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Preisanstieg: DGB und AWO fordern mehr Entlastung von Haushalten

Angesichts hoher Energie- und Verbraucherpreise fordern der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Arbeiterwohlfahrt in Sachsen-Anhalt mehr Entlastungen von Bürgerinnen und Bürgern. „Bund, Land und Gemeinden müssen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung finanzielle und existenzgefährdende Notlagen abwenden“, sagte DGB-Landeschefin Susanne Wiedemeyer. „Mehrkosten von mehreren Hundert Euro im Monat werden viele Menschen in Sachsen-Anhalt allein nicht stemmen können.“

Angesichts hoher Energie- und Verbraucherpreise fordern der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Arbeiterwohlfahrt in Sachsen-Anhalt mehr Entlastungen von Bürgerinnen und Bürgern. „Bund, Land und Gemeinden müssen in einer gemeinsamen Kraftanstrengung finanzielle und existenzgefährdende Notlagen abwenden“, sagte DGB-Landeschefin Susanne Wiedemeyer. „Mehrkosten von mehreren Hundert Euro im Monat werden viele Menschen in Sachsen-Anhalt allein nicht stemmen können.“

Die Präsidentin des AWO-Landesverbands, Barbara Höckmann, ergänzte: „Wir fordern die Landesregierung auf, umgehend zu handeln und gezielt dort für Sicherheit zu sorgen, wo die aktuellen Krisen Verunsicherung und Existenzängste verursachen beziehungsweise bereits bestehende Armut weiter verfestigt wird.“

Vor dem Energiegipfel von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mit Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden und Kommunen am kommenden Dienstag erarbeiteten sie einen gemeinsamen Maßnahmenkatalog. Zu den Vorschlägen gehört etwa ein Notfallfonds aus „ausreichend“ Finanzmitteln des Landes, der den Menschen schnell und unbürokratisch unter die Arme greifen soll, hieß es. Auch ein Moratorium für Wohnungskündigungen und Energiesperren, wenn Mieterinnen und Mieter in Zahlungsnot kommen, sowie ein Energiepreisdeckel sind aus Sicht von DGB und AWO geboten. Darüber hinaus werden eine Fortsetzung des Kurzarbeitergeldes und eine schnelle Erhöhung der Grundsicherung gefordert.

Nach Angaben des DGB lag die Armutsgefährdungsquote in Sachsen-Anhalt zuletzt bei 20,5 Prozent. Damit seien mehr als 450 000 Menschen im Land von Armut betroffen gewesen, hieß es. Es liege auf der Hand, dass eine Mehrbelastung durch stark erhöhte Energie-, Miet- und Lebensmittelkosten für die Betroffenen in der Regel nicht tragbar sei, erklärte ein Sprecher. Auch Menschen, deren Einkommen etwas oberhalb der Schwelle liege, seien stark betroffen. Daher sei davon auszugehen, dass mehr als ein Viertel aller Haushalte durch die steigenden Preise überfordert sein könnte.

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