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Barbara Otte-Kinast CDU Hildesheim Landeserntedankfest Landwirtschaftsministerin Niedersachsen Sonntag Wertschätzung

Agrar: Landeserntedankfest: Otte-Kinast ermutigt zu Wertschätzung

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hat beim Landeserntedankfest in Hildesheim zu mehr Wertschätzung für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern aufgerufen. „Der Sinn von Erntedank ist für mich auch, dass wir uns bewusst machen, wer für uns sorgt“, sagte die Ministerin am Sonntag bei der ökumenischen Veranstaltung, die gemeinsam vom Bistum Hildesheim, der Konföderation evangelischer Kirchen und der Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen ausgerichtet wurde. Gastgeberin war in diesem Jahr die Pfarrgemeinde St. Godehard in Hildesheim.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hat beim Landeserntedankfest in Hildesheim zu mehr Wertschätzung für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern aufgerufen. „Der Sinn von Erntedank ist für mich auch, dass wir uns bewusst machen, wer für uns sorgt“, sagte die Ministerin am Sonntag bei der ökumenischen Veranstaltung, die gemeinsam vom Bistum Hildesheim, der Konföderation evangelischer Kirchen und der Land- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen ausgerichtet wurde. Gastgeberin war in diesem Jahr die Pfarrgemeinde St. Godehard in Hildesheim.

„Landwirtinnen und Landwirte setzen sich mit oft harter Arbeit dafür ein, unser aller Mittel zum Leben zu erzeugen“, unterstrich Otte-Kinast. Sie seien der Ursprung einer wichtigen Wertschöpfungskette und sicherten viele Arbeitsplätze vor Ort. „Es geht darum, Menschen, Taten oder Dinge nicht als selbstverständlich zu nehmen, sondern aktiv ihren Wert zu sehen, wahrzunehmen und zu schätzen.“

Holger Hennies, Präsident des Landvolks Niedersachsen, sagte, durch den Angriffskrieg auf die Ukraine und den Klimawandel sei vielen Menschen wieder bewusst geworden, dass Landwirte eine bedeutende Tätigkeit ausübten. Auch wenn in diesem Jahr besonders die Getreideernte in Deutschland besser als erwartet ausgefallen sei, befänden sich die Landwirte in einer angespannten Lage angesichts vieler Unsicherheiten, hohen Kosten und drohenden Verordnungen.

Landeserntedankfest Niedersachsen

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1. FC Kaiserslautern Aufsteigerduell Aufwärtstrend Bundesliga Eintracht Braunschweig Fußball-Bundesliga Jasmin Fejzic Kaiserslautern Niedersachsen Sonntag

2. Bundesliga: Eintracht Braunschweig punktet im Aufsteigerduell

Der Aufwärtstrend von Eintracht Braunschweig hält an. Im Aufsteigerduell der 2. Fußball-Bundesliga verdienten sich die Niedersachsen am Sonntag ein 1:1 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern. Lion Lauberbach brachte die Eintracht in der 52. Minute in Führung. Nur drei Minuten später kassierten die Braunschweiger aber durch Boris Tomiak den Ausgleich (55.).

Der Aufwärtstrend von Eintracht Braunschweig hält an. Im Aufsteigerduell der 2. Fußball-Bundesliga verdienten sich die Niedersachsen am Sonntag ein 1:1 (0:0) beim 1. FC Kaiserslautern. Lion Lauberbach brachte die Eintracht in der 52. Minute in Führung. Nur drei Minuten später kassierten die Braunschweiger aber durch Boris Tomiak den Ausgleich (55.).

Der deutlich besser in die Saison gestartete FCK hatte vor 36 332 Zuschauern weitaus mehr Torchancen. Drei Mal klärten die Braunschweiger Robin Krauße (9./23.) und Nathan de Medina (54.) kurz vor der eigenen Torlinie. In der 63. Minute lief Terrence Boyd allein auf Jasmin Fejzic zu, scheiterte aber an dem Braunschweiger Torwart. Auch in der Nachspielzeit parierte der 36-jährige Fejzic noch einmal einen Schuss von Hikmet Ciftci (90.+3).

Die Eintracht hielt aber auch ohne ihren grippekranken Spielmacher Immanuel Pherai stark dagegen. Ein Kopfballtor von Anthony Ujah wurde wegen eines angeblichen Foulspiels nicht gegeben (13.). Eine Rote Karte für den Lauterer Philipp Klement nahm der Schiedsrichter nach dem Studium der Videobilder wieder zurück (73.).

Homepage von Eintracht Braunschweig Daten zum Spiel

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Annalena Baerbock Frauen Hannover Iran Landtagswahl Niedersachsen Solidarität Tod

Proteste: Baerbock versichert Solidarität mit Frauen im Iran

Außenministerin Baerbock gibt zu, die Möglichkeiten der Außenpolitik seien manchmal begrenzt. Den Demonstrantinnen und Demonstranten im Iran sichert sie aber ihre Unterstützung zu.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat den regierungskritischen Demonstranten im Iran ihre Unterstützung zugesagt. „Wir schauen hin. Wir stehen an eurer Seite“, sagt die Grünen-Politikerin in Hannover bei einem Wahlkampfauftritt vor der Landtagswahl in Niedersachsen. Die Möglichkeiten der Außenpolitik seien manchmal begrenzt, räumte sie ein. „Aber wir können hinschauen. Wir können die Stimme dieser Frauen sein.“

22-Jährige in Polizeigewahrsam gestorben

Seit dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini, die von der iranischen Sittenpolizei wegen eines Verstoßes gegen die islamische Kleiderordnung festgenommen worden war, demonstrieren in dem Land Tausende gegen die Regierung und das islamische System.

Baerbock erneuerte ihre Ankündigung, der Fall gehöre vor den UN-Menschenrechtsrat, und sprach sich für weitere Sanktionen aus. Auf europäischer Ebene werbe sie in Brüssel für „gezielte Sanktionen“, die diejenigen treffen sollen, „die diese Verbrechen zu verantworten haben, diejenigen, die willkürlich auf Demonstrationen einschießen“, sagte die Ministerin. „Wir werden das auch weiterhin auf die internationale Tagesordnung bringen, wenn es nicht mehr bei Twitter der wichtigste und stärkste Hashtag ist. Weil darauf kommt es an in solchen Zeiten: dass man auch dann hinschaut, wenn es nicht mehr in den Headlines ist“, versprach sie.

In ihrer Rede betonte Baerbock auch vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine den Wert der Demokratie. „Gehen Sie zur Wahl. Sagen Sie, ich freue mich, in einem Land zu leben, wo wir in Demokratie geheim wählen können und nicht in Scheinreferenden, wo jemand mit einer Kalaschnikow daneben steht“, sagte sie mit Blick auf die Landtagswahl in Niedersachsen am 9. Oktober.

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CDU FDP Landeshauptausschuß Landtagswahl Niedersachsen Osnabrück Sonntag SPD Stefan Birkner

Landeshauptausschuss: FDP-Landeschef Birkner will rot-grüne Mehrheit verhindern

Mit Angriffen gegen SPD, die Grünen und die CDU sind die Freien Demokraten in die letzte Wahlkampfwoche vor der Landtagswahl gegangen. „Es gilt für uns zu verhindern, dass es eine rot-grüne Mehrheit in Niedersachsen gibt“, sagte FDP-Landesvorsitzender Stefan Birkner am Sonntag vor mehr als 100 Parteidelegierten bei der Sitzung des Landeshauptausschusses in Osnabrück.

Mit Angriffen gegen SPD, die Grünen und die CDU sind die Freien Demokraten in die letzte Wahlkampfwoche vor der Landtagswahl gegangen. „Es gilt für uns zu verhindern, dass es eine rot-grüne Mehrheit in Niedersachsen gibt“, sagte FDP-Landesvorsitzender Stefan Birkner am Sonntag vor mehr als 100 Parteidelegierten bei der Sitzung des Landeshauptausschusses in Osnabrück.

Am kommenden Sonntag ist in Niedersachsen Landtagswahl. Nach jüngsten Umfragen muss die FDP um den Einzug in den Landtag bangen. Die Liberalen kommen auf 5 Prozent Wählerzustimmung.

SPD-Regierungschef Stephan Weil übernehme keine Verantwortung für die wesentlichen Probleme des Landes, sondern stehe für Problemverwaltung, sagte Birkner unter großem Beifall der Delegierten. Das rot-grüne Spitzenduo Christian Meyer und Julia Willie Hamburg stehe für eine ideologische Politik. Das zeige sich am Festhalten der Grünen am Abschalten des Atomkraftwerks Emslands zum Ende des Jahres trotz der gegenwärtigen Energiekrise. In der gegenwärtigen Lage werde jede Kilowattstunde Strom benötigt.

Auch von der CDU grenzten sich die Redner auf der FDP-Versammlung deutlich ab. „Die CDU hat sich aus dem Wettbewerb schon verabschiedet, die große Koalition ist das Ziel – das ist die schlechteste Alternative“, sagte Birkner. Eine große Koalition bedeute weiteren Stillstand für das Land. Die amtierende Koalition aus SPD und CDU sei am Ende.

Die FDP werde als „Modernisierungsmotor“ bei der Digitalisierung benötigt. Auch in der Schul- und Hochschulpolitik sei Niedersachsen in den vergangenen Jahren abgerutscht, sagte Birkner. „Niedersachsen ist gar nicht mal nur Mittelmaß, sondern im unteren Drittel angekommen“, sagte Birkner mit Blick auf die Unterrichtsversorgung.

Informationen über den Landeshauptausschuss (Paragraf 16)

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Bernhard Witthaut Klima Klimaaktivismus Klimaschutzbewegung Neue Osnabrücker Zeitung Niedersachsen Osnabrück Radikalisierung

Klimaaktivismus: Landes-Verfassungsschutzchef warnt vor radikalen Aktivisten

Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnt vor einer Radikalisierung einzelner Personen aus dem Kreis der Klimaschutzbewegung. „Was wir im Internet beobachten, bereitet mir Sorgen. In den digitalen Echokammern von Teilen der Bewegung finden sich auch sehr radikale Stimmen, die weitaus drastischere Aktionen diskutieren als diejenigen, die wir bislang gesehen haben“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Witthaut sagte, er fürchte, dass sich einzelne berufen fühlten, Straftaten zum Erreichen vermeintlicher Klimaziele auch in der Realität umzusetzen.

Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut warnt vor einer Radikalisierung einzelner Personen aus dem Kreis der Klimaschutzbewegung. „Was wir im Internet beobachten, bereitet mir Sorgen. In den digitalen Echokammern von Teilen der Bewegung finden sich auch sehr radikale Stimmen, die weitaus drastischere Aktionen diskutieren als diejenigen, die wir bislang gesehen haben“, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Witthaut sagte, er fürchte, dass sich einzelne berufen fühlten, Straftaten zum Erreichen vermeintlicher Klimaziele auch in der Realität umzusetzen.

Zugleich betonte er, dass die Bewegung in ihrer Breite nicht radikal sei. Er warnte vor einer Verallgemeinerung: „Fridays for Future setzt auf legitime Protestformen und milde Varianten des zivilen Ungehorsams.“ Andere Teile der Bewegung seien zu drastischeren Maßnahmen bis hin zu Straftaten bereit. „Da wird auch das eigene Leben aufs Spiel gesetzt, wie die Hungerstreiks vor dem Kanzleramt gezeigt haben“, meinte Witthaut.

Gewalt gegen Sachen wie Pipelines werde in diesen Kreisen als legitimes Mittel angesehen, um die eigenen Ziele durchzusetzen. „Die Aktivisten handeln im Glauben, aus einer vermeintlichen Klima-Notlage heraus ihre Ziele auch mit Gewalt durchsetzen zu dürfen. Diskutieren ist da zwecklos“, betonte Witthaut. Gruppen wie „Extinction Rebellion“ und „Aufstand der letzten Generation“ hätten zudem Verbindungen zur linksextremistischen Szene. Dies reiche von gemeinsamen Demonstrationen bis hin zu Schulungen in Sachen Aktivismus.

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AfD CDU FDP Hannover Kriminalität Landtagswahl Niedersachsen Plakat Polizei SPD Vandalismus Wahlkampf Wahlplakat

Kriminalität: Parteien klagen über Vandalismus an Wahlplakaten

Auch im Wahlkampf zur Landtagswahl werden Wut und Frust an den Wahlplakaten ausgelassen. Viele Parteien müssen ihre zerstörten Plakate ersetzen. Oft kommt es zu einer Anzeige.

Beschmiert, abgerissen und angezündet – viele Wahlplakate in Niedersachsen werden schlecht behandelt. Die Parteien müssen mühevoll die Plakate ersetzen, oft kommt es auch zur Anzeige – so beim Wahlkampf zur Landtagswahl 2022. Allein in Hannover liege die Zahl der beschädigten Wahlplakate im mittleren zweistelligen Bereich, hieß es von einer Sprecherin der Polizeidirektion Hannover. Die Beschädigungen betreffen nach ihren Angaben die Plakate der Parteien CDU, SPD, Grüne, FDP und AfD gleichermaßen.

Bei Schmierereien sind die Motive zahlreich. Neben scherzhaften Bildern von aufgemalten Brillen, Bärten und Masken seien viele Plakate auch mit problematischen Symbolen beschmiert, sagte eine Sprecherin der SPD. „In Aurich werden die Plakate häufig mit dem „Z-Symbol“ beschmiert, in Springe in der Region Hannover wurden häufiger Hakenkreuze auf die Plakate geschmiert.“ Auch andere Parteien berichteten von verfassungswidrigen Kennzeichen, die auf Plakate gemalt würden. Das Z-Symbol steht für einen Sieg Russlands.

Bereits in vergangenen Wahlkämpfen etwa bei der Bundestagswahl 2021 mussten sich die Parteien mit Vandalismus auseinandersetzen. „Die Verluste gerade in urbanen Gebieten sind unverändert sehr hoch“, sagte ein Sprecher der AfD. Neben Zerstörungswut vermute er „politische Beweggründe und ein mangelndes Demokratieverständnis“.

Auch bei der FDP ist es nach Angaben eines Parteisprechers in vielen Regionen zu massiven Problemen mit Vandalismus gekommen. „Viele Menschen sind besorgt und gefrustet. Einige drücken ihren Unmut über die Politik dann durch Vandalismus aus“, sagte ein Sprecher der Partei. Oft tauschten die Parteimitglieder selbst die beschädigten Plakate aus.

In vielen Fällen kommt es zur Anzeige. Täterinnen und Täter von Sachbeschädigung könnten mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren, bei Diebstahl mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe rechnen, hieß es von der Polizei Hannover.

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Boris Pistorius Bremen Deutsche Presse-Agentur Flüchtlinge Flüchtlingskrise Hannover Innenministerium Kommune Leer Migration Niedersachsen SPD Turnhalle Ukraine Unterbringung Wohnraum

Migration: Unterbringung von Flüchtlingen: Kommunen stoßen an Grenzen

Die Flüchtlingslage spitzt sich zu: Während weiterhin Vertriebene und Asylsuchende in Niedersachsen ankommen, fehlt vielen Kommunen der Platz, um die Flüchtlinge aufzunehmen. Mit Zelten, Containern und auch Turnhallen wird nun notdürftig Platz geschaffen.

In vielen Kommunen in Niedersachsen wird der Wohnraum für die Aufnahme von Geflüchteten zunehmend knapp. „Die Lage bei der Unterbringung der Flüchtlinge ist ähnlich wie während der Flüchtlingskrise 2015/2016“, sagte der Geschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages, Hubert Meyer, der Deutschen Presse-Agentur. „Wir hören durchweg aus den Landkreisen, dass die Unterbringung in privaten Wohnungen weitgehend erschöpft ist. Fast alle Landkreise betreiben Sammelunterkünfte.“

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine Ende Februar hat Niedersachsen nach Angaben des Innenministeriums bis Ende September rund 106.000 Menschen aus dem Land aufgenommen. Wie viele in Niedersachsen geblieben sind, ist nicht bekannt – denn viele Flüchtlinge reisen nach der Aufnahme auch weiter. Auch rund 13.700 Asylsuchende nahm Niedersachsen in den zurückliegenden Monaten auf.

„Die Zahlen steigen aktuell deutlich“, teilte das Ministerium mit. Als Gründe führt das Haus von Innenminister Boris Pistorius (SPD) neben dem Krieg in der Ukraine auch wiederaufflammende Konflikte, finanzielle Not und verschärfte klimatische Bedingungen in anderen Herkunftsländern an. Die Landesregierung geht davon aus, dass auch in den kommenden Wochen und Monaten die Zahl der Vertriebenen aus der Ukraine und der Asylsuchenden aus anderen Ländern hoch bleiben wird.

Welcher Landkreis wie viele Geflüchtete aufnimmt, regelt das Land über sogenannte Verteilkontingente. Im April betrug das gesamte Kontingent 100.000 Menschen. Inzwischen haben die Kreise und kreisfreien Städte ihre einzelnen Kontingente jedoch erfüllt oder nahezu erfüllt. Für das kommende halbe Jahr hat das Innenministerium die Kommunen daher angewiesen, insgesamt 70.000 weitere Schutzsuchende aufzunehmen.

Doch der Wohnraum in den Kommunen ist knapp. Einer Umfrage des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes ergab kürzlich, dass bereits die Hälfte der Kommunen für die Unterbringung von Geflüchteten auf Not- und Sammelunterkünfte zurückgreifen muss. Dabei soll eine solche Unterbringung laut dem Innenministerium eigentlich „weitestgehend vermieden werden“. Aufgrund der angespannten Lage sei dies jedoch vermutlich nicht zu verhindern, hieß es allerdings auch.

Tatsächlich entstehen vielerorts in Niedersachsen und auch in Bremen schon solche Sammelunterkünfte. In Emden etwa wurde die Stadthalle umfunktioniert, in Aurich soll eine ehemalige Kaserne hergerichtet werden. In Bremen will der Senat winterfeste Leichtbauhallen für bis zu 1200 Menschen in der Überseestadt aufstellen. Diese sollen die großen Zelte ergänzen, die dort schon stehen. In Leer, Lüneburg und in Helmstedt wird bereits auf Turnhallen zurückgegriffen, die vorerst für den Schul- und Vereinssport nicht zur Verfügung stehen.

„Niemand möchte leichtfertig Turnhallen belegen. Aber wir stehen vor einer Situation, in der sich das in den kommenden Wochen und Monaten nicht vermeiden werden lässt“, sagte Landkreistag-Geschäftsführer Meyer. Nach Möglichkeit würden zunächst leer stehende Liegenschaften gesucht. Doch dieses Angebot sei knapp. Es fehle schlicht an ausreichendem Wohnraum. Gerade in touristisch geprägten Regionen, etwa in Ostfriesland, sei die Nachfrage nach Wohnraum zuletzt weiter gestiegen. „Viele Wohnungen, die wir noch vor fünf, sechs Jahren hatten, stehen in der Zwischenzeit nicht mehr zur Verfügung, da sie mittlerweile etwa als Zweitwohnungen genutzt werden“, sagte Meyer.

Der Landkreistag appelliert daher, auch größere Liegenschaften zu finden. Denn der organisatorische Aufwand sei für viele kleine Hallen und Unterkünfte, was Betreuung oder Sicherheitspersonal angehe, größer als in einzelnen großen Unterkünften.

Bislang habe die Aufnahme der vielen Flüchtlinge sehr gut funktioniert, sagte der Geschäftsführer des Flüchtlingsrates in Niedersachsen, Kai Weber. Die Unterbringung in größeren Hallen sollte nun aber nur eine Zwischenlösung sein. Denn es brauche Wohnraum, um den Geflüchteten ein Ankommen in der Gesellschaft zu erleichtern, sagte Weber. Langfristig sei mehr sozialer Wohnungsbau nötig.

Kurzfristig könne helfen, die Quote bei den Kontingenten für die Kommunen zu verändern. „Wir brauchen hier intelligentere Systeme für eine bessere Verteilung der Menschen“, sagte Weber. Dazu sollten stärker die konkreten Bedingungen vor Ort berücksichtigt werden. Denn noch gebe es Kommunen, wo die Lage vergleichsweise entspannt sei.

Das Innenministerium hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr bereits die Kapazitäten der eigenen Landesaufnahmebehörde erhöht und will dies weiter tun. Ende September verfügte die Behörde für die Erstaufnahme an allen ihren Standorten über insgesamt 6800 Plätze.

Die Auslastung liegt aktuell bei 123 Prozent. Geplant sei, weitere Plätze etwa in Jugendherbergen und mithilfe von Containern an bestehenden Standorten zu schaffen, teilte das Ministerium mit. Zurzeit wird auch die ehemalige Kaserne des Bundesgrenzschutzes in Bad Bodenteich im Landkreis Uelzen ertüchtigt. Dieser Standort wurde bereits 2015/16 für die Unterbringung von geflüchteten Menschen genutzt und dient seitdem als eine Reserveliegenschaft.

Am 11. Oktober will die Bundesregierung bei einem Treffen mit kommunalen Spitzenverbänden über eine bessere Verteilung von Geflüchteten in Deutschland sprechen. Das Innenministerium erklärte, dass die Unterbringung der Menschen nur in einer „gemeinsamen Kraftanstrengung“ von Bund, Land und Kommunen gelingen werde.

Mitteilung des Innenministeriums vom 28.09. Mitteilung des Landkreises Leer vom 12.09. Mitteilung des Bremer Senats zur Unterbringung von Geflüchteten Mitteilung des Städte- und Gemeindebundes vom 19.09. Informationen zur Flüchtlingsaufnahme in Niedersachsen

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Auto Berlin Braunschweig Magdeburg Niedersachsen Polizei Protestaktion Sachsen-Anhalt Verkehr

Protestaktion: Klimaaktivisten bremsen Verkehr auf A2 Richtung Berlin

Die Polizei hat am Samstag Klimaaktivisten aus Niedersachsen auf der A2 Richtung Berlin gestoppt. Mit zwei Autos fuhren sie parallel mit einer identischen Geschwindigkeit unter 100 Stundenkilometer, eine Zeit lang blieben sie parallel zu einem auf der rechten Spur fahrenden Lkw und verlangsamten den Verkehr. Sie fordern ein sofortiges Tempolimit. Gegen 11.00 Uhr fuhren die Autos bei Rennau im Landkreis Helmstedt los, wurden aber erst bei Magdeburg gestoppt. „Sie haben den Verkehr auf 80 bis 100 Stundenkilometer runtergebremst“, sagte ein Polizeisprecher in Sachsen-Anhalt. Gegen die beiden Fahrer wurden Strafverfahren wegen Nötigung eingeleitet.

Die Polizei hat am Samstag Klimaaktivisten aus Niedersachsen auf der A2 Richtung Berlin gestoppt. Mit zwei Autos fuhren sie parallel mit einer identischen Geschwindigkeit unter 100 Stundenkilometer, eine Zeit lang blieben sie parallel zu einem auf der rechten Spur fahrenden Lkw und verlangsamten den Verkehr. Sie fordern ein sofortiges Tempolimit. Gegen 11.00 Uhr fuhren die Autos bei Rennau im Landkreis Helmstedt los, wurden aber erst bei Magdeburg gestoppt. „Sie haben den Verkehr auf 80 bis 100 Stundenkilometer runtergebremst“, sagte ein Polizeisprecher in Sachsen-Anhalt. Gegen die beiden Fahrer wurden Strafverfahren wegen Nötigung eingeleitet.

Infos zur Aktion

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Bremen Coronavirus COVID - 19 Hannover Inzidenz Neuinfektion Niedersachsen RKI

RKI-Werte: Corona-Zahlen in Niedersachsen und Bremen steigen weiter

Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen steigen weiter an. Am Samstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 492,3, am Vortag hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) den Wert für das Bundesland mit 471,3 angegeben. Die Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche gemeldet wurden. Landesweit wurden 6962 bestätigte Neuinfektionen registriert. Außerdem starben 22 weitere Menschen an oder mit Covid-19.

Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen steigen weiter an. Am Samstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 492,3, am Vortag hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) den Wert für das Bundesland mit 471,3 angegeben. Die Inzidenz gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner binnen einer Woche gemeldet wurden. Landesweit wurden 6962 bestätigte Neuinfektionen registriert. Außerdem starben 22 weitere Menschen an oder mit Covid-19.

Die Daten bilden die Infektionslage derzeit allerdings nicht vollständig ab. Experten gehen von einer hohen Zahl von Fällen aus, die nicht vom RKI erfasst werden – vor allem, weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung von Tageswerten führen.

Als maßgebliche Zahl zur Bewertung der Corona-Lage in Niedersachsen gilt die Hospitalisierungsinzidenz. Sie gibt an, wie viele Patientinnen und Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen neu mit einer Corona-Infektion in Krankenhäusern aufgenommen wurden. Laut Landesregierung lag dieser Wert am Freitag bei 9,4. Am Samstag war die Statistik noch nicht aktualisiert. Landesweit waren 3,0 Prozent der Intensivbetten mit Covid-19-Kranken belegt.

Im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte meldete der Landkreis Celle mit 655,3 vor dem Lankreis Schaumburg (651,5) die höchste Inzidenz. Den niedrigsten Wert verzeichnete die Stadt Wolfsburg mit 292,9.

Im kleinsten Bundesland Bremen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz im Wochenvergleich auf 497,9 nach 449,4 am Freitag. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen stieg um 563, weitere Todesfälle kamen nicht hinzu.

Corona-Dashboard Niedersachsen Corona-Lage in Niedersachsen Belegungsdaten Krankenhäuser und Link zu Tabelle mit Corona-Daten RKI-Dashboard alle Bundesländer

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Boris Pistorius Gaspipeline Gefährdungslage Hannover Niedersachsen Ostsee Schleswig-Holstein Sicherheitslage SPD SZ

Landesinnenminister: Pistorius: neue Sicherheitslage nach Gas-Lecks

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius stellt sich nach den mutmaßlichen Anschlägen auf die Gaspipelines in der Ostsee auf eine verstärkte Gefährdungslage ein. „Wir müssen uns auf Szenarien einstellen, bei denen wir es mit neuen Akteuren, möglicherweise aber auch mit neuen Zielen zu tun bekommen. Es geht nicht nur um Gaspipelines in der Ostsee, sondern auch um Erdgasspeicher oder neue Flüssiggasterminals, die aktuell in Niedersachsen und Schleswig-Holstein realisiert werden“, sagte der SPD-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius stellt sich nach den mutmaßlichen Anschlägen auf die Gaspipelines in der Ostsee auf eine verstärkte Gefährdungslage ein. „Wir müssen uns auf Szenarien einstellen, bei denen wir es mit neuen Akteuren, möglicherweise aber auch mit neuen Zielen zu tun bekommen. Es geht nicht nur um Gaspipelines in der Ostsee, sondern auch um Erdgasspeicher oder neue Flüssiggasterminals, die aktuell in Niedersachsen und Schleswig-Holstein realisiert werden“, sagte der SPD-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“.

Dort würden etwa schon Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. „Wir sind auf jede mögliche Lage vorbereitet, immer auf aktuellem Stand, immer mit entsprechendem Kräfteansatz. Es gibt zwar aktuell keine Hinweise auf konkrete sogenannte schädigende Szenarien“, betonte er. Die Gefährdungslage werde aber weiter als abstrakt hoch eingeschätzt.

„Wir stellen uns auf alle Sicherheitsszenarien ein, mit allen Sicherheitsbehörden bis hin zu maritimen Kräften. Wir tun alles dafür, immer vor der Lage zu sein“, erklärte Pistorius. Das gebe eine gewisse Gewähr, aber keine absolute Sicherheit.

SZ-Interview (Bezahlschranke)

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