Kategorien
Ansteckung Cornell University Coronavirus COVID - 19 Impfung Kanada New York Omikron Pandemie Sars-Cov-2 Stars Virus Weltgesundheitsorganisation WHO

Nächste Pandemie-Welle: Vom „Wildtyp“ bis zu „Cerberus“: Was wir über die neuen Corona-Varianten bereits wissen

Trotz Impfungen und vielen überstandenen Corona-Infektionen kommt es in der Pandemie zu immer neuen Varianten. Worauf zielen die Mutationen? Und was können wir tun?

Go to Source

Kategorien
Ansteckung Cornell University Coronavirus COVID - 19 Impfung Kanada New York Omikron Pandemie Sars-Cov-2 Stars Virus Weltgesundheitsorganisation WHO

Nächste Pandemie-Welle: Vom „Wildtyp“ bis zu „Cerberus“: Was wir über die neuen Corona-Varianten bereits wissen

Trotz Impfungen und vielen überstandenen Corona-Infektionen kommt es in der Pandemie zu immer neuen Varianten. Worauf zielen die Mutationen? Und was können wir tun?

Go to Source

Kategorien
Ebola Gesundheitsministerium Kampala Uganda Virus WHO

Gesundheit: Mindestens ein Toter bei Ebola-Ausbruch in Uganda

In Uganda ist ein Mensch an Ebola gestorben. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass dort eine bestimmte Variante des Virus festgestellt worden ist. Das Land ist in Sorge. Die WHO kündigt Unterstützung an.

In Uganda ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch an Ebola gestorben. Auf Twitter teilte die Behörde am Dienstag mit, das Virus sei im Distrikt Mubende nachgewiesen worden, rund 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala. Bei dem Toten handele es sich um einen 24-Jährigen aus der Region.

PAID Corona Afrika MSF Interview_16.41

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gingen dem bestätigten Fall in dem ostafrikanischen Land bereits mehrere Verdachtsfälle voraus. Seit Beginn des Monats seien sechs Menschen in der Region mit typischen Ebola-Symptomen in Krankenhäuser gebracht worden und gestorben. Acht weitere Verdachtsfälle würden gegenwärtig geprüft.

Sudan-Variante das erste Mal in zehn Jahren in Uganda festgestellt

Nachgewiesen wurde das relativ seltene Sudan-Ebolavirus, neben der Zaire-Ebolavirus eine der aggressivsten Varianten, wie es von der WHO hieß. Laut Matshidiso Moeti, Afrika-Direktor der WHO, ist es das erste Mal seit zehn Jahren, dass in Uganda die Sudan-Variante festgestellt wurde. Moeti kündigte an, Uganda mit Hilfsmitteln unterstützen zu wollen.

FS World Press Photo Award 2022 9.20

Erst im vergangenen Monat hatte Ugandas Nachbarland Kongo einen erneuten Ebola-Ausbruch gemeldet.

Go to Source

Kategorien
Ebola Gesundheitsministerium Kampala Twitter Uganda Virus WHO

Gesundheit: Mindestens ein Toter bei Ebola-Ausbruch in Uganda

In Uganda wächst die Beunruhigung nachdem ein Mensch an Ebola gestorben ist. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass dort eine bestimmte Variante des Virus festgestellt worden ist. Die WHO kündigt Unterstützung an.

In Uganda ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch an Ebola gestorben. Auf Twitter teilte die Behörde am Dienstag mit, das Virus sei im Distrikt Mubende nachgewiesen worden, rund 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala. Bei dem Toten handele es sich um einen 24-Jährigen aus der Region.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gingen dem bestätigten Fall in dem ostafrikanischen Land bereits mehrere Verdachtsfälle voraus. Seit Beginn des Monats seien sechs Menschen in der Region mit typischen Ebola-Symptomen in Krankenhäuser gebracht worden und gestorben. Acht weitere Verdachtsfälle würden gegenwärtig geprüft.

Nachgewiesen wurde das relativ seltene Sudan-Ebolavirus, neben der Zaire-Ebolavirus eine der aggressivsten Varianten, wie es von der WHO hieß. Laut Matshidiso Moeti, Afrika-Direktor der WHO, ist es das erste Mal seit zehn Jahren, dass in Uganda die Sudan-Variante festgestellt wurde. Moeti kündigte an, Uganda mit Hilfsmitteln unterstützen zu wollen.

Erst im vergangenen Monat hatte Ugandas Nachbarland Kongo einen erneuten Ebola-Ausbruch gemeldet.

Go to Source

Kategorien
Ebola Gesundheitsministerium Kampala Twitter Uganda Virus WHO

Gesundheit: Mindestens ein Toter bei Ebola-Ausbruch in Uganda

In Uganda wächst die Beunruhigung nachdem ein Mensch an Ebola gestorben ist. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass dort eine bestimmte Variante des Virus festgestellt worden ist. Die WHO kündigt Unterstützung an.

In Uganda ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch an Ebola gestorben. Auf Twitter teilte die Behörde am Dienstag mit, das Virus sei im Distrikt Mubende nachgewiesen worden, rund 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala. Bei dem Toten handele es sich um einen 24-Jährigen aus der Region.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gingen dem bestätigten Fall in dem ostafrikanischen Land bereits mehrere Verdachtsfälle voraus. Seit Beginn des Monats seien sechs Menschen in der Region mit typischen Ebola-Symptomen in Krankenhäuser gebracht worden und gestorben. Acht weitere Verdachtsfälle würden gegenwärtig geprüft.

Nachgewiesen wurde das relativ seltene Sudan-Ebolavirus, neben der Zaire-Ebolavirus eine der aggressivsten Varianten, wie es von der WHO hieß. Laut Matshidiso Moeti, Afrika-Direktor der WHO, ist es das erste Mal seit zehn Jahren, dass in Uganda die Sudan-Variante festgestellt wurde. Moeti kündigte an, Uganda mit Hilfsmitteln unterstützen zu wollen.

Erst im vergangenen Monat hatte Ugandas Nachbarland Kongo einen erneuten Ebola-Ausbruch gemeldet.

Go to Source

Kategorien
BfR Bonn Brot Deutschland DGE Ernährung Frauen Kinder Lebensmittel Männer New Orleans RKI Tiefkühlpizza Weltgesundheitsorganisation WHO

Ernährung: Zu viel Salz ist ungesund – zu wenig aber manchmal auch

Über die Risiken von hohem Salzkonsum diskutieren Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten. Inzwischen kristallisiert sich zunehmend heraus, wer besonders aufpassen sollte.

Zum Frühstück ein Croissant und ein Joghurt, mittags eine Tiefkühlpizza, abends zwei Scheiben Brot mit Käse und eine Handvoll Kartoffelchips auf dem Sofa: Mit einem solchen Essensplan ernährt man sich nicht nur ziemlich einseitig, sondern auch sehr salzreich. In diesem Beispiel wären es fast acht Gramm Speisesalz – und damit deutlich mehr als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen täglichen sechs Gramm, was etwa einem Teelöffel entspricht, oder gar die fünf Gramm, zu denen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät.

Seit Jahren warnen Ernährungsforscher, Fachgesellschaften und Mediziner, dass wir zu viel Salz essen. Studien zeigen, dass zu viel Salz im Essen ungesund ist – zu wenig kann aber auch schädlich sein.

Männer, Kinder und Jugendliche vor allem betroffen

Tatsächlich nehmen laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) 70 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer in Deutschland mehr als sechs Gramm Speisesalz pro Tag zu sich, 39 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer mehr als zehn Gramm pro Tag und bei 15 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer sind es gar mehr als 15 Gramm täglich. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) konsumieren vor allem Männer, Kinder und Jugendliche zu viel Salz.

Mit einem hohen Salzkonsum gingen allerdings gesundheitliche Risiken einher, warnt die DGE, vor allem Bluthochdruck. Der wiederum sei einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zudem sei eine hohe Speisesalzzufuhr mehreren Studien zufolge mit einem erhöhten Magenkrebsrisiko verbunden. Auch das Immunsystem soll bei zu viel Salz leiden.

Das Problem: Salz ist in vielen Lebensmitteln enthalten, auch in solchen, bei denen man es auf den ersten Blick nicht vermuten würde. So weist eine Scheibe Graubrot nach DGE-Angaben durchschnittlich 0,6 Gramm Speisesalz auf – und damit mehr als eine Handvoll Chips. In einer Bratwurst stecken 2,2 Gramm Salz, in einer handelsüblichen Dose Hühnernudelsuppe knapp 4 Gramm.

Verringerte Lebenserwartung

Doch nicht nur das in Lebensmitteln bereits enthaltene Salz ist problematisch – auch das ständige Nachsalzen von Gerichten kann gefährlich sein. Das berichteten US-Wissenschaftler kürzlich im Fachblatt „European Heart Journal“. Männer, die beim Essen häufig zum Salzstreuer griffen, hätten eine um gut zwei Jahre verringerte Lebenserwartung, Frauen verkürzten ihre Lebensspanne um anderthalb Jahre, so das Ergebnis der Studie mit 500.000 Teilnehmenden.

Insgesamt hätten Nachsalzer verglichen mit Menschen, die nie oder selten Salz zugaben, ein um 28 Prozent erhöhtes Risiko, vorzeitig zu sterben. In der westlichen Ernährung mache dieses Nachsalzen am Tisch 6 bis 20 Prozent der gesamten Salzaufnahme aus, erklärt Hauptautor und Ernährungswissenschaftler Lu Qi. Die Studie ergab allerdings auch, dass jene Salz-Liebhaber, die besonders viel Obst und Gemüse essen, ein etwas geringeres Sterberisiko hatten. „Dieses Ergebnis hat uns nicht überrascht, da Obst und Gemüse wichtige Quellen für Kalium sind, das eine schützende Wirkung hat und mit einem geringeren Risiko eines vorzeitigen Todes in Verbindung gebracht wird“, sagt Qi.

Tatsächlich passt diese Beobachtung zu einer weiteren kürzlich veröffentlichten Studie, der zufolge insbesondere Frauen durch eine erhöhte Kaliumaufnahme die Risiken ihres Salzkonsums bis zu einem gewissen Grad kompensieren können. Kalium unterstützt die Ausscheidung von Natrium mit dem Urin und ist vor allem in Bananen, Avocados und Lachs enthalten.

Sollte man sich also ein Beispiel an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nehmen, der bekanntermaßen auf eine salzarme Ernährung setzt? Nicht unbedingt. Denn auch zu wenig Salz kann schädlich sein.

Speisesalz besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid (NaCl) und stellt die Hauptquelle in unserer Ernährung für Natrium und Chlorid da – Stoffe, die zentral für die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts der Zellen sind.

Salzverzicht kann zu Herz-Kreislauf-Komplikationen führen

Schon vor Jahren sorgte eine Studie kanadischer Wissenschaftler für Aufsehen, der zufolge extremer Salzverzicht bei Menschen mit normalem Blutdruck sogar zu Herz-Kreislauf-Komplikationen führen könne. Ein höherer Salzkonsum führte in dieser Gruppe nicht zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen, erst ab gut zwölf Gramm Salz oder fünf Gramm reinen Natriums bestünden gesundheitliche Risiken, hieß es. Die Mediziner empfahlen daher eine natriumarme Kost eher für Menschen mit Bluthochdruck, die bislang sehr viel Salz zu sich genommen hätten. Auch eine chinesische Beobachtungsstudie stellte fest, dass sich bei bestimmten Formen der Herzinsuffizienz eine besonders salzarme Kost negativ auswirken könnte.

Angesichts des hohen Salzgehalts vieler Fertigprodukte, aber auch Grundnahrungsmittel wie Brot und Milchprodukte scheint es indes eher unwahrscheinlich, sich unbeabsichtigt zu salzarm zu ernähren. Umgekehrt sind die empfohlenen Grenzwerte schnell erreicht. Wer nun weniger Natriumchlorid zu sich nehmen will, findet in Fachgeschäften und Reformhäusern Kochsalzersatz aus Kaliumchlorid. Doch dieses Ersatzsalz kann für Menschen mit bestimmten Erkrankungen – etwa der Nieren, des Herzens oder der Leber – gefährlich werden, da diese mit einem Risiko für einen erhöhten Kaliumspiegel im Blut einhergehen. Daher sollte Salzersatz nur nach ärztlichem Rat genutzt werden.

Um Salz einzusparen, rät die DGE eher, den Verzehr verarbeiteter Lebensmittel zu reduzieren und stattdessen mehr unverarbeitetes Obst und Gemüse zu essen. Beim Kochen sollten zunächst Gewürze und frische Kräuter verwendet werden. Benutzt man dann doch Salz, sollte dieses mit Jod und Fluorid angereichert sein. Vor allem aber brauche man Geduld auf dem Weg zu salzärmerer Kost, so die DGE-Empfehlung: „Wenn man die Speisesalzzufuhr verringern möchte, ist es am besten, wenn dies in kleinen Schritten passiert, damit man sich an den schwächeren Salzgeschmack gewöhnen kann.“

Go to Source

Kategorien
BfR Bonn Brot Deutschland DGE Ernährung Frauen Kinder Lebensmittel Männer New Orleans RKI Tiefkühlpizza Weltgesundheitsorganisation WHO

Ernährung: Zu viel Salz ist ungesund – zu wenig aber manchmal auch

Über die Risiken von hohem Salzkonsum diskutieren Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten. Inzwischen kristallisiert sich zunehmend heraus, wer besonders aufpassen sollte.

Zum Frühstück ein Croissant und ein Joghurt, mittags eine Tiefkühlpizza, abends zwei Scheiben Brot mit Käse und eine Handvoll Kartoffelchips auf dem Sofa: Mit einem solchen Essensplan ernährt man sich nicht nur ziemlich einseitig, sondern auch sehr salzreich. In diesem Beispiel wären es fast acht Gramm Speisesalz – und damit deutlich mehr als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen täglichen sechs Gramm, was etwa einem Teelöffel entspricht, oder gar die fünf Gramm, zu denen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät.

Seit Jahren warnen Ernährungsforscher, Fachgesellschaften und Mediziner, dass wir zu viel Salz essen. Studien zeigen, dass zu viel Salz im Essen ungesund ist – zu wenig kann aber auch schädlich sein.

Männer, Kinder und Jugendliche vor allem betroffen

Tatsächlich nehmen laut einer Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) 70 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer in Deutschland mehr als sechs Gramm Speisesalz pro Tag zu sich, 39 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer mehr als zehn Gramm pro Tag und bei 15 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer sind es gar mehr als 15 Gramm täglich. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) konsumieren vor allem Männer, Kinder und Jugendliche zu viel Salz.

Mit einem hohen Salzkonsum gingen allerdings gesundheitliche Risiken einher, warnt die DGE, vor allem Bluthochdruck. Der wiederum sei einer der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Zudem sei eine hohe Speisesalzzufuhr mehreren Studien zufolge mit einem erhöhten Magenkrebsrisiko verbunden. Auch das Immunsystem soll bei zu viel Salz leiden.

Das Problem: Salz ist in vielen Lebensmitteln enthalten, auch in solchen, bei denen man es auf den ersten Blick nicht vermuten würde. So weist eine Scheibe Graubrot nach DGE-Angaben durchschnittlich 0,6 Gramm Speisesalz auf – und damit mehr als eine Handvoll Chips. In einer Bratwurst stecken 2,2 Gramm Salz, in einer handelsüblichen Dose Hühnernudelsuppe knapp 4 Gramm.

Verringerte Lebenserwartung

Doch nicht nur das in Lebensmitteln bereits enthaltene Salz ist problematisch – auch das ständige Nachsalzen von Gerichten kann gefährlich sein. Das berichteten US-Wissenschaftler kürzlich im Fachblatt „European Heart Journal“. Männer, die beim Essen häufig zum Salzstreuer griffen, hätten eine um gut zwei Jahre verringerte Lebenserwartung, Frauen verkürzten ihre Lebensspanne um anderthalb Jahre, so das Ergebnis der Studie mit 500.000 Teilnehmenden.

Insgesamt hätten Nachsalzer verglichen mit Menschen, die nie oder selten Salz zugaben, ein um 28 Prozent erhöhtes Risiko, vorzeitig zu sterben. In der westlichen Ernährung mache dieses Nachsalzen am Tisch 6 bis 20 Prozent der gesamten Salzaufnahme aus, erklärt Hauptautor und Ernährungswissenschaftler Lu Qi. Die Studie ergab allerdings auch, dass jene Salz-Liebhaber, die besonders viel Obst und Gemüse essen, ein etwas geringeres Sterberisiko hatten. „Dieses Ergebnis hat uns nicht überrascht, da Obst und Gemüse wichtige Quellen für Kalium sind, das eine schützende Wirkung hat und mit einem geringeren Risiko eines vorzeitigen Todes in Verbindung gebracht wird“, sagt Qi.

Tatsächlich passt diese Beobachtung zu einer weiteren kürzlich veröffentlichten Studie, der zufolge insbesondere Frauen durch eine erhöhte Kaliumaufnahme die Risiken ihres Salzkonsums bis zu einem gewissen Grad kompensieren können. Kalium unterstützt die Ausscheidung von Natrium mit dem Urin und ist vor allem in Bananen, Avocados und Lachs enthalten.

Sollte man sich also ein Beispiel an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) nehmen, der bekanntermaßen auf eine salzarme Ernährung setzt? Nicht unbedingt. Denn auch zu wenig Salz kann schädlich sein.

Speisesalz besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid (NaCl) und stellt die Hauptquelle in unserer Ernährung für Natrium und Chlorid da – Stoffe, die zentral für die Aufrechterhaltung des Flüssigkeitshaushalts der Zellen sind.

Salzverzicht kann zu Herz-Kreislauf-Komplikationen führen

Schon vor Jahren sorgte eine Studie kanadischer Wissenschaftler für Aufsehen, der zufolge extremer Salzverzicht bei Menschen mit normalem Blutdruck sogar zu Herz-Kreislauf-Komplikationen führen könne. Ein höherer Salzkonsum führte in dieser Gruppe nicht zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen, erst ab gut zwölf Gramm Salz oder fünf Gramm reinen Natriums bestünden gesundheitliche Risiken, hieß es. Die Mediziner empfahlen daher eine natriumarme Kost eher für Menschen mit Bluthochdruck, die bislang sehr viel Salz zu sich genommen hätten. Auch eine chinesische Beobachtungsstudie stellte fest, dass sich bei bestimmten Formen der Herzinsuffizienz eine besonders salzarme Kost negativ auswirken könnte.

Angesichts des hohen Salzgehalts vieler Fertigprodukte, aber auch Grundnahrungsmittel wie Brot und Milchprodukte scheint es indes eher unwahrscheinlich, sich unbeabsichtigt zu salzarm zu ernähren. Umgekehrt sind die empfohlenen Grenzwerte schnell erreicht. Wer nun weniger Natriumchlorid zu sich nehmen will, findet in Fachgeschäften und Reformhäusern Kochsalzersatz aus Kaliumchlorid. Doch dieses Ersatzsalz kann für Menschen mit bestimmten Erkrankungen – etwa der Nieren, des Herzens oder der Leber – gefährlich werden, da diese mit einem Risiko für einen erhöhten Kaliumspiegel im Blut einhergehen. Daher sollte Salzersatz nur nach ärztlichem Rat genutzt werden.

Um Salz einzusparen, rät die DGE eher, den Verzehr verarbeiteter Lebensmittel zu reduzieren und stattdessen mehr unverarbeitetes Obst und Gemüse zu essen. Beim Kochen sollten zunächst Gewürze und frische Kräuter verwendet werden. Benutzt man dann doch Salz, sollte dieses mit Jod und Fluorid angereichert sein. Vor allem aber brauche man Geduld auf dem Weg zu salzärmerer Kost, so die DGE-Empfehlung: „Wenn man die Speisesalzzufuhr verringern möchte, ist es am besten, wenn dies in kleinen Schritten passiert, damit man sich an den schwächeren Salzgeschmack gewöhnen kann.“

Go to Source

Kategorien
Bürogebäude Frau Hinterhof Kampala Malaria Milch Stadtrand Uganda Weltgesundheitsorganisation WHO

Innovation: Frau aus Uganda entwickelt Mückencreme aus saurer Milch

Malaria und verdorbene Milch sind zwei große Probleme für Menschen in Uganda. Eine junge Frau hat das erkannt und daraus eine clevere Geschäftsidee entwickelt: Mückenschutzcreme aus Sauermilch.

Im Hinterhof eines kleinen Bürogebäudes am Stadtrand der ugandischen Hauptstadt Kampala kontrolliert Jovia Kisaakye Eimer mit fermentierender Kuhmilch.

Die 20-jährige Unternehmerin hebt einen der Deckel an und atmet zufrieden den stechenden, säuerlichen Geruch ein. Die Milch hat kleine Bläschen gebildet, winzige Larven kringeln sich auf der Oberfläche. Genau das, worauf Kisaakye aus ist.

Die junge Geschäftsfrau hat eine Mückencreme auf der Basis saurer Milch entwickelt. Damit nimmt sie gleich zwei Probleme in dem ostafrikanischen Land auf einmal in Angriff: die Mücken, die die Krankheit Malaria übertragen, und die großen Mengen verdorbener Milch. Landwirte in Uganda produzieren nach Angaben der nationalen Entwicklungsbehörde für Milchprodukte (DDA) jährlich 2,8 Milliarden Liter Milch. Doch weil es in vielen ländlichen Gebieten keine Elektrizität gibt und Bauern ihre Milch nicht kühlen können, verdirbt ein Großteil davon. Nur etwa ein Drittel werde konsumiert.

14 Millionen Ugander erkranken an Malaria

Gleichzeitig erkranken nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO jedes Jahr etwa 14 Millionen Ugander an Malaria. In dem Land mit 46 Millionen Einwohnern ist Malaria die häufigste Todesursache; Zehntausende landen jedes Jahr wegen der Tropenkrankheit im Krankenhaus. Kisaakye weiß das aus eigener Erfahrung. Ihr damals einjähriger Bruder Jeremiah starb 2007 an Malaria. Auch sie selbst litt oft an der Krankheit und musste mehrmals ins Krankenhaus.

Vor drei Jahren verwandelte Kisaakye, die an der Makerere Universität in Kampala Statistik studiert, ihr Leid in eine Geschäftsidee. An der Uni traf sie auf Malariaforscher Patrick Sseremba (26) sowie Agrarwissenschaftler und Lebensmittelchemiker Blasio Kawere (26). Wenig später gründeten die drei das Unternehmen Sparkle Agro Brand. Kisaakyes Idee: die Entwicklung einer effektiven Mückenschutzlotion aus dem Trockenpulver von saurer Milch. „Ich musste einfach eine Lösung finden“, erzählt Kisaakye, die selbst aus einer Bauernfamilie stammt.

Wochenlange Labortests mit Unterstützung vom Gesundheitsministerium und dem Nationalen Insekten-Forschungsinstitut folgten; im Anschluss eine Wirksamkeitsstudie. „Viele unserer ersten Versuche waren erfolglos“, erinnert sich Sseremba. Doch die drei Wissenschaftler gaben nicht auf.

Anfang 2020 stießen sie schließlich auf ihre Erfolgsformel. Das Ergebnis war ein bis zu zwölf Stunden aktiver Mückenschutz. Das Produkt war marktreif – und wesentlich mehr als eine einfache Mückencreme. Aufgrund natürlicher Pflanzenextrakte heile die Lotion die Haut und mache sie geschmeidig, sagt Kisaakye. Die Inhaltsstoffe seien zu 100 Prozent aus biologischem Anbau.

Win-Win-Situation

Die Marke Sparkle setze sich zudem für den Kampf gegen Lebensmittelverschwendung ein, erzählt Kisaayke weiter. Die Firma kauft kleinen Molkereien die saure Milch ab und schafft dabei eine Win-Win-Situation. Sparkle Agro Brand bekommt den Hauptinhaltsstoff der Creme zu einem günstigen Preis, den sie an die Verbraucher weiterleitet. Die Kleinbauern können ihre Verluste abfedern.

Die Produktionsstätte von Sparkle Agro Brand ist ein bescheidenes, blumig duftendes, weißgekacheltes Labor in der Ortschaft Kitende am südlichen Stadtrand von Kampala. Die Firma, die nach Angaben der Gründer rund eine halbe Million Euro wert ist, beschäftigt inzwischen 4 feste und 20 Teilzeitmitarbeiter.

Hunderte Plastikflaschen mit pinken Schraubverschlüssen und dem geschwungenen Sparkle-Logo warten säuberlich auf Regalen aufgereiht auf die nächste Bestellung. Zu den Kunden gehören Drogerien und Supermärkte in Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Auch Hilfsorganisationen kaufen die Cremes, um sie an Flüchtlinge zu verteilen, erzählt Kisaakye. Während sie für den Mückenschutz neue Märkte erobern, arbeiten die Unternehmer bereits an einer neuen Idee: einem Insektenvernichtungsmittel aus Sauermilch.

Go to Source

Kategorien
BMG Düsseldorf Nordrhein-Westfalen NRW Weltgesundheitsorganisation WHO Wochenende

NRW-Gesundheitsministerium: Zahl der gemeldeten Affenpockenfälle geht in NRW zurück

Die Zahl der neu gemeldeten Affenpocken-Fälle geht in Nordrhein-Westfalen leicht zurück. In der Woche 15. bis 21. August wurden nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums 39 Fälle registriert. In der Woche davor waren es 50 Fälle, davor 53 Fälle, wie eine Sprecherin am Wochenende sagte. Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet, dass auch der weltweite Trend bei den gemeldeten Affenpockenfällen rückläufig sei. Seit dem internationalen Affenpocken-Ausbruch im Mai 2022 wurden bislang 746 Infektionsfälle in Nordrhein-Westfalen gemeldet.

Die Zahl der neu gemeldeten Affenpocken-Fälle geht in Nordrhein-Westfalen leicht zurück. In der Woche 15. bis 21. August wurden nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums 39 Fälle registriert. In der Woche davor waren es 50 Fälle, davor 53 Fälle, wie eine Sprecherin am Wochenende sagte. Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet, dass auch der weltweite Trend bei den gemeldeten Affenpockenfällen rückläufig sei. Seit dem internationalen Affenpocken-Ausbruch im Mai 2022 wurden bislang 746 Infektionsfälle in Nordrhein-Westfalen gemeldet.

Zuletzt war in Mönchengladbach eine städtische Kita mit 93 Kindern für fast zwei Wochen geschlossen worden, weil bei einer beschäftigten Person eine Affenpocken-Infektion festgestellt worden war.

Für die Impfungen gegen die Affenpocken seien in Nordrhein-Westfalen bislang 8640 Dosen Impfstoff zur Verfügung gestellt worden, teilte das Ministerium mit. Eine Impfung gegen Affenpocken empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) in Deutschland für bestimmte Risikogruppen und Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten. Ein erhöhtes Infektionsrisiko sieht sie vor allem bei Männern, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte mit wechselnden Partnern haben.

Go to Source

Kategorien
Lebensmittel WHO Zucker

Erfahrungsbericht: Eine Woche zuckerfrei mit der ganzen Familie – die überraschenden Ergebnisse eines Experiments

Unsere Autorin Katharina Hoch wagt ein Experiment: Eine Woche dürfen sie, ihr Mann und ihre zwei Kinder (sieben und drei Jahre alt) keinen zugesetzten Zucker essen. Hier erzählt sie, wie es allen vier dabei erging. –

Go to Source