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Absturz Boeing Börsenaufsicht SEC Dennis Muilenburg SEC Unglücksjet US-Dollar

Luftfahrtkonzern: Boeing einigt sich mit SEC auf 200 Millionen Dollar Strafe

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte dem Flugzeugbauer vorgeworfen, Investoren in die Irre geführt und ihnen Sicherheitsbedenken vorenthalten zu haben. Ein Fehlverhalten gibt Boeing bisher nicht zu.

Der Luftfahrtkonzern Boeing wird im Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC nach den zwei Abstürzen des Unglücksjets 737 Max eine hohe Millionensumme zahlen. Die SEC hatte dem Konzern und dem damaligen Boeing-Chef Dennis Muilenburg vorgeworfen, Investoren über die Sicherheit seiner 737 Max getäuscht zu haben. Die Börsenaufsicht teilte mit, dass Boeing 200 Millionen US-Dollar (rund 203 Millionen Euro) Strafe zahlen müsse und Muilenburg eine Million US-Dollar Strafe. Weder Boeing noch Muilenburg haben ein Fehlverhalten zugegeben, beide stimmten der Zahlung aber zu.

„In Zeiten von Krisen und Tragödien ist es besonders wichtig, dass börsennotierte Unternehmen und Führungskräfte den Märkten vollständige, faire und wahrheitsgemäße Informationen zur Verfügung stellen“, teilte SEC-Chef Gary Gensler mit. Boeing und Muilenburg hätten die Anleger in die Irre geführt, indem sie die Sicherheit der 737 Max zugesichert hätten, obwohl sie von ernsthaften Sicherheitsbedenken gewusst hätten. Boeing erklärte in einer Stellungnahme, dass mit dem Vergleich die Untersuchung der Börsenaufsicht abgeschlossen sei und der Konzern die Vorwürfe „weder zugeben noch bestreiten wird“.

Der Airbus-Rivale hatte sich mit dem Justizministerium Anfang 2021 wegen Betrugs- und Verschwörungsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Skandal auf Strafzahlungen von mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar geeinigt. Boeing war nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten schwer in die Kritik geraten – der Konzern rutschte in eine Krise. Der Problemflieger 737 Max war nach den nach zwei Abstürzen lange mit Startverboten belegt.

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Absturz Boeing Börsenaufsicht SEC Dennis Muilenburg SEC Unglücksjet US-Dollar

Luftfahrtkonzern: Boeing einigt sich mit SEC auf 200 Millionen Dollar Strafe

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte dem Flugzeugbauer vorgeworfen, Investoren in die Irre geführt und ihnen Sicherheitsbedenken vorenthalten zu haben. Ein Fehlverhalten gibt Boeing bisher nicht zu.

Der Luftfahrtkonzern Boeing wird im Streit mit der US-Börsenaufsicht SEC nach den zwei Abstürzen des Unglücksjets 737 Max eine hohe Millionensumme zahlen. Die SEC hatte dem Konzern und dem damaligen Boeing-Chef Dennis Muilenburg vorgeworfen, Investoren über die Sicherheit seiner 737 Max getäuscht zu haben. Die Börsenaufsicht teilte mit, dass Boeing 200 Millionen US-Dollar (rund 203 Millionen Euro) Strafe zahlen müsse und Muilenburg eine Million US-Dollar Strafe. Weder Boeing noch Muilenburg haben ein Fehlverhalten zugegeben, beide stimmten der Zahlung aber zu.

„In Zeiten von Krisen und Tragödien ist es besonders wichtig, dass börsennotierte Unternehmen und Führungskräfte den Märkten vollständige, faire und wahrheitsgemäße Informationen zur Verfügung stellen“, teilte SEC-Chef Gary Gensler mit. Boeing und Muilenburg hätten die Anleger in die Irre geführt, indem sie die Sicherheit der 737 Max zugesichert hätten, obwohl sie von ernsthaften Sicherheitsbedenken gewusst hätten. Boeing erklärte in einer Stellungnahme, dass mit dem Vergleich die Untersuchung der Börsenaufsicht abgeschlossen sei und der Konzern die Vorwürfe „weder zugeben noch bestreiten wird“.

Der Airbus-Rivale hatte sich mit dem Justizministerium Anfang 2021 wegen Betrugs- und Verschwörungsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Skandal auf Strafzahlungen von mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar geeinigt. Boeing war nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten schwer in die Kritik geraten – der Konzern rutschte in eine Krise. Der Problemflieger 737 Max war nach den nach zwei Abstürzen lange mit Startverboten belegt.

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Donald Trump FBI Konkurs Netzwerk Razzia SEC Trump Twitter USA

Sechs Monate nach Start: Droht der Konkurs? Donald Trumps Netzwerk „Truth Social“ steckt in finanziellen Schwierigkeiten

Erst bleiben die Nutzer weg, jetzt geht das Geld aus. Donald Trumps Herzensprojekt „Truth Social“ sollte als Twitter-Konkurrent den Markt angreifen. Nun steht es vor einer ungewissen Zukunft. 

Es ist kaum sechs Monate her, da wagte Donald Trump den Großangriff auf Twitter. Mit seiner eigenen Plattform „Truth Social“ wollte Trump auch Rache nehmen an den sozialen Netzwerken, die ihn wegen seiner Hassnachrichten und Desinformationen gesperrt hatten. Doch was für den ehemaligen US-Präsidenten so verheißungsvoll klang, wird immer mehr zu einem Desaster – an dem Trump wesentlichen Anteil hat. Der Plattform laufen nicht nur die Nutzer davon, sondern ihr geht laut übereinstimmenden Medienberichten auch langsam das Geld aus. 

So berichtet die „Washington Post„, dass es weiterhin keinerlei Anzeichen dafür gibt, wie die Plattform überhaupt Einnahmen generieren oder weiter wachsen soll. Dabei beruft sich die Zeitung auf ein sogenanntes SEC Filing – ein standardisiertes Dokument, das bei der US-Börsenaufsicht eingereicht werden muss – der Firma Digital World Acquisition (DWA), die den Plan hat, Trumps Plattform der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bislang ist das Netzwerk nur in den USA zugänglich. Darin warnt die DWA, dass das Geschäft nachhaltig geschädigt werden könnte, wenn „Präsident Trump weiter an Beliebtheit verliert oder es weitere Kontroversen gibt, die seiner Glaubwürdigkeit schaden“ – eine offensichtliche Anspielung auf die FBI-Razzia in Mar-a-Lago, der Privatresidenz Trumps, Anfang August, die den Ex-Präsidenten in Erklärungsnot bringt und bei der immer neue Details ans Tageslicht kommen. 

Paid Trump

Donald Trumps Skandale schaden dem Netzwerk

Dass die Skandale um Trump bereits zu erheblichem Schaden geführt haben, daraus macht die DWA keinen Hehl: Nachdem die Aktie Anfang März kurz nach der Veröffentlichung von „Truth Social“ einen Höhenflug erlebte, ist sie seitdem um 75 Prozent eingebrochen. Alleine im letzten halben Jahr habe man rund 6,5 Millionen Euro Verlust gemacht. Die DWA verwies darauf, dass bereits vergangene Unternehmen von Trump Insolvenz anmelden mussten und es keine Garantie dafür gebe, dass dies nicht auch Trumps Digitalfirma, der Muttergesellschaft von „Truth Social“, drohe.

Bereits im Mai hatte DWA wenig Hoffnung darauf gemacht, dass das Netzwerk überhaupt jemals Gewinn erwirtschafte. Es könne sein, dass Trumps Firma „niemals irgendwelche Erlöse generiere oder überhaupt Profit abwerfe und wenn die Risiken nicht angegangenen werden, könnte das Geschäft schiefgehen“, heißt es in dem Bericht, der im Mai an die Börsenaufsicht übermittelt wurde. Damit die Seite überhaupt kommerzielle Erlöse erwirtschafte, brauche sie mehrere Millionen regelmäßige Nutzer, erklärte DWA in mehrere Berichten.

Zudem gibt es weitere Anzeichen, dass sich das Netzwerk in finanziellen Nöten befindet. Laut einem Bericht von „Fox Business“ hat „Truth Social“ ausstehende Zahlungen gegenüber dem Internet-Host RightForge in Höhe von 1,6 Millionen Euro. RightForge, ein Provider bei dem konservative Webseiten gehostet werden, hatte sich im vergangenen Oktober dazu bereit erklärt, als Host für Trumps Netzwerk zu dienen. Dem Bericht zufolge habe „Truth Social“ drei Rechnungen beglichen, aber bereits im März die Zahlungen eingestellt. Zwar ließ der RightForge-Vorsitzende Martin Avila verlauten, dass man „voll und ganz hinter Präsident Trump stehe“, doch laut Washington Post kracht es ordentlich hinter den Kulissen. Laut zweier namentlich nicht genannter Quellen soll die Kommunikation zwischen den beiden Parteien mittlerweile nur noch über Anwälte stattfinden.Truth Social

Rückschlag durch Patentbehörde für „Truth Social“

Doch das Netzwerk hat auch weitere Probleme. So lehnte die US-Patenbehörde es Anfang August ab, den Slogan „Truth Social“ als Markenzeichen einzutragen. Die Behörde erklärte in einem Schreiben, dass es zu Verwechslungen mit dem 2015 gegründeten Netzwerk „Vero – True Social“ kommen könnte. „In diesem Fall ist das Markenzeichen ‚Truth Social‘ verwirrend ähnlich zu den bereits registrierten Marken ‚The Truth Network‘ und ‚Vero – True Social‘. Alle Marken beinhalten eine Variation des Wortes ‚Truth‘, was bedeutet, dass die Marken für den durchschnittlichen Nutzer sehr ähnlich sind“, heißt es in der Begründung des Patentamtes.

Dazu laufen dem Netzwerk auch zunehmend die User weg. Bereits im Mai berichtete der stern darüber, dass die Downloadzahlen der App rapide sinkt. Waren es am ersten Tag noch 170.000 Downloads im Apple Store, lag die Zahl im Mai nur noch bei 8000 Downloads pro Tag. Und auch die Zahl der Seitenaufrufe und aktiven Nutzer schwindet immer mehr, selbst wenn die Zahlen zuletzt nach der Razzia in Mar-a-Lago wieder etwas anstiegen. Durchschnittlich 300.000 Seitenaufrufe hat „Truth Social“ aktuell pro Tag – ein Fünftel dessen, was das Netzwerk zu Beginn im Februar hatte. Das schlägt sich auch in den Aktivitäten im Netzwerk wieder: Selbst bei Trend-Themen beteiligen sich nur einige Tausend User pro Tag – alleine in den USA hat Trumps Erzfeind Twitter 37 Millionen aktive Nutzer täglich.

Quellen: Washington Post, Fox Business, DWA-Bericht an die Börsenaufsicht, US-Patentbehörde

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Börsenaufsicht SEC Elon Musk Kampagne Nicole Schafspelz SEC Twitter Wolf

Kampagne gegen Elon Musks Twitter-Übernahme gestartet

Aktivisten haben eine Kampagne gegen die Twitter-Übernahme durch den Unternehmer Elon Musk gestartet.

Aktivisten haben eine Kampagne gegen die Twitter-Übernahme durch den Unternehmer Elon Musk gestartet. „Elon Musk ist ein Wolf im teuren Schafspelz und seine Twitter-Übernahme ist durch Ego und Missgunst motiviert“, erklärte die Leiterin der Organiation Accountable Tech, Nicole Gill, am Freitag. „Wenn wir diesen Deal nicht stoppen, wird er Demagogen und Extremisten ein Megaphon in die Hand geben.“

Die an der Aktion beteiligten Organisationen wollen Druck auf die US-Börsenaufsicht SEC und andere Behörden ausüben, damit diese bei der Prüfung des Übernahmegeschäft genau hinschauen. Sie wollen außerdem Aktionäre und Werbekunden von Twitter überzeugen, sich gegen den Kauf des in San Francisco ansässigen Technologieunternehmens durch Musk auszusprechen. Beteiligt sind rund ein Dutzend Organisationen wie SumOfUs und Media Matters for America.

Der Tesla-Gründer hatte im April 44 Milliarden Dollar (41,1 Milliarden Euro) für Twitter geboten. Das Unternehmen teilte nun mit, dass die Übernahme einen Schritt näher gerückt sei, da die Frist für eine Anfechtung nach dem US-Kartellrecht abgelaufen sei. Der Kauf muss aber noch von anderen Regulierungsbehörden geprüft und von den Aktionären genehmigt werden.

Die SEC hat bereits eine Reihe von Fragen an den Milliardär adressiert. Darin geht es unter anderem um Musks Kauf von 73,5 Millionen Twitter-Aktien Anfang April. Die Börsenaufsicht wirft ihm vor, diesen Aktienkauf nicht zeitgerecht angezeigt zu haben, insbesondere vor dem Hintergrund, dass er zwei Wochen später die geplante Übernahme von Twitter ankündigte.

Musk sieht sich außerdem mit einer Klage von Aktionären konfrontiert, die ihn beschuldigen, den Aktienkurs von Twitter mit öffentlichen Äußerungen bewusst beeinflusst zu haben. Der Unternehmer ist selbst auf Twitter sehr aktiv, was ihm in der Vergangenheit bereits wiederholt den Vorwurf der illegalen Marktbeeinflussung einbrachte.

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Börsenaufsicht SEC CNBC Dubai Elon Musk Katar Partner Saudi-Arabien SEC SpaceX Twitter US-Dollar

Sieben Milliarden US-Dollar: Elon Musk kauft Twitter nicht alleine: Diese Investoren unterstützen seinen Deal, darunter ein saudischer Prinz

So ganz alleine will Tesla-Chef und SpaceX-Gründer Elon Musk Twitter dann doch nicht kaufen. Hilfe bei der Finanzierung sucht er sich unter anderem in Katar, Dubai und Saudi-Arabien.

Allmählich nimmt die Twitter-Übernahme durch Elon Musk Form an. Klar ist inzwischen auch: Musk kauft das soziale Netzwerk nicht alleine, sondern hat sich Partner gesucht. In einer Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht SEC nennt er 18 Investoren, die zusammen mehr als 5,2 Milliarden US-Dollar beisteuern. Darüber hinaus hat es Musk geschafft, den saudischen Prinzen Al-Walid ibn Talal Al Saud von sich zu überzeugen. Dem reichsten Araber rang er das Versprechen ab, seine fast 35 Millionen Twitter-Aktien umzuwandeln und mit dem Gegenwert von rund 1,9 Milliarden US-Dollar in das künftig private Unternehmen einzusteigen.PAID Twitter-Alternative mastodon 12.09

Das alleine wäre schon eine überraschende Wendung, da der saudische Monarch das Vorhaben Musks noch am 14. April öffentlich kritisiert hatte und ankündigte, das Angebot abzulehnen. Am 5. Mai hieß es dann plötzlich auf Twitter: „Ich freue mich, mit dir gemeinsame Sache zu machen, mein „neuer“ Freund Elon Musk. Ich glaube, du wirst ein hervorragender Anführer sein für Twitter und sein großes Potenzial vorantreiben und maximieren. Ich freue mich darauf, unsere 1,9 Milliarden US-Dollar in das „neue“ Twitter zu investieren und dich auf dieser spannenden Reise zu begleiten.“

Damit bestätigt der Prinz quasi, was „CNBC“ parallel durch andere Quellen ebenfalls zu Ohren kam:  Elon Musk soll offenbar nach Abschluss der Übernahme Chef des Unternehmens werden. Ob übergangsweise oder dauerhaft, ist bislang unklar.

Bereits zu Beginn der Verhandlungen hatte Musk seine gröbsten Änderungswünsche für Twitter öffentlich gemacht. Sein wichtigster Punkt war dabei eine Bestärkung der freien Meinungsäußerung. Schaut man aber auf die Liste seiner „neuen Freunde“, wirft das Fragen auf. Es folgt ein Blick auf die Geldgeber.

Prinz Alwaleed Bin Talal Alsaud

Walid ist der reichste Araber. Ihm gehörte schon vor Elons Vorhaben ein großes Stück von Twitter, er hält seit 2011 Anteile. Auf eine direkte Frage von Musk, wie man es in Saudi-Arabien, dem Heimatland von Walid mit der Pressefreiheit halte, antwortete der Prinz nicht. Womöglich auch aus Angst, denn dem saudischen Herrscher Mohammed bin Salman wird vorgeworfen, den Mord am Journalisten und Regierungskritiker Jamal Khashoggi befohlen zu haben. Informationen darüber, was zur Aussöhnung der beiden Milliardäre geführt hat, liegen nicht vor.

Larry Ellison

Ellison ist einer der reichsten Menschen der Welt. Er gründete den IT-Konzern Oracle und investierte früh in Tesla-Aktien. Durch den raketenhaften Aufstieg des Elektroauto-Herstellers machte Ellison ein Vermögen – zusätzlich zu dem, was er bereits besaß. Larry Ellison gilt als guter Freund von Musk, in der Vergangenheit besuchten die beiden Firmengründer sich häufig gegenseitig. Der Oracle-Gründer scheint allerdings ein rein finanzielles Interesse an Twitter zu haben, seinen verifizierten Account nutzte er einmalig kurz nach seiner Anmeldung 2012. Seither herrscht Funkstille.

Sequoia Capital

Die amerikanische Risikokapital-Gesellschaft Sequoia ist seit 1972 aus dem Silicon Valley nicht mehr wegzudenken. Das Unternehmen finanzierte in der Vergangenheit mehrere Unternehmen, darunter Atari, Animoca Brands, FireEye, Yahoo, PayPal, Robinhood, Electronic Arts, YouTube, Meebo, Apple, WhatsApp, Instagram und Google.FS Elon Musk 12.01

Vy Capital

Das Unternehmen Vy Capital hat seinen Sitz in Dubai. Gegründet wurde Vy von Alexander Tamash. Bevor er seine eigene Gesellschaft hatte, arbeitete Tamash bei DST, einer Investmentfirma des russischen Oligarchen Juri Borissowitsch Milner, der sich allerdings kritisch über den Ukraine-Krieg geäußert hatte und nicht (mehr) als enger Vertrauter Putins zählt.

Binance & AH Capital Management

Wo Musk ist, muss auch Kryptogeld sein. Dementsprechend wird der Deal auch von Binance, der Krypto-Börse des chinesisch-kanadischer Geschäftsmannes Changpeng Zhao unterstützt. Ebenfalls an Bord sind Andreessen Horowitz sowie Marc Andreessen, beide Urgesteine des Silicon Valleys und große Namen in der Welt der Kryptowährungen.

Qatar Holdings

Qatar Holdings ist eine staatliche Investmentgesellschaft des Emirates Katar. Kontrolliert wird sie unter anderem von der Herrscherfamilie Al Thani und CEO Mansoor bin Ebrahim Al Mahmoud. Meinungs- und Pressefreiheit sind für das Land wichtige Themen, allerdings nicht im Sinne von Musk. Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen schätzt die Lage in Katar kritisch ein, auch in Sachen Meinungs- und Versammlungsfreiheit gibt es große Probleme in dem Land, welches Ende 2022 die WM ausrichten wird.

Die restlichen Geldgeber stammen aus den USA oder Kanada, hier dürften vor allem wirtschaftliche Interessen und der Glaube an den Erfolg Twitters unter der Führung von Musk eine Rolle spielen. Auffälligkeiten bei den Vorständen und Gründern gibt es keine, die meisten weisen lange Karrieren bei bekannten Banken und Investmentgesellschaften, etwa Citadel oder Wells Fargo aus.

Wie aber Musk die wirtschaftlichen Interessen, seine großspurigen Ankündigungen und die Befindlichkeiten seiner Investoren aus Saudi-Arabien, Dubai und Katar vereinen will, bleibt zunächst ein Rätsel. Richard Nieva von „Buzzfeed“ schreibt: „Die Finanzierung und die dadurch entstehenden Interessenkonflikte unterstreichen die Schwierigkeiten, die Musk bei der Umsetzung seiner Vision für Twitter haben wird.“

Die Suche nach Investoren soll nach Angaben aus dem Schreiben an die Börsenaufsicht noch nicht vorbei sein, demnach schaue Musk nach noch mehr privaten Geldgebern, die ihn beim Kauf von Twitter unterstützen wollen. Darunter zum Beispiel auch Twitters Gründer Jack Dorsey, der sich offenbar noch nicht entschieden hat, ob er den neuen Weg seines ehemaligen Unternehmens mitgehen wird.

Quellen: CNBC, Businesstech, Buzzfeed, SEC

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AGI Allianz Allianz Global Investors Allianz SE Coronavirus Justizministerium der Vereinigten Staaten München Rechtsstreit SEC USA

Versicherungen: US-Rechtsstreit kostet Versicherer Allianz Milliarden

Die Geschäfte der Allianz liefen im vergangenen Jahr ziemlich gut. Dennoch gibt es einen Faktor, der schwer belastet und den Versicherungskonzern zu einer hohen Rückstellung zwingt.

Ein Rechtsstreit in den USA kommt den Versicherungskonzern Allianz teuer zu stehen.

Der Dax-Konzern legte für Vergleiche mit Großanlegern seiner Tochter Allianz Global Investors (AGI) und mit Blick auf Gespräche mit US-Behörden 3,7 Milliarden Euro zurück, wie er am Donnerstagabend in München mitteilte.

Allerdings rechnet der Vorstand mit weiteren Belastungen, bevor die Angelegenheit komplett abgeschlossen ist. Wann es dazu kommt, wagte er nicht vorherzusagen.

Unter dem Strich verdiente Allianz im abgelaufenen Jahr infolge der Milliardenbelastung noch rund 6,6 Milliarden Euro, drei Prozent weniger als in dem von Corona-Folgen belasteten Vorjahr. Die Rückstellungen belasteten den Überschuss den Angaben zufolge mit 2,8 Milliarden Euro.

Für Verluste verantwortlich gemacht

Mehrere Investoren haben die Allianz in den USA wegen Verlusten verklagt, für die sie die Fondstochter AGI verantwortlich machen. Das US-Justizministerium und die Wertpapieraufsicht SEC haben sich in die Angelegenheit eingeschaltet. Allianz hatte die drohenden Belastungen im vergangenen Sommer publik gemacht, aber keine Summe genannt.

Die Vorwürfe laufen darauf hinaus, dass die Fondsmanager die eigenen Richtlinien nicht eingehalten und nicht angemessen auf die Marktentwicklung in der frühen Phase der Corona-Pandemie reagiert hätten. Dies soll wiederum die hohen Verluste der Investoren verursacht haben.

«Die bevorstehenden Vergleichsabschlüsse bilden einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Beendigung aller Verfahren», schrieb Allianz in ihrer Mitteilung. Die Gespräche mit den verbleibenden Klägern, dem US-Justizministerium und der Wertpapieraufsicht SEC dauerten aber noch an.

Sonst glänzende Geschäfte

Ansonsten liefen die Geschäfte des Konzerns im zweiten Corona-Jahr glänzend. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast sechs Prozent auf 148,5 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte um fast ein Viertel zu und erreichte mit 13,4 Milliarden Euro einen Rekordwert. Damit übertraf Allianz nicht nur ihre bereits auf 13 Milliarden Euro erhöhte Prognose, sondern auch die durchschnittliche Erwartung von Analysten.

Die Allianz-Aktionäre sollen jedenfalls nicht darben. So soll die Dividende von 9,60 auf 10,80 Euro je Aktie steigen. Außerdem will der Konzern in diesem Jahr bis zu einer Milliarde Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken.

Für das laufende Jahr zeigte sich Finanzvorstand Guilio Terzariol zuversichtlich. So peilt der Vorstand für 2022 einen operativen Gewinn zwischen 12,4 Milliarden und 14,4 Milliarden Euro an. Weitere Belastungen aus dem Rechtsstreit in den USA sind bei dieser Kennzahl wie schon im vergangenen Jahr ausgeklammert.

Im Jahr 2021 warfen alle Geschäftsbereiche von Allianz im Tagesgeschäft mehr ab als im ersten Corona-Jahr 2020. In der Schaden- und Unfallversicherung stieg der operative Gewinn um mehr als 30 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, nachdem coronabedingte Versicherungsschäden wie Veranstaltungsausfälle 2020 aufs Ergebnis gedrückt hatten.

Flutkatastrophe belastet

Diesmal steckte Allianz auch die verheerenden Zerstörungen durch die Flutkatastrophe weg, die Deutschland und mehrere Nachbarländer im Juli getroffen hatte. Ein Rückgang der Basisschäden und die Auflösung von Schadenreserven hätten die gestiegenen Belastungen durch Naturkatastrophen ausgeglichen, hieß es.

In der Lebens- und Krankenversicherung legte der operative Gewinn um 15 Prozent auf 5 Milliarden Euro zu, nachdem der Konzern ein Jahr zuvor eine Sonderbelastung in den USA verbucht hatte. Aber auch positive Entwicklungen in der deutschen Lebens- und Krankenversicherung trieben das Ergebnis den Angaben zufolge nach oben.

Glänzend lief es auch im Fondsgeschäft der Konzerntöchter Pimco und AGI, wenn man die Milliardenbelastungen durch den laufenden Rechtsstreit ausklammert. So schoben Anleger netto über 110 Milliarden Euro an frischem Geld in die Fonds der beiden Allianz-Gesellschaften. Das für Dritte verwaltete Vermögen wuchs von Ende 2020 bis Ende 2021 um rund 15 Prozent auf fast 1,97 Billionen Euro. Der operative Gewinn der Sparte legte um 22 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro zu.

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AGI Allianz Allianz Global Investors Allianz SE Coronavirus Justizministerium der Vereinigten Staaten München Rechtsstreit SEC USA

Versicherungen: US-Rechtsstreit kostet Versicherer Allianz Milliarden

Die Geschäfte der Allianz liefen im vergangenen Jahr ziemlich gut. Dennoch gibt es einen Faktor, der schwer belastet und den Versicherungskonzern zu einer hohen Rückstellung zwingt.

Ein Rechtsstreit in den USA kommt den Versicherungskonzern Allianz teuer zu stehen.

Der Dax-Konzern legte für Vergleiche mit Großanlegern seiner Tochter Allianz Global Investors (AGI) und mit Blick auf Gespräche mit US-Behörden 3,7 Milliarden Euro zurück, wie er am Donnerstagabend in München mitteilte.

Allerdings rechnet der Vorstand mit weiteren Belastungen, bevor die Angelegenheit komplett abgeschlossen ist. Wann es dazu kommt, wagte er nicht vorherzusagen.

Unter dem Strich verdiente Allianz im abgelaufenen Jahr infolge der Milliardenbelastung noch rund 6,6 Milliarden Euro, drei Prozent weniger als in dem von Corona-Folgen belasteten Vorjahr. Die Rückstellungen belasteten den Überschuss den Angaben zufolge mit 2,8 Milliarden Euro.

Für Verluste verantwortlich gemacht

Mehrere Investoren haben die Allianz in den USA wegen Verlusten verklagt, für die sie die Fondstochter AGI verantwortlich machen. Das US-Justizministerium und die Wertpapieraufsicht SEC haben sich in die Angelegenheit eingeschaltet. Allianz hatte die drohenden Belastungen im vergangenen Sommer publik gemacht, aber keine Summe genannt.

Die Vorwürfe laufen darauf hinaus, dass die Fondsmanager die eigenen Richtlinien nicht eingehalten und nicht angemessen auf die Marktentwicklung in der frühen Phase der Corona-Pandemie reagiert hätten. Dies soll wiederum die hohen Verluste der Investoren verursacht haben.

«Die bevorstehenden Vergleichsabschlüsse bilden einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Beendigung aller Verfahren», schrieb Allianz in ihrer Mitteilung. Die Gespräche mit den verbleibenden Klägern, dem US-Justizministerium und der Wertpapieraufsicht SEC dauerten aber noch an.

Sonst glänzende Geschäfte

Ansonsten liefen die Geschäfte des Konzerns im zweiten Corona-Jahr glänzend. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast sechs Prozent auf 148,5 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte um fast ein Viertel zu und erreichte mit 13,4 Milliarden Euro einen Rekordwert. Damit übertraf Allianz nicht nur ihre bereits auf 13 Milliarden Euro erhöhte Prognose, sondern auch die durchschnittliche Erwartung von Analysten.

Die Allianz-Aktionäre sollen jedenfalls nicht darben. So soll die Dividende von 9,60 auf 10,80 Euro je Aktie steigen. Außerdem will der Konzern in diesem Jahr bis zu einer Milliarde Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken.

Für das laufende Jahr zeigte sich Finanzvorstand Guilio Terzariol zuversichtlich. So peilt der Vorstand für 2022 einen operativen Gewinn zwischen 12,4 Milliarden und 14,4 Milliarden Euro an. Weitere Belastungen aus dem Rechtsstreit in den USA sind bei dieser Kennzahl wie schon im vergangenen Jahr ausgeklammert.

Im Jahr 2021 warfen alle Geschäftsbereiche von Allianz im Tagesgeschäft mehr ab als im ersten Corona-Jahr 2020. In der Schaden- und Unfallversicherung stieg der operative Gewinn um mehr als 30 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, nachdem coronabedingte Versicherungsschäden wie Veranstaltungsausfälle 2020 aufs Ergebnis gedrückt hatten.

Flutkatastrophe belastet

Diesmal steckte Allianz auch die verheerenden Zerstörungen durch die Flutkatastrophe weg, die Deutschland und mehrere Nachbarländer im Juli getroffen hatte. Ein Rückgang der Basisschäden und die Auflösung von Schadenreserven hätten die gestiegenen Belastungen durch Naturkatastrophen ausgeglichen, hieß es.

In der Lebens- und Krankenversicherung legte der operative Gewinn um 15 Prozent auf 5 Milliarden Euro zu, nachdem der Konzern ein Jahr zuvor eine Sonderbelastung in den USA verbucht hatte. Aber auch positive Entwicklungen in der deutschen Lebens- und Krankenversicherung trieben das Ergebnis den Angaben zufolge nach oben.

Glänzend lief es auch im Fondsgeschäft der Konzerntöchter Pimco und AGI, wenn man die Milliardenbelastungen durch den laufenden Rechtsstreit ausklammert. So schoben Anleger netto über 110 Milliarden Euro an frischem Geld in die Fonds der beiden Allianz-Gesellschaften. Das für Dritte verwaltete Vermögen wuchs von Ende 2020 bis Ende 2021 um rund 15 Prozent auf fast 1,97 Billionen Euro. Der operative Gewinn der Sparte legte um 22 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro zu.

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Börsenaufsicht SEC CNBC J. P. Morgan Messenger SEC USA

J.P. Morgan: 200 Millionen Strafe wegen Whatsapp: Wie der Messenger eine Bank teuer zu stehen kommt

In den USA hat die Investment-Bank J.P. Morgan empfindliche Strafen kassiert. Der Grund ist die Nutzung des beliebten Messengers Whatsapp.

Schnell mal ein Video in die Freundesgruppe, per Sprachnachricht Bescheid sagen, dass man später kommt oder unkompliziert Fotos teilen: Whatsapp ist bei Milliarden Menschen rund um den Globus das Mittel der Wahl, um mit anderen in Kontakt zu bleiben. Auch bei der US-Bank J.P. Morgan fand der Messenger seine Fans. Das hat dem Unternehmen nun zwei saftige Strafen eingebracht.

Die Großbank muss 200 Millionen Dollar (etwa 177 Millionen Euro) Strafe an zwei US-Behörden abdrücken, berichtet unter anderem „CNBC“. Demnach einigte sich J.P. Morgan mit der Börsenaufsicht SEC auf eine Strafzahlung von 125 Millionen Dollar, hinzu kam eine zweite Strafe der Handelskommission. Der Vorwurf ist bei beiden der gleiche: Mitarbeiter der Bank hätten den Messenger genutzt, um ihre Geschäfte zu verschleiern und die Dokumentarpflicht der Behörden zu umgehen.PAID STERN 2020_07 Alternative Apps 1435

Strenge Regeln

Der SEC zufolge hatte die Bank zugegeben, im Zeitraum von Januar 2018 bis November 2020 und eventuell schon zuvor die Verpflichtung verletzt zu haben, die geschäftliche Kommunikation der eigenen Angestellten vollständig zu dokumentieren. Angestellte hätten demnach Privatgeräte und Messenger genutzt, um Gespräche mit Kunden und Börsenmaklern zu führen. Das verstoße gegen US-Bundesrecht, so die Behörde. „CNBC“ zufolge müssen US-Finanzunternehmen ausführliche Aufzeichnungen über sämtliche geschäftliche Kommunikation aufbewahren, um nachweisen zu können, dass keine Gesetze gebrochen wurden. Beispiele sind Ermittlungen zu Verstößen gegen Monopolregelungen oder Betrugsversuche.

Für die Banken wird das langsam zu einem Problem. Wie in anderen Bereichen setzt sich auch im recht konservativen Bankwesen zunehmend eine informellere Kommunikation durch, statt steifer E-Mails wollen Kunden lieber über den kurzen Weg eines Messengers Kontakt mit ihren Brokern halten. Obwohl Whatsapp in den USA im internationalen Vergleich eine eher geringe Rolle spielt, ist der Messenger bei den internationalen Kunden der Banken als Kommunikationsmittel beliebt. Auch andere Plattformen wie Telegram oder Signal spielen eine Rolle.

Obwohl auch andere an der New Yorker Börse aktive Banken die Messenger nutzen, steche J.P. Morgan heraus, bemerkten die Behörden. Der SEC zufolge kommunizierten dort auch Topmanager und die Firmenleitung über private Smartphones und den Messenger. Das heißt nicht, dass die anderen Banken außen vor seien: Die Ermittlungen hielten an, verkündete die Behörde. „Wenn sich die Technologie verändert, ist es umso wichtiger, dass alle Beteiligten darauf Wert legen, ihre Kommunikation zu dokumentieren,  um den Eindruck zu vermeiden, man wolle die Regulierungen umgehen“, erklärte SEC-Chef Gary Gensler in einer Presseerklärung.

Nicht der erste Chat-Skandal

Dass die Behörden das rigoros kontrollieren, dürfte die Banker eigentlich nicht überraschen. In der Vergangenheit waren mehrfach Börsenskandale aufgedeckt worden, weil sich Banker etwa in geheimen Chaträumen unerlaubt miteinander absprachen, um die Preise zu manipulieren.

Die Nutzung von Whatsapp und anderen verschlüsselten Kommunikationswegen könnte durchaus auch eine Reaktion auf diese Skandale sein. Die Nachrichten sind beim Versenden nicht mitzulesen, selbst wenn die Behörden den Datenverkehr der Broker überwachten, könnten sie also keine Verstöße überführen. Bei Reddit berichten Broker allerdings, dass die Banken ihre Angestellten auf anderem Wege dazu bringen, die Messenger nicht für illegale Handlungen zu nutzen: Sie müssten nun sämtliche Chat-Verläufe exportieren und vorlegen, klagte ein Nutzer. Andere bestätigten das Vorgehen. Auch J.P. Morgan lässt den Messenger nun nur noch beschränkt nutzen: Über die Softwarelösung Symphony lassen sich Einzelchats mit Whatsapp-Nutzern führen – und werden dabei automatisch protokolliert.

Quellen: CNBC, J.P. Morgan

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