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Bundesliga: Modeste? Moukoko! Dortmunder Teenie-Trumpf im Titelkampf

Youssoufa Moukoko stiehlt Neuzugang Anthony Modeste beim BVB vorerst die Show. Der 17-Jährige könnte von dem Franzosen, der ihm im Sturm vor die Nase gesetzt wurde, sogar profitieren. Dortmunds Kampfgeist und ein weiterer „Gamechanger“ erfreuen Trainer Terzic ebenfalls.

Mit Temperament und Talent: Bei Borussia Dortmund wächst die Hoffnung, das Titelrennen in der Fußball-Bundesliga diese Saison endlich wieder spannender gestalten zu können. Auch dank eines Teenie-Trumpfs. Der erst 17-jährige Youssoufa Moukoko könnte eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Ausfall von Mittelstürmer Sébastien Haller zu kompensieren. Eigentlich ist dafür in erster Linie Anthony Modeste vorgesehen, in der Form von Freitagabend ist aber auch Moukoko ein ganz großer Hoffnungsträger des Vizemeisters.

„Er ist ein Riesentalent“, lobte Modeste den Youngster, der beim hart erarbeiteten 3:1 (0:1)-Sieg beim SC Freiburg gerade mal 20 Minuten auf dem Platz stand, in diesen aber an allen drei Dortmunder Treffern beteiligt war. Ein Tor, zwei Vorlagen – der Joker hatte eindrucksvoll geliefert und dem doppelt so alten Modeste, der ihn aus der Startelf verdrängt und bei Anpfiff einen Großteil der Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, glatt die Show gestohlen.

Modeste, erst wenige Tage zuvor als Ersatz für den wegen eines Hodentumors noch monatelang fehlenden Haller vom 1. FC Köln geholt, wird noch etwas Zeit brauchen, um voll in Dortmund anzukommen. Coach Edin Terzic sah „einen guten ersten Schritt“ des Neuen in Freiburg. Modeste bringt Körperlichkeit ins Spiel des BVB, soll seine Wucht sowohl offensiv als auch defensiv, zum Beispiel beim Verteidigen gegnerischer Standards, einsetzen. Natürlich auch Tore schießen. Nebenbei aber auch einem wie Moukoko etwas den Druck nehmen.

„Wenn du die Nummer 9 von Borussia Dortmund oder einem anderen großen Verein bist, spielst du auch immer mit einer Stoppuhr um den Hals“, hatte Terzic kürzlich gesagt. „Es wird immer wieder gezählt, wie viele Minuten du zuletzt nicht getroffen hast.“ Diese Last kann und soll der junge Moukoko nach dem Ausfall von Haller nicht alleine tragen. Der große, bullige Modeste will seinem kleinen, quirligen neuen Mitspieler „gerne Tipps geben“ und „helfen“, wie er betonte.

„Füreinander da zu sein“ ist Trainer Terzic bei seinen Schützlingen ja auch mit das Wichtigste. Wie sie sowohl beim 1:0-Auftaktsieg gegen Leverkusen als auch in Freiburg gekämpft haben, gefiel dem 39-Jährigen – und unterscheidet die aktuelle Borussia ein Stück weit auch von der der vergangenen Jahre. „Wir haben gefightet für den Trainer, für die Fans und für uns“, sagte Moukoko, nachdem der BVB die Optimalausbeute von sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Partien im Sack hatte. Am Ende habe man die Emotionen gesehen.

„Wir müssen Emotionen in unser Spiel kriegen“, sagte auch Verteidiger Nico Schlotterbeck. Der Nationalspieler tritt extrem leidenschaftlich auf. Gegen Ex-Club Freiburg hatte er für ein Foul an Ritsu Doan Gelb gesehen und sich sogar kurz mit seinem früheren Coach beim SC, Christian Streich, angelegt. Typen wie Schlotterbeck, der den Funken vom Rasen auf die Ränge und wieder zurück springen lässt, hatte Dortmund zuletzt nicht viele. Künftig sollen sie wieder ein entscheidendes Element sein – neben der spielerischen Klasse.

Die bringt neben dem technisch versierten Moukoko auch der 18-jährige Jamie Bynoe-Gittens mit. Ein „Gamechanger“ mit „unglaublichen Fähigkeiten, das Spiel zu beschleunigen und enge Situationen aufzulösen“ sei der Engländer, so BVB-Trainer Terzic. Bynoe-Gittens hatte bei seinem Tor zum 1:1 in Freiburg von einem schweren Fehler des SC-Keepers Mark Flekken profitiert, das Dortmunder Spiel nach seiner Hereinnahme in der 64. Minute insgesamt aber spürbar belebt. „Wenn das so weitergeht, hat er eine große Zukunft vor sich“, sagte Terzic – und hätte damit ohne Weiteres auch Moukoko meinen können.

Kader Borussia Dortmund Spielplan Borussia Dortmund Bundesliga-Tabelle

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Anthony Modeste Borussia Dortmund Bundesliga BVB Dazn Dortmund Edin Terzic Freiburg Fußball-Bundesliga Matthias Ginter Michael Gregoritsch Nico Schlotterbeck SC Freiburg Timo Werner Urs Meier Wolf

Bundesliga: Sieg nach Rückstand: BVB-Joker schießen Freiburg ab

Der SC Freiburg überzeugte mit Laufbereitschaft und Aggressivität – und ging gegen den BVB in Führung. Doch drei Jokertore bringen die Dortmunder vorerst an die Tabellenspitze.

Drei späte Jokertore haben Borussia Dortmund vor einem fast schon traditionell frühen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den Vizemeister an die Tabellenspitze gebracht. Die eingewechselten Jamie Bynoe-Gittens (77.), Youssoufa Moukoko (84.) und Marius Wolf (88.) drehten das Bundesliga-Auswärtsspiel am Freitagabend beim SC Freiburg nach einem 0:1-Rückstand noch in einen 3:1 (0:1)-Sieg für den BVB.

Was macht eigentlich Urs Meier? 18.40Trainer Edin Terzic feierte damit den neunten Sieg in Serie – das ist bisher noch keinem BVB-Coach gelungen. Zudem setzten sich die Gäste mit der Optimalausbeute von sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Spielen vorübergehend an die Tabellenspitze.

SC Freiburg anfangs besser

„Freiburg hat uns alles abverlangt, und man muss ehrlich sagen: Bis zum 1:1 waren sie einfach besser“, sagte BVB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck nach seiner Rückkehr an alter Wirkungsstätte bei DAZN. „Das ist extrem bitter, wir haben in der ersten Halbzeit wahnsinnig viel investiert“, sagte Freiburgs Nationalspieler Matthias Ginter.FS Transfers der Bundesliga Timo Werner 18.44

Der 18-jährige Bynoe-Gittens profitierte bei seinem Ausgleichstor von einem schweren Patzer von SC-Torhüter Mark Flekken. Zuvor hatte Michael Gregoritsch (35.) die lange Zeit starken Freiburger vor 34 700 Zuschauern in Führung geschossen. Bei den Gästen stand der erst Anfang der Woche verpflichtete Anthony Modeste direkt in der Startelf.

BVB setzt gleich auf Modeste

Neben Modeste vertraute BVB-Trainer Edin Terzic auch Thorgan Hazard einen Platz in der Startelf an, der Belgier lief offensiv für den verletzten Nationalspieler Karim Adeyemi auf. Freiburgs Trainer Christian Streich schickte die gleiche Anfangself aufs Feld, die am vergangenen Wochenende beim FC Augsburg 4:0 gewonnen hatte.

Intrigenstadl beim HSV: Investor Kühne mit mit 120-Millionen-Euro-Angebot die Macht übernehmen 18.00Terzic erhoffte sich von Modeste schon gegen den SC „richtige Impulse“. Der Neuzugang vom 1. FC Köln, der den wegen eines Hodentumors noch monatelang fehlenden Stürmer Sébastien Haller ersetzen soll, vergab jedoch in der 22. Minute seine erste Chance im BVB-Trikot. Vorausgegangen war ein schöner Doppelpass mit Marco Reus.

Freiburg mit Laufbereitschaft und Aggressivität

Die Bindung zu seinen neuen Teamkollegen war also vorhanden – trotzdem geriet Freiburg zunächst nicht stark in Bedrängnis. Die Breisgauer begannen selbst sehr engagiert und störten die Angriffsbemühungen der Gäste mit großer Laufbereitschaft und Aggressivität. Außerdem suchten sie selbst den Weg nach vorne, was zu frühen Chancen führte.

Bei einem direkten Freistoß des sehr agilen Vincenzo Grifo war Gregor Kobel noch auf dem Posten (34.), beim Gegentor eine Minute später war der BVB-Torhüter aber machtlos. Gregoritsch, der erneut den Vorzug vor Nils Petersen erhalten hatte, köpfte den Ball nach Vorarbeit von Matthias Ginter gekonnt gegen die Laufrichtung. Rio-Weltmeister Mats Hummels kam gegen den Torschützen zu spät.

BVB-Defensive unter Druck

Nach dem 0:1 geriet die Dortmunder Defensive um Hummels und Nico Schlotterbeck, der vor der Saison aus Freiburg zum BVB gewechselt war, noch stärker unter Druck. Der etwas überforderte Thomas Meunier, der zuvor schon die Gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls gesehen hatte, erzielte beinahe ein Eigentor zum 0:2 (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dortmund mit jeder Spielminute den Druck und kam auch zu guten Chancen. Die Freiburger verstärkten ihre Defensive und wagten sich etwas seltener nach vorne. Sallai hatte dennoch die gute Möglichkeit zum 2:0 (65.). Doch danach drehte der BVB auf – und wie!

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Anthony Modeste Borussia Dortmund Bundesliga BVB Dazn Dortmund Edin Terzic Freiburg Fußball-Bundesliga Matthias Ginter Michael Gregoritsch Nico Schlotterbeck SC Freiburg Timo Werner Urs Meier Wolf

Bundesliga: Sieg nach Rückstand: BVB-Joker schießen Freiburg ab

Der SC Freiburg überzeugte mit Laufbereitschaft und Aggressivität – und ging gegen den BVB in Führung. Doch drei Jokertore bringen die Dortmunder vorerst an die Tabellenspitze.

Drei späte Jokertore haben Borussia Dortmund vor einem fast schon traditionell frühen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den Vizemeister an die Tabellenspitze gebracht. Die eingewechselten Jamie Bynoe-Gittens (77.), Youssoufa Moukoko (84.) und Marius Wolf (88.) drehten das Bundesliga-Auswärtsspiel am Freitagabend beim SC Freiburg nach einem 0:1-Rückstand noch in einen 3:1 (0:1)-Sieg für den BVB.

Was macht eigentlich Urs Meier? 18.40Trainer Edin Terzic feierte damit den neunten Sieg in Serie – das ist bisher noch keinem BVB-Coach gelungen. Zudem setzten sich die Gäste mit der Optimalausbeute von sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Spielen vorübergehend an die Tabellenspitze.

SC Freiburg anfangs besser

„Freiburg hat uns alles abverlangt, und man muss ehrlich sagen: Bis zum 1:1 waren sie einfach besser“, sagte BVB-Innenverteidiger Nico Schlotterbeck nach seiner Rückkehr an alter Wirkungsstätte bei DAZN. „Das ist extrem bitter, wir haben in der ersten Halbzeit wahnsinnig viel investiert“, sagte Freiburgs Nationalspieler Matthias Ginter.FS Transfers der Bundesliga Timo Werner 18.44

Der 18-jährige Bynoe-Gittens profitierte bei seinem Ausgleichstor von einem schweren Patzer von SC-Torhüter Mark Flekken. Zuvor hatte Michael Gregoritsch (35.) die lange Zeit starken Freiburger vor 34 700 Zuschauern in Führung geschossen. Bei den Gästen stand der erst Anfang der Woche verpflichtete Anthony Modeste direkt in der Startelf.

BVB setzt gleich auf Modeste

Neben Modeste vertraute BVB-Trainer Edin Terzic auch Thorgan Hazard einen Platz in der Startelf an, der Belgier lief offensiv für den verletzten Nationalspieler Karim Adeyemi auf. Freiburgs Trainer Christian Streich schickte die gleiche Anfangself aufs Feld, die am vergangenen Wochenende beim FC Augsburg 4:0 gewonnen hatte.

Intrigenstadl beim HSV: Investor Kühne mit mit 120-Millionen-Euro-Angebot die Macht übernehmen 18.00Terzic erhoffte sich von Modeste schon gegen den SC „richtige Impulse“. Der Neuzugang vom 1. FC Köln, der den wegen eines Hodentumors noch monatelang fehlenden Stürmer Sébastien Haller ersetzen soll, vergab jedoch in der 22. Minute seine erste Chance im BVB-Trikot. Vorausgegangen war ein schöner Doppelpass mit Marco Reus.

Freiburg mit Laufbereitschaft und Aggressivität

Die Bindung zu seinen neuen Teamkollegen war also vorhanden – trotzdem geriet Freiburg zunächst nicht stark in Bedrängnis. Die Breisgauer begannen selbst sehr engagiert und störten die Angriffsbemühungen der Gäste mit großer Laufbereitschaft und Aggressivität. Außerdem suchten sie selbst den Weg nach vorne, was zu frühen Chancen führte.

Bei einem direkten Freistoß des sehr agilen Vincenzo Grifo war Gregor Kobel noch auf dem Posten (34.), beim Gegentor eine Minute später war der BVB-Torhüter aber machtlos. Gregoritsch, der erneut den Vorzug vor Nils Petersen erhalten hatte, köpfte den Ball nach Vorarbeit von Matthias Ginter gekonnt gegen die Laufrichtung. Rio-Weltmeister Mats Hummels kam gegen den Torschützen zu spät.

BVB-Defensive unter Druck

Nach dem 0:1 geriet die Dortmunder Defensive um Hummels und Nico Schlotterbeck, der vor der Saison aus Freiburg zum BVB gewechselt war, noch stärker unter Druck. Der etwas überforderte Thomas Meunier, der zuvor schon die Gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls gesehen hatte, erzielte beinahe ein Eigentor zum 0:2 (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dortmund mit jeder Spielminute den Druck und kam auch zu guten Chancen. Die Freiburger verstärkten ihre Defensive und wagten sich etwas seltener nach vorne. Sallai hatte dennoch die gute Möglichkeit zum 2:0 (65.). Doch danach drehte der BVB auf – und wie!

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Anthony Modeste Borussia Dortmund BVB Dortmund Edin Terzic Freiburg Fußball-Bundesliga Mark Flekken Michael Gregoritsch SC Freiburg Wolf

2. Spieltag: BVB gewinnt bei Modeste-Debüt und erobert Tabellenspitze

Anthony Modeste hatte bei seinem Debüt für Borussia Dortmund seine Chancen, für den zweiten Saisonsieg gegen Freiburg waren aber andere zuständig.

Drei späte Jokertore haben Borussia Dortmund vor einem fast schon traditionell frühen Rückschlag in der Fußball-Bundesliga bewahrt und den Vizemeister an die Tabellenspitze gebracht.

Die eingewechselten Jamie Bynoe Gittens (77.), Youssoufa Moukoko (84.) und Marius Wolf (88.) drehten das Auswärtsspiel beim SC Freiburg nach einem 0:1-Rückstand noch in einen 2:1 (0:1)-Sieg für den BVB.

Trainer Edin Terzic feierte damit den neunten Sieg in Serie – das ist bisher noch keinem BVB-Coach gelungen. Zudem setzten sich die Gäste mit der Optimalausbeute von sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Spielen vorübergehend an die Tabellenspitze.

Der 18-jährige Bynoe-Gittens profitierte von einem schweren Patzer von SC-Torhüter Mark Flekken. Zuvor hatte Michael Gregoritsch (35.) die lange Zeit starken Freiburger vor 34 700 Zuschauern in Führung geschossen. Bei den Gästen stand der erst Anfang der Woche verpflichtete Anthony Modeste direkt in der Startelf.

Neben Modeste vertraute BVB-Trainer Edin Terzic auch Thorgan Hazard einen Platz in der Startelf an, der Belgier lief offensiv für den verletzten Nationalspieler Karim Adeyemi auf. Freiburgs Trainer Christian Streich schickte die gleiche Anfangself aufs Feld, die am vergangenen Wochenende beim FC Augsburg 4:0 gewonnen hatte.

Terzic erhoffte sich von Modeste schon gegen den SC „richtige Impulse“. Der Neuzugang vom 1. FC Köln, der den wegen eines Hodentumors noch monatelang fehlenden Stürmer Sébastien Haller ersetzen soll, vergab jedoch in der 22. Minute seine erste Chance im BVB-Trikot. Vorausgegangen war ein schöner Doppelpass mit Marco Reus.

Die Bindung zu seinen neuen Teamkollegen war also vorhanden – trotzdem geriet Freiburg zunächst nicht stark in Bedrängnis. Die Breisgauer begannen selbst sehr engagiert und störten die Angriffsbemühungen der Gäste mit großer Laufbereitschaft und Aggressivität. Außerdem suchten sie selbst den Weg nach vorne, was zu frühen Chancen führte.

Bei einem direkten Freistoß des sehr agilen Vincenzo Grifo war Gregor Kobel noch auf dem Posten (34.), beim Gegentor eine Minute später war der BVB-Torhüter aber machtlos. Gregoritsch, der erneut den Vorzug vor Nils Petersen erhalten hatte, köpfte den Ball nach Vorarbeit von Matthias Ginter gekonnt gegen die Laufrichtung. Rio-Weltmeister Mats Hummels kam gegen den Torschützen zu spät.

Nach dem 0:1 geriet die Dortmunder Defensive um Hummels und Nico Schlotterbeck, der vor der Saison aus Freiburg zum BVB gewechselt war, noch stärker unter Druck. Der etwas überforderte Thomas Meunier, der zuvor schon die Gelbe Karte wegen eines taktischen Fouls gesehen hatte, erzielte beinahe ein Eigentor zum 0:2 (43.).

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Dortmund mit jeder Spielminute den Druck und kam auch zu guten Chancen. Die Freiburger verstärkten ihre Defensive und wagten sich etwas seltener nach vorne. Sallai hatte dennoch die gute Möglichkeit zum 2:0 (65.). Doch danach drehte der BVb auf – und wie!

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Deutschland Dortmund Polizei

Polizei: Erschossener 16-Jähriger seit vier Monaten in Deutschland

Der in Dortmund durch Schüsse aus einer Polizei-Maschinenpistole getötete Jugendliche ist wohl erst wenige Tage vor dem Einsatz in der Stadt untergebracht worden. Nach den dort vorliegenden Erkenntnissen sei der 16-Jährige im April 2022 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Deutschland angekommen, teilte die Stadt Dortmund am Freitag auf Nachfrage mit. Anfang August sei er in Dortmund untergebracht worden.

Der in Dortmund durch Schüsse aus einer Polizei-Maschinenpistole getötete Jugendliche ist wohl erst wenige Tage vor dem Einsatz in der Stadt untergebracht worden. Nach den dort vorliegenden Erkenntnissen sei der 16-Jährige im April 2022 als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling in Deutschland angekommen, teilte die Stadt Dortmund am Freitag auf Nachfrage mit. Anfang August sei er in Dortmund untergebracht worden.

„Er hat in Deutschland keine Familie“, teilte eine Sprecherin der Stadt mit. Nach seiner Ankunft wurde er nach dem Königsteiner Schlüssel – der die Verteilung von Flüchtlingen regelt – Rheinland-Pfalz zugewiesen. In der ersten Augustwoche sei er von dem dort zuständigen Jugendamt, das die Vormundschaft für ihn habe, in Dortmund untergebracht worden.

Am Montag war der 16-Jährige aus dem Senegal, der Beamte mit einem Messer angegriffen haben soll, in Dortmund von einem Polizisten erschossen worden. Er gab sechs Schüsse aus einer Maschinenpistole MP5 ab, fünf davon trafen. Die Beamten hatten vorher auch Pfefferspray und Taser eingesetzt. Der Jugendliche hatte sich laut Staatsanwaltschaft kurz vor dem Einsatz wegen psychischer Probleme selbst in eine Psychiatrie begeben.

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Borussia Dortmund Christian Streich Dazn Deutschland Dortmund Freiburg Fußball Klimakrise SC Freiburg

Fußball: Streich über Klimakrise: „Schlimm und besorgniserregend“

Trainer Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg sieht die Klimakrise und die auch in Deutschland seit Monaten anhaltende Hitze und Trockenheit mit Sorge. Das Wetter sei „schlimm und besorgniserregend“, sagte der 57-Jährige, dessen Team an diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN) auf Borussia Dortmund trifft.

Trainer Christian Streich vom Fußball-Bundesligisten SC Freiburg sieht die Klimakrise und die auch in Deutschland seit Monaten anhaltende Hitze und Trockenheit mit Sorge. Das Wetter sei „schlimm und besorgniserregend“, sagte der 57-Jährige, dessen Team an diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN) auf Borussia Dortmund trifft.

„Seit Jahren wissen wir es. Seit vielen Jahren habe ich große Freude, wenn es anfängt zu regnen. Das hat Gründe“, so Streich. „Aber es hat sich halt auch nichts verändert groß. Und ich habe sehr große Bedenken, dass sich etwas verändern wird in unserer Haltung insgesamt. Es werden ein paar kleine Sachen gemacht. Und dann wird es so weitergehen. Die Frage ist halt, wie es dann aussieht mit Wasser und Vegetation und so weiter. Daher hat der Fußball, glaube ich, nicht die erste Relevanz. Andere Dinge sind viel, viel wichtiger.“

Was die Partie gegen Dortmund betrifft, sei er „froh, dass wir abends spielen, damit es nicht ganz so heiß ist“, sagte Streich weiter.

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Anthony Modeste Barcelona Bayern Bundesliga Christopher Nkunku Dortmund Düsseldorf Erling Haaland FC BAyern Frankfurt Fußballer des Jahres Leipzig Leverkusen Patrik Schick Robert Lewandowski Sadio Mané Sébastien Haller Sport Thomas Müller Timo Werner

Bundesliga: Weg zur Kanone ist frei: Wer wird Lewandowskis Thronfolger?

In den vergangenen fünf Jahren hieß der Torschützenkönig der Bundesliga Robert Lewandowski. Immer, ausnahmslos. Doch Lewandowski spielt nun in Barcelona. Und die Nachfolge ist offen.

Sadio Mané als direkter Nachfolger von Robert Lewandowski beim FC Bayern? Anthony Modeste als Ersatz des erkrankten Nachfolgers von Erling Haaland bei Borussia Dortmund? 

Die bei den Spitzenclubs Leverkusen und Leipzig gebliebenen Patrik Schick und Christopher Nkunku nach ihren starken Leistungen in der Vorsaison? Oder endlich nach acht Jahren mal wieder ein deutscher Stürmer wie zum Beispiel Leipzig-Rückkehrer Timo Werner?

Wer folgt auf Seriensieger Lewandowski?

Der Weg zur Kanone für den Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga ist frei. Seriensieger Lewandowski hat die Liga nach fünf Erfolgen in Serie ebenso verlassen wie sein Rivale Haaland. Die Schar der Anwärter ist groß. „Nachdem Lewandowski aus der Liga weggegangen ist, ist dieser Posten natürlich begehrt wie nie“, sagte Werner bei seiner Vorstellung: „Und das Rennen ist wohl auch so offen wie nie.“

Der zum FC Barcelona gewechselte Lewandowski hatte seinen Nachfolger eigentlich schon auserkoren. „Haller wäre eigentlich ein Kandidat“, hatte er im Sport1-Interview gesagt. Doch Sébastien Haller, den Dortmund für 31 Millionen Euro verpflichtet und als Ersatz für Haaland (Manchester City) vorgesehen hatte, fällt wegen eines Hodentumors monatelang aus. „Das mit seiner Krankheit ist sehr schlimm“, sagte Lewandowski: „Ich hoffe, dass er sich gut erholt und wir ihn bald wieder auf dem Platz sehen. Ansonsten hat der FC Bayern genügend Spieler, die viele Tore schießen können.“

Bayerns Offensive breiter aufgestellt

Supertalent Jamal Musiala gelangen als einzigem Spieler neben dem Mainzer Karim Onisiwo am ersten Spieltag zwei Tore. Doch die Münchner 6:1-Gala in Frankfurt war insgesamt eher ein Zeichen dafür, dass die Bayern-Offensive nun breiter aufgestellt scheint. Der vom FC Liverpool gekommene Mané als Afrikas Fußballer des Jahres, Nationalspieler Serge Gnabry oder auch der ewige Thomas Müller scheinen Kandidaten zu sein. Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge tippte offen auf Müller, der schon in sieben Bundesliga-Spielzeiten zweistellig traf, aber noch nie Torschützenkönig wurde.

Dortmunds Haller-Ersatz Modeste hat im Vorjahr mit 20 Treffern für Köln hinter Lewandowski, Schick und Haaland zusammen mit Nkunku Rang vier belegte. „Die 20 Tore kann Tony auch in Dortmund machen, wo er vermutlich dreimal so viele Strafraumsituationen haben wird“, sagte der frühere Modeste- und BVB-Coach Peter Stöger der „Sport Bild“.

Doch nachdem es in den vergangenen 20 Jahren nur vier deutsche Torschützenkönige gab – Miroslav Klose 2006, Mario Gomez 2011, Stefan Kießling 2013 und Alex Meier 2015 – bietet das WM-Jahr auch den DFB-Torjägern eine gute Chance. Als Kandidat gilt neben Müller und Gnabry, im Vorjahr als Siebter bester Deutscher, Karim Adeyemi, der zwar eher auf dem Flügel spielt, aber gerade als österreichischer Torschützenkönig von Salzburg nach Dortmund gewechselt ist. Und vor allem Werner, der nach zwei persönlich mäßigen Chelsea-Jahren nach Leipzig zurückgekehrt ist.

Spannender Kampf um die Torjägerkanone

Doch der 26-Jährige will sich „hüten, Ansagen zu machen“. Sonst werde er „wahrscheinlich nach dem fünften Spieltag in die Mangel genommen, wenn ich noch nicht Erster oder Zweiter bin.“ Er wolle aber so viele Tore wie möglich schießen. Und sollte dann „Platz eins dabei rauskommen, wäre ich natürlich nicht traurig darüber“.

Werner, Mané oder Adeyemi sind wie Frankfurts Randal Kolo Muani, Jordan Siebatcheu beim FC Union Berlin neue Stürmer, die die Liga beleben. Die Aufsteiger Schalke mit Simon Terodde und Sebastian Polter sowie Werder Bremen mit Niclas Füllkrug und Simon Duksch setzen jeweils auch auf zwei echte Mittelstürmer. Dazu gab es interessante Liga-interne Wechsel wie den von Leverkusens Edeljoker Lucas Alario zu Europa-League-Sieger Frankfurt.

Doch zwei der heißesten Kandidaten sind die, die ihre Verträge trotz Interesses von internationalen Top-Clubs langfristig verlängerten. Leverkusens Schick war in einer „Sport Bild“-Umfrage unter bisherigen Schützenkönigen der Favorit und nicht nur für den zweimaligen Sieger Dieter Müller „der logische, nächste Torschützenkönig“. Leipzigs Nkunku wurde zu Deutschlands „Fußballer des Jahres“ gewählt und traf auch gleich am ersten Spieltag.

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Bundesliga: Weg zur Kanone ist frei: Wer wird Lewandowskis Thronfolger?

In den vergangenen fünf Jahren hieß der Torschützenkönig der Bundesliga Robert Lewandowski. Immer, ausnahmslos. Doch Lewandowski spielt nun in Barcelona. Und die Nachfolge ist offen.

Sadio Mané als direkter Nachfolger von Robert Lewandowski beim FC Bayern? Anthony Modeste als Ersatz des erkrankten Nachfolgers von Erling Haaland bei Borussia Dortmund? 

Die bei den Spitzenclubs Leverkusen und Leipzig gebliebenen Patrik Schick und Christopher Nkunku nach ihren starken Leistungen in der Vorsaison? Oder endlich nach acht Jahren mal wieder ein deutscher Stürmer wie zum Beispiel Leipzig-Rückkehrer Timo Werner?

Wer folgt auf Seriensieger Lewandowski?

Der Weg zur Kanone für den Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga ist frei. Seriensieger Lewandowski hat die Liga nach fünf Erfolgen in Serie ebenso verlassen wie sein Rivale Haaland. Die Schar der Anwärter ist groß. „Nachdem Lewandowski aus der Liga weggegangen ist, ist dieser Posten natürlich begehrt wie nie“, sagte Werner bei seiner Vorstellung: „Und das Rennen ist wohl auch so offen wie nie.“

Der zum FC Barcelona gewechselte Lewandowski hatte seinen Nachfolger eigentlich schon auserkoren. „Haller wäre eigentlich ein Kandidat“, hatte er im Sport1-Interview gesagt. Doch Sébastien Haller, den Dortmund für 31 Millionen Euro verpflichtet und als Ersatz für Haaland (Manchester City) vorgesehen hatte, fällt wegen eines Hodentumors monatelang aus. „Das mit seiner Krankheit ist sehr schlimm“, sagte Lewandowski: „Ich hoffe, dass er sich gut erholt und wir ihn bald wieder auf dem Platz sehen. Ansonsten hat der FC Bayern genügend Spieler, die viele Tore schießen können.“

Bayerns Offensive breiter aufgestellt

Supertalent Jamal Musiala gelangen als einzigem Spieler neben dem Mainzer Karim Onisiwo am ersten Spieltag zwei Tore. Doch die Münchner 6:1-Gala in Frankfurt war insgesamt eher ein Zeichen dafür, dass die Bayern-Offensive nun breiter aufgestellt scheint. Der vom FC Liverpool gekommene Mané als Afrikas Fußballer des Jahres, Nationalspieler Serge Gnabry oder auch der ewige Thomas Müller scheinen Kandidaten zu sein. Ex-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge tippte offen auf Müller, der schon in sieben Bundesliga-Spielzeiten zweistellig traf, aber noch nie Torschützenkönig wurde.

Dortmunds Haller-Ersatz Modeste hat im Vorjahr mit 20 Treffern für Köln hinter Lewandowski, Schick und Haaland zusammen mit Nkunku Rang vier belegte. „Die 20 Tore kann Tony auch in Dortmund machen, wo er vermutlich dreimal so viele Strafraumsituationen haben wird“, sagte der frühere Modeste- und BVB-Coach Peter Stöger der „Sport Bild“.

Doch nachdem es in den vergangenen 20 Jahren nur vier deutsche Torschützenkönige gab – Miroslav Klose 2006, Mario Gomez 2011, Stefan Kießling 2013 und Alex Meier 2015 – bietet das WM-Jahr auch den DFB-Torjägern eine gute Chance. Als Kandidat gilt neben Müller und Gnabry, im Vorjahr als Siebter bester Deutscher, Karim Adeyemi, der zwar eher auf dem Flügel spielt, aber gerade als österreichischer Torschützenkönig von Salzburg nach Dortmund gewechselt ist. Und vor allem Werner, der nach zwei persönlich mäßigen Chelsea-Jahren nach Leipzig zurückgekehrt ist.

Spannender Kampf um die Torjägerkanone

Doch der 26-Jährige will sich „hüten, Ansagen zu machen“. Sonst werde er „wahrscheinlich nach dem fünften Spieltag in die Mangel genommen, wenn ich noch nicht Erster oder Zweiter bin.“ Er wolle aber so viele Tore wie möglich schießen. Und sollte dann „Platz eins dabei rauskommen, wäre ich natürlich nicht traurig darüber“.

Werner, Mané oder Adeyemi sind wie Frankfurts Randal Kolo Muani, Jordan Siebatcheu beim FC Union Berlin neue Stürmer, die die Liga beleben. Die Aufsteiger Schalke mit Simon Terodde und Sebastian Polter sowie Werder Bremen mit Niclas Füllkrug und Simon Duksch setzen jeweils auch auf zwei echte Mittelstürmer. Dazu gab es interessante Liga-interne Wechsel wie den von Leverkusens Edeljoker Lucas Alario zu Europa-League-Sieger Frankfurt.

Doch zwei der heißesten Kandidaten sind die, die ihre Verträge trotz Interesses von internationalen Top-Clubs langfristig verlängerten. Leverkusens Schick war in einer „Sport Bild“-Umfrage unter bisherigen Schützenkönigen der Favorit und nicht nur für den zweimaligen Sieger Dieter Müller „der logische, nächste Torschützenkönig“. Leipzigs Nkunku wurde zu Deutschlands „Fußballer des Jahres“ gewählt und traf auch gleich am ersten Spieltag.

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CDU Dortmund Düsseldorf Herbert Reul Polizei Polizeischuss Senegal WDR

Dortmund: Polizeischüsse auf 16-Jährigen: Minister sagt Aufklärung zu

Die Beamten seien in einer „ungeheuer schwierigen Lage“ gewesen, betont der NRW-Innenminister nach tödlichen Polizeischüssen in Dortmund. Reul zeigt sich aber auch offen für Kritik an der Untersuchung des Vorfalls.

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen 16-Jährigen in Dortmund hat der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) volle Aufklärung versprochen. „Das wird 100-prozentig aufgeklärt“, sagte Reul am Donnerstag im Radiosender WDR 5. „Aber es muss fair zugehen.“

Die Polizisten hätten sich in einer „ungeheuer schwierigen Lage“ befunden. Der mit einem Messer bewaffnete unbegleitete Flüchtling aus dem Senegal war am Montag erschossen worden, nachdem er die Beamten angegriffen haben soll. Er wurde von fünf Schüssen aus einer Maschinenpistole getroffen.

Betreuer des Jugendlichen hatten die Polizei gerufen, weil der junge Mann sich habe umbringen wollen, schilderte Reul. Die Polizei habe dann in einem Stufenverfahren versucht zu deeskalieren. „Erst sind Polizisten in Zivil hingegangen und haben versucht ihn runterzureden. Als das nicht wirkte, hat man versucht, mit Reizgas ihn abzulenken.“

Als auch das nicht funktionierte, hätten die Beamten zweimal den Taser eingesetzt – das Elektroschockgerät habe einmal getroffen, jedoch ebenfalls ohne Wirkung. „Und derjenige ist immer aufgeregter, ich sag mal angespannter, aggressiver auf die Polizisten zu gerannt. Und in dieser Situation ging es um die Frage: Sticht der zu – oder schießt die Polizei?“

Wer ermittelt gegen die Polizei?

Die Ermittlungen in dem Verfahren führt aus Neutralitätsgründen die Polizei Recklinghausen – während gleichzeitig die Dortmunder Polizei einem Fall in der Zuständigkeit der Recklinghäuser nachgeht. Hieran hatte es von verschiedenen Seiten Kritik gegeben.

Reul verteidigte dieses Vorgehen. Allerdings könne man aber immer über mögliche Verbesserungen nachdenken, „zum Beispiel, indem man rotiert bei den Behörden, die dann prüfen“.

Geleitet würden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft, betonte Reul. Dabei werde der Beamte, der geschossen hat, als Verdächtiger behandelt – genau wie jeder andere Bürger in einem solchen Fall. „Wir sollten aufpassen, dass wir da nicht so eine Misstrauensstimmung kriegen, als ob man denen nicht trauen kann.“

Am Mittwochabend hatte es in Dortmund erneut eine Demonstration aus dem linken Spektrum gegeben, bei der mehrere Hundert Teilnehmer gegen das Vorgehen der Polizei protestierten.

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CDU Dortmund Herbert Reul NRW Polizei Senegal Tod WDR

Dortmund: Tod eines 16-Jährigen: Reul verspricht „100-prozentige“ Aufklärung

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 16-Jährigen in Dortmund dauern die Ermittlungen an. NRW-Innenminister Herbert Reul verspricht vollständige Aufklärung – und verteidigt das Vorgehen der Ermittler.

Nach den tödlichen Polizeischüssen auf einen 16-Jährigen in Dortmund hat der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) volle Aufklärung versprochen. „Das wird 100-prozentig aufgeklärt“, sagte Reul am Donnerstag im Radiosender WDR 5. „Aber es muss fair zugehen.“ Die Polizisten hätten sich in einer „ungeheuer schwierigen Lage“ befunden. Der mit einem Messer bewaffnete unbegleitete Flüchtling aus dem Senegal war am Montag erschossen worden, nachdem er die Beamten angegriffen haben soll. Er wurde von fünf Schüssen aus einer Maschinenpistole getroffen.

Betreuer des Jugendlichen hatten die Polizei gerufen, weil der junge Mann sich habe umbringen wollen, schilderte Reul. Die Polizei habe dann in einem Stufenverfahren versucht zu deeskalieren. „Erst sind Polizisten in Zivil hingegangen und haben versucht ihn runterzureden. Als das nicht wirkte, hat man versucht, mit Reizgas ihn abzulenken.“Dortmund Polizei 16-Jähriger 14.50

Als auch das nicht funktionierte, hätten die Beamten zweimal den Taser eingesetzt – das Elektroschockgerät habe einmal getroffen, jedoch ebenfalls ohne Wirkung. „Und derjenige ist immer aufgeregter, ich sag mal angespannter, aggressiver auf die Polizisten zu gerannt. Und in dieser Situation ging es um die Frage: Sticht der zu – oder schießt die Polizei?“

Reul verteidigt Vorgehen der Ermittler

Die Ermittlungen in dem Verfahren führt aus Neutralitätsgründen die Polizei Recklinghausen – während gleichzeitig die Dortmunder Polizei einem Fall in der Zuständigkeit der Recklinghäuser nachgeht. Hieran hatte es von verschiedenen Seiten Kritik gegeben. Reul verteidigte dieses Vorgehen. Allerdings könne man aber immer über mögliche Verbesserungen nachdenken, „zum Beispiel, indem man rotiert bei den Behörden, die dann prüfen“.

Geleitet würden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft, betonte Reul. Dabei werde der Beamte, der geschossen hat, als Verdächtiger behandelt – genau wie jeder andere Bürger in einem solchen Fall. „Wir sollten aufpassen, dass wir da nicht so eine Misstrauensstimmung kriegen, als ob man denen nicht trauen kann.“

Am Mittwochabend hatte es in Dortmund erneut eine Demonstration aus dem linken Spektrum gegeben, bei der mehrere Hundert Teilnehmer gegen das Vorgehen der Polizei protestierten.

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