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Prinzessin Anne: Erster Auftritt nach Beerdigung der Queen

Die Royals zeigen sich nach dem Queen-Begräbnis gefasst. Nach William und Kate hat auch Prinzessin Anne wieder einen Termin wahrgenommen.

Nicht nur Prinz William (40) und Herzogin Kate (40) haben erstmals wieder einen öffentlichen Termin nach dem Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. (1926-2022) wahrgenommen. Auch die Tochter der verstorbenen Königin, Prinzessin Anne (72), hat am Donnerstag wieder ein Treffen in der Öffentlichkeit absolviert.

Als Oberbefehlshaberin von Portsmouth stattete sie dem Marinestützpunkt Portsmouth einen Besuch ab, um den Angehörigen der Royal Navy zu danken, die am Trauerzug mit dem Sarg von Queen Elizabeth II. teilgenommen haben.

Fotos zeigen Anne in einem schwarzen Hosenanzug gekleidet. Gefasst schüttelt sie die Hände der Angehörigen und schenkt ihnen zum Teil auch ein kleines Lächeln.

Zeit der königlichen Trauer

Die britische Königsfamilie hat sich nach dem Staatsbegräbnis der Königin am vergangenen Montag (19. September) im Rahmen einer Trauerzeit für eine Woche zurückgezogen. Experten zufolge sei es unwahrscheinlich, dass die Royals in der Zeit der königlichen Trauer öffentliche Auftritte absolvieren. Kleine Besuche, um den Menschen zu danken, die an den Zeremonien teilgenommen haben, seien jedoch möglich.

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Herzogin Kate Königsfamilie Prinz William Queen Elizabeth II Staatsbegräbnis Trauerzeit Windsor

Nach Staatsbegräbnis der Queen: Kate und William bedanken sich bei Helfern

Trotz angekündigter Trauerzeit haben sich Prinz William und Herzogin Kate am Donnerstag wieder bei einem Termin in Windsor gezeigt.

Nach dem Staatsbegräbnis von Queen Elizabeth II. (1926-2022) am vergangenen Montag (19. September) hat sich die britische Königsfamilie im Rahmen einer Trauerzeit vorerst zurückgezogen. Obwohl diese noch bis kommenden Montag andauern soll, haben sich Prinz William (40) und Herzogin Kate (40) am Donnerstag wieder bei einem öffentlichen Termin gezeigt. Zusammen haben sie sich in Windsor bei den freiwilligen Helferinnen und Helfern bedankt, die in kurzer Zeit die Beisetzung der am 8. September verstorbenen Monarchin auf die Beine gestellt haben.

Für ihren Besuch in der Windsor Guildhall wählten die beiden schwarze Outfits: Kate zeigte sich in einem edlen Mantelkleid mit goldenen Knöpfen von Dolce & Gabbana. William setzte auf einen schlichten Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Trotz Trauerphase schenkten die beiden den Helferinnen und Helfern immer wieder ein Lächeln, während sie ihnen ihre Dankbarkeit und Wertschätzung aussprachen.

Prinz William über Momente der Trauer

William erklärte, dass ihn derzeit immer wieder Momente der Trauer „erwischen“ würden: „Du bist auf alles vorbereitet, aber bestimmte Momente erwischen dich“, zitiert ihn die „DailyMail“. Kate sei zudem „verblüfft“ über die enorme Anteilnahme nach dem Tod der Queen gewesen.

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Beilegung Charles III. Gayle King Herzogin Kate Meghan Markle Prinz Harry Prinz William Rückreise USA

Prinz Harry und Herzogin Meghan: Kein Frieden vor ihrer Rückreise in die USA?

Harry und Meghan wollen zeitnah ihre Rückreise in die USA antreten. Wird es vorab noch zur Beilegung ihres Streits mit den Royals kommen?

Werden Prinz Harry (38) und Herzogin Meghan (41) vor ihrer Rückreise in die USA Frieden mit Prinz William (40), Herzogin Kate (40) und König Charles III. (73) schließen? Laut der CBS-Moderatorin Gayle King (67), eine Freundin von Herzogin Meghan, ist davon offenbar nicht auszugehen.

Seit dem Rücktritt von Harry und Meghan als hochrangige Royals herrscht zwischen ihnen und Harrys Familie ein unterkühltes Verhältnis. King zufolge habe es während des Staatsbegräbnisses der Queen (1926-2022) am vergangenen Montag (19. September) „Bemühungen auf beiden Seiten“ gegeben, „um dies irgendwie in Ordnung zu bringen“, wird sie von der „DailyMail“ zitiert. Zu Annährungen sei es demnach jedoch nicht gekommen.

King erklärt, dass große Familien „immer Dramen“ und „Turbulenzen“ durchmachen würden. Ob sich die Familienmitglieder wieder annähern bleibe abzuwarten. „Aber ich werde Ihnen eines sagen: Es war gut, Harry bei seiner Familie stehen zu sehen“, so King.

Keine Nähe während der Beerdigung

Die Königsfamilie wurde beim Staatsbegräbnis von Königin Elizabeth II. auf Schritt und Tritt verfolgt. Harry und William haben sich dabei keines Blickes gewürdigt oder Worte miteinander gewechselt. Auch beim anschließenden Gottesdienst, bei dem die Ehefrauen der beiden Brüder, Meghan und Kate, hinzukamen, wurden jegliche Interaktionen miteinander vermieden.

Harry und Meghan schon zurück bei ihren Kindern?

Nach der Beisetzung der Queen sind Harry und Meghan nicht mehr öffentlich gesehen worden. Zuletzt wurde vermutet, dass die beiden womöglich zeitnah in die USA zurückkehren wollen, da sie ihre Kinder Archie (3) und Lilibet (1) wegen ihres Aufenthalts in Großbritannien seit rund drei Wochen nicht gesehen haben. Laut „DailyMail“ ist es auch möglich, dass das Paar bereits wieder in seiner Wahlheimat Montecito sei.

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Charles III. Flug Prinz Harry Prinz William Queen Elizabeth II Royal Air Force Schottland Tod

Anruf von Charles: Fünf Minuten vor der Presse: Warum Prinz Harry als letzter Royal vom Tod der Queen erfuhr

Schon mehrere Stunden vor der Öffentlichkeit wurden Familienmitglieder und die Premierministerin über den Tod von Königin Elizabeth informiert. Prinz Harry erhielt den Anruf erst fünf Minuten vor der Bekanntgabe. Dafür gibt es allerdings einen guten Grund.

Der Tod der englischen Königin Elizabeth bewegt die Menschen rund um den Globus. Die Nachricht ihres Ablebens indes erhielt die Öffentlichkeit erst einige Zeit nach der königlichen Familie. Prinz Harry soll den Anruf allerdings erst Stunden nach anderen Familienmitgliedern erhalten haben. Aus praktischen Gründen, wie der Palast betont.

Als sich Morgen andeutete, dass die Königin den Tag nicht überleben könnte, machte sich die Familie in Hast auf den Weg zum schottischen Schloss Balmoral, um sich persönlich von der Regentin zu verabschieden. Während Prinz William gemeinsam mit seinem Onkel Andrew und weiteren Verwandten einen Flug der Royal Air Force nutzte, nahm Harry erst einen späteren Flug. Und war deshalb nach Angaben von Palastquellen schlicht nicht zu erreichen gewesen, um die Todesnachricht zu empfangen.

Anruf im Flugzeug

Erst kurz vor seiner Landung in Schottland soll sein Vater, König Charles III., ihn angerufen haben. Kurz danach wurde die Öffentlichkeit informiert. Dass der Prinz erst fünf Minuten vor allen anderen vom Tod seiner Großmutter erfuhr, sei aber den Umständen geschuldet, betonen Palast-Quellen des britischen „Telegraph“: Charles habe darauf bestanden, die Öffentlichkeit erst zu informieren, wenn alle Familienmitglieder Bescheid wissen. Und Harry war der letzte, der vorher nicht zu erreichen gewesen war.

Tatsächlich hatte der Palast wohl ungehalten auf einen Bericht reagiert, der Prinz sei im Unklaren gelassen worden, wollen mehrere britische Medien erfahren haben. Der König habe mit niemandem in regelmässigen Kontakt gestanden, betonte demnach eine interne Quelle. „Jeder konzentrierte sich darauf, hinzukommen wo die Person sein musste.“ Der König habe die offizielle Verkündung bewusst zurückgehalten, damit Harry nicht von anderen davon erführe. „Da sprach ein Vater, dem das wichtig war.“PAID Queen Begräbnis, 21.00

Offene Fragen

Dass manche Beobachter trotzdem eine Ungleichbehandlung des Prinzen vermuten, liegt an den weiteren Umständen. Schon morgens soll Harry später über den sich verschlechternden Zustand der Königin informiert worden sein, hatte deshalb Probleme, einen Flug nach Schottland zu bekommen. Im Schloss kam er erst gegen 20 Uhr an, knapp drei Stunden nach seinem Bruder William und den anderen Verwandten.

Auch dass er nicht zu erreichen war, lässt sich nicht vollständig mit dem Flug erklären. Der Prinz war erst gegen 17:35 vom Luton Airport abgehoben. Zu diesem Zeitpunkt war die König bereits längst verstorben. Premierministerin Liz Truss soll bereits über eine Stunde vor dem Abheben informiert worden sein.

Kein guter Stand

Harry und seine Ehefrau Meghan Markle haben in der königlichen Familie einen schweren Stand. Nachdem sie das Land verlassen und ihre Ämter niedergelegt hatten, nahmen sie in der Familie eine Sonderrolle ein. So wurden sie zu einer Hof-Veranstaltung am Sonntag zunächst ein- und dann wieder ausgeladen, nachdem der Palast betonte, dass nur „aktive“ Mitglieder des Königshauses erwartet würden. Als einziges Familienmitglied war Harry zudem zur Beerdigung der Königin nicht als aktives Mitglied des Militärs erschienen, durfte keine Uniform tragen und salutierte nicht vor dem Sarg.

Quellen:Telegraph, Daily Mail

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Balmoral Charles III. Elizabeth II. Fahrzeug Herzogin Kate Kinder Königin Elizabeth II London Mutter Prinz Andrew Prinz George Prinz Harry Prinz Philip Prinz William Prinzessin Margaret Staatsbegräbnis Westminster

Staatsbegräbnis der Queen: Jahrhundertereignis: Welt nimmt Abschied von Elizabeth II.

Hunderttausende nehmen in London Abschied von der Queen, Millionen weltweit vor Bildschirmen. Der stundenlange Staatsakt ist ein Jahrhundertereignis. König Charles zeigt sich tief gerührt.

Mit einem der größten Staatsbegräbnisse der Geschichte hat die Welt am Montag Abschied von der Queen genommen. Unter den Augen von Millionen Fernsehzuschauern in aller Welt erwies eine trauernde Nation in London und Windsor der gestorbenen Königin Elizabeth II. die letzte Ehre. An den beispiellosen Trauerfeierlichkeiten nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Monarchen teil, einige waren extra von weit her angereist. Hunderttausende säumten zu dem Jahrhundertereignis die Straßen.

König Charles III. wirkte ergriffen, als er mit seiner engsten Familie den Sarg seiner Mutter durch die britische Hauptstadt geleitete. Der 73-Jährige hatte Tränen in den Augen. Auch die Queen-Urenkel Prinz George (9), ein künftiger König, und Prinzessin Charlotte (7) reihten sich tapfer mit ihren Eltern Prinz William und Prinzessin Kate (beide 40) in die Trauerprozession ein.

Am Nachmittag wurde der Leichnam der Königin zu ihrer Residenz Windsor, westlich von London, gebracht. Dort wurde sie am Abend nach einem Aussegnungsgottesdienst an der Seite ihres im April 2021 mit 99 Jahren gestorbenen Ehemannes Prinz Philip in einer privaten Zeremonie beigesetzt. Sie ruhen in der King-George-VI.-Gedenkkapelle, einer kleinen Seitenkapelle der St.-Georges-Kapelle, wie der Palast am Abend mitteilte.

Letzte Fahrt durch London nach Windsor

Dort liegen auch die Eltern der Queen, König George VI. (1895-1952) und „Queen Mum“ (1900-2002), sowie die Urne der jüngeren Queen-Schwester Prinzessin Margaret (1930-2002), die vor 20 Jahren auf eigenen Wunsch – entgegen der Tradition – kremiert wurde.

Kommentatoren sprachen von einem beispiellosen Spektakel in der jüngeren Geschichte. Elizabeth II. saß 70 Jahre auf dem Thron – länger als alle anderen britischen Monarchen. Sie starb am 8. September mit 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Balmoral.

Auf den Straßen war die Anteilnahme groß. Zahlreiche Menschen warfen vom Rand Blumen auf den Leichenwagen, als das Fahrzeug die Königin zum letzten Mal durch London und dann zu ihrer geliebten Residenz Schloss Windsor brachte. Dort warteten auch die geliebten Corgis der Queen, die nun von ihrem zweitältesten Sohn Prinz Andrew betreut werden, sowie ihr Lieblingspferd Emma.

Das Staatsbegräbnis war minuziös durchgetaktet: Um 11.44 Uhr (12.44 Uhr MESZ) wurde der in die königliche Standarte gehüllte Sarg aus der Westminster Hall des Parlaments, wo etliche Menschen über Tage der aufgebahrten Queen die letzte Ehre erwiesen hatten, in die nahe Westminster Abbey getragen. Dort nahmen etwa 2000 Gästen an einem einstündigen Gottesdienst teil. In der Abtei hatte die Queen 1947 Prinz Philip geheiratet und war 1953 auch gekrönt worden.

Alles ist durchchoreografiert

Schon Stunden vor dem Gottesdienst waren alle Bereiche entlang der Strecke des Trauerzugs gefüllt. Neuankömmlinge wurden in den Hyde Park geleitet, wo die Zeremonie auf Großbildleinwänden gezeigt wurde.

„Wir haben eine gute Show geliefert“, sagte die Londonerin Kas Girdler, die die Zeremonie gemeinsam mit zwei Freundinnen verfolgte. „Darin sind wir gut, das können wir.“ Die Londonerin Liz Bosanquet, die mit ihren Söhnen Tommy und Leo und weiteren Freunden die Zeremonie verfolgte, sagte: „Es war sehr bewegend, besonders, als alle geschwiegen haben und danach Applaus ausgebrochen ist.“

Jede Minute des Trauerzugs erklang ein Salutschuss, auch die berühmte Glocke Big Ben schlug regelmäßig. Etliche Soldaten in Gala-Uniform schritten mit dem Sarg an den Stätten von Elizabeths 70-jähriger Herrschaft wie dem Buckingham-Palast vorbei. Viele Uniformen und das Zeremoniell erinnerten Betrachter an das einstige britische Empire, das während Elizabeths Regentschaft weiter zerbröckelte.

Mit König Charles folgten auch die übrigen Kinder der Queen – Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) – im Trauerzug. Dahinter gingen ihre Enkel Prinz William und Prinz Harry. Ihre Ehefrauen sowie Williams Kinder folgten in Limousinen bis zum Triumphbogen Wellington Arch, wo der Sarg von acht Trägern von einer Lafette in den Leichenwagen umgebettet wurde. Auf Windsor schlossen sich die Royals dem Geleitzug erneut an.

Royals und Staatschefs aus aller Welt zu Gast

Andrew und Harry kamen wie erwartet nicht in Uniform. Dabei waren beide im Militäreinsatz, Andrew im Falklandkrieg und Harry in Afghanistan. Allerdings sind sie keine aktiven Mitglieder der Royal Family mehr. Bei der Totenwache in der Westminster Hall waren sie zuvor ausnahmsweise in Uniform erschienen.

Während des Gottesdienstes waren viele Blicke auf die jüngsten Teilnehmer der Royal Family gerichtet. Charlotte trug einen schwarzen Hut mit Schleife über ihrem langen blonden Haar und einen Mantel. George trug einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Ihr jüngerer Bruder Prinz Louis (4) war nicht zu sehen.

In Schwarz, allerdings in unterschiedlichen Modestilen, erschienen Prinzessin Kate und Harrys Ehefrau, Herzogin Meghan. Kate trug ein langärmeliges Mantelkleid, einen Hut mit Schleier über ihrem Gesicht sowie Perlenohrringe. Dazu hatte sie eine Perlenhalskette der Queen angelegt. Meghan trug ein Kleid mit Cape, Hut und Perlenohrstecker.

Gut ein Dutzend Königinnen und Könige, dazu Sultane und sogar der japanische Kaiser Naruhito, der sonst nie an Beisetzungen teilnimmt – wohl seit langem hat es keine solch exquisite Gästeliste gegeben.

US-Präsident Joe Biden war ebenso angereist wie der französische Staatschef Emmanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er rechne in nicht allzu ferner Zukunft mit einem Besuch des neuen britischen Königs in Deutschland, sagte Steinmeier, der bei einem Empfang am Sonntag mit dem Monarchen gesprochen hatte, dem ZDF.

Dudelsack und Hymne

Auch die sechs lebenden britischen Ex-Premierminister und Amtsinhaberin Liz Truss nahmen an dem Staatsakt teil. Blumenschmuck und Musik (viel von Bach) waren eigens wegen ihrer Symbolik für die Queen ausgewählt worden.

Auf dem Sarg thronte auch ein persönlicher Brief von Charles an seine Mutter. „In liebevoller und treuer Erinnerung. Charles R.“ Das „R.“ steht für Rex, das lateinische Wort für „König“.

Der Erzbischof von Canterbury erinnerte auch an die viel beachtete Rede der Queen an die Nation während der Corona-Pandemie. Elizabeth II. sprach ihren Untertanen damals Mut zu und sagte: „Wir werden uns wiedersehen.“ Zum Abschluss des Gottesdienstes ertönte das Signal „The Last Post“. Nach zwei Schweigeminuten trug der persönliche Dudelsackpfeifer der Queen das Stück „Sleep, Dearie, Sleep“ vor. Schließlich wurde die Nationalhymne „God Save the King“ gesungen.

Das Staatsbegräbnis war eine enorme Herausforderung für die Behörden: Polizei, Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten koordinierten die wohl größte Sicherheitsoperation, die die Stadt je erlebt hat. Derweil stand das Land still – fast überall blieben Schulen und Unis sowie Geschäfte geschlossen. Auch auf die Reisepläne zahlreicher Menschen hatte das Ereignis Auswirkungen. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden mehr als 100 Flüge abgesagt, damit während der Zeremonien Stille herrscht.

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Balmoral Charles III. Elizabeth II. Fahrzeug Herzogin Kate Kinder Königin Elizabeth II London Mutter Prinz Andrew Prinz George Prinz Harry Prinz Philip Prinz William Prinzessin Margaret Staatsbegräbnis Westminster

Staatsbegräbnis der Queen: Jahrhundertereignis: Welt nimmt Abschied von Elizabeth II.

Hunderttausende nehmen in London Abschied von der Queen, Millionen weltweit vor Bildschirmen. Der stundenlange Staatsakt ist ein Jahrhundertereignis. König Charles zeigt sich tief gerührt.

Mit einem der größten Staatsbegräbnisse der Geschichte hat die Welt am Montag Abschied von der Queen genommen. Unter den Augen von Millionen Fernsehzuschauern in aller Welt erwies eine trauernde Nation in London und Windsor der gestorbenen Königin Elizabeth II. die letzte Ehre. An den beispiellosen Trauerfeierlichkeiten nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Monarchen teil, einige waren extra von weit her angereist. Hunderttausende säumten zu dem Jahrhundertereignis die Straßen.

König Charles III. wirkte ergriffen, als er mit seiner engsten Familie den Sarg seiner Mutter durch die britische Hauptstadt geleitete. Der 73-Jährige hatte Tränen in den Augen. Auch die Queen-Urenkel Prinz George (9), ein künftiger König, und Prinzessin Charlotte (7) reihten sich tapfer mit ihren Eltern Prinz William und Prinzessin Kate (beide 40) in die Trauerprozession ein.

Am Nachmittag wurde der Leichnam der Königin zu ihrer Residenz Windsor, westlich von London, gebracht. Dort wurde sie am Abend nach einem Aussegnungsgottesdienst an der Seite ihres im April 2021 mit 99 Jahren gestorbenen Ehemannes Prinz Philip in einer privaten Zeremonie beigesetzt. Sie ruhen in der King-George-VI.-Gedenkkapelle, einer kleinen Seitenkapelle der St.-Georges-Kapelle, wie der Palast am Abend mitteilte.

Letzte Fahrt durch London nach Windsor

Dort liegen auch die Eltern der Queen, König George VI. (1895-1952) und „Queen Mum“ (1900-2002), sowie die Urne der jüngeren Queen-Schwester Prinzessin Margaret (1930-2002), die vor 20 Jahren auf eigenen Wunsch – entgegen der Tradition – kremiert wurde.

Kommentatoren sprachen von einem beispiellosen Spektakel in der jüngeren Geschichte. Elizabeth II. saß 70 Jahre auf dem Thron – länger als alle anderen britischen Monarchen. Sie starb am 8. September mit 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Balmoral.

Auf den Straßen war die Anteilnahme groß. Zahlreiche Menschen warfen vom Rand Blumen auf den Leichenwagen, als das Fahrzeug die Königin zum letzten Mal durch London und dann zu ihrer geliebten Residenz Schloss Windsor brachte. Dort warteten auch die geliebten Corgis der Queen, die nun von ihrem zweitältesten Sohn Prinz Andrew betreut werden, sowie ihr Lieblingspferd Emma.

Das Staatsbegräbnis war minuziös durchgetaktet: Um 11.44 Uhr (12.44 Uhr MESZ) wurde der in die königliche Standarte gehüllte Sarg aus der Westminster Hall des Parlaments, wo etliche Menschen über Tage der aufgebahrten Queen die letzte Ehre erwiesen hatten, in die nahe Westminster Abbey getragen. Dort nahmen etwa 2000 Gästen an einem einstündigen Gottesdienst teil. In der Abtei hatte die Queen 1947 Prinz Philip geheiratet und war 1953 auch gekrönt worden.

Alles ist durchchoreografiert

Schon Stunden vor dem Gottesdienst waren alle Bereiche entlang der Strecke des Trauerzugs gefüllt. Neuankömmlinge wurden in den Hyde Park geleitet, wo die Zeremonie auf Großbildleinwänden gezeigt wurde.

„Wir haben eine gute Show geliefert“, sagte die Londonerin Kas Girdler, die die Zeremonie gemeinsam mit zwei Freundinnen verfolgte. „Darin sind wir gut, das können wir.“ Die Londonerin Liz Bosanquet, die mit ihren Söhnen Tommy und Leo und weiteren Freunden die Zeremonie verfolgte, sagte: „Es war sehr bewegend, besonders, als alle geschwiegen haben und danach Applaus ausgebrochen ist.“

Jede Minute des Trauerzugs erklang ein Salutschuss, auch die berühmte Glocke Big Ben schlug regelmäßig. Etliche Soldaten in Gala-Uniform schritten mit dem Sarg an den Stätten von Elizabeths 70-jähriger Herrschaft wie dem Buckingham-Palast vorbei. Viele Uniformen und das Zeremoniell erinnerten Betrachter an das einstige britische Empire, das während Elizabeths Regentschaft weiter zerbröckelte.

Mit König Charles folgten auch die übrigen Kinder der Queen – Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) – im Trauerzug. Dahinter gingen ihre Enkel Prinz William und Prinz Harry. Ihre Ehefrauen sowie Williams Kinder folgten in Limousinen bis zum Triumphbogen Wellington Arch, wo der Sarg von acht Trägern von einer Lafette in den Leichenwagen umgebettet wurde. Auf Windsor schlossen sich die Royals dem Geleitzug erneut an.

Royals und Staatschefs aus aller Welt zu Gast

Andrew und Harry kamen wie erwartet nicht in Uniform. Dabei waren beide im Militäreinsatz, Andrew im Falklandkrieg und Harry in Afghanistan. Allerdings sind sie keine aktiven Mitglieder der Royal Family mehr. Bei der Totenwache in der Westminster Hall waren sie zuvor ausnahmsweise in Uniform erschienen.

Während des Gottesdienstes waren viele Blicke auf die jüngsten Teilnehmer der Royal Family gerichtet. Charlotte trug einen schwarzen Hut mit Schleife über ihrem langen blonden Haar und einen Mantel. George trug einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Ihr jüngerer Bruder Prinz Louis (4) war nicht zu sehen.

In Schwarz, allerdings in unterschiedlichen Modestilen, erschienen Prinzessin Kate und Harrys Ehefrau, Herzogin Meghan. Kate trug ein langärmeliges Mantelkleid, einen Hut mit Schleier über ihrem Gesicht sowie Perlenohrringe. Dazu hatte sie eine Perlenhalskette der Queen angelegt. Meghan trug ein Kleid mit Cape, Hut und Perlenohrstecker.

Gut ein Dutzend Königinnen und Könige, dazu Sultane und sogar der japanische Kaiser Naruhito, der sonst nie an Beisetzungen teilnimmt – wohl seit langem hat es keine solch exquisite Gästeliste gegeben.

US-Präsident Joe Biden war ebenso angereist wie der französische Staatschef Emmanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er rechne in nicht allzu ferner Zukunft mit einem Besuch des neuen britischen Königs in Deutschland, sagte Steinmeier, der bei einem Empfang am Sonntag mit dem Monarchen gesprochen hatte, dem ZDF.

Dudelsack und Hymne

Auch die sechs lebenden britischen Ex-Premierminister und Amtsinhaberin Liz Truss nahmen an dem Staatsakt teil. Blumenschmuck und Musik (viel von Bach) waren eigens wegen ihrer Symbolik für die Queen ausgewählt worden.

Auf dem Sarg thronte auch ein persönlicher Brief von Charles an seine Mutter. „In liebevoller und treuer Erinnerung. Charles R.“ Das „R.“ steht für Rex, das lateinische Wort für „König“.

Der Erzbischof von Canterbury erinnerte auch an die viel beachtete Rede der Queen an die Nation während der Corona-Pandemie. Elizabeth II. sprach ihren Untertanen damals Mut zu und sagte: „Wir werden uns wiedersehen.“ Zum Abschluss des Gottesdienstes ertönte das Signal „The Last Post“. Nach zwei Schweigeminuten trug der persönliche Dudelsackpfeifer der Queen das Stück „Sleep, Dearie, Sleep“ vor. Schließlich wurde die Nationalhymne „God Save the King“ gesungen.

Das Staatsbegräbnis war eine enorme Herausforderung für die Behörden: Polizei, Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten koordinierten die wohl größte Sicherheitsoperation, die die Stadt je erlebt hat. Derweil stand das Land still – fast überall blieben Schulen und Unis sowie Geschäfte geschlossen. Auch auf die Reisepläne zahlreicher Menschen hatte das Ereignis Auswirkungen. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden mehr als 100 Flüge abgesagt, damit während der Zeremonien Stille herrscht.

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Balmoral Charles III. Elizabeth II. Fahrzeug Herzogin Kate Kinder Königin Elizabeth II London Mutter Prinz Andrew Prinz George Prinz Harry Prinz Philip Prinz William Prinzessin Margaret Staatsbegräbnis Westminster

Staatsbegräbnis der Queen: Jahrhundertereignis: Welt nimmt Abschied von Elizabeth II.

Hunderttausende nehmen in London Abschied von der Queen, Millionen weltweit vor Bildschirmen. Der stundenlange Staatsakt ist ein Jahrhundertereignis. König Charles zeigt sich tief gerührt.

Mit einem der größten Staatsbegräbnisse der Geschichte hat die Welt am Montag Abschied von der Queen genommen. Unter den Augen von Millionen Fernsehzuschauern in aller Welt erwies eine trauernde Nation in London und Windsor der gestorbenen Königin Elizabeth II. die letzte Ehre. An den beispiellosen Trauerfeierlichkeiten nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Monarchen teil, einige waren extra von weit her angereist. Hunderttausende säumten zu dem Jahrhundertereignis die Straßen.

König Charles III. wirkte ergriffen, als er mit seiner engsten Familie den Sarg seiner Mutter durch die britische Hauptstadt geleitete. Der 73-Jährige hatte Tränen in den Augen. Auch die Queen-Urenkel Prinz George (9), ein künftiger König, und Prinzessin Charlotte (7) reihten sich tapfer mit ihren Eltern Prinz William und Prinzessin Kate (beide 40) in die Trauerprozession ein.

Am Nachmittag wurde der Leichnam der Königin zu ihrer Residenz Windsor, westlich von London, gebracht. Dort sollte sie nach einem Aussegnungsgottesdienst an der Seite ihres im April 2021 mit 99 Jahren gestorbenen Ehemannes Prinz Philip in einer privaten Zeremonie beigesetzt werden. Sie ruhen demnach in der King-George-VI.-Gedenkkapelle, einer kleinen Seitenkapelle der St.-Georges-Kapelle – eine offiziellen Bestätigung hierfür gab es jedoch zunächst nicht.

Letzte Fahrt durch London nach Windsor

Dort liegen auch die Eltern der Queen, König George VI. (1895-1952) und „Queen Mum“ (1900-2002), sowie die Urne der jüngeren Queen-Schwester Prinzessin Margaret (1930-2002), die vor 20 Jahren auf eigenen Wunsch – entgegen der Tradition – kremiert wurde.

Kommentatoren sprachen von einem beispiellosen Spektakel in der jüngeren Geschichte. Elizabeth II. saß 70 Jahre auf dem Thron – länger als alle anderen britischen Monarchen. Sie starb am 8. September mit 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Balmoral.

Auf den Straßen war die Anteilnahme groß. Zahlreiche Menschen warfen vom Rand Blumen auf den Leichenwagen, als das Fahrzeug die Königin zum letzten Mal durch London und dann zu ihrer geliebten Residenz Schloss Windsor brachte. Dort warteten auch die geliebten Corgis der Queen, die nun von ihrem zweitältesten Sohn Prinz Andrew betreut werden, sowie ihr Lieblingspferd Emma.

Das Staatsbegräbnis war minuziös durchgetaktet: Um 11.44 Uhr (12.44 Uhr MESZ) wurde der in die königliche Standarte gehüllte Sarg aus der Westminster Hall des Parlaments, wo etliche Menschen über Tage der aufgebahrten Queen die letzte Ehre erwiesen hatten, in die nahe Westminster Abbey getragen. Dort nahmen etwa 2000 Gästen an einem einstündigen Gottesdienst teil. In der Abtei hatte die Queen 1947 Prinz Philip geheiratet und war 1953 auch gekrönt worden.

Alles ist durchchoreografiert

Schon Stunden vor dem Gottesdienst waren alle Bereiche entlang der Strecke des Trauerzugs gefüllt. Neuankömmlinge wurden in den Hyde Park geleitet, wo die Zeremonie auf Großbildleinwänden gezeigt wurde.

„Wir haben eine gute Show geliefert“, sagte die Londonerin Kas Girdler, die die Zeremonie gemeinsam mit zwei Freundinnen verfolgte. „Darin sind wir gut, das können wir.“ Die Londonerin Liz Bosanquet, die mit ihren Söhnen Tommy und Leo und weiteren Freunden die Zeremonie verfolgte, sagte: „Es war sehr bewegend, besonders, als alle geschwiegen haben und danach Applaus ausgebrochen ist.“

Jede Minute des Trauerzugs erklang ein Salutschuss, auch die berühmte Glocke Big Ben schlug regelmäßig. Etliche Soldaten in Gala-Uniform schritten mit dem Sarg an den Stätten von Elizabeths 70-jähriger Herrschaft wie dem Buckingham-Palast vorbei. Viele Uniformen und das Zeremoniell erinnerten Betrachter an das einstige britische Empire, das während Elizabeths Regentschaft weiter zerbröckelte.

Mit König Charles folgten auch die übrigen Kinder der Queen – Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) – im Trauerzug. Dahinter gingen ihre Enkel Prinz William und Prinz Harry. Ihre Ehefrauen sowie Williams Kinder folgten in Limousinen bis zum Triumphbogen Wellington Arch, wo der Sarg von acht Trägern von einer Lafette in den Leichenwagen umgebettet wurde. Auf Windsor schlossen sich die Royals dem Geleitzug erneut an.

Royals und Staatschefs aus aller Welt zu Gast

Andrew und Harry kamen wie erwartet nicht in Uniform. Dabei waren beide im Militäreinsatz, Andrew im Falklandkrieg und Harry in Afghanistan. Allerdings sind sie keine aktiven Mitglieder der Royal Family mehr. Bei der Totenwache in der Westminster Hall waren sie zuvor ausnahmsweise in Uniform erschienen.

Während des Gottesdienstes waren viele Blicke auf die jüngsten Teilnehmer der Royal Family gerichtet. Charlotte trug einen schwarzen Hut mit Schleife über ihrem langen blonden Haar und einen Mantel. George trug einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Ihr jüngerer Bruder Prinz Louis (4) war nicht zu sehen.

In Schwarz, allerdings in unterschiedlichen Modestilen, erschienen Prinzessin Kate und Harrys Ehefrau, Herzogin Meghan. Kate trug ein langärmeliges Mantelkleid, einen Hut mit Schleier über ihrem Gesicht sowie Perlenohrringe. Dazu hatte sie eine Perlenhalskette der Queen angelegt. Meghan trug ein Kleid mit Cape, Hut und Perlenohrstecker.

Gut ein Dutzend Königinnen und Könige, dazu Sultane und sogar der japanische Kaiser Naruhito, der sonst nie an Beisetzungen teilnimmt – wohl seit langem hat es keine solch exquisite Gästeliste gegeben.

US-Präsident Joe Biden war ebenso angereist wie der französische Staatschef Emmanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er rechne in nicht allzu ferner Zukunft mit einem Besuch des neuen britischen Königs in Deutschland, sagte Steinmeier, der bei einem Empfang am Sonntag mit dem Monarchen gesprochen hatte, dem ZDF.

Dudelsack und Hymne

Auch die sechs lebenden britischen Ex-Premierminister und Amtsinhaberin Liz Truss nahmen an dem Staatsakt teil. Blumenschmuck und Musik (viel von Bach) waren eigens wegen ihrer Symbolik für die Queen ausgewählt worden.

Auf dem Sarg thronte auch ein persönlicher Brief von Charles an seine Mutter. „In liebevoller und treuer Erinnerung. Charles R.“ Das „R.“ steht für Rex, das lateinische Wort für „König“.

Der Erzbischof von Canterbury erinnerte auch an die viel beachtete Rede der Queen an die Nation während der Corona-Pandemie. Elizabeth II. sprach ihren Untertanen damals Mut zu und sagte: „Wir werden uns wiedersehen.“ Zum Abschluss des Gottesdienstes ertönte das Signal „The Last Post“. Nach zwei Schweigeminuten trug der persönliche Dudelsackpfeifer der Queen das Stück „Sleep, Dearie, Sleep“ vor. Schließlich wurde die Nationalhymne „God Save the King“ gesungen.

Das Staatsbegräbnis war eine enorme Herausforderung für die Behörden: Polizei, Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten koordinierten die wohl größte Sicherheitsoperation, die die Stadt je erlebt hat. Derweil stand das Land still – fast überall blieben Schulen und Unis sowie Geschäfte geschlossen. Auch auf die Reisepläne zahlreicher Menschen hatte das Ereignis Auswirkungen. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden mehr als 100 Flüge abgesagt, damit während der Zeremonien Stille herrscht.

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Charles III. Elizabeth II. Fahrzeug Großbritannien Herzogin Kate Kinder Königin Elizabeth II Liebe London Mutter Prinz Andrew Prinz George Prinz Harry Prinz Philip Prinz William Staatsbegräbnis Westminster

Staatsbegräbnis der Queen: Jahrhundertereignis: Welt nimmt Abschied von Elizabeth II.

Tränen, Blumen, Applaus: Hunderttausende nehmen in London Abschied von der Queen. Der minutiös geplante Staatsakt wird zum Jahrhundertereignis. König Charles III. ist tief gerührt.

Mit einem der größten Staatsbegräbnisse der Geschichte hat die Welt Abschied von der Queen genommen. Unter den Augen von Millionen TV-Zuschauern in aller Welt erwies eine trauernde Nation in London und Windsor der gestorbenen Königin Elizabeth II. die letzte Ehre. An den beispiellosen Trauerfeierlichkeiten nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Monarchen teil, einige waren extra von weit her angereist. Hunderttausende säumten zu dem Jahrhundertereignis die Straßen.

König Charles III. wirkte ergriffen, als er mit seiner engsten Familie den Sarg seiner Mutter durch die britische Hauptstadt geleitete. Der 73-Jährige hatte Tränen in den Augen. „Trauer ist der Preis, den wir für die Liebe zahlen“, hatte die Queen einst gesagt.

Auch die Queen-Urenkel Prinz George (9), ein künftiger König, und Prinzessin Charlotte (7) reihten sich mit ihren Eltern Prinz William und Prinzessin Kate (beide 40) in die Trauerprozession ein.

Beisetzung auf Schloss Windsor

Am Nachmittag kehrte der Leichnam der Königin auf ihre Residenz Windsor westlich von London zurück. Im Rahmen eines Aussegnungsgottesdiensts für die Monarchin wurde der Sarg der Monarchin in die königliche Gruft unter der St.-Georges-Kapelle hinuntergelassen. Zuvor waren die Insignien, Krone, Zepter und Reichsapfel vom Sarg genommen und auf dem Altar platziert worden.

An dem Gottesdienst nahmen neben den Royals vor allem Vertreter der Länder teil, deren Staatsoberhaupt die Queen war. Auch die Träger des Hosenbandordens waren anwesend. Später soll Elizabeth II. in einer Seitenkapelle an der Seite ihres im vergangenen Jahres gestorbenen Prinzgemahls Philip sowie ihrer Eltern und Schwester beigesetzt werden.

Kommentatoren sprachen von einem beispiellosen Spektakel in der jüngeren britischen Geschichte. Die Zeremonie beschloss das zweite Elisabethanische Zeitalter, wie britische Medien kommentierten. Elizabeth II. saß 70 Jahre auf dem Thron – länger als alle anderen britischen Monarchen. Sie war am 8. September im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben.

Großbritannien in Trauer vereint

Auf den Straßen war die Anteilnahme groß. In Trauer vereint, warfen zahlreiche Menschen vom Rand Blumen auf den Leichenwagen, als das Fahrzeug die Königin zum letzten Mal aus der britischen Hauptstadt zu ihrer Residenz Schloss Windsor brachte. Dort warteten auch die geliebten Corgis der Queen, die nun von ihrem zweitältesten Sohn Prinz Andrew betreut werden, sowie ihr Lieblingspferd.

Das Staatsbegräbnis war minutiös durchgetaktet: Um 11.44 Uhr (12.44 Uhr MESZ) wurde der in die königliche Standarte gehüllte Sarg aus der Westminster Hall des Parlaments, wo etliche Menschen über Tage der aufgebahrten Queen die letzte Ehre erwiesen hatten, in die nahe Westminster Abbey getragen. Dort nahmen etwa 2000 Gästen an einem einstündigen Gottesdienst teil. In der Abtei hatte die Queen 1947 Prinz Philip geheiratet und war 1953 auch gekrönt worden.

Schon Stunden vor dem Gottesdienst waren alle Bereiche entlang der Strecke des Trauerzugs gefüllt. Neuankömmlinge wurden in den Hyde Park geleitet, wo die Zeremonie auf Großbildleinwänden gezeigt wurde.

Erinnerungen ans britische Empire werden wach

„Wir haben eine gute Show geliefert“, sagte die Londonerin Kas Girdler, die die Zeremonie gemeinsam mit zwei Freundinnen verfolgte. „Darin sind wir gut, das können wir. Morgen wird alles wieder normal sein.“

Die Londonerin Liz Bosanquet, die mit ihren Söhnen Tommy und Leo und weiteren Freunden die Zeremonie verfolgte, sagte: „Es war sehr bewegend, besonders, als alle geschwiegen haben und danach Applaus ausgebrochen ist.“ Wie die Monarchie unter König Charles aussehen wird, findet Bosanquet noch schwer vorstellbar. „Aber ich bin optimistisch. Es hat etwas sehr Vereinendes“, sagte sie.

Jede Minute des Trauerzugs erklang ein Salutschuss, auch die berühmte Glocke Big Ben schlug regelmäßig. Etliche Soldaten in Gala-Uniform schritten mit dem Sarg an den Stätten von Elizabeths 70-jähriger Herrschaft wie dem Buckingham-Palast vorbei. Viele Uniformen und das Zeremoniell erinnerten Betrachter an das einstige britische Empire, das während Elizabeths Regentschaft weiter zerbröckelte.

Königliche Familie im Mittelpunkt

Mit König Charles folgten auch die übrigen Kinder der Queen – Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward – im Trauerzug. Dahinter gingen ihre Enkel Prinz William und Prinz Harry. Ihre Ehefrauen sowie Williams Kinder folgten in Limousinen bis zum Triumphbogen Wellington Arch, wo der Sarg von acht Trägern von einer Lafette in den Leichenwagen umgebettet wurde. Auf Windsor schlossen sich die Royals dem Geleitzug erneut an.

Andrew und Harry kamen wie erwartet nicht in Uniform. Dabei waren beide im Militäreinsatz, Andrew im Falklandkrieg und Harry in Afghanistan. Allerdings sind sie keine aktiven Mitglieder der Royal Family mehr. Bei der Totenwache in der Westminster Hall waren sie zuvor ausnahmsweise in Uniform erschienen.

Während des Gottesdienstes waren viele Blicke auf die jüngsten Teilnehmer der Royal Family gerichtet. Charlotte schaute viel zu Boden und trug einen schwarzen Hut mit Schleife über ihrem langen blonden Haar und einen Mantel, sie hielt ihre Hände vor sich gefaltet. George trug einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Ihr jüngerer Bruder Prinz Louis (4) war nicht zu sehen.

In Schwarz, allerdings in unterschiedlichen Modestilen erschienen Prinzessin Kate und Harrys Ehefrau, Herzogin Meghan. Kate trug ein langärmeliges Mantelkleid, einen Hut mit Schleier über ihrem Gesicht sowie Perlenohrringe. Dazu hatte sie eine Perlenhalskette der Queen angelegt. Meghan (41) trug ein Kleid mit Cape sowie einen ausladenden Hut und Perlenohrringe.

Außergewöhnliche Gästeliste

Gut ein Dutzend Königinnen und Könige, dazu Sultane und sogar der japanische Kaiser Naruhito, der sonst nie an Beisetzungen teilnimmt – wohl seit langem hat es keine solch exquisite Gästeliste gegeben. US-Präsident Joe Biden war ebenso angereist wie der französische Staatschef Emmanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er rechne in nicht allzu ferner Zukunft mit einem Besuch des neuen britischen Königs in Deutschland, sagte Steinmeier, der bei einem Empfang am Sonntag mit dem Monarchen gesprochen hatte, dem ZDF.

Auch die sechs lebenden britischen Ex-Premierminister und Amtsinhaberin Liz Truss nahmen an dem Staatsakt teil. Blumenschmuck und Musik waren eigens wegen ihrer Symbolik für die Queen ausgewählt worden. Auf dem Sarg thronte auch ein persönlicher Brief von Charles an seine Mutter. „In liebevoller und treuer Erinnerung. Charles R.“ Das „R.“ steht für Rex, das lateinische Wort für „König“.

„Wir werden uns wiedersehen“

Der Erzbischof von Canterbury erinnerte auch an die viel beachtete Rede der Queen an die Nation während der Corona-Pandemie. Elizabeth II. sprach ihren Untertanen damals Mut zu und sagte: „Wir werden uns wiedersehen.“ Zum Abschluss des Gottesdienstes ertönte das Signal „The Last Post“. Nach zwei Schweigeminuten trug der persönliche Dudelsackpfeifer der Queen das Stück „Sleep, Dearie, Sleep“ vor. Schließlich wurde die Nationalhymne „God Save the King“ gesungen.

Das Staatsbegräbnis war eine enorme Herausforderung für die Behörden: Polizei, Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten koordinierten dafür die wohl größte Sicherheitsoperation, die die Stadt je erlebt hat. Derweil stand das Land still – fast überall blieben Schulen und Universitäten sowie Geschäfte geschlossen. Auch auf die Reisepläne zahlreicher Menschen hatte das Ereignis Auswirkungen. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden mehr als 100 Flüge abgesagt, damit während der Zeremonien Stille herrscht.

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Staatsbegräbnis der Queen: Jahrhundertereignis: Welt nimmt Abschied von Elizabeth II.

Tränen, Blumen, Applaus: Hunderttausende nehmen in London Abschied von der Queen. Der minutiös geplante Staatsakt wird zum Jahrhundertereignis. König Charles III. ist tief gerührt.

Mit einem der größten Staatsbegräbnisse der Geschichte hat die Welt Abschied von der Queen genommen. Unter den Augen von Millionen TV-Zuschauern in aller Welt erwies eine trauernde Nation in London und Windsor der gestorbenen Königin Elizabeth II. die letzte Ehre. An den beispiellosen Trauerfeierlichkeiten nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Monarchen teil, einige waren extra von weit her angereist. Hunderttausende säumten zu dem Jahrhundertereignis die Straßen.

König Charles III. wirkte ergriffen, als er mit seiner engsten Familie den Sarg seiner Mutter durch die britische Hauptstadt geleitete. Der 73-Jährige hatte Tränen in den Augen. „Trauer ist der Preis, den wir für die Liebe zahlen“, hatte die Queen einst gesagt.

Auch die Queen-Urenkel Prinz George (9), ein künftiger König, und Prinzessin Charlotte (7) reihten sich mit ihren Eltern Prinz William und Prinzessin Kate (beide 40) in die Trauerprozession ein.

Beisetzung auf Schloss Windsor

Am Nachmittag kehrte der Leichnam der Königin auf ihre Residenz Windsor westlich von London zurück. Dort sollte sie nach einem Aussegnungsgottesdienst an der Seite ihres Ehemanns Prinz Philip in einer privaten Zeremonie beigesetzt werden. Die königlichen Insignien – Staatskrone, Zepter und Reichsapfel – wurden dafür vom Sarg entfernt.

Kommentatoren sprachen von einem beispiellosen Spektakel in der jüngeren britischen Geschichte. Die Zeremonie beschloss das zweite Elisabethanische Zeitalter, wie britische Medien kommentierten. Elizabeth II. saß 70 Jahre auf dem Thron – länger als alle anderen britischen Monarchen. Sie war am 8. September im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben.

Großbritannien in Trauer vereint

Auf den Straßen war die Anteilnahme groß. In Trauer vereint, warfen zahlreiche Menschen vom Rand Blumen auf den Leichenwagen, als das Fahrzeug die Königin zum letzten Mal aus der britischen Hauptstadt zu ihrer Residenz Schloss Windsor brachte. Dort warteten auch die geliebten Corgis der Queen, die nun von ihrem zweitältesten Sohn Prinz Andrew betreut werden, sowie ihr Lieblingspferd.

Das Staatsbegräbnis war minutiös durchgetaktet: Um 11.44 Uhr (12.44 Uhr MESZ) wurde der in die königliche Standarte gehüllte Sarg aus der Westminster Hall des Parlaments, wo etliche Menschen über Tage der aufgebahrten Queen die letzte Ehre erwiesen hatten, in die nahe Westminster Abbey getragen. Dort nahmen etwa 2000 Gästen an einem einstündigen Gottesdienst teil. In der Abtei hatte die Queen 1947 Prinz Philip geheiratet und war 1953 auch gekrönt worden.

Schon Stunden vor dem Gottesdienst waren alle Bereiche entlang der Strecke des Trauerzugs gefüllt. Neuankömmlinge wurden in den Hyde Park geleitet, wo die Zeremonie auf Großbildleinwänden gezeigt wurde.

Erinnerungen ans britische Empire werden wach

„Wir haben eine gute Show geliefert“, sagte die Londonerin Kas Girdler, die die Zeremonie gemeinsam mit zwei Freundinnen verfolgte. „Darin sind wir gut, das können wir. Morgen wird alles wieder normal sein.“

Die Londonerin Liz Bosanquet, die mit ihren Söhnen Tommy und Leo und weiteren Freunden die Zeremonie verfolgte, sagte: „Es war sehr bewegend, besonders, als alle geschwiegen haben und danach Applaus ausgebrochen ist.“ Wie die Monarchie unter König Charles aussehen wird, findet Bosanquet noch schwer vorstellbar. „Aber ich bin optimistisch. Es hat etwas sehr Vereinendes“, sagte sie.

Jede Minute des Trauerzugs erklang ein Salutschuss, auch die berühmte Glocke Big Ben schlug regelmäßig. Etliche Soldaten in Gala-Uniform schritten mit dem Sarg an den Stätten von Elizabeths 70-jähriger Herrschaft wie dem Buckingham-Palast vorbei. Viele Uniformen und das Zeremoniell erinnerten Betrachter an das einstige britische Empire, das während Elizabeths Regentschaft weiter zerbröckelte.

Königliche Familie im Mittelpunkt

Mit König Charles folgten auch die übrigen Kinder der Queen – Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward – im Trauerzug. Dahinter gingen ihre Enkel Prinz William und Prinz Harry. Ihre Ehefrauen sowie Williams Kinder folgten in Limousinen bis zum Triumphbogen Wellington Arch, wo der Sarg von acht Trägern von einer Lafette in den Leichenwagen umgebettet wurde. Auf Windsor schlossen sich die Royals dem Geleitzug erneut an.

Andrew und Harry kamen wie erwartet nicht in Uniform. Dabei waren beide im Militäreinsatz, Andrew im Falklandkrieg und Harry in Afghanistan. Allerdings sind sie keine aktiven Mitglieder der Royal Family mehr. Bei der Totenwache in der Westminster Hall waren sie zuvor ausnahmsweise in Uniform erschienen.

Während des Gottesdienstes waren viele Blicke auf die jüngsten Teilnehmer der Royal Family gerichtet. Charlotte schaute viel zu Boden und trug einen schwarzen Hut mit Schleife über ihrem langen blonden Haar und einen Mantel, sie hielt ihre Hände vor sich gefaltet. George trug einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte. Ihr jüngerer Bruder Prinz Louis (4) war nicht zu sehen.

In Schwarz, allerdings in unterschiedlichen Modestilen erschienen Prinzessin Kate und Harrys Ehefrau, Herzogin Meghan. Kate trug ein langärmeliges Mantelkleid, einen Hut mit Schleier über ihrem Gesicht sowie Perlenohrringe. Dazu hatte sie eine Perlenhalskette der Queen angelegt. Meghan (41) trug ein Kleid mit Cape sowie einen ausladenden Hut und Perlenohrringe.

Außergewöhnliche Gästeliste

Gut ein Dutzend Königinnen und Könige, dazu Sultane und sogar der japanische Kaiser Naruhito, der sonst nie an Beisetzungen teilnimmt – wohl seit langem hat es keine solch exquisite Gästeliste gegeben. US-Präsident Joe Biden war ebenso angereist wie der französische Staatschef Emmanuel Macron und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er rechne in nicht allzu ferner Zukunft mit einem Besuch des neuen britischen Königs in Deutschland, sagte Steinmeier, der bei einem Empfang am Sonntag mit dem Monarchen gesprochen hatte, dem ZDF.

Auch die sechs lebenden britischen Ex-Premierminister und Amtsinhaberin Liz Truss nahmen an dem Staatsakt teil. Blumenschmuck und Musik waren eigens wegen ihrer Symbolik für die Queen ausgewählt worden. Auf dem Sarg thronte auch ein persönlicher Brief von Charles an seine Mutter. „In liebevoller und treuer Erinnerung. Charles R.“ Das „R.“ steht für Rex, das lateinische Wort für „König“.

„Wir werden uns wiedersehen“

Der Erzbischof von Canterbury erinnerte auch an die viel beachtete Rede der Queen an die Nation während der Corona-Pandemie. Elizabeth II. sprach ihren Untertanen damals Mut zu und sagte: „Wir werden uns wiedersehen.“ Zum Abschluss des Gottesdienstes ertönte das Signal „The Last Post“. Nach zwei Schweigeminuten trug der persönliche Dudelsackpfeifer der Queen das Stück „Sleep, Dearie, Sleep“ vor. Schließlich wurde die Nationalhymne „God Save the King“ gesungen.

Das Staatsbegräbnis war eine enorme Herausforderung für die Behörden: Polizei, Geheimdienste und Anti-Terror-Einheiten koordinierten dafür die wohl größte Sicherheitsoperation, die die Stadt je erlebt hat. Derweil stand das Land still – fast überall blieben Schulen und Universitäten sowie Geschäfte geschlossen. Auch auf die Reisepläne zahlreicher Menschen hatte das Ereignis Auswirkungen. Am Londoner Flughafen Heathrow wurden mehr als 100 Flüge abgesagt, damit während der Zeremonien Stille herrscht.

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Beerdigung Herzogin Kate Kinder Prinz George Prinz William Queen Elizabeth II Trauerzug Westminster Abbey

Beerdigung von Queen Elizabeth II.: George und Charlotte, jetzt habt ihr eure royale Pflicht früh gespürt

Sie sind erst neun und sieben Jahre alt, aber Prinz George und Prinzessin Charlotte gehörten trotzdem zum Trauerzug für Queen Elizabeth II. Der Grund sei die dynastische Pflicht.

Prinz William und Prinzessin Kate sind gerade erst nach Windsor gezogen, weil sie ihren drei Kindern ein möglichst normales Leben ermöglichen wollten. Und dann stirbt Queen Elizabeth II. und wirft die behütete Kindheit von Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis um. So gehörten die beiden ältesten Kindern zum Trauerzug, der den Sarg von der Ankunft am Eingangstor der Westminster Abbey zum Altar geleitete. 2000 geladene Gäste, Staats- und Regierungschefs sowie gekrönte Häupter aus der ganzen Welt beobachteten den Windsor-Nachwuchs. 

Die große Aufmerksamkeit ist nichts Neues für George und Charlotte. Schon als Babys haben ihre Eltern sie zu „Trooping the Colour“, der offiziellen Geburtstagsparade der Monarchin, mitgebracht. Aber da sind die Mini-Royals geschützt auf dem Balkon, haben engen Körperkontakt mit den Eltern, können sich unterhalten, winken und sind gleichzeitig viele Meter weg von Fremden. In der Westminster Abbey war es anders – und der Abschied von ihrer „Gan Gan“ ein trauriger Höhepunkt.

Doch öffentliches Trauern in jungem Alter gehört zur dynastischen Pflicht von Königskindern.FS Queen Beerdigung Prozession

Prinz George und Prinzessin Charlotte im Trauerzug: Dienst für die Krone

Das berühmteste Beispiel ist gar nicht so weit von George und Charlotte entfernt. Ihr Vater und ihr Onkel marschierten im Alter von 12 und 15 Jahren hinter dem Sarg ihrer Mutter Diana. Später sprachen William und Harry von diesem furchtbaren Tag und stellten infrage, ob man ihnen das hätte antun müssen. Dieselbe Frage müssen sich nun der Prinz und die Prinzessin von Wales gefallen lassen. 

Im Vorfeld war berichtet worden, dass Palastmitarbeiter das Paar gebeten hätten, seine Kinder mitzubringen, um zu demonstrieren, dass die Dynastie lebe und fortbestehe. Es ist die altbekannte Frage: Dienst für die Allgemeinheit vor dem Wohl des Individuums? Klar, jetzt kann noch niemand absehen, ob und welche Folgen dieser Tag und ihre hervorgehobene Rolle für die Kinder haben wird. Aber wenn sie in einigen Jahren resümieren, dass dieser Auftritt zu früh kam, wäre es höchst bedauerlich. Denn gerade William hätte aus seiner eigenen Erfahrung Rückschlüsse für seine Kinder ableiten können. Liveblog Queen Beerdigung

Balance zwischen Kindheit und royalem Leben: Kate und William müssen besonnen entscheiden

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die drei Wales-Kinder die einzigen echten Mitglieder des Königshauses ihrer Generation sind. Ihre Cousins und Cousinen sind zwar in der Thronfolge vertreten, aber übernehmen keine offiziellen Termine mit ihren Eltern. In den folgenden Jahren werden wir George, Charlotte und Louis daher sehr viel öfter sehen. Der Neunjährige ist mit dem Tod der Queen auf Platz zwei der Thronfolge gerutscht. Die Aufmerksamkeit und die Neugier werden also nur noch wachsen. Eine ruhige, behütete, möglichst normale Kindheit ist damit passé.

Es ist nun an Kate und William, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kindsein und royalem öffentlichen Leben zu finden. Bisher haben sie das wunderbar hinbekommen, aber der Druck auf sie wächst natürlich auch. Es wird damit gerechnet, dass die Waleses 2023 nach Australien reisen werden. Gut möglich, dass sie ihre Kinder dorthin mitnehmen werden. Das Gute ist, dass das Prinzenpaar trotz allen Pflichtbewusstseins seine Kinder an erste Stelle setzt und wenn es wüsste, dass sie litten, aus der Öffentlichkeit zurückzöge. Darauf können sich George, Charlotte und Louis immer verlassen.

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