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Fokus Frankfurt Frankfurt am Main US-Notenbank USA Zinserhöhung

Börse in Frankfurt: Dax legt zu

Die Hoffnung auf einen nachhaltig abnehmenden Inflationsdruck in den USA und ein langsameres Tempo bei den Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed hat den deutschen Aktienmarkt auch am Donnerstag angetrieben. Ansonsten steht aus Unternehmenssicht der letzte „heiße Tag“ der Berichtssaison mit vielen Quartalszahlen von Unternehmen aus der Dax-Familie im Fokus.

Die Hoffnung auf einen nachhaltig abnehmenden Inflationsdruck in den USA und ein langsameres Tempo bei den Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed hat den deutschen Aktienmarkt auch am Donnerstag angetrieben. Ansonsten steht aus Unternehmenssicht der letzte „heiße Tag“ der Berichtssaison mit vielen Quartalszahlen von Unternehmen aus der Dax-Familie im Fokus.

Der Dax stieg in den ersten Minuten des Xetra-Handels um 0,25 Prozent auf 13 735,74 Punkte. Nun nähert sich der Dax seinem Hoch seit Mitte Juni bei 13 792 Punkten aus der Vorwoche.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann am Donnerstagmorgen 0,41 Prozent auf 27 933,63 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um rund 0,5 Prozent zu.

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DAX E.ON Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main MDAX RWE US-Notenbank

Börse in Frankfurt: Dax ohne klare Richtung vor US-Inflationsdaten

Vor den wichtigen US-Inflationsdaten an diesem Mittwoch ist der deutsche Leitindex Dax zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten gependelt. Die Anleger halten sich derzeit mit Engagements in Aktien eher zurück, denn die Entwicklung der Verbraucherpreise könnte darüber entscheiden, wie groß der nächste Zinsschritt der US-Notenbank (Fed) ausfallen wird. Zugleich geht die Berichtssaison hierzulande mit Schwung weiter.

Vor den wichtigen US-Inflationsdaten an diesem Mittwoch ist der deutsche Leitindex Dax zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten gependelt. Die Anleger halten sich derzeit mit Engagements in Aktien eher zurück, denn die Entwicklung der Verbraucherpreise könnte darüber entscheiden, wie groß der nächste Zinsschritt der US-Notenbank (Fed) ausfallen wird. Zugleich geht die Berichtssaison hierzulande mit Schwung weiter.

Der Dax legte im frühen Handel nach einem schwächeren Start um 0,13 Prozent auf 13.553,10 Punkte zu. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank am Morgen um 0,22 Prozent auf 27.210,51 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich zuletzt prozentual unverändert.

Aus dem Dax legten der Energiekonzern Eon und der Chemikalienhändler Brenntag ihre Zahlenwerke vor. Trotz lobender Worte von Händlern und Analysten ging es für die Aktien beider Unternehmen abwärts: Brenntag fielen um 0,8 Prozent und Eon sanken um 1,3 Prozent. Zugleich legten die Papiere des Versorgers RWE allerdings um rund ein Prozent zu. Zahlreiche Anleger sehen in dieser Aktie die größeren Chancen, da RWE sich auf die gesamte Palette der Stromerzeugung konzentriert und Eon mehr auf Netze und Vertrieb.

Im Index der mittelgroßen Werte sackten die zuletzt stark gelaufenen Aktien des Autovermieters Sixt um sieben Prozent ab. Analysten äußerten sich positiv zu den Quartalszahlen. Analyst Constantin Hesse von Jefferies etwa sprach von „starken Zahlen“. Evotec büßten nach einem frisch ausgesprochenen negativen Anlageurteil von Morgan Stanley am MDax-Ende circa neun Prozent ein.

Für die Anteile von Evonik ging es um 1,8 Prozent abwärts, obwohl der Spezialchemiekonzern nach soliden Quartalszahlen trotz der sich eintrübenden Konjunkturperspektiven etwas zuversichtlicher für das restliche Jahr wurde. Auch die Papiere des Versicherers Talanx gaben nach. Sie sanken um 2,2 Prozent. Trotz weiterer Rückstellungen für die Folgen des Ukraine-Kriegs steigerte Talanx im abgelaufenen Jahresviertel den Gewinn. Vorstandschef Torsten Leue sieht den Versicherer mit seiner Hauptmarke HDI daher auf Kurs zum ausgegebenen Jahresgewinnziel.

Wenig bewegt zeigten sich dagegen die Aktien der Wohnimmobiliengesellschaft LEG nach vorgelegten Zahlen und bestätigten Jahreszielen. Im SDax zogen dagegen die Anteile des Technologieunternehmens Jenoptik um 3,4 Prozent an, nachdem dieser seine Prognose angehoben hatte. Heidelberger Druckmaschinen sprangen nach starken Quartalszahlen und einem soliden Auftragseingang sogar um etwas mehr als 11 Prozent hoch.

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Frankfurt Frankfurt am Main Handelsstart US-Notenbank USA

Börse in Frankfurt: Dax sinkt vor anstehenden US-Inflationsdaten

Der Dax hat zum Handelsstart am Mittwoch seine Vortagesverluste leicht ausgeweitet. Vor den wichtigen Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten an diesem Nachmittag halten sich die Anleger vorerst zurück. Die Entwicklung der Verbraucherpreise könnte nämlich darüber entscheiden, wie groß der nächste Zinsschritt der US-Notenbank ausfallen wird.

Der Dax hat zum Handelsstart am Mittwoch seine Vortagesverluste leicht ausgeweitet. Vor den wichtigen Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten an diesem Nachmittag halten sich die Anleger vorerst zurück. Die Entwicklung der Verbraucherpreise könnte nämlich darüber entscheiden, wie groß der nächste Zinsschritt der US-Notenbank ausfallen wird.

Der Leitindex Dax fiel in den ersten Minuten des Xetra-Handels um 0,43 Prozent auf 13.477,28 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank am Morgen um 0,95 Prozent auf 27.012,19 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,38 Prozent auf 3701,16 Zähler.

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DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main MDAX Mittagszeit Munich Re US-Notenbank USA

Börse in Frankfurt: Dax mit moderatem Verlust – Warten auf US-Inflationsdaten

Nach einem freundlichen Wochenstart hat der Dax moderat nachgegeben. Der deutsche Leitindex fiel zur Mittagszeit um 0,55 Prozent auf 13.612,05 Punkte. Tags zuvor hatte er um 0,8 Prozent zugelegt.

Nach einem freundlichen Wochenstart hat der Dax moderat nachgegeben. Der deutsche Leitindex fiel zur Mittagszeit um 0,55 Prozent auf 13.612,05 Punkte. Tags zuvor hatte er um 0,8 Prozent zugelegt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen sank zur Mittagszeit um 0,82 Prozent auf 27.624,15 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,36 Prozent. An diesem Mittwoch wird in den USA die Inflationsrate für den Monat Juli veröffentlicht. Das könnte die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank beeinflussen.

Einzelwerte

Unter den Einzelwerten setzten sich die Rückversicherer an die Dax-Spitze. Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hatte zwar durchwachsene Quartalszahlen gemeldet, doch Analysten fokussierten sich vor allem auf die „hervorragende Solvabilität“, also die Ausstattung mit Eigenmitteln, sowie das bekräftigte Jahresüberschussziel. Munich Re zogen um 1,1 Prozent hoch und Hannover Rück folgten mit plus 0,9 Prozent.

Die Anteile von Airbus gewannen 0,6 Prozent. Der weltgrößte Flugzeugbauer lieferte im Juli nach Engpässen bei Zulieferern zwar deutlich weniger Maschinen aus als im Monat zuvor, holte aber zugleich Aufträge über 401 neue Maschinen herein.

Für die Papiere des Autozulieferers und Reifenherstellers Continental indes ging es um 1,3 Prozent abwärts. Wegen gestiegener Kosten und Abschreibungen im zweiten Quartal rutschte das Unternehmen aus Hannover in die Verlustzone. Für das zweite Halbjahr wird aber nicht zuletzt wegen eines hohen Auftragseingangs in der Autozuliefersparte Zuversicht verbreitet. Der Ausblick auf das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Der Flughafenbetreiber Fraport erhöhte nach einem starken Geschäftsbericht zum zweiten Quartal seine Jahresprognose für die Passagierzahlen und den Gewinn im Tagesgeschäft. Das beflügelte dessen Aktien, die im MDax um 1,6 Prozent stiegen.

Jungheinrich setzten sich nach einer positiven Studie der Privatbank Hauck & Aufhäuser an die Index-Spitze mit plus 4,1 Prozent. Dabei lobte Analyst Jorge Gonzalez Sadornil die inzwischen bessere Berechenbarkeit der Margenentwicklung, einen rekordhohen Auftragsbestand und die Kundschaft des Gabelstaplerherstellers in robusten Branchen.

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DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main Inflation JPMorgan Chase MDAX US-Notenbank USA

Börse in Frankfurt: Dax im Plus – Freundlicher Start in die neue Börsenwoche

Der Dax hat am Montag seine Verluste vom Freitag fast wieder wettgemacht. Der deutsche Leitindex stieg im frühen Handel um 0,64 Prozent auf 13.660,40 Punkte und knüpfte damit an die insgesamt freundlich verlaufene erste Augustwoche an. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Morgen um 0,20 Prozent auf 27.828,29 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,60 Prozent auf 3747,88 Zähler.

Der Dax hat am Montag seine Verluste vom Freitag fast wieder wettgemacht. Der deutsche Leitindex stieg im frühen Handel um 0,64 Prozent auf 13.660,40 Punkte und knüpfte damit an die insgesamt freundlich verlaufene erste Augustwoche an. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen stieg am Morgen um 0,20 Prozent auf 27.828,29 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,60 Prozent auf 3747,88 Zähler.

Jochen Stanzl, Analyst beim Broker CMC Markets, bleibt jedoch vorsichtig: „In dieser Woche sind alle Augen auf die neuen Daten zur Inflation in den USA gerichtet. Nach den starken US-Arbeitsmarktdaten aus den USA dürfte die US-Notenbank Fed weiter mit Volldampf in ihrem Bestreben agieren, die Inflation zu bekämpfen und die Leitzinsen aggressiv anheben.“ Das könnte die Anleger wieder neu verschrecken.

Die Marktstrategen von JPMorgan bleiben in Richtung Jahresende optimistisch gestimmt für Aktien. Nach einem großen Zinsschritt im September dürfte die US-Notenbank deutlich zurückhaltender und datenbezogen agieren, erwartet Experte Mislav Matejka.

Gemischte Nachrichten kamen am Sonntag aus China: Ein unerwartet starkes Exportwachstum im Juli gab der Erholung der Wirtschaft des Landes neuen Schwung. Experten hatten eine Verlangsamung vorhergesagt.

Unter den Einzelwerten stachen vor allem die Versorger hervor, die sich weiterhin stark zeigten: Eon stiegen um fast dreieinhalb Prozent und RWE um etwas mehr als zweieinhalb Prozent. Morgan Stanley ist inzwischen positiver für die Eon-Aktie gestimmt und stufte sie auf „Equal-weight“ hoch. Das Analysehaus Jefferies bekräftigte die Kaufempfehlung für das RWE-Papier und hob das Kursziel weiter an.

Aus dem MDax zogen die Aktien von Siemens Energy Aufmerksamkeit auf sich. Sie büßten nach einer erneuten Senkung der Jahresziele rund zweieinhalb Prozent ein.

Die im Dax zu findende VW-Beteiligungsgesellschaft Porsche SE will im Verlauf des Vormittags ebenfalls ihren Quartalsbericht vorlegen. Detaillierte Zahlen, die den vorab veröffentlichten entsprachen, meldete der Finanzdienstleister Hypoport aus dem SDax. Die Aktien verloren dennoch eineinhalb Prozent.

Takkt gaben im Nebenwerte-Index SDax um knapp fünf Prozent nach. Analystin Catharina Claes von der Privatbank Berenberg strich ihre Kaufempfehlung für die Papiere des Büro- und Restaurantausstatters.

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Arbeitsmarkt Frankfurt Frankfurt am Main Leitindex MDAX Thomas Altmann US-Notenbank USA

Börse in Frankfurt: Dax schließt im Minus – US-Jobbericht weckt Zinsangst

Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht für Juli hat am Freitag Zinssorgen wieder aufleben lassen und den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Leitindex Dax gab um 0,65 Prozent auf 13.573,93 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel am Freitag um 1,38 Prozent auf 27.772,58 Punkte.

Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht für Juli hat am Freitag Zinssorgen wieder aufleben lassen und den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Leitindex Dax gab um 0,65 Prozent auf 13.573,93 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel am Freitag um 1,38 Prozent auf 27.772,58 Punkte.

Für die erste Augustwoche steht für den Dax aber ein Plus von 0,67 Prozent zu Buche. Am Vortag war der Index auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten geklettert. Vom jüngsten Tief von Anfang Juli bei knapp 12.400 Zählern hat sich das Börsenbarometer kräftig erholt, angetrieben vor allem von der Hoffnung auf eine nicht ganz so straffe Geldpolitik in den USA.

Die Beschäftigung in den Vereinigten Staaten hatte sich im vergangenen Monat deutlich stärker ausgeweitet als erwartet. Zudem lag auch der Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne über den Prognosen von Analysten. Damit könnte sich der Druck auf die US-Notenbank Fed erhöhen, die Zinsschraube stärker anzuziehen.

Den Anlegern dürfte der Arbeitsmarktbericht aus zwei Gründen gar nicht schmecken, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Zum einen zeigten die Jobdaten, wie robust Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den USA seien. Und das sei gleichbedeutend damit, dass beide noch mehrere Zinsschritte vertragen könnten.

Zudem bleiben Altmann zufolge die Lohnsteigerungen auf einem zu hohen Niveau. Das aktuelle Lohnwachstum werde die Fed möglicherweise dazu bringen, die Zinsen in hohem Tempo weiter zu erhöhen, um die bestehende Preis-Lohn-Spirale wieder einzufangen.

Überaus gut kamen hierzulande die Quartalszahlen der Deutschen Post an. Der Logistikkonzern hatte im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis prozentual zweistellig gesteigert. Die Aktie setzte sich mit plus 4,6 Prozent klar an die Dax-Spitze.

Zu den größten Verlierern im Dax gesellten sich die Papiere der Allianz mit minus 1,6 Prozent. Hier lag der Überschuss mit 1,7 Milliarden Euro fast ein Viertel niedriger als ein Jahr zuvor. Analysten monierten eine schwache Schaden-Kosten-Quote des Versicherers. Die Aktien des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer weiteten nach den schwachen Quartalszahlen vom Vortag die Verluste aus, sie sackten um rund 7 Prozent ab und waren damit das Schlusslicht im Leitindex.

Größter Verlierer im MDax waren die Anteilsscheine von Rheinmetall mit einem Minus von knapp 12 Prozent. Hier belastete ein vorsichtigerer Ausblick auf den Auftragseingang der Rüstungssparte die Papiere schwer.

Die Anteilsscheine der Shop Apotheke knickten um mehr als zehn Prozent ein und hielten damit die rote Laterne im Nebenwerteindex SDax. Hier belastete ein skeptischer Analystenkommentar der Privatbank Berenberg. Der Experte Gerhard Orgonas begründete seinen Pessimismus unter anderem mit weiteren Verzögerungen bei der Einführung des elektronischen Rezepts.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,78 Prozent auf 3725,39 Punkte. Der französische Leitindex Cac 40 gab in ähnlichem Umfang nach, während sein britisches Pendant, der FTSE 100, nur leichte Verluste verzeichnete. In New York notierte der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende ebenfalls moderat im Minus.

Der Euro geriet nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht stark unter Druck und sackte auf 1,0171 US-Dollar ab. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0233 (Donnerstag: 1,0181) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9772 (0,9822) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen von 0,75 Prozent am Vortag auf 0,68 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 137,11 Punkte. Der Bund-Future büßte angesichts der US-Jobdaten 1,40 Prozent auf 155,96 Punkte ein.

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Amazon Apple Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Intel iPhone Konjunktur NASDAQ-100 New York Quartalsbericht S&P-500 US-Börse US-Notenbank Wochenende

US-Börse: Amazon und Apple treiben US-Börsen an – Starker Juli

Überraschend solide Quartalsberichte und Ausblicke der beiden Schwergewichte Apple und Amazon haben an den US-Börsen vor dem Wochenende für Erleichterung gesorgt. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag um 0,97 Prozent auf 32.845,13 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.

Überraschend solide Quartalsberichte und Ausblicke der beiden Schwergewichte Apple und Amazon haben an den US-Börsen vor dem Wochenende für Erleichterung gesorgt. Der Dow Jones Industrial stieg am Freitag um 0,97 Prozent auf 32.845,13 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Anfang Juni.

Auf Wochensicht bringt es der Dow auf einen Gewinn von drei Prozent. Den historisch eher schwachen Börsenmonat Juli hat der Index mit einem Aufschlag von 6,7 Prozent beendet, das ist für den Dow der stärkste Juli seit zwölf Jahren. Unterstützung erhielten die Aktienkurse zuletzt von der Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bei ihren Zinserhöhungen möglicherweise doch etwas behutsamer vorgeht.

Der technologielastige Nasdaq 100 legte am Freitag mit 1,81 Prozent auf 12.947,98 Punkte stärker zu. Hier war der Juli mit plus 13 Prozent der beste Börsenmonat seit April 2020. Der marktbreite S&P 500 gewann am Freitag 1,42 Prozent auf 4130,29 Zähler. Positive Nachrichten gab es zudem von der Konjunktur, die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Juli etwas stärker aufgehellt als erwartet.

Um mehr als zehn Prozent ging es mit den Aktien von Amazon nach oben. Der weltgrößte Online-Händler hat den Umsatz im zweiten Quartal trotz hoher Inflation und Rezessionssorgen deutlich gesteigert. Analyst Lee Horowitz von der Deutschen Bank nannte Amazon „den Hafen im konjunkturellen Sturm“. Für Amazons Aktienkurs war der Juli mit einem Gewinn von 27 Prozent der beste Monat seit Oktober 2009.

Auch Apple trotzt mit dem iPhone-Geschäft bisher Konjunktursorgen und Logistik-Engpässen. Im vergangenen Quartal konnte das iPhone in einem insgesamt geschrumpften Smartphone-Markt zulegen. Die Aktien gewannen 3,3 Prozent.

Umsatzeinbruch bei Intel

Ganz anders Intel. Der Chip-Riese hat nach einem Umsatzeinbruch und roten Zahlen im vergangenen Quartal die Jahresziele kassiert. Experte Stacy Rasgon vom Investmenthaus Bernstein nannte die Profitabilität „erschreckend“ und die neuen Jahresziele „garstig“. Mit minus 8,6 Prozent fanden sich die Aktien abgeschlagen am Ende des Dow wieder.

Nicht gut kamen auch Aussagen des Konsumgüterriesen Procter & Gamble an, die Aktie war mit minus 6,2 Prozent zweitgrößter Verlierer im Index. Der Konzern rechnet in diesem Jahr mit Gegenwind von der hohen Inflation.

Auf den Beifall der Investoren stieß ein Rekordgewinn des Ölkonzerns Exxon Mobil. Die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise verschafften dem Unternehmen im zweiten Quartal einen Gewinn von 17,9 Milliarden Dollar. Der Kurs stieg um 4,6 Prozent. Noch besser kamen indes die Zahlen des Kontrahenten Chevron an, der zudem den milliardenschweren Aktienrückkauf aufstockte. Chevron zogen an der Dow-Spitze um 8,9 Prozent an.

Der Euro holte anfängliche Verluste größtenteils wieder auf und notierte im späten Handel auf 1,0222 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0198 (Donnerstag: 1,0122) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9806 (0,9880) Euro gekostet.

Am US-Anleihemarkt ging es aufwärts. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries legte um 0,08 Prozent auf 121,08 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen betrug 2,66 Prozent.

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Abschwung Europa EZB Inflation Jerome Powell Joe Biden Konjunktur Rezession US-Notenbank US-Präsident US-Wirtschaft USA

Konjunktur: Rezession, oder doch nicht? – US-Wirtschaft schrumpft erneut

Die US-Zahlen haben bestätigt, was viele befürchtet haben: einen erneuten wirtschaftlichen Rückgang. Ist das der viel gefürchtete Abschwung? Ins Visier rückt dabei auch die Zinspolitik der Fed.

Die US-Wirtschaft ist im Frühling erneut geschrumpft – damit scheinen sich die Ängste vor einem wirtschaftlichen Abschwung zu bestätigen. Das Bruttoinlandsprodukt fiel im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 0,9 Prozent, wie das Handelsministerium am Donnerstag mitteilte.

Da die Wirtschaft bereits im Winter geschrumpft ist, ist nun die Definition einer sogenannten technischen Rezession erfüllt. Ein Grund für den erneuten Rückgang dürfte auch der aggressive Kampf der US-Notenbank Fed gegen die grassierende Inflation sein. Sie hatte erst am Vortag wieder deutlich an der Zinsschraube gedreht. Doch daran, dass die größte Volkswirtschaft der Welt wirklich in eine Rezession geschlittert ist, gibt es zumindest Zweifel.

Die Fed hatte den Leitzins am Mittwoch erneut um beachtliche 0,75 Prozentpunkte angehoben. Fed-Chef Jerome Powell deutete bereits weitere Erhöhungen in dieser Größenordnung an. Der jetzige Zinsschritt ist die vierte Erhöhung in diesem Jahr. Erst im Juni hatte die Fed den Leitzins um 0,75 Punkte angehoben. Es war der größte Zinsschritt seit 1994. Der Grund für die scharfen Maßnahmen der Fed sind die hohen Verbraucherpreise. Die Teuerungsrate in den USA ist mit 9,1 Prozent so hoch wie seit rund vier Jahrzehnten nicht mehr. Damit liegt sie weit entfernt von jenen 2 Prozent, die sich die Fed zum Ziel gesetzt hat.

Fed und EZB fahren unterschiedlichen Kurs

Daher setzen die Zentralbanker auf eine straffe Geldpolitik. Das Problem: Damit könnten sie den Aufschwung abwürgen. Erhöhungen des Leitzinses verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken, schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum. „Ich glaube nicht, dass sich die USA derzeit in einer Rezession befinden“, hatte Powell am Mittwoch – vor der Veröffentlichung der neuen Wirtschaftsdaten – beschwichtigt. Gleichzeitig mahnte er, die Zahlen mit Vorsicht zu genießen und machte deutlich, dass ein etwas langsameres Wachstum im Kampf gegen die hohe Inflation notwendig sei.

Die Fed geht deutlich aggressiver gegen die Inflation vor als die Europäische Zentralbank (EZB), die im Juli zum ersten Mal seit elf Jahren die Zinsen erhöhte. Die Anhebung im Währungsraum der 19 Mitglieder fiel mit einem halben Prozentpunkt zwar überraschend stark aus. Kritiker werfen der EZB aber vor, die Zinswende zu spät eingeleitet zu haben. Die Teuerung im Euroraum zieht seit Monaten auf Rekordniveau an.

Zugleich haben sich in Europa die Wirtschaftsaussichten infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine deutlich eingetrübt. Hebt die EZB die Zinsen in diesem Umfeld zu rasch an, könnte das vor allem für hoch verschuldete Staaten in Südeuropa zur Belastung werden. Europas Währungshüter stehen ebenso wie die US-Notenbank damit vor einem Balanceakt.

Ökonomen sprechen von einer technischen Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale hintereinander zurückgeht – so wie nun in den USA. Im Weißen Haus ist man bemüht, die Schätzung nicht zu hoch zu hängen. In einer Mitteilung von US-Präsident Joe Biden zu den neuen Daten kommt das Wort „Rezession“ nicht einmal vor – der wirtschaftliche Rückgang sei wegen der straffen Geldpolitik der Fed „keine Überraschung“. Später sagte er mit Blick auf die Zahlen: „Das sieht für mich nicht nach einer Rezession aus.“

Der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrates im Weißen Haus, Brian Deese, betonte: „Wir befinden uns in einer Übergangsphase, und es besteht kein Zweifel, dass sich die Wirtschaft verlangsamt.“ Alle Anzeichen deuteten aber auf eine Wirtschaft hin, die angesichts der globalen Herausforderungen „außerordentliche Widerstandsfähigkeit“ zeige.

Andere Wirtschaftsdaten stimmen optimistischer

Ökonominnen und Ökonomen betonen, dass es nun wichtig sei, sich mehrere Indikatoren wie etwa Einkommen, Ausgaben und Beschäftigung anzuschauen. Die Arbeitslosenquote liegt in den USA zum Beispiel auf ähnlich niedrigem Niveau wie vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar 2020. Laut Handelsministerium ist der erneute Rückgang des BIP etwa auf geringere Lagerbestände und Investitionen der Unternehmen zurückzuführen. Die Exporte und die Konsumausgaben der privaten Haushalte seien dagegen gestiegen. Allerdings habe der Zuwachs nicht ausgereicht, um den Rückgang in den anderen Bereichen auszugleichen.

„Die Zahlen sind im Moment verblüffend – es ist nicht normal, dass das BIP sinkt und die Beschäftigung steigt“, zitierte die „Washington Post“ die Ökonomin Betsey Stevenson von der Universität Michigan. Selbst bei einem wirtschaftlichen Rückgang im zweiten Quartal müsse man ernsthaft darüber nachdenken, ob das wirklich ausreiche, um von einer Rezession zu sprechen.

US-Präsident Biden kann sich mit Blick auf die Kongresswahlen im Herbst weder einen wirtschaftlichen Abschwung noch anhaltend hohe Verbraucherpreise leisten. Seine Zustimmungswerte sind im Keller. Gut angekommen dürften im Weißen Haus daher die Worte von Fed-Chef Powell sein – der gab sich überzeugt: „Wir glauben, dass es einen Weg gibt, die Inflation zu senken und gleichzeitig einen starken Arbeitsmarkt aufrechtzuerhalten.“ Doch ganz ohne Schmerzen dürfte der Kampf gegen die Inflation nicht zu gewinnen sein. Die nächste Zins-Entscheidung der Fed steht im September an.

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Arbeitsmarkt Europa EZB Inflation Jerome Powell Joe Biden Karine Jean-Pierre Konjunktur Rezession Südeuropa Ukraine US-Notenbank US-Präsident USA

Konjunktur: Fed dreht weiter an Zinsschraube – Rezession unausweichlich?

Die US-Zentralbanker versuchen mit aller Macht, die Inflation in den Griff zu bekommen. Doch dabei könnten sie das Wirtschaftswachstum abwürgen. In einer ähnlichen Zwickmühle stecken Europas Währungshüter.

Die US-Notenbank stemmt sich mit aller Macht gegen die galoppierende Inflation. Zum zweiten Mal in Folge erhöhte die Fed am Mittwoch ihren Leitzins um 0,75 Prozentpunkte. Fed-Chef Jerome Powell deutete weitere Erhöhungen in dieser Größenordnung an.

In der größten Volkswirtschaft der Welt wächst damit gleichzeitig die Angst vor einem wirtschaftlichen Abschwung. „Ich glaube nicht, dass sich die USA derzeit in einer Rezession befinden“, beschwichtigte Powell. Doch ein etwas langsameres Wachstum sei notwendig.

Die Fed geht damit deutlich aggressiver gegen die Inflation als die Europäische Zentralbank (EZB) vor, die im Juli zum ersten Mal seit elf Jahren die Zinsen erhöhte. Die Anhebung im Währungsraum der 19 Mitglieder fiel mit einem halben Prozentpunkt zwar überraschend stark aus. Kritiker werfen der EZB aber vor, die Zinswende zu spät eingeleitet zu haben. Die Teuerung im Euroraum zieht seit Monaten auf Rekordniveau an.

Überwiegen die positiven oder die negativen Effekte?

Zugleich haben sich in Europa die Wirtschaftsaussichten infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine deutlich eingetrübt. Hebt die EZB die Zinsen in diesem Umfeld zu rasch an, könnte das vor allem für hoch verschuldete Staaten in Südeuropa zur Belastung werden. Europas Währungshüter stehen ebenso wie die US-Notenbank damit vor einem Balanceakt.

Mit Spannung wird nun die Schätzung des Bruttoinlandsprodukts in den USA für das zweite Quartal am Donnerstag erwartet. Die Wirtschaft war im Winter überraschend geschrumpft. Vieles deutet darauf hin, dass es nun wieder zu einer rückläufigen Wirtschaftsleistung gekommen ist. Schrumpft die Wirtschaft zwei Vierteljahre in Folge zum Vorquartal, sprechen Ökonomen von einer „technischen Rezession“. Powell mahnte, die neuen Zahlen zum Wirtschaftswachstum mit Vorsicht zu genießen. Eine Rezession ist seiner Auffassung nicht unausweichlich.

Auch im Weißen Haus ist man bemüht, die anstehende Schätzung nicht zu hoch zu hängen. Es gebe viele Faktoren, die zu berücksichtigen seien, betonte die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Karine Jean-Pierre. Sie verwies etwa auf den starken Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote liegt in den USA auf ähnlich niedrigem Niveau wie vor Ausbruch der Pandemie im Februar 2020. Biden brüstet sich gern mit diesen Werten – gleichzeitig leiden seine Zustimmungswerte unter den steigenden Verbraucherpreisen.

„Es ist nicht der Präsident, der die Inflation verursacht hat. Es gibt auch externe Faktoren, die uns dorthin geführt haben, wo wir heute sind“, betonte Jean-Pierre etwa mit Blick auf die Energiepreise und Probleme bei Lieferketten wegen der Corona-Lockdowns in China. Die Teuerungsrate in den USA ist mit 9,1 Prozent so hoch wie seit rund vier Jahrzehnten nicht mehr. Damit liegt sie weit entfernt von jenen 2 Prozent, die sich die Fed zum Ziel gesetzt hat. Daher setzen die Zentralbanker auf eine straffe Geldpolitik – und könnten damit den Aufschwung abwürgen.

Powell hält Balanceakt für möglich

Der jetzige Zinsschritt ist die vierte Erhöhung in diesem Jahr. Erst im Juni hatte die Fed den Leitzins um 0,75 Punkte angehoben. Es war der größte Zinsschritt seit 1994. Erhöhungen des Leitzinses verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft dabei, die Inflationsrate zu senken, schwächt aber auch das Wirtschaftswachstum.

„Wenn wir es jetzt nicht in den Griff bekommen, erhöht das nur die Kosten, später damit fertig zu werden“, mahnte Powell mit Blick auf die Inflation. „Wir wollen keine Rezession, und wir glauben auch nicht, dass wir eine haben müssen. Wir glauben, dass es einen Weg gibt, die Inflation zu senken und gleichzeitig einen starken Arbeitsmarkt aufrechtzuerhalten.“

Ganz ohne Schmerzen wird das wohl nicht funktionieren. Besonders kleinere Unternehmen dürften unter höheren Zinsen leiden. Sie haben einen geringeren Cashflow und sind eher auf Kredite angewiesen. An den Börsen hingegen setzte sich eher die Erleichterung durch. Einige Aussagen Powells machten den Anlegern trotz des hohen Zinsschrittes Mut – etwa dass der Fed-Chef betonte, die Entwicklung von Sitzung zu Sitzung neu zu betrachten. Einige Finanzmarktakteure werteten dies offenbar als leichte Abschwächung der zuvor restriktiven Wortwahl. Die nächste Entscheidung steht im September an.

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DAX Frankfurt Frankfurt am Main US-Notenbank

Börse in Frankfurt: Dax tut sich schwer

Die Zinspolitik der US-Notenbank hat dem Dax am Donnerstag nur kurz geholfen. Nach freundlichem Auftakt drehte der deutsche Leitindex ins Minus, dämmte die Verluste aber gegen Mittag wieder auf 0,16 Prozent ein und notierte bei 13.145 Punkten.

Die Zinspolitik der US-Notenbank hat dem Dax am Donnerstag nur kurz geholfen. Nach freundlichem Auftakt drehte der deutsche Leitindex ins Minus, dämmte die Verluste aber gegen Mittag wieder auf 0,16 Prozent ein und notierte bei 13.145 Punkten.

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