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Federal Reserve System Inflation Jerome Powell US-Notenbank

US-Notenbank Fed gibt Leitzinsentscheidung bekannt

Im Kampf gegen die hohe Inflation gibt die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) am Mittwoch (14.00 Uhr Ortszeit; 20.00 Uhr MESZ) ihre Entscheidung über eine weitere Leitzinserhöhung bekannt. Fed-Chef Jerome Powell hat wiederholt bekräftigt, sein Ziel sei es, die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Experten erwarten eine weitere kräftige Zinserhöhung um 0,75 Punkte oder sogar um einen vollen Punkt. 

Angesichts des starken Anstiegs der Verbraucherpreise hatte die Fed in den vergangenen Monaten schon vier Mal den Leitzins erhöht. Aktuell liegt er zwischen 2,25 und 2,50 Prozent. In den USA war die Inflation im Juni auf 9,1 Prozent gestiegen, den höchsten Wert seit über 40 Jahren.

Im Juli ging sie zwar leicht auf 8,5 Prozent zurück und im August auf 8,3 Prozent im Jahresvergleich. Das ist aber nach Einschätzung der Fed noch immer viel zu hoch.  

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Aktienmarkt Asien DAX Frankfurt Frankfurt am Main MDAX Stabilisierung US-Notenbank Wall Street

Börse in Frankfurt: Dax startet mit Gewinnen

Am deutschen Aktienmarkt hat sich am Dienstagmorgen die Stabilisierung der Kurse fortgesetzt. Der deutsche Leitindex Dax legte im frühen Handel um gut ein Prozent auf 12.934,42 Punkte zu und knüpfte damit an die moderaten Gewinne vom Wochenauftakt an. Die Vorgaben aus dem späten Handel an der Wall Street am Vortag und von den Börsen Asiens stützten den Markt.

Am deutschen Aktienmarkt hat sich am Dienstagmorgen die Stabilisierung der Kurse fortgesetzt. Der deutsche Leitindex Dax legte im frühen Handel um gut ein Prozent auf 12.934,42 Punkte zu und knüpfte damit an die moderaten Gewinne vom Wochenauftakt an. Die Vorgaben aus dem späten Handel an der Wall Street am Vortag und von den Börsen Asiens stützten den Markt.

Im Brennpunkt des Interesses steht unverändert die absehbare neuerliche Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed am Mittwoch. „Vor der morgigen Fed-Sitzung überwiegt die Hoffnung, dass der Aktienmarkt eine weitere Jumbo-Zinsanhebung um 75 oder gar 100 Basispunkte gut verkraften wird“, schrieb Analyst Jochen Stanzl von CMC Markets. An den Börsen sei „eine gewisse Spekulation auf einen einsetzenden Gewöhnungseffekt“ zu beobachten.

Der MDax stieg am Morgen um 0,72 Prozent auf 24.143,06 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 lag mit gut einem Prozent im Plus.

Bei den Einzeltiteln im Dax verteuerten sich Henkel um 1,8 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat dank guter Geschäfte im Segment Klebstoffe die Umsatzprognose für das laufende Jahr erneut erhöht.

Überdurchschnittlich legten die Aktien der Autohersteller zu. Die Aufschläge reichten von 1,3 bei BMW bis zu 4,6 Prozent für die Porsche-Holding. Volkswagen verteuerten sich um 2,3 Prozent. Hier sorgte erneut der anstehende Börsengang der Porsche AG für Fantasie. An diesem Dienstag beginnt die Zeichnungsfrist für die Aktien, die den Investoren in einer Spanne von 76,50 bis 82,50 Euro angeboten werden.

Daneben bewegten Analystenkommentare die Kurse. Fraport-Aktien stiegen um 3,6 Prozent, nachdem die Barclays Bank sie gleich um zwei Schritte von „Underweight“ auf „Overweight“ hochgestuft hatte. An der MDax-Spitze gewannen Jungheinrich 6,3 Prozent, angetrieben von einer Empfehlung des Investmenthauses Oddo-BHF.

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1&1 DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main MDAX Porsche Porsche AG US-Notenbank

Börse in Frankfurt: Anleger vor Fed-Entscheid weiter defensiv

Der Dax steuert am Montag auf den fünften Verlusttag in Folge zu. Anleger reduzierten weiter ihr Risiko, bevor am Mittwoch der Zinsentscheid der US-Notenbank erwartet wird.

Der Dax steuert am Montag auf den fünften Verlusttag in Folge zu. Anleger reduzierten weiter ihr Risiko, bevor am Mittwoch der Zinsentscheid der US-Notenbank erwartet wird.

Der deutsche Leitindex verlor zur Mittagszeit 0,93 Prozent auf 12.622,37 Punkte. Während der MDax etwas milder um 0,55 Prozent auf 23.812,00 Punkte fiel, gab der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um 1,3 Prozent nach.

Unternehmensseitig waren die Blicke auf den VW-Konzern gerichtet wegen Neuigkeiten zum Börsengang der Porsche AG, der nun für den 29. September angekündigt ist. Die Papiere der Konzernholding Porsche SE reagierten mit einem Anstieg um 2,1 Prozent. Die VW-Vorzüge waren mit einem Prozent ins Minus gerutscht.

Mit minus 7,6 Prozent ein auffällig großer Verlierer in der Dax-Indexfamilie waren die Papiere von Sixt. Dafür verantwortlich gemacht wurde eine Analystenabstufung auf „Underperform“ durch die französische Investmentbank Exane BNP.

Mit bis zu 2,7 Prozent unter Druck standen auch die Aktien von 1&1 und dem Mutterkonzern United Internet. Sie litten damit unter dem stockenden Ausbau des eigenen Mobilfunknetzes. Laut 1&1-Mitteilung vom Freitagabend bremsen Lieferprobleme beim wichtigsten Ausbaupartner den Prozess. Das Zwischenziel von 1000 5G-Antennenstandorten bis Ende 2022 werde nicht erreicht, hieß es.

Umgesetzt wurden am Montag noch die jüngsten Indexänderungen. Siemens Energy ist zurück im Dax. Während die Titel des Aufsteigers unter Druck standen, griffen Anleger bei dem Absteiger Hellofresh wieder zu, wie dessen Kursplus von 1,1 Prozent zeigt. Der Kochboxenlieferant hat seine neue Heimat im MDax. Dort und im SDax gab es diverse weitere Änderungen.

Mehrere neue SDax-Mitglieder kamen gehörig unter Druck, jetzt wo die Änderungen vollzogen waren. Darunter befanden sich aus dem Energiebereich die Aktien von Nordex, Uniper und Energiekontor mit Abschlägen zwischen 3,9 und 6,5 Prozent. Auch für Cropenergies ging es um 6,2 Prozent bergab. Der Bioethanol-Hersteller kündigte an, dass wegen Kostendrucks eine Kürzung der Produktion erwogen wird.

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Credit Suisse DAX Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main MDAX US-Notenbank

Börse in Frankfurt: Anleger vor Fed-Entscheid weiter defensiv

Der Dax steuert am Montagmorgen auf den fünften Verlusttag in Folge zu.

Der Dax steuert am Montagmorgen auf den fünften Verlusttag in Folge zu.

Anleger reduzierten weiter ihr Risiko, bevor am Mittwoch der Zinsentscheid der US-Notenbank erwartet wird. Der deutsche Leitindex verlor nach einer Handelsstunde 0,70 Prozent auf 12.651,52 Punkte. Während der MDax recht milde um 0,34 Prozent auf 23.861,63 Punkte fiel, gab der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 um mehr als ein Prozent nach.

Eine erhoffte Stabilisierung ist damit auch zu Wochenbeginn zunächst wieder ausgeblieben. Mit hohen US-Inflationszahlen als Auslöser hatte der Dax in der Vorwoche über 2,5 Prozent verloren, nachdem er zwischenzeitlich noch deutlich auf 13.564 Punkte zugelegt hatte. Bei steigenden Rezessionssorgen seien alle Augen nun auf die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed gerichtet, hieß es bei der Credit Suisse.

Unternehmensseitig bleiben die Blicke auf den VW-Konzern gerichtet wegen Neuigkeiten zum Börsengang der Porsche AG, der nun für den 29. September angekündigt ist. Die Porsche-AG-Vorzüge werden in einem Korridor zwischen 76,50 und 82,50 Euro pro Stück angeboten, schon an diesem Dienstag soll die Zeichnungsfrist beginnen. Bei der Marktkapitalisierung des Sportwagenbauers werden damit Berechnungen zufolge bis zu 75 Milliarden Euro anvisiert, was eher am unteren Rand bisheriger Expertenschätzungen lag.

Die Papiere der Konzernholding Porsche SE reagierten mit einem Anstieg um 2,6 Prozent. Die VW-Vorzüge bewegten sich im Dax aber immerhin knapp mit 0,1 Prozent im Plus.

Ein in der Dax-Indexfamilie auffällig großer Verlierer waren am Montag die Papiere von Sixt, die im MDax um 8,2 Prozent absackten. Erstmals seit November 2020 wurden sie wieder unter der 90-Euro-Marke gehandelt. Dafür verantwortlich gemacht wurde eine Analystenabstufung auf „Underperform“ durch die Experten der französischen Investmentbank Exane BNP.

Mit bis zu drei Prozent unter Druck standen auch die Aktien von 1&1 und dem Mutterkonzern United Internet. Sie litten damit unter dem stockenden Ausbau des eigenen Mobilfunknetzes. Laut 1&1-Mitteilung vom Freitagabend bremsen Lieferprobleme beim wichtigsten Ausbaupartner den Prozess. Das Zwischenziel von 1000 5G-Antennenstandorten bis Ende 2022 werde nicht erreicht, hieß es. Allerdings wurde auch betont, dass die Probleme keine Auswirkungen auf den geplanten Netzstart haben dürften.

Umgesetzt wurden am Montag noch die jüngsten Indexänderungen. Siemens Energy ist zurück im Dax. Während die Titel des Aufsteigers unter Druck standen, griffen Anleger bei dem Absteiger Hellofresh wieder zu, wie dessen Kursplus von 2,3 Prozent zeigt. Er hat seine neue Heimat im MDax, gemeinsam mit dem Telekomausrüster Adtran sowie den Autozulieferern Stabilus und Hella. Auch im SDax gab es diverse Änderungen – unter anderem mit der Rückkehr von Nordex.

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Barclays China DAX Einzelhandel Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main JPMorgan Chase MDAX Talfahrt US-Notenbank USA Wall Street

Börse in Frankfurt: Dax im Minus – Weitere Talfahrt vor großem Verfall

Vor dem großen Verfall an den Terminbörsen hat sich auch am Freitag die jüngste Talfahrt im Dax fortgesetzt. Negative Impulse kamen von der Wall Street, die am Vorabend neuerliche Verluste insbesondere bei Technologiewerten verzeichnete. Nach dem schwachen Start sackte der deutsche Leitindex im frühen Handel weiter ab und stand zuletzt 1,70 Prozent tiefer bei 12.736,88 Zählern. Mit dem Schock durch die anhaltend hohe Teuerung in den USA und der Aussicht auf einen gravierenden Schritt der US-Notenbank Fed sind die Inflations- und Zinssorgen der Anleger in dieser Woche wieder größer geworden.

Vor dem großen Verfall an den Terminbörsen hat sich auch am Freitag die jüngste Talfahrt im Dax fortgesetzt. Negative Impulse kamen von der Wall Street, die am Vorabend neuerliche Verluste insbesondere bei Technologiewerten verzeichnete. Nach dem schwachen Start sackte der deutsche Leitindex im frühen Handel weiter ab und stand zuletzt 1,70 Prozent tiefer bei 12.736,88 Zählern. Mit dem Schock durch die anhaltend hohe Teuerung in den USA und der Aussicht auf einen gravierenden Schritt der US-Notenbank Fed sind die Inflations- und Zinssorgen der Anleger in dieser Woche wieder größer geworden.

Der MDax der mittelgroßen Werte verlor im frühen Freitagshandel 2,23 Prozent auf 23.910,89 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,6 Prozent ein. Teils positive Konjunkturdaten aus China, wo sich Einzelhandel und Industrie zuletzt unerwartet gut entwickelten, würden damit am Markt kaum honoriert, hieß es von Börsianern. Allerdings blieb die erdölverarbeitende Industrie des größten Ölimporteurs der Welt unter Druck.

Im weiteren Tagesverlauf könnte es noch einmal wegen des großen Verfalls zu größeren Schwankungen kommen. Anleger versuchen oft, die Kurse noch in eine für sie günstige Richtung zu bewegen

Im deutschen Leitindex gab es am Morgen nur Verlierer. Dabei stachen die Papiere der Post mit den größten Abschlägen hervor. Sie fielen auf ein Tief seit Mitte 2020 und verloren zuletzt mehr als sechs Prozent. Für den Kursrutsch sorgten die schwachen Zahlen und eine zurückgezogene Gewinnprognose des US-Konkurrenten Fedex. Zur Begründung hatten die US-Amerikaner hatten auf das eingetrübte wirtschaftliche Umfeld verwiesen.

Bewegt zeigten sich auch zahlreiche Immobilienwerte nach großen Sektorstudien von Goldman Sachs, JPMorgan und Barclays. Die sehr zinsempfindliche Branche steht aktuell wegen der Aussichten auf weiter steigende Zinsen der Notenbanken unter Druck und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Einzelhändlern um die schwächste Branche des Jahres. Auch am letzten Handelstag der Woche zeigte sich der Sektor europaweit schwach. Hierzulande standen Vonovia, Deutsche Wohnen, LEG & Co nach den teils skeptischen Analystenstimmen allesamt im Minus.

TAG Immobilien jedoch kletterten gegen den Trend an der MDax-Spitze um zweieinhalb Prozent nach oben – Barclays-Experte Sander Bunck hob sein Votum um zwei Stufen auf „Overweight“.

Aktien des angeschlagenen Versorgers Uniper blieben im Abwärtssog und fielen mit mehr als 15 Prozent auf dem letzten MDax-Platz auf ein Rekordtief. Chemiewerte wie BASF, K+S und Wacker Chemie fielen ebenfalls mit hohen Verlusten von bis zu sieben Prozent auf – die Branche ist der größte Gasverbraucher in Deutschland und entsprechend stark von der Energiekrise betroffen.

Auch Anteile am Sportartikelhersteller Adidas setzten nach einer skeptischen Studie durch die Analysten von Cowen ihre Talfahrt fort auf ein weiteres Tief seit 2016. Hier betrug das Minus zuletzt 1,7 Prozent.

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Dow Jones & Dow-Jones-Index Inflation Nasdaq NASDAQ-100 New York S&P-500 US-Dollar US-Notenbank Wall Street

US-Börsen: Wall Street: Weiter bergab vor allem an der Nasdaq

Investoren an den amerikanischen Börsen zeigen sich weiter zaghaft. Vor allem die Inflation und das hohe Zinsniveau setzen den Märkten zu – ein Sektor steht besonders unter Druck.

Die US-Börsen haben am Donnerstag nach einer nur zaghaften Stabilisierung am Vortag wieder nachgegeben.

US-Konjunkturdaten ergaben ein durchwachsenes Bild und boten den Anlegern keinen Grund, etwas an ihrer Risikoscheu zu ändern. Entscheidend bleiben die hohe Inflation, das künftige Zinsniveau und die konjunkturellen Folgen. Nervosität herrschte womöglich auch vor dem am Freitag anstehenden großen Verfall an den Terminmärkten.

Technologiewerte unter Druck

Wachstumsempfindliche Technologiewerte, die sich am Vortag etwas stärker erholt hatten, standen besonders unter Druck. Der von dieser Branche geprägte Auswahlindex Nasdaq 100 sank um 1,71 Prozent auf 11 927,49 Punkte. Er rutschte unter die Marke von 12 000 Punkten und erreichte das niedrigste Niveau seit Mitte Juli.

Während der marktbreite S&P 500 auch recht deutlich um 1,13 Prozent auf 3901,35 Zähler fiel, waren die Verluste beim Dow Jones Industrial etwas kleiner. Das Kursbarometer der Wall Street verlor 0,56 Prozent auf 30 961,82 Punkte. Auch der Dow musste aber im Tagesverlauf das nächste Tief seit Juli hinnehmen.

Marktbeobachtern zufolge vermisst der Markt derzeit neue Anreize vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Börsianer rechnen fest mit einer weiteren Zinserhöhung um 0,75 Prozentpunkte, wobei einige wegen der ungebrochen hohen Inflation auch einen ganzen Punkt für möglich halten. Ausdruck dessen ist, dass die Renditen von Staatsanleihen auf breiter Front stiegen, wobei der geldpolitisch sensible Zweijahreszins den höchsten Stand seit 2007 erreichte.

Zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht

Am Donnerstag wurden zahlreiche Konjunkturdaten veröffentlicht, die unter dem Strich gemischt ausfielen. Während ein regionaler Stimmungsindikator aus dem Bundesstaat New York positiv überraschte, enttäuschte die Industriestimmung aus dem Raum Philadelphia mit einer deutlichen Eintrübung. Besonders beachtet wurden aber die Einzelhandelsumsätze, die im August im Vergleich zum Vormonat zulegten. Allerdings sind sie ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe gesunken.

Auf Unternehmensseite kam es bei den Adobe-Anlegern gar nicht gut an, dass der Softwarekonzern die Web-Design-Softwarefirma Figma übernehmen will. Die Bereitschaft, dafür rund 20 Milliarden US-Dollar zu zahlen, löste einen Kurseinbruch um 16,8 Prozent aus. Analysten bezeichneten den Preis als hoch. Kirk Materne vom Analysehaus Evercore ISI vermutete als Grund, dass Adobe mit der Übernahme vermeiden will, dass Figma zu einem starken Gegner wird.

Im Schlepptau des Adobe-Kursrutsches standen Softwarefirmen, die auch dem Technologiesektor zugerechnet werden, allgemein weit oben auf den Verkaufslisten der Anleger. Die Papiere von Salesforce und Microsoft waren im Dow mit Abgaben von bis zu 3,4 Prozent die beiden größten Verlierer.

Banken profitieren von höheren Zinsen

Besser erging es den Banken, da sie etwa im Kreditgeschäft von höheren Zinsen profitieren können. In einem international starken Branchenumfeld zogen die Titel von Goldman Sachs und JPMorgan im Dow um bis zu 1,5 Prozent an. Analystin Magdalena Stoklosa von Morgan Stanley hält den positiven Zinseffekt in einer Branchenstudie für noch nicht angemessen gewürdigt.

Mit einer Kursrally um fünf Prozent hob sich Netflix an der Nasdaq positiv ab. Die Titel des Streaming-Anbieters zogen an, nachdem ihnen Evercore ISI eine positive Empfehlung ausgesprochen hatte. Analyst Mark Mahaney sieht vor allem enorme Chancen im günstigeren, werbefinanzierten Netflix-Abo, das 2023 starten soll. Zuletzt hatte der Streaming-König im hart umkämpften Markt zuschauen müssen, wie die Konkurrenz stärker wird.

Der Euro hat sich am Donnerstag um die Parität zum US-Dollar bewegt. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung 0,9995 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 0,9992 (Mittwoch: 0,9990) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0008 Euro.

US-Staatsanleihen haben dem allgemeinen Renditeanstieg entsprechend Kursverluste verzeichnet. Während der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries um 0,35 Prozent auf 114,56 Punkte fiel, zog die Rendite in dieser Laufzeit auf 3,45 Prozent an.

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Aktienmarkt Euro Stoxx 50 Frankfurt Frankfurt am Main Inflation MDAX US-Notenbank

Börse in Frankfurt : Leichte Verluste im Dax nach Rückschlag am Vortag

Am deutschen Aktienmarkt wirkt der Schock nach den US-Inflationsdaten vom Vortag bei den Anlegern noch nach. Die wichtigsten Indizes gaben allerdings nur noch leicht nach.

Am deutschen Aktienmarkt wirkt der Schock nach den US-Inflationsdaten vom Vortag bei den Anlegern noch nach. Die wichtigsten Indizes gaben allerdings nur noch leicht nach.

Der Leitindex Dax fiel um 0,22 Prozent auf 13.159,17 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,25 Prozent auf 25.255,33 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,2 Prozent nach unten.

Die für den Kurs der US-Notenbank Fed wichtige Kerninflation, die die Energie- und Lebensmittelpreise außen vor lässt, lag im August überraschend 0,6 Prozentpunkte über dem Vormonat und 6,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

„Es ist vor allem die weiter steigende Kernrate der Inflation, aus der die volatilen Energiepreise herausgerechnet werden, die den Anlegern Sorge bereitet, weil sie zeigt, dass die Preise quer durch die gesamte Wirtschaft steigen“, schrieb Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Handelshaus RoboMarkets. Die hartnäckige Teuerung dürfte die US-Notenbank Fed nicht von ihrem Kurs abbringen, die Zinsen schnell und deutlich zu erhöhen. Damit gewännen festverzinsliche Wertpapiere gegenüber Aktien an Attraktivität.

Unter den Unternehmen enttäuschte Kion die Anleger: Der Gabelstaplerhersteller rechnet im dritten Quartal wegen gestiegener Kosten im Projektgeschäft mit einem Verlust im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Störungen in den Lieferketten und deutlich gestiegene Kosten belasteten das Geschäft schwer.

Die Aktien von Kion brachen zuletzt als klares Schlusslicht im MDax um fast 21 Prozent ein. Die Papiere des Wettbewerbers Jungheinrich fielen um rund zwei Prozent.

Der Online-Händler About You reduzierte wegen der sinkenden Konsumlaune und der Eintrübung der Konjunktur die Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Anteilsscheine knickten am Ende des Nebenwerteindex SDax um rund neun Prozent ein.

Für die Papiere der Lufthansa ging es um fast zwei Prozent nach unten. Der Bund beendete die Beteiligung an der Fluggesellschaft. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds veräußerte seine zuletzt verbliebene Beteiligung von knapp zehn Prozent im Rahmen einer Blockplatzierung an internationale Investoren.

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Arbeitsmarkt Dow-Jones-Index Federal Reserve System Inflation Konjunktur Schach US-Notenbank US-Wirtschaft

Konjunktur: Fed: US-Wirtschaft stehen schwere Zeiten bevor

Ein stotternder Arbeitsmarkt und die hohe Inflationsrate halten die größte Volkswirtschaft der Welt weiterhin in Schach – und die US-Notenbank sieht keine Besserung am Horizont.

Die US-Wirtschaft steuert nach Einschätzung der US-Notenbank wegen der hohen Preise und wegen fehlender Arbeitskräfte in vielen Bereichen auf schwere Zeiten zu. Die Aussichten für die Wirtschaft seien schwach und dürften sich im kommenden Jahr weiter eintrüben, geht aus dem Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed (Beige Book) hervor.

Etwas Hoffnung gibt es aber zumindest beim Blick auf die weiter sehr hohen Inflationsrate. Hier gebe es Anzeichen, dass sich der Anstieg verlangsamt. Die Aussagen des Berichts lieferten alles in allem keine großen Überraschungen, sondern spiegelten die zuletzt veröffentlichten Daten und Aussagen von führenden Währungshütern wider.

Am Aktien- und Devisenmarkt kam es zu keinen stärkeren Bewegungen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial zog zunächst leicht an, schloss aber am Ende mit einem Plus von 1,4 Prozent praktisch auf dem Niveau, das er bereits vor der Veröffentlichung des Konjunkturberichts innehatte.

Der Dollar bewegte sich zum Euro unter dem Strich ebenfalls kaum, auch wenn der Eurokurs wieder über die sogenannte Parität stieg und damit wieder mehr als einen Dollar kostete. Auch die Anleihen reagieren kaum.

Die Federal Reserve stemmt sich seit längerem gegen die hohe Inflation. Im Juli hatte sich die jährliche Inflationsrate auf 8,5 Prozent etwas abgeschwächt, nachdem sie noch im Juni mit 9,1 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren gestiegen war. Die Daten für den August stehen am Dienstag in der kommenden Woche (13. September) an. Von Bloomberg befragte Experten gehen dabei von einem Plus von 8,1 Prozent aus.

Der Konjunkturbericht der Federal Reserve gibt nicht die Wahrnehmung der Fed wieder, sondern stellt die Sichtweise wichtiger Kontaktpersonen etwa aus großen Unternehmen dar. Der aktuelle Konjunkturbericht wurde von der regionalen Notenbank von San Francisco verfasst. Er beschreibt die konjunkturelle Lage in den Vereinigten Staaten von Anfang Juli bis Ende August.

Das Beige Book wird acht Mal im Jahr jeweils zwei Wochen vor der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Fed, bei der über die Zinspolitik entschieden wird, veröffentlicht. Bei der Sitzung in zwei Wochen wird eine weitere Anhebung der Leitzinsen um einen halben Prozentpunkt auf 2,75 bis 3,00 Prozent erwartet, nachdem die US-Notenbank diese in den vergangenen beiden Sitzungen sogar jeweils um 0,75 Prozentpunkte erhöht hatte. Anfang März hatte die Spanne für den Leitzins noch bei 0 bis 0,25 Prozent gelegen, bevor die US-Notenbank die Zinswende einleitete. Wegen der zuletzt stark steigenden Preise wurde der Kurs zuletzt massiv verschärft.

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Adidas Eurozone Frankfurt Frankfurt am Main Kursrutsch MDAX Nord Stream Pipeline US-Notenbank

Börse in Frankfurt: Dax stoppt Kursrutsch vor US-Jobbericht

Kurz vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht hat sich der Dax am Freitag leicht erholt. Am Vortag war er sehr schwach in den traditionell schwierigen Börsenmonat September gestartet, nun ging es gegen Ende der ersten Handelsstunde um 1,11 Prozent auf 12.770,99 Punkte nach oben. Damit wird der Abstand zum Jahrestief von 12.391 Punkten wieder etwas größer.

Kurz vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht hat sich der Dax am Freitag leicht erholt. Am Vortag war er sehr schwach in den traditionell schwierigen Börsenmonat September gestartet, nun ging es gegen Ende der ersten Handelsstunde um 1,11 Prozent auf 12.770,99 Punkte nach oben. Damit wird der Abstand zum Jahrestief von 12.391 Punkten wieder etwas größer.

Die Stimmung der Anleger sei zuletzt sehr negativ geworden, kommentierte Marktexperte Andreas Lipkow. Genau darin liege aber die Chance. Institutionelle Investoren nutzten die Gelegenheit für selektive Käufe. Positiv gewertet wurde von Börsianern die Tatsache, dass nach einem dreitägigen Lieferstopp für Samstagmorgen nach vorläufigen Netzdaten wieder russische Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 angekündigt sind.

Auch der breite Markt erholte sich am Freitag nach dem tiefroten Vortag etwas: Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten zog um 0,97 Prozent auf 24.651,64 Punkte an, während das Eurozonen-Barometer EuroStoxx um 0,7 Prozent stieg.

Die Blicke sind nun auf den US-Arbeitsmarktbericht für August gerichtet. Fällt dieser am Nachmittag stark aus, dürfte sich die US-Notenbank Fed auf ihrem steilen Straffungskurs bestätigt sehen. Ein Jobmarkt in guter Verfassung würde für den nötigen Spielraum sorgen, um die hohe Inflation weiter mit kräftigen Zinserhöhungen zu bekämpfen. Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets glaubt, dass eine Erhöhung um 0,75 Prozentpunkte auf der Sitzung im September beschlossene Sache sein sollte.

Aber auch in der Eurozone bahnt sich möglicherweise ein höheres Tempo der Zinserhöhungen an, der nächste Entscheid steht hier an diesem Donnerstag an. Laut der LBBW könnten deshalb am späten Vormittag die Erzeugerpreise in der Eurozone einen Blick wert sein. Nach zwei Monaten der Entspannung geht Analyst Martin Siegert von der Landesbank wieder von einem Anstieg auf 38 Prozent aus – nach 35,8 Prozent im Vormonat.

Auf Unternehmensseite sorgte ein Übernahmeangebot für SLM Solutions für Gesprächsstoff: Die Papiere sprangen um 72,5 Prozent auf 19,66 Euro nach oben. Sie näherten sich damit dem 20 Euro hohen Barangebot des japanischen Nikon-Konzerns, der einen weltweit führenden Anbieter für 3D-Metalldruck schaffen will.

Bei Aktien von Adidas und Puma verwiesen Händler auf starke Quartalszahlen des nordamerikanischen Wettbewerbers Lululemon, der auch seinen Ausblick anhob. Mit einem Anstieg um 0,1 Prozent entwickelten sich Adidas unterdurchschnittlich. Puma-Titel zogen stärker als der Dax um 1,4 Prozent an.

Bei Bayer gab es Neuigkeiten mit einem Gerichtserfolg, hier legte der Kurs aber auch nur unterdurchschnittlich um ein halbes Prozent zu. Händler verwiesen darauf, dass im Streit um die möglicherweise krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat mittlerweile der fünfte Fall in Folge gewonnen wurde.

Wichtige Stützen für den Dax waren die zuletzt recht stark gesunkenen Aktien aus zyklischen Branchen, darunter der feste Automobilsektor mit Kursgewinnen von bis zu 2,6 Prozent bei den drei großen Branchenwerten BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen.

Als weniger zyklische Branche erholten sich aber auch die Versorger – unter anderem wegen der anhaltenden Diskussion über längere Laufzeiten für Atomkraftwerke. Zwei Meiler könnten laut dem „Handelsblatt“ am Netz bleiben, ein Börsianer glaubt dabei an ein Kraftwerk von Eon. Die Eon-Titel setzten sich mit einem Kurssprung um drei Prozent an die Dax-Spitze.

Die Henkel-Aktien gerieten dagegen wegen einer Abstufung unter Druck. Nach einer Verkaufsempfehlung durch Goldman Sachs waren sie mit einem Abschlag von 0,8 Prozent der größte unter nur zwei Dax-Verlierern. Der Analyst Olivier Nicolai von der Investmentbank positionierte sich in seiner Studie vorsichtig hinsichtlich des Ausblicks für die Klebstoffsparte.

Die Nordex-Aktien wurden von der Citigroup zum Kauf empfohlen, für sie ging es um 2,6 Prozent nach oben.

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Deutsche Presse-Agentur Enteignung Euroraum EZB Frankfurt am Main Inflation Privatbank US-Notenbank Zins

Banken: Metzler-Vorstand: „Enteignung der Sparer“ nicht beendet

Nach Jahren der Flaute steigen die Zinsen im Euroraum wieder. Doch bis das bei Anlegern ankommt, wird es noch dauern, meint Emmerich Müller von der Privatbank Metzler.

Anlegerinnen und Anleger werden nach Einschätzung der Frankfurter Privatbank Metzler noch länger mit niedrigen Zinsen umgehen müssen. „Positive Realzinsen sehe ich absehbar nicht“, sagte Metzler-Vorstand Emmerich Müller der Deutschen Presse-Agentur. „Wir erleben seit Jahren eine schleichende Enteignung der Sparer.“ Der Realzins ist der Zins für Spareinlagen nach Abzug der Teuerungsrate.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zwar inzwischen die Wende hin zu steigenden Zinsen eingeleitet und weitere Zinserhöhungen werden erwartet. Allerdings ist auch die Inflation zuletzt deutlich geklettert. „Die EZB war leider zögerlicher als die Fed und ist im Grunde zu spät dran“, sagte Müller mit Verweis auf den Kurs der US-Notenbank Fed. Die Bekämpfung der Inflation über höhere Zinsen sei in der aktuellen Situation allerdings auch schwierig, weil diese über die Angebotsseite und weniger über die Nachfrageseite getrieben sei. „Gegen gestörte Lieferketten helfen höhere Zinsen zum Beispiel nicht“, erklärte Müller.

„Wir werden mittel- bis langfristig mit einem etwas höheren Preisniveau leben müssen. Die gestiegenen Preise werden nicht so schnell wieder verschwinden“, prognostizierte Müller. „Bei Energie zum Beispiel wird es nach meiner Erwartung nicht mehr auf das Niveau von vor der Krise zurückgehen.“

Die Menschen in Deutschland seien allerdings vielleicht auch „zu verwöhnt“, sagte Müller: „Viele geben sich immer noch der Illusion hin, dass Belastungen und Krisen an ihnen vorüberziehen, ohne dass sie diese bemerken.“

Höhere Preise seien natürlich ein Problem für die Bürger. „Insofern ist das politische Bemühen richtig, zielgerichtet zu entlasten“, sagte Müller. „Welches die richtigen Mittel sind, darüber lässt sich diskutieren, allerdings halte ich die permanente Kritik an den politischen Maßnahmen für unangebracht. Es ist nicht einfach, in solch einer Situation immer die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.“

Die aktuellen Krisen erfordern nach Ansicht von Müller Spielräume bei staatlichen Ausgaben. „Wir wissen nicht, was in den nächsten Monaten noch auf die Haushalte und Unternehmen zukommen wird. Daher könnte etwas Flexibilität erforderlich sein“, sagte der Bankier. „Die Schuldenbremse wird wieder eingehalten werden. Ob das schon 2023 der Fall sein muss, wird sich zeigen.“

Die seit 2009 im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse erlaubt dem Bund nur in geringem Maße neue Kredite. 2020 und 2021 machte der Bund wegen hoher Pandemielasten von der Ausnahmeregelung Gebrauch, dieses Instrument in Notsituationen vorübergehend aufheben zu können. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will die Schuldenbremse 2023 wieder einhalten. Da ist angesichts der aktuellen Herausforderungen in der Ampel-Koalition nicht unumstritten.

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