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Energiepreise: Volkswirte: „Werden alle ärmer aus der Krise kommen“

Die aktuelle Energiepreiskrise schüttelt die deutsche Wirtschaft kräftig durch. Inzwischen glauben Fachleute nicht mehr, dass am Ende alles weitergehen kann wie zuvor.

Der immense Verlust an Kaufkraft und die Kostenexplosion wegen hoher Energiepreise für Unternehmen führen die deutsche Wirtschaft nach Auffassung von Volkswirten geradewegs in die Rezession. Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research sieht für das nächste Jahr sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Höhe von 3,5 Prozent voraus.

Andere Volkswirte sehen einer dpa-Umfrage zufolge die Auswirkungen etwas milder, die Konjunktur aber immer noch deutlich auf Talfahrt. „Der Konjunkturabschwung wird auch am Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen“, sagte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW.

Vor allem die privaten Haushalte und ihre Kaufkraft müssen schwer Federn lassen. „Durch die hohe Inflation hat sich die Finanzlage der privaten Haushalte seit Jahresbeginn erheblich verschlechtert“, kommentierte Köhler-Geib. „Im zweiten Quartal waren die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte nach Abzug der Inflationsrate 1,9 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal. Im zweiten Halbjahr werden die Realeinkommen voraussichtlich weiter sinken“, sagte sie.

„Der Verlust an Kaufkraft dämpft den Konsum und zusammen mit den gestiegenen Zinsen auch den privaten Wohnungsbau.“ Marc Schattenberg sieht es ähnlich: „Ein Großteil der Haushalte wird mit spürbaren realen Einkommensverlusten zurechtkommen müssen.“ Katharina Utermöhl, Volkswirtin bei der Allianz-Gruppe, bringt die Lage noch deutlicher auf den Punkt: „Wir werden alle ärmer aus der Krise herauskommen.“

Noch nicht genug im Bewusstsein

Deutschland durchlebe die schwerste Krise der vergangenen 50 Jahre. „Das stellt die große Finanzkrise und die Euro-Schuldenkrise in den Schatten“, sagte sie. Der Inflationsschmerz müsse nun abgefedert werden. Einerseits durch fiskalpolitische Maßnahmen des Staates, andererseits aber auch durch Sparverhalten der Privatleute.

Hier sei noch nicht genug Bewusstsein entstanden, sagte auch Christoph Siebecke von der Oldenburgischen Landesbank. „Die Politik sollte den Preis nicht zu sehr beeinflussen. Sonst werden die Haushalte nicht reagieren“, sagte zu er zur Diskussion über die mögliche Deckelung von Energiepreisen. „Der Sparanreiz für die Verbraucher muss spürbar bleiben“, meint auch Veronika Grimm, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, den sogenannten „Wirtschaftsweisen“.

Für sie ist einer der Schlüssel dafür, wie Deutschland in der Lage sein werde, die Krise abzufedern, die Bereitstellung von genügend Energie. „Man sollte auf der Angebotsseite alle Möglichkeiten ausschöpfen. Das Angebot an Energie muss erhöht werden“, betonte sie. „Ich habe das Gefühl, dass nicht allen bewusst ist, dass die Erneuerbaren Energien alleine nicht schnell genug als Ersatz zur Verfügung stehen werden“, fügte sie hinzu. Es seien beispielsweise erst zwei Kohlekraftwerke wieder ans Netz gegangen. „Auch die Atomkraftwerke sollten im kommenden Jahr weiterlaufen und nicht nur in Betriebsbereitschaft sein“, verlangte sie.

Kartellamt ist gefragt

Siebecke forderte in diesem Zusammenhang die Energiekonzerne auf, Abschläge auf den Märkten unverzüglich an die Kunden weiterzugeben. „Die Weltmarktpreise sind inzwischen weit weg von den Hochs, die wir schon einmal gesehen haben“, sagte er. „Es wäre gut, wenn das Kartellamt da noch mehr hingucken könnte.“

Deutsche-Bank-Volkswirt Marc Schattenberg glaubt, dass die wirklich großen Probleme erst im ersten und zweiten Quartal des nächsten Jahres auf Deutschland zurollen werden. Wenn die vor dem Winter nun gut gefüllten Gasspeicher geleert seien und Gas im großen Stil zum Wiederauffüllen gekauft werden müsse, werde der Preis weiter steigen. Gleichzeitig würden die mit dem Jahreswechsel häufig neu abzuschließenden Stadtwerke-Verträge den privaten Gaskunden kräftige Löcher in die Taschen fressen.

Die Volkswirte erwarten, dass es im Zuge der Energiepreiskrise auch zu mehr Insolvenzen kommt – vor allem bei kleineren Unternehmen mit hohem Anteil an Energiekosten. Auch der Export werde leiden, weil die Handelspartner im Ausland ebenfalls Kaufkraftverluste hinnehmen müssten, sagte Köhler-Geib.

In diesem Zusammenhang plädierten die Fachleute auch für gemäßigte Lohnabschlüsse bei den anstehenden Tarifverhandlungen. „Das Argument der vollen Auftragsbücher wird an Kraft verlieren“, sagte Schattenberg. Und Veronika Grimm betonte: „Die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften ist aufgrund des Fachkräftemangels groß. Andererseits stehen viele Unternehmen unter Druck. Es bleibt abzuwarten, was das für die Abschlüsse bedeutet.“

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Arbeitsmarkt Deutschland Hamburg Mainz Melanie Leonhard Olaf Scholz Partner Peter Tschentscher SPD Ties Rabe

Bundeskanzler: Zehn Jahre Jugendberufsagentur: Scholz zur Feier erwartet

Schule beendet – und dann? In Hamburg kümmern sich seit nunmehr zehn Jahren Jugendberufsagenturen unter einem Dach um alle Zukunftsfragen der Jugendlichen. Niemand darf verloren gehen, alle werden gebraucht, lautet das Credo. Zum Gratulieren wird nun Kanzler Scholz erwartet.

Großer Bahnhof für Hamburgs Jugendberufsagenturen: Zehn Jahre nach Gründung der ersten Einrichtung, die Schulabgängern beim Übergang in Ausbildung und Beruf helfen soll, hat sich am Freitag Bundeskanzler Olaf Scholz in der Hansestadt angekündigt. Mit ihm zusammen wollen unter anderem Bürgermeister Peter Tschentscher, Arbeits- und Sozialsenatorin Melanie Leonhard, Schulsenator Ties Rabe (alle SPD) sowie die Spitzen der Jugendberufsagentur-Partnerinnen und Partner den Erfolg jener Einrichtung feiern, die in Hamburg als erstem Bundesland flächendeckend eingerichtet wurde. Inzwischen gibt es in ganz Deutschland zahlreiche Jugendberufsagenturen, die bundesweit erste wurde bereits 2008 in Mainz gegründet.

Vor Gründung der Jugendberufsagentur mussten sich Schulabgänger bei Fragen zu ihrem Weg in Ausbildung und Beruf bei den unterschiedlichsten Stellen informieren, dafür oft mehrfach quer durch die Stadt fahren und die einzelnen Angebote am Ende allein zu einem Fahrplan für ihre Zukunft zusammenführen. Etlichen gelang das nicht, sie scheiterten an der Bürokratie, waren überfordert, gaben auf, landeten in Aushilfsjobs – um dann ohne Ausbildung dem regulären Arbeitsmarkt irgendwann gänzlich verloren zu gehen.

2012 hat sich Hamburg unter dem damaligen Bürgermeister Scholz auf den Weg gemacht, dies zu ändern. Zunächst wurden im September in Hamburg-Mitte und in Hamburg-Harburg die ersten beiden Jugendberufsagenturen eröffnet, im Dezember 2013 folgte dann in Hamburg-Bergedorf die letzte der insgesamt sieben Einrichtungen in den sieben Bezirken. Seither erhalten alle Hamburgerinnen und Hamburger unter 25 Jahren Beratung, Unterstützung und Begleitung beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf – und zwar jeweils unter einem Dach.

„Wir wollen Jugendliche nach dem Ende ihrer Schullaufbahn begleiten, bis sie eine konkrete Berufsperspektive haben – mit abgeschlossener Ausbildung oder mit erfolgreich beendetem Studium“, sagte Hamburgs damaliger Bürgermeister Scholz bei der Eröffnung der ersten Jugendberufsagentur. Jede und jeder Einzelne sei wichtig, auch dann, wenn es an der nötigen Eigeninitiative zunächst fehle. „Dann helfen wir nach.“ Nicht zuletzt die individuelle Unterstützung sei der Sinn der Jugendberufsagentur.

Die Jugendberufsagentur versteht sich als Anlaufstelle für alle Fragen rund um Ausbildung und Studium sowie zur Bewältigung persönlicher oder familiärer Probleme, die den Weg ins Berufsleben beeinträchtigen. Entsprechend arbeiten in ihr nicht nur Arbeitsagentur und Jobcenter zusammen. Partner sind auch die Schul- und Sozialbehörde mit ihren jeweiligen Angeboten. Über den Beirat der Jugendberufsagentur sind den Angaben zufolge auch die Handelskammer, die Handwerkskammer, der DGB und die Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein eingebunden.

Als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im April 2018 die Jugendberufsagentur in Hamburg-Wandsbek besuchte, sagte er, der Anspruch müsse sein: „Keiner darf verloren gehen, jeder und jede wird gebraucht.“ In Hamburg könne den jungen Menschen ein Angebot aus einer Hand geschneidert werden, „und das ist der eigentliche Fortschritt und deshalb hat diese Agentur so großen Erfolg“. 2014 hatte sich auch die damalige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) über die Arbeit der Jugendberufsagentur in Hamburg informiert, 2016 der frühere französische Premierminister Jean-Marc Ayrault.

Damit kein Schüler und keine Schülerin nach dem Abschluss durchs soziale Netz fällt, gehört zu den Aufgaben der Schulen und Jugendberufsagenturen auch die Analyse, wo jeder einzelne Jugendliche nach dem Schulabschluss abgeblieben ist. Demnach wechselten im vergangenen Jahr von den 4128 Schulabgängerinnen und -abgängern nach Klasse 10 der Stadtteilschulen 38,5 Prozent direkt in eine Ausbildung. 2,4 Prozent begannen eine Ausbildung in der Berufsqualifizierung der Berufsschulen und 0,1 Prozent gingen in eine außerbetriebliche Ausbildung.

12,6 Prozent wiederum machten etwa ein Freiwilliges Soziales Jahr oder waren unter den Fittichen der Jugendberufsagentur. Weitere 46 Prozent ohne Ausbildungsplatz wechselten in die Ausbildungsvorbereitung an Berufsschulen. Lediglich bei 18 von mehr als 4100 Jugendlichen „war der Verbleib zum Stichtag 15.09.2021 noch nicht geklärt“.

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Arbeitslosenquote Arbeitsmarkt Federal Reserve System Inflation Jerome Powell Konjunktur Leitzins Rezession US-Notenbank USA

Konjunktur: „Gibt keinen schmerzlosen Weg“: Fed erhöht Leitzins erneut

Höhere Leitzinsen helfen, die Inflationsrate zu senken. In den USA ist das dringend notwendig. Die Fed macht klar, dass sie daher weiter an der Zinsschraube drehen wird.

Die US-Notenbank setzt ihren energischen Kampf gegen die hohe Inflation fort und dreht erneut kräftig an der Zinsschraube: Sie erhöht ihren Leitzins zum dritten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte, wie die Federal Reserve (Fed) mitteilte.

Damit liegt er nun in der Spanne von 3 bis 3,25 Prozent, der höchste Stand seit 14 Jahren. Mit der strengen Geldpolitik wächst das Risiko, dass die Zentralbank die Wirtschaft bald so stark ausbremst, dass Arbeitsmarkt und Konjunktur abgewürgt werden. „Ich wünschte, es gebe einen schmerzlosen Weg“, sagte Fed-Chef Jerome Powell. „Den gibt es nicht.“

Der neuerliche Schritt war zwar erwartet worden – ist aber dennoch beachtlich. Gewöhnlich zieht es die Fed vor, den Leitzins in Schritten von 0,25 Prozentpunkten anzuheben. Bereits im Juni und Juli hatte die Fed den Leitzins um jeweils 0,75 Prozentpunkte angehoben. Manche Analysten hatten aufgrund jüngster Daten zur anhaltend hohen Teuerungsrate in den vergangenen Tagen sogar gemutmaßt, dass die Fed die Märkte mit einer Erhöhung um einen Prozentpunkt überraschen könnte. Powell machte deutlich, dass weitere hohe Zinserhöhungen anstehen. Das zeigen auch die Prognosen der Zentralbank.

Im Juni rechneten die Entscheider der Fed zum Jahresende im Mittel noch mit einem Leitzins von 3,4 Prozent. Nun gehen sie von 4,4 Prozent in diesem Jahr und 4,6 Prozent im kommenden Jahr aus. Die Fed sagt außerdem in diesem Jahr ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum voraus als noch vor drei Monaten angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft soll demnach nur noch um 0,2 Prozent wachsen. Fed-Chef Powell machte deutlich, einen Wachstumsrückgang im Kampf gegen die Inflation in Kauf zu nehmen.

Die US-Notenbank rechnet im laufenden Jahr auch mit einer etwas höheren Inflationsrate als zuvor angenommen. Zuletzt war die Enttäuschung darüber groß, dass die Dynamik des Preisanstiegs im August weniger als erwartet nachließ. Zwar hatte sich die Jahresinflationsrate von 8,5 Prozent im Vormonat auf 8,3 Prozent abgeschwächt. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. All diese Daten setzen die Fed sehr unter Druck.

Besondere Sorge bereitet Fed-Chef Powell der Arbeitsmarkt. Er sei weiterhin nicht „im Gleichgewicht, da die Nachfrage nach Arbeitskräften das Angebot an verfügbaren Arbeitskräften deutlich übersteigt“. Die Fed prognostiziert einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenquote für das kommende Jahr – nach der Juni-Prognose von 3,9 Prozent wird nun eine Arbeitslosenquote von 4,4 erwartet. „Wir werden nie sagen, dass es zu viele Menschen gibt, die arbeiten“, so Powell. Aber der Arbeitsmarkt sei überhitzt. Zentral sei es, die Inflation zu senken.

Insgesamt ist es die fünfte Anhebung des Leitzinses der Fed in diesem Jahr. Die US-Notenbank ist den Zielen der Preisstabilität und Vollbeschäftigung verpflichtet. Erhöhungen des Leitzinses durch die Notenbank verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken, schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum, da sich etwa Kredite verteuern. All das ist nicht ohne Risiko – auch der Arbeitsmarkt wird geschwächt. Ziel der Fed ist es daher, nur so weit an der Zinsschraube zu drehen, dass die Wirtschaft nicht kippt und in eine Rezession fällt.

Ob die USA bereits in eine Rezession hineingeschlittert sind, ist umstritten. Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft, wie Daten von Ende Juli zeigen. Da die Wirtschaft bereits im Winter geschrumpft war, ist nun die Definition einer sogenannten technischen Rezession erfüllt. Die US-Regierung hatte die Daten heruntergespielt und darauf gepocht, dass die Lage am Arbeitsmarkt gut sei. Auch Ökonominnen und Ökonomen hatten betont, dass man die Zahlen mit Vorsicht genießen müsse. „Wir wissen nicht, ob dieser Prozess zu einer Rezession führen wird und wenn ja, wie stark diese Rezession ausfallen würde“, sagte Powell nun mit Blick auf die Zinserhöhungen.

Powells aggressive Zinspolitik wird nun bereits mit der des legendären Fed-Chefs Paul Volcker verglichen. Volcker hob den Leitzins in den 1970er und 80er Jahren drastisch an – er stieg zeitweise auf um die 20 Prozent. Auch damals hatten die USA mit enormer Inflation zu kämpfen. Die Folge der Zinsanhebungen waren jedoch Arbeitslosigkeit und ein Einbruch des Wirtschaftswachstums. Powell ist von einem derart hohen Leitzins noch weit entfernt. Das Tempo, das er nun aber im Kampf gegen die Inflation vorlegt, ist aber außergewöhnlich.

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Arbeitsmarkt Bekämpfung Federal Reserve System Inflation Konjunktur Leitzins Notenbank Rezession Teuerungsrate US-Notenbank USA

Um 0,75 Prozent: Kampf gegen die Inflation: US-Notenbank erhöht Leitzins erneut deutlich

Höhere Leitzinsen bremsen die Kreditnachfrage. Das hilft, die Inflationsrate zu senken. In den USA ist das dringend notwendig, da die Teuerungsrate so hoch ist wie seit Jahrzehnten nicht. Die Fed setzt nun erneut auf einen ungewöhnlichen großen Zinsschritt.

Die US-Notenbank setzt ihren energischen Kampf gegen die hohe Inflation fort und dreht erneut kräftig an der Zinsschraube: Sie erhöht ihren Leitzins zum dritten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte, wie die Federal Reserve (Fed) am Mittwoch mitteilte. Damit liegt er nun in der Spanne von 3 bis 3,25 Prozent und erreicht den höchsten Stand seit 14 Jahren. Mit der strengen Geldpolitik wächst das Risiko, dass die Zentralbank die Wirtschaft bald so stark ausbremsen könnte, dass Arbeitsmarkt und Konjunktur abgewürgt werden.

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Fed sagt deutlich geringeres Wirtschaftswachstum voraus 

Der neuerliche Schritt war zwar erwartet worden – ist aber dennoch beachtlich. Gewöhnlich zieht es die Fed vor, den Leitzins in Schritten von 0,25 Prozentpunkten anzuheben. Bereits im Juni und Juli hatte die Fed den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Manche Analysten hatten aufgrund jüngster Daten zur anhaltend hohen Teuerungsrate in den vergangenen Tagen bereits gemutmaßt, dass die Fed die Märkte mit einer Erhöhung um einen Prozentpunkt überraschen könnte.

Im Juni rechneten die Entscheider der Fed zum Jahresende im Mittel noch mit einem Leitzins von 3,4 Prozent. Nun gehen sie von 4,4 Prozent in diesem Jahr und sogar 4,6 Prozent im kommenden Jahr aus. Die Fed sagt außerdem in diesem Jahr ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum als noch vor drei Monaten angenommen voraus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft soll demnach um 0,2 Prozent wachsen. Das wären 1,5 Prozentpunkte weniger als noch im März prognostiziert.

Die US-Notenbank rechnet im laufenden Jahr auch mit einer etwas höheren Inflationsrate als zuvor angenommen. Die Teuerungsrate soll trotz der Erhöhungen des Leitzinses 2022 durchschnittlich bei 5,4 Prozent liegen. Zuletzt war die Enttäuschung darüber groß, dass die Dynamik des Preisanstiegs im August weniger als erwartet nachließ. Zwar hatte sich die Jahresinflationsrate von 8,5 Prozent im Vormonat auf 8,3 Prozent abgeschwächt. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. All diese Daten setzen die Fed unter Druck.

Währungen mit stärkster Inflation 8.12

Bereits die fünfte Zinserhöhung dieses Jahr

Insgesamt ist es die fünfte Anhebung des Leitzinses der Fed in diesem Jahr. Die US-Notenbank ist den Zielen der Preisstabilität und Vollbeschäftigung verpflichtet. Erhöhungen des Leitzinses durch die Notenbank verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken, schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum, da sich etwa Kredite verteuern. All das ist nicht ohne Risiko – das Wirtschaftswachstum und der Arbeitsmarkt werden geschwächt. Ziel ist es, nur so weit an der Zinsschraube zu drehen, dass die Wirtschaft nicht kippt und in eine dauerhafte Rezession fällt.

Ob die USA bereits in eine Rezession hineingeschlittert sind, ist umstritten. Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft, wie Daten von Ende Juli zeigen. Da die Wirtschaft bereits im Winter geschrumpft war, ist nun die Definition einer sogenannten technischen Rezession erfüllt. Die US-Regierung hatte die Daten heruntergespielt und darauf gepocht, dass die Lage am Arbeitsmarkt gut sei. Auch Ökonominnen und Ökonomen hatten betont, dass man die Zahlen mit Vorsicht genießen müsse. Fed-Chef Jerome Powell hatte aber im Juli gewarnt, dass der Kampf gegen die hohe Inflation Schmerzen bereiten werde.

Powells aggressive Zinspolitik wird nun bereits mit der des legendären Fed-Chefs Paul Volcker verglichen. Volcker hob den Leitzins in den 1970er und 80er Jahren drastisch an – er stieg zeitweise auf um die 20 Prozent. Auch damals hatte die größte Volkswirtschaft der Welt mit enormer Inflation zu kämpfen. Die Folge der Zinsanhebungen waren jedoch Arbeitslosigkeit und ein Einbruch des Wirtschaftswachstums. Powell ist von einem derart hohen Leitzins noch weit entfernt. Das Tempo, das er nun aber im Kampf gegen die Inflation vorlegt, ist aber außergewöhnlich.

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Arbeitsmarkt Federal Reserve System Inflation Inflationsrate Konjunktur Leitzins Rezession US-Notenbank USA Zinsschritt

Konjunktur: Erneut großer Zinsschritt: Fed erhöht Leitzins um 0,75 Prozentpunkte

Höhere Leitzinsen helfen, die Inflationsrate zu senken – in den USA ist das dringend notwendig. Die Fed setzt nun erneut auf einen ungewöhnlichen großen Zinsschritt.

Die US-Notenbank setzt ihren energischen Kampf gegen die hohe Inflation fort und dreht erneut kräftig an der Zinsschraube: Sie erhöht ihren Leitzins zum dritten Mal in Folge um 0,75 Prozentpunkte, wie die Federal Reserve (Fed) mitteilte.

Damit liegt er nun in der Spanne von 3 bis 3,25 Prozent und erreicht den höchsten Stand seit 14 Jahren. Mit der strengen Geldpolitik wächst das Risiko, dass die Zentralbank die Wirtschaft bald so stark ausbremsen könnte, dass Arbeitsmarkt und Konjunktur abgewürgt werden.

Der neuerliche Schritt war zwar erwartet worden – ist aber dennoch beachtlich. Gewöhnlich zieht es die Fed vor, den Leitzins in Schritten von 0,25 Prozentpunkten anzuheben. Bereits im Juni und Juli hatte die Fed den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Manche Analysten hatten aufgrund jüngster Daten zur anhaltend hohen Teuerungsrate in den vergangenen Tagen bereits gemutmaßt, dass die Fed die Märkte mit einer Erhöhung um einen Prozentpunkt überraschen könnte.

Im Juni rechneten die Entscheider der Fed zum Jahresende im Mittel noch mit einem Leitzins von 3,4 Prozent. Nun gehen sie von 4,4 Prozent in diesem Jahr und sogar 4,6 Prozent im kommenden Jahr aus. Die Fed sagt außerdem in diesem Jahr ein deutlich geringeres Wirtschaftswachstum als noch vor drei Monaten angenommen voraus. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltgrößten Volkswirtschaft soll demnach um 0,2 Prozent wachsen. Das wären 1,5 Prozentpunkte weniger als noch im März prognostiziert.

Die US-Notenbank rechnet im laufenden Jahr auch mit einer etwas höheren Inflationsrate als zuvor angenommen. Die Teuerungsrate soll trotz der Erhöhungen des Leitzinses 2022 durchschnittlich bei 5,4 Prozent liegen. Zuletzt war die Enttäuschung darüber groß, dass die Dynamik des Preisanstiegs im August weniger als erwartet nachließ. Zwar hatte sich die Jahresinflationsrate von 8,5 Prozent im Vormonat auf 8,3 Prozent abgeschwächt. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. All diese Daten setzen die Fed unter Druck.

Insgesamt ist es die fünfte Anhebung des Leitzinses der Fed in diesem Jahr. Die US-Notenbank ist den Zielen der Preisstabilität und Vollbeschäftigung verpflichtet. Erhöhungen des Leitzinses durch die Notenbank verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken, schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum, da sich etwa Kredite verteuern. All das ist nicht ohne Risiko – das Wirtschaftswachstum und der Arbeitsmarkt werden geschwächt. Ziel ist es, nur so weit an der Zinsschraube zu drehen, dass die Wirtschaft nicht kippt und in eine dauerhafte Rezession fällt.

Ob die USA bereits in eine Rezession hineingeschlittert sind, ist umstritten. Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft, wie Daten von Ende Juli zeigen. Da die Wirtschaft bereits im Winter geschrumpft war, ist nun die Definition einer sogenannten technischen Rezession erfüllt. Die US-Regierung hatte die Daten heruntergespielt und darauf gepocht, dass die Lage am Arbeitsmarkt gut sei. Auch Ökonominnen und Ökonomen hatten betont, dass man die Zahlen mit Vorsicht genießen müsse. Fed-Chef Jerome Powell hatte aber im Juli gewarnt, dass der Kampf gegen die hohe Inflation Schmerzen bereiten werde.

Powells aggressive Zinspolitik wird nun bereits mit der des legendären Fed-Chefs Paul Volcker verglichen. Volcker hob den Leitzins in den 1970er und 80er Jahren drastisch an – er stieg zeitweise auf um die 20 Prozent. Auch damals hatte die größte Volkswirtschaft der Welt mit enormer Inflation zu kämpfen. Die Folge der Zinsanhebungen waren jedoch Arbeitslosigkeit und ein Einbruch des Wirtschaftswachstums. Powell ist von einem derart hohen Leitzins noch weit entfernt. Das Tempo, das er nun aber im Kampf gegen die Inflation vorlegt, ist aber außergewöhnlich.

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Arbeitsmarkt Bekämpfung Federal Reserve System Inflation Inflationsrate Jerome Powell Leitzins Rezession US-Notenbank Zinsanhebung

US-Notenbank: Kampf gegen Inflation: Fed vor erneuter Zinsanhebung

Als vergangene Woche die aktuellen Inflationsdaten veröffentlicht wurden, war die Enttäuschung groß. Das Fed-Rezept sind weitere Zinserhöhungen. Doch dabei darf sie die Ausfahrt nicht verpassen.

Zur Bekämpfung der hohen Inflationsrate steht die US-Notenbank wieder vor einer kräftigen Erhöhung des Leitzinses. Erwartet wird eine erneute Leitzinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte auf eine Spanne von dann 3 bis 3,25 Prozent. Damit würde der Leitzins den höchsten Stand seit 14 Jahren erreichen und die Fed ihren aggressiven Kampf gegen die grassierende Inflation fortsetzen. Die Entscheidung zum weiteren Kurs der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) wird heute bekanntgegeben. Bereits im Juni und Juli hatte die Fed den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben.

Es sind ungewöhnlich große Zinsschritte, welche die Zentralbank zuletzt regelmäßig verkündet hat. Gewöhnlich zieht es die Fed vor, den Leitzins in Schritten von 0,25 Prozentpunkten anzuheben. Allerdings ist der Druck auf die Notenbank groß: Die US-Inflation ist weiterhin hoch. Zuletzt war die Enttäuschung darüber groß, dass die Dynamik des Preisanstiegs im August weniger als erwartet nachließ. Zwar hatte sich die Jahresinflationsrate von 8,5 Prozent im Vormonat auf 8,3 Prozent abgeschwächt. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet.

Insgesamt wäre es die fünfte Anhebung des Leitzinses der Fed in diesem Jahr. Die US-Notenbank ist den Zielen der Preisstabilität und Vollbeschäftigung verpflichtet. Erhöhungen des Leitzinses durch die Notenbank verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken, schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum, da sich etwa Kredite verteuern. All das ist nicht ohne Risiko – das Wirtschaftswachstum und der Arbeitsmarkt werden geschwächt. Ziel ist es, nur so weit an der Zinsschraube zu drehen, dass die Wirtschaft nicht kippt und in eine dauerhafte Rezession fällt.

Definition einer Rezession erfüllt

Ob die USA bereits in eine Rezession hineingeschlittert sind, ist umstritten. Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft, wie Daten von Ende Juli zeigen. Da die Wirtschaft bereits im Winter geschrumpft war, ist nun die Definition einer sogenannten technischen Rezession erfüllt. Die US-Regierung hatte die Daten heruntergespielt und darauf gepocht, dass die Lage am Arbeitsmarkt gut sei. Auch Ökonominnen und Ökonomen hatten betont, dass man die Zahlen mit Vorsicht genießen müsse. Fed-Chef Jerome Powell hatte aber im Juli gewarnt, dass der Kampf gegen die hohe Inflation Schmerzen bereiten werde.

Powells aggressive Zinspolitik wird nun bereits mit der des legendären Fed-Chefs Paul Volcker verglichen. Volcker hob den Leitzins in den 1970er und 80er Jahren drastisch an – er stieg zeitweise auf um die 20 Prozent. Auch damals hatte die größte Volkswirtschaft der Welt mit enormer Inflation zu kämpfen. Die Folge der Zinsanhebungen waren jedoch Arbeitslosigkeit und ein Einbruch des Wirtschaftswachstums. Powell ist von einem derart hohen Leitzins noch weit entfernt. Sollte er aber in dem Tempo weitermachen, könnte der Leitzins Ende des Jahres bei mehr als 4 Prozent liegen – die schnellste Anpassung seit den 1980er Jahren.

Es dürfte allerdings einige Zeit dauern, bis die Zinspolitik der Fed überall Wirkung zeigt. „Je schneller die Fed die Zinsen anhebt, desto unwahrscheinlicher wird eine weiche Landung“, zitierte de „New York Times“ den Analysten Gennadiy Goldberg. „Das ist so ähnlich, als würde man feststellen, dass man die Ausfahrt auf der Autobahn eine Meile weiter hinten verpasst hat.“ Damit die Fed die Ausfahrt nicht verpasst, müsste sie ihre Zinserhöhungen bald verlangsamen.

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Arbeitsamt Arbeitsmarkt Bürgergeld Erfurt Fehlentscheidung Thüringen

Wirtschaft: VWT: Bürgergeld „arbeitsmarktpolitische Fehlentscheidung“

Der Verband der Wirtschaft Thüringens (VWT) hat das geplante Bürgergeld als „arbeitsmarktpolitische Fehlentscheidung“ kritisiert. „Insbesondere der Verzicht von Sanktionsmöglichkeiten der Jobcenter in den ersten sechs Monaten – die sogenannte Vertrauenszeit – ist problematisch“, sagte VWT-Geschäftsführer Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Sven Nobereit, laut einer am Dienstag in Erfurt verbreiteten Mitteilung. Es müsse den Menschen, die staatliche Leistungen beziehen, auch weiterhin zumutbar sein, Beratungstermine einzuhalten.

Der Verband der Wirtschaft Thüringens (VWT) hat das geplante Bürgergeld als „arbeitsmarktpolitische Fehlentscheidung“ kritisiert. „Insbesondere der Verzicht von Sanktionsmöglichkeiten der Jobcenter in den ersten sechs Monaten – die sogenannte Vertrauenszeit – ist problematisch“, sagte VWT-Geschäftsführer Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Sven Nobereit, laut einer am Dienstag in Erfurt verbreiteten Mitteilung. Es müsse den Menschen, die staatliche Leistungen beziehen, auch weiterhin zumutbar sein, Beratungstermine einzuhalten.

Das sogenannte Bürgergeld ist eine Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die im Januar 2023 das Arbeitslosengeld II – auch als Hartz IV bekannt – ablösen soll.

Es entstehe ein bedingungsloses Grundeinkommen, so Nobereit weiter, das den grundlegenden Sozialstaatsprinzipien widerspreche, dass denjenigen Menschen geholfen werden müsse, die dies nicht aus eigener Kraft schaffen. Ein Schonvermögen von bis zu 60.000 Euro und große Wohnungen automatisch anerkennen zu lassen, werde von den Menschen, „die für dieses großzügige Staatshandeln hart arbeiten müssen“, als ungerecht empfunden. Darüber hinaus werde die fehlende Berücksichtigung von Vermögen und die als angemessen angesehene Größe von Mietwohnungen die Kommunen und Länder teuer zu stehen kommen.

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Arbeitsmarkt Berlin Bundesregierung Carsten Schneider Deutschland Pipeline Redaktionsnetzwerk Deutschland Rosneft Schwedt SPD

Arbeitsmarkt: Ostbeauftragter Schneider: Mehr Jobs in Schwedt

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, rechnet damit, dass es im brandenburgischen Schwedt mittelfristig deutlich mehr Arbeitsplätze geben wird. Nachdem der Bund die Kontrolle über Rosneft Deutschland und die Schwedter PCK-Raffinerie übernommen hat, sieht Schneider gute Perspektiven für die Jobs dort. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag) sagte der SPD-Politiker auf die Frage, ob er den Mitarbeitern guten Gewissens sagen könne, dass sie eine berufliche Zukunft haben: „Definitiv ja!“.

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Carsten Schneider, rechnet damit, dass es im brandenburgischen Schwedt mittelfristig deutlich mehr Arbeitsplätze geben wird. Nachdem der Bund die Kontrolle über Rosneft Deutschland und die Schwedter PCK-Raffinerie übernommen hat, sieht Schneider gute Perspektiven für die Jobs dort. Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag) sagte der SPD-Politiker auf die Frage, ob er den Mitarbeitern guten Gewissens sagen könne, dass sie eine berufliche Zukunft haben: „Definitiv ja!“.

Mit dem russischen Eigentümer Rosneft habe es am Standort keine Fortschritte mehr gegeben. Geschäftspartner hätten sich zurückgezogen, Rosneft habe andererseits große, brach liegende Areale nicht für andere Investoren freigegeben. „Ich wage sogar die Prognose, dass es in Schwedt in einigen Jahren deutlich mehr Arbeitsplätze als heute geben wird. Wir haben die Weichen in Richtung Zukunft gestellt“, sagte Schneider.

PCK hat rund 1200 Mitarbeiter und ist eine wirtschaftliche Säule der Region um Schwedt. Die Raffinerie versorgt große Teile des Nordostens mit Treibstoff. Am Freitagabend stand Bundeskanzler Olaf Scholz der Belegschaft Rede und Antwort.

Hintergrund der Treuhandverwaltung ist das Ölembargo gegen Russland wegen des Ukraine-Kriegs, das am 1. Januar greift. Deutschland hat sich auf EU-Ebene verpflichtet, auch auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten. PCK wird bisher über die Druschba-Pipeline mit russischem Öl beliefert. Alternativ soll unter anderem Öl aus Rostock in Schwedt verarbeitet werden.

Auch der Rostocker Hafen werde von der Ertüchtigung der Pipeline zwischen Schwedt und der Ostsee profitieren, betonte Schneider. „Der Rostocker Hafen wird zu einem Energiehafen ausgebaut – übrigens nicht nur mit Blick auf Öllieferungen, sondern auch auf Wasserstoff, wenn das fossile Zeitalter vorbei ist“. „Es wird künftig nicht nur Hamburg, Antwerpen und Rotterdam geben, sondern auch Rostock als eigenen Zugang des Ostens zum Welthandel und für den Umschlag von Gütern.“

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Arbeitsmarkt Frau Frauen Frauenanteil Kamenz Professur Sachsen

Arbeitsmarkt: Wenig Professorinnen an Sachsens Hochschulen

Nur jede vierte Professur an Sachsens Hochschulen ist mit einer Frau besetzt. Lag der Frauenanteil beim Hochschulpersonal insgesamt zuletzt bei 55,1 Prozent, betrug er bei den hauptberuflichen Professoren und Professorinnen nur 24,8 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag informierte (Stichtag 1. Dezember 2021). Bezogen auf einzelne Fächergruppen ist der Anteil der Professorinnen in den Ingenieurwissenschaften mit 13,2 Prozent am geringsten, in den Geisteswissenschaften (42,1 Prozent) am höchsten. Dagegen sind im nichtwissenschaftlichen Bereich mehr als zwei Drittel der Beschäftigten (70,3 Prozent) Frauen.

Nur jede vierte Professur an Sachsens Hochschulen ist mit einer Frau besetzt. Lag der Frauenanteil beim Hochschulpersonal insgesamt zuletzt bei 55,1 Prozent, betrug er bei den hauptberuflichen Professoren und Professorinnen nur 24,8 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag informierte (Stichtag 1. Dezember 2021). Bezogen auf einzelne Fächergruppen ist der Anteil der Professorinnen in den Ingenieurwissenschaften mit 13,2 Prozent am geringsten, in den Geisteswissenschaften (42,1 Prozent) am höchsten. Dagegen sind im nichtwissenschaftlichen Bereich mehr als zwei Drittel der Beschäftigten (70,3 Prozent) Frauen.

Insgesamt ist die Zahl der Beschäftigten an den Hochschulen samt deren Kliniken um 1,4 Prozent auf etwas mehr als 47.400 gestiegen, davon waren mehr als 5500 studentische Hilfskräfte. Zum Vergleich: Vier Jahre zuvor (2017) lag die Gesamtzahl noch bei 44.070. Den größten Zuwachs verzeichneten den Angaben nach die Verwaltungsfachhochschulen mit einem Plus von 2,4 Prozent.

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Arbeitsmarkt: Wenig Professorinnen an Sachsens Hochschulen

Nur jede vierte Professur an Sachsens Hochschulen ist mit einer Frau besetzt. Lag der Frauenanteil beim Hochschulpersonal insgesamt zuletzt bei 55,1 Prozent, betrug er bei den hauptberuflichen Professoren und Professorinnen nur 24,8 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag informierte (Stichtag 1. Dezember 2021). Bezogen auf einzelne Fächergruppen ist der Anteil der Professorinnen in den Ingenieurwissenschaften mit 13,2 Prozent am geringsten, in den Geisteswissenschaften (42,1 Prozent) am höchsten. Dagegen sind im nichtwissenschaftlichen Bereich mehr als zwei Drittel der Beschäftigten (70,3 Prozent) Frauen.

Nur jede vierte Professur an Sachsens Hochschulen ist mit einer Frau besetzt. Lag der Frauenanteil beim Hochschulpersonal insgesamt zuletzt bei 55,1 Prozent, betrug er bei den hauptberuflichen Professoren und Professorinnen nur 24,8 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag informierte (Stichtag 1. Dezember 2021). Bezogen auf einzelne Fächergruppen ist der Anteil der Professorinnen in den Ingenieurwissenschaften mit 13,2 Prozent am geringsten, in den Geisteswissenschaften (42,1 Prozent) am höchsten. Dagegen sind im nichtwissenschaftlichen Bereich mehr als zwei Drittel der Beschäftigten (70,3 Prozent) Frauen.

Insgesamt ist die Zahl der Beschäftigten an den Hochschulen samt deren Kliniken um 1,4 Prozent auf etwas mehr als 47.400 gestiegen, davon waren mehr als 5500 studentische Hilfskräfte. Zum Vergleich: Vier Jahre zuvor (2017) lag die Gesamtzahl noch bei 44.070. Den größten Zuwachs verzeichneten den Angaben nach die Verwaltungsfachhochschulen mit einem Plus von 2,4 Prozent.

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