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Großeinsatz Innenstadt Männer Polizei Trier

Trier: Bewaffnete Männer spazieren durch Innenstadt: Großeinsatz

Zwei Männer mit einer Waffe haben in Trier einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, informierte ein Anrufer das Polizeipräsidium am Donnerstagnachmittag über die beiden Männer, die demnach vor dem Rathaus mit einer Waffe hantierten und bereits zweimal in den Boden geschossen hätten. Polizisten stoppten den 53-Jährigen und den 41-Jährigen daraufhin vor dem Theater. Bei einer Durchsuchung der Männer fanden die Beamten neben der Waffe auch Munition und Betäubungsmittel. Den Angaben zufolge lag gegen den 53-Jährigen ein Haftbefehl vor. Daher wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Sein Begleiter bekam einen Platzverweis.

Zwei Männer mit einer Waffe haben in Trier einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Wie die Polizei mitteilte, informierte ein Anrufer das Polizeipräsidium am Donnerstagnachmittag über die beiden Männer, die demnach vor dem Rathaus mit einer Waffe hantierten und bereits zweimal in den Boden geschossen hätten. Polizisten stoppten den 53-Jährigen und den 41-Jährigen daraufhin vor dem Theater. Bei einer Durchsuchung der Männer fanden die Beamten neben der Waffe auch Munition und Betäubungsmittel. Den Angaben zufolge lag gegen den 53-Jährigen ein Haftbefehl vor. Daher wurde er in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Sein Begleiter bekam einen Platzverweis.

Pressemitteilung

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Amokfahrt Baby Martha Schwiering Psychiatrie Staatsanwaltschaft Trier Unterbringung Verteidigung

Prozesse: Amokfahrt: Verteidigung will Unterbringung in Psychiatrie

Die Amokfahrt in Trier hat bundesweit Entsetzen ausgelöst. Es gibt fünf Tote und zahlreiche Verletzte. Nun neigt sich der Prozess gegen den mutmaßlichen Amokfahrer dem Ende zu.

Im Prozess um die tödliche Amokfahrt in Trier hat die Verteidigung am Donnerstag die Unterbringung des Angeklagten in einer geschlossenen Psychiatrie gefordert. Das Urteil in dem Verfahren vor dem Landgericht Trier wird laut der Vorsitzenden Richterin Petra Schmitz am 16. August um 13.00 Uhr verkündet – fast ein Jahr nach Beginn des Prozesses. Die Tat hat bundesweit Entsetzen ausgelöst.

Die Pflichtverteidiger Martha Schwiering und Frank Kay Peter verweisen in ihrem lediglich 20-minütigen Plädoyer auf das Gutachten eines psychiatrischen Sachverständigen, wonach der Angeklagte an einer paranoiden Schizophrenie leidet und vermindert schuldfähig ist. Daher fordern sie keine lebenslange Haft und keine besondere Schwere der Schuld für den mutmaßlichen Amokfahrer, wie die beiden Anwälte erklären. Der Angeklagte, der hinter mobilen Panzerglaswänden sitzt, blickt äußerlich unbewegt in die Ferne.

Bei der Amokfahrt am 1. Dezember 2020 sind fünf Passanten getötet worden, darunter ein Baby. Zudem hat es zahlreiche Verletzte und Traumatisierte gegeben. Seit dem 19. August 2021 steht der Angeklagte als mutmaßlicher Täter vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor. Der Deutsche soll mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast sein, um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen.

Langsam entwickelte sich „feindselige Haltung“

Verteidiger Peter sagt unter Bezug auf das Gutachten, der 52-Jährige habe sich Ende der neunziger Jahre verändert: Er habe sich von seiner Freundin getrennt, seinen Job verloren, den Kontakt zur Schwester abgebrochen und die Zahl seiner sozialen Kontakte verringert. Hier könne seine psychische Krankheit eine Rolle gespielt haben. Sie habe bei dem Mann im Laufe der Jahre eine „feindselige Haltung gegenüber der Gesellschaft“ gefördert. Der Angeklagte habe sogar seine Verteidiger abgelehnt. An den Zeitraum der ihm vorgeworfenen Straftaten habe er nach eigenen Worten keine Erinnerung. Die Staatsanwaltschaft hat den 52-Jährigen beim Prozessauftakt als alleinstehend, arbeitslos, ohne festen Wohnsitz, frustriert und mit einem sich entwickelnden „allgemeinen Gesellschaftshass“ geschildert.

Seine beiden Verteidiger machen am Donnerstag keine Angaben dazu, wie lange der 52-Jährige aus ihrer Sicht in eine geschlossene Psychiatrie kommen sollte. Dort werden Patienten gewöhnlich regelmäßig hinsichtlich ihrer Entwicklung begutachtet.

Die Verteidiger sprechen den Verletzten und Hinterbliebenen der Opfer der Amokfahrt ihr tiefes Mitgefühl aus. Manche Angehörige sitzen als Nebenkläger im Gerichtssaal. Der Angeklagte im kurzärmeligen Hemd und mit weißer Corona-Maske verzichtet mit einem Kopfschütteln darauf, sein Recht auf das letzte Wort vor der Urteilsfindung wahrzunehmen. Er hat auch während des fast einjährigen Prozesses geschwiegen.

Die Staatsanwaltschaft Trier hat lebenslange Haft für den 52-Jährigen und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert. Wegen der psychischen Erkrankung des Mannes forderte die Anklagebehörde zudem ebenfalls seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Auch Opferanwälte plädierten als Vertreter der Nebenklage auf eine lebenslange Freiheitsstrafe.

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Kfz-Kennzeichen Rheinland-Pfalz Trier Verwahrung Verwaltungsgericht

Verwaltungsgericht Trier: Über 2000 Euro für Verwahrung von Kennzeichen sind zu viel

Kosten in Höhe von 2331 Euro für die Verwahrung eines durch Polizeibeamte sichergestellten Kfz-Kennzeichens sind unverhältnismäßig. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier in einem am Dienstag bekannt gemachten Urteil entschieden. Ein Mann hatte gegen das Land Rheinland-Pfalz geklagt, nachdem er dazu aufgefordert worden war, den entsprechenden Betrag für die Verwahrung seines sichergestellten Kennzeichens zu bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (8 K 10881/16.TR)

Kosten in Höhe von 2331 Euro für die Verwahrung eines durch Polizeibeamte sichergestellten Kfz-Kennzeichens sind unverhältnismäßig. Dies hat das Verwaltungsgericht Trier in einem am Dienstag bekannt gemachten Urteil entschieden. Ein Mann hatte gegen das Land Rheinland-Pfalz geklagt, nachdem er dazu aufgefordert worden war, den entsprechenden Betrag für die Verwahrung seines sichergestellten Kennzeichens zu bezahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (8 K 10881/16.TR)

Polizeibeamte hatten laut Gericht im Dezember 2020 bei einer Verkehrskontrolle das Nummernschild des Mannes sichergestellt, weil die EU-Kennung mit Folie abgeklebt worden war und die Stempelplakette gefehlt habe. Im Dezember 2021 wurde dem Mann mitgeteilt, dass eine Verwertung des Kennzeichens anstehe. Dem habe er zugestimmt. Das Land Rheinland-Pfalz habe den Kläger daraufhin aufgefordert, Verwahrungskosten in Höhe von 2331 Euro zu bezahlen – sieben Euro pro Tag für insgesamt 333 Tage. Ein Hinweis auf die Kosten von sieben Euro pro Tag im Januar 2021 habe den Mann nicht erreicht.

Ein Kfz-Kennzeichen könne man zu Preisen von unter zehn Euro erwerben, so das Gericht. Eine Verwahrung von vierzehn Tagen wäre ausreichend gewesen, um Voraussetzungen für die Verwertung oder Vernichtung festzustellen, heißt es in dem Urteil. Die Verwahrungsgebühren seien in diesem Fall somit rechtswidrig und unverhältnismäßig.

Urteil Verwaltungsgericht Trier

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Abfall Bayern Berlin Bioabfall Deutsche Umwelthilfe e.V. Deutschland Gaskrise Peter Kurth Regensburg Restmüll Rheinland-Pfalz Saalfeld-RUDOLSTADT Thomas Fischer Thüringen Trier Umwelt

Abfall: Mehr Biotonnen, mehr Gas? Müllbranche fordert Maßnahmen

Ob vergammeltes Obst, Salatreste oder Grünschnitt: In Biotonnen werden organische Abfälle gesammelt, die in manchen Anlagen zur Gasgewinnung genutzt werden. Gas aus einer heimischen Quelle?

Geht es nach Peter Kurth, so könnte man die Gaskrise zumindest zu einem kleinen Teil direkt vor der eigenen Haustüre lösen: mit der Biotonne, die da hoffentlich steht. 

Dass sie in einigen Städten Deutschlands aber trotz eines seit langem geltenden Gesetzes nicht vorhanden ist, ärgert den Präsidenten des Entsorgungswirtschaftsverbandes BDE. „Seit 2015 ist das Pflicht, aber vielerorts wird es einfach nicht gemacht.“ Dabei wäre das gerade jetzt so wichtig, sagt Kurth. Der deutsche Gasbedarf werde derzeit zu einem Prozent mit Biogas gedeckt. „Mit gut genutzten Biotonnen überall in Deutschland könnten wir auf zwei Prozent kommen.“

Bioabfall landet noch immer oft im Restmüll“

Mit Blick auf den Winter, wenn ein Gasmangel zu Liefereinschränkungen in der Industrie führen könnte und dann Arbeitsplätze in Gefahr geraten würden, erscheint Kurths Vorschlag sinnvoll und überfällig. Ein Prozentpunkt mehr – „das wäre ein weiterer Schritt, um das Problem zu meistern und unabhängiger zu werden von Energieimporten“, sagt er. Umweltschützer stimmen zu. „Bioabfall landet noch immer oft im Restmüll“, sagt Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe. 39 Prozent des Restmülls hierzulande seien Bioabfälle. Branchenvertreter Kurth und Umweltschützer Fischer sind dafür, dass die Länder den Kommunen Druck machen, damit mehr Biotonnen aufgestellt werden.

Einfach ist die Sache allerdings nicht. Denn um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sind nicht unbedingt braune Tonnen nötig. Es reichen auch Sammelplätze, wo die Bürger den organischen Abfall hinbringen können. Damit ist den Anforderungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes Genüge getan. Beispiele sind Trier (Rheinland-Pfalz) und Regensburg (Bayern), wo es Bringsysteme gibt. Saalfeld-Rudolstadt (Thüringen) plant eine Einführung Anfang 2023.

An den Bringsystemen gibt es scharfe Kritik. Denn die Lust, eine gärende Masse quer durch die Stadt zu fahren, dürfte gering sein. Das sei nicht verbraucherfreundlich und der Aufwand sei zu hoch, moniert Andreas Habel vom mittelständisch geprägten Abfallwirtschaftsverband bvse. Das Gros des Bioabfalls lande in der Restmülltonne und wertvolle Sekundärrohstoffe endeten in der Müllverbrennungsanlage. „Mit Kreislaufwirtschaft hat dieses Vorgehen nichts zu tun.“

Kommunalorganisation weist auf Nachteil hin

Der Deutsche Landkreistag hält eine Steigerung der Bioabfallmengen für „im Grundsatz wünschenswert“. Die meisten Landkreise hätten die Behältnisse. Wo dies nicht der Fall sei, liege das vor allem daran, dass die Haushalte dort ihre Bioabfälle überwiegend selbst in den Gärten kompostierten. Die Kommunalorganisation weist auf einen Nachteil hin: Die Aufstellung von braunen Tonnen müsste über Abfallgebühren refinanziert werden, was auf Unverständnis stoßen würde und wegen relativ geringer Mengen unwirtschaftlich wäre.

Einige Landkreise gehen derzeit noch andere Wege. Der im brandenburgischen Teltow-Fläming tätige Südbrandenburgische Abfallzweckverband setzt auf ein System, bei dem Küchenabfälle im Restmüll bleiben und mit ihm zusammen getrocknet, zerkleinert und sortiert werden. „Es entsteht ein hochwertiger Ersatzbrennstoff, den wir in einem Braunkohlekraftwerk zur Mitverbrennung einsetzen“, sagt Verbandsvorsteher Holger Riesner.

„Dank dieses Ersatzbrennstoffs braucht das Kraftwerk weniger Kohle, es entsteht also weniger CO2.“ In puncto CO2-Einsparung diene das Verfahren dem Schutz von Mensch und Umwelt im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes ähnlich gut wie eine Vergärungsanlage, sagt Riesner. Er weist zudem darauf hin, dass auch das Biotonnen-System Schwächen habe. So lande der ökologische Abfall in Deutschland häufig in einfachen Kompostieranlagen, wo die Gase ungenutzt in die Umwelt entwichen. Nötig seien effiziente Vergärungsanlagen, von denen es noch viel zu wenige gebe.

Auch in Schweinfurt (Bayern) gibt es keine Biotonnen. Eine Stadtsprecherin sagt, man habe eine Untersuchung durchgeführt, der zufolge die Sammlung von Gartenabfällen (Grüngut) und die „thermische Verwertung“ – also Verbrennung – von Restmüll inklusive Bioabfall sich günstiger auf den Treibhauseffekt und andere Probleme auswirkten als der Einsatz einer Biotonne. Der hohe Kompostanteil in Privatgärten sei zudem gut für den Boden.

In Bremerhaven sucht man ebenfalls vergeblich nach Biotonnen. Ein Sprecher begründet den Verzicht auf diese Behältnisse unter anderem damit, dass es in näherer Umgebung keine Abfallaufbereitungsanlage gebe. Ein Auftrag zur Verwertung des Bremerhavener Biomülls müsste europaweit ausgeschrieben werden. Der Gewinner der Ausschreibung müsste selbst dann genommen werden, wenn er sich im weit entfernten Osnabrücker Umland befände, sagt der Sprecher kopfschüttelnd. In der Stadt gebe es aber zwei Annahmestellen für Grünschnitt.

Ebenfalls keine Biotonnen gibt es im bayerischen Altötting. Ein Sprecher des Landkreises weist darauf hin, dass in Biomülltonnen „nachweislich viel Plastik landet, welches nach der Vergärung in Biogasanlagen in Form von Mikroplastik auf Feldern und somit in der Nahrungskette landet“. Im Restmüll befänden sich in dem Landkreis jährlich pro Person nur acht Kilo an Küchenabfällen. „Diese Restmengen mit einer eigenen Biotonne erfassen zu wollen, die durch dieselbetriebene LKW 14-tägig geleert werden müssen, macht aus unserer Sicht weder ökologisch noch ökonomisch Sinn.“ Würde das doch geschehen, würden sich die Müllgebühren verdoppeln.

Mikroplastik-Befürchtungen ein „Scheinargument“

Die Mikroplastik-Befürchtungen hält der Biotonnen-Verfechter Kurth vom Branchenverband BDE für ein „Scheinargument“. Zum einen werde den Bürgerinnen und Bürgerinnen damit unterstellt, nicht zu einer vernünftigen Abfalltrennung in der Lage zu sein. Und zum anderen gehöre Abfallberatung zu den Aufgaben der Landkreise und Kommunen.

Die Wortmeldungen aus den Städten und Landkreisen machen deutlich, dass es dort wohl auch künftig keine braune Tonnen vor der Haustür geben wird. Den Wunsch der Entsorgungsbranche nach mehr Gas aus Biomüll dürfte nur schwer erfüllbar sein.

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EuGH Koblenz Lebensversicherung Luxemburg OLG Rechtsstreit Rheinland-Pfalz Trier Trier-Saarburg Verfassungsbeschwerde VGH

Urteil: Erfolg: Verfassungsbeschwerde im Lebensversicherungs-Streit

Im Streit um eine Lebensversicherung hatte ein Mann im Kreis Trier-Saarburg mit einer Verfassungsbeschwerde Erfolg. In einem Rechtsstreit hatte er sich dagegen gewehrt, dass das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz seinen Fall nicht dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorlegen wollte. Das teilte der Verfassungsgerichtshof (VGH) Rheinland-Pfalz in Koblenz am Freitag mit. Das OLG müsse erneut über die Vorlage beim EuGH entscheiden, erläuterte ein VGH-Sprecher. Der VGH-Beschluss (VGH B 70/21) ist unanfechtbar.

Im Streit um eine Lebensversicherung hatte ein Mann im Kreis Trier-Saarburg mit einer Verfassungsbeschwerde Erfolg. In einem Rechtsstreit hatte er sich dagegen gewehrt, dass das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz seinen Fall nicht dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg vorlegen wollte. Das teilte der Verfassungsgerichtshof (VGH) Rheinland-Pfalz in Koblenz am Freitag mit. Das OLG müsse erneut über die Vorlage beim EuGH entscheiden, erläuterte ein VGH-Sprecher. Der VGH-Beschluss (VGH B 70/21) ist unanfechtbar.

Der Beschwerdeführer hatte 2016 den Widerspruch zu einer 2002 abgeschlossenen Lebensversicherung erklärt. Diese war zum vereinbarten Vertragsende 2012 abgewickelt worden. Der Mann hatte vier Jahre später Rückabwicklungsansprüche von gut 17.300 Euro geltend gemacht. Die Zulässigkeit seines sehr späten Widerspruchs begründete er mit einer fehlerhaften Belehrung über dieses Recht und unzureichenden Verbraucherinformationen. Das Landgericht Trier wies seine späte Klage ab und das OLG seine Berufung gegen diese Entscheidung zurück.

Daraufhin drang der Beschwerdeführer beim VGH auf Rechtsschutz: Das OLG habe willkürlich gegen die Pflicht zur Vorlage beim EuGH verstoßen. Der VGH gab dem Mann recht: Das OLG habe nicht ausreichend begründet, warum der Fall nicht zum EuGH wandern sollte.

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Bad Kreuznach Christopher Street Day Fastnacht Immunschwächekrankheit Aids Koblenz Mainz Regenbogenfahne Rheinland-Pfalz Trier Twitter

Christopher Street Day: Mainz wirft sich in Regenbogenfarben

Die queere Szene in Mainz feiert mit Drag Queens wie Igitte von Bingen und streitet für Selbstbestimmung und Akzeptanz. Die Veranstalter des Christopher Street Day in Mainz sehen Anzeichen für einen „Rollback“ der jüngsten Entwicklung.

Die Mainzer Fastnacht hat vier Farben, die Regenbogenfahne hat sechs. „Jetzt Farbe bekennen“ lautet das diesjährige Motto zum Christopher Street Day (CSD) in Mainz. Dazu gehören auch fünf weitere Farben der Regenbogenfahne in ihrer „progressiven“ Variante – diese beziehen Trans-Menschen, „People of Color“ (PoC) und Betroffene der Immunschwächekrankheit Aids mit ein.

Die Aktionswoche in Mainz erlebt an diesem Samstag mit einer Demonstration durch die Stadt ihren Höhepunkt. Trier hat seinen CSD schon am 16. Juli erlebt. In Koblenz ist es am 20. August soweit, in Bad Kreuznach wird ein kleinerer CSD für den 17. September geplant.

Mit den Kundgebungen zum Christopher Street Day in Rheinland-Pfalz werde seit Jahren „der Abbau der letzten Diskriminierungen im Bundesrecht und die volle gesellschaftliche Akzeptanz für LGBTIQ*“ gefordert, sagt der Landesbeauftragte für gleichgeschlechtliche Lebensweisen und Geschlechtsidentität, David Profit (Grüne). Die Abkürzung steht für die englischen Begriffe Lesbian, Gay, Bisexual, Trans, Intersex und Queer (lesbisch, schwul, bisexuell, transgeschlechtlich, intersexuell und queer), das Sternchen für weitere Geschlechtsidentitäten.

Profit, der auch Staatssekretär im Familienministerium ist, zeigt sich zuversichtlich: „Da geht es voran“. Die Bundesregierung werde mit dem Selbstbestimmungsgesetz und dem Abstammungsrecht gesetzliche Diskriminierungen beenden.

„Wir dürfen nicht nachlassen, für unsere Anliegen einzustehen“, mahnt allerdings Philipp Gresch vom Verein Schwuguntia, der den CSD veranstaltet. „Der Rollback ist da – sehr viele Menschen in der Community sagen, dass Alltagsdiskriminierung und Gewalt wieder zunehmen.“ In Mainz habe es Pöbeleien in einem Nachtbus gegeben, in Frankfurt körperliche Angriffe auf homosexuelle und queere Menschen.

Joachim Schulte vom Netzwerk QueerNet Rheinland-Pfalz sieht in der öffentlichen Meinung zurzeit zwei unterschiedliche Tendenzen. Auf der einen Seite „erhebt die Emanzipationsbewegung klarer ihr Wort und geht aus der Bittstellerrolle heraus – da erleben wir wie in Trier einen Zuwachs“. Auf der anderen Seite gebe es immer noch viele, die sagten: „Ich habe ja nichts gegen Schwule, aber …“

Dem Mainzer CDU-Vorsitzenden Thomas Gerster wirft Schulte vor, mit seiner kürzlich auf Twitter verbreiteten Aussage zur Regenbogenfahne diese ausgrenzende Stimmung zu bedienen. „Diese Haltung darf sich nicht noch weiter in die sogenannte Mitte der Gesellschaft fressen“, sagt Schulte. Nach dem CSD in Berlin hatte Gerster das Hissen der Regenbogenfahne am Bundestag kritisiert und in Anspielung auf die NS-Zeit auf Twitter geschrieben: „Man hat schon einmal schwarz-rot-gold durch andere Farben ersetzt.“ Später entschuldigte er sich und löschte den Tweet.

Der CSD in Mainz verbindet den politischen Aktionstag mit dem Sommerfest der „Sommerschwüle“. Am Vorabend der Demonstration moderiert Gresch eine Bühnenshow mit elf Drag Queens aus Mainz und Umgebung. Gracia Gracioso, Igitte von Bingen und andere wollen nach den Worten Greschs „mit dem Überzeichnen von Geschlechterstereotypen deutlich machen, das es letztlich ein gesellschaftliches Konstrukt ist, was als männlich und was als weiblich betrachtet wird“. Damit sei die Drag-Kultur auch politisch.

Die Demonstration am Samstag wird nicht als Show mit bunten Wagen, sondern als politische Willensbekundung organisiert. Im Mittelpunkt soll die Forderung nach gleichen Rechten, Akzeptanz und Selbstbestimmung stehen, ehe die Aktionswoche mit einer bunten Party ausklingt.

Programm CSD Mainz

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Austritt Großeinsatz Husten Supermarkt Trier

Trier: Substanz in Supermarkt ausgetreten: Großeinsatz

In einem Supermarkt in Trier sind sechs Mitarbeiter nach dem Austritt einer bislang unbekannten Substanz vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klagten am Montagmorgen über Husten und erlitten leichte Atemwegsreizungen, wie die Stadt Trier mitteilte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei die Substanz aus dem Kühlraum des Marktes ausgetreten. Vermutlich habe es sich dabei um Kühlmittel gehandelt, das wegen eines Defekts ausgetreten sei.

In einem Supermarkt in Trier sind sechs Mitarbeiter nach dem Austritt einer bislang unbekannten Substanz vorsorglich ins Krankenhaus gebracht worden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter klagten am Montagmorgen über Husten und erlitten leichte Atemwegsreizungen, wie die Stadt Trier mitteilte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei die Substanz aus dem Kühlraum des Marktes ausgetreten. Vermutlich habe es sich dabei um Kühlmittel gehandelt, das wegen eines Defekts ausgetreten sei.

Für den Einsatz, bei dem rund 40 Feuerwehrleute vor Ort waren, war der Supermarkt zeitweilig gesperrt worden. Anschließend wurde das Gebäude wieder an den Besitzer übergeben, der sich nun um eine Reparatur kümmern muss, wie es hieß. Eine Gefahr für die Umgebung habe nicht bestanden.

Mitteilung Stadt Trier

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Johannes Gutenberg-Universität Mainz Mainz Rheinland-Pfalz Trier Universität Trier

Hochschulen: Auch Uni Trier kann nun selbst dauerhaft Professoren berufen

Nach der Universität Mainz hat nun die Universität Trier als zweite Hochschule in Rheinland-Pfalz dauerhaft das Berufungsrecht erhalten. Die Trierer Uni sei damit berechtigt, eigenständig neue Professorinnen und Professoren zu berufen, teilte das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft am Mittwoch in Mainz mit. Das dauerhafte Berufungsrecht ermögliche den Hochschulen „noch mehr Eigenständigkeit im Wettstreit um hochqualifizierte Lehrende und Forschende“.

Nach der Universität Mainz hat nun die Universität Trier als zweite Hochschule in Rheinland-Pfalz dauerhaft das Berufungsrecht erhalten. Die Trierer Uni sei damit berechtigt, eigenständig neue Professorinnen und Professoren zu berufen, teilte das rheinland-pfälzische Ministerium für Wissenschaft am Mittwoch in Mainz mit. Das dauerhafte Berufungsrecht ermögliche den Hochschulen „noch mehr Eigenständigkeit im Wettstreit um hochqualifizierte Lehrende und Forschende“.

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Anklage Die Männer Einbruchserie Hunsrück Justiz Männer Schmuck Staatsanwaltschaft Trier

Justiz: Nach Einbruchserie: Staatsanwaltschaft klagt drei Männer an

Nach einer Einbruchserie an der Mittelmosel und im Hunsrück hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Täter erhoben. Es handle sich um drei Männer im Alter von 23, 32 und 49 Jahren, wie die Anklagebehörde in Trier am Montag mitteilte. Einer von ihnen soll im Dezember 2021 und Januar 2022 insgesamt in 26 Häuser und Wohnungen eingebrochen sein, die anderen Männer sollen sich an mehreren dieser Taten beteiligt haben. Gestohlen wurde hauptsächlich Bargeld und Schmuck, der Wert beträgt insgesamt etwa 100.000 Euro. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft. Die Anklage lautet unter anderem auf schweren Bandendiebstahl. Einen Verhandlungstermin gibt es noch nicht.

Nach einer Einbruchserie an der Mittelmosel und im Hunsrück hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die mutmaßlichen Täter erhoben. Es handle sich um drei Männer im Alter von 23, 32 und 49 Jahren, wie die Anklagebehörde in Trier am Montag mitteilte. Einer von ihnen soll im Dezember 2021 und Januar 2022 insgesamt in 26 Häuser und Wohnungen eingebrochen sein, die anderen Männer sollen sich an mehreren dieser Taten beteiligt haben. Gestohlen wurde hauptsächlich Bargeld und Schmuck, der Wert beträgt insgesamt etwa 100.000 Euro. Die Männer sitzen in Untersuchungshaft. Die Anklage lautet unter anderem auf schweren Bandendiebstahl. Einen Verhandlungstermin gibt es noch nicht.

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Energiekrise Frankenthal Kommune Rheinland-Pfalz Sporthalle Trier Wärme Warmwasser

Energiekrise: Weniger Wärme und warmes Wasser: Kommunen sparen Energie

Heizungen in öffentlichen Gebäuden drosseln, Warmwasser in Sporthallen abdrehen und Brunnen austrocknen lassen: Auch Kommunen in Rheinland-Pfalz wollen Energie einsparen. Hintergrund ist die drohende Energiekrise im kommenden Winter wegen der Drosselung russischer Erdgaslieferungen.

Heizungen in öffentlichen Gebäuden drosseln, Warmwasser in Sporthallen abdrehen und Brunnen austrocknen lassen: Auch Kommunen in Rheinland-Pfalz wollen Energie einsparen. Hintergrund ist die drohende Energiekrise im kommenden Winter wegen der Drosselung russischer Erdgaslieferungen.

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