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Geschäftsquartal Hamburg Inflation Kaufzurückhaltung Marktumfeld Tarek Müller Ukraine

Online-Händler: About You hält trotz Kaufzurückhaltung an Zielen fest

Der Online-Händler About You ist trotz des durch Inflation und Ukraine-Krieg erschwerten Marktumfelds im ersten Geschäftsquartal weiter gewachsen. Das Tempo ließ aber im Vergleich zum vorangegangenen Quartal nach, wozu auch die zunehmende Kaufzurückhaltung der Kunden angesichts der hohen Inflation beigetragen haben dürfte. Zugleich lasteten Ausgaben für den Unternehmensausbau und Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auf der Profitabilität, der operative Verlust stieg. Co-Chef Tarek Müller zeigte sich zuversichtlich, die Ziele für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Mit dem zunehmenden Kundenstamm sei das Unternehmen hierfür gut positioniert.

Der Online-Händler About You ist trotz des durch Inflation und Ukraine-Krieg erschwerten Marktumfelds im ersten Geschäftsquartal weiter gewachsen. Das Tempo ließ aber im Vergleich zum vorangegangenen Quartal nach, wozu auch die zunehmende Kaufzurückhaltung der Kunden angesichts der hohen Inflation beigetragen haben dürfte. Zugleich lasteten Ausgaben für den Unternehmensausbau und Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auf der Profitabilität, der operative Verlust stieg. Co-Chef Tarek Müller zeigte sich zuversichtlich, die Ziele für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Mit dem zunehmenden Kundenstamm sei das Unternehmen hierfür gut positioniert.

Der Erlös kletterte von März bis Mai im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 Prozent auf gut 504 Millionen Euro, auch dank der internationalen Expansion, wie das SDax-Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Damit schlägt sich der Zalando-Konkurrent besser als erwartet. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) belief sich auf minus 28,8 Millionen Euro nach minus 12,3 Millionen Euro im Vorjahr. Die entsprechende Marge verschlechterte sich überraschend stark von minus 2,9 auf minus 5,7 Prozent.

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Billstedt Bürgerschaft CDU Hamburg Verkehrsbehörde

Bürgerschaft: CDU-Fraktion bezweifelt Auswertung zum Bewohnerparken

Die Verkehrsbehörde interpretiert die Ergebnisse ihrer eigenen Studie als «große Zustimmung» für das Bewohnerparken. Die CDU-Opposition hat da erhebliche Zweifel: «Weder die Mehrheit der Befragten noch der Betroffenen begrüßt die Einführung von Bewohnerparkzonen.»

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat erhebliche Zweifel an der Auswertung des Bewohnerparkens durch die Verkehrsbehörde angemeldet. So lasse sich die vom Senat wiederholt betonte «große Zustimmung» der Anwohner aus den Daten gar nicht ablesen, erklärte die Fraktion unter Hinweis auf eine Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage. Zum einen hätten kaum Anwohner an der Umfrage mitgewirkt: Der Anteil der Teilnehmenden lag den Angaben zufolge zwischen 2,4 Prozent in Billstedt und 28 Prozent in Hoheluft West/Eimsbüttel-Ost. Und zum anderen habe die Verkehrsbehörde dann die hohen Zustimmungswerte nur aus den wenigen Antworten destilliert und die übergroße Mehrheit jener Menschen außer acht gelassen, die an der Umfrage gar nicht teilgenommen habe. Für die CDU steht damit fest: Es gebe höchstens eine Mehrheit der Teilnehmenden, «nicht der Befragten und schon überhaupt nicht der Betroffenen».

Die Verkehrsbehörde hat nach eigenen Angaben vier der bislang 13 Bewohnerparkgebiete ausgewertet und dazu die dort jeweils gemeldeten Hamburgerinnen und Hamburger angeschrieben. Demnach lag die Zustimmungsquote der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 60 Prozent in Harvestehude und 90 Prozent im Areal Sternschanze/Karoviertel. Die Stadt will Anwohnern über die Parkzonen die tägliche Suche nach einem Parkplatz erleichtern, indem Ortsfremde dort bei einer begrenzten Höchstparkdauer in der Regel drei Euro pro Stunde und Fahrzeug bezahlen müssen. Der Anwohnerparkausweis wiederum kostet 70 Euro im Jahr (online 65 Euro).

«Die Zustimmungswerte bei den Befragten zur Einführung der jeweiligen Zone lagen teilweise bei zwei Prozent und in keinem Gebiet bei über 22 Prozent», sagte CDU-Fraktionschef Dennis Thering der Deutschen Presse-Agentur. Es wirke daher geradezu grotesk, dass der Senat hier von hohen Zustimmungswerten in der Bevölkerung spreche. «Weder die Mehrheit der Befragten noch der Betroffenen begrüßt die Einführung von Bewohnerparkzonen.» Thering warf der Behörde und Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) vor, die Ergebnisse bewusst falsch zu interpretieren, «um Hamburgs Bürgern die ideologisierte Mobilitätswende weiter aufzuzwingen». Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) müsse Tjarks umgehend stoppen.

Aus Sicht der CDU-Fraktion weist zudem auf ein aus ihrer Sicht methodisches Problem hin. So sollten die Befragten ihre Stimmung über Schulnoten benennen. Unklar bleibe dabei jedoch, ab welcher Note eine Zustimmung zum Bewohnerparken vorliege. Nur bei 1 und 2 oder auch bei der Note 3? Und werde alles ab Note 4 als Ablehnung bewertet? «Hier besteht ein gewaltiges Potenzial zum «Anpassen» durch den Senat», erklärte die CDU-Fraktion.

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Deutsche Presse-Agentur Elbe Fisch Hamburg Sauerstoffgehalt Sauerstoffsättigung Umweltpolitik

Umweltpolitik: Sauerstoffgehalt in Elbe zu gering

Die Elbe bei Hamburg ist für Fische seit Wochen eine lebensbedrohliche Zone: Obwohl die Sauerstoffwerte in der Elbe rund um Hamburg in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen sind, sind die Daten noch immer im für Fische kritischen Bereich. Die Sauerstoffsättigung im Hafen lagen zuletzt lediglich bei rund 20 Prozent, wie David Kappenberg, Sprecher der Umweltbehörde, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Das entspricht etwa 1,7 Milligramm gelöstem Sauerstoff pro Liter. An der Messstation Bunthaus wurden Werte von 1,5 Milligramm pro Liter gemessen, das entspricht einer Sauerstoffsättigung von 19 Prozent. Und das ist deutlich zu wenig, wie Behörde und Umweltverbände betonen.

Die Elbe bei Hamburg ist für Fische seit Wochen eine lebensbedrohliche Zone: Obwohl die Sauerstoffwerte in der Elbe rund um Hamburg in den vergangenen Tagen wieder leicht gestiegen sind, sind die Daten noch immer im für Fische kritischen Bereich. Die Sauerstoffsättigung im Hafen lagen zuletzt lediglich bei rund 20 Prozent, wie David Kappenberg, Sprecher der Umweltbehörde, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg sagte. Das entspricht etwa 1,7 Milligramm gelöstem Sauerstoff pro Liter. An der Messstation Bunthaus wurden Werte von 1,5 Milligramm pro Liter gemessen, das entspricht einer Sauerstoffsättigung von 19 Prozent. Und das ist deutlich zu wenig, wie Behörde und Umweltverbände betonen.

«Die Zone mit geringen – weniger als 4,0 mg/l – und sehr geringen – weniger als 2,0 mg/l – Sauerstoffkonzentrationen innerhalb der Hamburger Tideelbe erstreckt sich aktuell über eine Strecke von etwa 45 Kilometern.»

Die massiven Folgen des riesigen Sauerstofflochs spüren auch die Elbfischer, die weniger Fische fangen. Umweltverbände und der Anglerverband Hamburg forderten zuletzt den Wiederaufbau und die Erhaltung der Flachwasserzonen für die Elbe. Diese lichtdurchfluteten Flachwasserzonen seien für ein gesundes Gewässer unerlässlich. Zudem solle die Elbvertiefung eingeschränkt werden, um die Elbe und ihr gesamtes Biotop noch retten zu können.

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Andy Grote Ausschreitung Berlin Deutsche Presse-Agentur Fahrzeug G20 G20-Gipfel Hamburg Leipzig Verfassungsschutz

Extremismus: Verfassungsschutz: Linksextreme Szene nach G20 im Wandel

Die schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel haben Hamburg 2017 erschüttert. Anders als in Berlin und Leipzig hat es den Anschein, dass es seither ruhiger geworden ist in der linksextremen Szene der Hansestadt. Der Verfassungsschutz sieht Veränderungen.

Fünf Jahre nach den schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel sieht der Hamburger Verfassungsschutz die linksextreme Szene im Wandel. Zum einen versuchten als gewaltorientiert eingestufte Gruppen verstärkt, gesellschaftliches Engagement etwa gegen den Klimawandel oder bei der Flüchtlingshilfe für eine Radikalisierung zu nutzen, sagte der Leiter des Landesamts, Torsten Voß, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir stellen aber auch fest, dass sich die Struktur der Gewalttaten des Linksextremismus zunehmend verändert.»

Während früher in erster Linie staatliche Institutionen angegriffen worden seien, verlagere sich jetzt die Gewalt immer mehr auf die personenbezogene Ebene und die Privatsphäre, sagte er. «Das bekannteste Beispiel für Hamburg ist sicherlich der Anschlag auf den Innensenator, den man als Person in seiner Privatsphäre treffen wollte.»

Ende 2019 hatten Maskierte Farbe und Steine auf den Dienstwagen von Innensenator Andy Grote geworfen, als dieser seinen damals zweijährigen Sohn zur Kita brachte. Einen Tag später tauchte auf einer linksextremistischen Internet-Plattform ein Bekennerschreiben auf.

Auch die «Drei von der Parkbank» – Linksextremisten, die 2020 wegen Verabredung zu einer Brandstiftung zum zweiten Jahrestag der G20-Proteste zu Haftstrafen verurteilt wurden – hatten das Wohnhaus von Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt im Visier.

«Man will auch nicht mehr nur die prominenten Repräsentanten des Staates verunsichern, sondern auch die Ausführenden – also Polizeibeamte oder Gerichtsvollzieher», sagte Voß. So sei auf das Fahrzeug einer Hamburger Polizeibeamtin, die früher in der linksextremen Szene verdeckt ermittelt habe, im Frühjahr ein Brandanschlag verübt worden. «Parallel wurden Informationen veröffentlicht, die man nur erlangen kann, wenn man diese Person ausspäht.»

Neben der Adresse der Frau wurden auch Details über ihren Tagesablauf veröffentlicht. «Man hat vermutlich ganz genau dokumentiert, wann sie zur Arbeit fährt, wann sie wiederkommt, mit wem sie zusammen ist, welches Fahrzeug sie fährt, wo sie Urlaub macht – und das alles hat man auch in das Bekennerschreiben hineingeschrieben.»

Insgesamt sei es seit G20 in Hamburg aber ruhiger geworden – auch rund um den 1. Mai, wo es früher im Schanzenviertel regelmäßig zu Randale kam, und anders als in Berlin und Leipzig. «Berlin und Leipzig-Connewitz haben als Hotspots auch eine Sogwirkung. Die letzte größere Sogwirkung in Hamburg war G20», sagte der Verfassungsschutzchef. «Danach musste sich die Szene erst einmal rütteln und klären, was da eigentlich passiert ist. Das dauerte schon einige Monate, bis man sich wiedergefunden hat.»

Auch Corona spiele eine Rolle. In allen Extremismusbereichen seien weniger Straftaten verübt worden, weil es häufig auch Taten seien, die im Zusammenhang mit Versammlungen passierten.

Der Verfassungsschutzchef sagte, mit Sorge betrachte er einen Strategiewechsel in der post-autonomen Szene, die versuche, sich über breit diskutierte Themen in Organisationen einzuschleichen. «Da ist in vorderster Front die gewaltorientierte Interventionistische Linke zu nennen, die populäre Themen wie Seenotrettung, Engagement gegen Umweltzerstörung, Rechtsextremismus oder hohe Mieten für sich instrumentalisiert», sagte Voß und warnte: «Diese Post-Autonomen verführen Jugendliche in ihrer politischen Orientierung hin zum Radikalismus.»

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Frau Hamburg Justiz Landgericht Hamburg Mord Trinkgelage

Justiz: Versuchter Mord nach Trinkgelage in Hamburg: Prozess startet

Nach einem Trinkgelage soll ein heute 53-Jähriger in seiner Wohnung in Hamburg versucht haben, eine Frau mit einem Schal zu erwürgen. Nun muss sich der Mann unter anderem wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Am Donnerstag (8.00 Uhr) beginnt der Prozess gegen den Deutschen vor dem Hamburger Landgericht.

Nach einem Trinkgelage soll ein heute 53-Jähriger in seiner Wohnung in Hamburg versucht haben, eine Frau mit einem Schal zu erwürgen. Nun muss sich der Mann unter anderem wegen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. Am Donnerstag (8.00 Uhr) beginnt der Prozess gegen den Deutschen vor dem Hamburger Landgericht.

Laut Anklage soll der Mann im Januar 2022 nach einem vorherigen Streit dem auf dem Sofa schlafenden Opfer mit einem Schal den Hals zugedrückt haben. Dabei hat er den Angaben zufolge so lange zugezogen, bis die damals 43 Jahre alte Frau bewusstlos wurde und aus dem Mund und der Nase blutete. Erst dann habe er – mit dem Bewusstsein, sie so nicht töten zu können – aufgehört und den Notruf verständigt. Der Mann ließ sich am Tatort widerstandslos festnehmen.

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Atomkraft Brokdorf Brunsbüttel Elbe Energiepolitik Energieversorgung Hamburg Nord-Ostsee-Kanal Robert Habeck Wladimir Putin

Energieversorgung: Das Brunsbüttel-Dilemma: In dieser Kleinstadt zeigt sich das ganze Drama deutscher Energiepolitik

Die norddeutsche Hafenstadt Brunsbüttel streitet über Atomkraft, Kohlehalden, Windräder – und jetzt über ein Flüssigerdgas-Terminal. Vieles ist da, manches soll kommen. Alles ist umstritten.

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Berlin Facebook Frau Hamburg Rammstein Rockern S-Bahn Volksparkstadion

Romantische Suchaktion: Mann flirtet bei Rammstein-Konzert mit einer Unbekannten – und findet sie dank Internet wieder

Ben aus Hamburg traf beim Rammstein-Konzert im Volksparkstadion eine blonde Unbekannte, die er nicht mehr vergessen konnte. Per Facebook-Aufruf suchte er nach ihr.

Gleich zwei Mal trat die Band Rammstein im Juni in Hamburg auf – und an beiden Abenden war das Konzert ausverkauft, im Publikum jubelten also jeweils rund 50.000 Fans den sechs harten Rockern aus Berlin zu. Eine Menschenmasse, in der es manchen Gruppen nach dem Bierkauf schwer gefallen sein dürfte, sich gegenseitig wiederzufinden. Ein junger Mann aus Hamburg jedoch begegnete an einem der Konzertabende gleich mehrmals einer Frau – die er anschließend nicht vergessen konnte.

„Ich war am 15.6. in Hamburg zum Konzert bei unserer aller Lieblingsband“ schrieb der Rammstein-Fan namens Ben auf Facebook. „Im Geschehen betrat eine hübsche junge blonde Frau mit leicht rötlichen Lippen, im Top und leicht tätowiert, mit einer brünetten Freundin den Innenraum … Unsere Blicke kreuzten sich und wir waren beide sofort am Lächeln.“ Das war die erste Begegnung, und schon die hinterließ bei dem jungen Mann einen bleibenden Eindruck. Es wirkt wie Schicksal, dass die beiden sich im Laufe des Abends noch mehrmals begegnen sollten.Dildos Till Lindemann 22.15

Beim Rammstein-Konzert begegneten sie sich

„Zwischendurch verlor man sich aus dem Blick, doch als sie nochmals aus dem Infield nahe der Feuerzone kam, richtete sie gleich den Blick zu mir und ich zu ihr – und wieder dieses Lächeln“, fährt Ben auf Facebook fort. „Am Ende des Konzertes […] sahen wir uns nochmals kurz am Bratwurststand vor der S-Bahn und im Menschenmeer – doch dann verloren wir uns wieder aus den Augen.“ Bei keiner Gelegenheit hätte er eine Chance gehabt, seinen Schwarm anzusprechen. Und so nimmt er die S-Bahn nach Hause, etwas resigniert.

„Meine Station kommt, ich gehe an die Tür, welche sich öffnet, mache einen Schritt raus – da ruft es aus dem hinteren Teil des Abteils ‚Tschüssss!‘ Ich, geistesungegenwärtig, mache einen Schritt zurück, blicke in ihr Gesicht. Wir lächeln uns wieder an, ich sach noch: ‚Tschüss‘, mit Winken, trete nach vorn,  weil die Tür der Bahn schon piept“ … und dann steht Ben auf dem Bahnsteig, weg ist die Unbekannte.

Eigentlich schien sein Vorhaben unmöglich

Nachdem er sich intensiv darüber geärgert hatte, nicht sofort cleverer auf die unerwartete Begegnung in der Bahn reagiert zu haben, startete Ben einen Aufruf auf Facebook, der schnell von mehreren Lokalmedien aufgegriffen wurde. Aber eine unbekannte Frau aus 50.000 Menschen wiederfinden? Das schien eigentlich unmöglich. Und tatsächlich – eine ganze Weile hörte der Hamburger nichts weiter. Doch dann: Die große Überraschung.

Ben beim Rammstein-Konzert in Hamburg
Ben beim Rammstein-Konzert in Hamburg
© privat

Irgendwie hatte sein Schwarm von der romantischen Suchaktion gehört. Was erstaunlich ist, denn die Gesuchte wohnt selbst nicht in Hamburg, sondern hatte für das Rammstein-Konzert eine recht weite Anreise auf sich genommen. Dennoch meldete sie sich bei Ben – und die beiden schafften es, trotz der Distanz direkt ein Wiedersehen zu arrangieren. Zum ersten „Date“ erschien die blonde, junge Frau in einem Shirt, auf dem passenderweise stand: „Die eine unter 50.000“.Yukon Mein gehasster Freund_9.35

Ben teilte glücklich ein Foto auf Facebook, bedankte sich bei allen, die bei der Suche geholfen hatten und schreibt: „Wir haben uns gefunden!!!“ Wie es nun weitergeht – das werden die beiden sehen.

Quellen:  Facebook„MOPO“

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Alischer Usmanow Dmitri Medwedew EU EuGH Hamburg Oligarch Russland Wladimir Putin

Ukraine-Krieg: Mega-Jacht „Dilbar“ bleibt in Hamburg: Klagen des Eigners bisher erfolglos

Der sanktionierte Oligarch Alischer Usmanow kann den Sommer nicht so genießen, wie es der Milliardär gewohnt ist. Seine Mega-Jacht „Dilbar“ hängt noch immer in Hamburg fest – und daran wird sich trotz Klagen wohl wenig ändern.

Der Sommerurlaub fällt nicht nur für viele Ottonormalverbraucher ins Wasser: Ende Juni strengte der schwerreiche Oligarch Alischer Usmanow Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof an, um die Sanktionen gegen ihn aufzuheben. Binnen weniger Tage entschied der amtierende Präsident des Gerichts im vorläufigen Verfahren sehr schnell, dass der Antrag abgewiesen wird. Der Kampf um die „Dilbar“ geht also weiter – und Usmanow sitzt auf dem Trockenen.

Usmanow beantragte die Aussetzung des Verfahrens gegen ihn, also im Wesentlichen die Aussetzung des Vollzugs des Beschlusses, sprich die Sanktionen. Dagegen geht der Oligarch bereits seit Aufnahme auf die entsprechenden Listen vor, zu denen sein Name Ende Februar, gleich nach Beginn der russischen Invasion, hinzugefügt wurde.STERN PAID 11_22 Putins Profiteure 10.05

Schon bei seinem Rücktritt als Präsident des Welt-Fecht-Verbands FIE schrieb er: „Ich bin der Meinung, dass diese Entscheidung ungerecht ist und die Gründe, die zur Rechtfertigung der Sanktionen angeführt werden, eine Reihe von falschen und verleumderischen Behauptungen sind, die meine Ehre, meine Würde und meinen geschäftlichen Ruf schädigen.“

„Herr Usmanow ist ein kremlfreundlicher Oligarch“

Im Rahmen des Beschlusses erinnert das Gericht, warum Usmanow auf der Sanktionsliste gelandet ist. Zitat: „Alischer Usmanow ist ein kremlfreundlicher Oligarch, der besonders enge Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin hat. Er wurde als einer der Lieblingsoligarchen von Wladimir Putin bezeichnet. Er gilt als einer der offiziellen Geschäftsleute Russlands, der für die Verwaltung der Finanzströme zuständig ist, dessen Position jedoch vom Willen des Präsidenten abhängt. Herr Usmanow hätte als Frontmann für Präsident Putin fungiert und seine Probleme im Bereich der Wirtschaft gelöst. Laut FinCEN-Akten zahlte er Wladimir Putins einflussreichem Berater Valentin Jumaschew sechs Millionen Dollar. Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und ehemaliger Präsident und Premierminister Russlands, profitierte von der persönlichen Nutzung luxuriöser Residenzen, die von Herrn Usmanow kontrolliert wurden.“

Zusammenfassend heißt es weiter: „Er hat daher russische Entscheidungsträger, die für die Annexion der Krim und die Destabilisierung der Ukraine verantwortlich sind, tatkräftig materiell oder finanziell unterstützt.“Oligarchen Jachten Russland Ukraine 17.03

Gericht erkennt keine Dringlichkeit

Ferner stellte das Gericht fest, dass der Antrag keine Dringlichkeit, beziehungsweise „keinen schwerwiegenden, nicht wiedergutzumachenden“ Schaden nachweist. Nach Ansicht des Richters habe sich Usmanow nur auf einen Schaden berufen, der sich auf die finanzielle Lebensfähigkeit von drei Tochtergesellschaften von USM bezieht, an denen er einen Anteil von 49 % hält und die er daher nicht kontrolliert.

Er konnte laut Gericht auch nicht nachweisen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der finanziellen Situation der Tochtergesellschaften und seiner Aufnahme in die Sanktionsliste der EU besteht.

Das Gericht teilte dem stern mit, dass der Oligarch bislang keine Rechtsmittel gegen den Beschluss eingelegt hat. Aber: Die Klage läuft dennoch weiter, auch wenn ein Termin für eine mündliche Verhandlung in diesem Hauptsacheverfahren derzeit aussteht.

Denn es müssen zwei Verfahren unterschieden werden: Das Hauptverfahren (oder Klageverfahren) und das vorläufige Rechtsschutzverfahren. Nur in letzterem hat das Gericht bisher entschieden. Das gleiche gilt für zwei identische Verfahren, die seine beiden Schwestern Gulbakhor Ismailowa und Saodat Narsiewa betreffen.

Gibt es eine zweite Jacht?

Der Blog „Luxurylaunches“ schreibt, dass sich Usmanow dennoch keine Sorgen machen müsse, dieses Jahr das Meer nicht bereisen zu können. Dem Bericht zufolge habe er eine weitere Jacht namens „Alaiya“ (IMO 1013016), die bis dato unbehelligt durch die Welt schippert. 

Allerdings darf bezweifelt werden, dass die „Alaiya“ (ehemals hieß das Schiff „Tis“ und „Lady Gulya“) wirklich Usmanow gehört. Branchen-Insider wie „Superyachtfan“ und „Yachtbible“ berichten, dass das Lürssen-Schiff durch zahlreiche Hände ging und seit 2021 dem indischen Multimilliardär Lakshmi Mittal gehöre. Dieser soll es lange vor der Invasion von Usmanow abgekauft haben. 

Dafür, dass Usmanow die „Alaiya“ nicht besitzt, spricht auch der aktuelle Aufenthaltsort des Schiffes. Die 111-Meter-Jacht liegt derzeit vor der griechischen Insel Syros in der Ägäis – innerhalb der Reichweite der EU.

Quellen: European Sanctions, InfoCurie, FIE, Luxurylaunches, Superyachtfan, Yachtbible

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Berlin Facebook Frau Hamburg Rammstein Rockern S-Bahn Volksparkstadion

Romantische Suchaktion: Mann flirtet bei Rammstein-Konzert mit einer Unbekannten – und findet sie dank Internet wieder

Ben aus Hamburg traf beim Rammstein-Konzert im Volksparkstadion eine blonde Unbekannte, die er nicht mehr vergessen konnte. Per Facebook-Aufruf suchte er nach ihr.

Gleich zwei Mal trat die Band Rammstein im Juni in Hamburg auf – und an beiden Abenden war das Konzert ausverkauft, im Publikum jubelten also jeweils rund 50.000 Fans den sechs harten Rockern aus Berlin zu. Eine Menschenmasse, in der es manchen Gruppen nach dem Bierkauf schwer gefallen sein dürfte, sich gegenseitig wiederzufinden. Ein junger Mann aus Hamburg jedoch begegnete an einem der Konzertabende gleich mehrmals einer Frau – die er anschließend nicht vergessen konnte.

„Ich war am 15.6. in Hamburg zum Konzert bei unserer aller Lieblingsband“ schrieb der Rammstein-Fan namens Ben auf Facebook. „Im Geschehen betrat eine hübsche junge blonde Frau mit leicht rötlichen Lippen, im Top und leicht tätowiert, mit einer brünetten Freundin den Innenraum … Unsere Blicke kreuzten sich und wir waren beide sofort am Lächeln.“ Das war die erste Begegnung, und schon die hinterließ bei dem jungen Mann einen bleibenden Eindruck. Es wirkt wie Schicksal, dass die beiden sich im Laufe des Abends noch mehrmals begegnen sollten.Dildos Till Lindemann 22.15

Beim Rammstein-Konzert begegneten sie sich

„Zwischendurch verlor man sich aus dem Blick, doch als sie nochmals aus dem Infield nahe der Feuerzone kam, richtete sie gleich den Blick zu mir und ich zu ihr – und wieder dieses Lächeln“, fährt Ben auf Facebook fort. „Am Ende des Konzertes […] sahen wir uns nochmals kurz am Bratwurststand vor der S-Bahn und im Menschenmeer – doch dann verloren wir uns wieder aus den Augen.“ Bei keiner Gelegenheit hätte er eine Chance gehabt, seinen Schwarm anzusprechen. Und so nimmt er die S-Bahn nach Hause, etwas resigniert.

„Meine Station kommt, ich gehe an die Tür, welche sich öffnet, mache einen Schritt raus – da ruft es aus dem hinteren Teil des Abteils ‚Tschüssss!‘ Ich, geistesungegenwärtig, mache einen Schritt zurück, blicke in ihr Gesicht. Wir lächeln uns wieder an, ich sach noch: ‚Tschüss‘, mit Winken, trete nach vorn,  weil die Tür der Bahn schon piept“ … und dann steht Ben auf dem Bahnsteig, weg ist die Unbekannte.

Eigentlich schien sein Vorhaben unmöglich

Nachdem er sich intensiv darüber geärgert hatte, nicht sofort cleverer auf die unerwartete Begegnung in der Bahn reagiert zu haben, startete Ben einen Aufruf auf Facebook, der schnell von mehreren Lokalmedien aufgegriffen wurde. Aber eine unbekannte Frau aus 50.000 Menschen wiederfinden? Das schien eigentlich unmöglich. Und tatsächlich – eine ganze Weile hörte der Hamburger nichts weiter. Doch dann: Die große Überraschung.

Ben beim Rammstein-Konzert in Hamburg
Ben beim Rammstein-Konzert in Hamburg
© privat

Irgendwie hatte sein Schwarm von der romantischen Suchaktion gehört. Was erstaunlich ist, denn die Gesuchte wohnt selbst nicht in Hamburg, sondern hatte für das Rammstein-Konzert eine recht weite Anreise auf sich genommen. Dennoch meldete sie sich bei Ben – und die beiden schafften es, trotz der Distanz direkt ein Wiedersehen zu arrangieren. Zum ersten „Date“ erschien die blonde, junge Frau in einem Shirt, auf dem passenderweise stand: „Die eine unter 50.000“.Yukon Mein gehasster Freund_9.35

Ben teilte glücklich ein Foto auf Facebook, bedankte sich bei allen, die bei der Suche geholfen hatten und schreibt: „Wir haben uns gefunden!!!“ Wie es nun weitergeht – das werden die beiden sehen.

Quellen:  Facebook„MOPO“

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Alischer Usmanow Dmitri Medwedew EU EuGH Hamburg Oligarch Russland Wladimir Putin

Ukraine-Krieg: Mega-Jacht „Dilbar“ bleibt in Hamburg: Klagen des Eigners bisher erfolglos

Der sanktionierte Oligarch Alischer Usmanow kann den Sommer nicht so genießen, wie es der Milliardär gewohnt ist. Seine Mega-Jacht „Dilbar“ hängt noch immer in Hamburg fest – und daran wird sich trotz Klagen wohl wenig ändern.

Der Sommerurlaub fällt nicht nur für viele Ottonormalverbraucher ins Wasser: Ende Juni strengte der schwerreiche Oligarch Alischer Usmanow Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof an, um die Sanktionen gegen ihn aufzuheben. Binnen weniger Tage entschied der amtierende Präsident des Gerichts im vorläufigen Verfahren sehr schnell, dass der Antrag abgewiesen wird. Der Kampf um die „Dilbar“ geht also weiter – und Usmanow sitzt auf dem Trockenen.

Usmanow beantragte die Aussetzung des Verfahrens gegen ihn, also im Wesentlichen die Aussetzung des Vollzugs des Beschlusses, sprich die Sanktionen. Dagegen geht der Oligarch bereits seit Aufnahme auf die entsprechenden Listen vor, zu denen sein Name Ende Februar, gleich nach Beginn der russischen Invasion, hinzugefügt wurde.STERN PAID 11_22 Putins Profiteure 10.05

Schon bei seinem Rücktritt als Präsident des Welt-Fecht-Verbands FIE schrieb er: „Ich bin der Meinung, dass diese Entscheidung ungerecht ist und die Gründe, die zur Rechtfertigung der Sanktionen angeführt werden, eine Reihe von falschen und verleumderischen Behauptungen sind, die meine Ehre, meine Würde und meinen geschäftlichen Ruf schädigen.“

„Herr Usmanow ist ein kremlfreundlicher Oligarch“

Im Rahmen des Beschlusses erinnert das Gericht, warum Usmanow auf der Sanktionsliste gelandet ist. Zitat: „Alischer Usmanow ist ein kremlfreundlicher Oligarch, der besonders enge Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin hat. Er wurde als einer der Lieblingsoligarchen von Wladimir Putin bezeichnet. Er gilt als einer der offiziellen Geschäftsleute Russlands, der für die Verwaltung der Finanzströme zuständig ist, dessen Position jedoch vom Willen des Präsidenten abhängt. Herr Usmanow hätte als Frontmann für Präsident Putin fungiert und seine Probleme im Bereich der Wirtschaft gelöst. Laut FinCEN-Akten zahlte er Wladimir Putins einflussreichem Berater Valentin Jumaschew sechs Millionen Dollar. Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates und ehemaliger Präsident und Premierminister Russlands, profitierte von der persönlichen Nutzung luxuriöser Residenzen, die von Herrn Usmanow kontrolliert wurden.“

Zusammenfassend heißt es weiter: „Er hat daher russische Entscheidungsträger, die für die Annexion der Krim und die Destabilisierung der Ukraine verantwortlich sind, tatkräftig materiell oder finanziell unterstützt.“Oligarchen Jachten Russland Ukraine 17.03

Gericht erkennt keine Dringlichkeit

Ferner stellte das Gericht fest, dass der Antrag keine Dringlichkeit, beziehungsweise „keinen schwerwiegenden, nicht wiedergutzumachenden“ Schaden nachweist. Nach Ansicht des Richters habe sich Usmanow nur auf einen Schaden berufen, der sich auf die finanzielle Lebensfähigkeit von drei Tochtergesellschaften von USM bezieht, an denen er einen Anteil von 49 % hält und die er daher nicht kontrolliert.

Er konnte laut Gericht auch nicht nachweisen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der finanziellen Situation der Tochtergesellschaften und seiner Aufnahme in die Sanktionsliste der EU besteht.

Das Gericht teilte dem stern mit, dass der Oligarch bislang keine Rechtsmittel gegen den Beschluss eingelegt hat. Aber: Die Klage läuft dennoch weiter, auch wenn ein Termin für eine mündliche Verhandlung in diesem Hauptsacheverfahren derzeit aussteht.

Denn es müssen zwei Verfahren unterschieden werden: Das Hauptverfahren (oder Klageverfahren) und das vorläufige Rechtsschutzverfahren. Nur in letzterem hat das Gericht bisher entschieden. Das gleiche gilt für zwei identische Verfahren, die seine beiden Schwestern Gulbakhor Ismailowa und Saodat Narsiewa betreffen.

Gibt es eine zweite Jacht?

Der Blog „Luxurylaunches“ schreibt, dass sich Usmanow dennoch keine Sorgen machen müsse, dieses Jahr das Meer nicht bereisen zu können. Dem Bericht zufolge habe er eine weitere Jacht namens „Alaiya“ (IMO 1013016), die bis dato unbehelligt durch die Welt schippert. 

Allerdings darf bezweifelt werden, dass die „Alaiya“ (ehemals hieß das Schiff „Tis“ und „Lady Gulya“) wirklich Usmanow gehört. Branchen-Insider wie „Superyachtfan“ und „Yachtbible“ berichten, dass das Lürssen-Schiff durch zahlreiche Hände ging und seit 2021 dem indischen Multimilliardär Lakshmi Mittal gehöre. Dieser soll es lange vor der Invasion von Usmanow abgekauft haben. 

Dafür, dass Usmanow die „Alaiya“ nicht besitzt, spricht auch der aktuelle Aufenthaltsort des Schiffes. Die 111-Meter-Jacht liegt derzeit vor der griechischen Insel Syros in der Ägäis – innerhalb der Reichweite der EU.

Quellen: European Sanctions, InfoCurie, FIE, Luxurylaunches, Superyachtfan, Yachtbible

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