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DAX Erholung Euro Stoxx 50 EZB Frankfurt Frankfurt am Main Frankfurter Wertpapierbörse Inflation Kursrutsch MDAX Nord Stream Pipeline Thomas Altmann

Börse in Frankfurt: Dax im Plus – Leichte Erholung nach Kursrutsch

Nach einem verhagelten Wochenstart hat sich der Dax am Dienstag etwas erholt. Für den deutschen Leitindex ging es am Dienstag im frühen Handel um 0,39 Prozent auf 12.811,07 Punkte nach oben. Noch deutlicher erholte sich der MDax der mittelgroßen Werte mit plus 1,28 Prozent auf 24.985,75 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,30 Prozent nach oben.

Nach einem verhagelten Wochenstart hat sich der Dax am Dienstag etwas erholt. Für den deutschen Leitindex ging es am Dienstag im frühen Handel um 0,39 Prozent auf 12.811,07 Punkte nach oben. Noch deutlicher erholte sich der MDax der mittelgroßen Werte mit plus 1,28 Prozent auf 24.985,75 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,30 Prozent nach oben.

Am Markt seien bereits am Vortag Schnäppchenjäger unterwegs gewesen, stellte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners fest. Diese dürften die günstigeren Kurse zum Einstieg genutzt haben. Auch schwache deutsche Konjunkturdaten konnten dem nichts anhaben.

Am Vortag hatte der wohl längerfristige Stopp russischer Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 für tiefrote Kurse an der Frankfurter Börse gesorgt. Auch wagten sich viele Anleger im Vorfeld der EZB-Zinsentscheidung vom Donnerstag nicht aus der Deckung, ergänzte Börsenexperte Altmann. Beobachter halten angesichts der rasanten Teuerung beim anstehenden Entscheid der Europäischen Zentralbank einen Zinsschritt um 0,75 Prozentpunkte für möglich.

Die aktuell aggressive Geldpolitik der Notenbanken soll die rasante Inflation eindämmen, doch Börsianer befürchten im Gegenzug Bremsspuren in der Wirtschaft. Allerdings wäre eine dauerhaft hohe Inflation noch schädlicher. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage verliert auch die deutsche Industrie weiter an Schwung – im Juli erhielt sie erneut weniger Aufträge.

Zu den großen Gewinnern im Dax zählten am Morgen Volkswagen mit einem Aufschlag von fast 2,8 Prozent. Hier gibt es endlich Klarheit in puncto Börsengang der Sportwagen-Tochter Porsche AG. So soll vorbehaltlich weiterer Kapitalmarktentwicklungen von Ende September oder Anfang Oktober ein erster Teil der Papiere in Frankfurt gehandelt werden. Vollständig umgesetzt sein könnte die Neuemission bis zum Jahresende.

Positive Analystenaussagen zu Internetwerten beflügelte den Modehändler Zalando mit viereinhalb Prozent Plus, für Delivery Hero im MDax ging es um mehr als acht Prozent nach oben. Die Papiere von Hellofresh waren nach bekräftigten Kaufempfehlung durch die Privatbank Berenberg mit 4 Prozent Plus unter den Dax-Favoriten.

Dass der Abstieg des Kochboxenversenders aus der ersten Börsenliga zum 19. September besiegelt ist, störte dabei kaum. Dies sei so erwartet worden, hieß es am Markt. Im Gegenzug kommt der erst im Frühjahr abgestiegene Energiekonzern Siemens Energy wieder in den Dax zurück – die Papiere legten um 2,8 Prozent zu.

Aktien des angeschlagenen Uniper-Konzerns stabilisierten sich mit fast drei Prozent plus nach dem fortgesetzten Kursrückschlag. Hier spekulieren die Investoren allerdings, wann der Konzern weitere Staatshilfen braucht. Die Uniper-Aktie war am Vortag auf ein Rekordtief gefallen, nachdem Russland die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 nach einer angeblichen Wartungspause nicht wieder aufgenommen hatte. So muss Uniper nun noch mehr teures Gas am Markt zukaufen, um seine Lieferverpflichtungen erfüllen zu können.

In den hinteren Börsenreihen gehörten Aktien der Optikerkette Fielmann mit einem moderaten Minus zu den wenigen Verlierern im Kleinwerteindex SDax. Die Papiere gerieten damit nur wenig in den Sog der gekappten Prognose des Konkurrenten Mister Spex, dessen Kurs um mehr als fünf Prozent nachgab.

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Arbeitsmarkt Frankfurt Frankfurt am Main Leitindex MDAX Thomas Altmann US-Notenbank USA

Börse in Frankfurt: Dax schließt im Minus – US-Jobbericht weckt Zinsangst

Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht für Juli hat am Freitag Zinssorgen wieder aufleben lassen und den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Leitindex Dax gab um 0,65 Prozent auf 13.573,93 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel am Freitag um 1,38 Prozent auf 27.772,58 Punkte.

Ein robuster US-Arbeitsmarktbericht für Juli hat am Freitag Zinssorgen wieder aufleben lassen und den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Leitindex Dax gab um 0,65 Prozent auf 13.573,93 Punkte nach. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel am Freitag um 1,38 Prozent auf 27.772,58 Punkte.

Für die erste Augustwoche steht für den Dax aber ein Plus von 0,67 Prozent zu Buche. Am Vortag war der Index auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten geklettert. Vom jüngsten Tief von Anfang Juli bei knapp 12.400 Zählern hat sich das Börsenbarometer kräftig erholt, angetrieben vor allem von der Hoffnung auf eine nicht ganz so straffe Geldpolitik in den USA.

Die Beschäftigung in den Vereinigten Staaten hatte sich im vergangenen Monat deutlich stärker ausgeweitet als erwartet. Zudem lag auch der Anstieg der durchschnittlichen Stundenlöhne über den Prognosen von Analysten. Damit könnte sich der Druck auf die US-Notenbank Fed erhöhen, die Zinsschraube stärker anzuziehen.

Den Anlegern dürfte der Arbeitsmarktbericht aus zwei Gründen gar nicht schmecken, schrieb Marktexperte Thomas Altmann von QC Partners. Zum einen zeigten die Jobdaten, wie robust Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den USA seien. Und das sei gleichbedeutend damit, dass beide noch mehrere Zinsschritte vertragen könnten.

Zudem bleiben Altmann zufolge die Lohnsteigerungen auf einem zu hohen Niveau. Das aktuelle Lohnwachstum werde die Fed möglicherweise dazu bringen, die Zinsen in hohem Tempo weiter zu erhöhen, um die bestehende Preis-Lohn-Spirale wieder einzufangen.

Überaus gut kamen hierzulande die Quartalszahlen der Deutschen Post an. Der Logistikkonzern hatte im zweiten Quartal Umsatz und Ergebnis prozentual zweistellig gesteigert. Die Aktie setzte sich mit plus 4,6 Prozent klar an die Dax-Spitze.

Zu den größten Verlierern im Dax gesellten sich die Papiere der Allianz mit minus 1,6 Prozent. Hier lag der Überschuss mit 1,7 Milliarden Euro fast ein Viertel niedriger als ein Jahr zuvor. Analysten monierten eine schwache Schaden-Kosten-Quote des Versicherers. Die Aktien des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer weiteten nach den schwachen Quartalszahlen vom Vortag die Verluste aus, sie sackten um rund 7 Prozent ab und waren damit das Schlusslicht im Leitindex.

Größter Verlierer im MDax waren die Anteilsscheine von Rheinmetall mit einem Minus von knapp 12 Prozent. Hier belastete ein vorsichtigerer Ausblick auf den Auftragseingang der Rüstungssparte die Papiere schwer.

Die Anteilsscheine der Shop Apotheke knickten um mehr als zehn Prozent ein und hielten damit die rote Laterne im Nebenwerteindex SDax. Hier belastete ein skeptischer Analystenkommentar der Privatbank Berenberg. Der Experte Gerhard Orgonas begründete seinen Pessimismus unter anderem mit weiteren Verzögerungen bei der Einführung des elektronischen Rezepts.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,78 Prozent auf 3725,39 Punkte. Der französische Leitindex Cac 40 gab in ähnlichem Umfang nach, während sein britisches Pendant, der FTSE 100, nur leichte Verluste verzeichnete. In New York notierte der US-Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsende ebenfalls moderat im Minus.

Der Euro geriet nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht stark unter Druck und sackte auf 1,0171 US-Dollar ab. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0233 (Donnerstag: 1,0181) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9772 (0,9822) Euro. Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite deutscher Bundesanleihen von 0,75 Prozent am Vortag auf 0,68 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 137,11 Punkte. Der Bund-Future büßte angesichts der US-Jobdaten 1,40 Prozent auf 155,96 Punkte ein.

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Ken Watanabe Köln Leonardo DiCaprio Marie Brand Olga Lenau Sascha Grammel Thomas Altmann TV-Tipps Uschi Obermaier Vorschau ZDFneo

Vorschau: TV-Tipps am Dienstag

20:15 Uhr, kabel eins, Inception, Sci-Fi-Thriller

Dom Cobb (Leonardo DiCaprio) hat sich darauf spezialisiert, in Träume von Industriellen einzudringen, ihnen Wirtschaftsgeheimnisse zu rauben und gewinnträchtig weiterzuverkaufen. Der Großindustrielle Saito (Ken Watanabe) heuert Cobb für dessen letzten Job an: Dieses Mal soll er dem Konkurrenten des Auftraggebers eine schlechte Idee einpflanzen. Doch Cobb und sein Team stoßen bei dieser ungewöhnlichen Mission auf heftigen, lebensbedrohlichen Widerstand.

20:15 Uhr, ZDFneo, Marie Brand und das Erbe der Olga Lenau, Krimi

Olga, bekannt als Uschi Obermaier von Köln und bis heute politisch aktiv, wurde aus dem Fenster ihrer Altbauwohnung gestoßen, in der sie seit den 80ern mit drei Freunden wohnte. Zunächst sieht es so aus, als finde sich der Täter unter Olgas Mitbewohnern, denn das Verhältnis der WG-Mitglieder untereinander ist alles andere als harmonisch. Aber auch Olgas Tochter Hannah (Anna Fischer) hat ein Motiv: Olga hatte Hannah schon früh zum getrennt lebenden Vater gegeben und sich immer mehr für ihre politischen Aktivitäten und Affären interessiert als für die Tochter.

20:15 Uhr, RTL, Sascha Grammel live! Fast fertig, Show

Jetzt lässt der Puppet-Comedy-König wieder die Puppen plappern. In seinem Liveprogramm verschlägt es den blondgesträhnten Spandauer und seine crazy Puppen-Crew auf eine einsame Trauminsel. Mit dabei: Frederic, Josie, Prof. Hacke & Co. Auch Sascha Grammels bisher größte Bauchrednerpuppe mischt auf der kunterbunten Spaß-Insel mit. Bei diesem hemmungslos verrückten Bühnenspektakel kann man sich auf einige wilde Überraschungen freuen – garantiert.

20:15 Uhr, BR, Tatort: Die ewige Welle, Krimi

Nach einer nächtlichen Surfsession an der Welle im Münchner Eisbach wird Mikesch (Andreas Lust) Opfer einer Messerattacke. Er überlebt schwer verletzt. Mikesch war Anfang der 80er Jahre ein enger Freund von Leitmayr (Udo Wachtveitl). Gemeinsam mit der Holländerin Frida (Ellen ten Damme) verbrachten sie einen aufregenden Sommer zu dritt am Strand des portugiesischen Fischerorts Nazaré. Kurz darauf brach Franz den Kontakt zu beiden wortlos ab.

20:15 Uhr, 3Sat, Ein Mann unter Verdacht, Krimi

Zwei Tage nach ihrer Geburtstagsparty verschwindet Thomas Altmanns (Mark Waschke) Frau Anja (Deborah Kaufmann). Thomas meldet sie als vermisst. Schnell steht er selbst unter Mordverdacht, da es belastende Spuren zu geben scheint. Thomas‘ Anwältin Lavinia Bertok (Petra Schmidt-Schaller) zerschlägt aber die Argumente der Kriminalbeamten, die wenig in der Hand haben. Lavinia, eine attraktive Frau, ist berühmt dafür, jeden Prozess zu gewinnen. Sie war vor 20 Jahren mit Thomas und Anja sehr eng befreundet. Obwohl sie an seine Unschuld glaubt, kann sie nicht verhindern, dass Thomas verhaftet wird.

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Aktienindiz Dow-Jones-Index Eurozone EZB Inflation Kursrutsch NASDAQ-100 Netto New York S&P-500 Thomas Altmann Ukraine US-Notenbank USA Wall Street Zinserhöhung

Kursrutsch an der Wall Street – Wachstumssorgen durch EZB

Dass die EZB der Inflation mit Zinserhöhungen gegensteuern will, hat Sorgen um das Wirtschaftswachstum ausgelöst. Die Wall Street reagierte prompt

Die Wachstumssorgen haben die US-Börsen wieder fest im Griff. Die wichtigsten Aktienindizes weiteten am Donnerstag ihre Vortagesverluste deutlich aus.

Als Belastung erwiesen sich die jüngsten Entscheidungen und Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB). Die hohe Inflation bringt die Notenbanker der Eurozone zum Gegensteuern: So ist das Ende der konjunkturstützenden Netto-Anleihekäufe zum 1. Juli beschlossen, zudem wird es im kommenden Monat erstmals seit elf Jahren eine erste Zinserhöhung geben. Im September könnte ein weiterer Zinsschritt folgen.

Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 1,94 Prozent auf 32.272,79 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 2,38 Prozent auf 4017,82 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 2,74 Prozent auf 12.269,78 Zähler ein.

Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges dämpfen nach Einschätzung der EZB die Konjunkturentwicklung im Euroraum und treiben die Inflation in die Höhe. Anleger an der Wall Street zogen daraus den Schluss, dass auch die US-Notenbank eventuell eine schärfere Gangart einlegen muss, um die in den Vereinigten Staaten ebenfalls starke Teuerung einzudämmen. Entsprechend stieg die Nervosität vor den zum Wochenschluss anstehenden Verbraucherpreisdaten für Mai.

Dass die Europäische Zentralbank zudem auch ihre Inflationsprognosen kräftig anhob, habe die Anleger «auf dem falschen Fuß erwischt», kommentierte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. «Mit einer so deutlichen Anpassung nach oben hin haben die wenigsten gerechnet.» Dies drückte bereits auf die Kurse an Europas Börsen und sorgte laut Altmann für einen «Ausverkauf» an den Anleihemärkten, wo im Gegenzug die Renditen stiegen.

Bei den US-Einzelaktien fielen die Papiere des chinesischen Internet-Handelsriesen Alibaba nach dem Kursfeuerwerk am Vortag nun um mehr als acht Prozent. Hier verflogen die Hoffnungen auf einen baldigen Börsengang der Alibaba-Beteiligung Ant Group so schnell wie sie gekommen waren. Vorangegangen waren Berichte, wonach die chinesischen Finanzaufseher ihre Blockadehaltung aufgeben könnten. Doch es folgte ein Dementi von Chinas Börsenaufsicht. Noch am Vortag hatten Alibaba-Papiere fast 15 Prozent in der Hoffnung zugelegt, Pekings regulatorischer Würgegriff könnte sich lockern.

Auch Aktien anderer in New York gelisteter chinesischer Tech-Firmen litten unter der Aussicht auf anhaltenden Regulierungsdruck und sackten ab. Unter den schwächsten Werten im Nasdaq 100 büßten JD.com 7,6 und Pinduoduo 9,6 Prozent ein.

An der Index-Spitze schnellten die Anteilscheine von NXP Semiconductors um rund vier Prozent in die Höhe. Laut einem asiatischen Tech-Blog plant der Technologiekonzern Samsung eine Übernahme des niederländischen Chipherstellers. Samsung wolle damit vom starken Wachstum des Marktes für Halbleiter für die Automobilindustrie profitieren, hieß es.

Der Euro geriet trotz der jüngsten EZB-Entscheidungen unter Druck und kostete zum Handelsende an der Wall Street 1,0616 US-Dollar. Im Gegensatz zur Wall Street haben am Devisenmarkt wohl einige Marktteilnehmer auf noch mehr Tempo bei der geldpolitischen Straffung im Euroraum spekuliert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0743 (Mittwoch: 1,0739) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9308 (0,9312) Euro.

US-Staatsanleihen litten unter dem anhaltenden Zinsauftrieb. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) verlor zuletzt 0,19 Prozent auf 117,86 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatsanleihen stieg auf 3,05 Prozent.

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Absturz Carl Zeiss Meditec Ceconomy DAX Durststrecke Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main Freenet MDAX Thomas Altmann

Börse in Frankfurt : Dax nach Durststrecke vor Wochengewinn

Im Dax deutet alles auf einen positiven Wochenabschluss hin. Den Absturz bis auf 13.380 Punkte am Montag hat er bereits wieder ausgebügelt, am Freitag lässt er nun Gewinne folgen.

Im Dax deutet alles auf einen positiven Wochenabschluss hin. Den Absturz bis auf 13.380 Punkte am Montag hat er bereits wieder ausgebügelt, am Freitag lässt er nun Gewinne folgen.

Gegen Ende der ersten Handelsstunde legte der deutsche Leitindex dank guter internationaler Vorgaben 0,79 Prozent auf 13.847,72 Punkte zu. Der MDax gewann 1,51 Prozent auf 28.604,83 Punkte und der EuroStoxx 50 zeigte sich 0,9 Prozent fester.

Laut dem Marktexperten Thomas Altmann von QC Partners gibt es am Freitag «Stabilisierungen in allen Assetklassen», auch bei den Kryptowährungen. Eine mehrwöchige Verluststrecke des Dax könnte damit nun enden, aktuell liegt der Leitindex im Vergleich zum vergangenen Freitag mit etwas mehr als einem Prozent im Plus. Den bisher letzten Wochengewinn hatte er am 1. April eingefahren, darauf folgten dann fünf schwache Wochen.

Was die laufende Berichtssaison betrifft, ging es zu Wochenschluss nach einer zweitägigen Hochphase wieder etwas ruhiger zu. Nach der amerikanischen Tochter T-Mobile US hat die Telekom nun ebenfalls ihre Jahresziele nach oben geschraubt. Laut Händlern überraschten die neuen Ziele vor diesem Hintergrund aber nicht mehr wirklich, gleiches gelte für starke Quartalszahlen. Zuletzt betrug das Kursplus der T-Aktie unterdurchschnittliche 0,4 Prozent.

Im Nebenwertebereich gab es von Carl Zeiss Meditec, Ceconomy, Vitesco, Deutsche Euroshop und Freenet frische Resultate zu verarbeiten. Mit Ausnahme von Ceconomy waren die Kursreaktionen positiv. Klare Kursgewinne von 2,3 und 2,9 Prozent gab es für die beiden MDax-Werte Carl Zeiss Meditec und Freenet. Ceconomy dagegen bewegte sich mit 1,7 Prozent im Minus.

Ansonsten gab es größere Erholungsbewegungen bei zuletzt besonders stark abgestraften Aktien. Jene des Immobilienunternehmens Instone erholten sich um 15 Prozent nach einem Einbruch am Vortag wegen zurückgenommener Jahresziele.

Die Titel des Biosprit-Herstellers Verbio setzten ihre Erholung fort mit einem Kurssprung um mehr als zehn Prozent, obwohl Bundesumweltministerin Steffi Lemke zeitnah einen Vorschlag für eine Gesetzesänderung machen will, um den Einsatz von Biosprit aus angebauten Pflanzen zu begrenzen.

Mit SMA zog ein weiterer SDax-Wert um neun Prozent an. Das Bankhaus Metzler hat dem Solartechnikunternehmen eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Die Chancen auf eine deutliche Erholung im nächsten Jahr stehen laut dem Analyst Guido Hoymann gut. Hapag-Lloyd wurde dagegen belastet von einer HSBC-Abstufung nach starker Rally. Hier büßten die Papiere zuletzt 4,6 Prozent ein.

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Aluminium Brent Deutschland Europa Frankfurt Frankfurt am Main Institut der deutschen Wirtschaft IW Joe Biden Nordsee Russland Schockwelle Talfahrt Thomas Altmann Turbulenz Ukraine US-Dollar US-Präsident VDMA

Angriff auf die Ukraine: Börsen auf Talfahrt – Wirtschaft in Turbulenzen

Die Nervosität an den Märkten ist seit Tagen spürbar. Nun hat die russische Invasion die letzten Hoffnungen an den Finanzmärkten pulverisiert. Börsen und Wirtschaft stehen vor turbulenten Zeiten.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat rund um den Globus für Schockwellen an den Kapitalmärkten gesorgt.

«Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden. Es herrscht Krieg in Europa», sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners in Frankfurt. Weltweit rauschten Aktienkurse nach unten, viele Investoren flüchteten in Anlagen wie Gold und deutsche Staatsanleihen, die in Krisenzeiten als sicher gelten.

Auf Verbraucher könnten nach Berechnungen von Ökonomen drastische Preissteigerungen zukommen, denn Russland ist ein großer Gaslieferant für Deutschland und Europa, aber zum Beispiel auch einer der weltgrößten Anbieter von Aluminium, das in vielen Produkten steckt.

Weiter rasant steigende Rohstoffpreise könnten die seit Monaten hohe Teuerung noch anheizen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent kostete am Donnerstag erstmals seit 2014 mehr als 100 Dollar. Der Aluminium-Preis kletterte auf ein Rekordhoch von 3388 US-Dollar. Ein Scheffel Weizen kostete mit knapp 935 US-Cent so viel wie seit 2012 nicht mehr.

Russland könnte mit Lieferstopp von Gas reagieren

Experten und Expertinnen schließen nicht aus, dass Russland auf verschärfte wirtschaftliche Sanktionen mit einem Stopp seiner Gaslieferungen reagiert und damit die Preisspirale antreibt. «Kommt es zu gravierenderen Liefereinschränkungen, könnte sich der Gaspreis (…) noch weiter erhöhen. In diesem (…) Szenario würde die Inflationsrate in diesem Jahr auf 6,1 Prozent und 2023 auf fünf Prozent klettern», rechnete das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) für Deutschland vor. «Die Verbraucher, aber auch die Unternehmen, hätten also noch weniger im Portemonnaie als ohnehin schon.»

Die deutsche Wirtschaft stellt sich auf erhebliche Rückschläge ein. «Die wirtschaftlichen Folgen dieser Invasion sind noch nicht absehbar, sie sind aber ganz sicherlich schwerwiegend», sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Peter Adrian, der Deutschen Presse-Agentur. Deutschlands exportorientierte Maschinenbauer rechnen damit, dass Strafmaßnahmen gegen Russland auch ihr Geschäft treffen werden. Der Präsident des Branchenverbandes VDMA, Karl Haeusgen, betonte zugleich: «Der VDMA unterstützt die Entscheidung, die Aggression hart zu sanktionieren.»

Bislang gingen Volkswirte davon aus, dass die deutsche Wirtschaft nach einem schwachen Winter infolge der anhaltenden Corona-Pandemie im Frühjahr wieder zulegen wird. Die Eskalation des Ukraine-Konflikts ist jedoch Gift für die Konjunktur. «Mit den aktuellen Entwicklungen ist unser Negativ-Szenario, ein offener Krieg zwischen der Ukraine und Russland, eingetreten», hieß es von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). «Wir gehen davon aus, dass die Realwirtschaft rund um den Globus spürbare Einbußen hinnehmen muss.»

Aluminium kletterte auf ein Rekordhoch

Rohstoffpreise zogen bereits am Donnerstag kräftig an: Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Ölsorte Brent kostete erstmals seit 2014 mehr als 100 Dollar. Der Preis für Aluminium kletterte auf ein Rekordhoch von 3388 US-Dollar.

Am Donnerstagmorgen hatte der russische Präsident Wladimir Putin den Angriff der Ostukraine offiziell angeordnet. US-Präsident Joe Biden, die westlichen Verbündeten und die Nato verurteilten Putins Vorgehen scharf und kündigten weitere Sanktionen an. Russland hat nach den Worten von Biden «vorsätzlich» einen «Krieg» gegen die Ukraine begonnen.

Europaweit eröffneten die Börsen mit großen Verlusten. Auch die Börsen in Asien reagierten mit kräftigen Verlusten auf die russische Invasion in der Ukraine. In Tokio ging der Leitindex Nikkei 225 mit einem Minus von 1,81 Prozent bei 25.970,82 Punkten aus dem Handel. Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom chinesischen Festland büßte 2,03 Prozent auf 4529,32 Punkte.

Am russischen Aktienmarkt ging der Ausverkauf weiter: Der RTS-Index brach um fast die Hälfte auf 612 Punkte ein. Binnen sechs Handelstagen summierten sich die Verluste dort auf rund 60 Prozent. Die russische Notenbank kündigte Interventionen am Devisenmarkt an, nachdem der Rubel auf ein Rekordtief zum US-Dollar gefallen war.

Anleger flüchteten in Gold oder Staatsanleihen

Schon am Mittwoch waren wichtige Börsenbarometer in den USA abgerutscht: Der Dow Jones Industrial fiel mit knapp 33.085 Punkten auf das niedrigste Niveau seit April 2021. Der breit gefasste S&P 500 verlor 1,84 Prozent auf 4225,50 Punkte. Er sackte ebenso auf das niedrigste Niveau seit Juni 2021 ab wie der technologielastige Nasdaq 100, der am Ende sogar 2,60 Prozent auf 13.509,43 Zähler einbüßte.

Anleger flüchteten in Gold oder Staatsanleihen: Eine Feinunze Gold (rund 31,1 Gramm) kostete im frühen Handel 1949 US-Dollar, das ist der höchste Stand seit Januar 2021. Auch der deutsche Anleihemarkt legte zu: Am Morgen zog der richtungsweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um etwa ein Prozent auf 167,64 Punkte an.

Die Europäische Zentralbank (EZB), von der im März eine Weichenstellung zum Ausstieg aus der seit Jahren ultralockeren Geldpolitik erwartet wird, muss den Krieg in der Ukraine in ihren Entscheidungen berücksichtigen. «Wir werden bei unserer Sitzung im März eine umfassende Beurteilung der wirtschaftlichen Aussichten vornehmen. Dazu gehören auch die jüngsten geopolitischen Entwicklungen», sagte EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane in einem am Mittwochabend veröffentlichten Interview der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». «Die geopolitischen Spannungen sind aktuell ein sehr bedeutsamer Risikofaktor, vor allem für Europa», sagte Lane.

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Coronavirus DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main MDAX Thomas Altmann

Börse in Frankfurt: Dax pendelt um 16.000 Punkte – Warten auf Inflationsdaten

Der Dax ist am Mittwoch zwischenzeitlich wieder über die wichtige Marke von 16.000 Punkten geklettert. Der deutsche Leitindex rückte zur Mittagszeit um 0,39 Prozent auf 16.004,32 Punkte vor.

Der Dax ist am Mittwoch zwischenzeitlich wieder über die wichtige Marke von 16.000 Punkten geklettert. Der deutsche Leitindex rückte zur Mittagszeit um 0,39 Prozent auf 16.004,32 Punkte vor.

Der MDax gewann 0,56 Prozent auf 34.844,23 Zähler, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,608 Prozent zu.

Neben der Corona-Pandemie ist aktuell vor allem die Aussicht auf steigende Zinsen ein Belastungsfaktor für Aktien. Zwar ist laut Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners ein weiterer Anstieg der US-Inflationsrate bereits eingepreist. Es wird sogar erwartet, dass zum ersten Mal seit 1982 eine 7 vor dem Komma stehen wird. Sollte die Teuerung aber deutlich über den Expertenprognosen liegen, könnte es an den Börsen wieder ungemütlicher werden.

Unter den Einzelwerten zogen im Dax die Anteile von RWE als Spitzenwert mit plus 2,6 Prozent das Interesse auf sich. Börsenbrief-Autor Hans Bernecker hob das tags zuvor angekündigte Windkraft-Projekt in Spanien samt den zugleich hohen Strompreisen als Stütze hervor.

Teamviewer rückten mit vorläufigen Jahreszahlen in den Fokus. Um 14,4 Prozent auf 13,22 Euro schossen die Aktien des Spezialisten für Fernwartungssoftware im MDax nach oben. Mitte Dezember waren sie noch auf ein Rekordtief bei etwas unter 11 Euro gesackt. Das Unternehmen berichtete nun über ein starkes Umsatzwachstum.

Siemens Healthineers gaben angesichts negativer Nachrichten des Wettbewerbers Philips um 0,6 Prozent nach. Lieferprobleme und ein Rückruf verhagelten dem niederländischen Medizintechnikkonzern das Schlussquartal 2021.

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Coronavirus DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main MDAX Thomas Altmann

Börse in Frankfurt: Dax pendelt um 16.000 Punkte – Warten auf Inflationsdaten

Der Dax ist am Mittwoch zwischenzeitlich wieder über die wichtige Marke von 16.000 Punkten geklettert. Der deutsche Leitindex rückte zur Mittagszeit um 0,39 Prozent auf 16.004,32 Punkte vor.

Der Dax ist am Mittwoch zwischenzeitlich wieder über die wichtige Marke von 16.000 Punkten geklettert. Der deutsche Leitindex rückte zur Mittagszeit um 0,39 Prozent auf 16.004,32 Punkte vor.

Der MDax gewann 0,56 Prozent auf 34.844,23 Zähler, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,608 Prozent zu.

Neben der Corona-Pandemie ist aktuell vor allem die Aussicht auf steigende Zinsen ein Belastungsfaktor für Aktien. Zwar ist laut Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners ein weiterer Anstieg der US-Inflationsrate bereits eingepreist. Es wird sogar erwartet, dass zum ersten Mal seit 1982 eine 7 vor dem Komma stehen wird. Sollte die Teuerung aber deutlich über den Expertenprognosen liegen, könnte es an den Börsen wieder ungemütlicher werden.

Unter den Einzelwerten zogen im Dax die Anteile von RWE als Spitzenwert mit plus 2,6 Prozent das Interesse auf sich. Börsenbrief-Autor Hans Bernecker hob das tags zuvor angekündigte Windkraft-Projekt in Spanien samt den zugleich hohen Strompreisen als Stütze hervor.

Teamviewer rückten mit vorläufigen Jahreszahlen in den Fokus. Um 14,4 Prozent auf 13,22 Euro schossen die Aktien des Spezialisten für Fernwartungssoftware im MDax nach oben. Mitte Dezember waren sie noch auf ein Rekordtief bei etwas unter 11 Euro gesackt. Das Unternehmen berichtete nun über ein starkes Umsatzwachstum.

Siemens Healthineers gaben angesichts negativer Nachrichten des Wettbewerbers Philips um 0,6 Prozent nach. Lieferprobleme und ein Rückruf verhagelten dem niederländischen Medizintechnikkonzern das Schlussquartal 2021.

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