen vor der WM zu klären: Die Länderspiele des DFB-Teams gegen England und Ungarn werden hoffentlich Aufschlüsse liefern.

Nur noch zwei Spiele in der Nations League gegen Ungarn und England stehen an, ehe das DFB-Team ins WM-Abenteuer startet. Zwar wartet kurz vor dem Turnierstart noch ein Test gegen den Oman, jedoch sollten die wichtigsten Fragen bis dahin längst geklärt sein. Noch sind allerdings eine ganze Menge an Fragen offen, die praktisch jeden Mannschaftsteil betreffen. Hansi Flick hat schwere Entscheidungen zu treffen und wir hoffen natürlich, dass wir nach den Spielen gegen Ungarn und England ein wenig mehr Klarheit über die fünf folgenden ungelösten Problempunkte haben.

1. Rechtsverteidiger-Problem ungelöst

Das Problem in der deutschen Rechtsverteidigung ist seit dem Karriereende von Philipp Lahm präsent und scheint derzeit nicht zu lösen zu sein. Klar ist jedenfalls, dass Joshua Kimmich nicht nochmal rechts hinten auflaufen wird. Dies hat bereits bei der EM nicht funktioniert und würde zudem für zu viel Unruhe sorgen.

Während auf links David Raum regelmäßig starke Leistungen bringt und mit Robin Gosens sowie Christian Günter zwei Alternativen bereitstehen, gibt es auf rechts schlichtweg keinen geeigneten Spieler. Lukas Klostermann, der kurzzeitig die Nase vorne hatte, fehlt verletzt und müsste erst noch rechtzeitig in Top-Form kommen. Den eigenen Ansprüchen hinterher hinkt weiterhin Ridle Baku und auch ein Benjamin Henrichs zeigte zuletzt durchwachsene Leistungen. Der Leipziger ist wohl der einzige gelernte Rechtsverteidiger, der aktuell in Frage kommt, spielt bei RB aber auch nicht immer und vor allem nicht immer gut.

Naheliegend wäre demnach, dass ein gelernter Innenverteidiger die Rolle übernimmt und das DFB-Team ähnlich wie der FC Bayern asynchron aufläuft. Zur Wahl stünden Thilo Kehrer, Matthias Ginter, Antonio Rüdiger, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle. Dabei kann man Schlotterbeck als Linksfuß und Rüdiger als geplanter Abwehr-Chef wohl ausschließen. Bei Thilo Kehrer reicht es eigentlich leistungstechnisch nicht für die Startelf. Süle und Ginter wären Optionen, sind aber offensiv ein Stück weit limitiert und werden Probleme gegen schnelle und dribbelstarke Gegner haben.

Flick könnte natürlich auch mit Hofmann rechts hinten spielen, jedoch ist das Duo Raum und Hofmann in der Außenverteidigung zu offensiv. Zudem ist gerade der Gladbacher nicht als guter Zweikämpfer bekannt und eine gute Option für die offensiven Außen.

2. Süle oder Schlotterbeck neben Rüdiger?

Ähnlich wie beim BVB konkurrieren Niklas Süle und Nico Schlotterbeck um einen Stammplatz in der Innenverteidigung. Schlotterbeck erwischte den deutlich besseren Start in Dortmund und schien an dem zu Beginn auch verletzten Süle vorbeizuziehen. Inzwischen hat aber Süle aufgeholt und Schlotterbeck den ein oder anderen Fehler gemacht. Die kommenden Wochen bis zur Winterpause dürften definitiv interessant werden.

Derjenige, der beim BVB die bessere Performance hinlegt und konstant in der Startelf steht, hat auch im DFB-Team bessere Karten. Einen kleinen Bonus hat wohl der erfahrenere Süle derzeit noch. In Stein gemeißelt ist sein Platz aber nicht. Es könnten rein theoretisch auch beide spielen, zumal Süle ja ein Kandidat für die Rechtverteidigung wäre.

3. Bekommt die Fünferkette noch eine Chance?

Die Nationalmannschaft konnte mit Fünferkette bislang nur sehr selten überzeugen und auch Hansi Flick ist eher ein Verfechter der Viererkette. Trotzdem besteht das Problem des fehlenden Rechtsverteidigers. Mit einer Dreierkette und zwei Schienenspielern müsste man hingegen nicht lange darüber nachdenken, welche Personalentscheidungen zu treffen sind. Das Abwehr-Trio Süle, Rüdiger, Schlotterbeck würde von Hofmann auf rechts und Raum oder Gosens auf links flankiert werden. Somit hätte man zwei offensiv ausgerichtete Schienenspieler, die ihre Qualitäten auch einsetzen können.

Man darf gespannt sein, ob Hansi Flick in den Nations-League-Spielen eine solche Formation nochmal testet. In Summe ist das unwahrscheinlich, jedoch schadet es nie, zwei Optionen zu haben.

4. Wer spielt neben Joshua Kimmich?

Joshua Kimmich ist im Mittelfeld-Zentrum natürlich gesetzt. Stellt sich jedoch noch die Frage, wer der Nebenmann von Kimmich wird und ob eine Doppelsechs oder ein System mit einem Sechser und zwei Achtern zielführender ist.

Mit Ilkay Gündogan, Leon Goretzka und Jamal Musiala stehen drei Akteure zur Verfügung, die sicherlich gerne einen Stammplatz innehätten. Bei den kommenden Nations-League-Spielen kann Leon Goretzka Corona-bedingt nicht mitmischen, weshalb Flick eigentlich nur eine Variante bleibt.

Aufgrund der Tatsache, dass sowohl ein Duo Kimmich & Gündogan, als auch ein Duo Kimmich & Musiala zu offensiv ist, bleibt wohl nur die Möglichkeit, alle drei Spieler aufzustellen. Kimmich würde den Part auf der Sechs übernehmen, während Gündogang und Musiala auf der Acht ein wenig offensiver agieren könnten. Von den fußballerischen Fähigkeiten ist diese Zusammenstellung natürlich großartig. Alle drei Spieler sind enorm pass- und spielstark und besitzen mit ihrer Kreativität und Torgefahr auch Fähigkeiten, die Spiele entscheiden können. Problem bei der Sache ist lediglich, dass ein zweikampfstarker und robuster Abräumer fehlt und zumindest Kimmich sich in der Offensive zurückhalten müsste, was ihm nicht ganz so leicht fällt.

Leon Goretzka wird demnach in den Planungen sicherlich eine Rolle spielen. Der 27-Jährige ist körperlich deutlich robuster und auch Größer als die genannten Spieler und dadurch defensiv von den genannten Akteuren der stärkste. Fraglich ist aber, ob der frühere Schalker bis zur WM seinen Rhythmus und seine Form findet. Mit Goretzka könnte Deutschland wieder mit einer Doppel-Sechs spielen. Problematisch ist dabei jedoch, dass Goretzka spielerisch zuletzt einiges vermissen ließ und auch seine Distanzschüsse selten Wirkung zeigten. Goretzka ist ein Bremsklotz für das Passspiel und hält Kimmich durch seine Ausflüge nach vorne nicht den Rücken frei. Dieser wäre also erneut dazu gezwungen, defensiv zu denken.

Die einzige Möglichkeit, dem Offensiv-Drang von Kimmich freien Lauf zu lassen wäre es, einen anderen Spielertypen im Mittelfeld zu installieren. Hier könnte man über Julian Weigl nachdenken. Der Sechser hat in Gladbach bislang sowohl mit, als auch gegen den Ball einen guten Eindruck gemacht. Anders als Goretzka hält Weigl meist seine Position in der Zentrale und würde dem Team dadurch Stabilität verleihen, selbst wenn er kein richtiger Abräumer ist. Weigl auf der Sechs und Kimmich plus Gündogan/Goretzka/Musiala auf der Acht wäre in Summe stimmig. Dabei würde man aber auch viel Klasse auf der Bank lassen. Es ist unwahrscheinlich, dass Flick über einen solchen Schachzug nachdenkt, zumal Weigl nicht nominiert worden ist.

Für das Trio Kimmich, Gündogan und Musiala besteht in den nächsten beiden Spielen die Chance, sich vielleicht schon ein wenig festzuspielen.

5. Anordnung & Personal in der Offensive

Ähnlich schwierig wie im zentralen Mittelfeld, ist auch die Frage nach dem Personal und der Anordnung im Offensivbereich. Auch Julian Nagelsmann hat derzeit beim FC Bayern Probleme damit, die richtigen Spieler auf den richtigen Positionen aufzustellen. Zudem wäre da noch das Problem, dass es keinen klassischen Neuner gibt. Havertz erklärte zwar, sich auf der Neun sehr wohl zu fühlen, jedoch ist seine Torquote beim FC Chelsea (24 Tore in 100 Spielen) nicht gerade überragend. Gleiches gilt für seine Effizienz in der Nationalmannschaft (8 Tore in 28 Spielen).

Fakt ist aber eben auch, dass es bei Timo Werner an Treffsicherheit fehlt, Serge Gnabry nicht in Form und Thomas Müller kein Mittelstürmer ist. Unter Hansi Flick wird Müller dennoch gesetzt sein. Im 4-2-3-1 dürfte er auf der Zehn und im 4-3-3 auf halbrechts spielen. Ein 4-3-3 würden wohl Sané auf links und Havertz/Werner auf der Neun ergänzen. Im 4-2-3-1 würde rechts womöglich Hofmann ins Team rücken. Jamal Musiala, der in diesem Fall wohl nicht im Mittelfeld-Zentrum agieren würde, hätte aber die Möglichkeit für Sané oder den soeben genannten Hofmann zu starten. Prinzipiell darf man natürlich auch Serge Gnabry nicht abschreiben.

Eine funktionierende Offensive aufzustellen, ist für Flick das wohl größte Hexenwerk. Die kommenden Länderspiele werden interessante Einblicke liefern, weil alle Kandidaten nominiert wurden und fit sind. Doch auch die weiteren Entwicklungen beim FC Bayern werden eine Rolle spielen.

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DFB-Team bereit für die WM? 5 Problemstellen, die nach Antworten verlangen!

Hansi Flick hat noch einige Fragen vor der WM zu klären: Die Länderspiele des DFB-Teams gegen England und Ungarn werden hoffentlich Aufschlüsse liefern.

Nur noch zwei Spiele in der Nations League gegen Ungarn und England stehen an, ehe das DFB-Team ins WM-Abenteuer startet. Zwar wartet kurz vor dem Turnierstart noch ein Test gegen den Oman, jedoch sollten die wichtigsten Fragen bis dahin längst geklärt sein. Noch sind allerdings eine ganze Menge an Fragen offen, die praktisch jeden Mannschaftsteil betreffen. Hansi Flick hat schwere Entscheidungen zu treffen und wir hoffen natürlich, dass wir nach den Spielen gegen Ungarn und England ein wenig mehr Klarheit über die fünf folgenden ungelösten Problempunkte haben.

1. Rechtsverteidiger-Problem ungelöst

Das Problem in der deutschen Rechtsverteidigung ist seit dem Karriereende von Philipp Lahm präsent und scheint derzeit nicht zu lösen zu sein. Klar ist jedenfalls, dass Joshua Kimmich nicht nochmal rechts hinten auflaufen wird. Dies hat bereits bei der EM nicht funktioniert und würde zudem für zu viel Unruhe sorgen.

Während auf links David Raum regelmäßig starke Leistungen bringt und mit Robin Gosens sowie Christian Günter zwei Alternativen bereitstehen, gibt es auf rechts schlichtweg keinen geeigneten Spieler. Lukas Klostermann, der kurzzeitig die Nase vorne hatte, fehlt verletzt und müsste erst noch rechtzeitig in Top-Form kommen. Den eigenen Ansprüchen hinterher hinkt weiterhin Ridle Baku und auch ein Benjamin Henrichs zeigte zuletzt durchwachsene Leistungen. Der Leipziger ist wohl der einzige gelernte Rechtsverteidiger, der aktuell in Frage kommt, spielt bei RB aber auch nicht immer und vor allem nicht immer gut.

Naheliegend wäre demnach, dass ein gelernter Innenverteidiger die Rolle übernimmt und das DFB-Team ähnlich wie der FC Bayern asynchron aufläuft. Zur Wahl stünden Thilo Kehrer, Matthias Ginter, Antonio Rüdiger, Nico Schlotterbeck und Niklas Süle. Dabei kann man Schlotterbeck als Linksfuß und Rüdiger als geplanter Abwehr-Chef wohl ausschließen. Bei Thilo Kehrer reicht es eigentlich leistungstechnisch nicht für die Startelf. Süle und Ginter wären Optionen, sind aber offensiv ein Stück weit limitiert und werden Probleme gegen schnelle und dribbelstarke Gegner haben.

Flick könnte natürlich auch mit Hofmann rechts hinten spielen, jedoch ist das Duo Raum und Hofmann in der Außenverteidigung zu offensiv. Zudem ist gerade der Gladbacher nicht als guter Zweikämpfer bekannt und eine gute Option für die offensiven Außen.

2. Süle oder Schlotterbeck neben Rüdiger?

Ähnlich wie beim BVB konkurrieren Niklas Süle und Nico Schlotterbeck um einen Stammplatz in der Innenverteidigung. Schlotterbeck erwischte den deutlich besseren Start in Dortmund und schien an dem zu Beginn auch verletzten Süle vorbeizuziehen. Inzwischen hat aber Süle aufgeholt und Schlotterbeck den ein oder anderen Fehler gemacht. Die kommenden Wochen bis zur Winterpause dürften definitiv interessant werden.

Derjenige, der beim BVB die bessere Performance hinlegt und konstant in der Startelf steht, hat auch im DFB-Team bessere Karten. Einen kleinen Bonus hat wohl der erfahrenere Süle derzeit noch. In Stein gemeißelt ist sein Platz aber nicht. Es könnten rein theoretisch auch beide spielen, zumal Süle ja ein Kandidat für die Rechtverteidigung wäre.

3. Bekommt die Fünferkette noch eine Chance?

Die Nationalmannschaft konnte mit Fünferkette bislang nur sehr selten überzeugen und auch Hansi Flick ist eher ein Verfechter der Viererkette. Trotzdem besteht das Problem des fehlenden Rechtsverteidigers. Mit einer Dreierkette und zwei Schienenspielern müsste man hingegen nicht lange darüber nachdenken, welche Personalentscheidungen zu treffen sind. Das Abwehr-Trio Süle, Rüdiger, Schlotterbeck würde von Hofmann auf rechts und Raum oder Gosens auf links flankiert werden. Somit hätte man zwei offensiv ausgerichtete Schienenspieler, die ihre Qualitäten auch einsetzen können.

Man darf gespannt sein, ob Hansi Flick in den Nations-League-Spielen eine solche Formation nochmal testet. In Summe ist das unwahrscheinlich, jedoch schadet es nie, zwei Optionen zu haben.

4. Wer spielt neben Joshua Kimmich?

Joshua Kimmich ist im Mittelfeld-Zentrum natürlich gesetzt. Stellt sich jedoch noch die Frage, wer der Nebenmann von Kimmich wird und ob eine Doppelsechs oder ein System mit einem Sechser und zwei Achtern zielführender ist.

Mit Ilkay Gündogan, Leon Goretzka und Jamal Musiala stehen drei Akteure zur Verfügung, die sicherlich gerne einen Stammplatz innehätten. Bei den kommenden Nations-League-Spielen kann Leon Goretzka Corona-bedingt nicht mitmischen, weshalb Flick eigentlich nur eine Variante bleibt.

Aufgrund der Tatsache, dass sowohl ein Duo Kimmich & Gündogan, als auch ein Duo Kimmich & Musiala zu offensiv ist, bleibt wohl nur die Möglichkeit, alle drei Spieler aufzustellen. Kimmich würde den Part auf der Sechs übernehmen, während Gündogang und Musiala auf der Acht ein wenig offensiver agieren könnten. Von den fußballerischen Fähigkeiten ist diese Zusammenstellung natürlich großartig. Alle drei Spieler sind enorm pass- und spielstark und besitzen mit ihrer Kreativität und Torgefahr auch Fähigkeiten, die Spiele entscheiden können. Problem bei der Sache ist lediglich, dass ein zweikampfstarker und robuster Abräumer fehlt und zumindest Kimmich sich in der Offensive zurückhalten müsste, was ihm nicht ganz so leicht fällt.

Leon Goretzka wird demnach in den Planungen sicherlich eine Rolle spielen. Der 27-Jährige ist körperlich deutlich robuster und auch Größer als die genannten Spieler und dadurch defensiv von den genannten Akteuren der stärkste. Fraglich ist aber, ob der frühere Schalker bis zur WM seinen Rhythmus und seine Form findet. Mit Goretzka könnte Deutschland wieder mit einer Doppel-Sechs spielen. Problematisch ist dabei jedoch, dass Goretzka spielerisch zuletzt einiges vermissen ließ und auch seine Distanzschüsse selten Wirkung zeigten. Goretzka ist ein Bremsklotz für das Passspiel und hält Kimmich durch seine Ausflüge nach vorne nicht den Rücken frei. Dieser wäre also erneut dazu gezwungen, defensiv zu denken.

Die einzige Möglichkeit, dem Offensiv-Drang von Kimmich freien Lauf zu lassen wäre es, einen anderen Spielertypen im Mittelfeld zu installieren. Hier könnte man über Julian Weigl nachdenken. Der Sechser hat in Gladbach bislang sowohl mit, als auch gegen den Ball einen guten Eindruck gemacht. Anders als Goretzka hält Weigl meist seine Position in der Zentrale und würde dem Team dadurch Stabilität verleihen, selbst wenn er kein richtiger Abräumer ist. Weigl auf der Sechs und Kimmich plus Gündogan/Goretzka/Musiala auf der Acht wäre in Summe stimmig. Dabei würde man aber auch viel Klasse auf der Bank lassen. Es ist unwahrscheinlich, dass Flick über einen solchen Schachzug nachdenkt, zumal Weigl nicht nominiert worden ist.

Für das Trio Kimmich, Gündogan und Musiala besteht in den nächsten beiden Spielen die Chance, sich vielleicht schon ein wenig festzuspielen.

5. Anordnung & Personal in der Offensive

Ähnlich schwierig wie im zentralen Mittelfeld, ist auch die Frage nach dem Personal und der Anordnung im Offensivbereich. Auch Julian Nagelsmann hat derzeit beim FC Bayern Probleme damit, die richtigen Spieler auf den richtigen Positionen aufzustellen. Zudem wäre da noch das Problem, dass es keinen klassischen Neuner gibt. Havertz erklärte zwar, sich auf der Neun sehr wohl zu fühlen, jedoch ist seine Torquote beim FC Chelsea (24 Tore in 100 Spielen) nicht gerade überragend. Gleiches gilt für seine Effizienz in der Nationalmannschaft (8 Tore in 28 Spielen).

Fakt ist aber eben auch, dass es bei Timo Werner an Treffsicherheit fehlt, Serge Gnabry nicht in Form und Thomas Müller kein Mittelstürmer ist. Unter Hansi Flick wird Müller dennoch gesetzt sein. Im 4-2-3-1 dürfte er auf der Zehn und im 4-3-3 auf halbrechts spielen. Ein 4-3-3 würden wohl Sané auf links und Havertz/Werner auf der Neun ergänzen. Im 4-2-3-1 würde rechts womöglich Hofmann ins Team rücken. Jamal Musiala, der in diesem Fall wohl nicht im Mittelfeld-Zentrum agieren würde, hätte aber die Möglichkeit für Sané oder den soeben genannten Hofmann zu starten. Prinzipiell darf man natürlich auch Serge Gnabry nicht abschreiben.

Eine funktionierende Offensive aufzustellen, ist für Flick das wohl größte Hexenwerk. Die kommenden Länderspiele werden interessante Einblicke liefern, weil alle Kandidaten nominiert wurden und fit sind. Doch auch die weiteren Entwicklungen beim FC Bayern werden eine Rolle spielen.

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DFB-Team FC BAyern Foul Manuel Neuer Matthias Ginter Nationalmannschaft Schreckmoment Thomas Müller

Nach Foul von Müller: Musiala muss Training beim Nationalteam abbrechen

Jamal Musiala hat sich bei der deutschen Nationalmannschaft im Training leicht verletzt.

Kleiner Schreckmoment bei der deutschen Nationalmannschaft: Jamal Musiala musste das Training nach einem Foul von Thomas Müller abbrechen.

Eine Verletzung von Jamal Musiala wäre das Letzte, das der FC Bayern (und auch das DFB-Team) in diesen Tagen gebrauchen könnten. Doch ausgerechnet Teamkollege Thomas Müller sorgte am Dienstag für einen Schreckmoment, als er den Youngster bei einer Spielform am Schienbein verletzt.

Laut Angaben der Bild wurde das Bein von Musiala anschließend dick bandagiert, die Einheit musste der Dribbelkünstler abbrechen. Während das Boulevardblatt von einer „tiefen Schürfwunde“ schreibt, beschreibt Sport1 die Verletzung als „kleinen Cut“.

Muskulär hat Musiala wohl keine Schäden davon getragen, weshalb er bei der Bild erste Entwarnung gab: „Alles ok.“

Vor den Nations-League-Spielen gegen Ungarn und England hatten Manuel Neuer, Lukas Nmecha, Thilo Kehrer und Matthias Ginter die erste Einheit am Dienstag verpasst. Neuer hat mit ihm kleinen Problem am Zeh zu kämpfen, soll am Mittwoch aber wieder mitwirken. Das andere Trio trainierte lediglich individuell, da Ginter und Co. noch am Sonntag im Ligabetrieb aktiv gewesen waren.

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Bayer 04 Leverkusen Borussia Dortmund Christian Streich Europacup FC BAyern Freiburg Fußball-Bundesliga Gefühlsregung Glück Leverkusen Matthias Ginter München SC Freiburg

SC Freiburg: Tabellenführer Streich spricht vom Ligaerhalt: „Mein Ernst“

Nicht der FC Bayern München, und auch nicht Borussia Dortmund führen die Fußball-Bundesliga an. Nein, der SC Freiburg ist Spitzenreiter. Doch in Euphorie verfällt niemand. Am wenigsten der Trainer.

Er verabschiedete sich mit einem ausgelassenen Lachen, doch bei den Ausführungen zum Spiel schien sich Christian Streich jede Gefühlsregung verboten zu haben.

Sollte bloß keiner denken, dass der Trainer des SC Freiburg sich an der historischen Tabellenführung seines Clubs in der Fußball-Bundesliga ergötzt. Die größte Freude des Trainer-Urgesteins schien nach dem 3:2 (0:1) bei Bayer Leverkusen die Rolle der Spaßbremse zu sein.

Statt zu erzählen, wie einmalig und sensationell es ist, dass die Badener den FC Bayern München am fünften Spieltag von der Spitze verdrängt hatten, sprach Streich von seinem großen Ziel: Dem Klassenerhalt. „In einem Jahr, in dem wir Europapokal spielen, geht es darum, gute Spiele im Europacup zu machen und Freiburg in der Bundesliga zu halten“, beteuerte er. „Wenn das gelingt, war es ein gutes und schönes Jahr. Und das ist mein vollständiger Ernst.“

Streich redet auch von Glück

Die Tabellenführung interessiere ihn „wirklich sowas von nicht“, erklärte der Coach mit Nachdruck. „Die Ergebnisse sind für das, was wir gerade machen, herausragend. Wir haben im Moment auch das nötige Glück“, sagte Streich und verzog immer noch keinen Mundwinkel. „Da würden die Jungs vielleicht wiedersprechen. Aber ich sehe die Spiele. Und sogar immer zweimal“, fügte er hinzu.

Beim Videostudium der Partie in Leverkusen wird Streich sich bestätigt sehen. Die erste Halbzeit war nicht gut, insgesamt schoss sein Team nur fünfmal aufs Tor. Aber drei Siege in Folge mit einem Tor Unterschied sprechen auch dafür, wie gefestigt der SC inzwischen ist. Die Breisgauer waren zuvor nur nach dem ersten Spieltag im Jahr 2000 mit Volker Finke für eine Woche Tabellenführer gewesen.

Jetzt tritt dieser SC routiniert und besonnen auf, hat viele taktische und personelle Möglichkeiten. Und er hat im Sommer wieder mal gut eingekauft. In Nationalspieler Matthias Ginter (48. Minute), Michael Gregoritsch (51.) und Ritsu Doan (72.) schossen am Samstag drei Neuzugänge die Tore.

Ungewohnte Dreifach-Belastung

Ein kompletter Absturz scheint deshalb unwahrscheinlich, auch wenn ab Donnerstag mit dem Spiel gegen Karabach Agdam aus Aserbaidschan das Abenteuer Europa League und die ungewohnte Dreifach-Belastung beginnt. „Die Jungs haben sich das verdient“, sagte Streich: „Aber dann heißt es für uns: Spiel, Spiel, Spiel. Und dann werden wir auch Spiele verlieren. Auch welche hintereinander.“

Den Spielern ist diese Gefahr grundsätzlich bewusst. „Am Anfang ist jeder Punkt Gold wert. Es ist wichtig, dass wir nicht unten drin hängen, wenn die Englischen Wochen beginnen“, sagte Ex-Weltmeister Ginter. Auf die Frage, ob die Spieler auf die Tabellenführung anstoßen dürften, sagte der Nationalspieler: „Wer es machen will, kann es gerne machen. Aber wir sind alle Profis genug, dass wir das richtig einschätzen können.“

Kapitän Christian Günter erklärte immerhin schmunzelnd: „Es gibt Schlimmeres als Tabellenführer zu sein.“ Aber auch er versicherte: „Wir haben den fünften Spieltag, wir wissen das einzuordnen. Wenn wir am 34. Spieltag da oben stehen würden, würde man mich hier nicht sehen.“

Von der Meisterschaft wird nun wirklich niemand träumen im Breisgau. „Aber warum sollte unsere Entwicklung nun enden“, fragte Maximilian Eggestein: „Wir wollen so weitermachen, wie wir letztes Jahr aufgehört haben.“ Da beendete der SC die Saison als Sechster. Und hatte bis zum letzten Spieltag Chancen auf die Champions League.

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Bochum Borussia Dortmund Brasilien Bundesliga Christian Streich Deutschland DFB-Pokal Europa League Freiburg Gänsehaut Gruppenphase Jugend Matthias Ginter Michael Gregoritsch SC Freiburg Supercup VfL Bochum

Bundesliga: Ginters Gänsehaut und Freiburger Lust auf Europapokal-Abende

Der SC Freiburg holt den dritten Sieg im vierten Bundesliga-Spiel. Die Gedanken kreisen auch um die Auslosung der Gruppenphase in der Europa League. Denn die Ansprüche der Freiburger sind gestiegen.

Mark Flekken ließ sich nicht zweimal bitten. Der Torwart des SC Freiburg folgte den Forderungen der eigenen Fans. Er kletterte zu ihnen hinauf auf den Zaun, nahm das Megafon in die Hand und löste so ein Kribbeln am Körper von Teamkollege Matthias Ginter aus.

„Ich hatte ehrlicherweise Gänsehaut am Ende“, sagte der Abwehrspieler des Fußball-Bundesligisten, der sich nach dem dritten Sieg im vierten Spiel von den eigenen Anhängern feiern ließ.

Dabei durfte Ginter in seiner Karriere schon ganz andere Erinnerungen sammeln. Er stand im Kader, als Deutschland 2014 den Titel bei der Weltmeisterschaft in Brasilien holte. Den DFB-Pokal und den Supercup gewann er mit Borussia Dortmund, und in den Anfangsjahren seiner Laufbahn sicherte sich Ginter mit den Freiburgern gleich zweimal den Pokalsieg mit der A-Jugend.

Freiburg stark, Bochum weiter punktlos

Ein 1:0 (0:0) gegen das weiterhin sieg- und punktlose Schlusslicht VfL Bochum sollte da doch eigentlich keine allzu großen Emotionen hervorrufen. Ginter widersprach. Denn die Breisgauer krönten einen ereignisreichen Freitag mit der bestmöglichen Ausbeute.

Noch am Mittag war die Gruppenphase der Europa League, in der Freiburg erstmals vertreten ist, ausgelost worden. Der Sport-Club trifft auf den FC Nantes, Olympiakos Piräus und Karabach Agdam. Gegen den Club aus Aserbaidschan geht es am 8. September mit einem Heimspiel los, wie die zeitgenaue Ansetzung am Samstag ergab.

Dass der Anspruch beim Pokalfinalisten gestiegen ist, unterstrich Angreifer Michael Gregoritsch. „Wir wollen weiterkommen“, machte der Österreicher unmissverständlich klar.

Gegen den im Vergleich zum 0:7 gegen den FC Bayern München stark verbesserten VfL agierte er glücklos. Gregoritsch scheiterte wie auch der eingewechselte Nils Petersen am Pfosten. Dennoch reichte es zu drei Zählern, weil Vincenzo Grifo nach einem verschossenen Elfmeter mit dem zweiten Nachschuss doch noch traf (48.) und auch Bochum zweifach Aluminium-Pech hatte.

Streich: „Wollen uns international beweisen“

„Neun Punkte aus vier Spielen – das hilft uns“, sagte Trainer Christian Streich, der bereits an das straffe Programm bis zum Ende der Gruppenphase Anfang November dachte. Zufrieden war aber auch er. Seine Mannschaft blieb zum dritten Mal ohne Gegentor. Nur bei der bitteren 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund, als in der Schlussphase eine Führung aus der Hand gegeben worden war, kassierten die Freiburger in dieser Saison Gegentreffer.

Einen großen Anteil daran hat auch Rückkehrer Ginter. Zusammen mit Philipp Lienhart sorgt der 28-Jährige, der in der Sommerpause von Borussia Mönchengladbach zurück an die Dreisam wechselte, für Ordnung. Er ist ein wichtiger Baustein, um die Ziele in dieser Saison zu erreichen. „Wir sind die Vertreter von Deutschland in der Europa League. Dort wollen wir uns beweisen, und das finden wir cool“, sagte Streich.

Einen Vorgeschmack, wie die Englischen Wochen unter Flutlicht in Freiburg aussehen könnten, bekamen die SC-Anhänger. Und Ginter und seine Mitspieler scheinen auf Anhieb Gefallen daran gefunden zu haben. „Natürlich hoffen wir, dass die Europapokal-Nächte ähnlich verlaufen“, sagte er.

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Bundesliga: Ginters Gänsehaut und Freiburger Lust auf Europapokal-Abende

Der SC Freiburg krönt einen ereignisreichen Tag mit dem dritten Sieg im vierten Bundesliga-Spiel. Die Gedanken kreisen auch um die Auslosung der Gruppenphase in der Europa League. Denn die Ansprüche der immer selbstbewusster auftretenden Freiburger sind gestiegen.

Mark Flekken ließ sich nicht zweimal bitten. Der Torwart des SC Freiburg folgte den Forderungen der eigenen Fans. Er kletterte zu ihnen hinauf auf den Zaun, nahm das Megafon in die Hand und löste so ein Kribbeln am Körper von Teamkollege Matthias Ginter aus. „Ich hatte ehrlicherweise Gänsehaut am Ende“, sagte der Abwehrspieler des Fußball-Bundesligisten, der sich nach dem dritten Sieg im vierten Spiel von den eigenen Anhängern feiern ließ.

Dabei durfte Ginter in seiner Karriere schon ganz andere Erinnerungen sammeln. Er stand im Kader, als Deutschland 2014 den Titel bei der Weltmeisterschaft in Brasilien holte. Den DFB-Pokal und den Supercup gewann er mit Borussia Dortmund, und in den Anfangsjahren seiner Laufbahn sicherte sich Ginter mit den Freiburgern gleich zweimal den Pokalsieg mit der A-Jugend.

Ein 1:0 (0:0) gegen das weiterhin sieg- und punktlose Schlusslicht VfL Bochum sollte da doch eigentlich keine allzu großen Emotionen hervorrufen. Ginter widersprach. Denn die Breisgauer krönten einen ereignisreichen Freitag mit der bestmöglichen Ausbeute.

Noch am Mittag war die Gruppenphase der Europa League, in der Freiburg erstmals vertreten ist, ausgelost worden. Der Sport-Club trifft auf den FC Nantes, Olympiakos Piräus und Karabach Agdam. Gegen den Club aus Aserbaidschan geht es am 8. September mit einem Heimspiel los, wie die zeitgenaue Ansetzung am Samstag ergab.

Dass der Anspruch beim Pokalfinalisten gestiegen ist, unterstrich Angreifer Michael Gregoritsch. „Wir wollen weiterkommen“, machte der Österreicher unmissverständlich klar.

Gegen den im Vergleich zum 0:7 gegen den FC Bayern München stark verbesserten VfL agierte er glücklos. Gregoritsch scheiterte wie auch der eingewechselte Nils Petersen am Pfosten. Dennoch reichte es zu drei Zählern, weil Vincenzo Grifo nach einem verschossenen Elfmeter mit dem zweiten Nachschuss doch noch traf (48.) und auch Bochum zweifach Aluminium-Pech hatte.

„Neun Punkte aus vier Spielen – das hilft uns“, sagte Trainer Christian Streich, der bereits an das straffe Programm bis zum Ende der Gruppenphase Anfang November dachte. Zufrieden war aber auch er. Seine Mannschaft blieb zum dritten Mal ohne Gegentor. Nur bei der bitteren 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund, als in der Schlussphase eine Führung aus der Hand gegeben worden war, kassierten die Freiburger in dieser Saison Gegentreffer.

Einen großen Anteil daran hat auch Rückkehrer Ginter. Zusammen mit Philipp Lienhart sorgt der 28-Jährige, der in der Sommerpause von Borussia Mönchengladbach zurück an die Dreisam wechselte, für Ordnung. Er ist ein wichtiger Baustein, um die Ziele in dieser Saison zu erreichen. „Wir sind die Vertreter von Deutschland in der Europa League. Dort wollen wir uns beweisen, und das finden wir cool“, sagte Streich.

Einen Vorgeschmack, wie die Englischen Wochen unter Flutlicht in Freiburg aussehen könnten, bekamen die SC-Anhänger. Und Ginter und seine Mitspieler scheinen auf Anhieb Gefallen daran gefunden zu haben. „Natürlich hoffen wir, dass die Europapokal-Nächte ähnlich verlaufen“, sagte er.

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Bundesliga: Sieg nach Rückstand: BVB-Joker schießen Freiburg ab

Der SC Freiburg überzeugte mit Laufbereitschaft und Aggressivität – und ging gegen den BVB in Führung. Doch drei Jokertore bringen die Dortmunder vorerst an die Tabellenspitze.

Drei späte Jokertore haben Borussia Dortmund vor einem fast schon traditionell frühen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den Vizemeister an die Tabellenspitze gebracht. Die eingewechselten Jamie Bynoe-Gittens (77.), Youssoufa Moukoko (84.) und Marius Wolf (88.) drehten das Bundesliga-Auswärtsspiel am Freitagabend beim SC Freiburg nach einem 0:1-Rückstand noch in einen 3:1 (0:1)-Sieg für den BVB.

Was macht eigentlich Urs Meier? 18.40Trainer Edin Terzic feierte damit den neunten Sieg in Serie – das ist bisher noch keinem BVB-Coach gelungen. Zudem setzten sich die Gäste mit der Optimalausbeute von sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Spielen vorübergehend an die Tabellenspitze.

SC Freiburg anfangs besser

„Freiburg hat uns alles abverlangt, und man muss ehrlich sagen: Bis zum 1:1 waren sie einfach besser“, sagte BVB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck nach seiner Rückkehr an alter Wirkungsstätte bei DAZN. „Das ist extrem bitter, wir haben in der ersten Halbzeit wahnsinnig viel investiert“, sagte Freiburgs Nationalspieler Matthias Ginter.FS Transfers der Bundesliga Timo Werner 18.44

Der 18-jährige Bynoe-Gittens profitierte bei seinem Ausgleichstor von einem schweren Patzer von SC-Torhüter Mark Flekken. Zuvor hatte Michael Gregoritsch (35.) die lange Zeit starken Freiburger vor 34 700 Zuschauern in Führung geschossen. Bei den Gästen stand der erst Anfang der Woche verpflichtete Anthony Modeste direkt in der Startelf.

BVB setzt gleich auf Modeste

Neben Modeste vertraute BVB-Trainer Edin Terzic auch Thorgan Hazard einen Platz in der Startelf an, der Belgier lief offensiv für den verletzten Nationalspieler Karim Adeyemi auf. Freiburgs Trainer Christian Streich schickte die gleiche Anfangself aufs Feld, die am vergangenen Wochenende beim FC Augsburg 4:0 gewonnen hatte.

Intrigenstadl beim HSV: Investor Kühne mit mit 120-Millionen-Euro-Angebot die Macht übernehmen 18.00Terzic erhoffte sich von Modeste schon gegen den SC „richtige Impulse“. Der Neuzugang vom 1. FC Köln, der den wegen eines Hodentumors noch monatelang fehlenden Stürmer Sébastien Haller ersetzen soll, vergab jedoch in der 22. Minute seine erste Chance im BVB-Trikot. Vorausgegangen war ein schöner Doppelpass mit Marco Reus.

Freiburg mit Laufbereitschaft und Aggressivität

Die Bindung zu seinen neuen Teamkollegen war also vorhanden – trotzdem geriet Freiburg zunächst nicht stark in Bedrängnis. Die Breisgauer begannen selbst sehr engagiert und störten die Angriffsbemühungen der Gäste mit großer Laufbereitschaft und Aggressivität. Außerdem suchten sie selbst den Weg nach vorne, was zu frühen Chancen führte.

Bei einem direkten Freistoß des sehr agilen Vincenzo Grifo war Gregor Kobel noch auf dem Posten (34.), beim Gegentor eine Minute später war der BVB-Torhüter aber machtlos. Gregoritsch, der erneut den Vorzug vor Nils Petersen erhalten hatte, köpfte den Ball nach Vorarbeit von Matthias Ginter gekonnt gegen die Laufrichtung. Rio-Weltmeister Mats Hummels kam gegen den Torschützen zu spät.

BVB-Defensive unter Druck

Nach dem 0:1 geriet die Dortmunder Defensive um Hummels und Nico Schlotterbeck, der vor der Saison aus Freiburg zum BVB gewechselt war, noch stärker unter Druck. Der etwas überforderte Thomas Meunier, der zuvor schon die Gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls gesehen hatte, erzielte beinahe ein Eigentor zum 0:2 (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dortmund mit jeder Spielminute den Druck und kam auch zu guten Chancen. Die Freiburger verstärkten ihre Defensive und wagten sich etwas seltener nach vorne. Sallai hatte dennoch die gute Möglichkeit zum 2:0 (65.). Doch danach drehte der BVB auf – und wie!

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Bundesliga: Sieg nach Rückstand: BVB-Joker schießen Freiburg ab

Der SC Freiburg überzeugte mit Laufbereitschaft und Aggressivität – und ging gegen den BVB in Führung. Doch drei Jokertore bringen die Dortmunder vorerst an die Tabellenspitze.

Drei späte Jokertore haben Borussia Dortmund vor einem fast schon traditionell frühen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den Vizemeister an die Tabellenspitze gebracht. Die eingewechselten Jamie Bynoe-Gittens (77.), Youssoufa Moukoko (84.) und Marius Wolf (88.) drehten das Bundesliga-Auswärtsspiel am Freitagabend beim SC Freiburg nach einem 0:1-Rückstand noch in einen 3:1 (0:1)-Sieg für den BVB.

Was macht eigentlich Urs Meier? 18.40Trainer Edin Terzic feierte damit den neunten Sieg in Serie – das ist bisher noch keinem BVB-Coach gelungen. Zudem setzten sich die Gäste mit der Optimalausbeute von sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Spielen vorübergehend an die Tabellenspitze.

SC Freiburg anfangs besser

„Freiburg hat uns alles abverlangt, und man muss ehrlich sagen: Bis zum 1:1 waren sie einfach besser“, sagte BVB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck nach seiner Rückkehr an alter Wirkungsstätte bei DAZN. „Das ist extrem bitter, wir haben in der ersten Halbzeit wahnsinnig viel investiert“, sagte Freiburgs Nationalspieler Matthias Ginter.FS Transfers der Bundesliga Timo Werner 18.44

Der 18-jährige Bynoe-Gittens profitierte bei seinem Ausgleichstor von einem schweren Patzer von SC-Torhüter Mark Flekken. Zuvor hatte Michael Gregoritsch (35.) die lange Zeit starken Freiburger vor 34 700 Zuschauern in Führung geschossen. Bei den Gästen stand der erst Anfang der Woche verpflichtete Anthony Modeste direkt in der Startelf.

BVB setzt gleich auf Modeste

Neben Modeste vertraute BVB-Trainer Edin Terzic auch Thorgan Hazard einen Platz in der Startelf an, der Belgier lief offensiv für den verletzten Nationalspieler Karim Adeyemi auf. Freiburgs Trainer Christian Streich schickte die gleiche Anfangself aufs Feld, die am vergangenen Wochenende beim FC Augsburg 4:0 gewonnen hatte.

Intrigenstadl beim HSV: Investor Kühne mit mit 120-Millionen-Euro-Angebot die Macht übernehmen 18.00Terzic erhoffte sich von Modeste schon gegen den SC „richtige Impulse“. Der Neuzugang vom 1. FC Köln, der den wegen eines Hodentumors noch monatelang fehlenden Stürmer Sébastien Haller ersetzen soll, vergab jedoch in der 22. Minute seine erste Chance im BVB-Trikot. Vorausgegangen war ein schöner Doppelpass mit Marco Reus.

Freiburg mit Laufbereitschaft und Aggressivität

Die Bindung zu seinen neuen Teamkollegen war also vorhanden – trotzdem geriet Freiburg zunächst nicht stark in Bedrängnis. Die Breisgauer begannen selbst sehr engagiert und störten die Angriffsbemühungen der Gäste mit großer Laufbereitschaft und Aggressivität. Außerdem suchten sie selbst den Weg nach vorne, was zu frühen Chancen führte.

Bei einem direkten Freistoß des sehr agilen Vincenzo Grifo war Gregor Kobel noch auf dem Posten (34.), beim Gegentor eine Minute später war der BVB-Torhüter aber machtlos. Gregoritsch, der erneut den Vorzug vor Nils Petersen erhalten hatte, köpfte den Ball nach Vorarbeit von Matthias Ginter gekonnt gegen die Laufrichtung. Rio-Weltmeister Mats Hummels kam gegen den Torschützen zu spät.

BVB-Defensive unter Druck

Nach dem 0:1 geriet die Dortmunder Defensive um Hummels und Nico Schlotterbeck, der vor der Saison aus Freiburg zum BVB gewechselt war, noch stärker unter Druck. Der etwas überforderte Thomas Meunier, der zuvor schon die Gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls gesehen hatte, erzielte beinahe ein Eigentor zum 0:2 (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dortmund mit jeder Spielminute den Druck und kam auch zu guten Chancen. Die Freiburger verstärkten ihre Defensive und wagten sich etwas seltener nach vorne. Sallai hatte dennoch die gute Möglichkeit zum 2:0 (65.). Doch danach drehte der BVB auf – und wie!

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Bundesliga: Freiburgs Neuzugänge verderben Augsburger Auftakt

Freiburg ist der Bundesliga-Auftakt eindrucksvoll geglückt. Ausgerechnet Gregoritsch bringt seine ehemaligen Fans aus Augsburg zum Schweigen. Der SC gehört in einer Kategorie jetzt zu den Top 20.

Matthias Ginter, Michael Gregoritsch und Ritsu Doan feierten ihren Traum-Einstand vor dem prall gefüllten Fanblock mit minutenlangen „Super Freiburg“-Gesängen. Die drei Neuzugänge hatten mit jeweils einem Treffer am Samstag maßgeblichen Anteil am umjubelten 4:0-Spektakel des Europa-League-Starters beim FC Augsburg. „Das ist auch ein Zeichen für die ganze Mannschaft. Wir haben uns alle gleich gut aufgenommen gefühlt in Freiburg“, sagte Ginter, der vor der Saison aus Mönchengladbach zu seinem Jugendclub zurückgekehrt war. Durch den Sieg vor 26.310 Fans stieß der SC in die Top 20 der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga vor.

Ein Blitzstart in der zweiten Halbzeit mit einem Kopfballtor vom Ex-Augsburger Gregoritsch und einem direkt verwandelten Freistoß von Vincenzo Grifo leitete das bärenstarke Tor-Festival ein. „Da kann ich natürlich keine Rücksicht nehmen“, antwortete Gregoritsch lachend auf die Frage, wie sich seine Ex-Kollegen wohl jetzt fühlten. „Ich habe mir natürlich gewünscht, dass es so läuft. So muss das.“ Offensichtlich jubeln wollte der Österreicher vor seinen alten Fans und Kollegen aber nicht. „Ich habe mich dann heimlich zwischen meinen Mitspielern gefreut“, berichtete der Stürmer.

Freiburgs Plan, sich breiter aufzustellen und mit namhaften Neuzugängen in die Europa-League-Saison zu starten, ist offenbar aufgegangen. Trainer Christian Streich wollte die drei Treffer von Ginter, Gregoritsch und Ritsu aber nicht überbewerten. Klar sei Gregoritsch ein „super Kicker mit toller Qualität“. Aber am Ende seien die Treffer auch „einfach nur Statistik“, sagte Deutschlands Coach des Jahres. Viel wichtiger sei für ihn die Erkenntnis, „dass sich alle Spieler in den Dienst der Mannschaft gestellt haben.“

Je länger die Partie am Samstag andauerte, desto mehr kontrollierten die Freiburger das Spiel. Solange, bis von Augsburg irgendwann gar nichts mehr kam und der SC Großchancen im Minutentakt herausspielte. „Dass es am Ende so läuft, ist außergewöhnlich“, befand Matthias Ginter. Ich bin unfassbar glücklich“, sagte der 46-malige Nationalspieler und bedankte sich bei Gregoritsch für die Tor-Vorlage: „Er hat super Arbeit geleistet. Mega, dass wir so einen Spieler vorne drin haben“.

Und der FC Augsburg? Bei den Fuggerstädtern, bei den Neu-Trainer Enrico Maaßen eine gewisse Euphorie entfacht hatte, wirkt die Niederlage wie ein harter Stimmungskiller. In Ansätzen war die Vorgabe des Coaches, offensiver und mutiger zu spielen, in der Anfangsphase erkennbar. Doch die schnellen Gegentore nach Wiederanpfiff waren laut Offensivspieler André Hahn „ein harter Schlag“, von dem sich die Fuggerstädter nicht mehr erholten. Der Bundesliga-Start sei für die gesamte Mannschaft „maximal bitter“.

Maaßen bezeichnete die hohe Niederlage insgesamt als „sehr ärgerlich“. „Wir müssen einfach konsequenter verteidigen“, forderte der 38-Jährige und versprach, das Spiel intensiv aufzuarbeiten. „Das ging teilweise alles zu einfach für Freiburg. Und wir müssen uns mit dem Ball verbessern“, erklärte der frühere U23-Trainer von Borussia Dortmund.

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