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Nkunku-Wechsel zum FC Chelsea: So ist der Stand der Dinge

Transfer von Christopher Nkunku zum FC Chelsea: Der Franzose hat den Medizincheck absolviert und hat ein Vertragsangebot von Chelsea vorliegen. Sollten die Blues und Leipzig sich nicht einig werden, wird Chelsea wohl die Ausstiegsklausel aktivieren.

Christopher Nkunku absolvierte vor einigen Wochen offenbar einen Medizincheck unter Aufsicht des FC Chelsea. Ist damit schon klar, dass der Franzose nach London wechseln wird? Und welche Ablöse erwartet sich die RB Leipzig. Die aktuellen Infos.

Im August soll Christopher Nkunku in Frankfurt einen geheimen Medizincheck für den FC Chelsea absolviert haben. Das berichtete die Bild am Freitag.

Nkunku und Chelsea: Medizincheck absolviert, Vertragsangebot liegt vor

Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano fand der Medizincheck tatsächlich „vor einigen Wochen“ statt. Im Anschluss daran soll Chelsea Nkunku ein Vertragsangebot vorgelegt haben, zwischen dem Club und dem Spieler „könnte daher schon alles klar sein“, wie Romano berichtet.

Geplant ist der Transfer für den kommenden Sommer. Dass die Verhandlungen schon jetzt geführt werden, sei Romano zufolge normal, Chelsea wolle den heißen Deal dadurch schützen. Aktuell laufen Verhandlungen mit RB Leipzig über die Ablösesumme. Sollten sich Leipzig und Chelsea nicht einigen können, würden die Blues wahrscheinlich die Ausstiegsklausel in Höhe von 60 Millionen Euro in Nkunkus Vertrag aktivieren, die es ihm ermöglicht, die Roten Bullen am Saisonende zu verlassen.

Dementsprechend scheint dem Wechsel von Christopher Nkunku zu den Blues nur noch wenig im Weg zu stehen. Unterschrieben ist aber noch nichts, zudem steht mit der WM eine Veranstaltung an, die möglicherweise andere Interessenten und / oder Vertragsangebote für Nkunku bereithält.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich auf 90min.com/de als Nkunku-Wechsel zum FC Chelsea: So ist der Stand der Dinge veröffentlicht.

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Bojko Borissow Bulgarien GERB Inflation Korruption Parlamentswahl

EU-Land: Bürgerliche Partei gewinnt bei Parlamentswahl in Bulgarien

Überschattet von Inflation und hohen Energiepreisen haben die Bulgaren zum vierten Mal seit April 2021 ein neues Parlament gewählt. Die Koalitionsverhandlungen dürften kompliziert werden.

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Bulgarien ist die prowestliche bürgerliche Oppositionspartei GERB ersten Prognosen zufolge mit rund 25 Prozent der Stimmen stärkste Partei geworden. Die drei Parteien der zuletzt regierenden Koalition verloren ihre Mehrheit.

Damit blieb zunächst unklar, welche Parteien gemeinsam eine neue Regierung bilden könnten. Vor der Wahl waren mögliche Bündnisse ausgeschlossen worden und mehrere Parteien warfen sich gegenseitig vor, korrupt zu sein. Es war bereits die vierte Parlamentswahl seit rund eineinhalb Jahren im ärmsten EU-Land.

Liberale PP auf zweitem Platz

Den Prognosen mehrerer Meinungsforschungsinstitute zufolge lag die bürgerliche Oppositionspartei GERB des langjährigen Ministerpräsidenten Boiko Borissow in Führung. Er war im April 2021 nach Korruptionsvorwürfen abgewählt worden. Auf Platz zwei landete demnach mit knapp 20 Prozent die zuletzt regierende liberale PP („Wir führen den Wandel fort“) von Ex-Regierungschef Kiril Petkow. Er gestand die Niederlage seiner Partei ein. Als führende politische Kraft müsse GERB nun Verantwortung übernehmen und eine Regierungskoalition aufstellen, forderte er vor Journalisten.

Die drei Parteien in Petkows früherer Koalitionsregierung aus PP, Sozialisten und dem konservativ-liberal-grünen Bündnis DB kämen den Angaben zufolge zusammen auf rund 38 Prozent. Ins Parlament könnten zwischen sechs und acht Parteien einziehen. Unter ihnen ist demnach auch wieder die prorussische und nationalistische Wasraschdane (Wiedergeburt), die mit rund 11 Prozent der Stimmen rechnen kann.

Es zeichnete sich eine niedrige Wahlbeteiligung ab. Die amtlichen Ergebnisse wurden erst in den kommenden Tagen erwartet. Zwischenergebnisse sollte es frühestens am Montag geben.

Vor der Wahl hatte die PP eine Koalition mit Borissows GERB ausgeschlossen. Sie warf Borissow und seiner Partei Korruption vor. Unter dem Motto „Lasst uns unsere Arbeit abschließen“ will die PP den Kampf gegen die Korruption weiter fortsetzen. Die im EU-Parlament zur Europäischen Volkspartei (EVP) gehörende GERB versprach unter dem Wahlslogan „Stärker als das Chaos“ die Inflation zu zügeln, einem Nato- und EU-Kurs zu folgen und 2024 den Euro einzuführen. Es war vorerst noch offen, welche Koalitionspartner GERB finden könnte.

Ex-Regierungschef glaubt an Einfluss Moskaus

Nach nur sechs Monaten im Amt war die von der PP angeführte liberal-sozialistische Koalitionsregierung im Juni durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Ex-Regierungschef Petkow sah Moskau hinter dem Scheitern seines Kabinetts. Vorhaben zur Bekämpfung der Korruption blieben auf der Strecke. Bis eine neue Regierung steht, wird ein von Staatschef Rumen Radew eingesetztes Übergangskabinett die Amtsgeschäfte weiter führen.

Die Sorgen der rund sieben Millionen Bulgarinnen und Bulgaren drehten sich im Wahlkampf vor allem um die Auswirkungen von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und steigende Preise. Die Inflation lag im August im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 17,7 Prozent. Hohe Energiepreise lassen ärmere Menschen einen kalten Winter befürchten. Das Problem der Korruption blieb eher im Hintergrund. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf war Bulgarien im vergangenen Jahr der ärmste Staat der Europäischen Union.

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Antonia Hemmer Bauer sucht Frau Christina Grass Dating Doris Büld Marco Cerullo Mario Basler Patrick Romer Pflanzen RTL Sommerhaus Sonntag Stars Stephen Dürr Vanessa Mariposa

„Sommerhaus der Stars“: Cosimo will nach Enttäuschung nur noch weg

Erst muss Mario Basler das „Sommerhaus der Stars“ verletzt verlassen. Und Cosimo Citiolo droht nach einer Enttäuschung mit dem Auszug.

Auflösungserscheinungen im „Sommerhaus der Stars“. In der achten Folge von zehn (Sonntag, 20.15 Uhr bei RTL, auch bei RTL+) gehen die Paare der ersten Stunde auf dem Zahnfleisch. Vor allem mit Mario Basler (53) ist nicht mehr viel los. Der Ex-Fußballer und Senior der Staffel hat Rückenschmerzen. „Der Opa sitzt nur noch mit der Heizdecke da“, sagt Patrick Romer (26). Opa Mario kennt als Sportler seinen Körper. Und der flüstert ihm zu: „Es geht nicht mehr.“ Mario und Doris Büld (52) ziehen zu Beginn der Folge aus.

Für Patrick fällt mit seinem „Opa“ die wichtigste Bezugsperson weg. Der „Bauer sucht Frau“-Star und Freundin Antonia Hemmer (22) nähern sich nun Marios Erzfeind Stephen Dürr (48) und dessen Ehefrau Katharina (39) an. Ansonsten sind von den Kandidaten aus Folge eins nur noch Cosimo Citiolo (40) und Nathalie Gaus (31) da. Und die verstehen sich bestens mit den Nachzüglerpaaren Christina Grass (33)/Marco Cerullo (33) und Diogo Sangre (27)/Vanessa Mariposa (29). Patrick und Antonia können mit den neu eingezogen Dating-Show-Pflanzen nicht viel anfangen. „Sollen wir mit denen über Nippel-Piercings reden?“, heißt es. Obwohl Mario Basler auch nicht mit Sex-Anekdoten und Schlüpfrigkeiten sparte…

Der Konflikt zwischen Etablierten und Neulingen spitzt sich zu

Auch bei Stephen Dürr, nach dem Auszug von Mario und Doris der Älteste im Sommerhaus, gibt es Ausfallerscheinungen. Just vor dem ersten Spiel bekommt er Bauchkrämpfe. Deshalb bricht der ansonsten stoische Schauspieler in Tränen aus. Nach einer Pause treten er und Katharina an. Die Paare müssen auf aneinandergebundenen Fahrrädern einen Parkour abfahren. Christina und Marco gewinnen. Die Nachrücker sind nicht nur safe, sondern dürfen auch einem bereits gesicherten Pärchen den Nominierungsschutz entziehen. Sie entscheiden sich für Antonia/Patrick und nicht für Vanessa/Diogo. Die Polarisierung zwischen Etablierten und Neuzugängen spitzt sich zu.

In Spiel zwei müssen also nur die drei Paare der ersten Stunde: Antonia/Patrick, Stephen/Katharina, Cosimo/Nathalie. Die Männer müssen mit einem Handbohrer durch eine Wand Luftballons zerstören. Angeleitet werden sie von ihren Partnerinnen auf der anderen Seite der Wand. Patrick und Antonia sind einmal mehr die Schnellsten. Sie holen sich ihren Nominierungsschutz zurück. Patrick schaltet um in den Größenwahn-Modus: „Wenn es mich noch mal gibt, werde ich schwul.“

Cosimo dreht nach Überraschung völlig durch

Von fünf Paaren sind nun drei sicher, nur Katharina/Stephen und Nathalie/Cosimo stehen zur Wahl. Das Votum fällt eindeutig aus. Vier stimmen gegen Stephen (und nicht gegen Katharina, das betonen viele Kandidaten). Stephens Stimme geht naturgemäß an Cosimo und Nathalie.

Doch man ahnt es, das war es noch nicht. Die beiden Paare auf der Abschussliste müssen in der nächsten Folge in einer Exit-Challenge gegeneinander antreten. Die Wahlprozedur hätte man sich auch sparen können.

Cosimo, bisher der friedlichste und sympathischste Kandidat im Haus, dreht ob der eigentlich erwartbaren Entwicklung völlig ab. Der Entertainer, der sich schon in der nächsten Runde wähnte, brütet erst stumpf vor sich hin. Die Enttäuschung triggert etwas in ihm. Er fühlt sich an seine Schulzeit und an sein ganzes Leben erinnert, in dem er immer eins drauf bekam, weil er zu nett war. Was das mit der Exit-Challenge zu tun hat, erschließt sich nur teilweise.

Cosimo hat auf jeden Fall keine Lust mehr. Er droht mit Rückzug. Die Gage lässt er notfalls sausen, das „dreckige Geld“ will er nicht. „Scheiß auf die Karriere, f*** die Karriere“ erklärt der völlig entfesselte Sänger. Nathalie versucht ihren Freund umzustimmen. Mit Erfolg? Man weiß es nicht. In der Vorschau auf die nächste Folge taucht Cosimo jedenfalls nicht auf.

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1990er Bosnien Bosnien-Herzegowina Korruption Sarajevo Staatspräsidium

Wahlen: Berichte: Verluste für Nationalisten bei Wahl in Bosnien

Ineffiziente Verwaltung, Korruption und Vetternwirtschaft machen den Menschen in Bosnien das Leben schwer. Seit den 1990er-Jahren regieren nationalistische Parteien. Diese haben nun Verluste erlitten.

Bei den Wahlen zum dreiköpfigen Staatspräsidium in Bosnien-Herzegowina zeichneten sich örtlichen Medienberichten zufolge Verluste für einige nationalistische Kandidaten ab. Nach Auszählung von 61 Prozent der Stimmen führte im Rennen um den bosniakischen Sitz im Staatspräsidium der Sozialdemokrat Denis Becirovic mit 55 Prozent der Stimmen vor dem Vorsitzenden der muslimisch-nationalistischen SDA-Partei, Bakir Izetbegovic, mit 41 Prozent. Die Berichte beruhten auf Angaben aus den Parteizentralen, denen die Teilergebnisse vorlagen. Mit offiziellen Ergebnissen wurde erst am Montag gerechnet.

Der Sieg von Becirovic würde bedeuten, dass zum ersten Mal seit zwölf Jahren kein SDA-Politiker im Staatspräsidium vertreten wäre. Im Rennen um den kroatischen Sitz dürfte sich den Teilergebnissen zufolge der bisherige Amtsinhaber, der nicht-nationalistische Reformer Zeljko Komsic, durchgesetzt haben. Auf ihn sollen demnach 67 Prozent der Stimmen entfallen sein.

Der serbische Sitz dürfte hingegen in den Händen von Nationalisten bleiben. Die Kandidatin der im serbischen Landesteil regierenden SNSD, Zeljka Cvijanovic, soll 60 Prozent der Stimmen auf sich vereinigt haben. Sie ist eine Vertraute des serbischen Separatisten Milorad Dodik, der bislang den serbischen Sitz im Staatspräsidium innehatte. Er kandidierte diesmal für den Präsidentenposten im serbischen Landesteil und lag den Berichten zufolge vorne.

Neben dem Staatspräsidium wählten die Bürger Bosniens am Sonntag auch das Bundesparlament, die Parlamente in den beiden weitgehend selbstständigen Landesteilen, die Präsidentschaft in der Serbischen Republik (RS) und die Kantonsverwaltungen in der bosnisch-kroatischen Föderation (FBiH).

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EU Krisjani Karins Lettland Parlamentswahl Russland Ukraine

Mitte-Partei des Regierungschefs gewinnt Parlamentswahl in Lettland

In Lettland ist die Partei des EU- und Nato-freundlichen Ministerpräsidenten Krisjanis Karins als Sieger aus der Parlamentswahl hervorgegangen. Nach der Auszählung aller Stimmen kam Karins Mitte-Partei Neue Einheit bei dem Urnengang am Samstag auf knapp 19 Prozent, wie die Wahlkommission am Sonntagabend mitteilte. Sieben Parteien schafften es ins Parlament mit seinen hundert Sitzen. 26 Sitze entfallen auf die Neue Einheit.

Damit dürfte Karins von Präsident Egils Levits mit der Regierungsbildung beauftragt werden. Für eine Koalition in Frage kommen vor allem die Vereinigte Liste mit rund elf Prozent (15 Abgeordnete) und die Nationale Allianz mit 9,29 Prozent (13 Abgeordnete).

Nur eine der russischsprachigen Minderheit nahestehende Gruppierung schaffte es über die Fünf-Prozent-Hürde: Die Partei Stabilität erhielt 6,8 Prozent der Stimmen und stellt elf Abgeordnete im neuen Parlament. Die traditionell bei der russischsprachigen Bevölkerung starke Partei Harmonie verpasste hingegen mit 4,8 Prozent den Einzug in die Volksvertretung, ebenso wie die kremlfreundliche Partei Lettische Union der Russen mit 3,6 Prozent.

Die russischsprachige Bevölkerung stellt in Lettland rund 30 Prozent der Einwohner. Die sozialdemokratische Harmonie hatte Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine zwar verurteilt. Beim Vorwurf möglicher Menschenrechtsverletzungen durch Moskaus Truppen blieb die Partei jedoch zurückhaltend. Zuletzt war die Partei mit Korruptionsaffären konfrontiert. 

Zentrale Wahlkampfthemen in dem baltischen Staat mit rund 1,8 Millionen Einwohnern waren der Krieg in der Ukraine, die hohen Lebenshaltungskosten und der Wunsch nach einer Energieunabhängigkeit von Russland. 

Ähnlich wie in Litauen, Estland und Polen befürchten viele Menschen in Lettland angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine, dass auch ihr Land trotz Mitgliedschaft in EU und Nato angegriffen werden könnte. 

Auch Umfragen vor der Wahl hatten die Partei von Regierungschef Karins vorne gesehen. „Ich denke, der Krieg in der Ukraine hat Herrn Karins und der Neuen Einheit sehr in die Karten gespielt, da sie im Bereich der Außenpolitik sehr stark sind, was für Lettland aus Sicht der nationalen Sicherheit sehr wichtig ist“, sagte der Politikwissenschaftler Filips Rajevskis der Nachrichtenagentur AFP.

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Caracas Die Männer Gefangenenaustausch Joe Biden Konflikt Marco Rubio Nicolás Maduro Südamerika Tony Blinken US-Präsident USA Venezuela

Südamerika: Gefangenenaustausch: Venezuela lässt US-Amerikaner frei

Die Männer galten als Faustpfand im Konflikt zwischen Washington und Caracas. Angesichts der Energiekrise hatten die USA und das ölreiche Venezuela den Gesprächsfaden wieder aufgenommen.

In einem seltenen Gefangenenaustausch hat die autoritäre Regierung in Caracas mehrere seit Jahren in Venezuela inhaftierten Amerikaner freigelassen. Im Gegenzug setzten die US-Behörden zwei in den USA verurteilte Verwandte des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro auf freien Fuß. US-Präsident Joe Biden und Außenminister Antony Blinken verkündeten die Freilassung. Der Austausch gegen zwei Neffen von Maduros Ehefrau wurde von einem Mitarbeiter des Weißen Hauses bestätigt.

Bei den sieben Freigelassenen handelt es sich größtenteils um ehemalige Ölmanager von Citgo, der US-Tochter des staatlichen venezolanischen Ölkonzerns PDVSA. Sie waren 2017 in Venezuela festgenommen und 2020 in einem Korruptionsprozess zu langen Haftstrafen verurteilt worden. Sechs der Freigelassenen sind US-Bürger und einer hat seinen ständigen Wohnsitz in den USA.

US-Präsident Joe Biden und Außenminister Antony Blinken verkündeten die Freilassung am Samstag. Der Austausch gegen zwei Neffen von Maduros Ehefrau wurde vom Weißen Hauses bestätigt.

USA bemühten sich seit Jahren um die Freilassung

Die US-Regierung kritisierte den Prozess gegen die „Citgo 6“ seinerzeit als politisch motiviert und unfair. Einer der ursprünglich sechs verurteilten Citgo-Manager war bereits nach Gesprächen zwischen den USA und Venezuela im März auf freien Fuß gesetzt worden. Beobachter werteten die Freilassung damals als Geste des guten Willens von Seiten Maduros.

Die venezolanische Regierung bestätigte den Austausch. „Wir möchten unser Volk und die internationale Gemeinschaft darüber informieren, dass wir nach einer Reihe von Gesprächen mit der US-Regierungen die Freilassung von zwei unrechtmäßig inhaftierten jungen Männern erreichen konnten“, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. „Außerdem haben sich die Justizbehörden dazu entschlossen, eine Gruppe von verurteilten US-Bürgern aus humanitären Gründen freizulassen.“

Die USA hatten sich seit Jahren um die Freilassung der verbliebenen fünf Citgo-Manager und weiterer US-Amerikaner, darunter ein Marine-Veteran, bemüht. Als klar geworden sei, dass dies mit der Begnadigung der beiden Neffen von Maduros Ehefrau zu erreichen wäre, habe Präsident Biden die „schwierige Entscheidung getroffen“, den Wunsch zu erfüllen, sagte der ranghohe Mitarbeiter der US-Regierung. Er betonte, dass solche Schritte eine seltene Ausnahme bleiben würden: „Etwas anderes anzunehmen, wäre eine falsche Schlussfolgerung daraus.“

In den USA gab es dennoch Kritik an der Entscheidung. „Das klebt ein Preisschild auf Amerikaner“, sagte der republikanische Senator Marco Rubio dem Fernsehsender CNN. Der Austausch sende an „Tyrannen und Diktatoren“ die Botschaft, dass sie nur amerikanische Staatsbürger wegsperren müssten, um sie später als Faustpfand einzusetzen, wenn sie etwas von den USA haben wollten, kritisierte Rubio.

Gespräche zwischen USA und Venezuela wieder aufgenommen

Die Neffen von Venezuelas First Lady Cilia Flores waren 2017 wegen Drogenhandels in den USA zu jeweils 18 Jahren Haft verurteilt worden. Franqui Flores und Efraín Campo waren 2015 in Haiti festgenommen und an die USA ausgeliefert worden, weil sie versucht hatten, große Mengen Kokain in die USA zu schmuggeln. Den Ermittlern zufolge stellten sie sich dabei nicht sonderlich geschickt an. Angesichts der Spannungen zwischen Washington und Caracas erklärte Maduro damals, es handle sich um eine politische Aktion der Vereinigten Staaten, um seine Ehefrau anzugreifen.

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges in der Ukraine hatte es zuletzt wieder Gespräche zwischen Vertretern der US- und der Maduro-Regierung in Venezuela gegeben. Zwar haben die Vereinigten Staaten auch gegen Venezuela zahlreiche Sanktionen verhängt, allerdings verfügt das für die USA recht nahe Venezuela über die größten Ölreserven der Welt. Die USA haben wegen des Angriffs auf die Ukraine den Import von russischem Öl verboten. Venezuela gehört neben Kuba und Nicaragua zwar zu den engsten Verbündeten Russlands in Lateinamerika, möchte aber auch seine marode Ölwirtschaft wieder ankurbeln.

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ADAC Auto Autofahren Automatik Automatikgetriebe Deutsche Presse-Agentur Deutschland Fahrzeug Handschaltung Ostfildern Schaltgetriebe Treuhand

Auto: Trend zur Automatik: Viele schalten nicht mehr selbst

Kuppeln mit dem linken Fuß, schalten mit der rechten Hand – beim Autofahren war das jahrzehntelang Standard. Die Zeiten sind vorbei. Das Automatikgetriebe hat deutlich zugelegt.

Selbst schalten ist beim Autofahren nicht mehr angesagt. Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland sind immer öfter in einem Wagen mit Automatikgetriebe unterwegs. Von den Neufahrzeugen aus dem aktuellen Baujahr sind nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) gut zwei Drittel (66,4 Prozent) damit ausgestattet. Im Jahr 2000 war es erst ein Fünftel (19,6 Prozent).

„Diese Entwicklung wird begünstigt durch die zunehmende Elektrifizierung der Antriebe“, sagte ein Sprecher des Marktbeobachtungsunternehmens der Deutschen Presse-Agentur. Reine Elektroautos und Plug-in-Hybride gebe es nicht mit Handschaltung. Aber auch die Zahl der anderen Modelle, die noch mit Handschaltung zu bestellen sei, werde immer geringer. „Über kurz oder lang wird sich das Automatikgetriebe vermutlich durchsetzen“, so der DAT-Sprecher.

Dabei gilt der Grundsatz: Je stärker ein Auto motorisiert ist, desto höher ist der Anteil von Automatikgetrieben. „Wenn wir das nach Klassen betrachten, ist die Oberklasse heute zu 100 Prozent mit Automatik ausgestattet“, sagte der DAT-Experte. „Auch die Klasse der SUV und Geländewagen verfügt weitgehend über Automatik.“

Der ADAC teilt diese Einschätzung: „Schaltgetriebe entfallen zunehmend aus den Ausstattungslisten vieler Hersteller, vor allem bei größeren Fahrzeugen“, so eine Sprecherin. Der Automobilclub bewertet die Entwicklung positiv. Der Fahrkomfort mit Automatik sei deutlich höher. Durch hohe Stückzahlen sei das Automatikgetriebe außerdem günstiger geworden.

Und auch der früher häufig diskutierte Nachteil, eine Automatikschaltung sei mit höherem Verbrauch verbunden, stimme nicht mehr. Das schätzt auch die DAT so ein: „Heute sind Automatikgetriebe mit 7, 8 oder 9 Gängen ausgestattet, das heißt spritsparendes Fahren ist problemlos möglich.“

Führerscheinprüfungen immer häufiger mit Automatik

Insbesondere Fahranfänger legen inzwischen keinen Wert mehr auf Handschaltung: „Der Trend ist eindeutig“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands deutscher Fahrschulunternehmen (BDFU), Rainer Zeltwanger. „Vor 20 Jahren war das noch anders, das hat sich völlig gedreht.“ Führerscheinprüfungen würden immer häufiger mit einem Automatikauto gemacht. In Zeltwangers eigener Fahrschule in Stuttgart gibt es keine Führerscheinprüfungen mit Schaltwagen mehr.

Dazu hat beigetragen, dass Prüfungen mit Automatikauto seit April 2021 auch für Schaltgetriebe gelten, wenn die Fahrschüler 10 Fahrstunden und eine 15-minütige Testfahrt mit einem Schaltfahrzeug nachweisen. „Welchen Sinn macht es, einen Schaltwagen zu fahren? Eigentlich gar keinen“, so der Verbandspräsident. Autos mit Schaltgetriebe werde es in wenigen Jahren nicht mehr geben – schon wegen des Trends zur E-Mobilität.

Hersteller bieten nur noch wenige Schalt-Autos an

Die Hersteller haben der Entwicklung Rechnung getragen. Was noch vor einem Vierteljahrhundert kaum denkbar schien, ist längst Wirklichkeit: Bei vielen Modellen ist die Handschaltung nicht mehr im Angebot. Bei BMW etwa liegt der Automatik-Anteil bei den Neuwagen in Deutschland inzwischen bei über 90 Prozent.

In der 3er-Baureihe beispielsweise oder beim neuen BMW 2er Active Tourer wird dem Hersteller zufolge gar kein Schaltgetriebe mehr angeboten. Die Varianten mit Handschaltung seien noch bei den Einstiegsvarianten wie der 1er-Baureihe zu finden – oder am anderen Ende der automobilen Produktpalette im PS-starken M4.

Daimler setzt Schaltgetriebe aktuell nur noch in Kompaktfahrzeugen wie der A-Klasse und B-Klasse ein. „Mittelfristig werden wir in unserem Pkw-Portfolio keine Schaltgetriebe mehr anbieten“, so der Hersteller. „Mit der zunehmenden Elektrifizierung unserer Produktpalette setzen wir auf automatisierte Getriebe.“

Volkswagen hat im vergangenen Jahr in Deutschland den Angaben nach gut drei Viertel aller Fahrzeuge mit Automatikgetriebe verkauft. Beim Golf liege der Anteil bei rund 70 Prozent. Die Nachfrage nach Schaltgetrieben bei den Kunden hat VW zufolge über die vergangenen zehn Jahre ständig abgenommen: Hatten es 2012 noch rund 70 Prozent der ausgelieferten Fahrzeuge, waren es 2021 weniger als ein Viertel.

Die Entwicklung dürfte sich fortsetzen. Aufseiten der Autohersteller sei vieles schon für den Weg zum autonomen Fahren vorgezeichnet, so der DAT-Sprecher. „Und das geht nur mit Automatik.“

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Angriffskrieg Energiepreis Estland EU Karin Krisjani Karins Lettland Litauen Nato Parlamentswahl Riga Russland Ukraine

Wahlen: Vorläufige Ergebnisse nach Parlamentswahl in Lettland

Auch in Lettland herrschen aktuell schwierige Zeiten. Bei der Parlamentswahl setzen die Wähler auf Kontinuität – doch die stärkste Partei muss noch auf Partnersuche gehen.

Die Menschen in Lettland haben vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs und Sorgen wegen steigender Energiepreise die Partei von Regierungschef Krisjanis Karins zur stärksten Kraft gemacht. Seine bisherigen Koalitionspartner schnitten jedoch eher schlecht ab, weswegen das Bündnis keine Mehrheit mehr hat. Offen blieb daher noch, wie die künftige Regierung aussehen könnte.

Lettland grenzt an Russland und betrachtet den Angriffskrieg gegen die Ukraine als direkte Gefahr für seine Sicherheit. Gemeinsam mit den baltischen Partnern Estland und Litauen forderte die Regierung in Riga zuletzt immer wieder ein härteres Vorgehen des Westens gegen Russland. So stehen die baltischen Regierungen beispielsweise einer schnellen Aufnahme der Ukraine in Nato und EU offen gegenüber. Eine Aufnahme von fliehenden russischen Reservisten lehnen sie ab.

Karins Partei mit kräftigen Zugewinnen

Die Partei von Karins, Jauna Vienotiba, erhält nach Angaben der Wahlkommission 26 von insgesamt 100 Sitzen in der Volksvertretung Saeima. Damit konnte die liberalkonservative Partei, die vor vier Jahren als kleinste Gruppierung ins Parlament eingezogen war und im Europäischen Parlament wie die CDU und CSU zur EVP-Fraktion gehört, ihre Anzahl an Mandaten mehr als verdreifachen. Im Wahlkampf hatte sie versprochen, die Sicherheit des Ostseestaats zu stärken.

Zweitstärkste Kraft wird das oppositionelle Bündnis der Bauern und Grünen (16 Sitze) vor dem neugebildeten Wahlbündnis Vereinigte Liste (15 Sitze). Von Karins‘ drei Koalitionspartnern schaffte mit der nationalkonservativen Nationalen Allianz (13 Sitze) nur einer den Sprung ins Parlament. Während die Konservativie klar an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, rutschte die liberale Partei Für die Entwicklung / Dafür! in letzter Minute unter die Sperrklausel.

Oppositionspartei Harmonie stürzt ab

Größter Verlierer der Abstimmung ist die bislang stärkste politische Kraft in Lettland: Die Oppositionspartei Harmonie, deren Kernwähler vor allem aus der starken russischstämmigen Minderheit kommen, wird nicht mehr im Parlament vertreten sein. Zur Wahl angetreten waren 19 Parteien, 7 schafften den Einzug ins Parlament. Die Wahlbeteiligung lag bei 59 Prozent.

Karins, der als erster lettischer Regierungschef eine volle Amtszeit von vier Jahren überstand, zeigte sich nach der Stimmabgabe bereit, auch die kommende Regierung anzuführen. In Wahlsendungen im Fernsehen wurde der in den USA geborene frühere EU-Abgeordnete als einzig wahrscheinlicher Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten genannt. Bei der Wahl erhielt er die höchste Zustimmung aller 1829 angetreten Kandidaten.

Staatschef Egils Levits, der den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen muss, will am Montag mit den Vertreter der ins Parlament gewählten Parteien zu Gesprächen zusammentreffen. Angesichts von Vorbehalten gegenüber einer Zusammenarbeit mit dem Bündnis der Bauern und Grünen rechnen Experten mit einer Koalition aus den verbliebenen beiden Regierungsparteien und der Vereinigten Liste. Daran könnten möglicherweise auch die Progressiven beteiligt werden.

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Auslieferung Auto Elektroauto Elon Musk Rekordwert

Elektroautos: Tesla wieder mit Auslieferungsrekord

Rekord erreicht und dennoch enttäuscht: Tesla hat mit 343.830 ausgelieferten Autos den eigenen Rekord gebrochen. Analysten hatten allerdings mit noch mehr höheren Zahlen gerechnet.

Tesla hat im vergangenen Quartal den nächsten Rekordwert bei den Auslieferungen erreicht – aber zugleich noch höhere Erwartungen von Analysten verfehlt. Die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk brachte von Juli bis September 343.830 Elektroautos zu den Käufern. Der bisherige Rekordwert lag bei gut 310.000 im ersten Vierteljahr dieses Jahres.

Tesla baut gerade seine Produktion aus, unter anderem werden in den beiden neuen Werken in Grünheide bei Berlin und in Texas die Kapazitäten hochgefahren. Die Produktion erreichte damit im vergangenen Quartal knapp 365.923 Elektroautos – größtenteils von den Volumenmodellen 3 und Y.

Analysten hatten eher mit 358.000 Auslieferungen gerechnet. Tesla verwies in der Mitteilung darauf, dass es insbesondere in der heißen Auslieferungsphase zum Quartalsende schwierig sei, sich Transport-Kapazitäten zu einem angemessenen Preis zu sichern.

Den Auslieferungszahlen von Tesla wird viel Beachtung geschenkt – denn sie sind ein Gradmesser dafür, wie gut sich der Elektro-Vorreiter gegen die zunehmende Konkurrenz etablierter Autokonzerne in dem Geschäft schlägt. Aktuell ist auch die Frage, inwieweit Inflation und Konjunktursorgen den Markt bremsen könnten.

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Auto Fahrzeug Frau Kleinwagen Krankenhäuser Linksabbiegen Polizei Sonntag Transporter Worms Zusammenstoß

Kreis Worms: Zusammenstoß beim Linksabbiegen auf L523 – vier Verletzte

Beim Zusammenstoß eines Kleinwagens mit einem Transporter bei Worms sind vier Menschen verletzt worden. Der 33-jährige Fahrer des Autos habe am Samstagabend auf der L523 beim Linksabbiegen einen Transporter übersehen, beide Fahrzeuge seien frontal miteinander kollidiert, teilte die Polizei am Sonntag mit. Außer dem Transporterfahrer wurden alle Insassen verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Im Kleinwagen saßen außer dem Fahrer dessen 31-jährige Frau und der gemeinsame sieben Jahre alte Sohn, im Transporter eine 45-jährige Beifahrerin.

Beim Zusammenstoß eines Kleinwagens mit einem Transporter bei Worms sind vier Menschen verletzt worden. Der 33-jährige Fahrer des Autos habe am Samstagabend auf der L523 beim Linksabbiegen einen Transporter übersehen, beide Fahrzeuge seien frontal miteinander kollidiert, teilte die Polizei am Sonntag mit. Außer dem Transporterfahrer wurden alle Insassen verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Im Kleinwagen saßen außer dem Fahrer dessen 31-jährige Frau und der gemeinsame sieben Jahre alte Sohn, im Transporter eine 45-jährige Beifahrerin.

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