Kategorien
Ebola Gesundheitsministerium Kampala Uganda Virus WHO

Gesundheit: Mindestens ein Toter bei Ebola-Ausbruch in Uganda

In Uganda ist ein Mensch an Ebola gestorben. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass dort eine bestimmte Variante des Virus festgestellt worden ist. Das Land ist in Sorge. Die WHO kündigt Unterstützung an.

In Uganda ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch an Ebola gestorben. Auf Twitter teilte die Behörde am Dienstag mit, das Virus sei im Distrikt Mubende nachgewiesen worden, rund 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala. Bei dem Toten handele es sich um einen 24-Jährigen aus der Region.

PAID Corona Afrika MSF Interview_16.41

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gingen dem bestätigten Fall in dem ostafrikanischen Land bereits mehrere Verdachtsfälle voraus. Seit Beginn des Monats seien sechs Menschen in der Region mit typischen Ebola-Symptomen in Krankenhäuser gebracht worden und gestorben. Acht weitere Verdachtsfälle würden gegenwärtig geprüft.

Sudan-Variante das erste Mal in zehn Jahren in Uganda festgestellt

Nachgewiesen wurde das relativ seltene Sudan-Ebolavirus, neben der Zaire-Ebolavirus eine der aggressivsten Varianten, wie es von der WHO hieß. Laut Matshidiso Moeti, Afrika-Direktor der WHO, ist es das erste Mal seit zehn Jahren, dass in Uganda die Sudan-Variante festgestellt wurde. Moeti kündigte an, Uganda mit Hilfsmitteln unterstützen zu wollen.

FS World Press Photo Award 2022 9.20

Erst im vergangenen Monat hatte Ugandas Nachbarland Kongo einen erneuten Ebola-Ausbruch gemeldet.

Go to Source

Kategorien
Biontech Booster Christian Bogdan Coronavirus COVID - 19 Deutschland Impfstoff Impfung Pfizer STIKO Virus

Angepasster Omikron-Impfstoff: Nach Stiko-Empfehlung: Für wen sich eine vierte Impfung wirklich lohnt

Die Ständige Impfkommission hat ihre Empfehlung für die angepassten Omikron-Booster ausgesprochen. Sie bemängelt aber, dass bisher nur wenige Daten zur Wirksamkeit vorliegen. Für wen lohnt sich eine vierte Dosis wirklich?

Go to Source

Kategorien
Ebola Gesundheitsministerium Kampala Twitter Uganda Virus WHO

Gesundheit: Mindestens ein Toter bei Ebola-Ausbruch in Uganda

In Uganda wächst die Beunruhigung nachdem ein Mensch an Ebola gestorben ist. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass dort eine bestimmte Variante des Virus festgestellt worden ist. Die WHO kündigt Unterstützung an.

In Uganda ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch an Ebola gestorben. Auf Twitter teilte die Behörde am Dienstag mit, das Virus sei im Distrikt Mubende nachgewiesen worden, rund 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala. Bei dem Toten handele es sich um einen 24-Jährigen aus der Region.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gingen dem bestätigten Fall in dem ostafrikanischen Land bereits mehrere Verdachtsfälle voraus. Seit Beginn des Monats seien sechs Menschen in der Region mit typischen Ebola-Symptomen in Krankenhäuser gebracht worden und gestorben. Acht weitere Verdachtsfälle würden gegenwärtig geprüft.

Nachgewiesen wurde das relativ seltene Sudan-Ebolavirus, neben der Zaire-Ebolavirus eine der aggressivsten Varianten, wie es von der WHO hieß. Laut Matshidiso Moeti, Afrika-Direktor der WHO, ist es das erste Mal seit zehn Jahren, dass in Uganda die Sudan-Variante festgestellt wurde. Moeti kündigte an, Uganda mit Hilfsmitteln unterstützen zu wollen.

Erst im vergangenen Monat hatte Ugandas Nachbarland Kongo einen erneuten Ebola-Ausbruch gemeldet.

Go to Source

Kategorien
Ebola Gesundheitsministerium Kampala Twitter Uganda Virus WHO

Gesundheit: Mindestens ein Toter bei Ebola-Ausbruch in Uganda

In Uganda wächst die Beunruhigung nachdem ein Mensch an Ebola gestorben ist. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass dort eine bestimmte Variante des Virus festgestellt worden ist. Die WHO kündigt Unterstützung an.

In Uganda ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums mindestens ein Mensch an Ebola gestorben. Auf Twitter teilte die Behörde am Dienstag mit, das Virus sei im Distrikt Mubende nachgewiesen worden, rund 170 Kilometer westlich der Hauptstadt Kampala. Bei dem Toten handele es sich um einen 24-Jährigen aus der Region.

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gingen dem bestätigten Fall in dem ostafrikanischen Land bereits mehrere Verdachtsfälle voraus. Seit Beginn des Monats seien sechs Menschen in der Region mit typischen Ebola-Symptomen in Krankenhäuser gebracht worden und gestorben. Acht weitere Verdachtsfälle würden gegenwärtig geprüft.

Nachgewiesen wurde das relativ seltene Sudan-Ebolavirus, neben der Zaire-Ebolavirus eine der aggressivsten Varianten, wie es von der WHO hieß. Laut Matshidiso Moeti, Afrika-Direktor der WHO, ist es das erste Mal seit zehn Jahren, dass in Uganda die Sudan-Variante festgestellt wurde. Moeti kündigte an, Uganda mit Hilfsmitteln unterstützen zu wollen.

Erst im vergangenen Monat hatte Ugandas Nachbarland Kongo einen erneuten Ebola-Ausbruch gemeldet.

Go to Source

Kategorien
Biden CDC Pandemie US-Gesundheitsbehörde USA Virus

Video: Biden erklärt Pandemie in den USA für beendet

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sterben in den Vereinigten Staaten jedoch weiterhin fast 400 Menschen pro Tag an einer Infektion mit dem Virus.

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sterben in den Vereinigten Staaten jedoch weiterhin fast 400 Menschen pro Tag an einer Infektion mit dem Virus.

Go to Source

Kategorien
Auffrischung Coronavirus Impfstelle Impfstoff Kassenärztliche Vereinigung Öffnungszeiten Thüringen Virus Weimar

Corona-Pandemie: KV: Wenig Nachfrage nach Auffrischung mit neuem Impfstoff

Rechtzeitig vor dem Winter sind neue Corona-Impfstoffe verfügbar. Sie sind an verschiedener Spielarten der Omikron-Variante des Virus angepasst.

Die Nachfrage nach Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem an den Subtyp BA.1 der Omikron-Virusvariante angepassten Impfstoff ist in Thüringen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung bislang sehr verhalten. Die Impfstellen hätten 10.000 Dosen des angepassten Impfstoffs erhalten, sagte der KV-Impfmanager Jörg Mertz auf Anfrage. „Die Nachfrage ist aber noch nicht so groß, dass die Öffnungszeiten der Impfstellen erweitert werden müssen.“

Somit bleibe es vorerst weiterhin in 14 Impfstellen bei den Halbtags-Öffnungen am Mittwoch und Samstag. In den Anlaufstellen in Erfurt und Gera wird zusätzlich freitags von 14.00 bis 20.00 Uhr gespritzt, mit vorheriger Terminvereinbarung.

Derzeit werde ein weiterer kürzlich von der Europäischen Kommission zugelassener Impfstoff für die Booster-Impfungen bestellt, sagte Mertz. Das Mittel ist an die Omikron-Unterlinien BA.4 und BA.5 angepasst. Er soll voraussichtlich ab der letzten Septemberwoche in Thüringen zum Einsatz kommen. Mertz geht davon aus, dass dann die Nachfrage wieder steigt. Nach Angaben der EU-Arzneimittelbehörde wird die Auffrischung damit für Menschen ab 12 Jahren empfohlen. Die Bestellungen für die Arztpraxen laufen laut KV unabhängig von denen für die Impfstellen in Eigenregie der Praxen.

Sehr überschaubar ist Mertz zufolge aktuell die Zahl der Erstimpfungen gegen Covid-19. Von rund 6200 gesetzten Spritzen in der vergangenen Woche seien lediglich 171 Erstimpfungen gewesen.

In Thüringen sind noch 16 zentrale Impfstellen in Betrieb, die Zahl der Einrichtungen war schrittweise halbiert worden. Die verbliebenen sollen nach bisherigen Plänen zum Jahresende geschlossen werden.

Informationen der KV Thüringen zur Covid-19-Impfung

Go to Source

Kategorien
BR Christian Drosten Coronavirus Deutschland Europa Immunschutz Indien Mutation Niederlande Österreich Twitter Virus

Corona-Pandemie: Omikron-Subtyp BJ.1 – was Sie über die neue Corona-Variante wissen sollten

In Indien wurde die Omikron-Sublinie BJ.1 zuerst entdeckt, nun wurde sie auch in Europa nachgewiesen. Durch ihre vielen Mutationen könnte sie den Immunschutz besser umgehen als bisherige Varianten. Was wir bisher wissen.

In der kalten Jahreszeit könnten wir wieder stark steigene Corona-Zahlen erleben. Experten wie Virologe Christian Drosten warnen schon vor der nächsten Corona-Welle. Forschende haben nun einen neuen Omikron-Subtyp gefunden, der das Potenzial hat, den Immunschutz durch Impfungen und überstandene Corona-Infektionen zu umgehen. Was wir bisher über BJ.1 wissen.

In Deutschland ist nach wie vor die Omikron-Untervariante BA.5 für fast alle Infektionen verantwortlich – zu 95 Prozent, wie es im aktuellen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts heißt. Es entwickeln sich aber immer neue Varianten, die das Potenzial haben, bisherige Sublinien abzulösen – zuletzt BA.2.75. Eine weitere Unterlinie der Omikron-Variante BA.2 – mit dem Namen BJ.1 – ist nun auch in Europa, genauer in Österreich und in den Niederlanden, nachgewiesen worden. Derzeit sind weltweit erst zwischen 70 und 80 Fällen bekannt. Bisher breitet sich die Variante hauptsächlich in Indien aus.

STERN PAID Corona Flugzeug oder Bahn 17.49

Omikron-Subtyp BJ.1: Viele Mutationen am Spike-Protein

Obwohl erst wenige Fälle bekannt sind, könnte es zu einer schnellen Ausbreitung kommen. Warum? Zahlreiche Mutationen am Spike-Protein sind dafür verantwortlich. Das Coronavirus nutzt das Spike-Protein als Enterhaken, um an die Zellen im Körper anzudocken. Mutiert es an genau dieser Stelle, kann das dem Virus einen Vorteil verschaffen.

Heißt also: Durch die Mutationen am Spike-Protein versucht das Virus, die Immunität in der Bevölkerung zu umgehen. 31 Mutationen konnten Forschende bei der Omikron-Variante BA.2 finden, BJ.1 hat noch mal 13 weitere Mutationen. „Die neu erworbenen Mutationen sind wirklich eine unangenehme Kombination an kritischen Stellen“, schreibt Ulrich Elling, Biologe am Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, auf Twitter. BJ.1 weise einen Rekord an Mutationen auf.

Neue Varianten können neue Welle auslösen

Wie sich die neue Variante BJ.1 genau entwickelt, können Forschende zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Fest steht nur: Durch die vielen Mutationen hat die Variante das Potenzial, unsere bisherige Immunität aus Impfungen und überstandenen Infektionen zu umgehen, was zu einer hohen Ansteckungsfähigkeit führen könnte. „Das Auftreten neuer Varianten per se muss uns nicht beunruhigen. Denn im Allgemeinen ist die Immunkompetenz in der Bevölkerung durch Impfung und Genesung merklich gestiegen“, sagte Infektiologe Christoph Spinner gegenüber dem „BR“. 

Doch dass das Coronavirus durch neue Varianten immer wieder für eine neue Welle sorgen kann, haben wir in den Pandemiejahren bereits gelernt. Und: „Mit jeder neuen Variante steigt die Wahrscheinlichkeit für eine neue Welle, weil das Coronavirus so einen Weg findet, unsere Immunität zu umgehen“, erklärte Ulrich Elling im Interview mit dem stern. Ob sich eine Variante durchsetzt, hängt neben der Immunität in der Bevölkerung auch mit den herrschenden Corona-Maßnahmen zusammen.

Impfungen Krankheiten die man nicht bekommen braucht

Was das Auftauchen von BJ.1 bedeutet, ist noch nicht genau absehbar

Ob sich die neue Omikron-Sublinie BJ.1 durchsetzen wird, wird sich erst noch zeigen. „Bis BJ.1 sich ausbreitet, wäre es sicherlich noch eine ganze Zeit hin. Ich halte es aber für sehr wahrscheinlich“, sagte Ulrich Elling gegenüber dem „BR“. Bisher sei es eine Interpretation basierend auf den wenigen Daten, die zu BJ.1 vorliegen. Auch der Virenanalyst Richard Neher von der Universität Basel sieht es ähnlich. Gegenüber „Watson“ schilderte er: „Die Evolution von Sars-CoV-2 ist nach wie vor ausgesprochen schnell und Varianten mit teilweiser Immunflucht werden wohl die nächste Welle dominieren. BJ.1 ist sicherlich eine Variante, die hier genau verfolgt werden muss. Aber nicht die Einzige.“

Doch die vielen Mutationen allein heißen noch nicht, dass eine Variante gefährlich sei, führte Richard Neher weiter aus. „Sorgen hat man sich auch wegen der Variante BA.2.75 gemacht. Diese scheint sich außerhalb von Südasien aber kaum zu verbreiten.“ 

Quellen: Twitter, BR, Watson, RKI-Wochenbericht

Go to Source

Kategorien
Coronavirus COVID - 19 Deutschland Grippe Grippeimpfung Grippewelle Impfung Influenzavirus Ulf Dittmer Virus

Mögliche Twindemic: Virologe erwartet frühe Grippewelle – für wen eine Impfung wann Sinn macht

Die Grippe könnte diesen Herbst ihr Comeback erleben. Die Corona-Maßnahmen haben in den letzten Wintern auch die Influenzaviren in Schach gehalten. Virologe Ulf Dittmer rechnet in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen Influenzasaison und rät jedem, über eine Grippeimpfung nachzudenken.

Weniger Kontakte, Lockdowns, Maske tragen, Tests vor Besuchen und auf die Hygiene achten – all das hat die Verbreitung des Coronavirus eingedämmt. Auch die Zahl der Grippe-Fälle war in den letzten Winter dadurch sehr niedrig. Expert:innen befürchten für dieses Jahr allerdings ein Comeback der Influenza. Die Grippewelle in Australien gilt als Vorbote für die Lage in Deutschland. In dieser Saison hat es in Down Under eine frühe und ausgeprägte Welle gegeben. Weitere Faktoren weisen darauf hin, dass es in diesem Herbst und Winter auch in der Bundesrepublik mehr Grippe-Fälle geben könnte.

In Deutschland wird das Influenzavirus normalerweise durch Weihnachten verteilt und wir erleben erst danach Grippewellen – in diesem Jahr sei mit einer deutlich früheren Grippewelle zu rechnen, schildert Professor Ulf Dittmer, Chefvirologe der Universitätsmedizin Essen im Gespräch mit dem stern. „Wir sehen jetzt schon die Vorboten – den Sommer über hatten wir bereits einzelne Grippe-Fälle. Das Virus ist im Sommer also nicht verschwunden, das ist sehr ungewöhnlich. Normalerweise haben wir den Sommer über keine Grippe-Fälle.“ Wie genau die Grippewelle in dieser Saison ausfällt, sei auch davon abhängig, welche Corona-Maßnahmen genau in den Bundesländern im Herbst und Winter Vorschrift werden. 

STERN PAID aus Gesund Leben 6_21 Corona Grippe oder Erkältung und Gesund durch den Winter 20.00

Auch Jüngere können schwer an Grippe erkranken

Durch das viele Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in der Pandemie gab es sehr wenige andere Atemwegsinfektionen als Covid-19 und es ließen sich ungewöhnliche zeitliche Abläufe bei Viruserkrankungen, die über Atemwege und den Rachenbereich verbreitet werden, beobachten. „Wie zum Beispiel im letzten Jahr das RS-Virus – es hat bei Kindern eine ungewöhnlich frühe, sehr starke Welle ausgelöst, als die Maskenpflicht in vielen Bereichen abgeschafft wurde.“

Unser Immunsystem lässt sich zwar nicht wie ein Muskel trainieren, es hat aber trotzdem einen Einfluss darauf, wie vielen und welchen Viren, Bakterien und Keimen wir ausgesetzt sind. „Es gibt so etwas wie ein trainiertes Immunsystem – für andere Infektionen als Corona haben wir das in den letzten zwei/zweieinhalb Jahren nicht ausgebildet. Auch bei jüngeren Menschen könnte deshalb eine Influenza-Infektion schwerer ausfallen“, erklärt Ulf Dittmer.

Die Grippe sei nicht in einer Altersgruppe besonders verbreitet – es unterscheide sich allerdings die Krankheitsschwere. Eine Influenza-Infektion löst besonders bei älteren Menschen schwere Erkrankungen aus.

Grippeimpfung dieses Jahr besser schon im Oktober

Wer sich vor einer Infektion mit der Grippe schützen will, kann sich impfen lassen. Die ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Grippeimpfung für alle ab 60 Jahren. „Die größte Gesundheitsgefahr gibt es für alle über 60 Jahren und für vorerkrankte Menschen mit einer Lungenkrankheit. Die Stiko-Empfehlung halte ich auch weiter für richtig. Doch auch für Jüngere lohnt es sich, zumindest über eine Grippeimpfung nachzudenken – das Influenzavirus kann auch bei ihnen schwere Verläufe verursachen, bei denen man sich über Wochen sehr schwer angeschlagen fühlt. In dieser besonderen Saison ist es vernünftig, wenn sich jede und jeder Gedanken über eine Impfung macht.“

Durch den wahrscheinlich früheren Start der Grippesaison empfiehlt Ulf Dittmer auch eine frühere Impfung: „Viele Menschen lassen sich normalerweise im November oder Dezember gegen Grippe impfen. In diesem Jahr empfehle ich, dies spätestens im Oktober anzugehen.“ Für viele Menschen dürfte das in die Zeit fallen, in der sie sich die Booster-Spritze gegen Sars-CoV-2 verabreichen lassen wollen. „Die meisten Ärzte und Ärztinnen führen die Impfung inzwischen zeitgleich durch. Da spricht auch medizinisch, nach allem, was wir wissen, nichts dagegen. Es gibt aber auch noch Ärzte und Ärztinnen, die im Abstand von 14 Tagen impfen.“

Grippewelle und zeitgleich ein Aufflammen der Corona-Fälle als Worstcase

Neben der Impfung können auch in der Pandemie gelernte Verhaltensweisen vor einer Infektion schützen: Auch wenn das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes keine Pflicht in Innenräumen ist, ist es weiterhin ein guter Schutz. „Eine Maske ist in Innenräumen –  vor allem wenn man auf viele Personen trifft – sehr sinnvoll. Es ist ein Unterschied, ob im Raum fünf, 15 oder 100 Personen sind – die Infektionswahrscheinlichkeit steigt exponentiell, je größer die Gruppe wird. Ein Mund-Nasen-Schutz in Innenräumen, wenn man ihn tragen kann, wie zum Beispiel beim Einkaufen, macht auch diesen Herbst und Winter weiter Sinn“, sagt Ulf Dittmer.

Neben vielen Grippe-Fällen könnte in der kalten Jahreszeit auch eine weitere Corona-Welle kommen – eine sogenannte Twindemic. Die größte Sorge für den Verlauf der Corona-Pandemie ist, dass eine neue Corona-Variante auftaucht, mit der niemand rechnet – das könnte erneut für viele Corona-Fälle sorgen, schilderte Biologe Ulrich Elling im Interview mit dem stern. Was in der kalten Jahreszeit auf uns zu kommt, kann niemand genau voraussagen, doch Experten wie Virologe Christian Drosten rechnen mit einer starken Corona-Welle.

Wenn sowohl Coronaviren als auch Influenzaviren zirkulieren, ist eine gleichzeitige Infektion mit der Grippe und Sars-CoV-2 möglich: „Wir haben in Deutschland vor allem im Jahr 2020 Fälle von Doppelinfektionen mit Covid-19 und Influenza gesehen – auch hier in der Universitätsmedizin Essen. Zu dieser Zeit war der Mund-Nasen-Schutz noch nicht verbreitet und es gab auch noch keine Corona-Impfung. Die Doppelinfektionen führen häufig zu sehr schweren Verläufen“, schildert Ulf Dittmer.

FS Spanische Grippe

Symptome der Influenza

Besonders für die Krankenhäuser wäre eine Doppelwelle eine enorme Belastung: „Eine Doppelwelle von Covid-19 und Influenza wäre für Kliniken eine dramatische Situation. In der Grippesaison 2017/2018 hatten wir eine schwere Welle mit schätzungsweise 25.100 Toten in Deutschland. Am Höhepunkt der Welle im Februar 2018 hatten wir hier in der Klinik ähnlich schwierige Verhältnisse, wie wir es dann in der Pandemie mit Covid-19 erlebt haben“, sagt Ulf Dittmer.

Eine Infektion mit dem Influenzavirus ist nicht zu verwechseln mit einem grippalen Infekt. Die Influenza verläuft typischerweise deutlich schwerer. Die Krankheit beginnt sehr rasch und es setzen plötzlich Symptome wie Fieber, trockener Husten sowie Kopf- und Gliederschmerzen ein. Es gibt aber auch Fälle, bei denen Menschen nur sehr leicht erkranken – dann ist die Erkrankung nicht von einer Erkältung zu unterscheiden, schreibt das Robert Koch-Institut.

Go to Source

Kategorien
Coronavirus COVID - 19 Deutschland Grippe Grippeimpfung Grippewelle Impfung Influenzavirus Ulf Dittmer Virus

Mögliche Twindemic: Virologe erwartet frühe Grippewelle – für wen eine Impfung wann Sinn macht

Die Grippe könnte diesen Herbst ihr Comeback erleben. Die Corona-Maßnahmen haben in den letzten Wintern auch die Influenzaviren in Schach gehalten. Virologe Ulf Dittmer rechnet in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen Influenzasaison und rät jedem, über eine Grippeimpfung nachzudenken.

Weniger Kontakte, Lockdowns, Maske tragen, Tests vor Besuchen und auf die Hygiene achten – all das hat die Verbreitung des Coronavirus eingedämmt. Auch die Zahl der Grippe-Fälle war in den letzten Winter dadurch sehr niedrig. Expert:innen befürchten für dieses Jahr allerdings ein Comeback der Influenza. Die Grippewelle in Australien gilt als Vorbote für die Lage in Deutschland. In dieser Saison hat es in Down Under eine frühe und ausgeprägte Welle gegeben. Weitere Faktoren weisen darauf hin, dass es in diesem Herbst und Winter auch in der Bundesrepublik mehr Grippe-Fälle geben könnte.

In Deutschland wird das Influenzavirus normalerweise durch Weihnachten verteilt und wir erleben erst danach Grippewellen – in diesem Jahr sei mit einer deutlich früheren Grippewelle zu rechnen, schildert Professor Ulf Dittmer, Chefvirologe der Universitätsmedizin Essen im Gespräch mit dem stern. „Wir sehen jetzt schon die Vorboten – den Sommer über hatten wir bereits einzelne Grippe-Fälle. Das Virus ist im Sommer also nicht verschwunden, das ist sehr ungewöhnlich. Normalerweise haben wir den Sommer über keine Grippe-Fälle.“ Wie genau die Grippewelle in dieser Saison ausfällt, sei auch davon abhängig, welche Corona-Maßnahmen genau in den Bundesländern im Herbst und Winter Vorschrift werden. 

STERN PAID aus Gesund Leben 6_21 Corona Grippe oder Erkältung und Gesund durch den Winter 20.00

Auch Jüngere können schwer an Grippe erkranken

Durch das viele Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in der Pandemie gab es sehr wenige andere Atemwegsinfektionen als Covid-19 und es ließen sich ungewöhnliche zeitliche Abläufe bei Viruserkrankungen, die über Atemwege und den Rachenbereich verbreitet werden, beobachten. „Wie zum Beispiel im letzten Jahr das RS-Virus – es hat bei Kindern eine ungewöhnlich frühe, sehr starke Welle ausgelöst, als die Maskenpflicht in vielen Bereichen abgeschafft wurde.“

Unser Immunsystem lässt sich zwar nicht wie ein Muskel trainieren, es hat aber trotzdem einen Einfluss darauf, wie vielen und welchen Viren, Bakterien und Keimen wir ausgesetzt sind. „Es gibt so etwas wie ein trainiertes Immunsystem – für andere Infektionen als Corona haben wir das in den letzten zwei/zweieinhalb Jahren nicht ausgebildet. Auch bei jüngeren Menschen könnte deshalb eine Influenza-Infektion schwerer ausfallen“, erklärt Ulf Dittmer.

Die Grippe sei nicht in einer Altersgruppe besonders verbreitet – es unterscheide sich allerdings die Krankheitsschwere. Eine Influenza-Infektion löst besonders bei älteren Menschen schwere Erkrankungen aus.

Grippeimpfung dieses Jahr besser schon im Oktober

Wer sich vor einer Infektion mit der Grippe schützen will, kann sich impfen lassen. Die ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Grippeimpfung für alle ab 60 Jahren. „Die größte Gesundheitsgefahr gibt es für alle über 60 Jahren und für vorerkrankte Menschen mit einer Lungenkrankheit. Die Stiko-Empfehlung halte ich auch weiter für richtig. Doch auch für Jüngere lohnt es sich, zumindest über eine Grippeimpfung nachzudenken – das Influenzavirus kann auch bei ihnen schwere Verläufe verursachen, bei denen man sich über Wochen sehr schwer angeschlagen fühlt. In dieser besonderen Saison ist es vernünftig, wenn sich jede und jeder Gedanken über eine Impfung macht.“

Durch den wahrscheinlich früheren Start der Grippesaison empfiehlt Ulf Dittmer auch eine frühere Impfung: „Viele Menschen lassen sich normalerweise im November oder Dezember gegen Grippe impfen. In diesem Jahr empfehle ich, dies spätestens im Oktober anzugehen.“ Für viele Menschen dürfte das in die Zeit fallen, in der sie sich die Booster-Spritze gegen Sars-CoV-2 verabreichen lassen wollen. „Die meisten Ärzte und Ärztinnen führen die Impfung inzwischen zeitgleich durch. Da spricht auch medizinisch, nach allem, was wir wissen, nichts dagegen. Es gibt aber auch noch Ärzte und Ärztinnen, die im Abstand von 14 Tagen impfen.“

Grippewelle und zeitgleich ein Aufflammen der Corona-Fälle als Worstcase

Neben der Impfung können auch in der Pandemie gelernte Verhaltensweisen vor einer Infektion schützen: Auch wenn das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes keine Pflicht in Innenräumen ist, ist es weiterhin ein guter Schutz. „Eine Maske ist in Innenräumen –  vor allem wenn man auf viele Personen trifft – sehr sinnvoll. Es ist ein Unterschied, ob im Raum fünf, 15 oder 100 Personen sind – die Infektionswahrscheinlichkeit steigt exponentiell, je größer die Gruppe wird. Ein Mund-Nasen-Schutz in Innenräumen, wenn man ihn tragen kann, wie zum Beispiel beim Einkaufen, macht auch diesen Herbst und Winter weiter Sinn“, sagt Ulf Dittmer.

Neben vielen Grippe-Fällen könnte in der kalten Jahreszeit auch eine weitere Corona-Welle kommen – eine sogenannte Twindemic. Die größte Sorge für den Verlauf der Corona-Pandemie ist, dass eine neue Corona-Variante auftaucht, mit der niemand rechnet – das könnte erneut für viele Corona-Fälle sorgen, schilderte Biologe Ulrich Elling im Interview mit dem stern. Was in der kalten Jahreszeit auf uns zu kommt, kann niemand genau voraussagen, doch Experten wie Virologe Christian Drosten rechnen mit einer starken Corona-Welle.

Wenn sowohl Coronaviren als auch Influenzaviren zirkulieren, ist eine gleichzeitige Infektion mit der Grippe und Sars-CoV-2 möglich: „Wir haben in Deutschland vor allem im Jahr 2020 Fälle von Doppelinfektionen mit Covid-19 und Influenza gesehen – auch hier in der Universitätsmedizin Essen. Zu dieser Zeit war der Mund-Nasen-Schutz noch nicht verbreitet und es gab auch noch keine Corona-Impfung. Die Doppelinfektionen führen häufig zu sehr schweren Verläufen“, schildert Ulf Dittmer.

FS Spanische Grippe

Symptome der Influenza

Besonders für die Krankenhäuser wäre eine Doppelwelle eine enorme Belastung: „Eine Doppelwelle von Covid-19 und Influenza wäre für Kliniken eine dramatische Situation. In der Grippesaison 2017/2018 hatten wir eine schwere Welle mit schätzungsweise 25.100 Toten in Deutschland. Am Höhepunkt der Welle im Februar 2018 hatten wir hier in der Klinik ähnlich schwierige Verhältnisse, wie wir es dann in der Pandemie mit Covid-19 erlebt haben“, sagt Ulf Dittmer.

Eine Infektion mit dem Influenzavirus ist nicht zu verwechseln mit einem grippalen Infekt. Die Influenza verläuft typischerweise deutlich schwerer. Die Krankheit beginnt sehr rasch und es setzen plötzlich Symptome wie Fieber, trockener Husten sowie Kopf- und Gliederschmerzen ein. Es gibt aber auch Fälle, bei denen Menschen nur sehr leicht erkranken – dann ist die Erkrankung nicht von einer Erkältung zu unterscheiden, schreibt das Robert Koch-Institut.

Go to Source

Kategorien
Anonyme Alkoholiker Auto Bestseller Frau Kleinkinder Markus Lanz Stephen King Verfilmung Virus

Autor : Stephen King wird 75: Der König des Horrors denkt nicht ans Aufhören

Stephen King ist der Meister des Grauens. „The Shining“, „Es“ oder „Friedhof der Kuscheltiere“ – seine Werke sind weltberühmt und verkaufen sich millionenfach. Auch die Verfilmungen seiner Bücher sind Kassenschlager. Am 21. September wird der Autor 75. Und denkt nicht ans Aufhören.

Stephen King hat seine Leser das Gruseln und Fürchten gelehrt. Er hat Haustiere und Kleinkinder auf Friedhöfen aus den Gräbern steigen lassen. Er verwandelt Autos und Bernhardiner in US-amerikanischen Vorstädten zu Monstern. Er hat das friedliche Image von Clowns nachhaltig beschädigt. Er hat mehrfach die Zivilisation zerstört – mal lag es an einem tödlichen Virus, mal an Mobiltelefonen, mal am Nebel.

Er hat Hunderten Millionen Menschen über Jahrzehnte ordentlich Angst eingejagt: Stephen King, einer der erfolgreichsten Autoren der Welt, bekannt als „König des Horrors“, wird 75 Jahre alt. Seine Schreckensbilanz: 40 Romane, über 100 Kurzgeschichten, Novellen, Drehbücher, Gedichte, Essays, Kolumnen und Sachbücher.

Stephen King hat laut Verlag mehr als 400 Millionen Bücher verkauft

Sein ganzes Leben lang verbrachte Stephen King damit, den Menschen eine ordentliche Gänsehaut zu verpassen. Nach Angaben seines Verlags hat der Mann aus dem US-Bundesstaat Maine mehr als 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Aber gruselt er sich auch selbst? Er achte zumindest darauf, dass seine Füße nachts nie aus der Bettdecke herausragten, verriet er bei seinem Auftritt in der Talkshow von Markus Lanz im Jahr 2013. „Wenn du drunter bist, bist du sicher“, sagte er. „Aber wenn etwas herausragt, kann jederzeit jemand von unter dem Bett danach greifen.“

Wenn man Kings Geschichten liest, wie er immer wieder Alltägliches in Grauenhaftes verwandelt, kommt neben Bewunderung auch die berechtigte Frage auf, was im Hirn dieses Mannes vor sich geht. „Die Leute denken, ich sei ein sehr merkwürdiger Mensch. Das ist aber nicht korrekt. Ich habe das Herz eines kleinen Jungen“, zitiert sein Verlag ihn. „Es steht in einem Glas auf meinem Schreibtisch.“ 

Stephen King begann schon als Kind mit dem Schreiben 

Schon als Kind liebt King Fantasy- und Horrorgeschichten und schreibt selbst. Er hatte damals Angst davor, was im Schrank lauerte, unter dem Bett und in der Dusche. „Wenn ich einen Schatten gesehen habe, dann war das für mich ein Monster, das kam, um mich zu packen.“ Die Ängste habe er dann zu Papier gebracht und sich damit den Weg zum Psychiater gespart, erklärt er.

Er studiert Englisch, arbeitet Anfang der 70er Jahre zunächst als Englischlehrer, kann davon aber kaum die Familie ernähren. Nachts muss er noch in einer Wäscherei arbeiten. In der wenigen Freizeit, die ihm bleibt, schreibt er Kurzgeschichten. Verleger schicken ihn weg. In einem Miet-Wohnwagen beginnt er schließlich mit dem Roman „Carrie“ – und ist erstmal so unzufrieden mit dem Manuskript, dass es im Mülleimer landet. Seine Frau fischt es wieder heraus und ermutigt ihn, weiter zu schreiben. Die Geschichte über ein Mädchen mit telekinetischen Fähigkeiten, das beim Abschlussball durchdreht und sich an ihren Peinigern rächt, macht King berühmt.

In seinem Werk sind Menschen die schlimmsten Monster 

Er schreibt Bestseller wie „The Shining“, „Es“ und „Friedhof der Kuscheltiere“. Seine Werke werden weltberühmt, viele werden verfilmt. Es geht um übersinnlichen Spuk, aber auch immer wieder um das Grauen in uns selbst. Am Ende sind die Menschen die schlimmsten Monster. Literaturkritikern, die sein Werk gering schätzten, hielt er mal ganz uneitel entgegen, seine Bücher seien eben „das literarische Äquivalent eines Big Mac mit einer großen Portion Pommes“.

Auch seine eigene Biografie enthält Züge des Schreckens. In den 70ern rutscht er in die Alkohol- und Drogensucht ab, ist heute noch bei den Anonymen Alkoholikern. Im Sommer 1999 wird er von einem Betrunkenen angefahren und schwer verletzt. Aber nichts hält ihm vom Schreiben ab. „Meine Fantasie ist so gefährlich, als setze man ein kleines Kind ans Steuer eines Rennwagens“, sagt King über King. Und der Rennwagen läuft und läuft und läuft. 

Mit seiner Frau Tabitha betreibt er eine eigene Radiostation und einen Verlag

King ist eine Horror-Produktions-Maschine im Dauerbetrieb. Dabei bleibt er seinem Stil treu, aber geht mit der Zeit. Protagonisten seiner jüngeren Werke lästern über Donald Trump und schauen Serien auf Netflix, leiden aber unter denselben inneren Kämpfen wie all die Generationen vor ihnen.

Gerade erst erschien sein neuer Roman, das Fantasymärchen „Fairy Tale“. Stephen King produziert auch mit Mitte 70 noch unermüdlich, rund 2000 Wörter schreibt er am Tag. Mit seiner Frau Tabitha betreibt er eine eigene Radiostation und einen Verlag. Seine Kinder sind selbst Schriftsteller. Hat er Angst vor dem Tod? Nein, sagte er zumindest damals bei seinem Lanz-Auftritt. Angst vor Qualen und Schmerzen vielleicht, aber nicht vor dem Tod. Trotzdem: Er wäre gern noch eine Weile dabei.

Go to Source