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Ausnahmezustand Auto Frau Polizei Rhein-Neckar-Kreis Tunnel

Rhein-Neckar-Kreis: Flucht vor Polizei endet im Tunnel

In einem psychischen Ausnahmezustand ist eine Autofahrerin im Rhein-Neckar-Kreis vor der Polizei geflohen und in einem Schriesheimer Tunnel gestoppt worden. Die 27-Jährige stand unter dem Einfluss von Medikamenten und kam in eine Klinik, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Polizisten hatten sie demnach am Montag einer Verkehrskontrolle unterziehen wollen, doch die Frau fuhr davon. Nachdem ein Streifenwagen ihren Wagen im Tunnel gestoppt hatte, wollte sie weder Tür noch Scheibe öffnen. Die Beamten schlugen diese ein. Die Frau leistete laut Polizei Widerstand und beleidigte die Beamten, als sie die Fahrerin aufs Revier brachten.

In einem psychischen Ausnahmezustand ist eine Autofahrerin im Rhein-Neckar-Kreis vor der Polizei geflohen und in einem Schriesheimer Tunnel gestoppt worden. Die 27-Jährige stand unter dem Einfluss von Medikamenten und kam in eine Klinik, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Polizisten hatten sie demnach am Montag einer Verkehrskontrolle unterziehen wollen, doch die Frau fuhr davon. Nachdem ein Streifenwagen ihren Wagen im Tunnel gestoppt hatte, wollte sie weder Tür noch Scheibe öffnen. Die Beamten schlugen diese ein. Die Frau leistete laut Polizei Widerstand und beleidigte die Beamten, als sie die Fahrerin aufs Revier brachten.

Beim Zusammenstoß zwischen dem Auto und einem weiteren Streifenwagen, der die Frau hatte stoppen wollen, entstand den Angaben nach ein Schaden von rund 1000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Pressemitteilung

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Ausnahmezustand Berlin Bundeshaushalt Bundestag Christian Lindner Coronavirus FDP Olaf Scholz Schuldenbremse SPD Ukraine Wahlkampf Werner Gatzer

Bundeshaushalt: Zurück zur Schuldenbremse: Lindners Debüt-Etat

Einen echten Lindner-Haushalt gebe es nur mit Schuldenbremse, das hat der Finanzminister längst klar gemacht. Doch schon jetzt stellt sich die Frage, ob sein Erstlingswerk krisenfest ist.

Wenn es nach Finanzminister Christian Lindner geht, sollen drei Jahre Ausnahmezustand beendet werden. Ab Dienstag debattiert der Bundestag vier Tage lang über seinen Entwurf für den Bundeshaushalt 2023. Die wichtigste Mission des FDP-Politikers: Die Schuldenbremse soll wieder eingehalten werden. Dazu greifen Lindner und sein oberster Rechner, Haushaltsstaatssekretär Werner Gatzer, in die Trickkiste – was der Opposition sichtlich aufstößt.

Es ist Lindners Erstlingswerk, das in den kommenden Monaten in den Bundestagsausschüssen bis ins Detail unter die Lupe genommen wird: Der erste Etat, für den der neue Finanzminister komplett alleine verantwortlich ist. Den Haushalt für 2022 hatte sein Vorgänger, der heutige Bundeskanzler Olaf Scholz, noch vorkonzipiert. Lindner kann sein Zahlenwerk wegen eines Todesfalls in der Familie nicht selbst ins Parlament einbringen.

Was ihm daran besonders wichtig ist, dürften inzwischen aber ohnehin alle verstanden haben: Trotz neuer Herausforderungen durch den Ukraine-Krieg, trotz Energiekrise, hohen Preisen und Entlastungspaketen soll der Bund nicht mehr Schulden machen, als das Grundgesetz erlaubt. Das war in den vergangenen drei Jahren anders, wegen der Corona-Krise hatte der Bundestag eine Ausnahmeregel der Schuldenbremse in Kraft gesetzt. Die Folge: 130,5 Milliarden Euro neue Kredite im Jahr 2020; 215,4 Milliarden Euro im Jahr 2021 und bis zu 138,9 Milliarden Euro neue Schulden in diesem Jahr.

Lindner und seine FDP waren schon im Wahlkampf mit der Maßgabe angetreten, das ewige Schuldenmachen müsse ein Ende haben. Schulden von heute seien die Steuererhöhungen von morgen, sagen sie. Bei SPD und Grünen stellen das manche infrage, vor allem angesichts der enormen Aufgaben, die zu stemmen sind. Öffentliche Unterstützung dagegen bekommt Lindner immer wieder von Kanzler Scholz.

Zumal, so meint der Finanzminister inzwischen, im kommenden Jahr auch mit Schuldenbremse durchaus Entlastungsmaßnahmen für die Bürger im zweistelligen Milliardenbereich drin wären. Dafür sei Vorsorge getroffen, sagte Lindner nach der Kabinettsklausur auf Schloss Meseberg. Die wichtigsten Daten und Fakten zu den Etatplänen des FDP-Chefs:

Wirtschaftliche Ausgangslage

Durch den russischen Krieg in der Ukraine und gedrosselte Gaslieferungen sind die Energiepreise in die Höhe geschossen. Die Inflationsrate kratzt inzwischen an 8 Prozent, sogar Lebensmittel sind deutlich teurer geworden. Der private Konsum als wichtige Stütze der Konjunktur wird ausgebremst. Zugleich aber nimmt der Staat wieder mehr Steuern ein als in den Jahren mit Corona-Lockdowns. In den ersten beiden Quartalen konnte sich die Wirtschaft aufrappeln – jetzt allerdings rechnen Experten erneut mit einem Einbruch.

Das Etatvolumen

Lindner plant für das kommende Jahr Ausgaben von 445,2 Milliarden Euro. Das sind rund 100 Milliarden weniger als 2021, als unter anderem noch Unternehmen durch die Pandemie gerettet werden mussten. „Wie ist dieses Ergebnis erreicht worden? Durch Konsolidierung“, erklärte der 43-Jährige seine Zahlen. In sieben Einzelplänen, also etwa Ministerien, stehe jetzt weniger Geld zur Verfügung. 3000 Stellen sollen eingespart werden. Er habe bei seinen Kabinettskollegen einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen, gab Lindner zu verstehen. Der Bundesrechnungshof wirft ihm allerdings vor, das Bild zu verzerren: Milliardenschwere Ausgaben für Klima und Transformation, Digitales und die Bundeswehr kämen im Etat gar nicht vor, weil sie über Sondervermögen liefen.

Die Schuldenbremse

Auf dem Papier wird sie wieder eingehalten. Die Regelung im Grundgesetz schreibt dem Bund keine Null-Schulden-Politik vor, sondern erlaubt abhängig von der Wirtschaftslage Kredite in geringem Umfang. Das schöpft Lindner mit 9,9 Milliarden Euro voll aus. Allerdings werden auch 7,3 Milliarden Euro Darlehen für die gesetzliche Krankenversicherung und den Internationalen Währungsfonds (IWF) über neue Schulden finanziert, die der Finanzminister nicht auf die Schuldenbremse anrechnen muss. Ergibt eine Nettokreditaufnahme von 17,2 Milliarden Euro.

Damit das ausreicht, greift Lindner zusätzlich in eine alte Rücklage, die der Bund für Flüchtlingskosten angespart hatte. 40,5 Milliarden Euro sollen 2023 daraus entnommen werden – viel mehr als geplant, was dazu führt, dass für die Folgejahre nur noch etwas mehr als sieben Milliarden Euro übrig sind. Der Rechnungshof wirft Lindner auch hier Verschleierung vor: Bei der echten Nettokreditaufnahme müsse die Rücklage genau wie Kredite der Sondervermögen berücksichtigt werden. Sie betrage damit eigentlich 78 Milliarden Euro, mehr als viermal so viel wie im Etat angegeben.

Investitionen

Die Ausgaben für Investitionen bleiben mit mehr als 50 Milliarden auf vergleichsweise hohem Niveau. Größter Block ist der Verkehr. Mehr Mittel eingeplant sind für das Elterngeld, sozialen Wohnungsbau, Bafög, Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Außerdem werden schwimmende Flüssiggas-Terminals finanziert. Wichtige Investitionen für Klimaschutz, etwa die Förderung der Erneuerbaren Energien, der Aufbau einer Ladeinfrastruktur und die Dekarbonisierung der Industrie, werden aus einem Sondervermögen gestemmt.

Probleme

Steigende Zinsen bedeuten für den Bund auch mehr Ausgaben. Lindner spricht von einer „Steilwand“, die sich aufbaue, allein für 2023 hat er rund 30 Milliarden Euro eingeplant, um die zuletzt angehäuften Schulden zu bedienen. Zugleich muss die Rente mit der riesigen Summe von 112 Milliarden Euro gestützt werden. Die Krankenversicherung kommt selbst mit aufgestocktem Bundeszuschuss nicht mehr aus.

Und dann bleibt die Unsicherheit, wie sich die Inflation entwickelt. Werden weitere Entlastungspakete nötig sein? Lindner hat zur Krisenvorsorge fünf Milliarden eingeplant, außerdem eine sogenannte globale Vorsorge von neun Milliarden für Konjunkturschwankungen. Doch dieses Geld könnte schnell weg sein. Für Lieblingsprojekte der Koalitionspartner wie die Kindergrundsicherung, das Bürgergeld und die Aktienrente ist wenig Spielraum.

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Ausnahmezustand Neuseeland Überschwemmung

Video: Heftige Überschwemmungen in Neuseeland

Die Behörden riefen in insgesamt drei Regionen auf der Südinsel den Ausnahmezustand aus.

Die Behörden riefen in insgesamt drei Regionen auf der Südinsel den Ausnahmezustand aus.

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Ausnahmezustand Gerhard Schröder Gregor Peter Schmitz Nikolaus Blome RTL Russland SPD Ukrainekrieg Wladimir Putin

Gregor Peter Schmitz: „Schröder befindet sich im Ausnahmezustand“ – stern-Chefredakteur über das Interview mit dem Altkanzler

stern-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz hat zusammen mit RTL-Politikchef Nikolaus Blome Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) interviewt. Der steht wegen seiner Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin in der Kritik. Im Gespräch verrät Schmitz, wie er den Altkanzler wahrgenommen hat.

stern-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz hat zusammen mit RTL-Politikchef Nikolaus Blome Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) interviewt. Der steht wegen seiner Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin in der Kritik. Im Gespräch verrät Schmitz, wie er den Altkanzler wahrgenommen hat.

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Ausnahmezustand Berlin Feuerwehr Notruf Personalmangel Rettungsdienst Rettungskraft Thomas Kirstein

Rettungskräfte: Ausnahme- oder Dauerzustand? Personalmangel legt Berliner Feuerwehr lahm

Die Berliner Feuerwehr musste laut Medienberichten am Wochenende stundenlang den Ausnahmezustand ausrufen, weil nicht genug Rettungskräfte vorhanden waren. Neben Personalmangel sind die Hitze und voreilige Notrufe ein Problem.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag musste die Berliner Feuerwehr ganze 16 Stunden lang den Ausnahmezustand ausrufen. Dies berichteten die regionalen Medien „Tagesspiegel“, „rbb24“ sowie die „Berliner Zeitung“ am Montag übereinstimmend. Zwischenzeitlich habe die Feuerwehr auf Notrufe gar nicht oder nur mit zeitlichem Verzug reagieren können.

Rund 90 Mitarbeiter hätten in der Nacht zu Sonntag gefehlt, außerdem seien 21 Rettungswagen nicht besetzt gewesen, schrieb die Berliner Zeitung. Am Sonntagvormittag fehlten laut eines Berichts des Tagesspiegel sogar noch mehr Mitarbeiter.22: Einsatzzentrale leidet unter Personalmangel und Überlastung – f8d7cfb9f859c65e

Ausnahmezustand wird in Berlin immer öfter ausgerufen

Ein Ausnahmezustand wird dann ausgerufen, wenn die Auslastung der Rettungswagen bei 80 Prozent liegt und es länger als zehn Minuten dauert, bis diese eintreffen. Das ist bei der Berliner Feuerwehr in den letzten Jahren immer häufiger der Fall: 166 Mal rief sie laut dem Tagesspiegel dieses Jahr bereits den Ausnahmezustand aus – also an bisher fast jedem Tag des Jahres. Dies bedeutet auch, dass bereits zur Jahreshälfte fast der Rekord vom ganzen letzten Jahr gebrochen wurde: 2021 wurde der Ausnahmezustand laut „rbb24“ 178 Mal ausgerufen – fast drei Mal mehr als im Jahr 2020. Da sich die Fälle seit Jahren häuften, und der Ausnahmezustand am Wochenende besonders lange anhielt, will der Vorsitzende der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG), Lars Wieg, deshalb nicht mehr von einer wirklichem Ausnahme reden. „Dass wir einen Ausnahmezustand über 16 Stunden hatten, da ist dann schon die Frage: Ist das noch ein Ausnahmezustand?“ sagte er gegenüber „rbb24“.  

Neu sei aber, dass die Feuerwehr am Samstag nach einem Notruf nur zeitversetzt oder gar keine Fahrzeuge zum Einsatzort habe schicken können, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kirstein dem Sender. Gegenüber dem Tagesspiegel gab die Feuerwehr sogar an, es sei „das schlimmste Wochenende in diesem Jahr“ gewesen. Während des 16-stündigen Ausnahmezustandes habe sich die Feuerwehr um 40 Notrufe zunächst nicht kümmern können. Die Zustände seien so verheerend gewesen, dass die Berliner Feuerwehr am Wochenende sogar Löschfahrzeuge zu medizinischen Notfällen schicken musste, berichtete die „Berliner Zeitung“.

Personalmangel, Hitze und voreilige Notrufe machen Feuerwehr zu schaffen

Zentrales Problem ist der bereits länger bestehende Personalmangel bei den Rettungsdiensten. Dieses Problem lasse sich kurzfristig jedoch kaum lösen: „Das Personal, das wir für den Rettungsdienst brauchen, hat eine Ausbildungszeit von drei Jahren. Das ist nicht so schnell zu bekommen.“ sagte DFeuG-Vorsitzender Wieg dazu dem Tagesspiegel. Viele Feuerwehrleute würden außerdem bald in den Ruhestand gehen – Kirstein prognostizierte gegenüber „rbb24“, dass in den nächsten sieben Jahren etwa ein Viertel des Personals aus diesem Grund aufhören würde zu arbeiten. STERN PAID Interview Hitze Indien_13.35

Auch die Hitze stelle die Feuerwehr vor Herausforderungen. Vor allem ältere Menschen mache diese häufig gesundheitlich zu schaffen, sagte Feuerwehrsprecher Kirstein dem Sender weiter. Auch die erhöhte Brandgefahr aufgrund der hohen Temperaturen erschwert die Lage: „Aufgrund der Wetterlage müssen wir außerdem zusehen, dass wir den Grundschutz bei der Brandbekämpfung sicherstellen“, zitiert ihn die „Berliner Zeitung“.

Ein weiteres Problem sei, dass die Rettungskräfte zu vielen Einsätzen gerufen würden, die eigentlich nicht als Notfall gelten, sagte Karsten Hintzmann vom DRK Rettungsdienst Berlin dem „Tagesspiegel“. Bei der Feuerwehr werde die genaue Anzahl an Notrufen, die eigentlich keine sind, nicht erhoben, weil dazu das Personal fehle, berichtet die Berliner Zeitung. Man wisse aber, dass es Menschen gebe, die jährlich bis zu 300 Mal anriefen, sagte Feuerwehr-Sprecher Kirstein gegenüber „rbb24“. Feuerwehr 8.32

Am Montag gab es laut „rbb24“ erste Krisentreffen bei der Feuerwehr, in denen die Zustände vom Wochenende intern ausgewertet werden sollen. Lars Wieg forderte laut dem Sender außerdem einen baldigen Runden Tisch mit allen Beteiligten, die Berliner Politik müsse sich einschalten. Man wolle nun prüfen, auf welchen Wegen man doch noch kurzfristig an mehr Personal gelangen könne, und ob in der Notrufzentrale bei eingehenden Anrufen zu schnell der Rettungsdienst für zuständig erklärt würde, sagte ein Sprecher der Feuerwehr dem Tagesspiegel. Ebenso würden im Sommer die Hilfsorganisationen zwischenzeitlich mehr Rettungswagen und Personal zur Verfügung stellen.

Quellen: „Tagesspiegel„, „rbb24„, „Berliner Zeitung

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Ausnahmezustand Baltimore Frauen Herzerkrankung Liebeskummer Tod

Gebrochenes Herz: Broken-Heart-Syndrom: Wenn Liebeskummer tatsächlich lebensgefährlich wird

Finden sich Menschen in emotionalen oder körperlichen Ausnahmezuständen wieder, kann das dem Herzen zu viel werden. Es „bricht“. Dahinter steckt keine Metapher, sondern eine lebensbedrohliche Krankheit: das Broken-Heart-Syndrom.

Das Herz, es ist wohl das romantisierteste Organ, das der Mensch sein eigen nennt. Ist man verliebt, verschenkt man es kurzerhand an einen anderen. Bekommt man einen Korb, kann es schon einmal in die Hose rutschen. Und brechen, das kann es sowieso. Letzteres nicht nur metaphorisch. In der Medizin gibt es sogar einen eigenen Begriff für das Syndrom des gebrochenen Herzens: Takotsubo-Kardiomyopathie. Doch was passiert mit dem Herzen wirklich, wenn es „bricht“?

Ilan Wittstein ist Assistenzprofessor für Medizin an der Johns Hopkins Medicine in Baltimore und ein Pionier auf dem Gebiet des gebrochenen Herzens. Von ihm stammt eine der ersten wissenschaftlichen Arbeiten zu dem Syndrom. Es war im Jahr 1998, Wittstein war damals noch ein junger Oberarzt, als er gleich mehrfach binnen kurzer Zeit mit Patientinnen konfrontiert wurde, deren Herzen eine ungewöhnliche Form aufwies. STERN PAID 41_21 Gesundheit Herz Der Marathon-Muskel 17.30

Ein Herz in Form eines Topfes

„Ich sah drei Patientinnen hintereinander, die alle irgendeine Art von emotional belastendem Ereignis erlebt hatten“, so der Mediziner im Gespräch mit „CNN“. Bei einer war es der Tod der Mutter, eine andere war in einen schrecklichen Autounfall verwickelt gewesen und der Dritten machte ein überraschendes Wiedersehen zu schaffen. Alle drei Fälle hatten aber etwas gemeinsam. Sie alle seien mit „sehr ähnlichen Echokardiografie-Befunden ins Krankenhaus“ gekommen. Die Ultraschalluntersuchung, auch als Herzecho bekannt, gehört zu den Routineuntersuchungen am Herzen.

Demnach hätten die Bilder gezeigt, dass sich die Hauptpumpkammer, also die linke Herzkammer, zu einer seltsamen Form aufgebläht hatte. Eine ähnliche Beobachtung hatten japanische Mediziner bereits 1990 gemacht. Da sie das, was sie sahen, an ein Takotsubo erinnerte, das ist ein Topf, der von japanischen Fischern zum Fangen von Tintenfischen verwendet wird, bekam das Syndrom den Namen Takotsubo-Kardiomyopathie. Als Wittstein Jahre später eben diese Form auf den Ultraschallbildern seiner Patientinnen entdeckte, war die Krankheit in den USA allerdings, erzählt er, noch kaum bekannt – und sei daher wahrscheinlich auch oft verkannt worden.

Das Herz „bricht“ in Ausnahmesituationen

Denn die Symptome einer Stresskardiomyopathie, wie das Syndrom auch bezeichnet wird, ähneln denen eines Herzinfarkts: Schmerzen in der Brust, Atemnot, Schwitzen. Allerdings gibt es Indizien, welche die Unterschiede von Herzinfarkt und Takotsubo-Kardiomyopathie sichtbar machen. Denn während oftmals verstopfte Arterien Infarkte verursachen, seien diese bei Wittsteins Patientinnen „makellos“ gewesen. Es habe keine Anzeichen von Cholesterin oder Plaque gegeben. Zudem hätten sich die Herzen der Frauen innerhalb von Tagen bis Wochen regeneriert. Dauerhafte Schädigungen des Herzmuskels, wie sie nach Infarkten vorhanden sind, wurden nicht beobachtet. Salz einsparen Tipps 10.31

Vieles ist in Bezug auf das Syndrom noch unklar. Als ursächlich gelten in der Regel jedoch emotionale oder körperliche Ausnahmesituationen vermutet. Besonders betroffen sind demnach Frauen in der Menopause. Zudem fand ein Wissenschaftlerteam unter Leitung des Kardiologen Ingo Eitel vom Universitären Herzzentrum Lübeck bei einer Studie Hinweise darauf, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen könnten und die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung an dem Syndrom erhöhen. Etwa zwei Prozent aller Fälle, die zunächst als Herzinfarkt gewertet werden, stellen sich später als Fälle des Syndrom des gebrochenen Herzens heraus. Und: der plötzliche Funktionsverlust des Herzens kann ebenso lebensbedrohlich sein wie ein Herzinfarkt.

Wittstein und Team machten sich daran, dem ungewöhnlichen Gebaren des Herzens nachzugehen und das Phänomen genauer zu  untersuchen. 2005 veröffentlichte das Forscherteam die erste von zwei Arbeiten zu dem Thema. „Wir gaben dem Syndrom den Spitznamen ‚broken heart syndrome‘, weil damals niemand in der Medizin glaubte, dass Emotionen einen so dramatischen Einfluss auf das menschliche Herz haben könnten. Wir wollten das Bewusstsein dafür schärfen“, so Wittstein.

Quelle: CNN, DGK, NIH, GCP, BMJ

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Abstimmung Ausnahmezustand Bandenkriminalität El Salvador San Salvador Twitter

Bandenkriminalität: Ausnahmezustand in El Salvador verlängert

Nach einer Mordwelle mit mehr als 60 Opfern an einem Tag hatte die Regierung Ende März einen 30-tägigen Ausnahmezustand erklärt. Dieser wurde nun erneut verlängert. Bisher gibt es rund 35.000 Festnahmen.

Im sogenannten Krieg gegen Banden in El Salvador ist der Ausnahmezustand um einen dritten Monat verlängert worden. Bei der Abstimmung im Parlament des mittelamerikanischen Landes wurden 67 Ja- und 16 Nein-Stimmen abgegeben, wie das Parlament auf Twitter mitteilte.

Nach einer Mordwelle mit 62 Opfern allein an einem Tag hatte die Regierung am 27. März einen 30-tägigen Ausnahmezustand erklärt und das Parlament diesen um weitere 30 Tage verlängert. Seitdem wurden nach Polizeiangaben mehr als 34.500 mutmaßliche Mitglieder der mächtigen Banden festgenommen.

Durch den Ausnahmezustand wurde eine Reihe von Grundrechten ausgesetzt, etwa die Versammlungsfreiheit und das Fernmeldegeheimnis. Zudem wurden die Gesetze verschärft. So wurden die Strafmaße für von Bandenmitgliedern verübte Verbrechen erhöht. Menschenrechtsaktivisten kritisierten den Ausnahmezustand. Amnesty International etwa sprach von willkürlichen Massenverhaftungen und der schlechten Behandlung von Gefangenen.

Das Land mit etwa 6 Millionen Einwohnern hatte vor wenigen Jahren die höchste Mordrate der Welt. Die Zahl der Morde pro 100.000 Einwohner lag 2015 noch bei 103, im vergangenen Jahr waren es laut Regierung 18.

Nach Berichten des Portals «El Faro» und Angaben der US-Regierung geht der Rückgang unter anderem auf eine geheime Vereinbarung von Präsident Nayib Bukele mit den Banden zurück – das wies der autoritär regierende Konservative zurück. Die Mordwelle deuteten manche Beobachter als Zeichen, dass die Banden mit dem angeblichen Deal mit der Regierung nicht mehr zufrieden seien.

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Abstimmung Ausnahmezustand Bandenkriminalität El Salvador San Salvador Twitter

Bandenkriminalität: Ausnahmezustand in El Salvador verlängert

Nach einer Mordwelle mit mehr als 60 Opfern an einem Tag hatte die Regierung Ende März einen 30-tägigen Ausnahmezustand erklärt. Dieser wurde nun erneut verlängert. Bisher gibt es rund 35.000 Festnahmen.

Im sogenannten Krieg gegen Banden in El Salvador ist der Ausnahmezustand um einen dritten Monat verlängert worden. Bei der Abstimmung im Parlament des mittelamerikanischen Landes wurden 67 Ja- und 16 Nein-Stimmen abgegeben, wie das Parlament auf Twitter mitteilte.

Nach einer Mordwelle mit 62 Opfern allein an einem Tag hatte die Regierung am 27. März einen 30-tägigen Ausnahmezustand erklärt und das Parlament diesen um weitere 30 Tage verlängert. Seitdem wurden nach Polizeiangaben mehr als 34.500 mutmaßliche Mitglieder der mächtigen Banden festgenommen.

Durch den Ausnahmezustand wurde eine Reihe von Grundrechten ausgesetzt, etwa die Versammlungsfreiheit und das Fernmeldegeheimnis. Zudem wurden die Gesetze verschärft. So wurden die Strafmaße für von Bandenmitgliedern verübte Verbrechen erhöht. Menschenrechtsaktivisten kritisierten den Ausnahmezustand. Amnesty International etwa sprach von willkürlichen Massenverhaftungen und der schlechten Behandlung von Gefangenen.

Das Land mit etwa 6 Millionen Einwohnern hatte vor wenigen Jahren die höchste Mordrate der Welt. Die Zahl der Morde pro 100.000 Einwohner lag 2015 noch bei 103, im vergangenen Jahr waren es laut Regierung 18.

Nach Berichten des Portals «El Faro» und Angaben der US-Regierung geht der Rückgang unter anderem auf eine geheime Vereinbarung von Präsident Nayib Bukele mit den Banden zurück – das wies der autoritär regierende Konservative zurück. Die Mordwelle deuteten manche Beobachter als Zeichen, dass die Banden mit dem angeblichen Deal mit der Regierung nicht mehr zufrieden seien.

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Ausnahmezustand Coronavirus EU Ukraine Ungarn Viktor Orban

Orban ruft wegen Ukraine-Kriegs Ausnahmezustand in Ungarn aus

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat wegen des Ukraine-Kriegs den Ausnahmezustand in dem EU-Land ausgerufen.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat wegen des Ukraine-Kriegs den Ausnahmezustand in dem EU-Land ausgerufen. Wie Orban am Dienstagabend mitteilte, soll der ab Mitternacht geltende Ausnahmezustand das Land vor den wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine schützen. Orban hatte bereits wegen der Corona-Pandemie den Ausnahmezustand ausgerufen, diese Anordnung läuft aber am kommenden Dienstag aus.

„Die Welt steht am Rande einer Wirtschaftskrise“, erklärte der rechtsnationalistische Regierungschef auf seiner Facebook-Seite. „Ungarn muss sich aus diesem Krieg heraushalten und die finanzielle Sicherheit seiner Familien schützen.“ Dies erfordere „Flexibilität und sofortiges Handeln“. Die Regierung rufe daher auf der Grundlage der Verfassung ab Mitternacht den Ausnahmezustand wegen des Krieges aus.

Das neu vereidigte Parlament hatte unmittelbar zuvor die Verfassung geändert, um einen Ausnahmezustand „aufgrund eines Konflikts“ zu ermöglichen. Orbans rechtskonservative Fidesz-Partei verfügt im Parlament über eine Zweidrittelmehrheit. Die ersten Maßnahmen aufgrund der neuen Rechtsgrundlage sollen laut Orban am Mittwoch bekanntgegeben werden.

Die Menschenrechtsorganisation TASZ warf dem Regierungschef vor, einen „dauerhaften Ausnahmezustand“ anzustreben. Dies ermögliche ihm, „die Grundrechte aller Menschen einzuschränken oder einfach außer Kraft zu setzen“. Dem seit zwölf Jahren regierenden Orban wird seit langem vorgeworfen, die Grundrechte, die Gewaltenteilung und die Pressefreiheit in Ungarn einzuschränken.

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Ausnahmezustand Axel Hellmann Deutschland Eintracht Frankfurt Endspiel Europa Europa-League-Final Final Finalort Frankfurt Glasgow Rangers Hessen Königsklasse Markus Krösche Oliver Glasner Sebastian Rode Sevilla Sieg Titeltraum

Europa-League-Finale: Titelträume und Königsklasse: Eintracht will den Pott

Nach 1960 und 1980 bestreitet Eintracht Frankfurt zum dritten Mal ein Europapokal-Endspiel. Auf dem Weg nach Sevilla haben die Hessen viele Sympathien gewonnen. Nun soll die Krönung erfolgen.

Mehr als 100.000 Ticketanfragen, 50.000 Fans im Finalort und eine ganze Stadt im Ausnahmezustand: Die Euphorie um Eintracht Frankfurt hat vor dem «Jahrhundert-Spiel» im Europa-League-Finale gegen die Glasgow Rangers eine völlig neue Dimension erreicht.

«Gefühlt drückt uns ganz Deutschland die Daumen, das gibt zusätzliche Energie», sagte Eintracht-Trainer Oliver Glasner vor dem Showdown mit dem schottischen Vizemeister am Mittwochabend (21.00 Uhr/RTL) in Sevilla.

Entsprechend groß ist die Zuversicht. «Die Europa-League-Gefühle sind immer größer geworden. Ich bin entspannt und mit sehr großer Freude und Stolz auf die Spieler angereist», berichtete Glasner am Dienstagabend. Kapitän Sebastian Rode kann den Anpfiff kaum erwarten: «Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich an das Spiel denke. Das wird gigantisch.» Auch Alexander Meier, der in der Mainmetropole Kultstatus genießt, erwartet ein Spektakel. «Das ist das Spiel des Jahrhunderts für die Stadt Frankfurt und den Verein», befand der frühere Eintracht-Torjäger.

42 Jahre nach dem Triumph im UEFA-Pokal will die aktuelle Generation des hessischen Fußball-Bundesligisten in die großen Fußstapfen von Vereinslegenden wie Jürgen Grabowski, Bernd Hölzenbein und Karl-Heinz Körbel treten und für den ersten deutschen Sieg in diesem Wettbewerb seit den Eurofightern von Schalke 04 vor 25 Jahren sorgen. «Dieses Finale ist schon etwas Außergewöhnliches. Wir wollen die Grenze noch einmal verschieben und natürlich den Titel holen», sagte Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann.

Mit einem Sieg in die Königsklasse

Ein Sieg würde zugleich die erstmalige Qualifikation für die Champions League bedeuten – und den 123 Jahre alten Traditionsverein sportlich und finanziell auf ein völlig neues Level katapultieren. «Es ist krass, dass du im Finale stehst und mit dem Europa-League-Sieg in die Königsklasse kommen kannst. Das ist ein extremes Denken», sagte Sportvorstand Markus Krösche.

Es wäre die vorläufige Krönung einer stetigen Entwicklung in den vergangenen Jahren seit der 2016 gegen den 1. FC Nürnberg mit Ach und Krach bestandenen Bundesliga-Relegation. Es folgten 2017 das knapp verlorene Pokalfinale gegen Borussia Dortmund, 2018 der Pokal-Triumph gegen Bayern München, 2019 der Einzug ins Europa-League-Halbfinale, 2020 der Vorstoß ins Pokal-Halbfinale und jetzt das Endspiel auf Europas großer Fußball-Bühne. «Nur der FC Bayern war in dieser Zeit erfolgreicher – und die spielen bekanntlich außer Konkurrenz», stellte Hellmann fest.

Schon jetzt hat sich der Verein in Europa einen Namen gemacht – vor allem durch den legendären Auftritt im Viertelfinale beim FC Barcelona, als 30.000 Eintracht-Anhänger im Camp Nou eine magische Fußball-Nacht zelebrierten. «Wir haben es geschafft, auf die absolute Topliste bei der Wahrnehmung in Europa zu kommen. Das ist für den Club außergewöhnlich und zeigt, dass man Grenzen verschieben kann, was in den internationalen Wettbewerben eher selten vorkommt», befand Hellmann.

«Spirit auf den Platz bekommen»

Nun soll in Sevilla gegen die Glasgow Rangers der Silber-Pott her. «Es geht darum, unseren Spirit auf den Platz zu bekommen, mit aller Begeisterung und Leidenschaft. Ich möchte Eintracht-Frankfurt-Fußball sehen, so wie gegen West Ham United und Barcelona», sagte Glasner. «Wenn uns das gelingt bin ich zuversichtlich, dass es einen positiven Ausgang geben wird.»

Darauf hoffen die Fans, von denen 50.000 in Sevilla die Daumen drücken und knapp 60.000 zum Public Viewing in und vor der Frankfurter Arena erwartet werden. Auch die Spieler fiebern schon seit Wochen dem Höhepunkt entgegen. «Es ist mit das Schönste und Größte, was wir bisher erlebt haben. Jeder, mit dem ich zu tun habe, wünscht mir Glück und glaubt auch daran, dass wir es schaffen können», sagte Nationaltorwart Kevin Trapp und versprach: «Wir werden alles versuchen, den Pokal nach Hause mitzunehmen.»

Ähnlich ist die Gefühlslage bei seinen Teamkollegen. «Wir genießen es, jetzt so im Rampenlicht zu stehen und den Adler in die Welt zu tragen», sagte Kapitän Sebastian Rode. Für BVB-Leihgabe Ansgar Knauff wurde in den vergangenen sechs Monaten «ein Traum wahr. So viele Emotionen, so ein toller Lauf bis ins Europapokal-Finale und die Spiele, die ich hier erleben durfte. Das ist einfach überragend», sagte der Mittelfeldspieler und betonte: «Wenn wir gewinnen, wird es nochmal historischer.»

Empfang auf dem Römer winkt

Im Erfolgsfall gibt es am Donnerstag einen Empfang in Frankfurt, der alles in den Schatten stellen dürfte, was in der Mainmetropole bisher stattfand. Denn der Verein bestimmt den Puls der Stadt so stark wie kaum ein anderer in Deutschland. «Die Fan-Kultur in Frankfurt ist außergewöhnlich. Man kann es nicht in Worte fassen, was dann passieren würde», sagte Trapp. Eintracht-Trainer Glasner spürt diese Euphorie fast täglich. «Ich bin immer wieder in der Stadt unterwegs. Man merkt, irgendwie ist jeder Eintracht-Fan», berichtete er.

Der im vergangenen Sommer vom VfL Wolfsburg gekommene 47 Jahre alte Österreicher ist gemeinsam mit dem von RB Leipzig geholten Sportvorstand Krösche der Architekt des Erfolges. Glasner stellt aber lieber die Mannschaft in den Mittelpunkt: «Die Spieler sind die Protagonisten, die meine Hirngespinste auf dem Platz umsetzen müssen.» Die Vorfreude ist aber auch bei ihm riesengroß: «Ich genieße es, mit diesen Jungs und diesem Verein das Finale zu bestreiten, mit der ganzen Euphorie, die wir ausgelöst haben.»

Die möglichen Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Trapp – Touré, Tuta, Ndicka – Sow, Rode – Knauff, Kostic – Hauge, Kamada – Borré

Glasgow Rangers: McGregor – Goldson, Lundstram, Bassey – Tavernier, Jack, Kamara, Barisic – Ramsey, Kent – Aribo

Schiedsrichter: Slavko Vincic (Slowenien)

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