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Krieg in der Ukraine: Russischer Außenminister Lawrow zu G20-Treffen eingetroffen – Selenskyj wirft Moskau Angriff auf Uni vor

Gouverneur: Zivilisten sollen aus Donezk flüchten +++ Treffen der G20-Außenminister auf Bali +++ Die Nachrichten zu Russlands Krieg in der Ukraine im stern-Liveblog.

Es ist der 134. Kriegstag für die Ukraine seit Beginn der russischen Invasion. Im Osten des Landes werfen sich beide Kriegsparteien gegenseitig die Tötung von Zivilisten vor, Menschen werden zur Flucht aufgerufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in westlichen Waffensystemen schon jetzt eine kraftvolle Verstärkung der ukrainischen Armee im Kampf gegen Russland. Und in Indonesien kommen heute die G20-Außenminister zu Beratungen zusammen. Die wichtigsten Meldungen im stern-Liveblog.

 

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Bali: Lawrow zu G20-Treffen eingetroffen

Kommt es zum Protest? Mit Spannung wird erwartet, welche Reaktionen die Teilnahme des russischen Außenminister beim G20-Treffen auf Bali auslösen wird. Lawrows Anwesenheit gilt Beobachtern als Test.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist zu einem Treffen der Außenminister der G20-Staatengruppe auf Bali eingetroffen. An den Beratungen nimmt auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) teil, die am Donnerstagabend (Ortszeit) auf der indonesischen Insel eintreffen soll. Es wird erwartet, dass der russische Angriffskrieg auf die Ukraine das Treffen der Gruppe führender und aufstrebender Wirtschaftsmächte überschatten wird.

Lawrow wollte am Donnerstag Gespräche mit seinem chinesischen Kollegen Wang Yi sowie mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu führen, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Außenministerium in Moskau. Aus dem US-Außenministerium hatte es zuvor geheißen, ein bilaterales Treffen von US-Außenminister Antony Blinken mit Lawrow sei nicht vorgesehen.

Lawrows Anwesenheit gilt als Test für eine mögliche Teilnahme von Kremlchef Wladimir Putin am G20-Gipfel am 15. und 16. November, der ebenfalls auf Bali stattfindet. Mehrere Staaten haben ihre Teilnahme infrage gestellt, sollte Putin persönlich erscheinen.

Eine gemeinsame Abschlusserklärung ist nicht zu erwarten

Der weltgrößte Inselstaat Indonesien hat in diesem Jahr den G20-Vorsitz. Präsident Joko Widodo war Ende Juni nach Kiew und Moskau gereist und sowohl mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als auch mit Putin zusammengetroffen. Er hatte dabei eine Vermittlerrolle in dem Konflikt angeboten.

Mit Spannung wird erwartet, ob einige Minister aus Protest gegen Lawrows Anwesenheit die Beratungen verlassen werden und es somit zu einem Eklat kommen könnte. Der Sprecher des indonesischen Außenministeriums, Teuku Faizasyah, wollte dies nicht kommentieren, betonte aber: «Wir Diplomaten sollten auf verschiedenen Szenarien vorbereitet sein.» Eine gemeinsame Abschlusserklärung der G20 wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Der Sprecher sagte, am Ende des Treffens am Freitag sei eine Erklärung des Außenministeriums geplant. Die Regierung in Kambodscha teilte derweil mit, Lawrow auch zu Treffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean Anfang August eingeladen zu haben.

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Krieg in der Ukraine: „Barbarei“: Präsident Selenskyj wirft Russland Raketenangriff auf Universität vor

Gouverneur: Zivilisten sollen aus Donezk flüchten +++ Treffen der G20-Außenminister auf Bali +++ Die Nachrichten zu Russlands Krieg in der Ukraine im stern-Liveblog.

Es ist der 134. Kriegstag für die Ukraine seit Beginn der russischen Invasion. Im Osten des Landes werfen sich beide Kriegsparteien gegenseitig die Tötung von Zivilisten vor, Menschen werden zur Flucht aufgerufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in westlichen Waffensystemen schon jetzt eine kraftvolle Verstärkung der ukrainischen Armee im Kampf gegen Russland. Und in Indonesien kommen heute die G20-Außenminister zu Beratungen zusammen. Die wichtigsten Meldungen im stern-Liveblog.

 

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Commerzbank Dekabank Deutschland Euro Europa EZB Federal Reserve System Inflation Rezession Russland Ukraine US-Dollar US-Notenbank

Wechselkurs: Euro fällt auf 20-Jahres-Tief: Was das für Wirtschaft und Verbraucher bedeutet

Der Abwärtstrend des Euro beschleunigt sich. Warum ist das so, wer profitiert davon und wer leidet besonders? Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Kursverlust.

Die europäische Gemeinschaftswährung befindet sich im Sinkflug. Schon seit Monaten geht es mit dem Euro bergab. Zuletzt beschleunigte sich die Talfahrt sogar, der Kurs fiel am Mittwoch mit knapp 1,02 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Warum ist die gemeinsame Währung der 19 Euroländer so tief gesunken? Und was sind die Folgen des Wertverlusts? Fragen und Antworten dazu:

Warum ist der Euro so schwach?

STERN PAID 6_22 wie teuer wird warm?Fachleute erklären die Euro-Schwäche vor allem mit zwei Entwicklungen. Zum einen geht derzeit die Furcht vor einem wirtschaftlichen Absturz um. „Die Rezessionsängste in Europa verschärfen sich“, kommentieren Analysten der Commerzbank. Die Experten der Dekabank pflichten bei: „Konjunkturangst greift um sich.“ Dafür gibt es einige Gründe, vor allem aber hat der Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine die hohe Abhängigkeit Europas von russischen Gaslieferungen drastisch vor Augen geführt. Russland hat seine Lieferungen bereits stark reduziert. Sollten sie ganz ausbleiben, könnte dies eine tiefe wirtschaftliche Rezession auslösen. Es gibt einen zweiten wichtigen Grund für die ausgeprägte Euro-Schwäche, nämlich die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Welche Rolle spielt die Europäische Zentralbank?

Viele andere Notenbanken, allen voran die mächtige US-Notenbank Federal Reserve, haben den Kampf gegen die hohe Inflation bereits aufgenommen und ihre Leitzinsen meist deutlich angehoben. Die EZB stellt allerdings eine der wenigen Ausnahmen dar, sie hat sich bisher nur zu einer Ankündigung durchgerungen. Im Juli sollen die Leitzinsen im Euroraum erstmals seit elf Jahren steigen – allerdings nur um 0,25 Prozentpunkte. Das ist im Vergleich zu anderen Zentralbanken wenig.Richtig vererben_10.49

Was sind die Nachteile eines schwachen Euro?

Die zunehmende Schwäche des Euro kommt im aktuellen Umfeld mit sehr hohen Inflationsraten äußerst ungelegen. Denn je niedriger der Wechselkurs der Gemeinschaftswährung ist, desto stärker werden im Verhältnis andere Währungen wie beispielsweise der US-Dollar. Das führt dazu, dass nach Deutschland eingeführte Waren teurer werden. Die bereits hohe Inflation wird dadurch zusätzlich angefacht.

Zahl der Einkommensmillionäre zuletzt gestiegen – Dichte in Hamburg am höchsten 13.07Verbraucher müssen bei sinkendem Eurokurs also noch tiefer in die Tasche greifen, um ihre Lebenshaltungskosten zu stemmen. Vor allem die bereits hohen Energie- und Rohstoffpreise drohen weiter zu steigen. Denn gezahlt wird international üblich in US-Dollar. Und der auch genannte Greenback wertet auf, wenn der Euro abwertet. Auch der Urlaub im vielen Ländern ohne die Gemeinschaftswährung dürfte mit fallendem Euro tendenziell teurer werden. Und natürlich wird der Inflationskampf der EZB noch schwieriger.

Gibt es auch Profiteure?

Ja, insbesondere in der Exportnation Deutschland. Denn deutsche Waren werden mit fallendem Euro-Wechselkurs für andere Länder günstiger. Ein wechselkursbedingter Nachfrageschub könnte also dazu führen, dass die befürchtete wirtschaftliche Abschwächung zumindest abgebremst wird. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die wirtschaftliche Lage in vielen anderen Ländern ähnlich ungünstig wie in Deutschland ist. Die Auslandsnachfrage dürfte konjunkturell bedingt also eher fallen als steigen – was den positiven Nachfrageeffekt durch den schwachen Euro zumindest ausbremst.

Wie geht es weiter, fällt der Euro auf Parität?

Unter Parität wird ein Tauschverhältnis eins zu eins verstanden. Bis dahin ist es bei einem Eurokurs von knapp 1,02 US-Dollar nicht mehr weit. Letztmalig war ein Euro im Jahr 2002 genau einen Dollar wert – also vor rund zwei Jahrzehnten. Das war knapp nach der Einführung des Euro als Bargeld. Analysten halten es für gut möglich, dass der Euro ein solches Niveau demnächst erreicht. Ein Test der Parität sei „sehr wahrscheinlich“, meinen Experten der Dekabank. Auch die Volkswirte der Landesbank Hessen-Thüringen sind der Meinung, einem Fall auf Parität stehe nur noch wenig entgegen. Anzeichen für eine Trendwende sehen sie nicht.

Besondere wirtschaftliche Auswirkungen hat ein Kursverfall auf Parität zwar nicht. Allerdings ist die Signalwirkung groß: So wurde zur Einführung des Euro für die Kursdarstellung nicht wie einst für die D-Mark eine Preisnotierung gewählt. Diese fragt danach, „was kostet der US-Dollar?“. Stattdessen hat man sich für die Mengennotierung entschieden, bei der gefragt wird, „was kostet der Euro?“. Damit wollte man wohl auch ein Zeichen für die wirtschaftliche Stärke und Unabhängigkeit der Währungsunion setzen. Sinkt der Kurs unter Parität, dürfte das dem internationalen Ruf des Euro eher schaden als nutzen.

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Krieg in der Ukraine: „Barbarei“: Präsident Selenskyj wirft Russland Raketenangriff auf Universität vor

Gouverneur: Zivilisten sollen aus Donezk flüchten +++ Treffen der G20-Außenminister auf Bali +++ Die Nachrichten zu Russlands Krieg in der Ukraine im stern-Liveblog.

Es ist der 134. Kriegstag für die Ukraine seit Beginn der russischen Invasion. Im Osten des Landes werfen sich beide Kriegsparteien gegenseitig die Tötung von Zivilisten vor, Menschen werden zur Flucht aufgerufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in westlichen Waffensystemen schon jetzt eine kraftvolle Verstärkung der ukrainischen Armee im Kampf gegen Russland. Und in Indonesien kommen heute die G20-Außenminister zu Beratungen zusammen. Die wichtigsten Meldungen im stern-Liveblog.

 

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Krieg in der Ukraine: „Barbarei“: Präsident Selenskyj wirft Russland Raketenangriff auf Universität vor

Gouverneur: Zivilisten sollen aus Donezk flüchten +++ Treffen der G20-Außenminister auf Bali +++ Die Nachrichten zu Russlands Krieg in der Ukraine im stern-Liveblog.

Es ist der 134. Kriegstag für die Ukraine seit Beginn der russischen Invasion. Im Osten des Landes werfen sich beide Kriegsparteien gegenseitig die Tötung von Zivilisten vor, Menschen werden zur Flucht aufgerufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in westlichen Waffensystemen schon jetzt eine kraftvolle Verstärkung der ukrainischen Armee im Kampf gegen Russland. Und in Indonesien kommen heute die G20-Außenminister zu Beratungen zusammen. Die wichtigsten Meldungen im stern-Liveblog.

 

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Geschäftsquartal Hamburg Inflation Kaufzurückhaltung Marktumfeld Tarek Müller Ukraine

Online-Händler: About You hält trotz Kaufzurückhaltung an Zielen fest

Der Online-Händler About You ist trotz des durch Inflation und Ukraine-Krieg erschwerten Marktumfelds im ersten Geschäftsquartal weiter gewachsen. Das Tempo ließ aber im Vergleich zum vorangegangenen Quartal nach, wozu auch die zunehmende Kaufzurückhaltung der Kunden angesichts der hohen Inflation beigetragen haben dürfte. Zugleich lasteten Ausgaben für den Unternehmensausbau und Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auf der Profitabilität, der operative Verlust stieg. Co-Chef Tarek Müller zeigte sich zuversichtlich, die Ziele für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Mit dem zunehmenden Kundenstamm sei das Unternehmen hierfür gut positioniert.

Der Online-Händler About You ist trotz des durch Inflation und Ukraine-Krieg erschwerten Marktumfelds im ersten Geschäftsquartal weiter gewachsen. Das Tempo ließ aber im Vergleich zum vorangegangenen Quartal nach, wozu auch die zunehmende Kaufzurückhaltung der Kunden angesichts der hohen Inflation beigetragen haben dürfte. Zugleich lasteten Ausgaben für den Unternehmensausbau und Einmaleffekte im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auf der Profitabilität, der operative Verlust stieg. Co-Chef Tarek Müller zeigte sich zuversichtlich, die Ziele für das bis Ende Februar laufende Geschäftsjahr zu erreichen. Mit dem zunehmenden Kundenstamm sei das Unternehmen hierfür gut positioniert.

Der Erlös kletterte von März bis Mai im Vergleich zum Vorjahr um 19,4 Prozent auf gut 504 Millionen Euro, auch dank der internationalen Expansion, wie das SDax-Unternehmen am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Damit schlägt sich der Zalando-Konkurrent besser als erwartet. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) belief sich auf minus 28,8 Millionen Euro nach minus 12,3 Millionen Euro im Vorjahr. Die entsprechende Marge verschlechterte sich überraschend stark von minus 2,9 auf minus 5,7 Prozent.

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Es ist der 134. Kriegstag für die Ukraine seit Beginn der russischen Invasion. Im Osten des Landes werfen sich beide Kriegsparteien gegenseitig die Tötung von Zivilisten vor, Menschen werden zur Flucht aufgerufen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in westlichen Waffensystemen schon jetzt eine kraftvolle Verstärkung der ukrainischen Armee im Kampf gegen Russland. Und in Indonesien kommen heute die G20-Außenminister zu Beratungen zusammen. Die wichtigsten Meldungen im stern-Liveblog.

 

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Deutsche Presse-Agentur Marburg Ukraine

Marburg-Biedenkopf: Konfliktforscherin: Mit Folgen des Krieges auseinandersetzen

Marburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen seit rund 20 Jahren Konflikte weltweit in den Blick und sehen ihre Forschungen auch als Beitrag für den Frieden. «Es ist unser Anliegen, in die Politik und die Zivilgesellschaft hineinzuwirken», sagte die geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Konfliktforschung an der Uni Marburg, Susanne Buckley-Zistel, der Deutschen Presse-Agentur. Das Zentrum wurde im Jahr 2001 gegründet, offiziell wird das 20-jährige Bestehen coronabedingt aber erst jetzt, am kommenden Freitag (15. Juli), gefeiert.

Marburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen seit rund 20 Jahren Konflikte weltweit in den Blick und sehen ihre Forschungen auch als Beitrag für den Frieden. «Es ist unser Anliegen, in die Politik und die Zivilgesellschaft hineinzuwirken», sagte die geschäftsführende Direktorin des Zentrums für Konfliktforschung an der Uni Marburg, Susanne Buckley-Zistel, der Deutschen Presse-Agentur. Das Zentrum wurde im Jahr 2001 gegründet, offiziell wird das 20-jährige Bestehen coronabedingt aber erst jetzt, am kommenden Freitag (15. Juli), gefeiert.

Die gewandelten Konfliktlagen – national wie international – oder neue Fragestellungen sowie Blickwinkel spiegeln sich in der Arbeit des Zentrums wider. «Natürlich kann man auch an der Friedens- und Konfliktforschung Veränderung der Welt ablesen», sagte Buckley-Zistel. Daher werde auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine die Forschung in den nächsten Jahren beschäftigen.

«Womit wir uns meiner persönlichen Meinung nach auseinandersetzen müssen, ist: Wie verändert der Krieg in der Ukraine Normen und Werte in Deutschland? Errungenschaften von Jahrzehnten in der deutschen Friedenspolitik wurden ganz schnell über den Haufen geworden», sagte die Professorin mit Blick etwa auf das Milliarden-Programm zur Aufrüstung der Bundeswehr. Es sei wichtig, noch einmal darüber nachzudenken, was diese Entwicklungen bedeuten.

Das Zentrum für Konfliktforschung arbeitet fachübergreifend und konzentriert sich in Lehre und Forschung auf zentrale gesellschaftliche und internationale Konfliktlagen. Man wolle innovative Forschung machen, neue Themen besetzen und relevante Fragestellungen finden, so Buckley-Zistel. «Wir versuchen immer, ein bisschen weiter, ein bisschen tiefer zu schauen.» Aktuell gehen die Marburger Forschenden zusammen mit Kollegen weiterer Universitäten etwa der Frage nach, wie sich Machtstrukturen aus der Kolonialzeit auf heutige Konflikte auswirken.

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Angriffskrieg Charkiw Donezk G20 Kampf Kiew Logistik Luhansk Ostukraine Russland Serhij Hajdaj Slowjansk Ukraine Verstärkung Waffensystem Wolodymyr Selenskyj

Russischer Angriffskrieg: Krieg gegen die Ukraine: So ist die Lage

In der Ostukraine werfen sich die Kriegsparteien gegenseitig die Tötung von Zivilisten vor, Menschen werden zur Flucht aufgerufen. Ein Überblick zum Geschehen in der Nacht und ein Ausblick auf den Tag.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht in westlichen Waffensystemen schon jetzt eine kraftvolle Verstärkung der ukrainischen Armee im Krieg gegen Russland.

Mit treffgenauer Artillerie zerstöre die Ukraine Depots und andere Ziele, die für die Logistik der Russen wichtig seien, sagte Selenskyj am Mittwoch in einer Videobotschaft. «Und das reduziert das Offensivpotenzial der russischen Armee erheblich. Die Verluste der Besatzer werden mit jeder Woche zunehmen», meinte er. Der Donnerstag ist für die Ukraine der 134. Kriegstag seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar.

Selenskyj spricht von Raketenangriff auf Universität

Selenskyj warf Russland einen Raketenangriff auf die pädagogische Universität der zweitgrößten Stadt Charkiw vor. «Das charakterisiert die russische Invasion mit einer Genauigkeit von 100 Prozent. Wenn man definiert, was Barbarei ist, ist dieser Schlag am besten geeignet.» Nur ein «Feind von Zivilisation und Menschlichkeit» könne Raketen auf eine pädagogische Universität abfeuern. Kein Besatzer werde ungestraft davonkommen, beteuerte Selenskyj. «Jeder russische Mörder und Vergewaltiger, der in unser Land gekommen ist, wird zur Rechenschaft gezogen. Und es spielt keine Rolle, wie lange es dauert, diese Aufgabe zu erledigen.» Die Ukraine werde alles wiederherstellen.

Gouverneur: Noch immer Kämpfe in Region Luhansk

Die ostukrainische Region Luhansk wird nach Darstellung von Gouverneur Serhij Hajdaj noch nicht völlig von der russischen Armee kontrolliert. Die Kämpfe dauerten in Außenbezirken an, teilte er per Nachrichtendienst Telegram mit. Das russische Militär habe Verluste. Die ukrainische Armee habe sich nur von jenen Positionen zurückgezogen, die nicht zu halten waren. Hajdaj warf den Angreifern vor, in der Region verbrannte Erde zu hinterlassen. Er gehe davon aus, dass die russische Armee von Luhansk aus eine Offensive gegen die Orte Bachmut und Slowjansk in der Region Donezk starten wolle.

Zivilisten sollen flüchten

Im Donezker Gebiet fordern die Behörden die Zivilbevölkerung vor diesem Hintergrund zur Flucht auf. «Russland hat das gesamte Gebiet von Donezk zu einem gefährlichen Hotspot auch für Zivilisten gemacht», teilte Gouverneur Pawlo Kyrylenko mit. Der Bürgermeister von Slowjansk, Wadym Ljach, kündigte an, Zivilisten sollten mit Bussen und Zügen in den Westen des Landes gebracht werden. «Kein Risiko eingehen! Packt zusammen!», appellierte Ljach. Insgesamt seien seit Beginn der Kämpfe in Slowjansk 17 Menschen getötet und 67 verletzt worden.

Beide Seiten berichten von Beschuss

Beide Kriegsparteien machten sich unterdessen gegenseitig für Tote und Verletzte bei neuen Angriffen verantwortlich. Die prorussischen Separatisten in der Region Donezk warfen der ukrainischen Armee vor, durch Beschuss sechs Menschen getötet zu haben, darunter drei Kinder. 19 Menschen seien verletzt worden. Die Ukraine warf der russischen Armee ihrerseits den Beschuss mehrerer Orte vor. In der Region Donezk seien drei Menschen getötet worden. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar.

Telefonate vor Treffen der G20-Außenminister

Vor dem Treffen der G20-Außenminister am Donnerstag auf Bali hat der ukrainische Ressortchef Dmytro Kuleba mit Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) telefoniert. «Wir werden Russland die Bühne des Treffens in Indonesien nicht überlassen, und wir werden die Ukraine weiter entschieden unterstützen», teilte das Auswärtige Amt per Twitter mit. Kuleba sprach auch mit seinem US-Kollegen Antony Blinken. «Wir haben Schritte koordiniert, um die Lieferung schwerer Waffen von den USA und anderen Partnern zu beschleunigen», teilte Kuleba mit.

Das wird am Donnerstag wichtig

In Indonesien treffen sich die Außenminister der G20. Für Deutschland ist Ministerin Baerbock dabei. Mit Spannung wird erwartet, wie Russlands Außenminister Sergej Lawrow aufgenommen wird. In Moskau trifft der russische Präsident Wladimir Putin die Führung der Staatsduma und die dortigen Fraktionsvorsitzenden im Kreml.

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