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Arztpraxis Koblenz Krankenhäuser Marge MDAX Spanne

Compugroup erwartet bessere Marge

Der auf Arztpraxen und Krankenhäuser spezialisierte Softwareanbieter Compugroup will im laufenden Jahr profitabler werden. Die operative Marge (Ebitda) werde 2022 zwischen 21 und 24 erwartet, teilte das MDax-Unternehmen am Dienstag in Koblenz mit. Das wären sowohl am oberen als auch am unteren Ende der Spanne je ein Prozentpunkt mehr, als das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichen wollte. Das organische Wachstum soll im laufenden Jahr mit einer maximalen Zielgröße von 1,125 Milliarden Euro Umsatz zwischen 3 bis 8 Prozent liegen.

Der auf Arztpraxen und Krankenhäuser spezialisierte Softwareanbieter Compugroup will im laufenden Jahr profitabler werden. Die operative Marge (Ebitda) werde 2022 zwischen 21 und 24 erwartet, teilte das MDax-Unternehmen am Dienstag in Koblenz mit. Das wären sowohl am oberen als auch am unteren Ende der Spanne je ein Prozentpunkt mehr, als das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichen wollte. Das organische Wachstum soll im laufenden Jahr mit einer maximalen Zielgröße von 1,125 Milliarden Euro Umsatz zwischen 3 bis 8 Prozent liegen.

Ende Dezember war die Compugroup Ziel eines Hackerangriffs geworden. Die wesentlichen Kundensysteme seien nicht betroffen, teilte das Unternehmen jetzt in einem Update mit. Es gebe weder Beweise für eine illegale Extraktion oder Veröffentlichung von Daten noch einen Beweis dafür, dass Daten von den Angreifern heruntergeladen wurden, hieß es. Aufgrund vorsorglicher Schutzmaßnahmen seien die internen Systeme vorübergehend heruntergefahren worden. Daher verzögert sich die ursprünglich für den 3. Februar geplante Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2021 voraussichtlich bis Anfang März.

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Baden-Württemberg Coronavirus Deutsche Presse-Agentur Intensivstation Inzidenz Krankenhäuser Manne Lucha Omikron Stuttgart Weihnachten

Land will Corona-Stufensystem wegen Omikron anpassen

Die Belastung der Intensivstationen im Südwesten lässt merklich nach, auch wenn die Inzidenzen steigen. Die bald vorherrschende Variante Omikron verläuft milder. Wie Bayern will deshalb auch die Regierung in Stuttgart ihre Corona-Regeln nachjustieren.

Das Land Baden-Württemberg will sein Stufensystem der Anti-Corona-Maßnahmen wegen der Omikron-Variante überarbeiten. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen in Stuttgart erfuhr, will das Sozialministerium die Regeln in der neuen Corona-Verordnung Ende Januar anpassen. Dann könnte es dem Vernehmen nach voraussichtlich in einigen Bereichen auch leichte Lockerungen geben. Minister Manne Lucha (Grüne) wolle an diesem Dienstag im Kabinett erste Vorschläge dazu machen, hieß es.

Zurzeit gilt im Südwesten weiter die Alarmstufe II mit zahlreichen Einschränkungen vor allem für Ungeimpfte, obwohl auf den Intensivstationen der Krankenhäuser längst nicht mehr so viele Covid-19-Patienten liegen wie noch vor Weihnachten. Experten gehen davon aus, dass die äußerst ansteckende Omikron-Variante deutlich mildere Verläufe hat als Delta und deswegen weniger Menschen schwer erkranken. Allerdings sind die Sieben-Tages-Inzidenzen zuletzt wieder stark gestiegen.

Im vergangenen Sommer hatte die grün-schwarze Landesregierung ein System mit Basis-, Warn- und Alarmstufe I und II eingeführt. Um eine Überlastung der Kliniken zu verhindern, wurde die Belegung der Intensivbetten und die sogenannte Hospitalisierungsrate als entscheidende Kriterien eingeführt. Letztere gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Eigentlich hätte die Regierung die Corona-Regeln gemäß seinem Stufensystem längst lockern müssen, da die Grenzwerte vor allem bei den belegten Intensivbetten unterschritten wurden. Doch wegen der wieder steigenden Inzidenzen hatte das Land vergangene Woche entschieden, bis Ende Januar in der Alarmstufe II mit zahlreichen Einschränkungen zu bleiben. Das sei auf Dauer aber nicht zu halten, hieß es in Regierungs- und Koalitionskreisen.

Nach der ursprünglichen Regelung müsste das Land voraussichtlich Mitte der Woche sogar zurück in die sogenannte Warnstufe gehen, da der Grenzwert von 390 belegten Intensivbetten dann fünf Tage nacheinander unterschritten werden dürfte. In der Warnstufe würde dann wieder weitgehend 3G gelten und zum Beispiel Fußballstadien könnten wieder ganz öffnen, während es derzeit nur Geisterspiele gibt. Auch Clubs und Diskotheken könnten wieder öffnen, Ungeimpfte hätten mit einem aktuellen PCR-Test Zugang.

Solche weitgehenden Öffnungen gingen angesichts der steigenden Inzidenzen durch Omikron aber zu weit, deshalb müssten die Regeln, die in den einzelnen Stufen gelten, nochmal angepasst werden, hieß es in Koalitions- und Regierungskreisen.

Zuletzt hatte der Virologe und Berater der Bundesregierung, Christian Drosten, erklärt, er sehe in der milder verlaufenden Omikron-Variante eine «Chance». Früher oder später müssten sich alle Menschen mit Sars-Cov-2 infizieren. «Wir können nicht auf Dauer alle paar Monate über eine Booster-Impfung den Immunschutz der ganzen Bevölkerung erhalten.» Das müsse das Virus machen, erklärte Drosten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will wegen Omikron künftig einen «breiteren Ansatz» in der Corona-Politik verfolgen. «Es wird nicht mehr ausreichen, die Lage nur medizinisch und virologisch zu betrachten. Wir müssen auch auf die gesellschaftliche und soziale Komponente stärker achten», sagte der CSU-Chef. Anfang kommender Woche beraten die Ministerpräsidenten wieder mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) über die weitere Strategie im Kampf gegen Corona.

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A33 Auto Krankenhäuser Polizei Unfall Unfallfahrer Verkehrsunfall Westfalen

Fünf Verletzte nach schwerem Unfall

Bei einem Verkehrsunfall auf der A33 nahe Halle (Westfalen) in der Nacht zum Sonntag ist der Unfallverursacher schwer verletzt worden. Vier weitere Personen wurden leicht verletzt. Alle Beteiligten seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei mit. Der 27-jährige Unfallfahrer kam demnach von der Autobahn ab und kollidierte mit einer Betonschutzwand. Daraufhin wurde der Wagen zurück auf die Fahrbahn geschleudert, kam zum Stehen und wurde von dem Auto eines 52-jährigen Fahrers mit drei weiteren Insassen gerammt. Die Autobahn blieb in Richtung Brilon für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 60.000 Euro.

Bei einem Verkehrsunfall auf der A33 nahe Halle (Westfalen) in der Nacht zum Sonntag ist der Unfallverursacher schwer verletzt worden. Vier weitere Personen wurden leicht verletzt. Alle Beteiligten seien in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei mit. Der 27-jährige Unfallfahrer kam demnach von der Autobahn ab und kollidierte mit einer Betonschutzwand. Daraufhin wurde der Wagen zurück auf die Fahrbahn geschleudert, kam zum Stehen und wurde von dem Auto eines 52-jährigen Fahrers mit drei weiteren Insassen gerammt. Die Autobahn blieb in Richtung Brilon für etwa dreieinhalb Stunden gesperrt. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 60.000 Euro.

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Bundesregierung BZgA Carsten Breuer Coronavirus Deutschland Husten Krankenhäuser Michael Müller Priorisierung Selbsttest SZ

Corona-Pandemie: Wann ein PCR-Test sinnvoll ist – und wann kostenlos

Laut einem Branchenverband stoßen deutsche Labore bei der Auswertung von PCR-Tests zunehmend an ihre Grenzen. Schuld sei zum einen Omikron, zum anderen aber auch eine fehlende Priorisierung. Wer sollte einen PCR-Test machen? Und wann ist er kostenlos?

Die Labore arbeiten bei der Auswertung von PCR-Tests auf Hochtouren, noch besteht jedoch kein Grund zur Sorge, dass die Belastbarkeitsgrenze überschritten wird. Das könnte sich ändern, sollten Infektionszahlen Omikron sei Dank weiter in die Höhe schießen und der Testbedarf steigen.

„Wir werden mit Sicherheit wie bei allen knappen Ressourcen Kapazitäten bündeln müssen, wo es erforderlich ist. Das gilt auch für Tests“, sagte auch Generalmajor Carsten Breuer, Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“

Doch, wer sollte definitiv einen PCR-Test vornehmen lassen? Und unter welchen Umständen ist er kostenlos? Ein Überblick.

Für wen ist ein PCR-Test sinnvoll?

Das Bundesgesundheitsministerium bezeichnet den PCR-Test als „Goldstandard der Diagnostik“. Ein PCR-Test sei vor allem dann sinnvoll, wenn ein Bürger Symptome aufweist (z.B. Husten, Fieber, Schnupfen) oder, um einen positiven Schnell-/Selbsttest zu verifizieren. Übrigens: Ein negativer zweiter Schnell- oder Selbsttest hebt das erste Testergebnis nicht auf!

Dort, wo ein regelmäßiger Anspruch nach der Testverordnung bestehe (z.B. Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen) soll weiterhin auf die kostenlosen Antigen-Schnelltests gesetzt werden.

Telegram_Holnburger 20.23

Welche Voraussetzungen gelten für einen kostenlosten PCR-Test?

Damit ist grundsätzlich bereits geklärt, wer Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test hat. Jeder, der laut Schnell- oder Selbsttest positiv auf Corona getestet ist, ist zu einem dann kostenlosen PCR-Test berechtigt – und angehalten. Das gilt auch dann, wenn die Person keine coronatypischen Symptome aufweist.

Es gibt zudem noch weitere Fälle, in denen ein Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test „grundsätzlich“, aber nicht „strikt“ besteht. Soll heißen: In folgenden Fällen erst einmal auf einen Schnelltest zurückgreifen:

Kontaktpersonen von einem Infizierten

Dazu zählen Mitglieder desselben Haushalts und Menschen mit denen eine infizierte Person engen Kontakt in geschlossenen Räumen hatte. Auch der Hinweis eines „erhöhten Risikos“ in der Corona-Warn-App berechtigt grundsätzlich für einen kostenlosen PCR-Test.

14 Tage nach Aufenthalt in einer Einrichtung des Gesundheitswesens, in der es zu einer Infektion kam

Dazu gehören nicht nur Krankenhäuser, sondern unter anderem auch Schulen, Asylbewerberheime und ambulante Pflege.

Menschen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens behandelt werden oder in ähnlich vulnerablen Bereichen untergebracht werden sollen

Hierzu zählen unter anderem auch Reha-Kliniken und Obdachlosenunterkünfte. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die jeweilige Einrichtung einen PCR-Nachweis verlang.

20.25 Urlaubsländer

Wie unterscheidet sich ein PCR-Test von einem Schnelltest? Wann ist das Ergebnis da?

Beim PCR-Test wird laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in der Regel eine Probe aus den Schleimhäuten der Atemwege genommen. Das kann ein Nasenhöhlen- und/oder Rachenabstrich sein. Welche Methode bei der Probenentnahme anfällt, entscheidet der Arzt.

Der PCR-Test sei unter anderem deshalb so zuverlässig, weil das Coronavirus auch bei geringen Mengen nachgewiesen werden kann: Bei der Laboranalyse mit PCR-Verfahren werde das Erbmaterial stark vervielfältigt. Dies würde circa vier bis fünf Stunden dauern – hinzu kämen Transportdauer Vorbereitungszeit und eventuelle Wartezeiten bei hoher Auslastung. In den meisten Fällen liege das Ergebnis aber nach 24 Stunden vor.

Wie hoch ist die aktuelle Belastung der Labore aufgrund der PCR-Tests?

Allein in der ersten Woche des neuen Jahres sind laut dem Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) in den fachärztlichen Laboren in Deutschland rund 56 Prozent mehr PCR-Tests angefordert worden als noch in der Silvesterwoche – rund 1,4 Millionen. Michael Müller zufolge, dem Vorsitzenden der ALM, gelangen die Labore angesichts der in die Höhe schnellenden Infektionszahlen zusehends an die Auslastungsgrenze. Das läge daran, dass in Deutschland derzeit bei PCR-Tests kaum priorisiert werden, sagte er in einem Interview mit der „Rheinischen Post“. Für Menschen mit Corona-Symptomen und auch für Krankenhäuser könne dies zu einem ernsten Problem werden.

Die derzeitige wöchentliche PCR-Testkapazität liege in Deutschland derzeit bei 2,4 Millionen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage des stern erklärte. „Eine nennenswerte Steigerung kann nicht zuletzt aufgrund des auch in diesem Bereich zu erwartenden Personalmangels nicht erreicht werden, das BMG prüft derzeit Optionen“, sagt er weiter. 

Am Dienstag hatte der Verband die Auslastung der Testkapazität noch auf 64 Prozent beziffert. Noch sei das kein Grund zur Sorge, so Müller. Allerdings erwarte der Verband, dass die Belastung der Labore weiter steigt, sobald es wie von Bund und Ländern beschlossen möglich ist, sich aus der Quarantäne freizutesten.

Es sei daher zwingend erforderlich, „dass insbesondere die Arztpraxen und Testzentren dazu angehalten werden, sich an der Nationalen Teststrategie auszurichten“, forderte Müller. 

Was könnte sich in Zukunft ändern?

Sollten die Fallzahlen weiterhin rapide ansteigen, gelangen Labore unweigerlich irgendwann einen kritischen Punkt. Dann wäre eine Priorisierung der kritischen Infrastruktur der logische Schritt. So sieht es auch der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

PCR-Tests müssten einerseits für wichtige medizinische Diagnostik von Schwersterkrankten und andererseits für das Personal der kritischen Infrastruktur priorisiert bereitgehalten werden, sagte Dahmen am Donnerstag im RBB-Inforadio. „Das kann bedeuten, dass im Einzelfall, beispielsweise beim Freitesten, es zu Verzögerungen kommt. Das bedeutet nicht nur lange Schlangen vor den Test-Zentren, sondern auch, dass es dauert, bis das Test-Ergebnis vorliegt“, räumte Dahmen ein. Die Situation werde sich erst verbessern, wenn man die in die Höhe schnellenden Fall-Zahlen unter Kontrolle bringe.

In der Nationalen Teststrategie sei ohnehin bereits festgelegt, dass im Fall von ausgereizten Kapazitäten eine Priorisierung erfolgt, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums dem stern. Sollten die Labore an ihre Grenzen stoßen, könnten auch „nukleinsäureamplifizierende Schnelltestverfahren breiter zum Einsatz kommen.“ Auch „laborbasierte Antigentests“, die im Vergleich zu gewöhnlichen Schnelltests genauer wären, wären eine Alternative.

Allerdings, so räumt der Sprecher ein, müssten „bestimme Personengruppen“ bei sehr hohen Fallzahlen gegebenenfalls auf PCR-Tests verzichten. Das habe „für den Verlauf der Pandemie und die zu treffenden individuellen Maßnahmen jedoch keine Relevanz.“

Quellen: Bundesministerium für Gesundheit; Mitteilung Akkreditierte Labore in der Medizin; Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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Coronavirus Kiel Krankenhäuser Schleswig-Holstein

Corona-Inzidenz sinkt: Krankenhäuser voller

Sowohl die gemeldeten Corona-Neuinfektionen als auch die Sieben-Tage-Inzidenz lagen am Freitag in Schleswig-Holstein unter dem Wert des Vortages. In den Krankenhäusern sieht die Lage hingegen schlechter aus.

Während die Sieben-Tages-Inzidenz in Schleswig-Holstein am Freitag leicht gesunken ist, gibt es in den Krankenhäusern mehr Corona-Patienten. Die Zahl der binnen einer Woche gemeldeten Neuinfektionen je 100 000 Einwohner ging am Freitag auf 658,4 zurück – von 664,3 am Vortag, wie aus den Daten der Landesmeldestelle in Kiel hervorgeht. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke je 100 000 Menschen innerhalb einer Woche in Kliniken kamen, stieg von 3,78 auf 4,26. In den Krankenhäusern lagen 263 an Covid-19 erkrankte Patienten, 13 mehr als am Vortag.

Binnen eines Tages wurden 3409 Corona-Neuinfektionen gemeldet – das waren weniger als am Vortag und auch als genau eine Woche zuvor. Am Freitag vergangener Woche hatte die Zahl bei 3463 gelegen. Im Vergleich mit den übrigen Bundesländern liegt Schleswig-Holstein bei der Sieben-Tage-Inzidenz laut dem Robert Koch-Institut nun an vierter Stelle hinter Bremen, Berlin und Hamburg.

58 Patienten wurden auf Intensivstationen behandelt (+1) und 44 von ihnen beatmet (+3). Sechs weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion – deutlich mehr als an den vergangenen Tagen. Die Gesamtzahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie stieg auf 1915.

Kiel hat nun die höchste Sieben-Tage-Inzidenz im Land – sie liegt bei 909,6. Danach folgen Lübeck mit 896,0 und Segeberg mit 892,8. Die niedrigste Inzidenz in Schleswig-Holstein hat weiter der Kreis Stormarn mit 348,6.

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Bundesregierung BZgA Carsten Breuer Coronavirus Deutschland Husten Krankenhäuser Michael Müller Priorisierung Selbsttest SZ

Corona-Pandemie: Wann ein PCR-Test sinnvoll ist – und wann kostenlos

Laut einem Branchenverband stoßen deutsche Labore bei der Auswertung von PCR-Tests zunehmend an ihre Grenzen. Schuld sei zum einen Omikron, zum anderen aber auch eine fehlende Priorisierung. Wer sollte einen PCR-Test machen? Und wann ist er kostenlos?

Die Labore arbeiten bei der Auswertung von PCR-Tests auf Hochtouren, noch besteht jedoch kein Grund zur Sorge, dass die Belastbarkeitsgrenze überschritten wird. Das könnte sich ändern, sollten Infektionszahlen Omikron sei Dank weiter in die Höhe schießen und der Testbedarf steigen.

„Wir werden mit Sicherheit wie bei allen knappen Ressourcen Kapazitäten bündeln müssen, wo es erforderlich ist. Das gilt auch für Tests“, sagte auch Generalmajor Carsten Breuer, Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“

Doch, wer sollte definitiv einen PCR-Test vornehmen lassen? Und unter welchen Umständen ist er kostenlos? Ein Überblick.

Für wen ist ein PCR-Test sinnvoll?

Das Bundesgesundheitsministerium bezeichnet den PCR-Test als „Goldstandard der Diagnostik“. Ein PCR-Test sei vor allem dann sinnvoll, wenn ein Bürger Symptome aufweist (z.B. Husten, Fieber, Schnupfen) oder, um einen positiven Schnell-/Selbsttest zu verifizieren. Übrigens: Ein negativer zweiter Schnell- oder Selbsttest hebt das erste Testergebnis nicht auf!

Dort, wo ein regelmäßiger Anspruch nach der Testverordnung bestehe (z.B. Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen) soll weiterhin auf die kostenlosen Antigen-Schnelltests gesetzt werden.

Telegram_Holnburger 20.23

Welche Voraussetzungen gelten für einen kostenlosten PCR-Test?

Damit ist grundsätzlich bereits geklärt, wer Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test hat. Jeder, der laut Schnell- oder Selbsttest positiv auf Corona getestet ist, ist zu einem dann kostenlosen PCR-Test berechtigt – und angehalten. Das gilt auch dann, wenn die Person keine coronatypischen Symptome aufweist.

Es gibt zudem noch weitere Fälle, in denen ein Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test „grundsätzlich“, aber nicht „strikt“ besteht. Soll heißen: In folgenden Fällen erst einmal auf einen Schnelltest zurückgreifen:

Kontaktpersonen von einem Infizierten

Dazu zählen Mitglieder desselben Haushalts und Menschen mit denen eine infizierte Person engen Kontakt in geschlossenen Räumen hatte. Auch der Hinweis eines „erhöhten Risikos“ in der Corona-Warn-App berechtigt grundsätzlich für einen kostenlosen PCR-Test.

14 Tage nach Aufenthalt in einer Einrichtung des Gesundheitswesens, in der es zu einer Infektion kam

Dazu gehören nicht nur Krankenhäuser, sondern unter anderem auch Schulen, Asylbewerberheime und ambulante Pflege.

Menschen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens behandelt werden oder in ähnlich vulnerablen Bereichen untergebracht werden sollen

Hierzu zählen unter anderem auch Reha-Kliniken und Obdachlosenunterkünfte. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die jeweilige Einrichtung einen PCR-Nachweis verlang.

20.25 Urlaubsländer

Wie unterscheidet sich ein PCR-Test von einem Schnelltest? Wann ist das Ergebnis da?

Beim PCR-Test wird laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in der Regel eine Probe aus den Schleimhäuten der Atemwege genommen. Das kann ein Nasenhöhlen- und/oder Rachenabstrich sein. Welche Methode bei der Probenentnahme anfällt, entscheidet der Arzt.

Der PCR-Test sei unter anderem deshalb so zuverlässig, weil das Coronavirus auch bei geringen Mengen nachgewiesen werden kann: Bei der Laboranalyse mit PCR-Verfahren werde das Erbmaterial stark vervielfältigt. Dies würde circa vier bis fünf Stunden dauern – hinzu kämen Transportdauer Vorbereitungszeit und eventuelle Wartezeiten bei hoher Auslastung. In den meisten Fällen liege das Ergebnis aber nach 24 Stunden vor.

Wie hoch ist die aktuelle Belastung der Labore aufgrund der PCR-Tests?

Allein in der ersten Woche des neuen Jahres sind laut dem Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) in den fachärztlichen Laboren in Deutschland rund 56 Prozent mehr PCR-Tests angefordert worden als noch in der Silvesterwoche – rund 1,4 Millionen. Michael Müller zufolge, dem Vorsitzenden der ALM, gelangen die Labore angesichts der in die Höhe schnellenden Infektionszahlen zusehends an die Auslastungsgrenze. Das läge daran, dass in Deutschland derzeit bei PCR-Tests kaum priorisiert werden, sagte er in einem Interview mit der „Rheinischen Post“. Für Menschen mit Corona-Symptomen und auch für Krankenhäuser könne dies zu einem ernsten Problem werden.

Die derzeitige wöchentliche PCR-Testkapazität liege in Deutschland derzeit bei 2,4 Millionen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage des stern erklärte. „Eine nennenswerte Steigerung kann nicht zuletzt aufgrund des auch in diesem Bereich zu erwartenden Personalmangels nicht erreicht werden, das BMG prüft derzeit Optionen“, sagt er weiter. 

Am Dienstag hatte der Verband die Auslastung der Testkapazität noch auf 64 Prozent beziffert. Noch sei das kein Grund zur Sorge, so Müller. Allerdings erwarte der Verband, dass die Belastung der Labore weiter steigt, sobald es wie von Bund und Ländern beschlossen möglich ist, sich aus der Quarantäne freizutesten.

Es sei daher zwingend erforderlich, „dass insbesondere die Arztpraxen und Testzentren dazu angehalten werden, sich an der Nationalen Teststrategie auszurichten“, forderte Müller. 

Was könnte sich in Zukunft ändern?

Sollten die Fallzahlen weiterhin rapide ansteigen, gelangen Labore unweigerlich irgendwann einen kritischen Punkt. Dann wäre eine Priorisierung der kritischen Infrastruktur der logische Schritt. So sieht es auch der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

PCR-Tests müssten einerseits für wichtige medizinische Diagnostik von Schwersterkrankten und andererseits für das Personal der kritischen Infrastruktur priorisiert bereitgehalten werden, sagte Dahmen am Donnerstag im RBB-Inforadio. „Das kann bedeuten, dass im Einzelfall, beispielsweise beim Freitesten, es zu Verzögerungen kommt. Das bedeutet nicht nur lange Schlangen vor den Test-Zentren, sondern auch, dass es dauert, bis das Test-Ergebnis vorliegt“, räumte Dahmen ein. Die Situation werde sich erst verbessern, wenn man die in die Höhe schnellenden Fall-Zahlen unter Kontrolle bringe.

In der Nationalen Teststrategie sei ohnehin bereits festgelegt, dass im Fall von ausgereizten Kapazitäten eine Priorisierung erfolgt, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums dem stern. Sollten die Labore an ihre Grenzen stoßen, könnten auch „nukleinsäureamplifizierende Schnelltestverfahren breiter zum Einsatz kommen.“ Auch „laborbasierte Antigentests“, die im Vergleich zu gewöhnlichen Schnelltests genauer wären, wären eine Alternative.

Allerdings, so räumt der Sprecher ein, müssten „bestimme Personengruppen“ bei sehr hohen Fallzahlen gegebenenfalls auf PCR-Tests verzichten. Das habe „für den Verlauf der Pandemie und die zu treffenden individuellen Maßnahmen jedoch keine Relevanz.“

Quellen: Bundesministerium für Gesundheit; Mitteilung Akkreditierte Labore in der Medizin; Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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Bundesregierung BZgA Carsten Breuer Coronavirus Deutschland Husten Krankenhäuser Michael Müller Priorisierung Selbsttest SZ

Corona-Pandemie: Wann ein PCR-Test sinnvoll ist – und wann kostenlos

Laut einem Branchenverband stoßen deutsche Labore bei der Auswertung von PCR-Tests zunehmend an ihre Grenzen. Schuld sei zum einen Omikron, zum anderen aber auch eine fehlende Priorisierung. Wer sollte einen PCR-Test machen? Und wann ist er kostenlos?

Die Labore arbeiten bei der Auswertung von PCR-Tests auf Hochtouren, noch besteht jedoch kein Grund zur Sorge, dass die Belastbarkeitsgrenze überschritten wird. Das könnte sich ändern, sollten Infektionszahlen Omikron sei Dank weiter in die Höhe schießen und der Testbedarf steigen.

„Wir werden mit Sicherheit wie bei allen knappen Ressourcen Kapazitäten bündeln müssen, wo es erforderlich ist. Das gilt auch für Tests“, sagte auch Generalmajor Carsten Breuer, Leiter des Corona-Krisenstabes der Bundesregierung, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“

Doch, wer sollte definitiv einen PCR-Test vornehmen lassen? Und unter welchen Umständen ist er kostenlos? Ein Überblick.

Für wen ist ein PCR-Test sinnvoll?

Das Bundesgesundheitsministerium bezeichnet den PCR-Test als „Goldstandard der Diagnostik“. Ein PCR-Test sei vor allem dann sinnvoll, wenn ein Bürger Symptome aufweist (z.B. Husten, Fieber, Schnupfen) oder, um einen positiven Schnell-/Selbsttest zu verifizieren. Übrigens: Ein negativer zweiter Schnell- oder Selbsttest hebt das erste Testergebnis nicht auf!

Dort, wo ein regelmäßiger Anspruch nach der Testverordnung bestehe (z.B. Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen) soll weiterhin auf die kostenlosen Antigen-Schnelltests gesetzt werden.

Telegram_Holnburger 20.23

Welche Voraussetzungen gelten für einen kostenlosten PCR-Test?

Damit ist grundsätzlich bereits geklärt, wer Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test hat. Jeder, der laut Schnell- oder Selbsttest positiv auf Corona getestet ist, ist zu einem dann kostenlosen PCR-Test berechtigt – und angehalten. Das gilt auch dann, wenn die Person keine coronatypischen Symptome aufweist.

Es gibt zudem noch weitere Fälle, in denen ein Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test „grundsätzlich“, aber nicht „strikt“ besteht. Soll heißen: In folgenden Fällen erst einmal auf einen Schnelltest zurückgreifen:

Kontaktpersonen von einem Infizierten

Dazu zählen Mitglieder desselben Haushalts und Menschen mit denen eine infizierte Person engen Kontakt in geschlossenen Räumen hatte. Auch der Hinweis eines „erhöhten Risikos“ in der Corona-Warn-App berechtigt grundsätzlich für einen kostenlosen PCR-Test.

14 Tage nach Aufenthalt in einer Einrichtung des Gesundheitswesens, in der es zu einer Infektion kam

Dazu gehören nicht nur Krankenhäuser, sondern unter anderem auch Schulen, Asylbewerberheime und ambulante Pflege.

Menschen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens behandelt werden oder in ähnlich vulnerablen Bereichen untergebracht werden sollen

Hierzu zählen unter anderem auch Reha-Kliniken und Obdachlosenunterkünfte. Dies gilt allerdings nur dann, wenn die jeweilige Einrichtung einen PCR-Nachweis verlang.

20.25 Urlaubsländer

Wie unterscheidet sich ein PCR-Test von einem Schnelltest? Wann ist das Ergebnis da?

Beim PCR-Test wird laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in der Regel eine Probe aus den Schleimhäuten der Atemwege genommen. Das kann ein Nasenhöhlen- und/oder Rachenabstrich sein. Welche Methode bei der Probenentnahme anfällt, entscheidet der Arzt.

Der PCR-Test sei unter anderem deshalb so zuverlässig, weil das Coronavirus auch bei geringen Mengen nachgewiesen werden kann: Bei der Laboranalyse mit PCR-Verfahren werde das Erbmaterial stark vervielfältigt. Dies würde circa vier bis fünf Stunden dauern – hinzu kämen Transportdauer Vorbereitungszeit und eventuelle Wartezeiten bei hoher Auslastung. In den meisten Fällen liege das Ergebnis aber nach 24 Stunden vor.

Wie hoch ist die aktuelle Belastung der Labore aufgrund der PCR-Tests?

Allein in der ersten Woche des neuen Jahres sind laut dem Verband Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM) in den fachärztlichen Laboren in Deutschland rund 56 Prozent mehr PCR-Tests angefordert worden als noch in der Silvesterwoche – rund 1,4 Millionen. Michael Müller zufolge, dem Vorsitzenden der ALM, gelangen die Labore angesichts der in die Höhe schnellenden Infektionszahlen zusehends an die Auslastungsgrenze. Das läge daran, dass in Deutschland derzeit bei PCR-Tests kaum priorisiert werden, sagte er in einem Interview mit der „Rheinischen Post“. Für Menschen mit Corona-Symptomen und auch für Krankenhäuser könne dies zu einem ernsten Problem werden.

Die derzeitige wöchentliche PCR-Testkapazität liege in Deutschland derzeit bei 2,4 Millionen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage des stern erklärte. „Eine nennenswerte Steigerung kann nicht zuletzt aufgrund des auch in diesem Bereich zu erwartenden Personalmangels nicht erreicht werden, das BMG prüft derzeit Optionen“, sagt er weiter. 

Am Dienstag hatte der Verband die Auslastung der Testkapazität noch auf 64 Prozent beziffert. Noch sei das kein Grund zur Sorge, so Müller. Allerdings erwarte der Verband, dass die Belastung der Labore weiter steigt, sobald es wie von Bund und Ländern beschlossen möglich ist, sich aus der Quarantäne freizutesten.

Es sei daher zwingend erforderlich, „dass insbesondere die Arztpraxen und Testzentren dazu angehalten werden, sich an der Nationalen Teststrategie auszurichten“, forderte Müller. 

Was könnte sich in Zukunft ändern?

Sollten die Fallzahlen weiterhin rapide ansteigen, gelangen Labore unweigerlich irgendwann einen kritischen Punkt. Dann wäre eine Priorisierung der kritischen Infrastruktur der logische Schritt. So sieht es auch der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen.

PCR-Tests müssten einerseits für wichtige medizinische Diagnostik von Schwersterkrankten und andererseits für das Personal der kritischen Infrastruktur priorisiert bereitgehalten werden, sagte Dahmen am Donnerstag im RBB-Inforadio. „Das kann bedeuten, dass im Einzelfall, beispielsweise beim Freitesten, es zu Verzögerungen kommt. Das bedeutet nicht nur lange Schlangen vor den Test-Zentren, sondern auch, dass es dauert, bis das Test-Ergebnis vorliegt“, räumte Dahmen ein. Die Situation werde sich erst verbessern, wenn man die in die Höhe schnellenden Fall-Zahlen unter Kontrolle bringe.

In der Nationalen Teststrategie sei ohnehin bereits festgelegt, dass im Fall von ausgereizten Kapazitäten eine Priorisierung erfolgt, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums dem stern. Sollten die Labore an ihre Grenzen stoßen, könnten auch „nukleinsäureamplifizierende Schnelltestverfahren breiter zum Einsatz kommen.“ Auch „laborbasierte Antigentests“, die im Vergleich zu gewöhnlichen Schnelltests genauer wären, wären eine Alternative.

Allerdings, so räumt der Sprecher ein, müssten „bestimme Personengruppen“ bei sehr hohen Fallzahlen gegebenenfalls auf PCR-Tests verzichten. Das habe „für den Verlauf der Pandemie und die zu treffenden individuellen Maßnahmen jedoch keine Relevanz.“

Quellen: Bundesministerium für Gesundheit; Mitteilung Akkreditierte Labore in der Medizin; Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; mit Material der Nachrichtenagentur dpa

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Bayern Coronavirus Klinik Krankenhäuser München

Omikron-Welle: Viele Kliniken müssen Operationen verschieben

Es war nur ein kurzes Durchatmen. Die Omikron-Variante lässt die Corona-Zahlen gerade wieder rapide steigen. Wieder droht Bayerns Kliniken Überlastung. Und wieder müssen Patienten mit aufschiebbaren Operationen warten.

Wegen steigender Corona-Infektions-Zahlen müssen Dutzende Krankenhäuser in Bayern unter medizinischen Aspekten aufschiebbare Behandlungen aussetzen. In sechs der sieben bayerischen Regierungsbezirke gelten entsprechende Anweisungen. Damit solle die stationäre Versorgung von Notfällen und Covid-19-Patienten sichergestellt werden, hieß es. Medizinisch dringliche Eingriffe wie Herz- oder Tumor-Operationen seien aber weiter möglich.

Die rechtliche Grundlage für den Erlass dieser Maßnahmen hatte die Staatsregierung geschaffen. Betroffen sind vor allem Covid-19-Schwerpunktkrankenhäuser, die vorrangig die Versorgung von Corona-Patienten übernehmen.

In Oberbayern, Niederbayern, Schwaben, Mittelfranken, Oberfranken und zuletzt auch in der Oberpfalz verlängerten die Regierungen ihre entsprechenden Anordnungen bis zum 31. Januar. Bereits im November hatten die Regierungsbezirke die betreffenden Kliniken angewiesen, medizinisch nicht sofort notwendige Operationen zu verschieben.

Nur die Regierung von Unterfranken hat die Anordnung vorerst nicht verlängert. Nach derzeitiger Lage könne die Patientenversorgung in den Krankenhäusern hinreichend sichergestellt werden, hieß es aus Würzburg.

Bei den verschobenen Eingriffen geht es etwa um nicht dringliche Krebsoperationen und orthopädische Eingriffe wie das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks. Nicht zuletzt sollen Intensivstationen nicht voll belegt sein, damit nach Herzinfarkten, Schlaganfällen, schweren Unfällen, Bränden und anderen Unglücken Betten für Akut-Patienten frei sind.

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter. Am Donnerstag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 420,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, gut 45 mehr als noch am Vortag. Auf den Intensivstationen sank die Zahl der Corona-Patienten aber leicht. Das Divi-Intensivregister meldete am Donnerstagmorgen (Stand 7.05 Uhr) 457 Corona-Patienten auf Intensivstationen im Freistaat, 31 weniger als noch am Mittwoch. 297 davon mussten invasiv beatmet werden.

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Krankenhäuser Sozialministerium SPD Wiesbaden

Ministerium: Steigender Investitionsbedarf an Krankenhäusern

Hessens Sozialministerium sieht für die kommenden Jahre einen steigenden Investitionsbedarf für die Krankenhäuser. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden hervor. Das Ministerium verwies darauf, dass das Land in den zurückliegenden Jahren «ganz erhebliche Anstrengungen» unternommen habe, um die Investitionsförderung für die Kliniken zu erhöhen.

Hessens Sozialministerium sieht für die kommenden Jahre einen steigenden Investitionsbedarf für die Krankenhäuser. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden hervor. Das Ministerium verwies darauf, dass das Land in den zurückliegenden Jahren «ganz erhebliche Anstrengungen» unternommen habe, um die Investitionsförderung für die Kliniken zu erhöhen.

So sei beispielsweise die Pauschalförderung von 269 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 283,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr angewachsen. Sollte das Haushaltsgesetz für 2022 wie geplant verabschiedet werden, dann überschreite diese Fördersumme 2022 erstmals den Betrag von 300 Millionen Euro, kündigte das Ministerium an. Daneben profitierten die Krankenhäuser von weiterer finanzieller Unterstützung, etwa aus dem Kommunalinvestitionsprogramm.

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Christian Bräuer Coronavirus Dresden Krankenhäuser Leipzig Perspektive Sachsen Zwangspause

Sächsische Kinos öffnen trotz unsicherer Perspektive wieder

Nach knapp zehnwöchiger Zwangspause dürfen die Kinos in Sachsen wieder öffnen. Die Regeln sind streng und die Perspektive unsicher. Trotzdem wollen die Lichtspielhäuser Fans wieder Programm bieten.

Sachsens Kinos wollen trotz unsicherer Perspektive mit der neuen Corona-Schutzverordnung wieder öffnen. «Wenn wir aber Pech haben, dann ist in 14 Tagen die Inzidenz zu hoch und dann ist wieder Schluss für uns», sagte etwa Petra Klemann, Geschäftsführerin der Passage-Kinos in Leipzig. Steigt der Inzidenzwert zu hoch und sind die Krankenhäuser überlastet, müssen unter anderem die Kinos wieder schließen.

«Die Überlastungsstufe hängt wie ein Damoklesschwert über den sächsischen Kinos», sagte Christian Bräuer vom Branchenverband AG Kino. Die Häuser seien jedoch auf Planbarkeit angewiesen, um das Programm zusammenstellen und Werbung steuern zu können. «Trotzdem öffnen wir, um zu zeigen, dass wir noch da sind und weitermachen», sagte Klemann.

Ähnliches ist von den großen Multiplex-Ketten zu hören. Während man bei den Passage-Kinos mindestens bis zum 20. Januar warten will, geht es etwa im Cinestar Leipzig und Cineplex Dresden bereits am heutigen Freitag wieder los. «Leider haben wir die stärksten Monate verpasst», sagte Markus Kühlmorgen, Prokurist des Cineplex in Dresden.

Laut AG Kino ist der Winter eigentlich Hauptsaison und die Zeit, in der Eigenanteile für Investitionen erwirtschaftet werden. Existenzbedrohend sei die Lage jedoch noch nicht. «Die derzeitigen Hilfsprogramme halten viele kleine Kinos gerade wie Schwimmflügel über Wasser», sagte Bräuer. Würden jedoch keine adäquaten Nachfolgeprogramme geschaffen, könne es zu einer Welle an Insolvenzen kommen.

Probleme sehen die Kinos dazu in der 2G-plus-Regel, die für den Zutritt zum Saal nun befolgt werden muss. Darunter müssen selbst Geimpfte und Genesene einen negativen Corona-Test vorlegen. Ausgenommen sind etwa Geboosterte und Menschen mit relativ frischer Zweitimpfung. «Wir haben in anderen Bundesländern mit dieser Regel gesehen, dass die Besucherzahlen zwischen 70 und 80 Prozent eingebrochen sind», berichtete Klemann. Es sei eine zusätzliche Hürde, die viele Menschen abschreckt, fügte Kühlmorgen an. Rainer Weber, Leiter des Leipziger Cinestars, sieht die Lage weniger kritisch: «Immer mehr lassen sich boostern und es gibt viele Testmöglichkeiten. Damit sollte die Hürde gar nicht so hoch liegen.»

Ab dem heutigen Freitag können die Kinos öffnen, solange die Inzidenz in der jeweiligen kreisfreien Stadt oder dem Landkreis unter 1500 liegt und die Überlastungsstufe nicht greift. Diese tritt in Kraft, wenn an drei Tagen in Folge in Krankenhäusern 1300 Betten auf Normalstationen und 420 Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Die Kinos dürfen ihre Kapazität maximal zur Hälfte und mit bis zu 500 Gästen auslasten; bei einer 25-prozentigen Auslastung sind 1000 Zuschauer möglich.

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