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Corona-Pandemie: Dänemark verzeichnet hohe Infektionszahlen und erste Omikron-Todesfälle. Doch das Land ist optimistisch

Dänemark steckt mitten in einer heftigen Omikron-Welle. Die Behörden meldeten jetzt erstmals 18 Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavariante. Dennoch sehen die Experten der Gesundheitsbehörden Silberstreifen am Horizont.

Omikron hat Dänemark fest im Griff. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag bei enormen 2033,4. Besonders die Hauptstadt Kopenhagen und umliegende Kommunen sind stark betroffen. In fast allen Fällen handelt es sich um Infektionen mit der Omikron-Variante. Am Dienstag meldeten die Behörden insgesamt knapp 25.000 neue Fälle.

Auch die Krankenhäuser stehen unter großen Druck. Derzeit befinden sich 794 Corona-Patient:innen in den dänischen Kliniken – ein Zuwachs von 24 im Vergleich zum Vortag (Stand Dienstag). 77 davon liegen auf der Intensivstation.

Im September hatte Dänemark noch das Ende aller Corona-Maßnahmen gefeiert. Keine Masken, keine Impf- oder Test-Nachweise, offene Diskotheken, Großveranstaltungen. Doch auf den Freudentaumel folgte die bittere Ernüchterung namens Omikron. Die Maskenpflicht wurde vielerorts wieder eingeführt, unter anderem in Schulen, im Handel und im öffentlichen Transport. Ein Corona-Pass muss bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren vorgezeigt werden. Es gilt ein Ausschankverbot für Alkohol zwischen 22 und 5 Uhr. Personenobergrenzen für Geschäfte und Gastronomie wurden eingeführt. Clubs und Diskotheken, Zoos, Theater, Kinos und viele weitere Einrichtungen sind geschlossen.STERN PAID 01_22 Interview Risikoforscher Omikron 6.23

Bisher kaum Omikron-Intensivpatient:innen in Dänemark

Trotz der strikten Maßnahmen ist ein Abebben der Infektionszahlen nicht in Sicht. Tyra Grove Krause vom Statens Serum Insitut (SSI), einer dänischen Gesundheitsbehörde, sagte dem dänischen Fernsehsender TV2: „Omikron ist hier, um zu bleiben und es wird im kommenden Monat für eine massive Ausbreitung der Infektion sorgen.“

Auch für erste Todesfälle hat Omikron verursacht. Am Montag veröffentlichte das SSI einen Bericht zur Omikron-Lage im Land. Demnach sind in Dänemark 18 Menschen an den Folgen einer Infektion mit der Virus-Mutante gestorben – bei knapp 56.000 Omikron-Infektionen zwischen dem 21. November und dem 28. Dezember.  

Doch die Zahlen des SSI beinhalten auch positive Zeichen: Mit Omikron wurden bislang 112 Menschen in Krankenhäuser eingeliefert. Weniger als fünf davon mussten auf die Intensivstation.

Ein Grund dafür könnte die hohe Impfbereitschaft in dem skandinavischen Land sein. 78,3 Prozent der dänischen Bevölkerung ist vollständig geimpft, mehr als 49 Prozent sind geboostert. Weitere Zahlen des SSI schlüsseln auf, wie hoch die Inzidenzen bei Geimpften und Ungeimpften sind. Hier zeigt sich: Zwar sind die absoluten Zahlen bei den vollständig Geimpften höher, dafür sind die Inzidenzen dort niedriger. Dies liegt auch daran, dass es deutlich mehr Geimpfte als Ungeimpfte in Dänemark gibt.Corona in Europa 20.00

Höhere Inzidenzen bei Ungeimpften

Bei den vollständig Geimpften wurden am Dienstag 17.683 Neuinfektionen und 496 Hospitalisierte registriert. Bei Ungeimpften wurden diese Werte mit 2587 respektive 220 angegeben. Bei den Inzidenzen ist es aber umgekehrt. Die Inzidenz bei vollständig Geimpften beträgt 390,8; bei Ungeimpften 512,2. Hier werden nur die Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden herangezogen. Und bei der Hospitalisierung liegt die Inzidenz bei Geimpften bei 11 – während sie bei Ungeimpften bei 43,6 liegt.

„Es ist klar, dass es die Ungeimpften sind, die durch die Corona-Infektion so krank werden, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Ungeimpfte Erwachsene gibt es in Dänemark insgesamt nicht so viele, aber sie füllen einen relativ großen Teil der Aufnahmezahlen“, sagte Abteilungsleiter Palle Valentiner-Branth vom SSI.

Mehrere Experten wiesen jedoch darauf hin, dass sich Omikron bislang vor allem bei jungen Menschen verbreitet und daher Daten dazu fehlen, wie krank ältere Menschen werden, wenn sie sich mit der Variante anstecken.

Optimismus trotz schwieriger Lage in Dänemark

Die Fachleute beim SSI sind allerdings auch guter Dinge, was den zukünftigen Verlauf der Omikron-Welle und der Pandemie angeht. Epidemiologin Grove Krause erklärte: „Omikron wird unser Gesundheitssystem noch belasten können, aber alle Anzeichen sprechen dafür, dass es milder ist als die Delta-Variante. Das Risiko, ins Krankenhaus zu kommen, ist halb so groß wie bei Delta. Deshalb kann das Gesundheitswesen immer noch unter Druck geraten, wenn wir eine starke Ausbreitung von Infektionen sehen.“ Dies sei „die Herausforderung in der nächsten Zeit“.

Aber eine optimistische Prognose hat sie auch im Gepäck, was den Einfluss des Coronavirus auf das Leben und den Alltag der Däninnen und Dänen anbelangt: „Ich denke, das (Virus) wird es in den nächsten zwei Monaten geben, und dann hoffe ich, dass die Infektionen nachlassen und wir unser normales Leben zurückbekommen.“ Dennoch müsse man noch eine Zeit auf Corona-Regeln und Maßnahmen setzen, um Infektionen zu verhindern.

Im dänischen Rundfunksender P1 sagte die SSI-Abteilungsleiterin zudem, dass sie erwarte, dass die Omikron-Welle Ende Januar ihren Gipfel erreichen werde. Ab Februar rechnet das SSI damit, dass die Infektionszahlen und damit auch der Druck auf die Krankenhäuser sinken. Grove Krause erklärte zwar, dass der Impfschutz bei Omikron – auch mit Booster-Impfung – nicht mehr so hoch sei. Aber: „Glücklicherweise sind wir vor ernsthaften Erkrankungen geschützt, und wenn Omikron einen milderen Verlauf nimmt, bedeutet das, dass ein sehr großer Teil von uns diese Krankheit bekommt, und dann bekommen wir etwas, das Herdenimmunität gleicht.“

Omikron könnte die Virus-Variante sein, die die Pandemie beenden könne. Es könne „die letzte Phase oder Welle von Corona sein. Zumindest können wir es hoffen.“Studie: Milde Verläufe Omikron 06.10

„Müssen alle impfen, bevor wir uns sicher fühlen können“

Auch SSI-Chef Henrik Ullum zeigte sich vorsichtig optimistisch. Besser gesagt optimistischer, nachdem er im Dezember mitteilte, dass er nicht erkenne, dass Omikron milder verlaufe. Der dänischen Zeitung „Berlingske“ sagte er am Dienstag, dass er ebenfalls mit einem Omikron-Höhepunkt Ende Januar rechne. „Hier wird es weiterhin Viren geben, aber die Infektionsraten werden sinken und somit auch die Belastung unseres Gesundheitssystems geringer sein“, so Ullum. Impfstoffe und Infektionen würden der Bevölkerung eine Immunität geben, die auch vor möglichen neuen Varianten des Virus schützen könne.

Doch die optimistischen Nachrichten bei Omikron bedeuten nicht, dass die Pandemie damit auch ein baldiges Ende findet. Eskild Petersen, Professor für Infektionskrankheiten an der Abteilung für Klinische Medizin der Universität Aarhus, sagte der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau, dass die ungleiche Verteilung der Impfstoffe zwischen armen und reichen Ländern der Grund dafür seien. „Ich denke, wir müssen alle Menschen impfen, bevor wir uns vollkommen sicher fühlen können.“ Petersen denkt daher, dass noch einige Jahre dauern wird, bis die Corona-Pandemie vorbei ist.

Weitere Quellen: coronasmitte.dk, TV2, „Politiken“

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Coronavirus Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz Sars-Cov-2 Virus

Corona-Inzidenz in Rheinland-Pfalz deutlich gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz ist am Dienstag deutlich gestiegen. Das Landesuntersuchungsamt ermittelte einen Wert von 196,1 nach 170,0 am Vortag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Rheinland-Pfalz ist am Dienstag deutlich gestiegen. Das Landesuntersuchungsamt ermittelte einen Wert von 196,1 nach 170,0 am Vortag.

Die Gesundheitsämter erfassten innerhalb von 24 Stunden 2639 neue Infektionen mit dem Virus Sars-Cov-2. Demnach ist aktuell bei 23.106 Menschen in Rheinland-Pfalz eine Corona-Infektion nachgewiesen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit der Virusvariante Omikron stieg innerhalb eines Tages von 102 auf 123. Von den Laboruntersuchungen, bei denen die Variante ermittelt wurde, entfielen nach Angaben des Landesuntersuchungsamts 46,6 Prozent auf Omikron und 53,4 Prozent auf die bisher dominierende Variante Delta.

Die Hospitalisierungsinzidenz blieb unverändert bei 2,42 Krankenhaus-Neuaufnahmen von Covid-Patienten pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Covid-Patienten stieg um 12 auf 4671.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gab es am Dienstag in der Stadt Kaiserslautern mit 426,4 Infektionen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen. Danach folgten der Landkreis Kaiserslautern (378,1), die Landeshauptstadt Mainz (320,6) und der Kreis Germersheim (244,9). Am niedrigsten war die Inzidenz mit 108,5 im Kreis Bernkastel-Wittlich.

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Bayern Coronavirus Dayot Upamecano FC BAyern Joshua Kimmich Josip Stanisic Lucas Hernández Malediven Manuel Neuer München Twitter Virus

Bundesliga: Corona-Alarm beim FC Bayern: Jetzt auch Sané und Upamecano infiziert

Die Corona-Welle erfasst den FC Bayern immer mehr. Zuletzt hatte es Hernández und Nianzou erwischt, nun haben sich auch Stürmer Leroy Sane und Abwehrmann Dayot Upamecano mit dem Virus infiziert.

Nach dem Neujahrs-Schreck um Malediven-Urlauber Manuel Neuer hat sich der Corona-Alarm beim FC Bayern München zum Trainingsstart weiter verschärft. Am Montagabend hatten die Franzosen Lucas Hernández und Tanguy Nianzou nach positiven Tests die Zahl der mit dem Virus infizierten Profis beim Fußball-Herbstmeister auf zunächst sechs erhöht. Am Dienstag bestätigte sich dann auch bei Nationalspieler Leroy Sané und Abwehrmann Dayot Upamecano das positive Testergebnis.Quarantäne in Dubai: Corona wird zum Problem 15.40

Bei Sané und Upamecano sowie bei Josip Stanisic hatte es Montag zunächst geheißen, die Diagnostik sei „noch nicht abgeschlossen“. Am Dienstagnachmittag gab der Rekordmeister dann auf Twitter die bestätigten Infektionen der beiden Leistungsträger bekannt. Trainer Julian Nagelsmann wird die Bundesliga-Rückrunde am Freitag gegen Borussia Mönchengladbach nach jetzigem Stand mit einem Rumpfaufgebot seines Luxuskaders eröffnen müssen.

Am Neujahrstag hatten die Bayern die Urlaubs-Infektionen von Kapitän Neuer, Kingsley Coman (Dubai), Corentin Tolisso (Frankreich) und Omar Richards sowie von Co-Trainer Dino Toppmöller vermeldet. Weltmeister Hernández verbrachte ebenfalls den Urlaub auf den Malediven und ist nun dort in Quarantäne. Den ursprünglich für Sonntag geplanten Trainingsstart hatten die Bayern nach dem Corona-Ausbruch um einen Tag verschoben. Die grassierende Omikron-Welle könnte für die Bayern die wohl größte Stolperfalle zu Beginn des neuen Jahres darstellen.FS Bundesliga 18 Clubs 18 Thesen 10.33

Immerhin war bei der Übungseinheit am Montagmorgen ein prominenter Rückkehrer dabei: Nationalspieler Joshua Kimmich konnte nach seiner Covid-19-Infektion mit anschließenden Lungenproblemen wieder loslegen. Auch der vor Weihnachten verletzte Leon Goretzka stand wieder auf dem Platz. Der Mittelfeldspieler trainierte aber nach dem Aufwärmen individuell mit Serge Gnabry.

Zwei Monate nach seinem letzten Einsatz im Bayern-Trikot scheint bei dem inzwischen geläuterten Impfzauderer Kimmich auch angesichts der Personalnot sogar ein Einsatz im Klassiker gegen Gladbach möglich. „Er kommt stark zurück“, hatte Nagelsmann bereits zum Hinrundenende voller Überzeugung versichert, als sich Kimmichs Zwangspause wegen Infiltrationen der Lunge weiter verzögert hatten.

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Coronavirus Frankreich Mutante Mutation Omikron Virus

Medienberichte: Neue Coronavirus-Variante in Frankreich entdeckt – was über die Mutante bekannt ist

Dass das Coronavirus mutiert, ist normal. Aber wann wird eine Mutation zur Gefahr? Aktuell wird viel über eine neue Virusvariante in Frankreich berichtet. Welche Rolle B.1.640.2 im weiteren Infektionsgeschehen spielen wird, ist allerdings vollkommen offen.

Omikron hat sich seit Ende November weltweit ausgebreitet und gilt auch in einigen europäischen Staaten als dominant. Was man bisher weiß: Das Virus ist infektiöser als vorhergehende Varianten, verursacht aber wohl mildere Infektionsverläufe als etwa Delta. Dennoch bedroht die Mutante nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch die kritische Infrastruktur, wenn zu viele Menschen sich parallel infizieren. Einige Länder, darunter die USA, haben bereits eine kürzere Quarantänedauer für Infizierte ohne Symptome auf den Weg gebracht.STERN PAID Neue Corona-Mutation

In Frankreich, wo Omikron Delta bereits verdrängt hat und nun dominiert, meldeten Wissenschaftler kürzlich eine neue Virusvariante. Wie das Institut für Infektionskrankheiten am Universitätsklinikum in Marseille (IHU) bereits im Dezember per Twitter mitteilte, wurde das Virus bei einigen Patienten entdeckt. Bislang wird die neue Variante B.1.640.2 genannt. Zahlreiche Medien berichten aktuell über sie. 

Virusvariante weist 46 Mutationen auf

Wie aus einem Preprint der Wissenschaftler aus Marseille hervorgeht, wurde B.1.640.2 bei zwölf Corona-Patienten in Südfrankreich nachgewiesen. In den Proben entdeckten die Forscher „atypische Mutations-Kombinationen“. Die Wissenschaftler vermuten, dass die neue Virusmutation ihren Ursprung in Kamerun hat und von einem Reiserückkehrer nach Frankreich eingeschleppt wurde. In ihrer Studie identifizierten die Forscher 46 Mutationen, von denen einige das Spike-Protein des Virus betreffen.

Wie die Forscher mitteilen, weist die neue Variante zudem bereits bekannte Mutationen auf. N501Y wurde unter anderem bereits in der Alpha-Variante nachgewiesen und sorgt dafür, dass das Virus besser an den menschlichen Zellen andocken kann. Die zweite Mutation E484K wird in der Fachwelt als „Escape-Mutation“ bezeichnet und befindet sich am Spike-Protein. Sie macht das Virus unempfindlicher gegen bereits gebildete neutralisierende Antikörper und wurde unter anderem bereits in der Beta-Variante des Coronavirus nachgewiesen.

PAID Corona Sequenzierer Großbritannien 10.15Ob von dem Virus eine größere Gefahr als von bisherigen Varianten ausgeht, ist aktuell allerdings vollkommen offen. Auch die Frage, ob das Virus die vielerorts vorherrschende Omikron-Variante verdrängen könnte, lässt sich aktuell nicht beantworten. Allerdings werten die Wissenschaftler die im Preprint veröffentlichten Daten als „ein weiteres Beispiel für die Unvorhersehbarkeit des Auftretens von Sars-CoV-2-Varianten und deren Einschleppung in ein bestimmtes geographisches Gebiet aus dem Ausland“.

Variante könnte künftig kaum eine Rolle spielen

Dass Viren mutieren, ist nicht überraschend. „Mutationen stehen an der Tagesordnung. Es ist mehr oder weniger jetzt dem Zufall geschuldet, dass von dieser Mutation berichtet wurde, denn es entstehen andauernd viele weitere Mutationen, von denen man gar nichts mitbekommt“, sagt etwa der Allgemeinmediziner und Medizinjournalist Christoph Specht gegenüber RTL. Nicht von jeder Mutante geht automatisch eine Bedrohung für die Bevölkerung aus.

Ob B.1.640.2 wirklich besorgniserregend sein wird, könne man zum aktuellen Zeitpunkt nicht sagen, so Specht. Wie sich B.1.640.2 in Bezug auf das Infektionsgeschehen, die Verbreitung und die Impfungen verhalte, sei „noch völlig unklar“. Auch habe die Weltgesundheitsorganisation WHO B.1.640.2 noch nicht entsprechend ihres Klassifikationssystems eingestuft. Dies zeige, dass der Mutante bisher kaum Bedeutung zugeschrieben wurde. 

Das Klassifikationssystem der WHO sieht folgende Stufen vor:

  • Zu dem besorgniserregenden Varianten („Variants of Concern“) zählen etwa Omikron und Delta. Derartige Varianten zeichnen sich beispielsweise durch eine hohe Infektiosität aus, oder aber sie können dem Immunschutz durch Impfungen besser als andere Varianten entgehen.
  • Zu den Varianten von Interesse („Variants of Interest“) zählen weniger bekannte Mutanten wie etwa Lambda oder Mu. Sie weisen Veränderungen in ihrem genetischen Code auf, die in Zusammenhang mit bestimmten kritischen Eigenschaften stehen – etwa einer erhöhten Übertragbarkeit. Ob diese Eigenschaften auch tatsächlich auf diese Varianten zutrifft, muss allerdings erst noch weiter untersucht werden. 
  • Zu den Varianten unter Beobachtung („Variants under Monitoring“) zählt etwa die bretonische Mutante vom März letzten Jahres. Nach Definition der WHO handelt es sich hierbei um Viren, die genetische Veränderungen aufweisen, deren Auswirkungen jedoch aufgrund einer mangelnden Datengrundlage noch nicht genau bestimmt werden können.

Ob sich die neue Variante durchsetzen und weiter verbreiten wird, ist nach Ansicht des Experten vollkommen offen. Er verweist auf fehlende Daten. Nach seiner Einschätzung könnte die Variante auch „schnell wieder verschwinden“. Fakt sei aber, dass Omikron nicht die letzte Mutante sein werde: „Nach Omikron werden weitere Mutationen entstehen. Omikron – und eventuell auch die neue Mutation – werden nicht die letzten Varianten sein, die entdeckt werden.“

Quellen: Preprint IHU, „Le Figaro„, Sud Ouest, Weltgesundheitsorganisation, La Depeche.fr, RTL, C News,

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Ausbreitung Coronavirus Omikron Virus

Neue Studie: Warum die schnelle Ausbreitung von Omikron ein Grund für (vorsichtigen) Optimismus sein könnte

Omikron breitet sich rasend schnell aus und könnte Delta bald als vorherrschende Corona-Variante ablösen. Warum das möglicherweise sogar eine gute Nachricht ist, zeigen neue Studienergebnisse zum Krankheitsverlauf.

Die Omikron-Infektionszahlen steigen weiter unermüdlich. Inzwischen werden der neuen Corona-Variante 30.325 Fälle zugeordnet (Stand 3.1.), Tendenz steigend. Schon bald, da sind sich Experten einig, wird sie Delta als vorherrschende Variante ablösen. In Dänemark beispielsweise ist das längst der Fall. Und das könnte eine gute Nachricht sein. Denn obwohl der Peak der aktuellen Welle in Deutschland wohl noch nicht erreicht ist, macht sich unter Experten bereits ein vorsichtiger Optimismus breit. Und Gesundheitsminister Karl Lauterbach sprach bei der ZDF-Silvestershow gar von einem „Licht am Ende des Tunnels“. 

Schließlich mehren sich die Hinweise darauf, dass sich Omikron zwar wesentlich schneller verbreitet als Delta, aber eben auch weniger schwere Fälle verursacht. Eine Erklärung, warum das so ist, bietet die Studie eines Forscherteams aus den USA und Japan, welche bisher erst als Preprint veröffentlicht wurde. Demnach könnte des Rätsels Lösung in der Lunge zu finden sein.STERN PAID 01_22 Interview Risikoforscher Omikron 6.23

Mildere Verläufe nach Omikron-Infektion 

Für die Untersuchung infizierten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Mäuse und Hamster mit verschiedenen Varianten des Coronavirus. Dabei stellten sie fest, dass die Tiere, die mit Omikron infiziert worden waren, im Schnitt mildere Symptome aufwiesen, weniger Gewicht verloren und seltener starben als die Vergleichstiere.

Für eine Überraschung sorgten die Goldhamster. Eine Corona-Infektion sei bisher bei Versuchstieren dieser Art fast immer schwer verlaufen. Die Omikron-Infektion steckten sie hingegen vergleichsweise gut weg, beobachtet wurden lediglich milde Verläufe. Gegenüber der „New York Times“ (NYT) betonte Michael Diamond von der Washington Universität in St. Louis und Mitautor der Studie: „Das war überraschend, da jede andere Variante die Hamster stark infiziert hat.“ 

Wie kann das sein? Eine Antwort könnten die Experten in Nase und Lunge der Tiere gefunden haben. Denn Omikron scheint sich mehr als frühere Varianten auf die oberen Atemwege zu konzentrieren. So war die gemessene Viruslast in den Nasen der Hamster zwar ebenso hoch wie bei Tieren, die mit anderen Corona-Varianten infiziert waren. Dafür aber konnten die Wissenschaftler sehr viel weniger Virus in den Lungen nachweisen – nur etwa ein Zehntel der Menge im Vergleich zu anderen Varianten. In dem Zusammenhang wurde auch eine geringere Schädigung der Lunge beobachtet. Zu beachten ist bei diesen Ergebnissen, dass die Studie noch nicht von unabhängigen Experten geprüft wurde. Zudem handelt sich um eine Studie an Tieren, nicht an Menschen.

Eine Forschergruppe der Universität Hongkong hatte außerdem bereits Mitte Dezember Studienergebnisse vorgelegt, wonach sich Omikron wohl auch in menschlichem Lungengewebe langsamer verbreite als andere Corona-Varianten – laut den Ergebnissen bis zu zehnmal langsamer. Mit zwölf entnommenen Gewebeproben handelte es sich jedoch um eine sehr kleine Untersuchung. Um die Daten zu festigen, sind weitere Studien notwendig. 

Hat Omikron weniger Zell-Grip?

Coronaviren breiten sich in der Regel von den oberen Atemwegen über den Mundraum in den Rachen bis in die Lunge aus. Gefährlich wird eine Infektion meist erst, wenn es das Virus bis in die Lunge schafft, wo es in der Folge zu schweren entzündlichen Reaktionen und Schädigungen bis hin zu akutem Lungenversagen kommen kann.

Warum die Lunge von der Omikron-Variante wohl weitgehend verschont bleibt, ist noch unklar. Es gibt aber bereits erste Thesen. So könnte die Antwort im Protein TMPRSS2 liegen. Dieses ist auf der Oberfläche vieler Lungenzellen zu finden. Wissenschaftler um Ranvindra Gupta, Virologe an der University of Cambridge, hatten in einer Laborstudie – ebenfalls mit Tieren – festgestellt, dass die Delta-Variante sehr gut darin war, solche Lungenzellen zu infizieren, Omikron aber nicht.

Demnach hafte Omikron möglicherweise weniger gut an diesen Zellen. Ein Ergebnis, auf das unabhängig von Guptas Team auch eine Forschergruppe der Universität Glasgow gekommen war. Ebenfalls ein Hinweis könnte sein, dass das Protein in den Zellen der oberen Atemwegen, also dort wo Omikron sich sehr leicht verbreitet, so gut wie nicht zu finden ist. Auch hier sind aber noch weitere Studien für stichhaltige Aussagen notwendig.

Vorsicht vor zu viel Euphorie

All diese Hinweise sind dennoch kein Grund in Euphorie zu verfallen. Denn selbst im Best-Case-Szenario werden die kommenden Wochen eine Herausforderung – schon auf Grund der schieren Menge an zu erwartenden Infektionen und der vergleichsweise großen Impflücke im Land. Es sei zu befürchten, dass es in Deutschland „zu einer weiteren Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle kommen“ werde, schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) in seiner aktuellen Risikobewertung. 

Gestützt wird diese Einschätzung durch aktuelle Zahlen aus den USA und Großbritannien, wo viele Hospitalisierungen derzeit auf einen Mangel an Personal treffen. „Vielleicht sollte jeder, der ‚Omikron ist mild“ und ‚kein Grund zur Sorge‘ vorangetrieben hat, gefeuert werden“, twitterte am Montag der US-Epidemiologe Eric Feigl-Ding in Bezug auf die Entwicklungen. Es handele sich um eine Situation, die sich weltweit wiederholen werde, wenn Omikron nicht gestoppt werde.

Wichtig sei daher, empfiehlt auch das RKI, die Infektionszahlen nachhaltig zu senken, beispielsweise durch die Reduktion von Kontakten sowie das Einhalten der altbewährten Abstandsregeln. Weitere Bausteine sind das Schließen der Impflücke und die Booster-Impfungen. Nahezu alle, die sich derzeit mit Omikron infizieren – etwa 98,5 Prozent – sind ungeimpft. 

Quelle:Studie 1, Studie 2, Studie 3Charite, NYT, RKI

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Auffrischungsimpfung Booster FDA Impfung Virus

USA: Booster für Teenager: US-Behörde erlaubt dritte Impfung für 12- bis 15-Jährige

Der Nutzen überwiegt die Risiken: Mit dieser Begründung hat die US-Arzneimittelbehörde FDA den Booster für Jugendliche ab 12 Jahren freigegeben. Und auch Jüngere können unter bestimmten Umständen geboostert werden.

Die Angst vor den gesellschaftlichen udn wirtschaftlichen Folgen der neuen Omikron-Variante in den Vereinigten Staaten ist groß. Zuletzt hatte die Gesundheitsbehörde CDC deshalb die Quarantänedauer für infizierte Geimpfte von zehn auf fünf Tage reduziert. Der Grund: So soll die kritische Infrastruktur weiter aufrechterhalten werden. Nun gehen die Behörden einen weiteren Schritt: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat am Montag Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus für 12- bis 15-Jährige zugelassen.

Die Behörde sei nach der Auswertung von Daten zu 6300 Jugendlichen in Israel zu dem Ergebnis gekommen, dass der zusätzliche Schutz vor dem Virus, vor Krankenhausbehandlungen und vor Todesfällen die geringen Risiken deutlich überwiege. In den USA ist für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren nur der Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen.STERN PAID Booster Impfung Fragen 10.05

Auch an einige gefährdete Kinder zwischen fünf und elf Jahren mit besonders geschwächtem Immunsystem sei die Verabreichung einer dritten Impfdosis möglich, teilte die FDA weiter mit – beispielsweise nach einer Organspende.

Booster gegen Omikron-Ausbreitung

Die Behörde hat außerdem den nötigen zeitlichen Abstand für eine Auffrischungsimpfung für alle Altersgruppen mit dem Impfstoff von Biontech und Pfizer von sechs auf fünf Monate verkürzt. Bei Moderna-Geimpften bleibt es in den USA vorerst bei sechs Monaten Abstand zwischen der zweiten Impfung und der Auffrischung.

Wie die Agentur Reuters berichtet, habe sich die FDA für den Booster von 12- bis 15-Jährigen entschieden, weil sich das Virus durch Rückkehr an die Schulen nach den Weihnachtsferien stark verbreiten könne. Es sei zu befürchten, dass das Gesundheitswesen weiter belastet wird. Am Montag mussten die ersten Schulen bereits schließen, weil das Personal erkrankt war.

Die Coronafälle in den USA haben sich in der vergangenen Woche auf 418.000 Neuinfektionen verdoppelt. 62 Prozent der US-amerikanischen Bvölkerung ist doppelt geimpft. Ein Drittel davon gilt als geboostert. Ob auch Fünf- bis Elfjährigen eine dritte Dosis verabreicht werden soll, will die FDA entscheiden, wenn mehrKinder dieser Altersgruppe doppelt geimpft sind. „Zuletzt waren ungefähr 25 Prozent der 5 bis 11-Jährigen geimpft. Es wäre gut eine höhere Quote zu erreichen, um dann zu sehen, wie viele Monate später sie geboostert werden müssen“, teilte ein FDA-Sprecher mit.Booster nach vier Wochen – Immunulogen skeptsch 20.40

Lauterbach erlaubt Auffrischungsimpfung für Teenager in Deutschland

In Deutschland können Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren eine Auffrischungsimpfung erhalten. Eine Stiko-Zulassung, die derzeit noch fehlt, sowie einen für Minderjährige zugelassener Impfstoff ist nach Aussagen von Bundesgeusndheitsminister Karl Lauterbach keine Voraussetzung. Zudem verwies er in einem Schreiben darauf, dass im Falle eines Impfschadens ein Versorgungsanspruch besteht. Die Kinder und Jugendlichen müssen hierfür allerdings mit einem „zugelassenen MRNA-Impfstoff“ geimpft sein.

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Aurich Bad Zwischenahn Braunschweig CDU Coronavirus Emden Flüchtlinge Geflüchtete Jugendherberge Landkreis Ammerland Niedersachsen Unterbringungsplatz Unterkunft Uwe Schünemann Virus

Wegen Corona: Jugendherberge in Emden nimmt Geflüchtete auf

Derzeit gibt es rund 4700 Unterbringungsplätze für Geflüchtete in Niedersachsen. In Jugendherbergen kommen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie weitere Plätze hinzu. Das soll für wenige Monate gelten – längerfristig sollen Flüchtlinge aber woanders unterkommen.

In Emden haben zunächst 13 Geflüchtete eine Unterkunft in einer Jugendherberge bezogen. Am Mittwoch sollen weitere folgen, wie eine Sprecherin der Landesaufnahmebehörde am Montag sagte. Mehrere Jugendherbergen im Bundesland nehmen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Geflüchtete auf. Damit sollen die bestehenden Kapazitäten entzerrt und Infektionen mit dem Virus vermieden werden. Dies ist laut Behörde jedoch nicht mit einem Ausbau der Kapazitäten gleichzusetzen.

Die Belegung der Jugendherbergen in Bad Zwischenahn (Landkreis Ammerland) sowie Aurich haben den Angaben zufolge bereits begonnen. An den drei Standorten können demnach maximal 375 Menschen unterkommen – dies sei zunächst bis Ende Februar befristet. Eine komplette Auslastung werde es wegen der Pandemie aber nicht geben. Insbesondere Familien und vulnerable Menschen sollen dort Aufnahme finden.

Im bereits bestehenden Ankunftszentrum in Bad Fallingbostel im Heidekreis sollen im Januar laut Landesaufnahmebehörde zusätzliche 500 Plätze entstehen. Auch diese sollen der Entzerrung und Vermeidung von Corona-Infektionen dienen; diese Plätze sind dann für ein halbes Jahres befristet. Kai Weber vom niedersächsischen Flüchtlingsrat begrüßte das Vorgehen. Dies würde die Situation für die betroffenen Menschen in der Corona-Pandemie entzerren.

Die Zahl der Asylanträge in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr erheblich gestiegen. Bis Ende November registrierten die Behörden laut Innenministerium 15.800 Anträge von Geflüchteten. Das waren rund 56 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum im ersten Corona-Jahr 2020 (rund 10.100 Anträge) und 18 Prozent mehr als 2019 (13.376).

Die CDU-Fraktion im Landtag sieht unterdessen einem Zeitungsbericht zufolge Handlungsbedarf bei der Integration. «Viele der Menschen, die im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 zu uns gekommen sind, sind noch nicht ansatzweise integriert. Hier müssen wir dringend nachsteuern», sagte Fraktionsvize Uwe Schünemann der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (NOZ/Montag). «Im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung stehen zahlreiche Pull-Faktoren, die Menschen ermuntern, sich auf den Weg zu machen», sagte der CDU-Politiker dem Blatt mit Blick auf die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP.

Die Zeitung zitiert aus einem Konzeptpapier Schünemanns für einen Gesetzentwurf. «Verpflichtung zur Achtung der hiesigen Grundsätze des Zusammenlebens (Leitkultur) und Abverlangen eigener Integrationsleistungen», heißt es darin. Ein Fokus soll auf dem Spracherwerb und auf Angeboten in Sachen Rechtskunde sowie zur Kultur- oder Gesellschaftsordnung liegen. «Wer bleiben darf, muss sich integrieren. Wer sich nicht integrieren will, muss mit Konsequenzen rechnen», sagte der frühere Innenminister. Im Bericht heißt es, dass der Vorstoß bisher nicht mit dem Koalitionspartner SPD abgesprochen sei.

Der Flüchtlingsrat kritisierte, Schünemann betreibe auf dem Rücken der Betroffenen Symbolpolitik. «Das sind Nebelkerzen, die eine Realität konstruieren statt zu beschreiben, und die Ursachen für mangelnde Deutschkenntnisse unter Geflüchteten verschweigen», hieß es in einer am Montag verbreiteten Mitteilung.

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Antarktis BBC Coronavirus Flug Forschende Forschungsstation Sicherheitsstandard Sicherheitsvorkehrung Südafrika Virus

Trotz Sicherheitsvorkehrungen: Geimpft, getestet und dennoch infiziert: Corona-Ausbruch auf Forschungsstation in der Antarktis

Trotz hoher Sicherheitsstandards hat das Coronavirus eine Forschungsstation in der Antarktis erfasst. Die Wissenschaftler wollen ihre Arbeit dennoch fortsetzen.

Selbst in die Antarktis hat es das Coronavirus geschafft. Auf der belgischen Prinzessin-Elisabeth-Forschungsstation hat es einige Infektionen gegeben. Seit Mitte Dezember breitet sich das Virus unter den dort tätigen Forschenden aus, berichten die BBC und die belgische Zeitung „Le Soir“. Bisher sind demnach von den 25 Wissenschaftler:innen 16 infiziert.

Dabei herrschen auf der Station hohe Sicherheitsvorkehrungen. Alle Forschenden müssen bei der Ankunft geimpft sein, sich vor dem Flug in die Antarktis in Südafrika zehn Tage lang in Quarantäne begeben und zudem einen negativen PCR-Test vorweisen. Offenbar handelt es sich bei den aktuellen Fällen um Infektionen mit der neuen, hochansteckenden Omikron-Variante, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde.STERN PAID 01_22 Interview Risikoforscher Omikron 6.23

Forschende bleiben auf der Station

Allerdings verlaufen die Infektionen bei den betroffenen Forschenden zum größten Teil mild, teilten belgische Behörden mit. Zwei Ärzte kümmern sich auf der Station um die Betroffenen. „Die Situation ist nicht dramatisch“, sagte Joseph Cheek, Projektmanager der Internationalen Polarstiftung, der BBC: „Die Quarantäne einiger Mitarbeiter, die sich mit dem Virus angesteckt haben, war zwar unangenehm, hat aber unsere Arbeit auf der Station insgesamt nicht wesentlich beeinträchtigt.“

Zwar wurde die Person, die das Virus eingeschleppt hatte, nach ihrem positiven Test sofort evakuiert, dennoch konnten sich die Infektionen ausbreiten. Sämtlichen Wissenschaftler:innen auf der Station sei angeboten worden, nach Ende der Quarantäne am 12. Januar zurückfliegen zu können. Die Forschenden hätten das Angebot jedoch einstimmig abgelehnt. „Alle haben aber den Wunsch geäußert, auf der Station zu bleiben und weiter ihrer Arbeit nachzugehen“, so Cheek. Bis auf Weiteres sollen nun keine Neuzugänge mehr zur aktuellen Besetzung hinzustoßen, bis der Ausbruch ausgestanden ist.

Bereits im Dezember 2020 war es in der Antarktis zu Corona-Infektionen auf einer anderen Forschungsstation gekommen. Damals gab es 36 Fälle unter chilenischen Militärangehörigen.

Quellen:  BBC / „Le Soir“

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Coronavirus Inzidenz RKI Saarbrücken Saarland Todesfall Virus

192 neue Corona-Fälle im Saarland: Inzidenz steigt auf 212,5

Binnen eines Tages sind im Saarland 192 Corona-Neuinfektionen und zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert worden. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, stieg von 205,4 auf 212,5, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht (Stand 3.17 Uhr). Seit Beginn der Pandemie sind damit im Bundesland 74 815 Corona-Fälle nachgewiesen worden. Mit oder an dem Erreger starben 1250 Menschen.

Binnen eines Tages sind im Saarland 192 Corona-Neuinfektionen und zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert worden. Die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, stieg von 205,4 auf 212,5, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht (Stand 3.17 Uhr). Seit Beginn der Pandemie sind damit im Bundesland 74 815 Corona-Fälle nachgewiesen worden. Mit oder an dem Erreger starben 1250 Menschen.

Auf den saarländischen Intensivstationen lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Montag 68 erwachsene Covid-19-Patienten – davon wurden 36 beatmet (Stand 07.05 Uhr).

Das RKI weist darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist. Deshalb könnten die offiziell ausgewiesenen Fallzahlen nur ein unvollständiges Bild der Corona-Lage in Deutschland zeigen.

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Omikron-Variante auf dem Vormarsch: Kürzere Quarantäne? Neue Kontaktbeschränkungen? Lauterbach kündigt neuen Corona-Regeln an

Ende der Woche wollen Bund und Länder ihre weitere Corona-Strategie abstimmen. Die Zeit drängt, die Omikron-Variante ist auf dem Vormarsch. Im Gespräch ist insbesondere eine Verkürzung der Quarantäne. Der Gesundheitsminister sieht jedenfalls Handlungsbedarf.

Die Omikron-Variante des Corona-Virus macht den Pandemiekämpfern Sorgen. Die Befürchtung der Gesundheitsexperten: Weil die Mutation so ansteckend ist, dürften die Fallzahlen in den kommenden Wochen dramatisch ansteigen. Zwar gibt es Hoffnung, dass der Krankheitsverlauf milder ist als bei der Delta-Variante. Doch aufgrund der vielen Ansteckungen könnte es in vielen Bereichen der Wirtschaft zu kritischen Engpässen kommen. 

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet daher mit einer schnellen Entscheidung über eine Verkürzung der Quarantänefristen bei Corona-Infektionen. Um zu verhindern, dass die Omikron-Welle zu groß werde, werde es bei der Bund-Länder-Runde am Freitag „auf jeden Fall neue Beschlüsse geben“, kündigte Lauterbach am Sonntagabend im Interview von RTL/ntv an. Dabei gehe es um eine Änderung der Quarantäneverordnung, aber zum Beispiel auch um die Frage, welche Kontaktbeschränkungen angemessen seien.Impfslogans Fotostrecke

Ob Lauterbach nur eine Verkürzung der Quarantänefristen für Kontaktpersonen oder sogar kürzere Isolationszeiten für Infizierte erwägt, blieb offen. Geklärt werden müsse unter anderem, inwieweit die Fristen für Menschen mit Auffrischungsimpfung geändert werden könnten, sagte er. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte kürzlich eine Befreiung von der Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen ins Gespräch gebracht.

Coronavirus: Neues Bund-Länder-Treffen am Freitag

Bund und Länder wollen sich am 7. Januar zu einer neuen Schaltkonferenz treffen, um die weitere Strategie zu beraten. Lauterbach machte deutlich, dass angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante in Deutschland Eile geboten sei: „Die Fallzahlen werden sehr stark steigen, und das wird dann auch viele Ungeimpfte treffen, und die sind nicht geschützt. Daher mache ich mir da große Sorgen.“

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung hatte vor Weihnachten vor einer extremen Belastung des Gesundheitssystems und der gesamten kritischen Infrastruktur wie Kliniken, Feuerwehr oder Stromversorgung gewarnt, sollten viele Menschen zeitgleich krank werden oder in Quarantäne müssen. Andere Staaten mit hohem Omikron-Anteil wie die USA oder Großbritannien haben ihre Isolationsregeln bereits gelockert.corona-koch

Mit Ausbreitung der Omikron-Variante wächst die Gefahr, dass auch die Zahl von Quarantäne-Anordnungen bei Kontaktpersonen von Infizierten stark steigt. Denn anders als bei anderen Corona-Varianten ist aus Sicht des Robert Koch-Instituts (RKI) eine Quarantäne bei Vorliegen von Omikron immer empfohlen – und zwar „auch für vollständig geimpfte und genesene Kontaktpersonen“.

Zahlreiche Länder haben Quarantäne-Regeln angepasst

Großbritannien und die USA haben bereits die Dauer für Infizierte ohne Symptome verkürzt, um akutem Personalmangel in Bereichen vorzubeugen, die für die Grundversorgung und Sicherheit nötig sind. Spanien und Portugal verkürzten die Quarantäne-Dauer für symptomlose Infizierte von zehn auf sieben Tage. Eine Rolle spielen dabei auch Indizien, dass Omikron seltener zu schweren Krankheitsverläufen führen dürfte.

„Omikron ist anders als frühere Varianten – darum müssen auch die Quarantäne-Regeln angepasst werden“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Tino Sorge (CDU), der „Welt“. „Wir erwarten eine neue Dynamik mit sehr vielen, aber eben auch vielen milden Corona-Infektionen.“ In einer solchen Lage müsse verhindert werden, dass Personalausfälle die Wirtschaft und die kritischen Infrastrukturen lahmlegten. „Darum wäre es sinnvoll, die Quarantäne für bestimmte Kontaktpersonen zu verkürzen. Engmaschige Tests könnten das flankieren.“

Lauterbach rechnet damit, dass die Omikron-Variante schon bald in ganz Deutschland vorherrschend sein wird. In Schleswig-Holstein ist sie dies bereits. Die Landesregierung verschärft deshalb ab Dienstag die Corona-Regeln. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) kündigte kurzfristig für diesen Montag eine Regierungserklärung an.

Überschattet von Corona-Sorgen starten an diesem Montag in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen und Rheinland-Pfalz wieder die Schulen. Am Dienstag folgen das Saarland, am Mittwoch Hamburg und – je nach Entscheidung der Schulen – auch Thüringen. Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen verlangte tägliche PCR-Tests in den Schulen. Die beste Methode seien PCR-Pool-Tests, weil sie am zuverlässigsten Infektionsherde sichtbar machten, sagte er der „Rheinischen Post“ und der Funke Mediengruppe.

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