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Bundesliga: Seoane setzt gegen Bayern auf Schub durch Schick

Trainer Gerardo Seoane spürt trotz des Fehlstarts mit Bayer Leverkusen die volle Unterstützung im Umfeld vor dem Spiel beim FC Bayern München am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN). Druck habe er als Bundesligatrainer ohnehin immer. „In diesem High-Level-Sport ist jeder Spieltag maximal wichtig. Ich finde, dass wir uns in den letzten drei Spielen unheimlich gewehrt haben und dass wir alle noch enger zusammengerückt sind. Es ist eine gewisse Solidarität spürbar, sich dagegenzustemmen, sagte der Schweizer am Donnerstag. Mit nur einem Sieg in der Liga und Rang 15 liegt der Champions-League-Teilnehmer weit hinter seinen Ansprüchen. Nach zwei Unentschieden zuletzt und dem 2:0-Sieg gegen Atletico Madrid ist das Team mittlerweile auch drei Spiele unbesiegt.

Trainer Gerardo Seoane spürt trotz des Fehlstarts mit Bayer Leverkusen die volle Unterstützung im Umfeld vor dem Spiel beim FC Bayern München am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN). Druck habe er als Bundesligatrainer ohnehin immer. „In diesem High-Level-Sport ist jeder Spieltag maximal wichtig. Ich finde, dass wir uns in den letzten drei Spielen unheimlich gewehrt haben und dass wir alle noch enger zusammengerückt sind. Es ist eine gewisse Solidarität spürbar, sich dagegenzustemmen, sagte der Schweizer am Donnerstag. Mit nur einem Sieg in der Liga und Rang 15 liegt der Champions-League-Teilnehmer weit hinter seinen Ansprüchen. Nach zwei Unentschieden zuletzt und dem 2:0-Sieg gegen Atletico Madrid ist das Team mittlerweile auch drei Spiele unbesiegt.

Dass die Bayern ebenfalls einen sehr holprigen Start hatten, weiß Seoane einzuordnen. „In allen statistischen Zahlen sind die Bayern Leader in der Liga. Sie hatten in allen Spielen immer genügend Torchancen und sind in der Offensive extrem stark. Im Moment fehlt ihnen die Effektivität“, befand Leverkusens Coach. Laut Statistik geht der Tabellen-15. als krasser Außenseiter ins Rennen. Fünf Spiele ist Bayer sieglos gegen die Bayern, in München gab es neun Spiele lang keinen Sieg und insgesamt gewann Leverkusen nur 18 von 83 Begegnungen gegen den deutschen Rekordmeister.

Die Hoffnungen ruhen auf Patrik Schick, der sich zuletzt bei der Nationalmannschaft verbessert zeigte. „Physisch ist er sehr gut drauf. Auch er versucht bei uns Verantwortung zu übernehmen, geht vorne weg. Patrik unternimmt alles, um die Mannschaft zu unterstützen“, sagte Seoane. Verzichten muss der Coach weiterhin auf Florian Wirtz und Karim Bellarabi. Dafür steht Amine Adli nach einem Schlüsselbeinbruch wieder zur Verfügung.

Kader Bayer Leverkusen

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Atlético Madrid BayArena Bayer 04 Leverkusen Brügge Champions League Dazn FC Porto Gerardo Seoane Jonathan Tah Krise Leverkusen Patrik Schick Pflichtspiel Robert Andrich

Champions League: Leverkusen schöpft neuen Mut: 2:0 über Atlético Madrid

Nach zuletzt eher enttäuschenden Auftritten schöpft Bayer Leverkusen gegen den Gruppenfavoriten Atlético Madrid neuen Mut. Späte Treffer sorgen für einen erlösenden 2:0-Erfolg in der Champions League.

Neuntes Pflichtspiel, zweiter Sieg – mit späten Toren hat Bayer Leverkusen einen ersten Schritt aus der Krise geschafft. Nach einem bisher kapitalen Fehlstart in die Saison gelang dem Bundesliga-Vorletzten beim 2:0 (0:0) in der Champions League über Atlético Madrid ein Achtungserfolg.

Anders als beim 0:1 in Brügge zum Auftakt des Wettbewerbs knapp eine Woche zuvor sorgte die Mannschaft mit einem couragierten Auftritt gegen den Gruppenfavoriten dafür, dass die Diskussionen um Trainer Gerardo Seoane vorerst nachlassen dürften.

Vor 25.825 Zuschauern in der BayArena verhalfen Robert Andrich (84. Minute) und Moussa Diaby (87.) den Gastgebern zum verdienten Sieg über die Spanier. „Wir haben es überragend gemacht. Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Das gibt sehr viel Energie“, sagte Bayer-Abwehrspieler Jonathan Tah bei DAZN. Dank des Erfolges verbesserte sich die Werkself auf Gruppenplatz zwei und wahrte vor dem kommenden Auswärtspiel am 4. Oktober beim FC Porto die Chance auf das Achtelfinale.

Die guten Erinnerungen an den Gegner, der im bisher letzten Duell im November 2019 an gleicher Stätte noch mit 2:1 bezwungen werden konnte, trugen angesichts der erfolglosen vergangenen Wochen nur bedingt zu mehr Selbstvertrauen bei. Und doch gelang es den Leverkusenern, das Spiel der vermeintlichen Übermacht in der Anfangsphase empfindlich zu stören.

Überschaubares Niveau bis zur Halbzeit

Dem von Trainer Seoane vor dem Anpfiff geäußerten Wunsch nach konsequenterer Zweikampfführung kamen die Bayer-Profis nach. Doch weil auch die seit jeher als abwehrstark bekannten Gäste nicht ins Wanken gerieten, entwickelte sich ein Spiel mit viel Kampf, aber wenig Torchancen. Einzig bei einem Schuss von Andrich (7.) über das Tor nach Zuspiel von Diaby war Bayer einem Treffer nahe. Immerhin gelang es, die gegnerischen Offensivstars Joao Felix und Alvaro Morata in Schach zu halten.

Für erste Aufregung in dem von Taktik geprägten Spiel sorgte ein Handspiel des Leverkuseners Edmond Tapsoba (21.) im eigenen Strafraum, das vom Video-Assistenten überprüft, aber nicht geahndet wurde. Neue Impulse erhielt die Partie auch dadurch nicht. Bis zur Pause neutralisierten sich beide Teams auf überschaubarem Niveau und trugen damit nicht zu einem hohen Unterhaltungswert bei. Daran konnte auch ein Fernschuss von Diaby (44.) nichts ändern, den Atlético-Keeper erst im Nachfassen unter Kontrolle bekam.

Doppelchance beflügelt Leverkusen

Zur Freude der Zuschauer wurde es nach der Pause lebhafter. Dazu trugen vor allem die Leverkusener bei. Zunächst traf Torjäger Patrik Schick (49.) mit seinem Schuss aus kurzer Distanz nur die Latte, wenige Sekunden später köpfte Hlozek den Ball knapp am leeren Tor vorbei. Diese Doppelchance beflügelte die Gastgeber.

Doch auch die Gäste investierten nun mehr in ihr Offensivspiel. So prüfte Rodrigo de Paul (68.) Bayers Keeper Lukas Hradecky mit einem Heber. Zwei Minuten später pflegte Schick seinen Ruf als derzeit glückloser Torjäger und vergab die nächste Chance zur Leverkusener Führung.

Für den formschwachen Schick sprang Andrich als Torschütze ein. Ein Flachschuss des Mittelfeldspielers ins linke untere Eck ebnete den Weg zum Sieg. Dass Bayer den Gegner am Ende mit seinen eigenen Waffen schlug und das 2:0 durch Diaby per Konter erzielte, rundete den ermutigenden Auftritt ab.

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Atlético Madrid BayArena Bayer 04 Leverkusen Brügge Champions League Dazn FC Porto Fußball Gerardo Seoane Jonathan Tah Krise Leverkusen Patrik Schick Pflichtspiel Robert Andrich

Fußball: Leverkusen schöpft neuen Mut: 2:0 über Atlético Madrid

Nach zuletzt eher enttäuschenden Auftritten schöpft Bayer Leverkusen gegen den Gruppenfavoriten Atlético Madrid neuen Mut. Späte Treffer sorgen für einen erlösenden 2:0-Erfolg in der Champions League.

Neuntes Pflichtspiel, zweiter Sieg – mit späten Toren hat Bayer Leverkusen einen ersten Schritt aus der Krise geschafft. Nach einem bisher kapitalen Fehlstart in die Saison gelang dem Bundesliga-Vorletzten beim 2:0 (0:0) in der Champions League über Atlético Madrid ein Achtungserfolg. Anders als beim 0:1 in Brügge zum Auftakt des Wettbewerbs knapp eine Woche zuvor sorgte die Mannschaft mit einem couragierten Auftritt gegen den Gruppenfavoriten dafür, dass die Diskussionen um Trainer Gerardo Seoane vorerst nachlassen dürften.

Vor 25 825 Zuschauern in der BayArena verhalfen Robert Andrich (84. Minute) und Moussa Diaby (87.) den Gastgebern am Dienstag zum verdienten Sieg über die Spanier. „Wir haben es überragend gemacht. Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Das gibt sehr viel Energie“, sagte Bayer-Abwehrspieler Jonathan Tah bei DAZN. Dank des Erfolges verbesserte sich die Werkself auf Gruppenplatz zwei und wahrte vor dem kommenden Auswärtspiel am 4. Oktober beim FC Porto die Chance auf das Achtelfinale.

Die guten Erinnerungen an den Gegner, der im bisher letzten Duell im November 2019 an gleicher Stätte noch mit 2:1 bezwungen werden konnte, trugen angesichts der erfolglosen vergangenen Wochen nur bedingt zu mehr Selbstvertrauen bei. Und doch gelang es den Leverkusenern, das Spiel der vermeintlichen Übermacht in der Anfangsphase empfindlich zu stören.

Dem von Trainer Seoane vor dem Anpfiff geäußerten Wunsch nach konsequenterer Zweikampfführung kamen die Bayer-Profis nach. Doch weil auch die seit jeher als abwehrstark bekannten Gäste nicht ins Wanken gerieten, entwickelte sich ein Spiel mit viel Kampf, aber wenig Torchancen. Einzig bei einem Schuss von Andrich (7.) über das Tor nach Zuspiel von Diaby war Bayer einem Treffer nahe. Immerhin gelang es, die gegnerischen Offensivstars Joao Felix und Alvaro Morata in Schach zu halten.

Für erste Aufregung in dem von Taktik geprägten Spiel sorgte ein Handspiel des Leverkuseners Edmond Tapsoba (21.) im eigenen Strafraum, das vom Video-Assistenten überprüft, aber nicht geahndet wurde. Neue Impulse erhielt die Partie auch dadurch nicht. Bis zur Pause neutralisierten sich beide Teams auf überschaubarem Niveau und trugen damit nicht zu einem hohen Unterhaltungswert bei. Daran konnte auch ein Fernschuss von Diaby (44.) nichts ändern, den Atlético-Keeper erst im Nachfassen unter Kontrolle bekam.

Zur Freude der Zuschauer wurde es nach der Pause lebhafter. Dazu trugen vor allem die Leverkusener bei. Zunächst traf Torjäger Patrik Schick (49.) mit seinem Schuss aus kurzer Distanz nur die Latte, wenige Sekunden später köpfte Hlozek den Ball knapp am leeren Tor vorbei. Diese Doppelchance beflügelte die Gastgeber.

Doch auch die Gäste investierten nun mehr in ihr Offensivspiel. So prüfte Rodrigo de Paul (68.) Bayers Keeper Lukas Hradecky mit einem Heber. Zwei Minuten später pflegte Schick seinen Ruf als derzeit glückloser Torjäger und vergab die nächste Chance zur Leverkusener Führung.

Für den formschwachen Schick sprang Andrich als Torschütze ein. Ein Flachschuss des Mittelfeldspielers ins linke untere Eck ebnete den Weg zum Sieg. Dass Bayer den Gegner am Ende mit seinen eigenen Waffen schlug und das 2:0 durch Diaby per Konter erzielte, rundete den ermutigenden Auftritt ab.

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Atlético Madrid Bayer Bayer 04 Leverkusen Berlin Bundesliga Champions League Gerardo Seoane Glück Hertha BSC Berlin Kerem Demirbay Leverkusen Patrik Schick Real Madrid Toni Kroos

Bundesliga: Demirbay motzt wie Kroos: Bayer sucht das Fußball-Glück

Auf der Suche nach der verlorenen Fußball-Leichtigkeit hat Bayer Leverkusen in Berlin schon wieder den falschen Abzweig gewählt. Nach einem wilden Remis hoffen Trainer Gerardo Seoane und seine Spieler auf die Trendwende. Die Argumente sind nach dieser Leistung dünn.

Kerem Demirbay war fast so sauer wie Toni Kroos. „Ihr habt so lange Zeit, ihr müsst die Fragen nicht negativ stellen“, raunzte Bayer Leverkusens Mittelfeldrenner fast wortgleich wie der Ex-Weltmeister in dessen legendärem TV-Interview nach dem Champions-League-Sieg mit Real Madrid. Demirbay hatte gerade nicht zum fünften Mal die Königsklasse gewonnen, sondern mit der Werkself in der Bundesliga 2:2 bei Hertha BSC gespielt. Und doch wünschte er sich eine moderate Sichtweise auf Bayers Ergebniskrise.

„Wir sind in einer schweren Situation, wir stecken ganz tief drin, wir werden aber da raus kommen. Glaubt mir, wir werden in ein paar Spielen wahrscheinlich hier stehen und sagen, „jetzt Richtung Champions League oder was auch immer““, meinte Demirbay im festen Glauben an einen sportlichen Aufschwung – bestmöglich schon am Dienstag im Champions-League-Duell mit Atlético Madrid.

Trotzig war die Wortwahl bei Leverkusens wieder einmal enttäuschten Fußball-Profis, denen Patrik Schick mit seinem Ausgleich (79.) immerhin eine weitere Niederlage erspart hatte. Das Remis in Berlin war zu wenig, um eine Trendwende herbeizureden. In seiner Dramaturgie war es immerhin genug, um den Fokus auf das Positive zu richten, meinte Demirbay, der mit seinem Traumfreistoß (49.) die Führung besorgt hatten.

Trainer Gerardo Seoane muss sich auf Abstiegsplatz 17 und mit mauen vier Punkten erstmal weiter auf die Treueversprechen der Club-Bosse verlassen. Dennoch wollte er nach einem Spiel mit Achterbahn-Charakter unbedingt das Gute in den Blickpunkt rücken. „Viel aktiver“ habe er sein Team erlebt, eine „klare Leistungssteigerung“ gesehen, gerade nach den Rückschlägen durch die Gegentore von Suat Serdar (55.) und Marco Richter (79.). Aber dann blieb doch nur das Fazit: „Wir sind enttäuscht, wir wollten einen Sieg, den Punkt nehmen wir mit.“

Stellt sich für Leverkusen nur die Frage, mit wohin? Hertha BSC ist sportlich wie atmosphärisch im Aufwind, aber nicht die Kategorie, mit der man sich auf höchsten Niveau messen will. Entsprechend energisch formulierte Torwart Lukas Hradecky die bevorstehenden Aufgaben. „Das sind die Situationen, in denen man Männer macht. Jetzt müssen wir alle zeigen, dass wir Männer sind“, sagte der Finne in reichlich altmodischen Gender-Duktus. Eine Trainerdebatte hält der Schlussmann für unbegründet. „Wir sind in diesem Scheiß zusammen.“

Die Frage nach dem Zusammenhalt stellte sich noch auf andere Weise. Den Fans zugeworfene Trikots, so hatten es Beobachter notiert, flogen nach dem Schlusspfiff wieder zurück auf die Tartanbahn des Olympiastadions. Aber auch der maximal mögliche Liebesentzug der Fans konnte den optisch fein gescheitelten Seoane zumindest äußerlich nicht so recht erschüttern.

„Mitbekommen habe ich es nicht. Dass die Fans enttäuscht sind, ist verständlich, das sind wir auch“, sagte der Schweizer. „Wie ein Zuschauer seine Enttäuschung zeigt ist abhängig, das muss ich nicht bewerten“, meinte Seoane. Hradecky hatte eine Idee zur Deeskalation. „Dann gebe ich das Trikot einem Kind.“

Informationen zum Spiel auf Bundesliga-Homepage

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Atlético Madrid Bayer Bayer 04 Leverkusen Berlin Bundesliga Champions League Gerardo Seoane Glück Hertha BSC Berlin Kerem Demirbay Leverkusen Patrik Schick Real Madrid Toni Kroos

Bundesliga: Demirbay motzt wie Kroos: Bayer sucht das Fußball-Glück

Auf der Suche nach der verlorenen Fußball-Leichtigkeit hat Bayer Leverkusen in Berlin schon wieder den falschen Abzweig gewählt. Nach einem wilden Remis hoffen Trainer Gerardo Seoane und seine Spieler auf die Trendwende. Die Argumente sind nach dieser Leistung dünn.

Kerem Demirbay war fast so sauer wie Toni Kroos. „Ihr habt so lange Zeit, ihr müsst die Fragen nicht negativ stellen“, raunzte Bayer Leverkusens Mittelfeldrenner fast wortgleich wie der Ex-Weltmeister in dessen legendärem TV-Interview nach dem Champions-League-Sieg mit Real Madrid. Demirbay hatte gerade nicht zum fünften Mal die Königsklasse gewonnen, sondern mit der Werkself in der Bundesliga 2:2 bei Hertha BSC gespielt. Und doch wünschte er sich eine moderate Sichtweise auf Bayers Ergebniskrise.

„Wir sind in einer schweren Situation, wir stecken ganz tief drin, wir werden aber da raus kommen. Glaubt mir, wir werden in ein paar Spielen wahrscheinlich hier stehen und sagen, „jetzt Richtung Champions League oder was auch immer““, meinte Demirbay im festen Glauben an einen sportlichen Aufschwung – bestmöglich schon am Dienstag im Champions-League-Duell mit Atlético Madrid.

Trotzig war die Wortwahl bei Leverkusens wieder einmal enttäuschten Fußball-Profis, denen Patrik Schick mit seinem Ausgleich (79.) immerhin eine weitere Niederlage erspart hatte. Das Remis in Berlin war zu wenig, um eine Trendwende herbeizureden. In seiner Dramaturgie war es immerhin genug, um den Fokus auf das Positive zu richten, meinte Demirbay, der mit seinem Traumfreistoß (49.) die Führung besorgt hatten.

Auch Trainer Gerardo Seoane, der sich trotz Relegationsrang 16 und mauen drei Punkten erstmal weiter auf die Treueversprechen der Club-Bosse verlassen kann, wollte nach einem Spiel mit Achterbahn-Charakter unbedingt das Gute in den Blickpunkt rücken. „Viel aktiver“ habe er sein Team erlebt, eine „klare Leistungssteigerung“ gesehen, gerade nach den Rückschlägen durch die Gegentore von Suat Serdar (55.) und Marco Richter (79.). Aber dann blieb doch nur das Fazit: „Wir sind enttäuscht, wir wollten einen Sieg, den Punkt nehmen wir mit.“

Stellt sich für Leverkusen nur die Frage, mit wohin? Hertha BSC ist sportlich wie atmosphärisch im Aufwind, aber nicht die Kategorie, mit der man sich auf höchsten Niveau messen will. Entsprechend energisch formulierte Torwart Lukas Hradecky die bevorstehenden Aufgaben. „Das sind die Situationen, in denen man Männer macht. Jetzt müssen wir alle zeigen, dass wir Männer sind“, sagte der Finne in reichlich altmodischen Gender-Duktus. Eine Trainerdebatte hält der Schlussmann für unbegründet. „Wir sind in diesem Scheiß zusammen.“

Die Frage nach dem Zusammenhalt stellte sich noch auf andere Weise. Den Fans zugeworfene Trikots, so hatten es Beobachter notiert, flogen nach dem Schlusspfiff wieder zurück auf die Tartanbahn des Olympiastadions. Aber auch der maximal mögliche Liebesentzug der Fans konnte den optisch fein gescheitelten Seoane zumindest äußerlich nicht so recht erschüttern.

„Mitbekommen habe ich es nicht. Dass die Fans enttäuscht sind, ist verständlich, das sind wir auch“, sagte der Schweizer. „Wie ein Zuschauer seine Enttäuschung zeigt ist abhängig, das muss ich nicht bewerten“, meinte Seoane. Hradecky hatte eine Idee zur Deeskalation. „Dann gebe ich das Trikot einem Kind.“

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Bayer 04 Leverkusen Belgien Brügge DFB-Pokal FC Brügge Gerardo Seoane Jonathan Tah Leverkusen Patrik Schick Robert Andrich

„Alle sind sehr enttäuscht“: Stimmen zur Leverkusen-Niederlage in Brügge

Bayer Leverkusen muss auch in der Champions League eine Niederlage hinnehmen. Die Stimmen zur 0:1-Pleite gegen den FC Brügge.

Bayer Leverkusen ist die dritte von den fünf deutschen Mannschaften, die das erste Spiel dieser Champions-League-Gruppenphase verloren geben musste. Die Stimmen zum 0:1 gegen den FC Brügge.

In Belgien gab es für Leverkusen nichts zu holen. Gegen den vermeintlich schwächsten Gegner der Gruppe (mit Atlético und Porto), den FC Brügge, musste sich der Bundesligist mit einem 0:1 geschlagen geben.

Der „große Aufwand“, den Gerardo Seoane nach der Partie betonte, wurde nicht belohnt. Auch wegen eines Zehenspitzen-Abseits von Patrik Schick, der das zwischenzeitliche 1:1 hätte erzielen können.

„Diese Niederlage tut weh“: Leverkusen muss Auftakt-Pleite hinnehmen

„Wir sind enttäuscht, diese Niederlage tut weh“, zog Seoane nach dem Spiel ein ernüchterndes Fazit. Die Werkself hatte die Chance verpasst, in einem neuen Wettbewerb für einen wichtigen Befreiungsschlag zu sorgen. Immerhin läuft es in der Bundesliga noch immer nicht so recht, während man im DFB-Pokal bereits ausgeschieden ist.

„Die Mannschaft hat heute sehr wenig zugelassen und wurde dennoch sehr hart bestraft. Der große Aufwand wurde nicht belohnt“, so der Trainer, der jedoch offenbar einen Auftritt gesehen hat, der Mut und Zuversicht für die kommenden Wochen geben könnte.

Seoane weiter: „So kurz nach dem Spiel kann man die Mannschaft nicht aufrichten, alle sind sehr enttäuscht. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen ein anderes Gesicht gezeigt.“ Ein Problem, das er erneut erkannt hat: „An beiden Sechzehnmeterräumen fehlt aktuell die Klarheit und die Konsequenz. Das muss unbedingt besser werden.“

Jonathan Tah sah eine Partie, die den aktuellen Aufwand, der aber zumeist von fehlendem Ertrag und etwas Pech begleitet wird, gut zusammenfasst. „Das kann man sich so hinlegen. Ich glaube, dass es einfach nicht reicht wie wir in der ersten Halbzeit angefangen haben. Klar, wir haben es in der zweiten Halbzeit definitiv besser gemacht, haben uns Chancen erarbeitet, haben viel intensiver gespielt, aber das müssen wir halt von der ersten Sekunde an machen“, so der Verteidiger.

Dann würde ein Team die erste Hälfte auch „mit einem anderen Gefühl“ aufspielen, wodurch teils ärgerliche Gegentore weniger vorkommen würden. Man müsse „viel aggressiver, viel intensiver anfangen“, wenn man auf Champions-League-Niveau erfolgreich sein möchte.

„Brügge hat es uns vorgemacht, wie aggressiv sie waren“, so Tah weiter. Die Stärken der Gastgeber seien der Mannschaft zwar bewusst gewesen, man habe aber „nicht entschlossen genug“ dagegengesetzt.

„Das ist gar nicht so einfach“, erklärte Robert Andrich auf die Frage, wie man mit regelmäßigen Rückschlägen umzugehen hat. „Aber ich glaube, das Positive – wenn man etwas Positives sehen kann – ist, dass es relativ schnell wieder weitergeht“, so der Mittelfeldspieler.

Andrich sah zudem genügend Gründe an einen baldigen Aufstieg an Leistung und Resultaten zu glauben, und zwar wettbewerbsübergreifend. Der 27-Jährige argumentierte: „Wir lassen uns nie hängen, wir versuchen immer noch und trotzdem nach vorne zu spielen, versuchen Torchancen zu kreieren. Ich denke auch heute war die ein oder andere Chance dabei.“

Aktuell mangele es zu häufig noch „am letzten Punch“. Ein Aspekt, den auch Seoane in den Fokus seiner Analyse stellte.

Alles zu Leverkusen bei 90min:

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als „Alle sind sehr enttäuscht“: Stimmen zur Leverkusen-Niederlage in Brügge veröffentlicht.

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Bayer 04 Leverkusen Brügge Champions League Dazn FC Brügge Gerardo Seoane Königsklasse Leverkusen Lukas Hradecky Patrik Schick UEFA Werkself

Champions League: Hradecky fällt ins Tor: Bayer patzt auch in der Königsklasse

Auch in der Champions League läuft es für Bayer Leverkusen nicht. Zum Auftakt verliert die Werkself in Brügge. Wieder spielt Leverkusen nicht schlecht – doch erneut zeigen sich die bekannten Muster.

Torhüter Lukas Hradecky erhielt nach seinem folgenschweren Fehler Applaus von den mitgereisten Fans, Trainer Gerardo Seoane verschwand zügig in die Kabine. Bayer Leverkusen ist auch in die Champions League mit einer vermeidbaren Niederlage gestartet.

Beim belgischen Meister FC Brügge verlor die Werkself mit 0:1 (0:1) und hat damit wettbewerbsübergreifend nun sechs von sieben Pflichtspielen verloren. „Das war eine vermeidbare Niederlage“, sagte Trainer Gerardo Seoane bei DAZN. „Das gleicht vielleicht dem ein oder anderen Spiel in der Vergangenheit. Aber das nützt jetzt nichts.“

Zu allem Überfluss wurden gleich zwei Treffer von Patrik Schick (73./77.) wegen Abseitsstellungen aberkannt. Bezeichnend: Das 0:1 durch Abakar Sylla (41.) fiel wie so oft in den letzten Wochen nach einem Eckball, wobei diesmal Kapitän Hradecky alles andere als gut aussah. Syllas Kopfball hatte er eigentlich schon sicher, fiel mit dem gefangenen Ball aber ins Tor. Schwacher Trost für den Finnen: Die UEFA wertete den Treffer immerhin nicht als Eigentor. „Es ist scheißegal, wie wir die Tore kassieren“, sagte der 32-Jährige. „Wenn man in der Scheiße liegt, dann ist es richtig scheiße.“

Der Druck wird größer

In der Gruppe mit Atlético Madrid und dem FC Porto stehen die Leverkusener nun vor dem Heimspiel gegen die Spanier am kommenden Dienstag schon kräftig unter Druck. Nach dem Aus im DFB-Pokal und dem miserablen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga wird es nun auch für Trainer Seoane nicht entspannter. Doch Sportchef Simon Rolfes bekräftigte erneut, dass Seoane sich aktuell nicht um seinen Job sorgen muss. Sowohl auf die Frage, ob sich die Haltung zum Trainer geändert habe als auch auf die, ob er keinen Zweifel an ihm habe, antwortete Rolfes mit einem knappen, aber deutlichen „Nein“.

Dabei fand Leverkusen gar nicht mal schlecht in die Partie im Jan-Breydel-Stadion. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane stand zwar ungewöhnlich tief und überließ den Gastgebern den Ball. Wirklich gefährlich wurde Brügge aber zunächst nicht. Im Gegenteil: Die erste Chance hatte Bayer-Stürmer Moussa Diaby (8.), der nach einem schönen Solo aus 16 Metern abschloss. Wenig später rettete Brügges Torwart Simon Mignolet gegen den Franzosen in höchster Not und lenkte einen weiteren Distanzschuss (28.) an den Pfosten.

Es lief also ganz ordentlich für Bayer – bis Hradeckys missglückter Rettungsversuch die Führung für die Gastgeber brachte. Dabei hatte sich Seoanes Team wie auch in den Wochen zuvor eigentlich gar nicht so viel vorzuwerfen, bis auf die eigenen Nachlässigkeiten. Auch Neuzugang Callum Hudson-Odoi machte es beim Startelf-Debüt ordentlich und belebte das Spiel, ein Tor gelang aber auch dem Engländer nicht. Auch dieses nicht neue Muster zeigte sich in Belgien: Bayer machte viel zu wenig aus seinen Chancen. Schick, Diaby, Hudson-Odoi oder Jeremie Frimpong, sie alle blieben glücklos.

Hudson-Odoi auf der Zehn

Daran änderte auch die taktische Umstellung zur Halbzeit nichts. Nach der Pause ließ Seoane mit Viererkette und Hudson-Odoi auf der Zehn spielen, was immerhin die Statik der Partie veränderte. Bayer dominierte nun den Ball, Brügge stand tief und verwaltete die Führung. Auch personell legte Seoane nach und brachte neue Offensivkräfte wie Adam Hlozek und Kerem Demirbay.

Aber auch das zeigte keine Wirkung. Hoffnung hatten die Leverkusener nur kurz, als Schick (73.) nach einer Flanke ins Tor köpfte. Weil Jonathan Tah aber vorher aus dem Abseits heraus seinen Gegenspieler geschubst hatte, wurde das Tor nach Sichtung der Videobilder aberkannt. Kurz darauf traf Schick erneut, stand aber im Abseits. Wieder nahm der VAR das Tor zurück.

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Brügge Champions League Dazn FC Brügge Gerardo Seoane Königsklasse Leverkusen Lukas Hradecky Patrik Schick UEFA Werkself

Champions League: Hradecky fällt mit Ball ins Tor: Bayer patzt in Königsklasse

Auch in der Champions League läuft es für Bayer Leverkusen nicht. Zum Auftakt verliert die Werkself in Brügge. Wieder spielt Leverkusen nicht schlecht – doch erneut zeigen sich die altbekannten Muster.

Torhüter Lukas Hradecky erhielt nach seinem folgenschweren Fehler Applaus von den mitgereisten Fans, Trainer Gerardo Seoane verschwand zügig in die Kabine. Bayer Leverkusen ist auch in die Champions League mit einer vermeidbaren Niederlage gestartet. Beim belgischen Meister FC Brügge verlor die Werkself am Mittwoch mit 0:1 (0:1) und hat damit wettbewerbsübergreifend nun sechs von sieben Pflichtspielen verloren. „Das war eine vermeidbare Niederlage“, sagte Trainer Gerardo Seoane bei DAZN. „Das gleicht vielleicht dem ein oder anderen Spiel in der Vergangenheit. Aber das nützt jetzt nichts.“

Zu allem Überfluss wurden am Mittwoch gleich zwei Treffer von Patrik Schick (73./77.) wegen Abseitsstellungen aberkannt. Bezeichnend: Das 0:1 durch Abakar Sylla (41.) fiel wie so oft in den letzten Wochen nach einem Eckball, wobei diesmal Kapitän Hradecky alles andere als gut aussah. Syllas Kopfball hatte er eigentlich schon sicher, fiel mit dem gefangenen Ball aber ins Tor. Schwacher Trost für den Finnen: Die UEFA wertete den Treffer immerhin nicht als Eigentor. „Es ist scheißegal, wie wir die Tore kassieren“, sagte der 32-Jährige. „Wenn man in der Scheiße liegt, dann ist es richtig scheiße.“

In der Gruppe mit Atlético Madrid und dem FC Porto stehen die Leverkusener nun vor dem Heimspiel gegen die Spanier am kommenden Dienstag schon kräftig unter Druck. Nach dem Aus im DFB-Pokal und dem miserablen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga wird es nun auch für Trainer Seoane nicht entspannter. Doch Sportchef Simon Rolfes bekräftigte erneut, dass Seoane sich aktuell nicht um seinen Job sorgen muss. Sowohl auf die Frage, ob sich die Haltung zum Trainer geändert habe als auch auf die, ob er keinen Zweifel an ihm habe, antwortete Rolfes mit einem knappen, aber deutlichen „Nein“.

Leverkusen fand gar nicht mal schlecht in die Partie im Jan-Breydel-Stadion. Die Mannschaft von Seoane stand zwar ungewöhnlich tief und überließ den Gastgebern den Ball. Wirklich gefährlich wurde Brügge aber zunächst nicht. Im Gegenteil: Die erste Chance hatte Bayer-Stürmer Moussa Diaby (8.), der nach einem schönen Solo aus 16 Metern abschloss. Wenig später rettete Brügges Torwart Simon Mignolet gegen den Franzosen in höchster Not und lenkte einen weiteren Distanzschuss (28.) an den Pfosten.

Es lief also ganz ordentlich für Bayer – bis Hradeckys missglückter Rettungsversuch die Führung für die Gastgeber brachte. Dabei hatte sich Seoanes Team wie auch in den Wochen zuvor eigentlich gar nicht so viel vorzuwerfen, bis auf die eigenen Nachlässigkeiten. Auch Neuzugang Callum Hudson-Odoi machte es beim Startelf-Debüt ordentlich und belebte das Spiel, ein Tor gelang aber auch dem Engländer nicht. Auch dieses nicht neue Muster zeigte sich in Belgien: Bayer machte viel zu wenig aus seinen Chancen. Schick, Diaby, Hudson-Odoi oder Jeremie Frimpong, sie alle blieben glücklos.

Daran änderte auch die taktische Umstellung zur Halbzeit nichts. Nach der Pause ließ Seoane mit Viererkette und Hudson-Odoi auf der Zehn spielen, was immerhin die Statik der Partie veränderte. Bayer dominierte nun den Ball, Brügge stand tief und verwaltete die Führung. Auch personell legte Seoane nach und brachte neue Offensivkräfte wie Adam Hlozek und Kerem Demirbay.

Aber auch das zeigte keine Wirkung. Hoffnung hatten die Leverkusener nur kurz, als Schick (73.) nach einer Flanke ins Tor köpfte. Weil Jonathan Tah aber vorher aus dem Abseits heraus seinen Gegenspieler geschubst hatte, wurde das Tor nach Sichtung der Videobilder aberkannt. Kurz darauf traf Schick erneut, stand aber im Abseits. Wieder nahm der VAR das Tor zurück.

Informationen zum Spiel auf uefa.com Kader Bayer 04 Leverkusen Kader Club Brügge

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Bayer 04 Leverkusen Brügge Champions League Dazn FC Brügge Gerardo Seoane Königsklasse Leverkusen Lukas Hradecky Patrik Schick UEFA Werkself

Champions League: Hradecky fällt ins Tor: Bayer patzt auch in der Königsklasse

Auch in der Champions League läuft es für Bayer Leverkusen nicht. Zum Auftakt verliert die Werkself in Brügge. Wieder spielt Leverkusen nicht schlecht – doch erneut zeigen sich die bekannten Muster.

Torhüter Lukas Hradecky erhielt nach seinem folgenschweren Fehler Applaus von den mitgereisten Fans, Trainer Gerardo Seoane verschwand zügig in die Kabine. Bayer Leverkusen ist auch in die Champions League mit einer vermeidbaren Niederlage gestartet.

Beim belgischen Meister FC Brügge verlor die Werkself mit 0:1 (0:1) und hat damit wettbewerbsübergreifend nun sechs von sieben Pflichtspielen verloren. „Das war eine vermeidbare Niederlage“, sagte Trainer Gerardo Seoane bei DAZN. „Das gleicht vielleicht dem ein oder anderen Spiel in der Vergangenheit. Aber das nützt jetzt nichts.“

Zu allem Überfluss wurden gleich zwei Treffer von Patrik Schick (73./77.) wegen Abseitsstellungen aberkannt. Bezeichnend: Das 0:1 durch Abakar Sylla (41.) fiel wie so oft in den letzten Wochen nach einem Eckball, wobei diesmal Kapitän Hradecky alles andere als gut aussah. Syllas Kopfball hatte er eigentlich schon sicher, fiel mit dem gefangenen Ball aber ins Tor. Schwacher Trost für den Finnen: Die UEFA wertete den Treffer immerhin nicht als Eigentor. „Es ist scheißegal, wie wir die Tore kassieren“, sagte der 32-Jährige. „Wenn man in der Scheiße liegt, dann ist es richtig scheiße.“

Der Druck wird größer

In der Gruppe mit Atlético Madrid und dem FC Porto stehen die Leverkusener nun vor dem Heimspiel gegen die Spanier am kommenden Dienstag schon kräftig unter Druck. Nach dem Aus im DFB-Pokal und dem miserablen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga wird es nun auch für Trainer Seoane nicht entspannter. Doch Sportchef Simon Rolfes bekräftigte erneut, dass Seoane sich aktuell nicht um seinen Job sorgen muss. Sowohl auf die Frage, ob sich die Haltung zum Trainer geändert habe als auch auf die, ob er keinen Zweifel an ihm habe, antwortete Rolfes mit einem knappen, aber deutlichen „Nein“.

Dabei fand Leverkusen gar nicht mal schlecht in die Partie im Jan-Breydel-Stadion. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane stand zwar ungewöhnlich tief und überließ den Gastgebern den Ball. Wirklich gefährlich wurde Brügge aber zunächst nicht. Im Gegenteil: Die erste Chance hatte Bayer-Stürmer Moussa Diaby (8.), der nach einem schönen Solo aus 16 Metern abschloss. Wenig später rettete Brügges Torwart Simon Mignolet gegen den Franzosen in höchster Not und lenkte einen weiteren Distanzschuss (28.) an den Pfosten.

Es lief also ganz ordentlich für Bayer – bis Hradeckys missglückter Rettungsversuch die Führung für die Gastgeber brachte. Dabei hatte sich Seoanes Team wie auch in den Wochen zuvor eigentlich gar nicht so viel vorzuwerfen, bis auf die eigenen Nachlässigkeiten. Auch Neuzugang Callum Hudson-Odoi machte es beim Startelf-Debüt ordentlich und belebte das Spiel, ein Tor gelang aber auch dem Engländer nicht. Auch dieses nicht neue Muster zeigte sich in Belgien: Bayer machte viel zu wenig aus seinen Chancen. Schick, Diaby, Hudson-Odoi oder Jeremie Frimpong, sie alle blieben glücklos.

Hudson-Odoi auf der Zehn

Daran änderte auch die taktische Umstellung zur Halbzeit nichts. Nach der Pause ließ Seoane mit Viererkette und Hudson-Odoi auf der Zehn spielen, was immerhin die Statik der Partie veränderte. Bayer dominierte nun den Ball, Brügge stand tief und verwaltete die Führung. Auch personell legte Seoane nach und brachte neue Offensivkräfte wie Adam Hlozek und Kerem Demirbay.

Aber auch das zeigte keine Wirkung. Hoffnung hatten die Leverkusener nur kurz, als Schick (73.) nach einer Flanke ins Tor köpfte. Weil Jonathan Tah aber vorher aus dem Abseits heraus seinen Gegenspieler geschubst hatte, wurde das Tor nach Sichtung der Videobilder aberkannt. Kurz darauf traf Schick erneut, stand aber im Abseits. Wieder nahm der VAR das Tor zurück.

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Champions League: Hradecky fällt ins Tor: Bayer patzt auch in der Königsklasse

Auch in der Champions League läuft es für Bayer Leverkusen nicht. Zum Auftakt verliert die Werkself in Brügge. Wieder spielt Leverkusen nicht schlecht – doch erneut zeigen sich die bekannten Muster.

Torhüter Lukas Hradecky erhielt nach seinem folgenschweren Fehler Applaus von den mitgereisten Fans, Trainer Gerardo Seoane verschwand zügig in die Kabine. Bayer Leverkusen ist auch in die Champions League mit einer vermeidbaren Niederlage gestartet.

Beim belgischen Meister FC Brügge verlor die Werkself mit 0:1 (0:1) und hat damit wettbewerbsübergreifend nun sechs von sieben Pflichtspielen verloren. „Das war eine vermeidbare Niederlage“, sagte Trainer Gerardo Seoane bei DAZN. „Das gleicht vielleicht dem ein oder anderen Spiel in der Vergangenheit. Aber das nützt jetzt nichts.“

Zu allem Überfluss wurden gleich zwei Treffer von Patrik Schick (73./77.) wegen Abseitsstellungen aberkannt. Bezeichnend: Das 0:1 durch Abakar Sylla (41.) fiel wie so oft in den letzten Wochen nach einem Eckball, wobei diesmal Kapitän Hradecky alles andere als gut aussah. Syllas Kopfball hatte er eigentlich schon sicher, fiel mit dem gefangenen Ball aber ins Tor. Schwacher Trost für den Finnen: Die UEFA wertete den Treffer immerhin nicht als Eigentor. „Es ist scheißegal, wie wir die Tore kassieren“, sagte der 32-Jährige. „Wenn man in der Scheiße liegt, dann ist es richtig scheiße.“

Der Druck wird größer

In der Gruppe mit Atlético Madrid und dem FC Porto stehen die Leverkusener nun vor dem Heimspiel gegen die Spanier am kommenden Dienstag schon kräftig unter Druck. Nach dem Aus im DFB-Pokal und dem miserablen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga wird es nun auch für Trainer Seoane nicht entspannter. Doch Sportchef Simon Rolfes bekräftigte erneut, dass Seoane sich aktuell nicht um seinen Job sorgen muss. Sowohl auf die Frage, ob sich die Haltung zum Trainer geändert habe als auch auf die, ob er keinen Zweifel an ihm habe, antwortete Rolfes mit einem knappen, aber deutlichen „Nein“.

Dabei fand Leverkusen gar nicht mal schlecht in die Partie im Jan-Breydel-Stadion. Die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane stand zwar ungewöhnlich tief und überließ den Gastgebern den Ball. Wirklich gefährlich wurde Brügge aber zunächst nicht. Im Gegenteil: Die erste Chance hatte Bayer-Stürmer Moussa Diaby (8.), der nach einem schönen Solo aus 16 Metern abschloss. Wenig später rettete Brügges Torwart Simon Mignolet gegen den Franzosen in höchster Not und lenkte einen weiteren Distanzschuss (28.) an den Pfosten.

Es lief also ganz ordentlich für Bayer – bis Hradeckys missglückter Rettungsversuch die Führung für die Gastgeber brachte. Dabei hatte sich Seoanes Team wie auch in den Wochen zuvor eigentlich gar nicht so viel vorzuwerfen, bis auf die eigenen Nachlässigkeiten. Auch Neuzugang Callum Hudson-Odoi machte es beim Startelf-Debüt ordentlich und belebte das Spiel, ein Tor gelang aber auch dem Engländer nicht. Auch dieses nicht neue Muster zeigte sich in Belgien: Bayer machte viel zu wenig aus seinen Chancen. Schick, Diaby, Hudson-Odoi oder Jeremie Frimpong, sie alle blieben glücklos.

Hudson-Odoi auf der Zehn

Daran änderte auch die taktische Umstellung zur Halbzeit nichts. Nach der Pause ließ Seoane mit Viererkette und Hudson-Odoi auf der Zehn spielen, was immerhin die Statik der Partie veränderte. Bayer dominierte nun den Ball, Brügge stand tief und verwaltete die Führung. Auch personell legte Seoane nach und brachte neue Offensivkräfte wie Adam Hlozek und Kerem Demirbay.

Aber auch das zeigte keine Wirkung. Hoffnung hatten die Leverkusener nur kurz, als Schick (73.) nach einer Flanke ins Tor köpfte. Weil Jonathan Tah aber vorher aus dem Abseits heraus seinen Gegenspieler geschubst hatte, wurde das Tor nach Sichtung der Videobilder aberkannt. Kurz darauf traf Schick erneut, stand aber im Abseits. Wieder nahm der VAR das Tor zurück.

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